Von einem Krieg unter Brüdern, angezettelt und inszeniert durch eine dritte „Partei“…

Zuerst zerstörten sie die Stämme, dann die Sippen und dann die Familien, denn sie wissen genau, dass der Alleinige gegenüber den Hinterhältigen wehrlos ist.

Auf dem Beitragsfoto seht ihr eine Religions- und Missionskarte. Zu Beginn des 19. Jahrhunderts waren trotz intensiver Missionierung immer noch viele Landesteile vom Heidentum geprägt. Viele dieser Stämme, jenseits von Rhein und Donau verehrten noch lange ihre alten heidnischen aus der grauen Vorzeit ihrer Urväter.

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Wenn auch kaum wahrnehmbar: Überall auf dieser Welt weht nach wie vor der Geist der heidnischen Himmelsbewohner und ihr Götterglaube. Und so darf man hin und wieder darauf aufmerksam machen, dass Teile der germanischen Stämme Angeln, Jüten und Sachsen und später Nachkömmlinge der Nordgermanen England besiedelten und diese wiederum als Angelsachsen die halbe Welt – es herrscht ein Bruderkrieg.

Bevor wir uns auf diesen kurzen Streifzug durch die Geschichte der heidnischen Stämme begeben, sollten wir uns ebenfalls in Erinnerung holen, dass der Begriff der „Germanen“, ein von Römern installierter Sammelbegriff einzelner Stämme ist. Richtig betrachtet ist es nämlich so: „Die Germanen“ gibt es nicht, vielmehr sind es einzelne heidnische Stämme indigener Völker.

Von Angeln, Sachsen, Holsten und Friesen

Die Geschichte der Germanen in Schleswig-Holstein und Europa stützt sich auf Berichte des römischen Geschichtsschreibers Cornelius Tacitus in seiner „Germania“. Er bezeichnete die Bewohner Skandinaviens und im heutigen und ehemaligen deutschen Küstenraum als Nordgermanen. Manchmal erwähnte er auch einzelne Stämme.

Anfang des 1. Jahrhunderts kamen erneut germanische Stämme nach Schleswig-Holstein. Es waren Chauken, Friesen und Chatten. Ihnen folgten Jüten, Angeln, Sachsen und Holsten.

Von den Holsten erhielt Holstein seinen Namen.

Teile der Jüten, Angeln und Sachsen gingen nach England. Ein anderer Teil der Sachsen und die Ditmarsen besiedelten den Westen Holsteins, dem heutigen Dittmarschen. Die Friesen ließen sich an der Westküste und den vorgelagerten Inseln nieder. Angeln und eine weitere Gruppe wurden in Schleswig ansässig.

Barbarossa und Heinrich der Löwe betreten die historische Bühne

Um 500 u. Z. kamen Wikinger Dänen ins Land. Ihr Hauptsitz war in Südschweden und dem späteren Dänemark. Sie breiteten sich schnell über Schleswig aus, und gründeten das nordische Handelszentrum Haithabu, aus dem sich später die Stadt Schleswig entwickelte.

Langsam bildeten sich bei den Stämmen durch größeren Besitz und höherem Ansehen, ein gehobener Stand heraus. Es gab Herzöge, und die Dänen hatten bereits um 800 ihren eigenen König.

Im 7. und 8. Jahrhundert kamen slawische Stämme ins Küstengebiet des Reiches, auch nach Holstein. Es waren Obotriten, Wager-Wenden und Prolaten. In Holstein versuchten sie, die Germanen zu verdrängen. Es kam zu großen Auseinandersetzungen, die erst durch Friedrich I., Kaiser Barbarossa, beendet wurden. Barbarossa war zu dieser Zeit Herrscher eines riesigen Reiches, das von Dänemark bis Mittelitalien, und von der Rhone bis nach Schlesien reichte.

Das erste germanische Volk, das zum Christentum übertrat, waren die Westgoten. Ihr arianischer Bischof Ulfilas übernahm es, die Bibel in die gotische Sprache zu übersetzen. Das gewaltige Werk gelang, In kostbaren, stattlichen Bruchstücken ist es noch heute erhalten, als ältestes Denkmal deutscher Sprache.

Während der Völkerwanderung nahmen auch noch andere Stämme das Christentum an, alle zunächst in der arianischen Form – mit Ausnahme der Franken, dieses waren, wie wir gesehen haben, die ersten, die zum athanasianischen Glauben, zur katholischen Kirche übertraten.

Im Laufe des 6. Und 7. Jahrhunderts gingen auch andere Stämme der Germanen vom Arianismus zum Katholizismus über.

Die Stämme im Inneren Germania, im heutigen Deutschland blieben zunächst weiterhin ihren alten heidnischen Göttern treu. Seit etwa 600 aber begannen Mönche aus Irland (Kolumban, Gallus u.a.) , später auch aus England, die heidnischen Germanen zu bekehren.

Um 800 hatten sich an der Fernstraße nach Byzanz, am Dnjepr, Waräger Wikinger aus Schweden niedergelassen. Ihr Stamm nannte sich auch Rus. Rurik, wird seit dieser Zeit als eine Art Legende geführt. Einer Überlieferung zufolge waren Rurik und seine Brüder, die die Waräger hereinführten, nicht die ersten, sondern eher die letzten auf finnisch-slawischem Boden.

Ebenfalls überliefert: Nicht aus eigener Initiative von Slawen her, sondern durch Fremde, von außen, ist der große slawische Staat begründet und hat seinen unslawischen Namen von seinen Eroberern erhalten.

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Zurück zu den Angelsachsen:

Die Angelsachsen gründeten nach und nach sieben Fürstentümer; 827 wurden diese zu einem Reich vereinigt und damit der Grund gelegt zum heutigen Königreich England.

Von den kleinen Königreichen, in welche die Angelsachsen nach der Eroberung zerfielen, blieben in der nächsten Zeit sieben oder acht größere bestehen: Essex (Ostsachsen), Sussex (Südsachsen), Wessex (Westsachsen), Kent, Ostanglien, Merzien, Nordhumbrien, benannt nach dem Fluss Humber. Diese bezeichnet man als die angelsächsische Heptarchie.

An zuverlässigen Nachrichten fehlt es über die sich über einen Zeitraum von 150 Jahren erstreckenden Kämpfe durch die der Süden und Osten Britanniens in den Besitz der Angelsachsen kam und die keltisch-britische Bevölkerung auf Irland, Wales, Cornwallis und die schottischen Hochlande beschränkt wurde.

Das Deutsche ist in jeder westlichen Kultur zu finden. Aber besonders die Angelsachsen haben das vergessen. Wir haben dieselben europäischen Wurzeln.

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Tatsächlich ist bis 1066 noch viel passiert. Die Normannen (Dänen) traten soweit bekannt, erst nach 800 (nach Egberts Zeit) durch ihre Eroberungszüge in Erscheinung. Graf Harald bestieg den Thron und nach der Eroberung durch Wilhelm von der Normandie verschwand das Reich. Doch vergingen noch Jahrhunderte bis die Angelsachsen mit ihren Besiegern, den Normannen verschmolzen.


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