..so lautet eine Schlagzeile der Rheinischen Post des gestrigen Tages.

Achtung langer Text!
Aber es gibt auch einige Aufnahmen vom heutigen Tag, mit denen ich versuche, zu verdeutlichen, was sich vor uns auftut. In die Tiefen vermag ich allerdings nicht zu schauen.
Da war doch was! Am vergangenen Donnerstag machte ich mich mit meinen Mädels auf den Weg in den Xantener Dom. Nicht, um zu beten, aber um zu erfahren, wie es sich mit den Arbeiten im Untergrund gestaltet.
Wir beobachten das Prozedere schon länger, um es genau zu sagen, seit mehr als 5 Jahren. Da wurde man vorsichtig auf die „unteridischen „Arbeiten“ eingestimmt, die Bürgerinitiative warnte die Bürger und klärte weitgehend auf. Damals, 2021, war es noch in der Schwebe, ob die Aktiengesellschaft K&S tatsächlich ihre „Explorationstunnel“ in Umsetzung bringen wird. Heute, im Jahr 2026 ist es sicher, und die Arbeiten schreiten voran. Das Salz wird abgebaut.
Warum allerdings die Stollen in dieser Größenordnung von 6 Meter Höhe und 11 Meter Breite für Erkundungsbohrungen (so nannte man es damals) notwendig sind, erschließt sich mir und auch anderen nicht.
Der eine oder andere wird sich vielleicht noch daran erinnern, dass ich vor etwa drei Jahren mehrere Beiträge dazu verfasst habe, was hier am Niederrhein, aber auch anderswo so vor sich geht. (Schließlich knallt es laut und deutlich aus der Tiefe in unsere Räume, und das immer zur gleichen Zeit. Das heißt, um 6 Uhr, 13.30 Uhr und um 21.30 Uhr, und das seit nunmehr drei Jahren.) Dass „Sprengungen“ seit über drei Jahren immer an der gleichen Stelle stattfinden, finde ich persönlich merkwürdig. Aber was weiß ich schon.
Die Beiträge dazu findet ihr wie gewohnt im Kommentar.
Nun aber zu der Veranstaltung an einem Ort, der ebenfalls betroffen ist.
Am Anfang dieser „Veranstaltung“ war es dann so, dass die Bürger erst einmal in Gottes Namen darauf eingestimmt wurde, wie wir uns zu verhalten haben, und das es unter anderem auch unserer Bequemlichkeit geschuldet sei, dass manches so ist wie es ist. Ich habe nicht wirklich aufmerksam zugehört, denn es wirkte auf mich wie eine der typischen Missionarsreden aus längst vergangenen Zeiten, damit der Bürger seine „Rüge“ empfängt.
Dann gab es erste Wortmeldungen. Eine Dame erklärte, dass es mittlerweile eine Zumutung sei, denn es hört sich an, als wäre unter ihrem Haus Krieg. Neben uns saß ein Ehepaar und berichtete ebenfalls von dieser unerträglichen Geräuschkulisse. Ungeachtet der Tatsache, was das alles nach sich ziehen wird.
Dass sich das Grundwasser durch die stark ausgeprägte Bodensenkung in vielen Nachbargemeinden in den Häusern bereits „breit“ macht, scheint äußerst bedenklich. Aber wenn der Besitzer hier auf Entschädigung hoffen sollte, so wird er wohl enttäuscht werden. Wie es über einige Wortmeldungen leider auch bestätigt wurde.



Ein Landwirt berichtet, dass seine Felder versumpft sind. Er hat persönlich Klage erhoben, denn es verhält sich wie eine Enteignung.

Eine andere Wortmeldung verheißt ebenfalls nichts Gutes: Ich versuche, es mit meinen Worten wiederzugeben: Die Eigentümer wunderten sich schon eine Zeitlang, warum das Fett in der Pfanne immer auf eine Seite zu rutschen pflegte. Also kauften sie eine neue Pfanne. Doch das änderte nichts. Die Vermutung, dass das Haus stark abgesackt ist, bestätigte sich dann auch durch das Gutachten, dass dem Eigentümer viel Geld gekostet hat. Eine Entschädigung bekommt er nicht, weil man wohl davon ausgeht, dass die Ursache mehr als dreißig Jahre zurückliegt. Nun, das Haus steht schief, die Garage zum Teil im Erdboden ..,der Bürger im „Regen“.
Und dann kam noch jemand zu Wort. Allerdings war das dann eine mehr oder weniger geistreiche Empfehlung zum Kauf von Aktien (in Höhe von gerade mal 7,50 Euro des Unternehmens K & S (ehemalig Escon) . Weil man dann ja dem Dachverband angehöre und ein „Stimmrecht“ hätte. Ich befürchte, dieser Empfehlung sind einige gefolgt. Dass man sich im Nachhinein zwar weniger dem Stimmrecht, jedoch der Unterstützung der Aktiengesellschaft gewiss sein darf, das bleibt eine völlig „unbedeutende Nebensache“.
Zum Ende hin, wurde den Bürgern ein sogenannter „worstcase“ per Bild prognostiziert – natürlich mit dem Hinweis, dass man sowas nur ungern zeigt, aber man sollte sich schon Gedanken dazu machen. Natürlich sollte man das, nur wäre es dahingehend von Vorteil, wenn man vielleicht etwas genauer auf die Ursache dieser Entwicklung eingegangen wäre.
Nichts leichter als das: Als Ursache für ein „mögliches Absaufen“ wurde hier der „Klimawandel“ benannt, und auf das „“Eingangsgebet der Veranstaltung“ verwiesen, dass wir Menschen umdenken müssen, um Natur, Industrie und Wirtschaft miteinander verschmelzen zu lassen.
Gegensätzlicher könnte man es kaum ausdrücken, aber, wenn auch aus dem Gefüge gerissen, man hat die „Natur“ erwähnt und das macht etwas mit den Menschen. Denn die Natur müssen wir bewahren. Und hier sind die Bürger aufgerufen, etwas zu tun.
Dabei ist es völlig egal, dass in der Umgebung ein Windpark nach dem nächsten aus dem Boden schießt und damit eine Versiegelung der Bodenfläche einhergeht, oder das die Firma Amprion kilometerlange Erdkabel verlegt, unter anderem auch in den von K&S betroffenen Gebieten /Ortschaften. Davon sprach niemand.









