Gestern feierte man den sogenannten Weltfrauentag – Glückwünsche gab es in großer Zahl.

Doch was steckt eigentlich hinter diesem „Weltfrauentag“ ?

Ein paar persönliche Gedanken zu einer „Geschlechtergerechtigkeit“ bis in das Jahr 2025 hinein, von Frauen, Müttern und dubiosen Feiertagen

Vorweg: Ich erinnere mich noch gut an die Zeit, als meine Mutter uns Kindern deutlich zu verstehen gab: „Schenkt mir bloß nichts am 8. März! Ich will davon nichts hören, und vor allem nicht mit irgendwelchen roten Nelken „geehrt“ werden. (Nun, als DDR-Kind war das damals nicht ganz einfach zu verstehen. Schließlich bin ich damit „gewachsen“.)

Geht mir weg mit diesem, von Kommunisten herbeigerufenen Tag, der uns immer mehr von unseren Familien entfernt. „Werktätige Frauen“ so ein Unfug, schimpfte sie. Die Frauen gehören zu ihren Kindern im Haus… Und dort schaffen sie, bilden, prägen und unterstützen Mann und Kinder mit ihrem Wissen, Können, Kochkünsten und all diesen Vorzügen, die Frauen nun mal in sich tragen.

Aber was ich nun überhaupt sagen wollte:

Das waren noch Zeiten, als die Stellung der Frau eine Bessere war. Die meisten unter uns wissen nur allzu gut, welchen Wert die Frau im Namen Gottes und unter der Allmacht der Kirche erfahren musste. Abgesehen von der schleichenden Entrechtung: Erst durch die Einordnung der Hexe in das von der Kirche gepredigte Muster von schwarzem Zauber und Teufelspakt konnte sich der Hexenglaube im Volk zu einer breitangelegten Hexenverfolgung ausweiten, die über hundert Jahre lang in deutschen Landen umging.

Unter dem „heiligen Kreuz“, verlor die Frau mehr und mehr ihrer Rechte.

Anders bei den Heiden, in den Stämmen der alten Germanen. Sie sahen in den Frauen etwas Heiliges und Vorhersehendes. Deshalb verschmähten sie weder Ratschläge noch vernachlässigten sie ihre Antworten. Mann und Frau achteten sich und begegneten sich auf Augenhöhe. Es war ein stetes Miteinander, kein Gegeneinander. Der Mann schätzte das Tun der Frau, sowie die Frau das Tun des Mannes schätzte.

Ehret die Weiber! Und das über das gesamte Jahr.. Eine besondere Rolle spielt hier der Monat Mai: Er versinnbildlicht ein erhabenes Inbild der verehrungswürdigen Frau schlechthin. So bezieht sich auch das Liedgut – der Minnesang des Hochmittelalters – auf die verehrungswürdigen Frauen. Es ist eben der Monat Mai, der den Sänger zu höchster Lust und Liebe beflügelt. Man möchte annehmen, die Minnelieder hätten auch ihren Ursprung in alten Preisliedern auf eine heidnische Göttin, die im Frühling besonders verehrt wurde.

Wie die meisten der heidnischen Feste, vereinnahmte die Kirche auch dieses Fest für sich. Das einstige Frühlingssippenfest der Kelten und Germanen verschwand über die Zeit der Christianisierung.

Ein Tag im Jahr wurde auserkoren, der quasi „verpflichtend“ daherkam.

Doch wir feiern nach alter Sitte in der Sippe, und ehren unsere Frauen und Mütter an irgendeinem Tag im Mai, oder an irgendeinem Tag im Frühling, oder auch im Sommer. Fröhlich und ausgelassen vor einem duftenden Meer an Blumen. Sorgen wir dafür, dass das Ursprüngliche nicht in Vergessenheit gerät, pflegen wir die liebenswerten Traditionen und besinnen uns auf das Wesentliche.

Und sind wir doch ehrlich, gehört nicht jeder Tag unseren Frauen und Müttern?

Warum überhaupt eine Vorgabe? Sie stammt aus dem England des frühen 13. Jahrhunderts. Anbefohlen von König Henry III. als Gedenktag für Mutter Kirche und die leibliche Mutter.

Wir brauchen keine Vorgaben. Weder von einem Engländer noch von einem anderen Lakaien der Kirche.

Dem nicht genug: Schließlich kamen zwei Frauen aus Amerika und strebten einen festen Mütter-Ehrentag an. Nach einem kurzen Hin und Her legte man sich auf den zweiten Sonntag im Mai fest.

Und unter Clara Zetkin wuchs das „Gleichstellungsmerkmal“ . Soso… dabei war doch zu heidnischen Zeiten die Frau dem Manne gleichgestellt. Bevor sich eine Gruppe „Menschen“ einzumischen begann. Das Prozedere der Zwangschristianisierung ist bekannt. Seitdem ist viel passiert. Doch wie schaut es aus, als auf Anregung einer gewissen Clara Zetkin, ein sogenannter Frauentag als Initiative einer sozialistischen Organisation zur Emanzipation sozialistischer Frauen ins Leben gerufen wurde?

Erst nahm man den Frauen ihre „Rechte“, um sie viele Jahre später großzügig mit anderen Rechten zu „beglücken“. Die Kuttenträger haben auch hier ganze Arbeit geleistet.

Diese achso „moderne“ und „fortschrittliche“ Frau von heute, geht arbeiten, macht Karriere. Kinder werden von anderen betreut.., (fremdbestimmt). Frauen werden dazu animiert gegen ihre Männer „standhaft“ aufzutreten. Damit es auch wirklich gerecht zugeht: Besteuert werden Mann und Frau, sie gehen ja schließlich beide arbeiten. Wer als Frau keiner Arbeit nachgeht, wird schief angeschaut, und als dummes Heimchen am Herd bezeichnet. Dass sich an der ursprünglichen Rollenverteilung eigentlich nichts geändert hat, bemerkten sie nicht. Das ging in der medialen Befeuerung zu Emanzipation und Gleichberechtigung völlig unter.

Gleichberechtigung? Eher war es doch ein Rückschritt zu all dem ursprünglichen und natürlichem und ein direkter Weg in fremdbestimmte Sphären.

Doch zurück zu Clara Zetkin: Aus welchem Stall Frau Zetkin stammt, muss, so glaube ich, nicht näher erwähnt werden…In den Siebzigerjahren setzten die USA / Vereinte Nationen die Idee des „Frauentages“ dann in die Praxis um. Heute feiert man dann den „Weltfrauentag“. Und ich halte es wie meine Mutter.

Und so gibt es auch bei uns keinen „verpflichtenden“ Tag im Jahr, der daran erinnert, dass Frauen arbeiten gehen, ihre Kinder von anderen betreut werden,– übrigens hätte eine Frau der germanischen Stämme niemals ihr Kind einem Fremden anvertraut.

Wie sagte einst Schiller?

Ehret die Weiber!

Sie flechten und weben himmlische Rosen ins irdische Leben,

flechten der Liebe beglückendes Band,

und in der Grazie züchtigem Schleier,

nähren sie wachsam das ewige Feuer

Schöner Gefühle mit heiliger Hand.

Zu jeder Zeit, an jedem Tag im Jahr!


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