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Klara Fall: das glaube, wer mag

  • „Es würde sehr wenig Böses auf Erden getan werden, wenn das Böse niemals im Namen des Guten getan werden könnte.“

    Juni 5th, 2024

    Ein paar Gedanken zur Wochenmitte. Sie beruhen gleich auf mehreren Ereignissen:

     Zunächst ist da dieses Gespräch zwischen einer guten Bekannten von mir und ihrer Nachbarin. Die Nachbarin erwähnte wohl beiläufig: „Nun redest du seit vier Jahren, dass es schlimmer und schlimmer wird, und was ist passiert …, ? Nichts! Es geht uns doch gut.“ Meiner lieben Bekannten ging es nach diesem Gespräch allerdings nicht so gut, und sie hatte den großen Wunsch mit mir darüber zu sprechen.

     Ein weiteres, sind die Erfahrungen von unserem letzten Ausflug, wo wir, wie schon so oft, den achtlosen Umgang mit unserem Kulturgut vor Augen geführt bekamen.

     Und nicht zuletzt sind es die aktuellen Ereignisse, die sich durchaus als besorgniserregend bezeichnen lassen.

    „Es würde sehr wenig Böses auf Erden getan werden,
    wenn das Böse niemals im Namen des Guten getan werden könnte.“
    Marie von Ebner-Eschenbach

    Vorgestern waren sich viele unter uns in diesem Punkt einig: Europa steht wie so oft in der Geschichte wieder einmal am Abgrund. In der Tat: Wiederholt tapsen die Menschen in der schleimigen Spur zu weltumspannenden Versklavung und versinken immer tiefer darin.

    Es gibt viele Gründe die dazu führen. Aber der Grund, der wohl das meiste Gewicht trägt ist: Die Menschen haben verlernt sich ihrer Ursprünge zu besinnen, sich ihrer Kultur und Nation zu widmen. Umerziehung nennt sich dieses Phänomen, oder „Lösche sämtliche Erinnerungen diesen Volkes an seine Vergangenheit“ als Credo einer Elite.

    Das Resultat: Die Menschen sind derart verwirrt, und tief in den See des Unwissens getränkt, dass sie einen möglichen Kontext zu bestimmten Vorgängen mittlerweile vollständig ausblenden. Sie haben es verlernt zu unterscheiden, zwischen Lüge und Wahrheit, zwischen Recht und Unrecht.

    Und so verharren sie vor den Meldungen, Herausgeber ein Syndikat, saugen sie auf, wie die Mücke das Blut, um sich zu nähren.

    Vorbei sausen Meldungen zu „Wetter-Kriegen“, KI- gesteuerten Krankenhäusern oder den täglichen Messerstechereien. Indes werden die Menschen lautstark, eindringlich und wiederholend vor ihrem andersdenkenden Nachbarn gewarnt oder auch vor natürlichen Heilmethoden. Die Widersprüchlichkeit der Meldungen ist offensichtlich, und doch verschwindet sie im Dunst der Propaganda.

    Es ist ein Leichtes:
    Mit der neuen „G5”-Mobilfunkfrequenz bewegen sie die Bevölkerung in eine Vernetzung von Allem mit Allem (sog. „Internet der Dinge”), z.B. automatisch gesteuerte Autos u.v.a..

    Rote Plakate zieren die Laternenpfähle. Sie tragen die Aufschrift „Gegen Hass und Hetze“. Verfasst von denen, die genau solche Dinge täglich in Umsetzung bringen, welche die Menschen animieren zu hassen und zu hetzen. Ich nenne das mal Propaganda vom Feinsten und verweise auf das einleitende Zitat von Marie von Ebner-Eschenbach.

    Überhaupt wird von Tag zu Tag deutlicher, wie sich die Unzufriedenheit breit macht. Allerdings eine Unzufriedenheit, deren Ursache die meisten Menschen nicht oder nur bedingt (den jeweiligen Umständen zuordnend) benennen können. Über diese Art der Unzufriedenheit zeigen sie Bereitschaft zur Konfrontation. Manche nehmen gar eine Kampfstellung ein. Aufgebracht über die Entwicklung, sind sie außer sich und zum Äußersten bereit.

