Vom 30. April auf den 1. Mai feiern wir Beltane

Wie war das eigentlich zur Walpurgisnacht? – eine kurze Geschichte.

Unter den zahlreichen Aufzeichnungen, die mir meine Mutter ausgehändigt hat, habe ich das noch entdeckt. Den Text, den ihr auf dem Bild seht, hat sie noch auf einer Schreibmaschine getippt. Ich gehe davon aus, es war zu Beginn der 1990er Jahre. Dazu möchte ich erwähnen, dass meine Mutter als Reiseleiterin unterwegs war, und sie die Geschichten, Fabeln, und Legenden auf diesem Weg in die Öffentlichkeit streute. Es war ihr stets ein großes Bedürfnis, die Menschen aufzuklären. Und ich erinnere mich noch gut an diese Erzählung.

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„In dieser Nacht fliegen die Hexen zum Blocksberg, um mit Geistern und Teufeln zu feiern und Menschen zu verzaubern. In dieser Zeit soll es für Geister und Elfen besonders leicht sein aus der Sphäre der Welt der Menschen einzudringen.

Schon die alten Germanen hießen den Frühling beim „Beltane-Fest“ mit Freudenfeuern, Liedern und Tänzen willkommen und sie besuchten die „Hagzissen“, die weisen Frauen, die in den heiligen Hainen (Germanische Hag) saßen, um sie nach der Zukunft zu befragen.

Mit der Christianisierung sollte es mit derart „heidnischen Hokuspokus“ vorbei sein. Allerdings wollte der Volksglaube von seinem Frühlingsfest nicht lassen, deshalb deutete die Kirche die Freudenfeiern zu Treffen finsterer Mächte um.

Aus den guten Geistern der Kelten wie aus germanischen Hagzissen machte die Kirche die Hexen, denen fortan nachgesagt wurde, nur bösen Zauber zu betreiben und mit dem Teufel im Bunde zu sein. Zum Schutz vor den düstern Mächten bot die Kirche, die am 1. Mai heilig gesprochene Walburga an, nach der die Walpurgisnacht ihren Namen erhielt.“


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