„Die Sprache eines Volkes ist der hellste Spiegel seines Gemütes und seines geistigen Lebens; wer sich der Sprache seines Volkes entfremdet, entfremdet sich seinem Volke selbst“
In Folge einiger von mir bereits verfasster Beiträge zu unserer Sprache (siehe auch im Kommentar), nun ein weiterer Beitrag.
Die deutsche Sprache ist in ihren Erscheinungen nahezu unerschöpflich und mit ihr auch so einige Thesen. Eine davon möchte ich an dieser Stelle aufgreifen.
Alles Althochdeutsch, oder was?
Bereits im vergangenen Jahr stolperte ich über die Thesen des Erhard Landmann. Manches davon stimmte mich nachdenklich, einige seiner Behauptungen erscheinen mir allerdings auch weit hergeholt und wiederum einige seiner Thesen offerieren Parallelen zu den Erkenntnissen anderer Sprachforscher.
Sein Buch „Weltbilderschütterung“ ist nicht ganz uninteressant und gewiss lesenswert. Erhard Landmann war freier Sprachforscher und verstarb Anfang 2018.
Ich muss zugeben: Bis dahin habe ich noch nie etwas von Erhard Landmann gehört.
Schon verrückt, was wir alles nicht wissen, wovon wir vermutlich noch nie etwas gehört haben, noch eine Assoziation hergestellt wurde. Trotz der Annahme, dass ich mich schon recht intensiv mit der Sprache und ihrer Herkunft auseinandersetze, werde ich doch immer wieder überrascht, wie wenig wir eigentlich wissen.
Diese Art der Überraschung kommt nicht von ungefähr.
Schließlich zeigen sogenannte Experten, moderne Sprachwissenschaftler und eifrige Anti-Germanisten kein wirkliches Interesse an der Herkunft unserer Sprache. Stattdessen wird heute wild gegendert. Und unter diesem irrsinnigen Verlauf macht sich gewiss keiner mehr die Mühe, die Ursprünge unserer Sprache zu erforschen. Zumal man ja bereits die Jahre /Jahrzehnte und Jahrhunderte zuvor alles darangesetzt hat, auch hier ein völlig falsches Weltbild zu vermitteln.
Wie alles wirklich gewesen sein kann? Ja, wer weiß das schon?
Dass vor dem Mittelalter durch Falschübersetzung, Verwischung und Erfindung neuer Sprachen (babylonische Sprachverwirrung) in großem Stil gefälscht wurde, das ist bekannt. Landmann hat hier nicht ganz unwichtige Forschungen unternommen, und in dieser Hinsicht gibt es bestimmt noch viel zu tun. Man kann von Landmann halten, was man will. Ich persönlich, halte ihn für einen aus der Neugier heraus getriebenen Menschen, dem die offiziellen Lehren der modernen (Ver) Bildungsanstalten suspekt erschienen.
Heute leben wir in Zeiten, in denen wir mehr und mehr unseren Glauben an das Wissen, was uns vermittelt, bzw. vorgesetzt wird, längst verloren haben. Innerhalb der letzten fünf Jahre hat diese Gruppe der „Ungläubigen“ Zuwachs bekommen. Zu viele Lügen, zu viel Lug und Trug.
Das Ergebnis: Wir müssen uns selbst auf die Suche machen, um zumindest einen Fetzen Wahrheit aus dem mächtigen Lügengerüst herausziehen zu können.


Mir geht es jetzt weniger um Landmanns Auffassung zu den Anfängen der Zivilisation, sondern vielmehr um sein Wissen zu Schrift und Sprache, die bereits in uralten Zeiten benutzt wurden. Wobei das eine möglicherweise mit dem anderen zusammenhängt. Nichts Genaues weiß man, und genau das macht es ja so spannend und auch mich neugierig.
Landmann schaute sich 2005 zum ersten Mal Fotos des Voynich-Manuskripts und fand nach eigenen Angaben auf den ersten Blick die Lösung. Seiner Ansicht nach, sind die seltsamen Voynich –Zeichen nichts weiter als gewöhnliche Buchstaben der damaligen Zeit, die etwas undeutlich geschrieben sind. Mit Hilfe dieser Erkenntnis konnte Landmann das Manuskript nach eigenen Angaben ohne große Mühe lesen – was vor ihm noch niemand geschafft hatte. Leider wurde keine detaillierte Beschreibung seiner Theorie veröffentlicht, geschweige denn eine Klartextversion des Manuskripts. Man darf also seine Zweifel haben.
Doch wenn man sich näher damit beschäftigt, und tiefer in die Materie eintaucht, ist er wieder da, dieser AHA-Effekt
Fest steht: Wir wissen heute kaum noch irgendetwas von unserer wahren Vergangenheit.
