
Koloniale Ausbeutung, Sklaverei, Zensur, Totalitarismus und Rassismus schöpfen aus denselben trüben, dämonischen Quellen. Auch eine Medizin, die den menschlichen Organismus lediglich als eine Maschine auffasst, die gewartet, repariert und gut geschmiert werden muss und dabei das angeborene Selbstheilungsvermögen (vis medicatrix naturae) des lebenden Körpers verleugnet, ist titanisch verblendet. Keine Maschine ist, wenn sie kaputt ist, fähig, sich selber zu heilen, keine hat ein Immunsystem.
Titanisch ist der Plan eines milliardenschweren „Philanthropen“ , die Sonne mittels in die Atmosphäre gebrachter chemischer Partikel zu verdunkeln, um das „Klima“ zu retten. (SRM =Solar Radiation Management). Hat man da die Pflanzen gefragt?
Dämonisch ist auch die Waffenindustrie, die von kriegerischen Auseinandersetzungen profitiert und Völkerhass schürt und deren Propaganda in dem Feind „Untermenschen“, Verbrecher, Bestien und Kriminelle sieht, die zur Strecke gebracht werden müssen.
„Echte“ (nicht herbeigeführte) Konflikte wurden im Lauf der Geschichte teilweise ritualisiert, um die negativen Folgen zu minimieren. Jede Konfliktpartei schickte ihre besten Kämpfer – bei den Kelten etwa zur Mittagsstunde (high noon) an einem heiligen Platz – zum Austragen des Duells; Das Ergebnis galt als „Gottesurteil“.
Noch in der Barockzeit grüßten die gegnerischen Offiziere einander und erwiesen einander die Ehre, vor wie auch nach dem Gefecht.
Gegenwärtig scheinen wir es mit Zauberlehrlingen zu tun zu haben, von denen Goethe in der Ballade „Der Zauberlehrling“ spricht. Da weder Güte noch Liebe zur Schöpfung und Wahrheit sie leiten, tragen sie zur Chaotisierung und zum Leid bei. Dazu kann man nur noch den alten, weisen Laotse (Tao Te King, S.29) zu Wort kommen lassen.
„Die Welt ist heilig
Man kann sie nicht verbessern.
Willst du sie manipulieren,
dann wirst du sie zugrunde richten;
behandelst du sie wie einen Gegenstand,
dann wirst du sie verlieren.“
Götter fördern das Leben – Dämonen hassen es.
Goethe lässt den Teufel MEPHISTOPHELES sagen (aus Goethe Faust „im Studienzimmer): )
„Und freilich ist nicht viel damit getan.
Was sich dem Nichts entgegenstellt,
Das Etwas, diese plumpe Welt
So viel als ich schon unternommen
Ich wußte nicht ihr beizukommen
Mit Wellen, Stürmen, Schütteln, Brand-
Geruhig bleibt am Ende Meer und Land!
Und dem verdammten Zeug, der Tier- und Menschenbrut,
Dem ist nun gar nichts anzuhaben:
Wie viele hab ich schon begraben!
Und immer zirkuliert ein neues, frisches Blut.
So geht es fort, man möchte rasend werden!
Der Luft, dem Wasser wie der Erden
Entwinden tausend Keime sich,
Im Trocknen, Feuchten, Warmen, Kalten!
Hätt ich mir nicht die Flamme vorbehalten,
Ich hätte nichts Aparts für mich.“
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(übernommen aus der „Tanz der Täuschung“ von Wolf Dieter Storl )