    So sei es denn: fremdüberwacht, -kontrolliert und -gesteuert und dabei „aufrecht“ im Links-Rechts Marsch, immer schön GEGENEINANDER!

    Links, Rechts, Rechts gegen Links, Links gegen Rechts… Vernehmt ihr es auch? Es klingt wie ein Marschbefehl, Links, Rechts, Links Rechts… Dabei geht es weniger um die Richtung, sondern nur um den Befehl loszumarschieren. Und genau das tut der Bürger, mehr oder weniger bewusst, aber vor allem gesteuert. Und er marschiert, und marschiert, marschiert…

    Das lässt sich übrigens auch wunderbar auf Farben projizieren: Schwarz, Weiß, Schwarz, Weiß…. – Hauptsache GEGENEINANDER!

    Währenddessen flutet der Vorstand der Elite die europäischen Länder ohne Unterlass mit Menschen aus anderen Kulturen. Das Rezept nennen sie Toleranz. Am Herd kochen sie ihr Süppchen mit einem hämischen Grinsen im Gesicht. Zufrieden über ihr „Tun“ blicken sie hinunter, und winken ihnen zu, ihren „gut erzogenen“ Bürgern, die sich fügen, wie am Schnürchen funktionieren und das eher unbekömmliche Süppchen schlürfen.

    Indes schreitet die Deindustrialisierung weiter voran und Deutschland ist wieder einmal seinem Untergang geweiht.

    Vernehmlich säuselt das Volk vor sich hin.. Links, Rechts, Links. Rechts, Links. Rechts…. Schwarz, Weiß, Schwarz, Weiß… Gleich ihrem Marschbefehl. Und unwissend wie sie sind, aber geschickt gelenkt, marschieren sie geradewegs in ihr eigenes Verderben.

    Paul Gottfried, ein US- amerikanischer Politikwissenschaftler erklärte in einem Gespräch vom 2. März 2009 zum Thema Liberalismus und Weltdemokratie: „(…) die Siegermächte wollten die deutsche, politische und kulturelle Vergangenheit zielbewusst begraben.“

    Sie wollten es, sie taten es… , und sie können es. Auch dank tatkräftiger Unterstützung bestimmter Personen, die sich zwar auf den niederen Rängen tummeln und dort ihr Unwesen treiben, doch der Taler rollt, niedrige Beweggründe für ihr Tun vorausgesetzt.
    ————-
    Wir erinnern uns:
    Joschka Fischer äußerte 2017: „Wir werden uns daran gewöhnen müssen, daß die europäischen Jahrhunderte zu Ende sind und auch die amerikanische Verlängerung der europäischen Dominanz. Es wird im 21. Jahrhundert eine starke Entwestlichung stattfinden.” (Interview mit Joschka Fischer, 1.1.2017, Focus4 ).

    Theodore N. Kaufman beschrieb 1941 eine Strategie, die „die Bevölkerung Deutschlands daran hindert, jemals wieder ihre Art fortzupflanzen”, eine Strategie der „Ausrottung des Deutschtums und seiner Träger, innerhalb von zwei Generationen” durch „Massensterilisation der Deutschen”, wonach es „in Deutschland keine Geburten mehr geben” werde. „Aufgrund seines Verlustes der Fortpflanzungsfähigkeit wird der deutsche Wille verkümmert und die deutsche Macht auf eine zu vernachlässigende Bedeutung herabgesetzt sein.” (aus Buch „Germany must perish”, „Deutschland muß zerstört werden”, 1941

