Deutschland? Aber wo liegt es? Ich weiß das Land nicht zu finden. 

Wo das Gelehrte beginnt, hört das Politische auf.
(Goethe 1796)

„Die Hölle ist leer und alle Teufel sind hier“ – Von der „alten Welt“, von Deutschland, dem Deutschen Reich, den Deutschen … (und vom Silber)

Bevor ich nun zu dem eigentlichen Beitrag komme, hier zunächst ein kurzer Streifzug durch unsere drei deutschen Reiche, vor allem der Spur des Geldes folgend.

Eines sollten wir uns, wenn wir Beiträge dieser Art lesen, bewusst machen: Die Deutschen wurden schon in der Endzeit des alten Reiches gewaltig über den Tisch gezogen. Nach dem Verlöschen des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation mussten sie Jahrzehntelang für die Schulden der größenwahnsinnigen Fürsten aufkommen.

In Bezug auf eine geführte Diskussion unter einem meiner Beiträge, wurde ich gefragt, wie ich denn darauf käme, dass das Zweite Kaiserreich kontrolliert gewesen sein soll, und von wem?
Natürlich verstehe ich, dass man es so nicht wahrhaben möchte. Denn es war ja auch irgendwie eine glanzvolle Zeit. Aber wie das eben so ist, Glanz und Elend liegen oft dich beieinander. Und oft trügt der Schein.

Tatsächlich nahm die Besetzung der deutschen Länder mit der Gründung des Norddeutschen Bundes ihren Anfang, und nicht erst nach den Weltkriegen. Die Deutschen haben damals weder einem Bund zugestimmt noch einem Kaiserreich. Die grundlegende Frage sollte doch sein: Wurde die Staatsform vom Volk bestätigt oder nicht? Nein! Das wurde es zu keiner Zeit. Dahingehend handelt es sich um aufgedrückte „rechtliche Konstrukte“. Im Grunde wurden die Deutschen mit der Drohung des eigenen Unterganges davon abgehalten, sich weiter zu widersetzen. Ihnen wurde weisgemacht, dass sie ohne Bund von europäischen Großmächten überrannt und übernommen werden.

Aber was war der Grund dafür? Die Oppenheimers, Mendelsons, Rothschilds und andere hatten Angst, dass die Unmengen an Krediten, die den deutschen größenwahnsinnigen Fürsten im alten Reich vergeben wurden, flöten gehen. Nahezu jeder Fürst im alten Reich war Bankrott und hoch verschuldet. Es ging um Geld! Die Bürde sämtliche Schulden derer zu beglichen wurde dem Volk auferlegt. Sie mussten für die Schulden dieser Fürsten aufkommen.

Die uns bekannten Konstrukte (beginnend mit dem Zweiten Reich) wurden aufgebaut, um Schuldner zu erschaffen, denen man „rechtlich“ an den „Kragen“ gehen konnte – greifbar. Damals waren es die Fürsten, danach war es das deutsche Volk.

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Der Norddeutsche Bund (1867–1871) entstand ohne eine gesamtdeutsche Volksabstimmung, sondern durch Bündnisverträge nach dem preußischen Sieg über Österreich 1866, der den Deutschen Bund auflöste und Österreich aus deutschen Angelegenheiten verdrängte. Er wurde als Staatenbund unter preußischer Führung mit einer eigenen Verfassung und einem gewählten Reichstag (allgemeines, gleiches Männerwahlrecht) gegründet, der die Basis für das spätere Deutsche Kaiserreich bildete, und diente als ein „Vorvertrag“ für eine spätere vollständige deutsche Einheit.

Ein schleichender Prozess, der bereits vor dem endgültigen Zerfall des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation seinen Anfang nahm.

Dazu ein Blick in die Chronik des Bankenwesens, beginnend mit den

Fuggerschen Anleihen von 1488 – fürstliche Privilegien und der Aufstieg der süddeutschen Kaufmannsbankiers

Die Reichsmünzordnung von 1599 – das Scheitern reichseinheitlichen Geldes

Die Errichtung der Hamburger Bank 1619– Wegbereitung einer einheitlichen Währung ind Ausdehnung des bargeldlosen Zahlungsverkehrs

Der Fall Oppenheimer und Gomperz 1697 – Hofjuden und die Finanzierung des deutschen Fürstenstaates im 17. und 18. Jahrhunderts

Die Gründung der königlichen Giro und Lehnbanco 1765 – Preußen im Übergang zur hoheitlich kontrollierten Notenbankpolitik

Gebrüder Bethmann und die österreichische Anleihe von 1778 – Die Inhaberschuldverschreibung revolutioniert den Frankfurter Kapitalmarkt

Das preußische Sparkassenreglement von 1838 – finanzielle Vorsorge in kommunaler Regie

Die Oehringer Privatspar- und Leih-Kasse von 1843 – Der Mittelstand greift zur Selbsthilfe

Die Raiffeisen-Kreditgenossenschaften 1864 – die Expansion des genossenschaftlichen Kredits im 19. Jahrhundert

Die Einführung des Pfandbriefsystems in Bayern 1864 – ein Produkt wird kapitalmarktfähig

Die Gründung der Commerz-und Disconto Bank 1870 – Aktienbanken als Pfeiler des Universalbankensystems

Die Entstehung der Reichsbank 1875 – die erste deutsche Einheitswährung und der Goldstandard

Die Deutsche Bank und die Bagdadbahn seit 1888
Internationale Finanzbeziehungen in der Ära des Imperialismus

Der Ruin des Bankhauses Hirschfeld und Wolff und das Börsengesetz von 1896 – Aktienspekulanten, Betrüger und staatlicher Anlegerschutz

Das Hypothekenbankgesetz von 1899 – Regelung mit Benchmark-Charakter

Der bargeldlose Zahlungsverkehr der Sparkasse 1908 – ein Finanzverbund entsteht

Die große Inflation 1914-1923 und ihre Wirkung auf die Struktur des deutschen Kreditgewerbes

Die Fusion der Elefanten 1929 – Konzentration von Kapital und Macht.

Das 1887 gegründete Finanz-Institut des Vatikans, über dessen Gewinne der jeweilig amtierende Papst bestimmt, verfügte mit der Unterzeichnung der Lateranverträge im Jahr 1929 bekanntermaßen über flüssige Valuta in Höhe von 1.750 Milliarden Lire (ca. 92 Millionen Dollar).

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Ein Blick in die Vergangenheit– das gute alte Silber:
In der Astrologie symbolisiert Silber Reinheit, Weiblichkeit und den Mondzyklus. Silber, der Himmelsstein ist seit jeher als göttlicher Gegenpol zu dunklen Kräften bekannt. Doch die Wesen aus dem Zwielicht arbeiteten Jahrzehnte daran, das Mondmetall schlecht zu reden. So brachten sie die Menschen dazu ihr Silber billig zu verkaufen.

Und mit Blick in die Gegenwart: Dort ersetzte man es dann durch billiges Eisen, verschwendete es in Kriegswerkzeug, versteckte es in elektronischen Schaltkreisen und verbaute es in sogenannten „smarten Geräten“. Über die Zeit vergaßen die Menschen die guten Eigenschafte und Kräfte des Elements Silber. Doch das Silber ist zurück. Denn im Moment gelingt es den dunklen Mächten nicht, den wahren Preis des Silbers zu kontrollieren. Das macht dann doch wieder ein bisschen Hoffnung.

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Quelle zur Banken-Chronik:
„Schlüsselereignisse der deutschen Bankengeschichte“ Franz Steiner Verlag Stuttgart 2013

Beitragsfoto: Pixabay


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