Wie auch schon im vergangenen Jahr unternehmen wir eine Reise durch das ostdeutsche Land und wandeln auf den Spuren unserer Vorfahren. Die Bilder stehen gewiss im Vordergrund und doch sollten wir „nachlesen, was die Menschen dort verloren haben, was ihnen genommen wurde und welch großes Leid sie erfahren haben.

• Diese Beiträge führe ich einem grausamen Geschehen voran, dass sich am 13. März zum 81. Mal jährt. Mit dieser Reihe möchte ich das Schöne in unsere Erinnerung zurückrufen, und zugleich ein ehrendes Gedenken an die Menschen bewahren, die alles verloren haben, viele darunter auch ihr Leben.
Ich werde versuchen, auch ein oder zwei Erlebnisberichte hinzuzufügen, die verdeutlichen, was die Menschen erleiden mussten.
Zeigt mir die jungen Menschen, die um die Geschichte unseres Volkes wissen. Wer von ihnen kennt die Tragödien, die Schicksale, wissen um das Tun, die Anstrengungen und die Kraft ihrer Vorfahren? Von den Zusammenhängen einer sprachlichen Ur-Verwandtschaft mal ganz zu schweigen. Ich möchte behaupten, vielleicht 10 Prozent. Das sind dann etwa die 10 Prozent, die in den Genuss der Aufklärung mittels ihrer Familie gekommen sind. Und selbst da fallen noch einige hinten runter. Ein trauriges Resümee, denn würden sich viel mehr aus unserem Volk ihrer Vergangenheit und ihrer Wurzeln bewusstwerden, würden sie das Erbe, dass sie angetreten haben, mehr zu schätzen wissen.
In dem Bildband „Bilder aus Ostpreußen“ spricht Werner Buxa in seinem Vorwort vielen Menschen, den ihre Heimat auf so menschenunwürdige Art und Weise genommen wurde, aus der Seele.





So heißt es in seinem Vorwort: „Dies Buch habe ich mir von der Seele geschrieben in einer Zeit, die so reich war an Versprechungen und so arm an Hoffnungen , die angefüllt war mit Wortbrüchen und Enttäuschungen, so verlassen von mutigen Einstehen für Menschenwürde und Menschenrecht, und die verloren war in der Mißachtung der Heimat als Hort gottverbundenen Menschseins.
Ich fand Menschen aus Ostpreußen, die in liebevoller Sorgfalt und mit rührender Hingabe lange nach der Vertreibung das Bild unserer Heimat wiedererstehen ließen und diese unschätzbare Arbeit ihren Heimatkreisgemeinschaften, den Heimatstuben und Archiven zur Verfügung stellten.
Es sei uns zur Aufgabe gestellt, dem Leben der Menschen in Ostdeutschland nachzuspüren. Denen, die sich retten konnten und jenen, die mit ihrer Heimat untergingen.
Das Land > hier Ostpreußen <mit seinen dunklen Wäldern und tausend Seen, mit den wandernden Dünen, den blinkenden Haffen,, den meerumbrandeten Küsten, dem goldenen Bernstein, den pferd- und viehbestandenen Weiden und fruchtbaren Getreideschlägen, den wehrhaften Burgen und Kirchen, den vertrauten Städten, verträumten Dörfern und den stolzen Gütern soll dieser Bildband unauslöschliche Darstellung erfahren.
Heute findet ihr hier eine (erste) kleine Auswahl zu eindrucksvollen Bildern., die manchmal mehr ausdrücken können als Worte.
In den nächsten Tagen, werde ich immer wieder einige dieser bemerkenswerten Aufnahmen einstellen, damit das Geschehen nie vergessen wird. Vornehmlich Bilder aus Ostpreußen, Westpreußen, Pommern, Hinterpommern und Ostbrandenburg, aber auch Schlesien und das Sudetenland sollen nicht unerwähnt bleiben. Zudem gibt es auch einige Aufnahmen vom Leben damals zwischen Weichsel und Warthe.
Bilder und Textauszüge aus „Ostpreußen – Dörfler Zeitgeschichte“

