Dresden brannte sieben Tage und sieben Nächte.
Wir schreiben heute den 5. Februar 2025. Nur wenige Tage vor dem wohl verheerendsten alliierten Vernichtungsangriff auf ein deutsche Stadt, möchte ich jedem vorausgehenden Tag einen kurzen Beitrag widmen.
Dresden! Vor seiner Bombardierung war Dresden eine der schönsten Städte Europas, ein Zentrum der Kultur voll eleganter Paläste, Kirchen und Denkmäler. Es war eine Märchenstadt, mit verwinkelten Kopfsteinpflasterstraßen, Kirchtürmen und pittoresken Gebäuden. Militärisch war es völlig bedeutungslos.

Voranführend sei die Frage erlaubt: Wer oder was, musste zum Kriegsende sterben: der deutsche Mensch, die deutsche Kultur? Ist in der Geschichte der Gegenwart der deutsche Mensch zum Märtyrer als Bewahrer des Guten bestimmt – und die Zerstörer als Sieger zum Verwalten des Bösen …?
Und um es mit den Worten meiner Mutter zu fragen: „Könnt ihr den Alten noch ein bisschen zuhören? Wenn ja, dann hört: Im Jahr 2005 wurde die Frauenkirche in Dresden nach ihrem Aufbau eingeweiht. In Anwesenheit hoher kirchlicher Würdenträger erklärten die deutschen Repräsentanten, dass sie tief gerührt seien und stolz auf dieses große Bauwerk sind. Und die Sprecher appellierten an das Volk, das es einen 13. Februar 1945 niemals wieder geben darf. Doch niemand erklärte dem Volk, dass dieses grausame Geschehen nicht in der Schuld des deutschen Volkes liegt, sondern bei Machthabern mit den Namen Churchill, Roosevelt und Stalin.
Fast 200 Millionen Euro waren bis 2005 verbaut. Mein persönliches Empfinden: Der ursprüngliche Gedanke Anfang der 1960er Jahre, die Ruine als Mahnmal und Gedenkstätte zu bewahren, hat mir besser gefallen. Doch der Trümmerberg war den Stadtplanern ein Hindernis. Nun trägt diese Kirche zwar einen historischen Mantel, ist aber mit dem ursprünglichen Bau nicht vergleichbar. Heute stehen die Menschen staunend in diesem Gebäude, verdrängend, welch Leid sich hier tatsächlich abgespielt hat. Der künstliche Prunk lenkt geschickt davon ab.

Dresden brannte sieben Tage und sieben Nächte. In Dresden starben mehr Menschen als durch die Atombombe. Wenn Hiroshima der unmenschliche Preis war, für eine ewige Warnung – was war Dresden?
Eines ist gewiss: Das mit unzähligen Flüchtlingen und Gefangenen überfüllte Dresden wurde planmäßig zerstört.
„Wir werden diese Hunnen braten“, meinte ein Sir Winston Churchill aus England vor diesem Geschehen, das er befahl. Und sein Bomber-Harris fügte hinzu: „Machen wir Schluss mit dem Krieg, indem wir den Deutschen die Seele aus dem Leib reißen.“
Im letzten Kriegsjahr war es eine Lazarettstadt zur Versorgung Tausender verwundeter deutscher Soldaten. Nicht eine einzige deutsche Militäreinheit war dort stationiert. In den ersten Wochen von 1945, dem kältesten Winter in hundert Jahren, strömten Hunderttausende Flüchtlinge nach Dresden, um der vorrückenden sowjetischen Armee zu entkommen. Die Einwohner Dresdens nahmen so viele dieser armen Menschen auf wie möglich, konnten aber nicht alle beherbergen.
Das perfide Spiel mit den Zahlen – das Herunterkorrigieren der Opferzahlen
Über den alliierten Vernichtungsangriff auf Dresden am 13. /14. Februar 1945 wurde in den letzten Jahrzehnten viel Verfälschendes geschrieben. Die Historiker sind sich bis heute nicht einig darin, wie hoch die Opferzahl liegen dürfte – die Stadt war in der Schlussphase des Krieges vollgestopft mit Flüchtlingen aus dem Osten, die nirgendwo registriert oder aktenkundig geworden waren.
Wenn heute, die nunmehr noch weiter hinunter reduzierte Opferzahl von 25.000 aufscheint, dann muss man wissen, dass sich diese Zahl nur auf die – anhand von Eheringen und Dokumenten – identifizierten Opfer bezieht. Die Dunkelziffer der namenlos Verglühten, Verbrannten, Erstickten war mit Sicherheit um ein Vielfaches höher.