    Was ist nur los, mit dem deutschen Volk?
    Wolfgang Bok, Neue Zürcher Zeitung vom 7.2.2018 schreibt dazu unter anderem: „…ist Deutschland ein gutes Beispiel dafür, daß Umerziehung funktioniert. Man hat den Menschen so lange eingetrichtert, daß nationales Denken in die (braune) Katastrophe führt, daß es heute kaum mehr jemand wagt, für „nationale Interessen” einzutreten.” „Selbst das Wort ,deutsch‘ ist in Deutschland zunehmend verpönt.” „…bereits als „Rassist” gilt, wer mit Blick auf die massenhafte Zuwanderung aus arabischen und afrikanischen Ländern um die eigene nationale Identität fürchtet.”
    ———————-
    Man sollte meinen, dieser Krieg einer „kleinen Elite“ gegen unser Volk sei längst gewonnen, und doch müssen sie immer und immer wieder neu Anlauf nehmen, um ihr Ziel zu erreichen. Dieser Krieg hat nie aufgehört, er währt und tobt seit Jahrhunderten, wenn auch abgewandelt und je nach Epoche mit militärischen Mitteln in der Austragung.

    Wir schreiben das Jahr 2024! Folgende Waffen sind im Einsatz:
    Ganz oben stehen: Propaganda, Sabotage und Destabilisierung. Das sind keine Unbekannten. Es verhält sich ähnlich wie schon in den Jahrhunderten zuvor.

    Die zermürbenden Auswirkungen sind spürbar:
     Migration
     Bildungsabbau
     soziale Brennherde
     Zerstörung der Energieversorgung und Landwirtschaft
     Kriegslast (Ukraine)
     Abfluss öffentlicher Gelder ins Ausland
     Plünderung der Rentenkassen
     Gesundheitssabotage (z. Bsp. Impfungen)
     Sabotage durch Maßnahmen gegen die Wirtschaft durch die sogenannte Klima- und Coronakrise

    Wir erinnern uns auch hier: Insbesondere die „Pandemie“ hat die Wirtschaft zu Fall gebracht – nach und nach kippten gut aufgebaute Strukturen wie Dominosteine und sie kippen immer noch. Was über Jahrzehnte und Jahrhunderte unter großen Mühen erarbeitet und aufgebaut wurde, scheint diesem Vernichtungsfeldzug zum Opfer zu fallen.

    Ein aussichtsloser Krieg gegen Geist und Natur?
    Bewahren wir uns unseren Geist und mit ihm das Wissen zu allen natürlichen Dingen der Welt. Geist und Natur haben Bestand. Besinnen wir uns auf unsere Herkunft, auf unsere Wurzeln. Jeder Einzelne für sich. Diesen Krieg können und werden sie nicht gewinnen! Denn eine Schlacht ist immer dann verloren, wenn man weder sich selbst noch den Feind kennt.

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  • Gleich drei Raubkriege gestattete sich der französische König Ludwig XIV. (1638-1715). Auf dem Rückzug hinterließen sie eine schreckliche Spur der Verwüstung.

    Juni 5th, 2024

    Wo wir doch erst gestern noch über die Verbrechen anderer Länder gelesen haben,

    … dann schauen wir doch mal, was Ludwig XIV. in Folge seiner „Amtszeit“ alles angerichtet hat, also gleich nach Übernahme der Macht. Und darüber, wie England Mittelpunkt europäischer Bündnisse wurde.

    • Gleich drei Raubkriege gestattete sich der französische König Ludwig XIV. (1638-1715). Auf dem Rückzug hinterließen sie eine schreckliche Spur der Verwüstung.

    Lesen wir, wie es sich zugetragen hat.

    Im Friede von Nimwegen (1678) erhielt Holland ungefähr seine heutige starke Nordostgrenze. Es war die unbestrittene Vormacht des europäischen Festlandes.

    Hierauf suchte Ludwig XIV. den Rhein als Ostgrenze zu gewinnen.

    Mitten im Frieden wurde dem Reich unter dem Schein des Rechts, durch die sogenannten Reunionskammern, das ganze Elsaß genommen, zunächst noch ohne Straßburg. Doch auch dieses wurde 1681 ohne jeden Rechtsgrund – wie auch französische Geschichtsschreiber (Lavisse u. a.) zugeben – als „elsässische Stadt“ zur Kapitulation gezwungen

    1688 begann Ludwig einen neuen Eroberungskrieg. Er erhob Ansprüche auf die Pfalz, weil die Tochter des soeben verstorbenen Kurfürsten – die „Lieselotte“ – die Gemahlin seines Bruders war.

