Von Nordwest nach Süd und wieder zurück –  anschließend in den Norden: Frühling 2025, eine Deutschlandreise

„Wir werden geformt und gestaltet durch das, was wir lieben!“ (J.W.v. Goethe)

Wir lieben das Reisen und sind dann mal los.…

17. April: Auf dem Weg gen Süden haben wir zunächst ein bisschen Heilwasser an der Alderikus Quelle gezapft.

Und wieder erschien an der Quelle ein Gesicht, allerdings ein anderes als das letzte Mal. Die Wächter der Quelle wechseln sich also ab.

Später gelangen wir an einen Platz in Lessenich, schlürfen dort unser grünes Süppchen wie es sich auf Gründonnerstag gehört und träumen uns in den nächsten Tag hinein.

Ach ja, noch kurz zum Wetter: Es regnet bei frischen 7 Grad.

Die nächste Station ist eine Quelle in Lessenich – ein kurzer Halt, um unseren Wassertank mit frischem Quellwasser aufzufüllen.

18. April: Da das Wetter heute nicht wirklich einladend für Unternehmungen war, sind wir schon weiter ins „Südliche vorgedrungen. Die Eindrücke bis hierhin, aus der Fahrt heraus, sind zweigeteilt.

Besonders schlimm offenbarte sich die Strecke von Bingen bis Heidelberg.

Als wir vor zwei Jahren dort entlang gefahren sind, gab es viele dieser Windkolosse noch nicht.

Weiter geht’s. Schließlich haben wir ja noch ein paar Kilometer vor uns, bevor wir die südlichen Gefilde im bayerischen Ländle erreichen werden.

Puh, was für eine Reise…, von der Autobahn mussten wir runter, weil sich ein langer Stau ankündigte, so fuhren wir weiter auf der Landstraße durch den zauberhaften Hochschwarzwald bis hin zur schwäbischen Alb und gelangten irgendwo im Nirgendwo in die unmittelbare Nähe der oberen Donau.

Inzwischen ist es dunkel geworden, der Platz zum Übernachten so lala …, aber wir sind auch ganz dolle müde von der langen Fahrerei. Geschlafen haben wir hier gut.

19. April: Dieser Tag war reichlich gefüllt mit Entdeckungen und Ereignissen.

Zunächst besuchten wir die Stelle, an der die Donau plötzlich verschwindet. Einfach abgetaucht! Die Atmosphäre an der berühmten Versickerung in Immendingen ist besonders – ein wenig surreal, so lässt sie sich wohl am einfachsten beschreiben, als wir bedächtig durch das trockene Flussbett der Donau zogen. Die Erklärung für dieses Phänomen:

Vom Schwarzwald bis ins Schwarze Meer. Doch halt: Zwischen Immendingen und Fridingen verschwindet das Wasser vollständig im Boden. Donauversickerung oder Donauversinkung? Die Donau versinkt (in Schlucklöchern) und versickert (in kleinen Ritzen).

Das versickerte Wasser fließt durch ein bis heute kaum erforschtes Höhlensystem und kommt teils zwölf Kilometer weiter südlich als Radolfzeller Aachquelle wieder an die Oberfläche zum Vorschein.

Also besuchen wir auch die Aachquelle, wo die Donau wieder zutage treten soll. Ein zauberhafter Ort, der zum Verweilen einlädt. Hier offerieren sich einige der Höhlenzugänge, die für uns verschlossen bleiben. Doch in waghalsigen, mitunter lebensgefährlichen Tauchgängen arbeiten sich die Höhlenforscher durch die kilometerlangen unterirdischen Höhlensysteme, um dem außergewöhnlichen Phänomen eines verschwindenden Flusses auf die Spur zu kommen.

Das Wasser der Aachquelle stammt größtenteils aus der Donau, welches zwischen Immendingen und Fridingen versickert und durch das poröse Karstgestein einen unterirdischen Abfluss geschaffen hat.

Dann gings weiter zur Teufelsbrücke, Die Teufelsbrücke und der Amalienfelsen befinden sich im fürstlichen Park in Inzigkofen. 29 Meter hoch ist der Felsen, der nach Fürstin Amalie Zephyrine von Hohenzollern benannt ist. Die Teufelsbrücke führt auf 21,5 Metern über die sogenannte Höll-Schlucht. Ursprünglich war die Brücke aus Holz gebaut, 1983 wurde das Holz durch Stein ersetzt. Laut Sage hat der Teufel dem Baumeister beim Errichten der Brücke geholfen. Als Lohn wollte der Teufel die erste Seele, die diese Brücke betritt. Doch der Baumeister war gewieft und schickte einen Hund als Erstes über den Steg.

Heute führt eine moderne Hängebrücke zum anderen Ufer der Donau hinüber. Leider wird diese auch gerne zum Anlass genommen, darauf wie wild herumzuhüpfen und zu schaukeln. Einige Besucher fanden das verständlicherweise weniger schön.

Am anderen Ufer angekommen, führt uns ein kurzer Pfad direkt ans Ufer. Von hier aus bot sich ein herrlicher Blick auf den Amalienfelsen. Die Sonne war uns wohlgesonnen, es war angenehm warm und ich tapste bis Wadenhöhe durch das klare Wasser der Donau, die hier noch ganz langsam zieht.

