Ulrich von Hutten, aus: „Deutschlands Leiden und Hoffnung“ (1521)

„Es ist ein jämmerlich Ding um dieses und dergleichen mehr, das wir Deutschen leiden und tragen. Wann will es doch ein Ende nehmen mit den Bischofsmänteln, den Annaten, Pensionen und der Unzahl der Räubereien? Wann wollen doch die Römer einmal ihren Dingen ein Maß setzen? Ich fürchte, wir Deutschen werdens nicht länger dulden können. Ihr unbilliges Gebahren, wodurch sie uns vergewaltigen, nimmt täglich zu, ihre Geldforderung hat kein Aufhören, keine Art kein Maß.
Ulrich von Hutten, „aus Klage und Ermahnung gegen die Gewalt des Papstes“ ( 1520 )
„Wir wollen es in der Nähe der Heimat halten,
lasst mich nicht allein kämpfen.
Erbarmt euch des Vaterlandes,
ihr tapferen Deutschen, erhebt eure Hände.“
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Hutten, Ulrich von (21.4.1488 Burg Steckelberg bei Schlüchtern, Rhön – 29.8.1523 Insel Ufenau, Zürichsee). Der Humanist, Publizist und Dichter (12.7.1517 Poeta laureatus) gehörte zu den bedeutendsten Anhängern der Reformation aus der dt. Reichsritterschaft.
Bekannt war er wegen seiner gereimten Klag und Vermahnung gegen die unchristliche Gewalt des Papstes und der ungeistlichen Geistlichen.
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