Grönland gehört den Grönländern!

… So lautet ein „Slogan“, der medial gerade „die Runde“ macht.

In der Tat, doch wer sind diese Grönländer, die hier gemeint sind? Ist es das Volk der Inuiten (Kalaallit/Inuit), die einst Grönland besiedelten oder sind es Dänen, die sich dieses Land später aneigneten?

Es geht jetzt hier weniger darum, dass die (eigens dafür eingesetzten) Unruhestifter der USA mal wieder auf dem Weg zu neuen Untaten sind > in Bezug auf Grönland…, nein, hier geht es, wie in so vielen meiner Beiträge um den Ursprung, um das, was uns über diese Länder und ihre Vergangenheit verschwiegen wird. Vielleicht, um so keine Zusammenhänge zu den zahlreichen Verbrechen, die mit der weltweiten Ausrottung von Völkern einhergehen, herstellen zu können.

In der Sache „Dänemark“ schauen wir doch einmal genauer hin.

Entscheidend ist die politische Ausrichtung, über die solche Sprüche wie „Grönland gehört den Grönländern“ auf den Weg gebracht werden.

Wo wir dann wieder bei dem Thema wären: Was sind Sinn und Zweck von Parteien? Nun bei genauer Betrachtung bestehen da keine Zweifel: Sie sind nichts weiter als Initiatoren, Zuträger, Mittelsmänner und Wegbereiter der Verwalter. Es gibt kein Land auf dieser Welt, dass nicht zwangsverwaltet wird.

Die Aussage „Grönland gehört den Grönländern“ stammt aus den Reihen der Partei „Demokraatit“.

Die Demokraatit verstehen sich als sozialliberale Partei, die sich historisch ebenso wie die Atassut für den Erhalt der Rigsfællesskabet einsetzt.

In dem Fall unterstützen sie die internationalen Verbindungen Grönlands und sehen den Austritt Grönlands aus der Europäischen Union als wirtschaftlichen Nachteil für das Land. Sie befürworten die Mitgliedschaft Grönlands über Dänemark in der NATO und damit auch die militärische Präsenz der USA auf der Thule Air Base.

Es geht und ging nie um das Volk selbst, es geht immer nur um Versklavung, Macht und Profit.

Gestern las ich einen sehr interessanten Beitrag, verfasst von M. Markert. Sein Text war mir Inspiration genug für diesen Beitrag.

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So schreibt er:

„Dänemark hat eine dunkle Vergangenheit in Grönland, eine Vergangenheit, über die man lieber nicht sprechen würde: Kindesentführung, Zwangssterilisation, Zwangsarbeit und Ausbeutung. Dänemarks Besitz von Grönland, dessen tatsächlicher Name Kalaallit Nunaat ist, begann als Mission zur Rückgewinnung von Land von „verlorenen“ Nordmannen, entwickelte sich aber zu Jahrhunderten systematischer kultureller Auslöschung und wirtschaftlicher Ausbeutung der indigenen Inuit.

Im Jahr 1721 kam der dänische Missionar Hans Egede, um nordische Nachkommen vor dem Heidentum zu „retten“. Da er nur Inuit fand, zwang er sie stattdessen zum Luthertum und verurteilte traditionelle Schamanen und Rituale. Dänemark errichtete daraufhin 1776 ein staatliches Handelsmonopol und behandelte die Insel als profitables Zentrum für Walfett und Mineralien, während die einheimischen Inuit isoliert und abhängig blieben.“

1953 annektierte Dänemark Grönland offiziell als „Land“, um den Dekolonisierungsanforderungen der UN zu entgehen, was zu einer Phase brutaler sozialer Ingenieurskunst führte. In dieser Zeit gab es auch das finstere „Little Danes“-Experiment, bei dem der Staat Inuit-Kinder entführte und nach Dänemark brachte, um sie zu einer dänischsprachigen Elite zu formen, was lebenslange Traumata verursachte.

Zwischen 1966 und 1970 verletzten die dänischen Behörden die Rechte der Indigenen weiter, indem sie heimlich über 4.500 Inuit-Frauen und -mädchen, einige erst 12 Jahre alt, mit einer Spirale unterbrachten, ohne Einwilligung, um die Bevölkerung einzudämmen.

Bis heute bleibt Grönland ein Territorium unter der „dänischen Krone“.

