Von ungeistlichen Geistlichen und der Gewalt der „Oberpriester“

… oder, wenn dem mörderischen Wirken keine Grenzen gesetzt sind, und kaum einer davon redet oder gar weiß.

Wer hat’s gewusst? Churchill hatte, als er Premierminister wurde, Schulden in Höhe von – man munkelt – 600.000 Englischen Pfund. Diese Schulden verschwanden über Nacht und er war danach erklärter Deutschenhasser. Das daraus Resultierende ist den meisten von uns bekannt.

Was auch eher selten publiziert wird, im Jahre 1943 ließ Churchill in einer indischen Region die gesamte Weizenernte konfiszieren, was zur Folge hatte, dass ca. 4 Millionen Inder in dieser Region verhungert sind.

Und das geschah bereits Jahre zuvor:

Im Jahre 1897 nahm der junge Kavallerieoffizier Winston CHURCHILL, der spätere britische Premierminister, an einem Feldzug gegen indische Grenzstämme an der afghanischen Grenze teil, die sich anscheinend der britischen Herrschaft nicht beugen wollten. Der Kampf in diesem Hochgebirgsgebiet war wie jeder Partisanenkrieg für die regulären britischen Truppen äußerst schwer, und die Engländer hatten starke Verluste. Wie man dann auf die feine englische Art das Partisanenproblem löste, schilderte CHURCHILL selbst in seinem Buch Weltabenteuer im Dienst und man kann ihm bei dem Berichteten wohl Glauben schenken.

Es heißt dort: »Sir BINDON sandte Befehl, daß wir zunächst im Mamundtal bleiben und es zur Vergeltung (für den Widerstand, H.W.) mit Feuer und Schwert verwüsten sollten. Das taten wir dann auch, allerdings mit aller Vorsicht. So berichtete Churchill über eine Strafexpedition der Engländer im Mamundtal in Indien:

„Wir gingen systematisch vor, von Dorf zu Dorf, zerstörten als Strafmaßnahme die Häuser, warfen die Brunnen zu, legten die Türme um, fällten die großen schattenspendenden Bäume, brannten die Ernten ab und zerstörten die Wasserreservoirs. Das war sehr leicht, solange die Dörfer in der Ebene lagen. Die Bevölkerung hatte sich auf die Berge zurückgezogen und sah grollend der Verwüstung ihrer Heimstätten und ihrer Existenzmittel zu.

Als wir uns aber an die Dörfer in den Bergen machten, leisteten sie wütend Widerstand; und jedes Dorf kostete uns zwei bis drei britische Offiziere und fünfzehn bis zwanzig eingeborene Soldaten. Ob das die Sache wert war, kann ich nicht sagen. Jedenfalls war nach Ablauf von vierzehn Tagen das Tal eine Wüste und unserer Ehre Genüge getan.«

Bald brachten auch Zeitungen Meldungen über die Greueltaten der US- Soldaten auf den Philippinen. Im November 1901 berichtete ein Korrespondent aus Manila für den Philadelphia Ledger..

Der gegenwärtige Krieg ist keine blutlose Operninszenierung; unsere Männer sind unbarmherzig, sie haben Männer, Frauen, Kinder, Gefangene, aktive Aufwiegler und verdächtigte Leute, ab zehn Jahre aufwärts, getötet, der Hintergrund war der Gedanke, daß Filippinos kaum besser waren als Hunde.

Unsere Soldaten haben Salzwasser in Männer gepumpt, um sie zum Reden zu bringen, sie haben Leute gefangen, die sich mit den Händen über den Köpfen friedlich ergeben haben, um sie dann eine Stunde später, ohne auch nur den geringsten Beweis zu haben, daß sie Aufwiegler wären, auf Brücken zu erschießen und sie sodann in das Wasser zu werfen, um diejenigen, die sie finden, abzuschrecken

Das verbrecherische Wirken blickt auf eine lange Geschichte zurück …, denken wir da nur an die Englische Konzentrationslagerpolitik im Burenkrieg (1899):

Während des Burenkrieges wurden mit Billigung des englischen Parlaments Tausende burischer Frauen und Kinder verbannt oder in Konzentrationslager zusammengetrieben. Und dies, nachdem der konventionelle Krieg für die Engländer bereits gewonnen war.

Oder an das Töten der Bisons: General William Tecumseh Sherman wurde zitiert mit seiner Aussage „Es wird klug sein, all jene Sportsmänner aus England und Amerika zu einer großen Büffeljagd einzuladen, um richtig Tabula rasa zu machen. Tausende Jäger strömten in den 70er Jahren des 19. Jahrhunderts in die Great Plains, wobei jeden Tag ca. 5000 Bisons abgeschlachtet wurden. 1875 war die südliche und 1882 die nördliche Bisonherde der USA ausgelöscht.

„Der Bison war alles für die Indianer. Er war ihr Leben. Er war Tag und Nacht. Was sie sahen, rochen, aßen oder anfassten, bestand aus Bison. Er war das Zentrum ihrer Kultur.“

Nun diese Verbrechen werden vielleicht hin und wieder erwähnt, gerügt, und für nicht gut befunden …

doch von den Konsequenzen, welche die Verbrecher zu tragen hätten, davon ist nie die Rede.

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Quelle:

(Vgl. Claus NORDBRUCH, Die Europäischen Freiwilligen im Anglo-Buren krieg 1899-1902, Pretoria 1999, S. 66 f.)

Vgl. RKA 2089, Bl. 48 f., Generalstab an TROTHA, 8. 12. 1904.

Großer Generalstab der Kriegsgeschichtlichen Abteilung I (Hg.), Die Kämpfe der deutschen Truppen in Deutsch-Südwestafrika. Bd. 1: Der Feldzug gegen die Hereros, Berlin 1906, S. 189.


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