Zum Gedenken an Theodor Körner. Todestag, der 26. August 1813.

Die kurze Heldenlaufbahn Theodor Körners vom 21. März, wo er bei den Jägern zu Fuß in Zobten eintrat, bis zum 26. August 1813, wo eine feindliche Kugel auf der Straße zwischen Schwerin und Gadebusch ihn mitten ins Herz traf, lebt in seinen Gedichten und Liedern, die sein Vater unter dem Titel „Leyer und Schwert“ Anfang 1914 veröffentlichte, noch heute fort.
Bei den Kämpfen nahe Gadebusch fand im August 1813 Theodor Körner mit nur 22 Jahren den Soldatentod. Im Wald von Rosenow. Bestattet wurde er im Dorf Wöbbelin. Das Grabmal schmücken symbolisch – Leier und Schwert. Mehrere Denkmäler erinnern an die Schlacht und an den Tod Theodor Körner. Am Ortsausgang von Lützow wurde 1850 ein fünf Meter hoher Granit-Obelisk aufgestellt. Weitere Gedenksteine mit dem Poträt und den Todesdaten des Dichters befinden sich am Rosenberg.



Theodor Körners Gedicht: „Lützows wilde, verwegene Jagd“ wurde von Carl Maria von Weber vertont.
Das Gedicht „Lützows wilde Jagd“ stammt aus der Feder von Theodor Körner.
Was glänzt dort vom Walde im Sonnenschein?
Hör’s näher und näher brausen.
Es zieht sich herunter in düsteren Reih’n,
Und gellende Hörner schallen darein
Und erfüllen die Seele mit Grausen.
Und wenn ihr die schwarzen Gesellen fragt:
Das ist Lützows wilde, verwegene Jagd.
Was zieht dort rasch durch den finstern Wald
Und streift von Bergen zu Bergen?
Es legt sich in nächtlichen Hinterhalt;
Das Hurra jauchzt und die Büchse knallt;
Es fallen die fränkischen Schergen.
Und wenn ihr die schwarzen Jäger fragt:
Das ist Lützows wilde, verwegene Jagd.
Wo die Reben dort glühen, dort braust der Rhein,
Der Wütrich geborgen sich meinte;
Da naht es schnell mit Gewitterschein
Und wirft sich mit rüst’gen Armen hinein
Und springt ans Ufer der Feinde.
Und wenn ihr die schwarzen Schwimmer fragt:
Das ist Lützows wilde, verwegene Jagd.
Was braust dort im Tale die laute Schlacht,
Was schlagen die Schwerter zusammen?
Wildherzige Reiter schlagen die Schlacht,
Und der Funke der Freiheit ist glühend erwacht
Und lodert in blutigen Flammen.
Und wenn ihr die schwarzen Reiter fragt:
Das ist Lützows wilde, verwegene Jagd.
Wer scheidet dort röchelnd vom Sonnenlicht,
Unter winselnde Feinde gebettet?
Es zuckt der Tod auf dem Angesicht;
Doch die wackern Herzen erzittern nicht.
Das Vaterland ist ja gerettet.
Und wenn ihr die schwarzen Gefall’nen fragt:
Das war Lützows wilde, verwegene Jagd.
Die wilde Jagd und die deutsche Jagd
Auf Henkersblut und Tyrannen!
Drum, die ihr uns liebt, nicht geweint und geklagt!
Das Land ist ja frei, und der Morgen tagt,
Wenn wir’s auch nur sterbend gewannen.
Und von Enkeln zu Enkeln sei’s nachgesagt:
Das war Lützows wilde, verwegene Jagd.