    Neun Jahre lang wurde dieser Krieg in barbarischer Weise geführt. Die Pfalz, das schöne gesegnete Land, wurde zur Wüste gemacht. Speyer, Mannheim, Heidelberg, Worms sanken in Schutt und Asche. Der schönste Bau aus dem 16. und 17. Jahrhundert, das Heidelberger Schloss, wurde niedergebrannt; noch heute sind seine Trümmer eine stumme Anklage.

    Von einem oft erhobenen Vorwurf allerdings sind die Franzosen freizusprechen: Für die Zerstörung der Kaisergräber von Speyer sind sie nicht verantwortlich.

    Auch das benachbarte Württemberg wurde in diesen Krieg hineingezogen. Calw, erst im Dreißigjährigen Krieg zerstört, ging abermals in Flammen auf. Hirsau, ein ähnlicher Prachtbau wie das Heidelberger Schloss, wurde gleichfalls niedergebrannt. Esslingen musste sich ergeben. Von Schorndorf dagegen musste Melac unverrichteter abziehen, dank der mutigen Entschlossenheit der Schorndorfer Frauen.

    Ludwigs XIV. Vorgehen rief Mächte auf den Plan, die das Anwachsen der französischen Macht nicht dulden wollten: England, Holland und den Kaiser.

    In der Person Wilhelms III. von Oranien, seit 1688 auch König von England, kam der nationale und religiöse Gegensatz gegen Frankreich zum schärfsten Ausdruck, sodass England der Mittelpunkt jener europäischen Bündnisse, die von nun an der französischen Macht entgegentraten, da kein einzelner Staat ihr mehr gewachsen war. Ludwig XIV. stand alleine da.

    Im Frieden von Rijswijk (1697) musste er auf seine Eroberungen verzichten (aber Elsaß mit Straßburg blieb in einer Hand).

    Auch im Spanischen Erbfolgekrieg – geführt von der Mehrzahl der europäischen Staaten gegen Frankreich – sollte es sich, wie wir noch sehen werden, erweisen, dass Frankreichs Kräfte nicht hinreichten, um gewaltsam die völlige Beherrschung Europas durchzuführen.

    Auch Kolonialpolitik betrieb Ludwig in großem Stil. In Amerika erwarb er Louisiana, das Gebiet des Mississippi. Frankreichs amerikanischer Besitz war damit größer als der von England. Aber dieses fortgesetzte Eroberungspolitik in Europa und Amerika sowie das kostspielige Hofleben überspannten schließlich die inneren Kräfte Frankreichs und zerrütteten seine Finanzen. Hier liegt der Ursprung der großen Revolution, die am Ende des 18. Jahrhunderts über Frankreich hereinbrach.

    Als Ludwig XIV. starb, konnte er trotz mancher Fehlschläge auf große Erfolge zurückblicken: das Haus Bourbon saß auf den Thronen Frankreichs und Spaniens; zu Spanien gehörte fast ganz Süd- und ein Drittel den Franzosen. Wenn sich dieses ungeheure Gebiet dem französische Gewerbefleiß öffnete, konnte man das englische Welthandelsmonopol brechen.

    Ebenso wie Deutschland war Italien kein geeintes Reich und in Kleinstaaten aufgesplittert, die großteils unter Fremdherrschaft standen. Die fremden Herren, die die Ländereien oftmals wieder untereinander austauschten, waren die österreichischen Habsburger und die französisch-spanischen Bourbonen. Als ein „Überbleibsel“ aus dem Mittelalter befand sich hier auch noch der Kirchenstaat (Vatikan)

    ———————-

    In den kommenden Tagen lesen wir dann über das Leben an deutschen Fürstenhöfen. Überall in Deutschland entstanden Schlösser, jeweils umgeben von einem großen Park, nach französischem Muster – nicht in sklavischer Nachahmung, sondern mit eigenen künstlerischen Gedanken.