Nach dem Passieren der Brücke verlässt man die Schlucht durch einen 4 Meter langen, künstlichen Felstunnel. Die unterhalb der Teufelsbrücke liegende „Höll“ war in früheren Tagen durch eine abenteuerliche Treppen- und Steganlage, die „Himmelsleiter“, begehbar.

Anschließend besuchten wir das Kloster Beuron…, Den Zeichen und Symbolen zufolge, wimmelt es unserer Ansicht nach hier von Freimaurern …, das wollen wir noch genauer recherchieren.

Ein Kommentar zu diesem Beitrag gibt eine erste Auskunft: „Tuttlingen liegt neben meinem Landkreis Rottweil. Du hast mit deiner Vermutung, was Freimaurer betrifft, absolut Recht. Kloster Beuron gehört zum Hohen Zollernkreis und ist durch die früheren Fürsten immer wieder mit Freimaurerei aufgefallen, ebenso die Reichsstadt Rottweil, die durch Württembergische Fürsten immer wieder für Schlagzeilen sorgten. Trauriger Höhepunkt erlangte vor kurzem das Amtsgericht Rottweil mit Tuttlinger Richter, die mit Skandal Urteilen negativ auffielen.

Sogar Reitschuster war es ein Beitrag wert, darüber zu berichten. Es hat schon seinen Grund, weshalb ein Tuttlinger Politiker es jetzt in den Bundestag schaffte oder ein Steinmeier und Co. regelmäßig in Rottweil auftauchen.

Recherchieren lohnt sich auf jeden Fall und reicht bis ins Kaiserreich zurück, als Württemberg von Baden getrennt wurde und der Zollernkreis mit Schwarzwald Baar immer wieder neu aufgestellt wurde und bis Donaueschingen sich ausweitete, wo heute noch Adelige verweilen.“

Wir blieben nicht lange an diesem Ort. Ein Unbehagen machte sich breit, die Stimmung lässt sich schwer beschreiben. Über eine recht enge Straße mit vielen Serpentinen gelangen wir wieder ins Tal. Interessant waren auch die vielen Höhlen und Felsen(dörfer?), die wir auf dem Weg wahrgenommen haben.

Bald schimmerte uns das Blau des Bodensees entgegen. Sie Sonne wird gleich untergehen. Die Bilder sind etwas durcheinander gewürfelt. Das Abendrot über dem Bodensee kann man aber gut ausmachen. Am gegenüberliegenden Ufer loderten überall die Osterfeuer. Es war wirklich schön anzuschauen. Viele Menschen feierten Ostern – die Frühlingsgötter mögen ihnen hold gewesen sein.

Nun waren wir platt und haben nach einer langn Sucherei noch einen Platz bei Friedrichshafen zum Schlafen gefunden.

20. April: Morgens um Acht im Vogelgezwitscher erwacht, den Kaffee frisch gebrüht und voller Reiselust, so beginnt für uns der Ostersonntag an einem kleinen Ort am Bodensee. Noch ein Blumengruß von unserem Rastplatz aus: Auf dem Weg zur Kapelle haben wir für euch gesammelt.

Weiter geht’s, und zwar in „luftige Höhen“.

Ich finde, wir hätten es „schlimmer“ treffen können. So sind wir hier auf über 800 Meter Höhe unweit des Hopfensees an einem idyllischen Örtchen „gestrandet“, genießen einen herrlichen Blick auf die Bergwelt mit ihren stattlichen Zweitausendern.

Als ich gerade dabei war das Osterbrot zu backen, trudelte ein noch älteres Schätzchen als unser Bert auf diesem hübschen Platz hier ein. Und es trifft sich gut: Drinnen sitzen liebe Leutchen aus dem Vogtland. Wie sich das für die „Sachsen“ gehört, kamen wir auch gleich ins Gespräch. Einfach, schlicht und bodenständig. Zum See fahren auch sie noch mit dem Radel ohne „E“… Ach ja solche Begegnungen tun schon gut.

Laut Wikipedia stehen wir nun im Bundesland Bayern, Verwaltungsbezirk Schwaben im Ostallgäu. Windräder haben wir tatsächlich seit dem Oberen Donautal kaum noch gesichtet. Hin wieder allerdings große Solarfelder.

Ansonsten ist es hier wirklich sehr schön. Und wenn man wie wir vom Niederrhein in diese mächtige Bergwelt eintritt, hüpft das Reiseherz gleich nochmal so hoch.

Nebenbei habe ich beim Wolf Dieter Storl noch darüber lesen dürfen, wie man hier im Allgäu so manche Tradition noch pflegt.

Ich finde diesen Brauch sehr schön und zitiere: Der Palmwedel, der den Einzug Jesu in Jerusalem darstellen soll, ist eigentlich die Weiterführung eines alten, bis in die Megalithzeit zurückreichenden Brauchs. Im Allgäu trägt man den auf einem Haselstab gesteckten Palmboschen. Dieser besteht aus einem Radkreuz, geschmückt mit Weidenkätzchen, Fichte, Weißtanne, Wacholder, Eibe und anderem Grünzeug. Die vier Speichen des Rads bestehen aus geschälten Holunderzweigen.

