Unser Besuch beim Hermann- was für ein Spektakel…

Nach den schönen Eindrücken des gestrigen Tages, folgen die nun weniger schönen, und das leider auch noch von unserem Wahrzeichen, dem Hermannsdenkmal aus.


Gewiss darf man hier anderer Meinung sein, wir beschreiben es allerdings unserem Empfinden nach. 
Den Anfang nahm für uns das Spektakel bereits am gestrigen Abend, oder besser zur Nachtruhe. Unser Nachtlager haben wir wie so oft, wenn wir das Denkmal besuchen, am Fuße des Hermanns aufgeschlagen. Kurz vorm Schlafengehen  sind wir noch ein Stück gelaufen, um den herrlichen Sternenhimmel zu bewundern. Dabei nahmen wir diese ständig über uns kreisenden Lichtstrahlen war…, mein Göttergatte meinte, sieht aus wie eine „Lasershow“. 

Unwissend, was es damit auf sich hat, sind wir dann heute morgen im dichten Nebel zum Denkmal hoch gelaufen. Geschlafen haben wir die Nacht nicht gut.

Oben angekommen, haben wir nicht schlecht „gestaunt“ … So ein bisschen wie auf einer Kirmes scheint es hier zuzugehen. Der gesamte Weg zum Hermann war mit Scheinwerfern versehen. Für 15 Euro Eintritt bekommen Show-Hungrige am Hermannsdenkmal etwas „geboten“. Die Show selbst, findet erst in den Abendstunden statt, und dann „erstrahlt“ unser Hermann im Disco-Licht.

Verrückt oder? Wie sehr man doch ein deutsches Kulturdenkmal verunglimpfen kann. Was mag der Hermann nur über diesen Klamauk denken?
Seine Geschichte wird nun „bunt“ getüncht. Es gibt sie eigentlich gar nicht. Dafür viel Spektakel. Die Menschen eilen herbei, um Disco-Musik zu hören und die Lichter-Show zu bewundern.
Und damit man bei dieser Lichter-Show auf nichts verzichten muss, gibt es eine „Foodmeile“  mit „Burgerbude“ und „Crepes“ gleich neben dem Bierwagen. Fürs leibliche Wohl ist also auch gesorgt.
Dem Show-Hungrigen wird richtig was geboten.


Zuletzt war es in Thale der Hexentanzplatz, der in eine Walt-Disney-Hexenhut-Welt umfunktioniert wurde. Ein neuer Freizeitpark war entstanden –  altes Kulturgut verloren gegangen.
In 30 Jahren weiß niemand mehr etwas von den Ursprüngen. (Den Beitrag zu Thale findet ihr im Kommentar)

Für uns ist es Frevel. Wir sind traurig, enttäuscht und ja, wir sind auch wütend über eine solche Entwicklung.
Diese Show hier beim Hermann (immer im März)  gibt es mittlerweile seit 10 Jahren. Oh Graus, so lange macht man also dem Hermann schon den Garaus.

Und nun lassen wir die Bilder sprechen. Die Krönung des Ganzen liefern die auf dem Gelände platzierten E-Autos gleich neben der „Food-Meile und dieser weiße Plastik-Mond. Dafür war die Infotafel zum Denkmal-Erbauer Bandel verschmiert – das Geschriebene dort kaum lesbar.

Das Geld wird offensichtlich woanders „versenkt“.


Die Kosten für den Klamauk liegen im oberen sechsstelligen Bereich. 😪


Gut, dass der Hermann im Nebel stand, und das Elend unter ihm wenig sichtbar…


Unser Besuch beim Hermann …Was für ein Spektakel. 😪


Hinterlasse einen Kommentar