Vom „Töchterkollektiv“, einem Welttag für die Frauen, dem Muttertag, und von dem, wie es einmal war …
Es war einmal: Da waren die Weiber (heute Frauen) dem Manne gleichgestellt. Sie waren Mütter, Kräuterfrauen, Heilkundige, Jäger, Krieger, Köche, Seherinnen, Weise.

Mann und Weib begegneten sich auf Augenhöhe, sie waren im wahrsten Sinne des Wortes gleichgestellt. In den Stämmen der alten Germanen sah man in den Weibern etwas Heiliges und Vorhersehendes. Deshalb verschmähten die Männer weder Ratschläge noch vernachlässigten sie ihre Antworten. Mann und Weib achteten sich. Es war ein stetes Miteinander, kein Gegeneinander. Der Mann schätzte das Tun des Weibes, sowie das Weib das Tun des Mannes schätzte.
Das ist lange, sehr lange her. Diese Stellung dauerte an, bis zu Beginn einer schleichenden Entrechtung, unter dem Namen der Christianisierung.
So tönte es vom Pfaffen-Throne: Christen sollt ihr werden! Unter dem „heiligen Kreuz“, verlor die Frau mehr und mehr ihrer Rechte.
Es folgten Hexenverbrennungen. Erst durch die Einordnung der Hexe in das von der Kirche gepredigte Muster von schwarzem Zauber und Teufelspakt konnte sich der Hexenglaube im Volk zu einer breitangelegten Hexenverfolgung ausweiten, die über hundert Jahre lang in deutschen Landen umging.
Später war es dann der Einstieg in die sogenannte „moderne und fortschrittliche“ Gesellschaft.
Statt man nun wieder zu den Ursprüngen zurückgefunden hätte und das Geschehen an der Wurzel gepackt, also die Menschen daran erinnert, wie es sich zwischen Weib und Manne einst zugetragen hat, faselt man lieber etwas Gleichheit und ähnlichem und hält die Unterdrückung unter einem (schein) humanitären Mäntelchen aufrecht.
Meine Mutter mochte diesen herbeigerufenen „Frauentag“ am 8. März überhaupt nicht. „Werktätige Frauen“ so ein Unfug, schimpfte sie. Die Frauen gehören zu ihren Kindern nach Hause. Und dort schaffen sie, bilden, prägen und unterstützen Mann und Kinder mit ihrem Wissen, Können, Kochkünsten und all diesen Vorzügen, die Frauen nun mal in sich tragen.
Uns Kindern gab die Mutti deutlich zu verstehen: „Schenkt mir bloß nichts am 8. März! Ich will davon nichts hören, und vor allem nicht mit irgendwelchen roten Nelken „geehrt“ werden, die sich die weiblichen Parteigenossen neben ihr Abzeichen stecken. Ja, so war das bei uns daheim.
Jeder Tag sollte den Weibern und unseren Müttern gehören!
Wie die meisten der heidnischen Feste vereinnahmte die Kirche auch den „Muttertag für sich. Das einstige Frühlingssippenfest der Kelten und Germanen verschwand über die Zeit der Christianisierung.
Erst nahm man den Frauen ihre „Rechte“, um sie viele Jahre später großzügig mit anderen (angeblichen) Rechten zu „beglücken“.
Kurze Zwischenfrage: Wir schreiben das Jahr 2026, was zeichnet die Frau von heute aus, welches Wissen konnte sie sich bewahren, was wird sie an ihre Kinder weitergeben?
Warum brauchte es überhaupt eine Vorgabe zum Muttertag? Sie stammt übrigens aus dem England des frühen 13. Jahrhunderts. Anbefohlen von König Henry III. als Gedenktag für Mutter Kirche und die leibliche Mutter.
Doch wir brauchen keine Vorgaben. Weder von einem Engländer noch von einem anderen Lakaien der Kirche!
Dem nicht genug: Schließlich kamen zwei Frauen aus Amerika und strebten einen festen Mütter-Ehrentag an. Nach einem kurzen Hin und Her legte man sich auf den zweiten Sonntag im Mai fest.
Und unter Clara Zetkin (1857-1933) wuchs das „Gleichstellungsmerkmal“. Diese Clara Zetkin, sie trat 1919 der neu gegründeten KPD bei und war Mitglied im Exekutivkomitee der Kommunistischen Internationale (EKKI), begründete nun den Internationalen Frauentag als Initiative einer sozialistischen Organisation zur Emanzipation sozialistischer Frauen.

In den Siebzigerjahren setzten die USA / Vereinte Nationen die Idee des „Frauentages“ dann in die Praxis um.


Heute feiert man dann den „Weltfrauentag“.
Gleichberechtigung? Tatsächlich? War es doch nicht eher ein Rückschritt zu all dem ursprünglichen und natürlichem und ein direkter Weg in fremdbestimmte Sphären?
Und die Auswüchse des Prozedere lassen tief blicken:
Ins Leben gerufen, von eben solchen Organisationen wie die unter einer Zetkin, wurde nun (März 2026) das „Töchterkollektiv“: Frauen und Flinta* (*Flinta steht für Frauen, Lesbe, Trans , Inter, Nonbinär und Agender). Dieses Töchterkollektiv ruft zur Teilnahme eines bundesweiten „Frauenstreiks“ am 9. März auf. (siehe Beitragsbild Zeitungsartikel)


Wenn also jemand den 8. März feierlich begehen möchte, sollte derjenige immer daran denken, wer diesen Tag unter welchen Bedingungen ins Leben gerufen hat und welche Botschaft tatsächlich damit verbunden ist.
Wie sagte einst Schiller:
„Ehret die Weiber!
Sie flechten und weben himmlische Rosen ins irdische Leben,
flechten der Liebe beglückendes Band,
und in der Grazie züchtigem Schleier,
nähren sie wachsam das ewige Feuer
Schöner Gefühle mit heiliger Hand.
Zu jeder Zeit, an jedem Tag im Jahr!“
