Im November 1903 stand Chief Joseph der Nez Perce vor einem vollgepackten Publikum an der University of Washington, gekleidet in voller Regalien, mit der Wahrheit schwer. Er sprach nicht nur von Geschichte, sondern von Herzschmerz. Von einem Zuhause, in das er nie zurückkehren könnte. Von Versprechen, die gemacht und gebrochen wurden. „Ich darf nicht in mein altes Zuhause zurück“, sagte er. „Ich bitte nur darum, dort begraben zu werden, damit ich unter meinen Freunden sterben kann. ”

Selbst im Exil trugen seine Worte die Stärke der Generationen.
An dieser Stelle setze ich einen Beitrag zum Schicksal unseres deutschen Dichters Gerhart Hauptmann in den Kommentar, der da kurz vor der durch die russische Militärverwaltung angeordnete Aussiedlung fragte: „Bin ich noch in meinem Haus?“

Die bange Frage lässt ermessen, wie sehr ihn das Verlassen der „mythischen Schutzhülle seiner Seele“, wie er sein Heim einmal nannte, belastet hatte.
Unsere Geschichte ist gefälscht, und das schon weit vor dieser Zeit. Heute sind noch wenige von uns im Besitz von Erlebnisberichten. Doch ob wir jemals wissen werden, was in Tausend und Hundert Jahren zuvor wirklich geschah, das steht in den Sternen. Und diese Unsicherheit wird heute oftmals für eigene Ziele ausgenutzt.
Fest steht: Nichts von dem, was wir meinen wissen zu können, ist in Stein gemeißelt. Ja, die Schriften sind gefälscht. Die Karten sind gefälscht. Aber zumeist eben die, die bis heute unverhohlen publiziert werden dürfen. Man denke nur an die 86 Regalkilometer lange Bibliothek des Vatikans, die längst nicht für jedermann zugänglich ist.
Die Wahrheit ruht indes immer am Abgrund, so wie es einst schon Schiller feststellte. Doch wenn sie dort nur ruht, dann können wir sie auch greifen. Dazu sollten wir uns, wenn möglich, auf die Urväter der Chronologie- und Geschichtskritik zu stützen.
Dazu fällt mir noch eine Anekdote ein. Die liegt noch gar nicht so lang zurück: Wolf Dieter Storl wurde auf einer seiner Reisen durch die mongolische Grassteppe und die Sibirische Taiga einmal gefragt: „Wie können die zerstörerischen Kräfte so viel Macht haben, wenn doch die Schamanen Zugang zu den Geistern und Göttern, zu Himmel und Erde haben?“
Wolf Dieter Storl wusste keine Antwort. Denn auch er hat sich diese Frage öfter gestellt. Ihm fielen lediglich die Worte der Satapatha-Brahmana ein:
„Die Himmlischen sprachen die ganze Wahrheit, die Dämonen die ganze Unwahrheit.
Die Himmlischen, die beständig nur die ganze Wahrheit sprachen, wurden scheinbar geringer und ärmer. Darum wird einer, der ständig die Wahrheit spricht, auch heutzutage scheinbar geringer und ärmer. Aber schließlich kommt er zum Gedeihen.
Die Dämonen dagegen, die beständige die Unwahrheit sprachen, glänzten wie Salzböden äußerlich, scheinbar wurden sie reich. Darum glänzt auch heutzutage einer, der ständig die Unwahrheit spricht, wie Salzboden äußerlich, scheinbar wird er reich. Aber schließlich gerät er ins Unglück.“
Nun wird sich der eine oder andere womöglich fragen, warum ich solche Sprünge mache, innerhalb von Regionen, die Tausende Kilometer voneinander entfernt liegen. Das ist ganz einfach zu beantworten: Weil alles mit allem zusammenhängt, so auch die Völkerschaften. Salopp gesagt, müssen wir begreifen lernen, dass wir gleichermaßen besch. issen worden sind..,, und immer noch werden. Denn dieser Betrug führt bis in die Gegenwart und hält bis heute an.
Darum wählte ich zu diesem Beitrag die einleitenden Worte eines Indianers, dessen Stämme ähnliche Schicksale erlitten haben, wie andere Stämme auf anderen Landesteilen > siehe Vertreibung.
Auseinandersetzungen gab es immer schon, und gewiss war nicht immer alles Friede, Freude, Eierkuchen. Aber dieser Kampf damals, bevor die „Mächtigen“ ganze Völker in die Sklaverei trieben, war ein anderer, als wir ihn heute erleben müssen. Und auch das hat seinen Ursprung.
Mit Beginn des 15. Jahrhunderts wurden zahlreiche alte Schrifte und damit das Wissen aus der alten Welt verbannt, zerstört, verschüttet…. Das lässt sich nachlesen. Auch zahlreiche Funde aus dieser Zeit geben Aufschluss darüber.
Wir müssen unsere Ur-Geschichte im Ganzen begreifen lernen, so wie wir es auch mit unserem Körper tun. Ganzheitlich betrachten.
Und was wollen diese „Mächtigen“ ? Das lässt sich leicht zusammenfassen, heute, an einem Tag im Juli 2025:
Sie wollen die Menschen, die nicht national, kulturell und politisch denken, sondern einem hoch technologisierten Eine-Welt-Staat den Vorzug geben.
