Hohler Lerchensporn – eine Heilpflanze, die in geübte Hände gehört… , aber nicht uninteressant ist.

Eher zufällig sind wir auf dieses wunderschöne blühende Kraut gestoßen, das zwischen Bärlauch und Buschwindröschen unsere Aufmerksamkeit forderte. Und nun wissen wir auch ein bisschen mehr über diese heimische Wildpflanze: im Gegensatz zu Neuzüchtungen und Neuankömmlingen, ist der hohle Lerchensporn eine wichtige Nahrungsquelle für Wildbienen und Schmetterlinge. Er unterstützt wenigstens 7 Wildbienen und einige Schmetterlingsarten .

Und der Lerchensporn kann noch mehr, auch wenn er in Teilen als „giftig“ eingestuft wird…

Diese Heilpflanze wird wenig genannt in Kräuterbüchern, obwohl es eine sehr starke Heilpflanze ist, die zudem in ganz Mitteleuropa verbreitet ist. Der hohle Lerchensporn wächst in lichten Laubwäldern, Gebüschen und auf Weinbergen. Der Name kommt von den hohlen Knollen, welche wichtiges Speicherorgan sind, und das ist auch der Pflanzenteil, welcher medizinische Verwendung findet.

Das in den Knollen enthaltene Alkaloid Bulbocapnin wirkt stark beruhigend und angstlösend. Kein Wunder, wenn man weiss, dass diese Pflanze mit Mohn verwandt ist. In der Volksheilkunde hat der hohle Lerchensporn eine lange Tradition als Mittel gegen Reisekrankheit und Organneurosen, wie z.B. Herzangst

Der Hohle Lerchensporn ist bei uns als Frühblüher in reichen Laubmischwäldern zu finden. „Hohl“ sind bei ihm die tief im Boden verborgenen Sproßknollen. „Corydalis“ ist abgeleitet von der (griechischen ?) Bezeichnung für die Schopflerche und bezieht sich – genau wie der Name Lerchensporn – auf die eigenwillige Blütenform.

Anwendung findet er bei Kopfschmerzen und Unruhe.

Der Hohle Lerchensporn gehört, genau wie der bekannte Schlafmohn und das Schöllkraut, zur der Familie der Mohngewächse. Zwar ist die Wirkung dieser Pflanzen nicht miteinander zu vergleichen, dennoch lässt sich die Verwandtschaft nicht leugnen. Das in den Wurzelknollen des Lerchensporn enthaltene Alkaloid »Bulbocapnin« verstärkt u.a. die Wirkung von Narkotika, beeinflusst das Zittern bei der Parkinsonschen Krankheit, hilft beim Entzug von Kokainabhängigkeit und wird in Fertigpräparaten gegen nervöse Erregungszustände und Schlafstörungen verwendet.

Man findet den Lerchensporn im Frühjahr in nährstoffreichem Buchen- und Laubwäldern. Dort entfalten sich seine auffälligen weiß, lila oder zartrosa gefärbten Blüten, welche einen auffällig langen Sporn tragen. Dieser Sporn bescherte der Pflanze auch ihren Namen, denn er soll den Zehen der Haubenlerche ähneln.

Der Hohle Lerchensporn ist nur kurze Zeit für uns sichtbar. Er blüht Ende März bis Ende April. Die Samen sind etwa im Mai reif. Kurze Zeit später welken die oberirdischen Pflanzenteile und sind spätestens dann verschwunden, wenn sich das Laubdach des Waldes geschlossen hat. Der Umstand, dass die Wurzelknollen danach schwer zu finden sind und die Tatsache, dass die Rhizomknolle stark giftig ist, macht den Lerchensporn zu einer Heilpflanze, die nur in geübte Hände gehört.

Sammelt und verwertet immer nur das, was ihr wirklich gut kennt und dessen Anwendung euch vertraut ist!


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