Es tut offensichtlich nichts zur Sache, dass der Bau von Stromtrassen (unterirdische Verlegung von Kabel) mächtige Erdbewegungen in bis zu zwei Meter Tiefe verursachen. Im Zuge dessen wurde gar eine Rheinquerung vorgenommen. Ganz zu schweigen von den Bäumen, die wie Streichhölzer fallen, weil sie im Weg stehen. Der massiven landesweiten Abholzung zufolge, muss man annehmen, dass Holz einen besonderen Stand im klimaneutralen Sektor erfährt. Oder wie sonst darf man sich diese Vorgehensweise erklären?

Die nun aufgeklärten Bürger verließen mit dem Wissen die Veranstaltung, dass es natürlich wichtig ist, sich gegen die Unternehmungen von K&s zur Wehr zu setzen, aber dabei den Klimawandel nicht außer Acht lassen dürfen, denn die Gefahr, dass große Teile des Niederrheins einfach absaufen, ist damit nicht gebannt.
Mein Eindruck: K&S hat zwar den entscheidenden Anteil daran, aber sie werden weiter „buddeln“ und am unterirdischen Projekt festhalten. Die Lineg (linksrheinische Entwässerungsgenossenschaft) hat auch irgendwie keine Idee, wie sich das viele Wasser abpumpen lässt. Und schließlich wäre dann noch der Deichverband, der alles in seiner Macht Stehende tun wird, um den Hochwasserschutz zu gewährleisten. Das kostet allerdings Millionen. Aber nichts Genaues weiß man noch nicht …, oder irgendwie so.
Ja, es gibt eine Bürgerinitiative. Das ist der „Strohhalm“ nach dem die Bürger greifen können. Und ja, sie sind sehr engagiert. Wie so viele andere Bürgerbewegungen und Bürgerinitiativen im Land auch. Wir kennen diese ja im Wirken gegen die unsäglichen Windparkanlagen. Und wir kennen das Ergebnis aus den „Verhandlungen“.
Die Windräder werden gebaut!
Ich weiß nicht, was man davon halten soll, aber ich weiß, dass es um so vielmehr geht, als nur um Salzabbau, um Windenergie, oder um eine sogenannte „Energiewende“, die man dem Bürger über all die Maßnahmen, die sich landes- und europaweit beobachten lassen.
Der aufmerksame Bürger möge sich die „Unternehmungen“ vielleicht näher bringen und über das regionale Geschehen hinausblicken. Der Blick vom eigenen Grundstück auf das des Nachbarn reicht längst nicht mehr aus.
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Die Befürchtungen sind in jedem Fall berechtigt. Auf einen Blick:
- Senkungen des Erdreiches bis zu 3 Metern!
- Schäden an Gebäuden, Schieflage, Risse bis hin zur möglichen Zerstörung der kompletten Bausubstanz,
- Fehlende Neutralität bei der Bewertung der Schäden. Diese erfolgt durch das Bergbauunternehmen selbst. Es gibt bisher noch keine Bereitschaft der Unternehmen, sich der Schlichtungsstelle Bergschaden NRW anzuschließen.
- Schäden an der Infrastruktur: Abwasserkanalbrüche in den Straßen und an den Hausanschlüssen,
- Vernässungen von Kellern und Grundstücken durch Grundwasser
- Deutlich erhöhte Hochwassergefahren – die Abbaugebiete werden zur „BADEWANNE“ ohne Abfluss,
- Bei einer Überschwemmungs-Katastrophe werden durch die Bodensenkung wesentlich größere Gebiete überflutet als bishser, ebenso wird die Schadenshöhe und Gefährdung der Bevölkerung wesentlich erhöht,
- Tag und Nacht, gibt es Sprenggeräusche und leichte Erschütterungen,
- Absenkungsauswirkungen bis zu 200 Jahre sind prognostiziert somit unvermeidbar Langzeitschäden zu erwarten,
- Bei den prognostizierten Absenkungszeiträumen von 200 Jahre beträgt die Haftung des Bergbauunternehmens nur 30 Jahre. Danach steht der Bürger und Grundbesitzer alleine für den Schaden gerade der durch den Bergbau entstanden ist nach der heutigen Rechtsprechung.
- Es könnte sich eine Wertminderung Ihrer Immobilie und der Grundstücke ergeben.
- Keine Rechtschutzversicherung bezahlt die Klagen gegen den Bergbau.

