Ganz gleich, welchen aktuellen Themen, Ereignissen, aber auch historischen Vorgängen wir täglich begegnen, sie führen uns zumeist in ein Gegeneinander, statt in ein Miteinander. Die Kluft zwischen den Völkern dieser Erde ist dermaßen groß, dass die Erkenntnis darüber mit großem Schrecken einhergeht.

Wie desorientiert die Menschen in diesem Netz herumirren, zeigen die unzähligen Beiträge auf social media, die immer und immer wieder ein,- und dasselbe Thema aufgreifen, aber nie den Kern der Sache benennen. Ist es Unwissen, um die eigene Unsicherheit zu übertünchen, möchte man sich mit Halbwissen rühmen, oder ist es gar so gewollt, um andere in die Irre zu führen, und damit ein Gegeneinander aufrechtzuerhalten?
Meine persönlichen Erfahrungen lehrten mich (bis hierhin,) dass insbesondere die Menschen, die eher schweigsam sind, eher unscheinbar in ihrem stillen Kämmerlein agieren, mehr Wahrhaftes zu berichten wissen, als man vielleicht anzunehmen vermag.
Sie prahlen nicht, sie bekehren und belehren nicht. Diesen Menschen höre ich gern zu. Bei ihnen kann ich noch viel lernen.
Allerdings gibt es von dieser Sorte Mensch nur wenige, viel zu wenige.
Gestern Abend nun haben wir den dritten und letzten Teil von „Herr der Ringe“ geschaut.
Eine Szene bleibt stets präsent: Es ist die Stelle, an der Frodo seinen treuen Gefährten Samweis wegschickt. Was war geschehen? Die Drei (Frodo, Samweis und Gollum) harrten auf ihrem Weg nach Mordor auf einem Felsen aus. Frodo und Sam waren erschöpft und sie machten Rast. Gollum wartete bis Frodo und Samweis eingeschlafen waren. Dann machte er sich an den Ranzen von Sam und stahl daraus das wertvolle Lembas-Brot. Bevor er das Brot von den Klippen warf, ließ er einige Krümel vom Brot auf Sam`s Jacke rieseln und bezichtigte ihn daraufhin vor Frodo als den Täter, der das Brot gestohlen und aufgegessen hätte. (Sam entdeckt später auf einem Stein das von Gollum gestohlene Brot).
Diese Szene spiegelt wider, was uns täglich widerfährt, herbeigeführt durch eine unsichtbare Kraft, die mehr Macht hat, als wir uns überhaupt vorstellen können.
Unser Handeln stärkt ihre Macht oder schwächt sie, je nachdem. Jeder Post, jeder Beitrag, jedes Wort, jeder Aufruf sollte gut überlegt sein. Wer achtsam wählt, kann bereits im Vorfeld erwägen, welche Emotionen geweckt, und welche Reaktionen daraus resultieren werden.
Wir sind es, die es in der Hand haben. Doch jeder Griff zur falschen Waffe ist ein verhängnisvoller Griff. Wählt, aber wählt weise“. Achtet vor allem auf eure Worte!
Nur ein Beispiel: Völlig unreflektiert und uneingeschränkt fremden Personen zu huldigen und es dann öffentlich zu machen, verhält sich ähnlich wie: „Möglicherweise tappe ich in die Falle, aber egal, ich nehme gleich noch andere mit.“
Horaz sagte einst:“ Untersuche, ob auch das wahr ist, was du hörst! Kein Zeuge ist besser als die eigenen Augen.“
Zu einer solchen Untersuchung gehört allerdings mehr als ein aus Telegram kopierter Beitrag oder ein „Weitererzählen von ungeprüften Nachrichten. Der wohl beste Fall wäre: „Ich habe es mit eigenen Augen gesehen“.
Unzählige Beiträge habe ich schon über diese für uns „unsichtbaren Mächtigen“ verfasst. (So wie viele andere auch). Man muss das Prozedere aber auch nicht hoch und runterbeten. Meine Erfahrung: Wer etwas wirklich GENAUER wissen will, der wird es erfahren, denn er wird eifrig danach suchen.
An ihren Früchten werdet ihr sie erkennen. Sammelt man etwa Trauben von Dornen oder Feigen von Disteln?“
Sie kämpfen mit unlauteren Mitteln. Tun wir es ihnen nicht gleich. Sie benehmen sich als offene Feinde, obwohl sie nie den Schein davon haben wollen, stiften Empörung, Meuterei, Revolution und Bürgerkrieg und heiligen die scheußlichsten Verbrechen. Es ist wie bei Spionen, sie schleichen sich in die gegnerischen Geheimdienste ein, und gewöhnen sich daran, wie der Gegner zu denken; wenn sie überleben, so weil es ihnen gelungen ist, sich dem Gegner total anzupassen; kein Wunder also, dass sie nach einer Weile zur anderen Seite überlaufen, die nun ihre Seite geworden ist.
Die Völker, die einst verbunden, und in ihren Stämmen ihre Kulturen zu pflegen wussten (lang ist es her), sind zu Feinden gemacht worden. Gezielt. Und um den Unfrieden aufrechtzuerhalten, werden Tag für Tag neue Lügen gestreut, damit sich die Menschen aus dem gemeinen Volk immer und immer wieder an die Gurgel gehen.
Ja, das ist zum Verzweifeln.