Angesichts der immer wieder aufkeimenden Hassquerelen gegen unser deutsches Volk, und angesichts der unzähligen Verbrechen anderer Völker, die nie geahndet oder jemals zur Rechenschaft gezogen worden sind, ist es mir wichtig aufzuzeigen, wie so mancher Amerikaner die Kriegsführung seines Landes einschätzte und diese auch in Worte fasste. Und das waren nicht wenige, die einen solchen Hass nach außen trugen. Damals schon, nach dem Ersten Weltkrieg, so auch an dem darauf folgenden.

Da muss es mal einen Brief (getränkt in tiefem Hass gegen alles Deutsche) gegeben haben, von einem Mr. Lester G. Ress. Im Jahre 1959 hat sich die Zeitschrift der „Spiegel“ dieses Briefes angenommen. Auf diesen Brief gab es dann unterschiedliche Reaktionen, die als ein „Nachwort“ gebündelt worden sind. In diesem Zusammenhang wurde dann auch der folgende Bericht des Journalisten Edgar L. Jones (aus 1946) erwähnt:
In diesem Nachwort heißt es:
Vielleicht würde es den pathologischen Haß des ehrenwerten Mr. Lester G. Ress auf die Wirtschaftswunderdeutschen ein wenig dämpfen, wenn er sich einmal der Mühe unterzöge, den Bericht seines Landsmanns Edgar L. Jones in der Februar-Nummer 1946 der angesehenen Monatsschrift »The Atlantic Monthly« zu lesen (Jones war den ganzen Krieg hindurch Pressekorrespondent an der Pazifikfront):
„Wir halten uns für edler und anständiger als andere Völker und daher in einer besseren Position, zu entscheiden, was in der Welt richtig und falsch ist. Was für einen glauben Zivilisten ist es, dass wir im Krieg gekämpft haben? … Als Sieger haben wir das Privileg, zu entscheiden.“ Je härter die Kämpfe, desto weniger Raum für Anstand…“
Was für einen Krieg glauben die Zivilisten überhaupt, dass wir geführt haben?“ Wir erschossen Gefangene kaltblütig, zerstörten Krankenhäuser, beschossen Rettungsboote, töteten oder misshandelten feindliche Zivilisten, töteten die Verwundeten des Feindes den Garaus, kämpften die Sterbenden zusammen mit den Toten in einem Loch und kochen im Pazifik das Fleisch von feindlichen Schädeln, um daraus Tischdekorationen für die Liebsten auszuwählen oder ihre Knochen in Brieföffner zu schnitzen. Und haben unsere Phosphorbombenwürfe und unsere Morde an der Zivilbevölkerung mit dem Abwurf von „Atombomben“ auf zwei beinahe unverteidigte Städte gekrönt.“
Und weiter schreibt er:
„Als Sieger haben wir uns das Recht angemaßt, unsere Feinde für ihre Kriegsverbrechen vor Gericht zu ziehen; aber wir sollten Realisten genug sein zu begreifen, dass wir in einem Dutzend Anklagepunkten für schuldig erklärt würden, wen man uns wegen Bruchs der Kriegsgesetze vor Gericht stellte. Wir haben einen ehrlosen Krieg geführt, den die Moral stand im Denken des kämpfenden Soldaten an erster Stelle. Je härter die Schlacht, umso weniger Raum bleibe für edle Regungen. Und im Pazifikkrieg haben wir die Menschheit den düsteren Grad der Bestialität erreichen sehen.
Die Notwendigkeiten des Krieges haben uns oft zu Dingen gezwungen, die man Verbrechen nennt, und in gewissem Grade mag man die Masse tadeln für jene Form des Wahnsinns, die den Krieg hervorgerufen hat. „
» (es handelt sich nur um einen Auszug aus seinem Artikel aus dem Jahr 1946 – die Übersetzung ist etwas holprig)«
——————————————————————————-
Ich denke, schon, dass es wichtig ist zu begreifen, mit wem wir es überhaupt zu tun haben, es ist wichtig zu verstehen, aus welcher Richtung Gefahr droht, und es ist genauso wichtig zu wissen: Dass nie ein Land, sei es Frankreich, England, Polen, Russland oder die USA, für die von ihnen begangenen Verbrechen über die Jahrhunderte hinweg, zur Verantwortung gezogen wurde.
Indes wurden deutsche Soldaten aus Kalkül heraus und oft ohne Beweise zum Tode verurteilt. Bis heute sühnt das deutsche Volk für Taten, die es nie begangen hat. Es ist also auch Unsinn zu erklären,, „ich kann nicht dafür, was mein Vater oder Großvater getan hat“. Denn schlussendlich haben unsere Väter, Großväter und Urgroßväter nichts anderes getan als unser Land verteidigt“ Und unsere Mütter, Großmütter und Urgroßmütter haben das deutsche Land unter widrigsten Bedingungen wieder aufgebaut.
Niemand will einen Krieg, aber vielleicht begreift der eine oder andere erst dann, was und wie es sich wirklich zuträgt und immer schon zugetragen hat. Ich schreibe das ungern, und es obliegt mir auch nicht Prognosen abzugeben, aber mein Gefühl sagt mir, dass sich wohl manchem schon bald die Augen öffnen werden.
————————————————————–
Briefe
NACHWORT
14.04.1959, 13.00 Uhr • aus DER SPIEGEL 16/1959
>> Andere Reaktionen, die ihr über den Link weiter unten aufrufen könnt.<<
„Ich freue mich, daß der SPIEGEL den Mut aufbringt, den Brief des Mr. Ress aus USA abzudrucken! Er hätte – mit seinem tödlichen Haß auf die Deutschen – eine ganze Seite verdient, sagen wir Seite 41 mit der Nato-Anzeige, die sowieso wertlos ist. Die Meinung in diesem Brief ist kein Einzelfall, der Einzelfall ist nur der Abdruck, den man unbeschränkt fortsetzen soll, damit der Deutsche endlich mal sieht, wie und was man über ihn denkt. PETER ERICH MEYER Norderney
—————————————————–
Die herrschende Klasse in den USA ist gegen die Neger, gegen die Juden und gegen die Deutschen. Es ist doch merkwürdig, daß die Deutschen so etwas noch nicht wissen.
Davenport (USA) WALTER J. BIEHL
——————-
Ihre Hoffnungen, Mr. Ress, daß der Tag noch kommen möge, an dem Deutschland und das deutsche Volk vollkommen ausgelöscht werden, scheinen bei der heutigen militärisch-atomaren Entwicklung in der Tat nicht unbegründet zu sein. Da hingegen wir Deutsche mit den Amerikanern an einem Strick hängen, dürfte die Zeit, in der Sie und Ihre Landsleute dieses überleben, kaum noch mit einer Stoppuhr zu messen sein.
Caracas (Venezuela) ULRICH ANGELROTH
