Schlesien! Aus der Reihe „Deutschlands Osten – unvergessen!“

Weiter geht es also mit Schlesien.

Aber auch hier möchte ich mich nicht in einem langen, ausführlichen Text verlieren, sondern wie schon im Beitrag zu Ostpreußen, die Bilder sprechen lassen. Wer mehr erfahren möchte, der findet die entsprechenden Beiträge wie gewohnt im Kommentar. Dort findet ihr auch einige schöne Erzählungen über den kulturellen Reichtum Schlesiens, , so zu den herrlichen Bädern und idyllischen Kurorten und selbstverständlich zum Zobten, dem heiligen Berg der Schlesier.

Trotz Iser- und Riesengebirge und dem Berggeist Rübezahl machten die Silinger /Schlesier den heidnischen Götter- und Germanenberg zu ihrem Wahrzeichen.

Nur soviel sei erwähnt:. Bereits in der älteren und mittleren Steinzeit (etwa 4000 v. u. Z.) war Schlesien von Jägervölkern besiedelt. Gegen Mitte des 4. Jahrtausends war das bäuerliche Element in der Kulturentwicklung der schlesischen Bauern.

Einige Stämme der Germanen kamen ab 300-100 v. u. Z. zum Zobten. Es waren die Silinger, ein Stamm der Vandalen. Sie gehörten zum Gesamtverband der Ostgoten. Aus dem Namen dieses Stammes – Silinger – entstand viel später Schlesien. Trotz Iser- und Riesengebirge und dem Berggeist Rübezahl machten die Silinger /Schlesier den heidnischen Götter- und Germanenberg zu ihrem Wahrzeichen.

Eichendorff kam als 16-jähriger zum Zobten. Auch Carl und Gerhart Hauptmann besuchten den Berg.

1220 entstand die Stadt Zobten als ältester Marktort Schlesiens

• Aus den alten deutschen Stämmen der Franken, Schwaben, Flamen, Thüringer, Sachsen und den wenigen Slawen wurde der Neustamm der Schlesier.

• 1325 wurde ein Teil Schlesiens böhmisch, darunter auch die Stadt Zobten.

• Bis 1350 entstanden über 1200 Dörfer und ca. 120 Städte wurden gegründet. Zu dieser Zeit regierte in Prag Kaiser Karl IV. Er stammte aus dem deutschen Grafengeschlecht der Luxemburger.

• 1526 übernahmen die Habsburger unter Ferdinand I. Schlesien. Ferdinand I. war der Bruder Karl V. Durch ihn wurde Schlesien weiter in das Reichsgefüge eingebunden.

• 1740 übernahm Maria Theresia die Regentschaft in Österreich und im selben Jahr Friedrich II. d. Große die Regentschaft in Preußen.

• Schon zwei Jahre später (1742) kam es zum Krieg zwischen Österreich und Preußen. Nach dem Sieg Friedrich d. Großen ging Schlesien an Preußen. Maria Theresia bekam von Friedrich d. Großen die Zusicherung, dass ihr Mann Herzog Stephan von Lothringen, Kaiser von Deutschland wird. Und tatsächlich wurde er als Franz I. zum deutschen Kaiser gewählt.

• 1806 ging das Römische Reich Deutscher Nation nach fast einem Jahrtausend durch die Herrschaft Napoleons zu Ende.

Französische Truppen zogen auf dem Marsch gegen Russland durch Niederschlesien. Laufend mussten die Städte für Unterkunft und Verpflegung sorgen. Auch nach seiner Niederlage in Moskau auf dem Rückzug 1812.

Doch die Niederlage Napoleons gab Hoffnung auf eine Befreiung. Mit dem Aufruf Friedrich Wilhelm III. „An mein Volk“ und der Verlegung des königlichen Hofes nach Breslau, wurde Schlesien zum Zentrum der Erhebung gegen die französische Vorherrschaft. Nach dem Aufruf war die Opferwilligkeit der Schlesier riesengroß. Die Handwerker arbeiteten Tag und Nacht an der Herstellung von Ausrüstungsgegenständen für die Armee. Jeder brachte sein Scherflein für den Befreiungskampf.

—————

Zudem stimme ich euch (siehe Kommentar) schon ein wenig auf den nächsten Beitrag ein, nämlich dem zu Böhmen und Mähren – ein herrliches Fleckchen Erde mit einer bewegten Geschichte. Böhmen, Mähren und Mährisch-Schlesien sind die „Länder der böhmischen Krone“ und heutige Teile der Tschechischen Republik.


Hinterlasse einen Kommentar