Unsere deutsche Sprache wurde in ein Korsett der lateinischen Grammatik gepresst und zugerichtet, womit die schlimmste Gehirnwäsche deutscher Völker / Kelten/ Germanui / Keltui begann.
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Und auch das entnahm ich über meine Recherchen hinweg der These Erhard Landmanns:
„Wir werden uns daran gewöhnen müssen, daß das arabische salam aleikum, ebenso wie das hebräische schalom, nicht »Friede sei mit euch« ursprünglich bedeutet, sondern, wie in manchen als Witz gemeinten Verballhornungen, tatsächlich von dem deutschen »sollen alle rein kommen« bzw. dem angelsächsischen „shall come“ herkommt. Diese Erkenntnis wird vielen Leuten, vielen Ideologen von vielen politischen Seiten her nicht passen, und sie werden es mit unfairen Mitteln bekämpfen. Aber kann die Erkenntnis, daß es gar keine semitischen Sprachen und damit keine semitischen Völker gab und gibt, nicht auch bedeuten, daß der törichte Antisemitismus, der soviel Leid schuf, daß die schlimmen Kriege im Nahen Osten, die mit angeblichen ethnischen, geschichtlichen, religiösen, ja sprachlichen und noch anderen Ansprüchen untermauert wurden und werden, endlich aufhören, endlich keine ideologische und theoretische Grundlage mehr haben, weil sie tatsächlich nicht wahr sind, auf welcher Seite immer. Wenn die Sprachen aller Stämme nur auf den gleichen Dialekt zurückgehen, besteht dann nicht die Hoffnung, daß die Kriege und Untaten, die im Namen dieser Ideologien verübt werden und von Ideologen in Europa noch unterstützt werden, endlich zum friedlichen Miteinander werden.“
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Klingt verrückt? Vielleicht. Aber ich verspreche euch, wenn man dieser „These“ nachgeht und sucht, dann wird es erst richtig spannend!




Ob Landmann nun mit seinen Aussagen richtig liegt? Keine Ahnung! Wichtig ist nur, dass wir nie aufhören sollten, nachzuforschen.
Peter Franz Joseph Müller kam in seinem Werk „Ursprache“ zur selben Erkenntnis. Das sollte hier vielleicht noch erwähnt werden.
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Und vom Sprachforscher Jacob Grimm stammt die folgende Aussage: „Je weiter ich in diesem Studium fortgehe, desto klärer wird mir der Grundsatz: daß kein einziges Wort oder Wörtchen bloß eine Ableitung haben, im Gegenteil jedes hat eine unendliche und unerschöpfliche. Alle Wörter scheinen mir gespaltene und sich spaltende Strahlen eines wunderbaren Ursprungs, daher die Etymologie nichts tun kann, als einzelne Leitungen, Richtungen und Ketten aufzufinden und nachzuweisen, soviel sie vermag. Fertig wird das Wort nicht damit.
Jacob Grimm (1785-1863) deutscher Jurist, Sprach- und Literaturwissenschaftler, Begründer der deutschen Philologie und Altertumswissenschaft an Friedrich Carl von Savigny (1779-1861) deutscher Rechtsgelehrter, Mitglied des Preußischen Staats- rats, Staatsminister für Gesetzesrevision (18421848), 20. April 1815, zitiert in: Wörterbuchnetz
Jacob und Wilhelm Grimm arbeiteten über 20 Jahre lang am Deutschen Wörterbuch. Es gilt als Meilenstein der deutschen Sprachwissenschaft und zeigt: Mit ihren Forschungen legen die Brüder Grimm den Grundstein für die moderne Germanistik, doch immer nah des Ursprungs.
Eure Kommentare zum Beitrag:
Sehr interessant. Ja Landmann behauptete, alle Sprachen entstammen der Urdeutschen Sprache. Und jemand, der der Urdeutschen Sprache mächtig sei, sich mit einem Stammesältesten oder Priester der Maya unterhalten könne. Es gibt auch Videos von ihm. Mario Prass ist da auch sehr interessant. Er erklärt, wie alles von der deutschen Sprache abgewandelt wurde. Spricht auch von Jesus, dem Essener, der eben wohl aus dem heutigen Essen stammen sollte, der Ölberg ist hier in Deutschland sowie auch Magdalla. Alles sehr sehr interessant.
Hab 3 Jahre Thai an d FRA UNI gelernt und dabei festgestellt dass unsere Sprache ganz viel aus dem Sanskrit hat. Durch meinen Schicht Dienst hab ichs aufgegeben, es war sehr anstrengend.