    ——–

    Und hier findet ihr den Beitrag zuvor aus der Reihe „Deutsche Geschichte“ nach Albert Thümmel:

    Ludwig XIV., seinen Innen- und Außenpolitik – „Un roi, une loi, une foi“ (ein König, ein Gesetz, ein Glaube).

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  • Ein Amerikaner berichtet: „Was für einen Krieg glauben die Zivilisten überhaupt, den wir geführt haben?“

    Juni 4th, 2024

    Es brodelt an Ecken und Enden, die Welt brennt und Europa steht wie so oft in der Geschichte wieder einmal am Abgrund. Ich gebe hier keinesfalls Prognosen ab. Das grenze an das berühmte Glaskugel – Guck – Vermögen, angesichts des vorherrschenden Chaos im In- als auch im Ausland.

    Unabhängig davon, wie ich persönlich zur Russlandpolitik unter Putin stehe, auch mit dem Wissen über die schweren Verbrechen der Sowjets, insbesondere in den Zeiten nach dem Zweiten Weltkrieg, ist es mir wichtig aufzuzeigen, wie Amerikaner die Kriegsführung ihres Landes einschätzen und diese auch in Worte fassten.

    Der Autor Edgar L. Jones, der in den letzten Jahren des Pazifikkrieges als Veteran und Reporter für das Magazin „The Atlantik Monthly“ tätig war, hat es wie folgt beschrieben. (Die Übersetzung ist etwas holprig, weil ich nur über Umwege zum Artikel gelangt bin).

    Aus einem Bericht von 1946:

    „Wir halten uns für edler und anständiger als andere Völker und daher in einer besseren Position, zu entscheiden, was in der Welt richtig und falsch ist. Was für einen glauben Zivilisten ist es, dass wir im Krieg gekämpft haben? … Als Sieger haben wir das Privileg, zu entscheiden.“ Je härter die Kämpfe, desto weniger Raum für Anstand…“

    Was für einen Krieg glauben die Zivilisten überhaupt, dass wir geführt haben?“ Wir erschossen Gefangene kaltblütig, zerstörten Krankenhäuser, beschossen Rettungsboote, töteten oder misshandelten feindliche Zivilisten, töteten die Verwundeten des Feindes den Garaus, kämpften die Sterbenden zusammen mit den Toten in einem Loch und kochen im Pazifik das Fleisch von feindlichen Schädeln, um daraus Tischdekorationen für die Liebsten auszuwählen oder ihre Knochen in Brieföffner zu schnitzen.‘

    Und haben unsere Phosphorbombenwürfe und unsere Morde an der Zivilbevölkerung mit dem Abwurf von Atombomben auf zwei beinahe unverteidigte Städte gekrönt.“

    Und weiter schreibt er:

    „Als Sieger haben wir uns das Recht angemaßt, unsere Feinde für ihre Kriegsverbrechen vor Gericht zu ziehen; aber wir sollten Realisten genug sein zu begreifen , dass wir in einem Dutzend Anklagepunkten für schuldig erklärt würden, wen man uns wegen Bruchs der Kriegsgesetze vor Gericht stellte. Wir haben einen ehrlosen Krieg geführt, den die Moral stand im Denken des kämpfenden Soldaten an erster Stelle. Je härter die Schlacht, umso weniger Raum bleibe für edle Regungen. Und im Pazifikkrieg haben wir die Menschheit den düsteren Grad der Bestialität erreichen sehen.

    Die Notwendigkeiten des Krieges haben uns oft zu Dingen gezwungen, die man Verbrechen nennt, und in gewissem Grade mag man die Masse tadeln für jene Form des Wahnsinns, die den Krieg hervorgerufen hat. „

    (es handelt sich nur um einen Auszug aus seinem Artikel aus dem Jahr 1946)

    ———–

    Ich glaube, es ist schon wichtig zu begreifen, mit wem wir es überhaupt zu tun haben, es ist wichtig zu verstehen, aus welcher Richtung akute Gefahr droht, und es wichtig zu wissen: Dass nie ein Land, sei es Frankreich, England, Polen, Russland oder die USA, für die von ihnen begangenen Verbrechen über die Jahrhunderte hinweg, zur Verantwortung gezogen wurde.

