
1914: In einer von untergründigen Spannungen beherrschten Lage ereignete sich am 28. Juni 1914 das Attentat auf den österreichisch-ungarischen Erzherzog und seine Thronfolger FRANZ FERDINAND und seine Frau, die Herzogin SOPHIE VON HOHENBERG.
Der Doppelmord ging auf das Konto der serbischen Terrororganisation Bereinigung oder Tod.
Am 28. Juli erklärte Wien Belgrad den Krieg. Am selben Tag wurde in St. Petersburg der Beschluss gefasst, 13 Armeekorps gegen Österreich-Ungarn zu mobilisieren. So trug für den Ausbruch des Weltkrieges die russische Regierung maßgebliche Verantwortung.
Von den maßgeblichen Staatsmännern des Jahres 1914 hatte Kaiser WILHELM II. den Krieg am wenigsten gewollt, dessen ungeachtet wurde er später am meisten verleumdet. Sein Sturz, die Kriegsniederlage 1918, der Versailler Vertrag und endlose revolutionäre Wirren ebneten in Deutschland gewissen Kräften „fruchtbaren“ Boden.
Zutreffend stellte einstmals Berthold BRECHT fest: »Immer schreibt der Sieger die Geschichte des Besiegten. Dem Erschlagenen entstellt der Schläger die Züge. Aus der Welt geht der Schwächere, und zurück bleibt die Lüge.« (Verhör des Lukullus).
Schon Friedrich SCHILLER hat diese Tatsache klar erkannt. Er stellte in seiner Geschichte des Dreißigährigen Krieges fest: »Ein Unglück für den Toten (gemeint ist WALLENSTEIN), daß ihn dieser Feind überlebte und seine Geschichte schrieb.
Und so gestaltete es sich auch…,


Die siegreichen „Kriegs-Verbündeten“ (unsere sogenannten „Freunde“) forderten immer mehr Geld. Man einigte sich schließlich auf eine Summe von 132 Milliarden Goldmark, die es zu tilgen und auch zu verzinsen galt. Über den sogenannten Kriegsschuldartikel (Art. 231) wurde das Deutsche Reich durch den Friedensvertrag von Versailles zu 20 Milliarden Goldmark Reparationen, umgerechnet über 7000 Tonnen Gold, verpflichtet. Diese waren in den Jahren 1919 bis 1921 in Raten zu zahlen. Zahlungen wurden jedoch bis in das Jahr 2010 fortgesetzt…
In den Kommentaren findet ihr noch einige Beiträge, welche die Geschehnisse zu den Weltkriegen aufgreifen. So auch ein Beitrag über Tolkien.
Als der Krieg 1914 ausbrach, wollte Tolkien aus mehreren Gründen nicht in den Krieg. Einer davon war die Tatsache, dass Deutschland die Heimat seiner Vorfahren väterlicherseits war. Er sah im Germanischen die Wiege der angelsächsischen Kultur und in Deutschland die geistige Heimat der modernen Sprachwissenschaft.
Seine Abneigung gegen die Unmenschlichkeit und die Grausamkeit des Krieges, sein Hang zur romantischen Epoche, seine Begeisterung für die Mythologie, seine tiefe Liebe zur englischen Landschaft und sein Faible für Sprachen, all jene Charakteristika waren später typisch für sein literarisches Werk.
Die Ausführungen im Detail zu den Vorgängen des Ersten Weltkrieges würden Bände füllen. Ich versuche mich daher so kurz zu fassen wie nur möglich. Was jedoch deutlich wird, ist die Tatsache, das unsere deutsche Geschichte von den uns bekannten Fälschern fern der wahren Begebenheiten propagiert wird, und das bis zum heutigen Tag. Und wie ich finde, sind sie um keine weiteren Lügen verlegen. Schließlich müssen sie ihr „Gerüst“ ja aufrecht halten. Man stelle sich nur vor, ein Gros der Bevölkerung erkenne ihr Tun und würde es durchschauen.