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Das Vorgehen der Dänen unterscheidet sich kaum bis gar nicht vom Tun anderer auf den Thron Befohlener.

Den Sprachstämmen folgend, sind wir den nordischen Völkern sehr nah, wenn da nur nicht diese Missionen gewesen wären. Über das Aufstacheln kam es zur Spaltung, über das Vereinheitlichen der Stämme und Länder zur Kontrolle, und darüber zur Versklavung. Wenn man mal nachliest, was den Überlieferungen zur Folge, den Menschen alles versprochen wurde, wird so manches deutlich: Erst hat man alles ins Chaos gestürzt, sie verarmt und dann mit angeblich rettenden Maßnahmen gelockt. Nun, dazu reicht der Blick zu den indigenen Völkern Amerikas

Dänemark hat viele dunkle Seiten.., bis heute streiten die Dänen noch darüber, ob sie in dem Fall der Internierungslager 1945, wo vor allem deutsche Kinder qualvoll zu Tode kamen, unmenschlich gehandelt haben. Davon spricht nur keiner. Über diese Geschichte gelangte ich dann zu den Ursprüngen. Was über diese unsäglichen Missionen für Unheil über die indigenen Völker hereingebrochen ist, lässt sich kaum in Worte fassen. Eine Studie aus dem Jahr 2019 ergab, dass Inuit-Schüler in Dänemark fast doppelt so häufig die Schule abbrachen wie ethnische Dänen. Dies ist hauptsächlich auf kulturelle Isolation, Sprachbarrieren und Lehrpläne zurückzuführen, die die grönländische Geschichte und Traditionen vernachlässigen oder falsch darstellen ( nachzulesen bei Calí Tzay, 2023).

Dänemarks Beziehung zu Grönland wurzelt in einer langen Geschichte kolonialer Kontrolle, kultureller Dominanz und Zwangsassimilationsversuchen. Man könnte Bände darüber schreiben.

Die Ausrottung der indigenen Völker, geführt von „Missionaren“ (Jesuiten) erfolgte weltweit. Nichts ist mehr wie es einmal wa(h)r. Doch die Menschen lassen sich nicht vollständig entwurzeln.

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Wir leben in Zeiten, in denen einer über Jahrhunderte währender Betrug für so MANCHEN sichtbar wird – doch längst nicht für alle. Einige Menschen stellen Fragen, die sie vor etwa fünf Jahren noch nicht gestellt hätten. Das ist gut so. Dabei wird sich der Wissbegierige auf seiner Suche nach der Wahrheit immer wieder auf Glatteis begeben, dort ausrutschen und feststellen: „Falsch gedacht“! Die Suche beginnt erneut. Es ist so ein bisschen wie „Forschung“. Also forschen wir, nähren uns an Impulsen und bringen diese mit Verstand in einen möglichen Zusammenhang.

Zweifel führen meist zur Erkenntnis. Und darüber darf man auch gerne mal falsch liegen. Niemand von uns hat die Weisheit mit Löffeln gefressen und Wissen gepachtet. Also bewahre ich zunächst mein bescheidenes Wissen und tue es dann kund, wenn es sich sicher verankern lässt. Alles andere birgt Unsicherheiten, und ist ein Ruf in den blauen Dunst hinein.

„Glaube nicht alles, was du hörst.

sag nicht alles, was du weißt;

gib nicht alles, was du hast,

verlange nicht alles, was du siehst.“ (Machiavelli)

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Calí Tzay ist der UN-Sonderberichterstatter für die Rechte indigener Völker, der im Februar 2023 Dänemark und Grönland besuchte, um die Situation der indigenen Bevölkerung (Kalaallit/Inuit) zu untersuchen, insbesondere im Hinblick auf Selbstverwaltung, Justiz und historische Ungerechtigkeiten wie Zwangssterilisationen, wobei er die Notwendigkeit einer umfassenden Aufarbeitung der kolonialen Vergangenheit betonte

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Unabhängig von alldem hänge ich noch zweite Beiträge als Kommentar dran…, einmal die Vorgänge zur Antarktis (allgemein) betreffend und zu den Vorgängen der Dänen um 1945.

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Beitragsbilder: Fotos stammen von Pixabay / Text aus Meyers Konversationslexikon (1896)


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