Die Dorfbewohner haben zwar längst die ursprüngliche Bedeutung vergessen, aber das einst der Frau Holle geweihte Holunderholz wurde geschält, »damit sich keine Hexe, also unholdes Astralwesen, zwischen Rinde und Holz verstecken kann.« Der Haselstab vermittelt die Kraft der Anderswelt. Im Ganzen sind es neun (!) Pflanzen, die für den Palmwedel verwendet werden.

Unser Osterfest, benannt nach Ostara (auch Eostra oder Austra), der Göttin des neuen Lichts, der Morgenröte und der Frühlingssonne, wurde umgedeutet zum Auferstehungsfest des Heilands, des »Lichts der Welt«. Trotzdem hielt man an vielen heidnischen Elementen fest, wie etwa dem Osterei. Zwar sagt man, das Ei erhielte seine Bedeutung, weil das Essen von Eiern während der Fastenzeit verboten, nun aber wieder erlaubt war. Aber der Eierkult reicht viel weiter zurück. Das Ei ist Sinnbild der Erneuerung. In der vedischen Mythologie legt der Schöpfergott Brahma in Gestalt eines Ganters ein goldenes Ei, aus dem das Universum schlüpft. Schon in vorchristlichen Zeiten färbten und verzierten die Germanen und Slawen Eier. Eierspiele, wie das Eierschlagen (Antupfen, Tätschen, Picken), Eierläufe, Eierrollen oder Eierverstecken sind ebenso alt.

Warum in unseren Breiten gerade der Osterhase die Eier legt, haben Volkskundler noch nicht geklärt.“

21. April: Eine Traumlandschaft, eine Höhle ohne Zugang; Ludwig II., seine Schlösser und ganz viele Erkenntnisse.

Wir erfahren Momente, die tun uns richtig gut tun, und es gibt Momente, die wühlen uns mächtig auf und verärgern uns . So auch heute wieder einmal geschehen.

Beginnen wir bei den schönen Momenten. Diese Gegend hier im Ostallgäu ist landschaftlich traumhaft schön. Wir „Flachländler“ genießen die herrlichen Aussichten auf die majestätischen Gipfel der Alpen und wir sind ganz dolle stolz auf unseren Bert, der die doch oft anspruchsvollen Steigungen tapfer bewältigt. Es sind gute vier Tonnen, die hier mit 103 PS über die steilen Hänge bewegt werden wollen.

Nun aber, neben diesen wundervollen Aufnahmen (die meisten davon nur mit dem Handy aufgenommen) zu unseren eher weniger schönen Erlebnissen.

Die erste unschöne Erkenntnis ernteten wir bereits in Verbindung mit unserem Besuch im Kloster Beuron, wo wir anschließend die Petershöhle aus keltischer Zeit mit sogenannten „bronzezeitlichen“ Funden bei Tuttlingen aufsuchen wollten. Eine uralte Höhlenanlage in die einst die „echten“ Mönche des Klosters flüchten mussten. Die steile Treppe als einzigen Zugang zu dieser Höhle gibt es nicht mehr. Die recht steile Treppe, die dort einst hinauf führte, wurde entfernt.

Nun zu unserem heutigen Erlebnis. Vorweg: Wir sind wirklich keine Freunde der Besuche von prunkvollen Schlössern. Aber wir haben dann doch mal unsere innere Abwehr dahingehend überwunden und sind losgezogen. Hier liegen bekannterweise das Schloss Neuschwanstein, Hohenschwangau, Herrenchiemsee und Linderhof, allesamt Traumschlösser des deutschen „Märchenkönigs“ Ludwig II.

Warum landeten wir im Linderhof? Nun, das war einfach:

> Schloss Schwanenstein ruft zwar nur 12 Euro Eintritt p.P. auf, der Parkplatz kostet jedoch 13 Euro.., und dazu der Aufstieg an einem Ostermontag = Nö.

> Schloss Hohenschwangau ruft 21 Euronen p.P. auf und verlangt zudem noch 16 Euro Parkplatzgebühren.

Einen Parkplatz mal ums Eck, den findet man nur schwer, und mit unserem (ausgewachsenen) Bert schon mal gar nicht.

Also fiel die Entscheidung auf das Schloss Linderhof.

Entlang einer beschaulichen Strecke über die romantische Alpenstraße erreichten wir das Schloss. Wir kamen dann an ein Kassenhäuschen, wo wir 4,50 Eintritt löhnten, fanden einen Parkplatz und später zu einer langen Schlange von Menschen, die alle ins Schloss und zur Grotte wollten. An dieser Kasse standen wir wenigstens eine gute halbe Stunde, um zu bezahlen und die Termine zu den Besichtigungen genannt zu bekommen. Eigentlich wollten wir schon wieder gehen. Die Atmosphäre unterstrich das, doch wir harrten aus. Das Ehepaar hinter uns meinte, in den anderen Schlössern geht es noch schlimmer zu.

Nun gut, tapfer betraten wir das Areal. Ein bisschen wwissen wir schon von Ludwig II, von seinem Wesen, seinem Leben und so weiter.

Und doch war es während der Führung eher zum weglaufen. Wahnsinnig viele Menschen, dann die Wartezeit zur Führung, und letztendlich wurden hier unsere kühnsten Befürchtungen bestätigt.