    Indes wurden deutsche Soldaten aus Kalkül heraus und oft ohne Beweise zum Tode verurteilt. Bis heute sühnt das deutsche Volk für Taten, die es nie begangen hat. Es ist also auch Unsinn zu erklären,, „ich kann nicht dafür, was mein Vater oder Großvater getan hat“ Denn schlussendlich haben unsere Väter, Großväter und Urgroßväter nichts anderes getan als unser Land verteidigt“ Und unsere Mütter, Großmütter und Urgroßmütter haben das deutsche Land unter widrigsten Bedingungen wieder aufgebaut. Mir ist aus Zeitzeugenberichten nicht bekannt, dass je ein Deutscher so gewütet hätte, wie einst die Franzosen, die Polen, die Russen und vor allem die Amerikaner.

    Niemand will einen Krieg, aber vielleicht begreift der eine oder andere erst dann, was und wie es sich wirklich zuträgt und immer schon zugetragen hat. Ich schreibe das ungern, und es obliegt mir auch nicht Prognosen abzugeben, aber mein Gefühl sagt mir, dass sich wohl manchem schon bald die Augen öffnen werden.


    Siehe auch:

    Von Kriegserklärungen, Feldzügen und von Kongressen, auf denen Europa tanzt und verhandelt; von Schwächung und Demütigung

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  • Ludwig XIV., seinen Innen- und Außenpolitik – „Un roi, une loi, une foi“ (ein König, ein Gesetz, ein Glaube).

    Mai 28th, 2024

    Mit Ludwig XIV. war 1643 ein König auf den französischen Thron gekommen, der sich als in höchstem Maße erfindungsreich erwies, wenn es darum ging, seine kriegerische Expansionslust juristisch zu begründen. So hatte er ein uraltes Lehensrecht in Brabant zum Vorwand für einen Überfall auf die Habsburgische Niederlande genommen, doch wurde er zurückgeschlagen. Dazu aber an anderer Stelle mehr.

    Der Absolutismus und seine Vorherrschaft in Europa ist von drei großen Männern geschaffen worden: Richelieu (1624-1642), Mazarin (1642-1661) und Ludwig XIV. (1661-1715).

    Kardinal Richelieu, der allmächtige Minister des schwachen Königs Ludwig XIII., ein Mann von lauterstem Charakter, kannte nur die Interessen des Staates. Als er starb, war durch Unterdrückung der Teilgewalten der Grund gelegt zum absoluten Königtum. Sein Schüler Mazarin hat nach Unterdrückung erneuter langwieriger Aufstände dem jugendlichen König eine starke Königsgewalt übergeben können. Nach dem Tode Mazarins war Ludwig XIV. sei eigener Kanzler.

    Von schöner männlicher Gestalt mit edlen Gesichtszügen, besaß er auch treffliche Anlagen des Geistes sowie Geschmack für Kunst und Literatur, wenn auch keine tiefere Bildung. Des Königs Sinnbild war die Sonne, als „Sonnenkönig“ schritt er im Gefühl der Gottähnlichkeit einher. Stets war er bemüht, die majestätische Würde des Herrschers zu wahren, und auch in seiner Umgebung, an seinem Hofe, spiegelte sich der Glanz der Krone wieder.

    Hoffeste, Komödien, Maskenzüge, Feuerwerke und andere Belustigungen wechselten in bunter Mannigfaltigkeit. Dichter und Gelehrte wetteiferten, solche Festlichkeiten zu verherrlichen, und einen Herrscher zu preisen, dessen Ehrgeiz es war, als der größte Monarch der Erde geehrt zu werden.

    Ludwig verband mit seinem starken Willen auch kluge Einsicht. Er wusste immer den rechten Mann an die rechte Stelle zu setzen. Es ist wunderbar zu sehen, wie seine schrankenlose Selbstsucht immer wieder treue und selbstlose Helfer fand.

