Weil es immer wieder Thema ist; Hier eine Buchempfehlung –

Der Zweite Weltkrieg hätte vermieden oder erheblich abgekürzt werden können, das beweisen die vielen unternommenen Friedensinitiativen von deutscher, neutraler und internationaler Seite. Doch diese Bemühungen scheiterten am Kriegswillen in London und Washington.

Gescheiterte Friedens-Initiativen : 1939 – 1945

Institut für Deutsche Nachkriegsgeschichte: Veröffentlichungen des Institutes für Deutsche Nachkriegsgeschichte , Bd. 32

Einzelne dieser aufrichtigen Friedensinitiativen wie die verschiedenen Vermittlungsversuche des schwedischen Industriellen Birger Dahlerus zwischen Berlin und London im Sommer 1939 oder der spektakuläre Flug Rudolf Heß‘ am 10. Mai 1941 nach Schottland sind allgemein bekannt. Doch die Fülle anderer gleichgerichteter Bestrebungen ist weithin unbekannt, und es fehlt damit ein wesentlicher Teil der historischen Tatsachen, deren Kenntnis für ein ausgewogenes Urteil über die Kriegsschuld unverzichtbar ist. Das vorliegende Buch schließt diese Lücke. In chronologischer Weise schildert es mit genauen Quellenbelegen die mehr als 50 ernsthaften Versuche, die bis gegen Ende des Krieges unternommen wurden

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Ich hatte schon vor einiger Zeit einen ersten Beitrag (siehe Kommentar) dazu erstellt, bin dann aber bei den ersten 28 Friedens-Versuchen „hängen geblieben“. Die Fortsetzung muss ich bald mal wieder in Angriff nehmen.


Aus den Kommentaren zum Beitrag:

„BIRGER DAHLERUS beschreibt in seinem Buch „Der letzte Versuch“ einen vielsagenden Vorfall:

Er besuchte noch am ersten Kriegstag (1. Sept. 1939) zusammen mit einem englischen Diplomaten den polnischen Botschafter in Berlin, Jozef Lipski.

Dieser war dabei, zu packen, ließ sich aber trotzdem auf ein Gespräch ein. Sein Tenor war zuversichtlich. Denn er war der Meinung, daß schon bald wichtige Funktionsträger des Dritten Reiches gegen Hitler putschen würden, wodurch der Krieg einen für Polen günstigen Verlauf nehmen würde und er, Lipski, bald nach Berlin zurückkehren würde.

Das bestätigt das, was Annelies von Ribbentrop in ihren Büchern – z. B. „Kriegsschuld des Widerstands“ – schreibt, nämlich eben, daß der „Widerstand“, der sich ja nicht außerhalb, sondern innerhalb der Führungseliten von Wehrmacht und Verwaltung/Ministerialbürokratie des Dritten Reiches befand, ein gerüttelt Maß, ja ein ENTSCHEIDENDES Maß an Verantwortung für den Kriegsbeginn trug.

Denn die Auffassung Lipskis beruhte im wesentlichen auf „Informationen“, d.h. VERSPRECHUNGEN, die prominente Mitglieder des „Widerstandes“ in den Jahren 1938-1939 regelmäßig den Briten übermittelt hatten und diese an die Polen weitergegeben hatten. Und bei den agierenden REGIERUNGEN war gerade das Verhalten der polnischen Regierung DIE .n.o.t.w.e.n.d.i.g.e. Voraussetzung für den Kriegsausbruch, und zwar insofern, als Hitler den Krieg ja überhaupt nicht wollte, aber von der polnischen Führung dazu gezwungen wurde, nämlich durch die polnische Mobilmachung und offene Kriegsandrohung (bereits Ende März), durch die Diskriminierung, Enteignung und Mißhandlung der in den polnisch kontrollierten, ehemaligen deutschen Gebieten verbliebenen deutschen Restbevölkerung und nicht zuletzt durch die offene Kriegspropaganda („Marsch auf Berlin“ u.ä.) von regierungsnahen polnischen Organisationen und sogar unter Beteiligung führender polnischer Persönlichkeiten, wie etwa dem Staatspräsidenten – – -„



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