Nichts, aber auch gar nichts wurde überhaupt in Verbindung mit dem Wesen und dem Ansinnen des Ludwig II in Verbindung gebracht. Weder seine Verehrung zu seinem Komponisten Richard Wagner, die Repliken zum Tannhäuser, und so vieles mehr. Stattdessen wurde in der Führung Ludwig der XIV verherrlicht und dem nicht genug, auch Richelieu. Natürlich hat Ludwig II. wie viele andere das „Französische“ abgekupfert, so insbesondere in Zeiten der Absolution, wo über den Dreißigjährigen Krieg alles Deutsche dem Untergang geweiht war. Aber sein Ansinnen war alles andere als „französisch“.

Dann erklärte diese Museumsführerin wie sehr Ludwig II doch Herrenchiemsee gepflegt habe. Auch das ist so nicht richtig. Er hasste diese Insel. Eigentlich wollte er dieses Schloss gar nicht auf der Chiemseeinsel errichten. Da er sie aber nun einmal gekauft hatte, einzig und allein aus dem Grund, um den Waldbestand vor dem Abholzen zu bewahren, ließ er sich von seinen Beratern dazu überreden, dort ein Schloss zu bauen.

Geschichtsverdrehungen verfolgen uns auf Schritt und Tritt. Kein Wunder, dass sie so präsent sind, bei dem Netzwerk, dass sich über Jahrhunderte hinweg noch weiter vernetzen konnte.

Nun, es gäbe noch viel mehr zu berichten. Die Grotte haben wir im Anschluss an diese gruselige Besichtigung übrigens nicht mehr besucht. Sechs Euronen in den Sand gesetzt? Vielleicht. Oder eher weiteren Lügen aus dem Weg gegangen.

Dafür gibt es noch ein paar schöne Eindrücke vom Schlafplatz.

22. April: Dieser Tag begann gut, hatte aber auch seine Tücken, und nach einer wiederum langen Sucherei konnten wir doch noch ein idyllisches Plätzchen finden. Wir nehmen euch noch ein kleines Stück mit.

Tatsächlich hat uns Kochel am See am besten gefallen, von all den anderen schönen Orten, gelegen an einem See. Lassen wir die Bilder sprechen.

Tegernsee/Schliersee/Walchensee waren eher enttäuschend, weil dort Wohnmobile offensichtlich nicht willkommen sind. Überall Verbotsschilder. Das hat uns viel Zeit gekostet – einfach vertrödelt, um irgendwo am Straßenrand stehen zu können. Und noch nicht einmal das war uns erlaubt. Schade!

Wir sind dann weiter gefahren, und steuerten die bayerische Landeshauptstadt München an. Hier im idyllischen Sachsenkam war es dann allerdings unsere letzte Übernachtung in der wunderschönen Voralpenregion.

23.4. Von unserer Ankunft in München und einem herzlichen Treffen mit unserem persönlichen Stadtführer – München.

Was für ein ausgefüllter Tag. Heute Morgen noch über Feld und Flur zum Kloster Reutberg, und anschließend auf nach München.

Dort haben wir den wohl besten Stadtführer aller Zeiten getroffen. Aufregend, spannend und hochinteressant war dieser geführte Rundgang durchs bayerische Hauptstädtle, aber auch verdammt „anstrengend. Unsere Füße brennen und der Kopf raucht von den vielen Eindrücken.

Ich reiße die Münchner Etappen an dieser Stelle nur kurz an, denn jede dieser aufgesuchten Stätten bedarf einer ausführlichen Beschreibung.

Die eindrucksvollsten Begegnungen und Gebäude mit einer nicht unbedeutenden Geschichte seien daher nur kurz erwähnt. So die Feldherrnhalle, wo sich einst ein Mahnmal für die Gefallenen des 9. November 1923 befand oder der Ehrentempel „Ewige Wache“ am Königlichen Platz und nicht zuletzt das Rathaus und die Frauenkirche.

Gleich zu Beginn unserer Stadtführung standen wir am Führerbau. Er diente vor allem der Repräsentation. Hier befand sich Hitlers Büro und die Arbeitsräume seiner Stellvertreter. Auch Gemälde für das zukünftige Führermuseum wurden hier gelagtert. Am 30.11.1938 wurde im Führerbau das Münchner Abkommen geschlossen.

Im Krieg blieb das Gebäude unversehrt – während die benachbarten Museen und Kirchen von Bomben schwer beschädigt wurden. Nach Kriegsende wurde es von der amerikanischen Militärregierung genutzt. Später fand hier das Amerikahaus Obdach, bevor es ein eigenes Gebäude am Karolinnenplatz erhielt. Heute befindet sich hier die Münchner Musikhochschule.

Die Feldherrnhalle wurde im Auftrag von König Ludwig I. Erbaut und befindet sich am Odenonsplatz zwischen Theatiner- und Residenzstraße. Sie wurde 1841 bis 1844 von Friedrich von Gärtner im Auftrag von König Ludwig I. erbaut. Die Loggia dei Lanzi in Florenz diente als Vorbild für den Bau. Ludwig I. wollte der Bayerischen Armee und deren Feldherren mit diesem Bauwerk ein Denkmal setzen.