    Cobert; sein Finanz- Wirtschaftsminister; Turenne und Condé, seine Feldherren; Lovois, sein Kriegsminister; Vauban, sein Festungsbaumeister u. a. – sie alle haben ein Leben voller Größe und Arbeit der Religion, des absoluten Königtums geweiht.

    „Welcher politischen Meinung man auch huldigen mag, niemand kann leugnen, dass diese Monarchie eine der größten welthistorischen Erscheinungen ist“. (Ranke)

    Der Wille des Königs war höchstes Gesetz: Un roi, une loi! Die Reichsstände waren schon seit Richelieu nicht mehr berufen worden. Die Gerichtshöfe zwang Ludwig zum Gehorsam, gegebenenfalls mit der Reitpeitsche. Er diktierte ihnen die Gesetze, die sie eintragen mussten.

    Selbst den religiösen Glauben schrieb er seinen Untertanen vor. !685 hob er das Edikt von Nantes auf, welches einst (1598) die Gleichberechtigung der Bekenntnisse gebracht hat. Nun galt: Un roi, une loi, une foi (ein König, ein Gesetz, ein Glaube).

    Dieser höfische Absolutismus schuf sich sogar zur Erhöhung seines Glanzes seinen eigenen Baustil, das Barock. (In fantastische und verschnörkelte Formen abgewandelt, wird es später zum Rokoko). Ludwig verlegte seine Residenz aus dem Louvre in Paris nach dem nahen Versailles. Aus einem kleinen Jagdschloss dort schuf er durch riesenhafte, ungeheuer kostspielige Bauten einen glänzenden Palast, umgeben von großartigen Gartenanlagen, deren Fassade 580 Meter lang ist.

    Glanzstück dieses Residenzschlosses ist der prunkvolle Spiegelsaal (in ihm wurde am 18. Januar 1871 das deutsche Kaisertum proklamiert und am 28. Juni 1919 der Versailler Vertrag diktiert). Bald erhob sich in der Nähe auch eine ausgedehnte Stadt. Sogleich nach der Übernahme der Macht begann Ludwig mit dem Versuch, Frankreichs Grenzen zu erweitern.

    Damals schwebte Deutschland am Rand des Abgrunds. Seine alte Waffenherrlichkeit war im Dreißigjährigen Krieg dahin gesunken. Umgekehrt hatte sich bei den Franzosen die Kriegserfahrung glänzend entwickelt, Frankreichs Heere erwiesen sich im Krieg gegen Holland als überlegen.

    ————————

    Im nächsten Beitrag dieser Reihe lesen wir dann über den Frieden vom Nimwegen (1678) und Ludwigs Eroberungskrieg, oder besser über seine Raubzüge. Neun Jahre lang führte er einen Krieg in barbarischer Weise.

    Beitrag zuvor: https://undinepeter.blog/…/europa-im-zeichen-des…/

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  • Europa im Zeichen des Absolutismus (1648-1789)

    Mai 28th, 2024

    Wie angekündigt geht es hier weiter: „Deutsche Geschichte“ nach Albert Thümmel.

    Europa im Zeichen des Absolutismus (1648-1789)

    Nach dem Dreißigjährigen Krieg beginnt ein neues Zeitalter mit neuen Anschauungen. Die Zeit der Religionskriege ist beendet. Zwar bleiben die religiösen Ideen auch weiterhin mächtig, aber sie wirken mehr im Hintergrund. Im Vordergrund steht von jetzt ab allmächtig die Politik.

    Nach der vorherrschenden Staatsform nennen wir die neue Zeit das Zeitalter des Absolutismus, der unumschränkten Fürstenmacht. Der Herrscher – ob König, Fürst oder Herzog – kann buchstäblich machen, was er will. Er braucht vorher niemanden zu fragen und ist hinterher keinem Menschen Rechenschaft schuldig.

    Bezeichnend dafür ist die Geschichte von einem Ansbacher Markgrafen, der eines Tages einen Kaminfeger vom Dach schoß, weil seine Geliebte den Wunsch geäußert hatte, sie möchte gern einmal eine Menschen vom Himmel fallen sehen. Die trostlose Witwe fand er mit einigen Talern ab.

