Das macht schon Freude, aus den ersten gesammelten Kräutern etwas zusammen zu „brauen“ . Hier ist es das Bärlauchsalz. Wie wertvoll die Inhaltsstoffe des Bärlauchs sind, darüber haben wir erst vor Kurzem gelesen – er kommt mit Bärenkräften daher und verleiht uns ein wenig davon.



Nach und nach werden nun weitere Samen von Früchten, Gemüse und Obst in die Erde gesetzt, verbunden mit der Hoffnung auf eine gute Ernte.


Vorhin habe ich einen Kommentar gelesen, aus dem hervorging, dass die „Selbstversorgung“ ein Leichtes sei, und das dies auch auf der Fensterbank gelingen kann.
Nun, so einfach ist es nicht.
Schön und wertvoll ist es, wenn man ein Wissen zu Wildpflanzen und Heilkräutern hat, über den Anbau von Pflanzen Bescheid weiß und auch sonst ein begabter Gärtner ist, der durchaus auf der entsprechenden Fläche, die ihm zur Verfügung steht „ackern“ kann.
Wir haben nur einen kleinen Garten, zur Selbstversorgung reicht die Fläche keinesfalls aus, jedoch für allerlei Leckereien zwischendurch. Rote Beete, Radieschen, Salat, Gurke, Porree, Bohnen, Erbsen, Kartoffeln oder Topinambur, es wächst und gedeiht, aber es reicht nicht, um sich 365 Tage im Jahr davon ernähren zu können.

Wenn das komplexe zentralisierte Versorgungsnetz ausfällt, Transport und Energienachschub ins Stocken geraten, dann wird es eng. Aus welchen Gründen auch immer …
Entscheidend ist dann der Austausch. Der eine kann das, der andere hat etwas.., und so weiter. Anders geht es nicht.
Für den eigenen Anbau (grob zur Orientierung nach Gerhard Schönauer):
• Mit einer 500 Quadratmeter großen Fläche und weniger als 250 Arbeitsstunden kann eine vierköpfige Familie ihren Jahresbedarf an Gemüse, Salat und Kartoffeln decken.
• Mit einem 3000 Quadratmeter großen Garten kann sich diese Familie sogar mit Eiern, Fleisch und Honig versorgen, wenn Hasen, Tauben, Hühner und Bienen mit in der Gartengemeinschaft leben.
• Auf einem größeren Grundstück kann man schon ein paar Milchschafe, Ziegen oder ein Schwein halten. Diese liefern zusätzlich wertvollen Dünger und Kompostmaterial, denn auch Kleinvieh macht Mist.
• Mit mehr als einem Hektar könnte man schon eine Kuh halten und einen Karpfenteich anlegen.
Es ist nicht ganz so einfach, wie es sich wohl so manch einer vorstellt. Kaum jemand weiß heute noch, wie man etwas anbaut, geschweige denn, wie man in der „Wildnis“ überleben kann.
In einer Welt, die auf Supermärkte und Schnellrestaurantketten ausgerichtet ist, lernt man so was auch nicht.