…. wenige Wochen vor der Befreiung und in den Jahren danach …

Aufgrund jahrelanger Untersuchungen wurde festgestellt, dass etwa 69 000 Jugoslawiendeutsche durch die Vertreibung umgekommen sind. Große Grausamkeiten kennzeichneten den Genozid.
Unter der Führung TITOS kam es am 21. November 1944 zu einem illegalen Beschluss einer Partisanen-Clique, die sich >Antifaschistischer Rat der nationalen Befreiung Jugoslawiens< (AVNOJ) nannte. Aufgrund dieses Beschlusses, der mit den BENESCH-Dekreten in der Tschechoslowakei vergleichbar war, beraubte man alle im Lande lebenden 509 800 Deutschen ihres gesamten Vermögens. Diejenigen, die nicht geflüchtet waren, wurden völlig entrechtet, vertrieben oder interniert, also auch alle deutschen Frauen, Kinder, Säuglinge, Greise, ja sogar jene, die in dem genannten Zeitraum noch gar nicht geboren waren, die erst in den Vernichtungslagern zur Welt kamen.


In der Zeit vom Oktober 1944 bis 1948 verloren von rund 200 000 verbliebenen Donauschwaben mindestens 64 000, also fast ein Drittel ihr Leben auf eine erbärmliche Weise: Sie wurden erschossen, erschlagen, zu Tode gefoltert, oder sie verhungerten in Vernichtungslagern.
Der Genozid begann im Oktober und November 1944 mit den Erschießungen von etwa 9500 Deutschen in der vorgeplanten, landesweit angelegten sogenannten >Aktion Intelligenzija<. Den Ermordungen waren barbarische Folterungen vorausgegangen, so daß der Tod schließlich eine Erlösung darstellte. Danach ließ TITO 14 Zwangs- und 15 Vernichtungslager mit dem verbrecherischen Ziel errichten, die Donauschwaben zu dezimieren. Darunter waren einige totale Hungerlager für Betagte und Kinder, in denen etwa 51 000 Volksdeutsche jeglichen Alters den Hungertod mit allen seinen furchtbaren Begleiterscheinungen starben. Von den 8000 Männern und 4000 Frauen, die TITO in die Sowjetunion deportieren ließ, gingen in jahrelangem Martyrium rund 2000 zugrunde.


Die jugoslawischen Plagen waren dreifach:
• Deportation in die Sowjetunion
• Verhaftung und Massenerschießung
• Konzentrationslager
Die Besonderheit der Deportation war in Jugoslawien, dass sie über 80 Prozent Frauen betraf, die man obendrein regelmäßig von ihren Kindern trennte. (siehe auch Beitrag im Kommentar), diese wurden dann in jugoslawische Lager verbracht. Beim Einmarsch der Russen kamen auch Vergewaltigungen vor, aber nicht so oft wie in Ostpreußen oder Schlesien.
Entdeckungen im Jahre 21. Jahrhundert!
Massengräber en masse! Seit Jahren werden im ehemaligen Jugoslawien immer mehr Massengräber


