D-Day …

Von einer anerzogenen Unwissenheit, oder wovon die Menschen keinesfalls erfahren sollen

Journalisten, Schriftsteller, und viele andere mehr berichteten einst, doch die gleichzeitig geführte Propaganda tat ihr Übriges. Politisch korrekt sollte eben die Ansicht sein, dass die Deutschen sich in Frankreich brutal und als Unterdrücker benommen hätten.

Und so „gedenkt“ man aus den uns bekannten Kreisen einem eigens dafür ins „Leben gerufenen“ D-Day. Und während man nun gedenkt, bleibt das Volk von den wahren Vorgängen abgelenkt.

»Es ist ein Tabu-Thema, die Geschichte, die niemand hören will …

Artig und nach Vorgabe berichten die Medien: „Alliierte Truppen trugen am 6. Juni 1944 maßgeblich zur Befreiung Frankreichs und Europas bei.“

Soso. Welche Befreiung, wovon wurde Frankreich befreit?

Wir erinnern uns: Richtig ist, dass Frankreich – mit Großbritannien – dem Deutschen Reich am 3. September 1939 den Krieg erklärt hat, wie es auch 1870 Preußen den Krieg erklärt hatte und wie es in gleicher Weise den Beginn des Ersten Weltkrieges durch seine Generalmobilmachung gegen das Reich am 1 . August 1 91 4 um 1 6 Uhr vor der deutschen Mobilmachung an diesem Tage um 1 7 Uhr und der deutschen Kriegserklärung vom 3. August 1 9 1 4 wesentlich mit verursacht hatte.

Nun, ich weiß, ich könnte mir dazu die Finger wund schreiben, zu tief sitzt das falsch Vermittelte, zu sehr ist ein Gros der Menschen dem Unwissen zum Opfer gefallen. Ich tu’s trotzdem.

Und so habe ich mir einfach mal ein paar Erlebnis- /Tatsachenberichte zu Gemüte gezogen, also wie „andere“ diese Besatzung der Deutschen empfunden haben. Doch zunächst stellen wir uns die Frage: Warum wurde Frankreich überhaupt von den Deutschen besetzt?

Frankreich war mit Großbritannien 1939 – wie auch 1 9 1 4 – der Angreifer gegen das Reich, obwohl die Reichsregierung in beiden Fällen alles versucht hatte, die Westmächte von einem Krieg abzuhalten. Deutschland hatte 1939 – wie 1 9 1 4 – keine Kriegsgründe oder Forderungen gegenüber den Westmächten und wollte weiterhin den Frieden mit ihnen bewahren. Seit dem 3. September 1 939 herrschte aber der von Paris ausgelöster Kriegszustand zwischen Frankreich und Deutschland. Französiche Truppen drangen in den ersten Tagen auch auf deutsches Gebiet vor, zogen sich aber wieder zurück. Die Franzosen mussten als Auslöser des Krieges damit rechnen, dass die Deutschen nach dem schnellen Sieg über Polen auch im Westen wieder geordnete Verhältnisse schufen, nachdem monatelang deutsche Bemühungen um den Frieden von den Westmächten kategorisch abgelehnt worden waren. Von einem >Überfall< auf unseren westlichen Nachbarn kann also wahrlich nicht gesprochen werden.

Nun kommen wir aber zu den Aussagen.

Da wäre die nicht deutschfreundlich bekannte britische Sundqy Times, die bei einer Buchbesprechung Stellung nahm: Sie überschrieb ihren Bericht über ein neues Buch von BurssoN5 mit »Paris war während der Nazi-Besatzung eine einzige Feiergesellschaft. Niemals fühlten wir uns so frei wie unter der deutschen Besatzung«. In dem Artikel hieß es

dann: »Eine kürzlich gezeigte Fotoausstellung vermittelte Bilder, wie die Pariser das Leben unter der Besatzung genossen.

Auch das Buch von Patrick Bursson beschreibt das Leben in Paris während der Besatzung. als eine einzige Party und widerspricht damit der kollektiven Erinnerung von Hunger, Widerstand und Angst.« Die Zeitung zitiert Bursson »Es ist ein Tabu-Thema, die Geschichte, die niemand hören will . . .

Simone de Beauvoir wird zitiert: »Es war in diesen Nächten, als ich die wahre Bedeutung des Wortes Party entdeckte.« Und sie schrieb über die »ganz spontane Freundlichkeit« der Besatzer. Sie war auch von dem deutschen »Körperkult« fasziniert und von der Vorliebe für ihre Sportübungen in Sports-Shorts.