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Interessante Fakten
Rußland hatte 1909 mit einer Heeresvermehrung begonnen, die ihm zusammen mit Frankreich ab 1917 eine entscheidende Überlegenheit über die Streitkräfte Deutschlands und Österreich-Ungarns geben mußte. Bereits 1914 sah das Kräfteverhältnis der Friedensarmeen wie folgt aus:
> Deutsches Reich 812 000 Mann,
> Österreich-Ungarn 424 000 Mann,
> Frankreich 846 000 Mann,
> Rußland 1 300 000 Mann.
Die zahlenmäßige Überlegenheit Frankreichs und Rußlands wurde durch die qualitative Überlegenheit des deutschen Heeres etwas ausgeglichen. Die französische Armee war bereits allein etwas größer als die deutsche, obwohl es nur 40 Millionen Franzosen gegenüber 68 Millionen Deutschen gab. Im Deutschen Reich wurden im Gegensatz zu Frankreich nur etwas mehr als 50 Prozent aller Wehrpflichtigen tatsächlich eingezogen. Insgesamt standen entsprechend den Planungen bei Kriegsausbruch nach der Mobilmachung etwas über 5 Millionen Mann der russischen und französischen Armeen nur 3 358 000 Mann der Mittelmächte gegenüber.
In dem Jahrzehnt vor dem Ausbruch des Weltkrieges betrachteten die Leiter der britischen Außenpolitik die Weltmacht Rußland, und nicht die Regionalmacht Deutschland, als ihr zentrales Problem. Die These von der Störung des europäischen Gleichgewichts durch die Gründung des Deutschen Reiches ist nichts mehr als eine Legende. Das Deutsche Reich von 1871 stellte die kleindeutsche Lösung und damit nur eine Vergrößerung Preußens dar
1914 waren der britische Außenminister GREY und die führenden Beamten im Foreign Office faktisch bereit, für die Freundschaft mit St. Petersburg und die Sicherung Indiens das europäische Gleichgewicht zu opfern, also mit Rußland gemeinsam einen Krieg gegen Deutschland zu führen und eine russische Vorherrschaft in Europa hinzunehmen Die britischen Politiker erkannten nicht, daß ihre Politik innerhalb von nur fünfzig Jahren zum Zerfall des Empires führen sollte.
Wenige Jahre nach dem Ersten Weltkrieg veröffentlichte die deutsche Reichsregierung die Akten des deutschen Auswärtigen Amtes von 1870 bis 1914′ in 40 Bänden. Sie konnte damit überzeugend und vor der Weltöffentlichkeit erfolgreich die im Versailler Diktat im Artikel 231 von den Alliierten festgelegte alleinige Schuld Deutschlands am Kriege widerlegen. Um den besiegten Deutschen diese Möglichkeit der Widerlegung unberechtigter Vorwürfe nach dem Zweiten Weltkrieg zu nehmen, raubten neben den anderen Siegermächten vor allem die Amerikaner mit dazu eingesetzten Spezialeinheiten die ihnen 1945 bei der Besetzung Deutschlands in die Hände gefallenen Akten des Reiches und verfrachteten die gestohlenen Dokumente nach den USA. (Ähnlich beschafften sie sich Akten des zerfallenden SED-Regimes in Ost-Berlin 1989/90.) Erst im Jahre 1959 wurden sie – teilweise ? – der Bundesrepublik zurückgegeben, die die Akten von 1918 bis 1945 in den folgenden Jahren bis 1995 in einer umfangreichen Edition in fünf Serien veröffentlichte.
Einer Fälschung der Geschichte wird auch Vorschub geleistet, wenn wichtige Papiere vernichtet werden. Das gilt sowohl für in eigener Hand befindliche Akten, die das eigene Land und seine politischen wie militärischen Verantwortlichen belasten können, als auch für dem unterlegenen Gegner geraubte, diesen entlastende Dokumente. Beides ist in den Weltkriegen des 20. Jahrhunderts nicht selten vorgekommen, und oft genug geschah das zu Lasten Deutschlands und zur Entlastung der Sieger. In verdienstvoller Weise hat der Militärhistoriker und Generalleutnant der Bundeswehr a.D. Franz UHLE-WETTLER einige Fälle von den Engländern aus durchsichtigen Gründen vernichteter Akten zusammengestellt und dabei die betreffenden Quellen (neu numeriert, R.K.) angegeben.








