Archäologen entdecken die Überreste eines deutschen Soldaten aus dem Zweiten Weltkrieg – nach über 80 Jahren im Moor verborgen.

Ein deutscher Soldat, der für sein Land kämpfte.

Möge er nun an einem anderen Ort in Frieden ruhen. Vielleicht gibt es Angehörige.

Mein Großvater und mein Onkel wurden 1950 für tot erklärt. Sie sind nie wieder aus diesem Krieg zurückgekehrt.

Was man über den toten Soldaten aus dem Moor weiß:

Nach ersten Untersuchungen soll der Mann etwa 20 bis 25 Jahre alt gewesen sein, vermutlich ein Anhänger der Wehrmacht, der während der schweren Rückzugskämpfe im Jahr 1944 gefallen war. Damals zog sich die deutsche Armee unter großem Druck der Roten Armee aus den baltischen Gebieten zurück. Viele Soldaten blieben vermisst – in den Wäldern, Mooren und Feldern Lettlands liegen bis heute Tausende von Gefallenen, deren Schicksal ungeklärt ist.

„Im Sommer 2024 machten lettische Archäologen und Freiwillige der Kriegsgräberorganisation einen außergewöhnlichen Fund in der Nähe der Stadt Daugavpils im Osten Lettlands. Während routinemäßiger Sucharbeiten im Moorgebiet stießen sie auf die erstaunlich gut erhaltenen Überreste eines deutschen Soldaten aus dem Zweiten Weltkrieg.

Das feuchte und sauerstoffarme Milieu des Moores hatte den Körper, die Uniformreste und sogar Teile der persönlichen Ausrüstung erstaunlich gut konserviert. Neben den Gebeinen fanden die Forscher einen Stahlhelm, Teile eines Mantels, Patronenhülsen und eine Erkennungsmarke – der wohl wichtigste Fund, um die Identität des Soldaten zu bestimmen.

Neben der Erkennungsmarke wurden auch eine Uhr, ein Taschenmesser, ein paar Münzen und Reste eines Feldbriefes gefunden – stark beschädigt, aber noch lesbar genug, um Hinweise auf seine Einheit zu geben. Diese Funde sollen nun konserviert und von Historikern des Lettischen Militärmuseums ausgewertet werden.

Die Bergung wurde mit größtem Respekt durchgeführt. Nach Abschluss der Untersuchungen wird der Soldat auf einem deutschen Soldatenfriedhof in Lettland beigesetzt – gemeinsam mit anderen Kameraden, deren Überreste in den letzten Jahren entdeckt wurden.

Das sind diese Momente, in dem Vergangenheit und Gegenwart sich berühren. Es erinnert uns daran, dass Geschichte nicht nur in Büchern existiert, sondern im Boden unter unseren Füßen weiterlebt.

Archäologin Ilze Krastina, die an der Bergung beteiligt war, beschrieb den Moment als „tief bewegend und still“. Sie sagte:

„Man spürt die Geschichte hier buchstäblich unter den Händen . Nach achtzig Jahren blicken wir in ein menschliches Schicksal, das vergessen schien – ein Soldat, der nie nach Hause zurückkehrte.

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Denken wir auch an die Rheinwiesenlager, wo mehr als 800 000 deutsche Soldaten unter unmenschlichsten Bedingungen eingepfercht waren und einen qualvollen Tod erleiden mussten.

Sie alle bleiben unvergessen!


2 Antworten zu “Archäologen entdecken die Überreste eines deutschen Soldaten aus dem Zweiten Weltkrieg – nach über 80 Jahren im Moor verborgen.”

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