Wir Menschen spüren die Versklavung. Intuitiv wissen wir, dass es sich falsch anfühlt. Das ist so, weil wir vom Ursprung her mit der Natur verbundene Wesen sind, und wie jedes andere Lebewesen auch, die Freiheit zu schätzen wissen.

Doch es sollte anders kommen. Über die Jahrhunderte hinweg nahm die Versklavung der Menschen ein ungeahntes Ausmaß an. Man schaue nur gut hin, wo wir nun, im Jahr 2025 angelangt sind.
Der Deutsche im Jahr 2025 > Hinausbefördert, getrieben von den Interessen anderer, ausgetauscht, vermischt, an seinen Wurzeln gepackt und kräftig dran geschnitten, aussortiert.
Im Kommentar findet ihr einen Zeitzeugenbericht als Video zu den Ereignissen des 17. Juni 1953 und einen Beitrag, der es vielleicht noch einmal verdeutlicht, warum manches so ist, wie es ist…
„Wir wollen freie Menschen sein.“
Der 17. Juni 1953 in Sachsen – wir wollen keine Sklaven sein!
Es gibt nur wenige echte Volksaufstände, aber es gibt sie. Dann ist viel Blut geflossen.
Die meisten Revolutionen sind propagiert, geführte Revolutionen, weil man sie braucht, um gewisse Ziele zu erreichen. Doch nicht dieser Aufstand vom 17. Juni 1953.
Über zwei Jahrzehnte war der Aufstand meist nur von historischem Interesse. Im Hinblick auf die Berichterstattung des RIAS in den entscheidenden Tagen vom 16. Juni bis 23. Juni liegt die Wahrheit eher in der Einschätzung des „Tagesspiegel“, also dieses Blatt, dass uns auch heute diese vordiktierte „Wahrheit“ präsentiert.
Auch 70 Jahre nach den Unruhen in der DDR gibt es höchst unterschiedliche Auffassungen über den tatsächlichen Charakter des Geschehens. In dem Buch „Spurensicherung“ spricht Eberhard Panitz richtigerweise von einer im letzten halben Jahrhundert verzerrten, vorgefassten und meist politisch zweckgebundenen Vorgehensweise /Auslegung.
Aber so viel ist sicher: An diesem 17. Juni waren viele tapfere Menschen unterwegs., die bereit waren, sich mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln gegen das System und dessen Vorhaben zu erheben. Es war eine genuine Volkserhebung, ohne politische Führer, ohne ein ausformuliertes Programm oder vorgefasstes Konzept. Der ‚Aufstand war einzig und allein dem Anliegen verpflichtet, das in jenen Tagen auf Transparenten zu lesen war und skandiert wurde: „Wir wollen freie Menschen sein.“
Ich erinnere mich an ein Gespräch meiner Eltern. Da war ich vielleicht 14 Jahre alt, also so um das Jahr 1979. Ich begriff nur wage, was damals vorgefallen ist.
Doch diese Aussage habe ich nie vergessen. Denn mein Vater und ein guter Freund von ihm waren an diesem Tag, dem 17. Juni 1953 in Görlitz unter den tapferen Menschen. Der Freund meines Vaters wurde später verhaftet. Mein Vater hat ihn nie wiedergesehen oder etwas von ihm gehört. Er blieb verschwunden.
In Görlitz, Niesky, Bitterfeld, Jena und Merseburg wurden zahlreiche öffentliche Gebäude erstürmt. Gefängnisse wurden belagert, mit dem Ziel die politischen Häftlinge zu befreien.
Insgesamt beteiligten sich mehr als eine Million Menschen in über 700 Orten an dem Volksaufstand.
Die Zahl der Toten (angegeben mit 80 bis 100) wird weitaus höher beziffert.
Die konkreten Ursachen des Aufstandes auf einen Blick:
Die diktatorische Gewalt hat alle Milieus und Schichten der DDR-Gesellschaft erreicht.
Die Beschlüsse des Jahres 1952 trafen nahezu alle Bevölkerungskreise.
Die 2. SED-Parteikonferenz beschloss nicht nur den Aufbau des Sozialismus, sondern auch eine militärische Aufrüstung. Durch die Einrichtung von sogenannten Produktionsgenossenschaften, in die landwirtschaftliche und handwerkliche Betriebe geführt werden sollten, sollte die Basis für den Aufbau des Sozialismus gelegt werden.
Es kam zu unzähligen Strafverfahren unter juristischen Vorwänden gegen diejenigen, die sich der Kollektivierung widersetzten.
Später faselte man dann aus den westlichen politischen Reihen wie sehr doch der Gedanke der Einheit Deutschlands mit dem Gedanken der Freiheit verbunden ist. Und es ertönten Sätze wie: „Unser Streben nach Einheit ist ein Streben nach Freiheit für das ganze deutsche Volk.“ Diese Gedanken an Einheit und Freiheit waren nur eine Utopie, begraben unter alliierter Vormachtstellung. Aber man kann es ja mal erwähnen.
Quelle:
Zeitzeugen berichten, Protokoll eines Aufstande (Peter Lange, Sabine Ross)
