Bevor ich in den nächsten Tagen weitere Erinnerungen aus unserer alten Heimat mit euch teile, möchte ich noch ganz kurz ein paar Fakten zu „unserer Geschichte“ erwähnen. Die „ältere“ Generation unter uns, weiß nur zu gut, wovon ich hier schreibe.

Der Osten Deutschlands, von dem so oft die Rede ist, (insbesondere aus den öffentlich-rechtlichen Reihen) ist nicht etwa Sachsen, Sachsen-Anhalt oder Thüringen. Nein der Osten Deutschlands, das sind Pommern, Ost- und Westpreußen, Ostbrandenburg, Schlesien und das Sudetenland. Diese Länder wurden ausgeraubt, die Bevölkerung auf menschenunwürdige Weise vertrieben, und viele Gebiete unter polnische Verwaltung gestellt.
Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen sind und bleiben mitteldeutsche Länder. Übrigens, Mitteldeutschlands Geschichte bis 1989 zeigt auf vielfältige Weise auf, dass sie längst geschrieben war, und die „Revolution“ mit einer gewissen „Vorbereitung“ einherging, die aber weniger vom Volke ausging. (Dazu aber anderer Stelle mehr).
Was nicht heißen soll, dass das mitteldeutsche Volk seinen wachen Geist darüber verloren hat. Nein, das gewiss nicht. Denn wenn man über viele Jahre immer und immer wieder betrogen wird, wenn man auf das Leid der Vorfahren aus den ostdeutschen Gebieten zurückblickt, dann wird man mit einem Wissen ausgestattet, dass sich nicht so leicht abstreifen lässt. Nicht zuletzt ist es das Gespür für das Echte, für das eigentliche Geschehen. Und nicht für das, was uns vorgegaukelt wird.
Ich nenne das Erfahrung, und verurteile niemanden ob seines Unwissens, weil es über viele Jahre hinweg den Menschen vermittelt und auch „anerzogen“ wurde.
Doch würde ich mir wünschen, dass sich die Menschen mehr mit ihrem Land auseinandersetzen, um wenigstens den Osten Deutschlands von Mitteldeutschland unterscheiden zu können, und die Geschichte dahinter besser verstehen lernen.