Dem nicht genug. Ihr Lebensgefährte Jean-Paul SARTRE äußerte:

»Niemals waren wir so frei wie unter der deutschen Besatzung.« Schon früher waren ähnliche Äußerungen von Sartre veröffentlicht worden.

So hatte er 1966 in einem Artikel geschrieben: »Zuerst müssen wir mit den grellen Klischees aufräumen. Nein, die Deutschen sind nicht durch die Straßen gegangen, das Geweht im Anschlag. Nein, sie haben keine Zivilisten gezwungen, aus dem Weg zu gehen – den Gehweg freizugeben, wenn sie daherkamen. In der Metro boten sie alten Damen ihren Platz an. Sie wurden beim Anblick von Kindern leicht sentimental und tätschelten ihnen die Wangen. Sie waren dazu angehalten worden, sich anständig zu benehmen, und das taten sie: schüchtern und beflissen, einfach aus Sinn für Disziplin. Auch soll man nicht glauben, die Franzosen hätten sie mit vernichtender Verachtung angesehen . . .

Und mit der Zeit entstand eine Art von verschämter und unbestimmter Solidarität zwischen den Parisern und diesen Soldaten, die im Grunde soviel Ähnlichkeit mit den französischen Soldaten hatten.«

Über die Blütejahre des Pariser Kulturlebens während der Kriegszeit und die Zusammenarbeit der deutschen und französischen Künstler gab auch Arno Breker Auskunft. Dabei beschrieb er seine Freundschaft mit verschiedenen französischen Künstlern und die Vielzahl kultureller Ereignisse, Ausstellungen und Begegnungen im besetzten Paris.

Es gibt noch viel mehr dieser Tatsachenberichte. Wer gezielt danach sucht, wird sie finden.

Paris zur deutschen Zeit, von Herrn M. T. (Cambo): »Wenn ich von den Greueltaten der Besatzung oder von der Barbarei der Nazis höre, dann kann ich nicht umhin, an die Zehntausende Deutscher zu denken, die in den alliierten Kriegsgefangenenlagern gestorben sind. Ich kann nicht umhin, an General Eisenhower zu denken, der die Lebensmittelrationen für die deutschen Kriegsgefangenen bewusst einschränkte, damit sie eher verhungern. Ich denke an Sir CHURCHILL, der ohne äußeren Zwang seinen Bombern befahl, Phosphorbomben auf die deutschen Städte zu werfen, und damit Hunderttausende deutscher Greise, Frauen und Kinder einem grausamen Tod auslieferte. Und ich sage mir, dass alle Völker sich zu bestimmten Zeiten ihrer Geschichte wie Barbaren verhalten haben. Mir scheint aber, dass während des Zweiten Weltkrieges sich die Deutschen am wenigsten wie Barbaren benommen haben.

Ich war nämlich bei denen in Kriegsgefangenschaft und wurde nach sechs Monaten als Sanitäter entlassen. Ich habe anschließend die gesamte Besatzungszeit in Paris verbracht. Ich habe niemals gesehen, dass die Deutschen jemanden, wen auch immer, jemals misshandelt haben – es sei denn, sie wurden provoziert …

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Leider ist das Wissen um diese Vorgänge bei der deutschen Nachkriegsgeneration nur noch wenig vorhanden, und der wirkliche Zusammenhang wird in den Schulen kaum noch gelehrt. Wenn selbst ein Professor aus den Kriegsjahrgängen die Tatsachen derart verdreht, und sei es nur durch Nachlässigkeit, ist es höchste Zeit, für Aufklärung zu sorgen.

In den staatlichen Verbildungsstätten wird man an der Wahrheit vorbei“lehren“.

Und darum lasse ich noch ein paar Beiträge aus gegebenem Anlass im Kommentar.

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In Teilen übernommen aus dem „Großen Wendig“ Teil 4 (S. 351-357)

Zitiert von Andreas WILD, »Auf die Tatsachen kommt es an«, in: Junge Freiheit,

r. 35, 22. 8. 2008, S. 1 1 .

2 Auswärtiges Amt (Hg.), 1939 Nr. 2, Dokumente zur Vorgeschichte des Krieges, Berlin

1 939; Faksimile-Nachdruck von Bernhard C. WINTZEK (Hg.) , Geheim. Aus

dem Archiv der Reichsregierung, Mut, Asendorf 1 976.

Arno BREKER, Im Spannungifeld der Ereignisse 1925- 1965, Schütz, Pr. Oldendorf, 1 972, insbesondere in

den Kapiteln »Freunde in Frankreich«, S. 1 89-208, und »Im besetzten Frankreich«, S. 209-278.


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