Die Fürstengruft in der Michaeliskirche. Wolf hat es schön ausgedrückt. Nachdem der Ludwig in seinen Schlössern nur wenig geehrt wird, geben wir ihm in der Krypta die Ehre. Seine geheimnisvolle Lebensweise, seine eigenartigen Vorlieben und sein rätselhafter Tod am 13. Juni 1886 im Starnberger See schufen nach seinem Ableben einen Nimbus des Märchenhaften, Entrückten. Seine letzte Ruhestätte fand der König in der Krypta in St. Michael in der heutigen Fußgängerzone.

Das Hofbräuhaus – Wer kennt ihn nicht, den dazugehörigen Schlager aus 1936: „In München steht ein Hofbräuhaus – oans, zwoa, g’suffa!“ Wir waren dort!

Der kurze, aber beeindruckende Rundgang durch die „heiligen Hallen“ des Brauhauses bleibt unvergessen. Hier kam es sogar zu einem persönlichen Gespräch mit einem der Chefkellner. Großartig! Wolf hat das angestoßen, weil er uns so toll durch die „Hallen“ führte und vermutlich darüber Aufmerksamkeit erregte. Auch wenn das Gesagte im bayerischen Dialekt von dem freundlichen Mann im Hofbräuhaus für uns nicht ganz einfach zu verstehen war, ich mag es total gern. Bayerisch klingt ausgesprochen charmant. Er lud uns auf ein Bier ein, aber wir hatten leider nicht die Zeit dafür. Und er fragte er noch, wo denn dieses Xanten liegt. Der Niederrhein war ihm bekannt.

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Noch ein bisschen was Historisches zum Hofbräuhaus

1632 – Der Maibock rettete die Stadt MünchenAls 1632 im Zuge des Dreißigjährigen Krieges die Schweden München besetzten, sahen sie von Plünderung und Brandschatzung nur ab, weil sie als Tribut neben 300.000 Reichstalern auch 1.000 Eimer Bier – davon 344 Eimer Maibock aus dem Hofbräuhaus – erhielten.

Im Zweiten Weltkrieg wurde das Hofbräuhaus 1945 bei dem Bombardement Münchens durch die Alliierten bis auf die Schwemme vollständig zerstört.

Der Betrieb wird aber bald wieder aufgenommen. Immer mehr Touristen wollen das berühmte Wirtshaus sehen.

In den 1970er Jahren entwickelt es sich zu einer Art bayuvarischem Ballermann: In der Küche steht ein zehn Meter langer Herd, in der „Schwemme“ – dem zentralen Gastraum mit 1.000 Plätzen – gibt es englische Discomusik mit Tanz auf den Tischen.

1980 werden die Eltern der heutigen Wirte Pächter des Hofbräuhauses. Seitdem wird wieder auf Tradition gesetzt: Trachten und Volksmusik. Statt Pizza, Spaghetti und Pommes gibt es wieder bürgerliche Gerichte mit Fleisch aus der eigenen Metzgerei. Auch 130 Stammtische treffen sich inzwischen wieder. Ruhetage gibt es im Hofbräuhaus keine. 

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Ansonsten: Es wird ordentlich gebaut in München. Wie in so vielen anderen Städten Deutschlands folgt eine Baustelle der nächsten. Aber davon haben wir uns nicht beirren lassen. Die Besichtigung der vielen stattlichen Kirchen, das Schlendern durch die gut besuchte Fußgängerzone, entlang berühmter Straßenzüge, der Kaffee und das Bierchen in einem der einladenden Biergärten Münchens und die guten Gespräche mit unserem wunderbaren Stadtführer, das alles bleibt unvergessen.

Herzlichen Dank lieber Wolf, dass Du Dir die Zeit für uns genommen hast. Es war großartig. Und ich werde mir bald die Zeit nehmen, um über unseren Besuch und die Eindrücke in München noch ausführlicher zu berichten.

23. April am Abend: Na? Wo sind wir hier gelandet?

24. April: Es ist halt nicht ganz einfach diesen Tag in Kürze zusammenzufassen, also lassen wir zunächst die Bilder sprechen.

Übernachtet haben wir in Essing unter der Burg Randeck, ein ursprünglicher Ort im Altmühtal und eine wundervolle Gegend.

Weiter gings zur Befreiungshalle in Kelheim und von dort aus mit dem Schiff zum Kloster Weltenburg am Donaubruch.

Jetzt stehen wir an einem See in Donaustauf gegenüber der Walhalla im Sonnenuntergang und ich habe noch ein Bad genommen.

Sehr erfrischend

In Gedanken sind wir schon beim geplanten Aufstieg zur Walhalla am nächsten Tag: 497 Stufen Mons Klint…, vor zwei Jahren…, kein Problem

Morgen dann Walhalla mit 358 Stufen bei Regensburg?

25. April: Wir sind dann doch bis zum Parkplatz gefahren. Der Weg zur Walhalla ist von hier aus weniger beschwerlich.

Das war einfach. Auffahrt zur Walhalla und Bert hat einen schönen Platz gefunden. Wir waren von der Zeit genau richtig vor Orr. Es gab noch genug freie Plätze und es hat sogar aufgehört zu regnen. Das war anders, als wir von der Besichtigung zurückkehrten. Der Parkplatz war voll und es regnete kräftig.