Die Realität ist anders, das belegen Tausende persönlicher Erinnerungsberichte und selbst die Kriegsaktiven des Gegners von ehedem. Morgen gehen wir dann näher auf die alliierten Tieffliegerangriffe auf die deutsche Zivilbevölkerung ein, an denen es nun mal nichts zu deuteln gibt. Ein Dokument der Ordnungspolizei von Dresden vom 22. März 1945 verweist auf 202 040 tote Menschen, die zusammen mit einhundert toten Soldaten geborgen wurden.
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Wenn in diesem Jahr (2024), zwischen dem 8. und 13. Februar, die Karnevalisten durch die Straßen ziehen, ausgelassen feiern, sich die „Hucke“ voll hauen /saufen, ohne Sinn und Verstand, ja, dann rückt eines der größten und verheerendsten Verbrechen an dem deutschen Volk näher. Am 13. Februar erinnern wir uns an Dresden.
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Alle Beiträge dazu, findet ihr im Kommentar.
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Quelle:
Franz Kurowski Jenseits von Deutschland
David Irving Der Untergang Dresdens
Bradbeery – die Mär vom bösen Deutschen
Karl Richter aus dem Großen Wendig
H. Schnatz Tiefflieger über Dresden? Legenden und Wirklichkeit
16 Antworten zu “Dresden – wir lesen nun täglich”
Ein paar Wochen später gab es in Frankfurt am Main das gleiche Szenario. Und das mit dem Zielschießen der Tiefflieger auf Zivilisten auch (meine Eltern haben so etwas beobachtet). Und dennoch freuen sich gewisse Kreise auf den nächsten Krieg..
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Das Böse ist an den Bösen leicht festzumachen. Das eigene Verdorbene einzugestehen fordert den ganzen Menschen heraus.
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Das Böse ist immer das Böse des Anderen. Und wer einen Spiegel sein eigen nennt möge doch auch ‚mal hineinschauen. Schon gäbe es weniger Böses..
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Ja, ich muss mir meine Untat täglich bewusst machen.
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Der Gegenüber aber auch. Sonst wird das nie was..
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Ich denke, diese uns von außen propagierten Schuldzuweisungen müssen endlich aufhören.., darüber zerbricht alles Menschliche. Es ist längst überfällig. Es ist an der Zeit, die richtigen Fragen ins Feld zu werfen, und nicht die anerzogenen im Zuge der Umerziehung. Wir müssen lernen, uns wieder zu erinnern, wer wir sind, und wo wir herkommen. Wir müssen lernen, dorthin zu schauen, wo unsere Ursprünge liegen. Und wer das mit ganzem Herzen tut, der wird schon bald feststellen, das wir vor langer, langer, ja sehr langer Zeit mal eins gewesen sind – Brüder und Schwestern, bis der Betrug über das „Kapital“ Einzug hielt und die Menschen über die Angst in den Fluss des Geldes getrieben wurden, und damit in eine Abhängigkeit, die bis heute Bestand hat.
Einer kleinen, überschaubaren Gruppe von „Menschen“, dem Syndikat, ging und geht es immer nur darum, einen Keil in die Gesellschaft zu treiben, um eigene Interessen zu wahren. Angesetzt haben sie genau da, wo der Mensch am empfindlichsten ist… Und so bewegte (trieb) man die Menschen unterschiedlicher Nationen in eine Opferrolle, und erfand ein Feindbild. Darüber begannen sich die Menschen, die einst Brüder und Schwestern waren, zu hassen.
Darüber lassen sich menschenverachtende Methoden wie die der Propaganda hin zur Angst, und weiter getrieben bis zur Hilfslosigkeit erfassen.
Auch wenn das „Zueinanderfinden“ den Menschen viel abverlangen wird (kein Wunder nach all den Grausamkeiten, die sie sich gegenseitig angetan haben), muss irgendwo der Anfang gemacht werden, zurück in die Zeit wie es einmal war.
Ich weiß, vielleicht ein Traumtanz. Aber ich denke, in Zeiten wie diesen, darf man auch mal „träumen“
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Am Anfang war.. Das Kapitel bestimmt nicht (das Manifest ist auch sehr obstrus). Man fragt sich eigentlich: wem gehört die Welt? Vielleicht begann ja doch alles mit Adam und Eva – als Ex Katholik denke ich manchmal es war vielleicht doch eine gute Idee mit den 10 Geboten. Mehr hätte es nie gebraucht – wenn.. Ich bin im Krieg geboren, habe die Anti Kriegs Bewegungen verfolgt, die Filme „das letzte Ufer“, Wenn die Kraniche ziehen“ u.a. noch im Schrank (die Songs der 60 er natürlich auch). Mit ein paar Mittelchen aus dem Leistungssport bei der Musterung konnte ich dem Militär entgehen und zahle heute sehr ungern Steuern für Kriegsgerät. Millionen sind dank Sondervermögen inzwischen in bestimmten Kreisen ja die kleinste Währungseinheit. Bei „Brot für die Welt“ wären diese Summen besser angelegt..
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Dem Gegenüber kann ich nicht besser wissen.
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Es ist kompliziert.
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Ich habe genug mit meinem Verdorbene zu tun. Davon ich mein Gewissen vor anderen nicht ausschütten will.
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Der Tyrann in der Festung mit seinen Angriffskriegen seit 25 Jahren.
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Ob es wirklich Wirkungen ohne Ursache gibt ? – außerhalb meiner Vorstellungskraft.
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Was ich mir durch meine Vorstellung, durch die Innenwelt zur Aussenwelt als tatsächlich vermute. Ich kann das ursächliche in den Dingen zwar ausmalen. Die einzige Tatsache ist der Tod, der steht mir noch bevor. Dem Wirk hat niemand die Zügel in der Hand. Die Ursache, die uns allen unergründlich ist, dass es Leben auf der Erde gibt. Wie lange noch, das wissen wir nicht.
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Danke, überlegenswert. Man (ich, Ü80) werde da ja bald mehr wissen – es aber niemand weitergeben können..
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Das Wissen endet mit dem letzten Atemzug.
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Sorry, wer von uns weiss das schon. Es wird spannend.
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