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Literaturhinweise:
Harry E. BARNES, Die Entstehung des Weltkrieges. Eine Einführung in das Kriegsschuldproblem, aus dem Amerikanischen, Berlin-Leipzig 1928.
Sidney B. FAY, Der Ursprung des Weltkrieges, Bd. 1: Vor Sarajewo. Die Vorgründe des Krieges; Bd. 2: Nach Sarajewo. Die äußeren Anlässe zum Kriege, aus dem Amerikanischen, Berlin 1930. Hermann LUTZ, Die europäische Politik in der Julikrise 1914.
Das Werk des Untersuchungsausschusses der Verfassunggebenden Deutschen Nationalversammlung und des Deutschen Reichstages; Die Vorgeschichte des Weltkrieges, im Auftrage des Ersten Unterausschusses, Bd. 11, Berlin 1930.
Alfred VON WEGERER, Der Ausbruch des Weltkrieges 1914, 2 Bde., Hamburg 1939.
Fritz FISCHER, Griff nach der Weltmacht. Die Kriegszielpolitik des kaiserlichen Deutschland 1914/ 18, Droste, Düsseldorf 1961.
Erwin HÖLZLE, Die Selbstentmachtung Europas. Das Experiment des Friedens vor und im 1. Weltkrieg, Göttingen 1975. Walter POST, Die Ursachen des Ersten Weltkrieges, in Vorbereitung, Grabert, Tübingen 2006
Textauszüge in Teilen übernommen aus „Der große Wendig“ Band 1
Eure Kommentare zum Beitrag auf social media
Ich habe noch nicht alles durchgelesen
Aber äußerst entscheidend ist, das Bosnien u. Herzegowina eine Beteiligung Österreichs, an der Aufklärung des Mordes verhindert hat, und Österreich aus diesem Grund ein Ultimatum stellte, welches Bosnien-Herzegowina verstreichen ließ.
Auch interessant ist, das beim Beginn der Kampfhandlungen seitens Russlands, bereits Truppen aus den östlichsten Regionen Russlands dabei waren die zur damaligen Verhältnissen, in der Zeit der Mobilmachung, und der Kampfhandlungen unmöglich diese Strecke zurück legen konnten. Also muss Russland schon lange vor der Mobilmachung auf Krieg eingestellt gewesen sein.
Diese breite Themen-Palette wird in den Schule nicht einmal angekratzt!!
Schade, dass man in der Schule zu feige war, direkt nachzufragen. Ich rede von mir. Natürlich habe ich damals überlegt, wenn ein Serbe den österreichischen Thronfolger ermordet, weshalb dann Deutschland Schuld sein soll. Dankeschön für das umfangreiche Aufklärungsmaterial. Stück für Stück setzt sich das Puzzle nun richtig zusammen.
Dazu auch das Buch „Verborgene Geschichte“ ab Seite 400 Kapitel sortiert Quellenangaben!
Danke für deine Aufklärungsarbeit.
Wie wichtig alte Bräuche und Weisheiten sind zeigt der folgende Text:
Flüstern im Stein, ein Raunen im Wind, die Schatten erinnern, wer wir noch immer sind. Nordlichter flackern im Herzen der Nacht, ein Atem aus Feuer, eine uralte Macht.
Die Augen wie Sterne, vom Wissen durchdrungen, erwacht er im Traum, vom Ruf tief bezwungen.
Die Ahnen sie singen im Kreis um das Licht, ihr Lied ist Erinnerung, und hallt ewiglich.
Sie rufen durch Räume, durch Zeiten, durch Blut, der Drache erhebt sich mit donnernder Glut.
Er trägt nicht nur Feuer, er trägt auch das Wort, das einst in der Stille verlorene hinfort.
Nun kehrt es zurück, durch Flamme und Klang, ein uralter Zauber, ein kosmischer Drang.
So höre, wer lebt mit Herz, das noch brennt, der Drache ist Hüter, der ewig erkennt.
Es ist nicht Zerstörung, die er bringt, sondern Wissen, das in unsere Träume dringt.