Die Walhalla ist eindrucksvoll.

Weniger eindrucksvoll sind jedoch so manche Figuren, die „neu“ hinzugesetzt“ wurden…Weiß der Teufel, warum zum Beispiel eine Sophie Scholl gleich am Eingang steht…, und vor den „bösen Nationalisten“ warnt….

Die Inschrift des Steins am Wegesrand mit den Worten von Ludwig I war allerdings schlecht lesbar….„Möchte Walhalla förderlich sein der Erstarkung und der Vermehrung deutschen Sinne! Möchten alle Deutschen, welchen Stammes sie auch seien, immer fühlen, dass sie ein gemeinsame Vaterland haben, ein Vaterland auf das sie stolz sein können, und jeder trage bei, soviel er vermag, zu dessen Verherrlichung.“ König Ludwig I, bei der Eröffnung

Ein kurzes Resümee: Beginn Schwarzwald über die Bodenseeregion, weiter durchs bayerische Ländle bis nach Regensburg war die reinste Erholung

Ab Regensburg gings wieder los: Riesige Solarfelder und Windräder in großer Zahl, die man allerdings im Nebel schlecht erkennen kann

Na, wenn das kein gutes Zeichen ist: Einfahrt NRW im Sonnenuntergang

Ein letzter Stopp nun im Siegerland nach acht Tagen im „fernen Süden“. Morgen nochmal Wasser von der Quelle zapfen, und dann gehts heimwärts.

26. April: Nichts Böses ahnend haben wir gestern Abend dieses (an sich) lauschige Plätzchen gefunden. Heute morgen offerierte sich dann ein großes Feld vom wertvollen Lungenkraut direkt vor unserer Tür.

Aber leider auch etwas anderes. Punkt sieben Uhr legten hier die Bagger los. An einem Samstag fanden wir das eher ungewöhnlich.

Also machte ich mich auf den Weg (allerdings ohne Kamera) und entdeckte diese riesigen Kabelrollen, die ja auch bei uns am Niederrhein überall rumliegen…, und siehe da, es gibt eine Verbindung, denn auch hier vernetzt Amprion, wenn auch oberirdisch, die Zerstörung ist gleich…und der Eingriff in das ursprüngliche deutlich.

„Europa im Umbau“, ganz gleich wohin man schaut….

Das ist gruselig.

Noch schnell frisches Wasser aus der Quelle gezapft und ab nach Hause. In nur wenigen Tagen starten wir dann gen Norden.

26. April am Abend: Gut daheim angekommen. Die Enten haben uns sogleich begrüßt und forderten Futter. Wir haben auch schon „gefuttert „, nämlich frischen Spargel in Butter-Sahnesauce mit Pellkartoffeln. Bilder dazu gibt es keine…, zu schnell war alles „aufgefuttert“.

Noch ein kurzer Rundgang durch den Garten: Verrückt, was in den vergangenen acht Tagen hier gewachsen ist.

Wir haben erst einmal nur einen kurzen Blick über das Weltgeschehen genommen …Es sind irre Zeiten. Um so wichtiger ist es, dass wir uns wenigstens über Etappen, so wie es jedem Einzelnen von uns möglich ist, immer wieder aus diesem Geschehen rausnehmen.

Wir nennen das »auftanken« …, sonst wird man ja verrückt in dieser verrückten / kranken Welt.

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Nach und nach lassen wir die Erlebnisse sacken…

So zum Beispiel den unangenehmen Parkvorgang an der Befreiungshalle in Kelheim. Natürlich ist uns bekannt, dass die Überwachung auch auf Parkplätzen stattfindet.

Dennoch waren wir „überascht“ und zu recht verärgert. Bevor wir den Eintritt zur Halle löhnten, beglichen wir erst einmal die unverschämt hohen Parkgebühren. Ja, wir wären auch zu Fuß nach oben gelangt, doch der Überwachung wären wir nicht entwichen.

Lange Rede kurzer Sinn: Das Eingeben unsere „Daten“…, in dem Fall unseres KFZ Kennzeichens erübrigte sich, das wusste das Teil bereits alles…. Auch darüber hinaus wird alles gescannt, verwertet…

Wir ärgern uns im Nachhinein, das wir an der Kasse nicht erfragt haben , was denn nun mit unseren Daten passiert…werden diese wieder gelöscht? (Gewiss nicht).Aber für das nächste Mal haben wir uns das ganz fest vorgenommen. Auf der Rückfahrt entdeckten wir dann die vielen Kameras, die überall installiert waren…- zur Überwachung.

Zuhause ist es auch schön, anders schön als auf Reisen, aber schön

Heute Morgen sind wir losgezogen und haben Weißdorn geerntet. Der Duft des Weißdorns ist verführerisch. Und nun duftet er daheim neben anderem Kräuterallerlei.

Und zur Belohnung, weil mein Göttergatte so fleißig mit gesammelt hat, gabs dann einen leckeren Erdbeerkuchen

Und zum Abend haben wir unser restliches Holz verbrannt und am warmen Feuer die Ereignisse Revue passiert.