mit Opfern TITOS entdeckt, unter anderem im Jahre 2007 bei Marburg (Maribor) an der Drau. 2008 wurde in Serbien bei dem Städtchen Syrmisch Mitriwitz (Sremska Mitrovica) ein Massengrab
mit etwa 2000 Opfern gefunden, als dort Hochhäuser errichtet werden sollten. Entlang der Straße
Werschatz-Vatin warten zahllose Massengräber darauf, freigelegt zu werden.
2009 wurden in Slowenien bei der untersteirischen Stadt Tüffer (Lasko) in einem Bergwerk Tausende von Toten entdeckt. Bisher wurden allein in Slowenien an 540 Orten Massengräber gefunden. 2010 fand man ein weiteres Massengrab mit 700 Leichen in einem drei Meter breiten
und 21 Meter langen Grab bei der Ortschaft Liescha (Lese), nahe der Grenze zu Kärnten. Die Ermordeten weisen massive Schlag- und Schussverletzungen auf. Einige wurden erschossen, die meisten grausam mit Stöcken und Äxten erschlagen.
Von den jugoslawischen Nachfolgestaaten will bis heute niemand die moralische Verantwortung für den Völkermord an Volksdeutschen und das Kriegsverbrechen an deutschen Soldaten übernehmen. Gern nimmt man dagegen deutsche (verlorene) Kredite entgegen. Ähnlich wie im Falle
der Tschechei, die sich erfolgreich weigert, die mit Völkermord verbundenen BENESCH-Dekrete aufzuheben, denkt keine Regierung der Nachfolgestaaten Jugoslawiens daran, in ihrem Land die illegalen, verbrecherischen AVNOJ-Gesetze aufzuheben und die juristischen und ökonomischen Folgerungen daraus zu ziehen. Wozu auch? In der EU sind sie trotzdem willkommen. >Westliche Werte< hin oder her! Und Kredite gibt es auch weiterhin von Deutschland in sagenhafter Höhe.
»Aus einem Bericht von Hans Meiser – u a, im Grossen Wendig Bd, 5. 652
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Noch eine kurze Anmerkung zum Staatsbegräbnis Titos im Jahre 1980:
Bundespräsident CARSTENS und Bundeskanzler SCHMIDT würdigten in Beileidstelegrammen Leben und Werk des Verstorbenen, vor allem seine Rolle als Mitbegründer der blockfreien Bewegung. CARSTENS schrieb in Tims Staatsbegräbnis einem Telegramm an KouSEVSKI, die Welt habe einen großen Staatsmann verloren.
Bundespräsident Karl CARSTENS empfing nach dem Tod TITOS eine jugoslawische parlamentarische Delegation unter Leitung von Zoran Pouc, die wegen eines hohen Kredits in Bonn weilte und diesen natürlich erhielt. Bei dieser Gelegenheit gab CARSTENS seiner Bewunderung Ausdruck für alles, was Präsident TITO nicht nur für Jugoslawien, sondern für die ganze Welt getan habe.

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Neben der Vertreibung der Ostdeutschen aus den 1945 von der Sowjetunion und Polen annektierten deutschen Ostprovinzen wurden auch viele Volksdeutsche aus ihren seit Jahrhunderten besiedelten Heimatgebieten in Ost- und Südosteuropa vertrieben. Insbesondere wurden 225 000 der rund 477 000 Ungarndeutschen, die sich in der Volkszählung vom 21. Dezember 1941 als »Volksdeutsche* bekannt hatten, in den ersten drei Jahren nach Kriegsende von Haus und Hof außer Landes verjagt.

Entschuldigend wird bis heute oft von ungarischer Seite angeführt, daß diese Maßnahme von der alliierten Konferenz in Potsdam vom 17. Juli bis 2. August 1945 beschlossen oder von der Sowjetunion befohlen worden sei. Manche behaupten auch, diese Vertreibungen seien vor allem
von den ungarischen Kommunisten durchgesetzt worden.
Doch das war nicht der Fall. Richtig ist, dass die damalige ungarische Regierung für diese gegen das Menschen- und Völkerrecht verstoßende Vertreibung verantwortlich war, sie aus nationalstaatlichen Gründen geplant und durchgeführt hat und dass auch die verschiedenen ungarischen Parteien die Enteignung und Vertreibung der Deutschen damals forderten und unterstützten.
» Darüber lesen wir dann in der nächsten Woche mehr «
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Innenministerium Baden-Württemberg (Mg.), Ausstellungskatalog Die Donauschwaben.
Deutsche Siedlung in Südosteuropa, Tübingen 1989.
Reinhard Oi.T, »Das deutsche Geschwür im Körper der Nation «, in: Frankfurter Allgemeine Zeitung, 9. 9. 2006, S. 37.
Roland KALTENEGGER, Titos Kriegsgefangene, GrazStuttgart 2001, s. 255 f.
Ausführlicher
Bericht in: Das Ostpreußenblatt, Jahrg. 36, Folge 27, 6. 7. 1 985,
S. 1
Arbeitskreis Dokumentation, Verbrechen an den Deutschen in Jugoslawien
1944-1948, München 2000.
Bilder /Aufnahmen stammen aus der Jahrhundertchronik des 21. Jahrhunderts der Bertelsmann Lexikothek 1944-1947