Der 16. November wurde auserkoren, um der gefallen Soldaten in den vergangenen Kriegen zu gedenken. Das ist eine wirklich gute Sache und wohl mit das Wenigste, was wir tun können, um unseren Vorfahren eine ehrendes Gedenken zu bewahren.

„Das Volk ist nicht edel, das seine Toten nicht ehrt.“
So wusste es einst Adolf Friedrich von Schack (1815 – 1894) zu sagen.
Doch sollten wir aufmerksam, insbesondere bei den Gedenkstunden, betreut von „offizieller“ Seite, hinhören, was dazu überhaupt vermittelt wird. Schließlich sind wir mittlerweile bei der Generation angelangt, deren Groß,- und Urgroßeltern aus dieser Zeit nicht mehr leben. Nur noch wenige wissen zu berichten, wie es sich tatsächlich zugetragen hat. Die Zeiten haben sich geändert. Wenn heute die Kinder als Soldaten geworben werden, ziehen sie nicht etwa in einen Krieg, um etwas Gutes zu verteidigen. Nicht, das wir uns falsch verstehen. Kriege sind etwas ,die keiner braucht. Sie sollten einfach nicht ausgetragen werden.
Wenn das nur so einfach wäre. Denn es gab sie immer, und es wird sie wohl immer geben, diese Gruppe von „Menschen“ , denen Kriege zum eigenen Vorteil dienlich sind.
Doch dürfen wir Folgendes nicht vergessen. Es gab Zeiten, da hatten die Menschen wirklich etwas zu verlieren und zu verteidigen. Schaut man sich allerdings heute in den europäischen Ländern um, darf man sich durchaus die Frage stellen, für Was und für Wen sollen die jungen Menschen eigentlich in den Krieg ziehen? Für ein fremdbestimmtes Land, indem alles unternommen wird, um die Menschen fern ihrer Ursprünge in eine digitale Welt zu manövrieren, während Altbewährtes und Naturgegebenes mutwillig vernichtet wird?
Wie die angeblich „alles verändernden“ Revolutionen wurden auch Kriege stets herbeigeführt. Das ist wichtig zu wissen, um uns das Vorgehen vor Augen zu führen. Keine Mutter sollte mehr um ihre Söhne weinen und trauern müssen. Nicht für die Interessen eines Syndikats.

Machen wir uns den Umgang bewusst, wie aus den uns bekannten „Kreisen“ mit den Menschen umgegangen wird, die für ihr Vaterland alles, wirklich alles gegeben haben. Für ihr Land, für ihre Familien für all das unter großer Mühe Geschaffene. Niemand aus diesen Reihen hat geschrien, wir wollen Krieg, aber nachdem er von anderen angezettelt war, wussten sie all das zu verteidigen.

Immer und immer wieder erleben wir es. Nahezu sämtliche (ehemalige) Gedenkstätten für unsere Deutschen werden „uminterpretiert“, Todeszahlen herunterkorrigiert, mit der Absicht diese Gedenken an unsere deutschen Soldaten auszulöschen.
Kennzeichnend für den Umgang mit den „Eigenen“, also mit dem Elend und dem Leid des eigenen Volkes, und damit ernüchternd aufschlussreich, war unser Besuch (im vergangenen Jahr) zum Volkstrauertag am Denkmal für die Kriegsgefangenen der Rheinwiesenlager in Wesel Büderich. Diese Gedenkstätte liegt nur wenige Kilometer von unserem Wohnort entfernt. Kein Hinweisschild, keine Wegbeschreibung dorthin, nirgendwo ein Vermerk, keine Nachrichten von den regionalen Sendern, oder gar Aufrufe zu Gedenkfeiern, Nichts! Einfach nichts!




Wir haben zwei Bündel mit Zweigen vom Lebensbäumchen mit einer Schleife versehen und am Denkmal niedergelegt. Niemand war hier. Lediglich eine Kerze entdeckten wir in einer Ecke dieser Gedenkstätte, um die sich offensichtlich keiner schert. Es ist wieder einmal bezeichnend wie sehr man doch bemüht ist, die Geschichte unseres Volkes in Vergessenheit geraten zu lassen.
Das etwa 90 ha große Lager befand sich auf dem Meerfeld am Rande Büderichs. Umgeben war es von Stacheldraht. Ungeschützt mussten rund 80.000 Kriegsgefangene auf blankem Acker leben, bis das Lager am 15. Juni 1945 aufgelöst wurde und die Gefangenen in einem Marsch ins Lager Rheinberg (12 Kilometer weiter nördlich) verlegt wurden. In diesem nördlichsten Lager der Rheinwiesen ging es dann noch schrecklicher zu. Die Tortur dort hat kaum jemand überlebt.

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Um uns die „Taten“ noch einmal in Erinnerungen zu rufen, füge ich entsprechende, bereits verfasste Beiträge aus dem letzten Jahr hinzu… Wie gewohnt, findet ihr sie im Kommentar.
