Von Kuttenträgern, Wunderzeichen und der Vertuschung des alten Wissens…

„An ihren Früchten werdet ihr sie erkennen“

Von der Moral eines Ordens und den Auswüchsen bis hin zur Gegenwart – ein kurzer Überblick der jesuitischen Sittenlehre:

o Für wahr; Der Orden der Jesuiten, ein mit wahrhaft teuflischer Schlauheit gewebtes Netz, worin diese die gesunde Vernunft fingen und abtöteten.

o So veranstalteten sie theatralische Feste, stattliche Aufzüge und prunkvolle Kirchenfeierlichkeiten.

o Ihre Politik war: sich den verschiedenen Sitten der Menschen anzuschmiegen, mit den Strengen streng, hingegen mit Leuten von weitem Gewissen auch wieder nachsichtig zu sein, überall den Neigungen entgegen zu kommen und zu schmeicheln

o Sie wussten, dass ungebildete Menschen durch die abergläubische Furcht vor unsichtbaren Mächten am leichtesten zu beherrschen seien. Deshalb ersannen sie tausend abenteuerliche Erzählungen von den Listen der bösen Geister gegen die Menschen ..

o … wenn sie dadurch schwache Gemüter geschreckt und bis zur Verzweiflung verwirrt hatten, so boten sie sich selbst, wie höhere mächtige Wesen, zu Rettern dagegen an.

o Volk und Monarchen trachteten sie gleichmäßig in einer geistigen Unmündigkeit zu erhalten; denn sie wussten wohl, dass man am leichtesten solche Menschen beherrschen kann, welche das Denken verlernt haben;

o deshalb stellten sie auch gar eifrig den angeborenen Trieb des Menschen, über das Höchste, über Glaubenssachen nachzudenken, als sündhaft, als Einflüsterung des bösen Geistes dar. Indem sie so den Verstand abstumpften, regten sie die Einbildungskraft heftig an

o War ein Monarch protestantisch und auch nur ein Teil des Volkes katholisch, so wiegelten sie das Volk wider jenen auf, schilderten ihm denselben als einen von Gott verfluchten Tyrannen und lehrten frech, dass man ihn ungestraft ermorden dürfe,

o Waren Fürst und Volk protestantisch, so schlichen sie sich in weltlichen Kleidern, als Kaufleute, Botschafter oder dergleichen ins Land, gaben sich sogar für Protestanten aus, fingen dann im Stillen an zu wirken, und ließen alle Minen springen.

Kurz: sie benahmen sich als offene Feinde, obwohl sie nie den Schein davon haben wollten, stifteten Empörung, Meuterei, Revolution und Bürgerkrieg und heiligten die scheußlichsten Verbrechen.

Der oberste Grundsatz der jesuitischen Sittenlehre hieß: „Der Zweck heiligt das Mittel!“

Der Zweck seiner Existenz aber ist die Herrschaft über die ganze Welt, und die Regierungsform — eine unumschränkte Monarchie, jedoch mit dem Anscheine, dass durch den Ordensregenten der Gesamtwille der ganzen Gesellschaft vertreten sei.

„Weil jede Handlung des Ordens zur größeren Ehre Gottes geschieht, so muss der Zweck jedes Mittel heiligen.“ In dieser Zauberformel lag die ganze praktische Anwendung des Systems und die ganze jesuitische Moral.

Natürlicherweise kann ein Staat, welcher sich für den von Gott berechtigten alleinigen Weltstaat hält oder ausgibt, alle anderen neben sich nicht dulden; sie erscheinen ihm als Anmaßung, und wenn er sich in jener Eigenschaft behaupten will, so muss er sie erobern. Das hat denn der Jesuitenorden auch getan, aber mit unsichtbaren Waffen. Bei den heidnischen Völkerschaften in Asien und Amerika breitete er seine Herrschaft unablässig durch Missionen aus.

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Ausführlicher in den Beiträgen im Kommentar.


Eure Kommentare (auf Meta) dazu:

„Die Jesuiten waren und sind bis heute der erfolgreichste christliche Orden und der Papst Franziskus ist einer von ihnen! Und natürlich sind sie mit allen Wassern gewaschen und betreiben, ähnlich den Freimaurern, Denkschulen und ganz spezielle Ausbildungszentren bis zum heutigen Tag! Aber der schlimmste Verein in der katholischen Kirche ist meiner Meinung nach das „Opus Dei“ – die gehen im wahrsten Sinne des Wortes über Leichen und arbeiten, von der Öffentlichkeit unbemerkt, völlig im Hintergrund!“

„Zu hinterfragen begann ich die christliche Lehre in jungen Jahren, als ich den „Pfaffenspiegel“ von Otto von Corvin das erste Mal las. Die Jesuiten gaben mir dann den Rest, mich endgültig davon abzuwenden. Heute viele Jahrzehnte danach, bin ich froh darüber, es gibt wahrlich besseres an das man glauben kann. Das erinnert mich an

Georg Wilhelm Friedrich Hegel

♣️„Das Christentum hat Walhalla entvölkert, die heiligen Haine umgehauen und die Phantasie des Volks als schändlichen Aberglauben, als ein teuflisches Gift ausgerottet und uns dafür die Phantasie eines Volks gegeben, dessen Klima, dessen Gesetzgebung, dessen Kultur, dessen Interesse uns fremd, dessen Geschichte mit uns in ganz und gar keiner Verbindung ist. In der Einbildungskraft unseres Volkes lebt ein David, ein Salomon, aber die Helden unseres Vaterlandes

schlummern in den Geschichtsbüchern der Gelehrten, […].“

Georg Wilhelm Friedrich Hegel


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