Vom Geruch der Weltenseele, und von einem (utopischen?) „Arcadia“: Jedes Stückchen Zucker ist verdächtig

Ich kann es riechen …

Ja, verdächtig geht es zu, in unserer neuen, schönen und ach so fortschrittlichen Welt. Bevor ich zum eigentlichen, einem eher düsteren Thema (Film) komme…,

Wusstet ihr eigentlich, dass das Riechvermögen für den Menschen eine letzte Brücke zu den Instinkten darstellt? Es ist eine Nabelschnur zur Seelenhaftigkeit von Erde und Kosmos.

Warum erwähne ich das, und was hat es mit dem nun folgenden Thema gemein? Oh sehr viel sogar. Denn es zeigt auf, wie weit die Menschen bereits weggerückt sind, von allem Natürlichen.

Täglich werden in die Köpfe der Menschen Schreckensszenarien initiiert, verbunden mit Szenen, die sich vermutlich so nie zutragen werden.

Doch was diese Szenen schlussendlich auslösen, das lässt sich weltweit beobachten: Unbehagen, Angst, Chaos, Unruhe, Unzufriedenheit, Ungewissheit, Spaltung und Hass.

Und dann gibt es diese Tage, insbesondere die von den Medien thematisch befeuerten, an denen das alles nur schwer auszuhalten ist.

Ungeachtet dessen, wird es eine Mehrheit an Menschen geben, die denen Glauben schenken, die mit zuckersüßen Worten dieses inszenierte Chaos abwenden „möchten“. Doch um welchen Preis? Die Fallen sind längst gestellt. Genau genommen sitzen viele von ihnen schon drin, oder sind im Begriff hineinzutappen.

Erst locken sie dich, dann kriegen sie dich. Wie rigoros die Herrschaftsriege durchgreift: ein Filmtipp!

Noch flimmert „Arcadia“ als Fernsehserie dem Genre Science-Fiction zugeordnet über die Bildschirme. Doch habe ich die Befürchtung, dass es viele Menschen überhaupt nicht wahrnehmen, wie tief sie in dieser Materie bereits drin stecken. Und so betrachten sie es eben nur als eine Serie mit Sci-Fi Charakter, meinen, das wird so schon nicht kommen, schnappen sich ihr Handy, bezahlen damit artig ihre Ware im Supermarkt, tun das, was man ihnen aufträgt, aktivieren Überwachungssysteme wie Alexa, darüber hinaus viele weitere Applikationen, steuern ihre „Gepflogenheiten“ vom Smartphone aus, Kühlschränke, Fernseher,Heizungen, Jalousien werden aus der Ferne bedient. Ferner achten sie gut auf ihren Score, damit sie vermeintliche „Vorteile“ bewahren. Ein folgenschwerer Trugschluss. Sämtliche Behörden und Institute gewinnen darüber jederzeit Aufschluss über ihre Bürger. Mittlerweile werden darüber auch die wichtigsten Parameter, also IQ, Ausbildung, Lohn, Gesundheit, Gewicht, Fitness, gesellschaftlicher Beitrag sowie die Einhaltung der Gesetze in einem „Bürgerscore“ zusammengefasst.

Viele Menschen können „ES“ nicht mehr riechen, das Riechvermögen ist ihnen abhandengekommen. Die letzte Brücke zu den Instinkten wurde abgebrochen.

Verloren ist der Geruch des Natürlichen, des Ursprünglichen. Und auch hier sind uns die Tiere wieder um Längen voraus. Jedes Tier spürt mit seiner feinen Nase jenen kosmischen Kräften nach, die es beispielsweise in seiner Nahrung braucht. So weiß der Hase, die Kuh, das Reh, dass es dieses Kraut fressen soll und nicht das andere. Und wenn es krank ist, sagt ihm die kosmische Seele – ebenfalls durch den Geruch – welcher Heilpflanze es bedarf. Instinkt nennen wir das und meinen damit die Verbundenheit mit der Weltenseele.

Und der Mensch? Im Vergleich zu den Tieren sind die Menschen, was das Riechen betrifft, höchst beschränkt. Zurückgedrängt zu Gunsten eines erlernten, kulturell geprägten Verhaltens. Und nicht nur unsere Lebensmittel haben aufgrund von Überzüchtung und Degenerierung immer weniger „Aroma“.

Das letzte verbliebene Riechvermögen, einen darüber angelegten Instinkt, haben viele Menschen nun endgültig an der digitalen Garderobe abgegeben. Eingeholt haben uns Luftverpestung, Ausdünstungen von Plastik, Elektronik und Maschinen, und mittlerweile auch Lebensmittel aus dem Labor. All das wirkt krankmachend und chaotisierend. In einer solchen Zeit werden wir von künstlichen „Aromen“ überschüttet.

Das war früher gar nicht notwendig. Denn vor der industriellen Revolution war unsere Welt noch anders: Eine Symphonie von natürlichen Düften umgab den Menschen. Es gab mehr Wildblumen, Obst und Gemüse dufteten kräftiger. Feuerstellen und die Nähe der Tiere gaben dem Leben mehr Würze.

Jetzt, im Jahr 2025, ist das alles anders. Dabei sollte doch alles anders werden, gesünder, effizienter, vor allem fairer. Jeder bekommt, was er verdient!“ Nun, man muss kein Prophet sein, um ein Drehbuch wie das zu Arcadia zu schreiben:

„Es hat sich zu einem freudlosen Polizeistaat entwickelt, in dem jeder Individualismus, ja sogar jedes Stückchen Zucker, verdächtig ist. Statt Fairness herrscht die brutale Ausgrenzung der Alten, Kranken und Schwachen: Mit einem niedrigen Score gibt es keine medizinische Behandlung mehr, wenn der Bus zu voll wird, müssen die Passagiere mit dem niedrigsten Wert aussteigen. Und wer den ständig steigenden Mindest-Score unterschreitet, wird ausgewiesen. Für den Verrat von Familienangehörigen gibt es einen erhöhten Punktestand. Generell ist dieses „Social Scoring“ aber nicht etwa objektiv, sondern stark abhängig von der Gunst der Entscheider, die um Macht und Einfluss kämpfen.“

Staatssicherheit, Grenzschutz, eine zunehmende Brutalität des Staates, gewaltige Wassersperranlagen, brutalistische Bauten, und so vieles mehr. Wir sind mittendrin.

Einsteigen war einfach, das Aussteigen wollen, wird verdammt schwer!

Ganz gleich wohin man nun in dieser überwachten Welt flüchten möchte, es wird sich in den zentralen Regionen genauso zutragen, wie es in der Serie „Acardia“ hervorragend umgesetzt über die Bildschirme flattert. Denn leider ist es, wie so oft, die Mehrheit, die dieses System vorbildlich bedient, ob nun bewusst oder unbewusst, es ist zum Schaden aller. Wenn auch in der regionalen Ausprägung abweichend, aber dennoch kontrolliert.

Jedes Stückchen Zucker ist verdächtig. … Ich kann es riechen …


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