Dresden– wir lesen nun täglich … als Harris den Angriffsbefehl gab (Teil IV)

Dresden brannte sieben Tage und sieben Nächte …

Fast 80 Jahre nach dem Zweiten Weltkrieg war von unseren deutschen christlichen Brüdern und Schwestern und den deutschen internationalen Genossen keine Reaktion auf das millionenfache Unrecht, das die Deutschen traf, zu vernehmen.

Statt dessen konnten wir über die Zeit folgendes beobachten: Am 59. Jahrestag der Zerstörung Dresdens mit mindestens 250 000 Toten, meist Frauen und Kindern, gingen„ deutsche Jugendliche“ vom induzierten Irresein und Deutschenhass besessen, mit Transparenten wie „Bomber Harris, do ist again“ (Bomber Harris, tu es nochmal) oder „deutsche Täter sind keine Opfer“ oder auch „happy birthday luftangriff“ auf die Straße.

Unvorstellbar allein daran zu denken, irgendjemand würde ein Transparent hochhalten mit einer Botschaft, welche einen Nationalsozialisten lobend erwähnt“. Die Staatsanwaltschaft würde keinen Moment zögern, diese Provokateure in Haft zu nehmen und wegen Volksverhetzung und Verunglimpfung der Opfer vor Gericht zu stellen. In München jedoch, war weit und breit von der Staatsanwaltschaft nichts zu sehen, und keine Reaktion erfolgte auf den Vorfall.

Und somit werden auch heute noch selbst von deutschen offiziellen Behörden deutsche Opfer verunglimpft und verhöhnt. Auf offenen Plätzen wird gegen das deutsche Volk gehetzt.

Bis hin zu den aktuellen Ereignissen der Denkmalschändung auf dem Dresdner Alt-Markt zum Gedenken der durch die alliierten Vernichtungsangriffe zu Tode gekommenen Deutschen. Vor wenigen Monaten erst so geschehen. Wo bleibt hier der Paragraph 130?

Zurück zum Angriff auf Dresden im Februar 1945. Das Kommando hatte den Befehl einen schweren Schlag gegen die Stadt durchzuführen.

In den ersten Wochen von 1945´herrschte über die deutsche Nachtwachtverteidigung Unklarheit. Die Jagdverbände verringerten sich zahlenmäßig und die Jagdbesatzungen waren erschöpft und beinahe auf dem toten Punkt angelangt. Nachdem die angreifenden Armeen die Reichsgrenzen immer weiter hinein verschoben, plante Oberluftmarschall Harris die Durchführung des RAF Angriffs auf Dresden als Doppelschlag.

Als Stunde Null für Böhlen wurde 22 Uhr angesetzt, eine Viertelstunde bevor der erste Schlag auf Dresden erfolgte. Da der Angriff auf Dresden befehlsmäßig ein starker Vernichtungsangriff sein sollte , war es nur angemessen eine möglichst große Zahl von Lancaster-Maschinen eingesetzt wurde, um eine möglichst große Last von Brand- und Sprengbomben abzuwerfen.

Der erste Angriff auf Dresden sollte die Stadt zur besseren Orientierung der Beatzungen des zweiten Angriffes drei Stunden und fünfzehn Minuten später wie ein Leuchtfeuer in Brand stecken.

In einigen Stadtteilen Dresdens heulten die Sirenen, aber in den meisten Bezirken war der Strom beim ersten Angriff ausgefallen, sodass dieser zweite Angriff für die Bevölkerung völlig überraschend kam.

Und so ertönte es auf Befehlsebene: „Masterbomber an Hauptmarkierer: Gute Arbeit! Weiter verstärken, verstärken.“ Fünfter Markiere an Hauptmarkierer: : Klar! Zweiter Markierer an Hauptmarkierer: Tally-ho!“

(Tally Ho bezeichnet in der britischen Jägersprache einen Ruf bei der Sichtung eines Fuchses bei der Fuchsjagd.)

Der zweite Teil der Doppelstrategie von Harris begann sich abzuzeichnen, nicht nur die Vernichtung der Dresdner Luftschutzkräfte, sondern auch eine große Zahl der aus den Nachbarstädten herbeigerufenen Hilfskräfte.

„Es war das einzige Mal, dass ich Mitleid mit den Deutschen hatte (berichtet der Bombenschütze einer Lancaster Maschine der 635. Staffel.) Aber mein Mitleid dauerte nur ein paar Sekunden; unsere Aufgabe war es, den Feind zu schlagen, und zwar vernichtend zu schlagen.“

Die Lancaster Maschinen des Blindbeleuchterverbandes leuchteten inzwischen das ganze Gebiet mit ihren „Christbäumen“ aus. Die Lichtertrauben der Zielmarkierer schimmerten fahl mit unerbittlicher Unabwendbarkeit über der den Untergang geweihten Stadt.

Die erste Bomberwelle, die am 13. Februar 1945 um 10 Uhr abends über der Stadt ankam, war britisch. Sie ließ Tausende riesiger Sprengbomben auf die alte mit Flüchtlingen vollgestopfte Stadt fallen, um die Dächer zur Vorbereitung für Brandbomben, die gleich dahinter folgen sollten, wegzusprengen. Die Sprengbomben setzten das Fliegeralarmsystem außer Gefecht, zerstörten die Feuerwehrstationen, unterbrachen die Hauptwasserleitungen und verursachten massenhaft Tod und Zerstörung. Die Flüchtlingsmassen konnten nirgendwohin weglaufen und sich nicht verstecken.


3 Antworten zu “Dresden– wir lesen nun täglich … als Harris den Angriffsbefehl gab (Teil IV)”

    • Ja, es geschieht viel Unrecht in diesen Tagen, es geschah Unrecht in den Tagen zuvor, weltweit, Das Unrecht ist stets gegenwärtig. Gewalt und Kriege geben den Ton an. Menschenleben sind nichts wert. Doch unter all diesen niederträchtigen Ereignissen bleibt die brutale Vorgehensweise am deutschen Volk in der Geschichte (bis hierhin geschrieben) beispiellos. Die Tatsachen über den Völkermord wurden, beruhend auf einer brillanten Propagandamaschinerie, verschwiegen. Über die Millionen Toten aus dem deutschen Volk ist keine Rede mehr. Ein solcher Völkermord in diesem Ausmaß geschieht gewiss nicht alltäglich. Dieses Ausmaß ist bis hierhin einmalig in der Geschichte. Daran gibt es keinen Zweifel. Der Völkermord wurde nie geahndet. Niemand wurde für die Millionen Toten und Vertriebenen aus ihrer Heimat zur Verantwortung gezogen.

      So schreibt Adenauer in seinem Memoiren (1945-1953) auf Seite 186: „Nach 1945 wurden zwischen 13,5 Millionen und 17 Millionen Deutsche aus ihrer Heimat in Osteuropa vertrieben, aber nur die Hälfte von ihnen kam im „Restdeutschland“ an Lediglich 7,3 Millionen erreichten die Ostzone und die 3 Westzonen. 6 Millionen Deutsche verschwanden vom Angesicht der Erde, Sie sind verschwunden, tot.“

      Nein, das sind gewiss keine alltäglichen Vorgänge.

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