Wenn wir die Erlebnisse der vergangenen Tage sacken lassen: Rückblick zum dem Weg zum Kloster Reutberg. Ein wunderschöner Ort am Rande von Sachsenkam, wo wir auch gut geschlafen haben. Am Morgen machten wir uns auf den Weg zum nahegelegenen Kloster.

Auf dem Rückweg vom Kloster begegneten wir dieser interessanten Beschreibung zur Eiche.

Insgesamt war die Stimmung hier um einiges besser als am Kloster Beuron. Das Kloster ist auch bekannt für ihre älteste Apotheke, die man aber leider nur nach einer Terminabsprache und mit einer Begründung besichtigen darf. Das Bild hier, stammt aus einem Reiseführer des ADAC.

Schön fanden wir die Beschreibung zur Eiche am Wegesrand. Und warum heißt der Ort hier Sachsenkam?

Auch mag der eine oder andere neugierig darüber sein, was es wohl mit diesem Dreieck inmitten Sonnenstrahlen auf sich hat..

(Erklärungen dazu finden sich im Anschluss an den Beitrag. )

30. April -wir starten gen Norden

Wir hätten auch eine kürzere Strecke nehmen können, doch wollten wir uns das Ausmaß der Zerstörung für das „neue Europa“ in dieser Region aus der Nähe betrachten.

Wer hätte es gedacht! „Alte Bekannte “ (damit meinen wir Unternehmen wie Amprion) sind hier eifrig zugange, schließlich müssen die Anlagen, Tunnel und unterirdischen Fahrzeuge mit Strom versorgt werden. Offiziell nennen sie das dann Energiewende… Irre ist das…, einfach nur irre.

Auf dem Weg zum Handelszentrum der Wikinger sind wir dann an einem unserer Lieblingsplätze an der Weser gestrandet. Schön ist’s hier, hier bleiben wir.

Lecker gegessen haben wir auch schon und bei einem lecker Bierchen vom Kloster Weltenburg schwelgen wir in schöner Erinnerung an unsere Reise in den Süden Deutschlands vergangener Woche.

Herzlich Willkommen lieber Mai!

Auf unserem Weg: Wegschauen hilft nicht, der „Umbau Europas “ ist überall präsent.

Wer meine Beiträge dazu kennt, weiß, woes hingeht. „Knotenpunkte statt Nationen „Hier liegt der Knotenpunkt vor Flensburg.

Unzählige Strommasten, über 30 Kilometer Solarplatten links und rechts der Bahn so weit das Auge reicht. Schafe „grasen“ dazwischen auf dem ausgedörrten Boden.

Tennet beherrscht schon lange das ehemalige deutsche Stromnetz….

1. Mai: Und wieder so ein schönes Fleckchen Erde gefunden. Gegessen, gebadet, gewandert und dabei noch Gutes gesammelt… Eine Wohltat. Mach’s wie die Sonnenuhr, schaff Dir heitre Stunden nur“…

Morgen schauen wir dann bei den Wikingern vorbei.

2. Mai: Eine Bilderreise durchs Wikinger Handelszentrum (Haithabu). Wir haben aufgehört zu zählen, so oft waren wir schon hier. Allerdings tatsächlich noch nie im Regen.

Schön wars aber wie immer. Wir lieben diese Atmosphäre an diesem Ort. Schwer zu beschreiben, aber er ist besonders.

Ich „erstürmte“ zunächst meinen Stuhl in der Halle

Von oben beäugten uns die Schwalben, die eifrig Nester bauten und ihre Jungen versorgten.

Schön war’s auch wieder den Handwerkern über die Schulter zu schauen, so dass Schwätzchen mit dem Schmied. Nebenan schnitzte jemand aus Traubenkirschholz einen Bogen. Kinder fertigten Lederbörsen, und ein anderer Schuhe aus Leder. Wir mögen ihn, diesen Geruch von frischem Holz und dem Leder.

Dann hieß es Abschied nehmen.

Weniger schön war der Blick auf einen Baumstumpf. Wir sind uns sicher, dieser Baum, der da fallen musste, war nicht kaputt.

Nur wenige Kilometer von Haithabu entfernt, befindet sich eines der wenigen Großsteingräber in Schleswig-Holstein, das noch komplett erhalten ist. Ein Zugang führt in das Grab, das sich in einem etwa 2,5 m hohen Rundhügel von über 17 m Durchmesser befindet. Die aus einer Kammer und einem baulich abgesetzten, lateralen Gang bestehende Bauform ist primär in Dänemark, Deutschland und Skandinavien verbreitet.

Dieser Ort ist von einem Wall umgeben, der allerdings nirgendwo erwähnt wird. Auch wird die Kammer /das Großsteingrab nirgendwo „angepriesen“, wie wir es schon so so oft erlebt haben. Fündig wird man nur, wenn man hartnäckig weiter sucht, oder halt zufällig im Wald „vorbeischlendert“.

Die Wikinger haben hier gesiedelt und Handel getrieben, aber besiedelt war dieser Flecken Erde schon viele, viele Jahre vorher.

Über die Aufnahmen lässt sich nur vage erkennen, wie das Großsteingrab, der Wall und die Eingänge zu /Höhlen, Tunnel oder ähnliches miteinander verbunden sind. Aber wenn man davor steht, erkennt man es deutlich.

