Ein paar Gedanken noch, bevor wir uns einem weiteren Beitrag über den Untergang Dresdens widmen werden:
Es war einmal ein amerikanischer Publizist und Präsidentenberater mit dem Namen Walter Lippmann, der beschrieb es seinerzeit so: »Erst wenn die Kriegspropaganda der Sieger Einzug gefunden hat in den Geschichtsbüchern der Besiegten und von den nachfolgenden Generationen auch geglaubt wird, kann die Umerziehung als wirklich gelungen angesehen werden…“
« Lippmann analysierte in seinem Werk Public Opinion (1922) intensiv, wie Informationen und Propaganda die öffentliche Meinung formen. Er argumentierte, dass Menschen nicht auf die direkte Realität reagieren, sondern auf ein „Pseudo-Environment“ (Scheinwelt), das durch Medien und Propaganda vermittelt wird.
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Weitere Sätze, Zitate, Passagen aus „längst vergangenen Zeiten“, die nachdenklich stimmen:
Es gab da mal eine Sitzung Roosevelts mit dem Joint Chiefs of Staff (Vereinigten Stabschefs). Zugegen war Allen Dulles, Leiter des amerikanischen Geheimdienstbüros in der Schweiz. Mit starken Worten beschwerte er sich 1943 über die Politik der Alliierten. Der Grund für seine Worte war unter anderem auch Roosevelts Aussage:
„Die deutsche Denkweise lässt sich nicht per Dekret, Gesetz oder Befehl verändern… ich bin zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht gewillt zu sagen, dass wir nicht beabsichtigen, die deutsche Nation zu vernichten“.
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Was schließen wir aus solchen Aussagen?
Mittels Propaganda über die Kartelle eines mächtigen Konstrukts wurde ein unendlicher Hass unter den Völkern geschürt. Darüber nahm man ein ganzes Volk in Geiselhaft und verankerte die Kollektivschuld.
Das Ergebnis darüber folgenschwer: Weltweit besitzt kein anderes Volk so wenig Nationalstolz wie das deutsche!
An dieser Stelle greife ich eine berechtigte Fragestellung des Alfred de Zayas in Bezug auf seine völkerrechtlichen Dokumentationen auf:
„Berufsmäßige Historiker werden jetzt wahrscheinlich den Einwand erheben, dass sie dies alles schon gewusst haben. Warum aber, wird sich dann der Leser die Frage gestatten, haben sie nicht darübergeschrieben, wenn sie es wussten?
Warum haben sie die Öffentlichkeit nicht informiert? Warum haben sie nicht versucht die Ereignisse ins richtige Verhältnis zu setzen, indem sie sie mit anderen Kriegen und Massakern in eine Reihe stellten?
Die unmenschliche Behandlung der Deutschen durch die vorgeblich so mitleidswollenen Amerikaner und Briten stellt eine der kuriosen Anomalien des 20./21. Jahrhunderts dar. Dennoch sind sich die wenigsten Menschen bewusst, dass eine solche diskriminierende und menschenunwürdige Behandlung jemals stattgefunden hat.“
Kein Volk ändert in einem halben Jahrhundert dramatisch Wesen und Charakter! (siehe auch Beitrag im Kommentar)

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Walter Lippmann (1889–1974) war einer der einflussreichsten amerikanischen Journalisten, Publizisten und politischen Kommentatoren des 20. Jahrhunderts. Er gilt als Mitbegründer des modernen Journalismus, einflussreicher Medienkritiker und informeller Berater zahlreicher US-Präsidenten.