Nach diesem spannenden, wenn auch kurzem, aber aufschlussreichen Ausflug, sind wir dann in der Lüneburger Heide gelandet, haben ein bisschen was aufs Feuer gelegt und nach dem Essen mit Bert durch die Kiefern hindurch die Sonne für heute verabschiedet.

Ein ausgefüllter, aber schöner Tag neigt sich dem Ende und damit auch unsere Reiseerlebnisse im Frühjahr 2025.

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Schwarzwald, Allgäu, Bodensee, Klöster; Burgen, majestätische Berge, berühmte Quellen, geheimnisvolle Flüsse und so vieles mehr

Die Zeit verging wie im Fluge.

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Seit mehr als 20 Jahren sind Höhlenforscher dem Geheimnis der „Schwarzen Donau“ in Baden-Württemberg auf der Spur: Die noch junge Donau versickert zwischen Immendingen und Möhringen an etwa 150 Tagen im Jahr vollständig im wasserdurchlässigen Karstgestein, um viele Kilometer später wieder aufzutauchen.

Interessant ist übrigens die Vorstellung, dass bei den Versinkungsstellen sich entscheidet, ob das Wasser mit dem Donaufluss Richtung Schwarzes Meer oder zur Nordsee fließt. Die Mündungen von Donau und Rhein sind immerhin ca. 1800 km voneinander entfernt.

Infos zur Aachquelle:

  • Alter: ca. 16.000 Jahre
  • Aachwasser größtenteils versickertes Donauwasser
  • Entfernung von Hauptversickerung und Aachquelle beträgt 12 km Luftlinie bei einem Höhenunterschied von 174 m
  • das bei Immendingen versickernde Wasser benötigt für seinen unterirdischen Lauf ca. 30 bis 60 Stunden
  • zweite Hauptversickerungstelle befindet sich bei Fridingen/Donau

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Sachsenkam – Die Herren von Sachsenkam waren ein hochmittelalterliches edelfreies bayerisches Adelsgeschlecht. Sie nannten sich nach der Burg Sachsenkam und auch ihrer Burg Grub oder nach ihrem Lehen in Klenau. Dass sie auch selbst Lehen ausgaben, weist auf eine politische Bedeutung dieser Adelsfamilie hin.

Die Sachsenkamer waren Vasallen und Lehensnehmer von kirchlichen Institutionen und von drei dynastischen Geschlechtern

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Das Auge… , es ist eigentlich in sämtlichen Klöstern präsent. Hier im Kloster Reutberg durften wir es fotografieren, im Kloster Beuron war es untersagt.

Das Auge ist häufig von einem Dreieck umschlossen. Zumeist wird es so beschrieben: „Es ist das Zeichen des Feuers und der aufklärenden Wissenschaft und dient der Messung der größten Distanzen, aber auch der Trinität im Christentum. Dabei wird das Dreieck hier als Bezug zur freimaurerischen Zahl drei in der Numerologie verstanden.

Die erste offizielle freimaurerische Erwähnung des Symbols Auge der Vorsehung erfolgte 1772 in der Schrift Illustrations of Masonry von William Preston (1742–1818).

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In der Zwischenzeit 26. – 29. April

Schön zu wissen: In den Tagen unserer Reise feierten wir Beltane. Vom 30. April auf den 1. Mai

Wie war das dann eigentlich zur Walpurgisnacht? – eine kurze Geschichte.

Unter den zahlreichen Aufzeichnungen, die mir meine Mutter ausgehändigt hat, habe ich das noch entdeckt. Den Text, den ihr auf dem Bild seht, hat sie noch auf einer Schreibmaschine getippt. Ich gehe davon aus, es war zu Beginn der 1990er Jahre. Dazu möchte ich erwähnen, dass meine Mutter als Reiseleiterin unterwegs war, und sie die Geschichten, Fabeln, und Legenden auf diesem Weg in die Öffentlichkeit streute. Es war ihr stets ein großes Bedürfnis, die Menschen aufzuklären. Und ich erinnere mich noch gut an diese Erzählung.

„In dieser Nacht fliegen die Hexen zum Blocksberg, um mit Geistern und Teufeln zu feiern und Menschen zu verzaubern. In dieser Zeit soll es für Geister und Elfen besonders leicht sein aus der Sphäre der Welt der Menschen einzudringen.

Schon die alten Germanen hießen den Frühling beim „Beltane-Fest“ mit Freudenfeuern, Liedern und Tänzen willkommen und sie besuchten die „Hagzissen“, die weisen Frauen, die in den heiligen Hainen (Germanische Hag) saßen, um sie nach der Zukunft zu befragen.

Mit der Christianisierung sollte es mit derart „heidnischen Hokuspokus“ vorbei sein. Allerdings wollte der Volksglaube von seinem Frühlingsfest nicht lassen, deshalb deutete die Kirche die Freudenfeiern zu Treffen finsterer Mächte um.

Aus den guten Geistern der Kelten wie aus germanischen Hagzissen machte die Kirche die Hexen, denen fortan nachgesagt wurde, nur bösen Zauber zu betreiben und mit dem Teufel im Bunde zu sein. Zum Schutz vor den düstern Mächten bot die Kirche, die am 1. Mai heilig gesprochene Walburga an, nach der die Walpurgisnacht ihren Namen erhielt.“


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