    Dieser Absolutismus dringt allmählich – hier früher – dort später – in allen europäischen Staaten durch, mit Ausnahme von England und Holland.

    In England versuchen zwar die Stuarte gleichfalls den Absolutismus einzuführen, aber sie scheitern an zwei Revolutionen: 1649 wird Karl I. hingerichtet – 1688 der letzte Stuart vertrieben und an seiner Stelle sein Schwiegersohn Wilhelm III. von Oranien aus Holland herübergerufen und zum König gewählt; er regierte dann England und Holland in Personalunion.

    Der Absolutismus hat nicht überall das gleiche Gesicht. Man kann zwei Hauptformen unterscheiden: den höfischen und den aufgeklärten Absolutismus. Der klassische Vertreter des höfischen Absolutismus ist der französische König Ludwig XiV., charakteristisch sein Ausspruch: L’Etat c’est moi.“ (Ich bin der Staat).

    Die Untertanen sind für ihn da, nicht er für sie. Das Glück der Untertanen kann zwar auch von einem solchen Monarchen gefördert werden, doch ist das nicht der Hauptzweck, sondern das Mittel.

    Den aufgeklärten Absolutismus verkörpert am reinsten Friedrich der Große mit seinem Wort: „Der König ist der erste Diener seines Staates.“ Hauptzweck sind ihm das Glück der Untertanen und die Macht des Staates, nicht Glanz und Genuss des Hofes.

    Die Mittel, mit denen der absolute Herrscher seine Herrschaft durchführt und aufrechterhält, sind überall ähnlich. Das wichtigste ist das stehende Heer, daneben ein zuverlässiges Beamtentum, schließlich als Voraussetzung für beide eine geordnete Finanzwirtschaft.

    Ferner suchen die meisten dieser Fürsten ihre Macht und Würde zu heben durch eine möglichst glänzende Hofhaltung und durch ein strenges Hofzeremoniell (Etikette).

    In allen diesen Dingen ist Frankreich mit seinen Bewohnern das klassische Land und Volk. Von dort aus tritt der Absolutismus seinen Siegeszug durch die europäischen Staaten an. Bei dem gewaltigen Einfluss, den somit Frankreich in jener Zeit, vor allem für Deutschland gehabt hat, müssen wir uns dort etwas genauer umschauen.

    —————

    Im nächsten Beitrag lesen wir dann über Ludwig XIV. , seine Innen- und Außenpolitik.

    Beitrag zuvor: https://undinepeter.blog/…/deutschland-1648-das…/

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  • Gedanken zur Sommersonnenwende

    Mai 28th, 2024

    Nun steht die Sommersonnenwende unmittelbar bevor.
    Werdet ihr feiern? Ich freue mich auf jeden Fall über viele schöne Bilder zur Sommersonnenwende. Und ganz gleich, wo ihr dem Fest des lichten Sonnengottes Baldur, dem schönsten und freundlichsten der Asen-Götter, gedenkt, habt eine gute Zeit!

    Gedanken zur Sommersonnenwende
    Das Licht, die Reinheit, gilt auch als Symbol der sittlichen Reinheit und des guten Rechts; daher mahnt ein in manche Sage gekleidetes Sprichwort: „Die Sonne bringt es an den Tag“, d. h. das Unrecht, das Verbrechen, z. B. den Mord, der sich tief verborgen und sicher wähnt.

    Der Sommer beginnt bei uns am 21. Juni, weil der nördliche Wendekreis der Sonne am meisten zugekehrt ist. Vom 21. Juni an wendet sich der Sonnenstrahl nach dem Süden des Äquators: Sommersonnenwende, bei uns am 21. Juni der längste Tag, dann nehmen die Tage ab.

    Am 21. Dezember ist die Wintersonnenwende und von dem Tage an werden die Tage allmählich länger, bis zur Sommersonnenwende am 21. Juni. Die Germanen feiern diese Marke im Kreislaufe der Zeit als Fest des lichten Sonnengottes Baldurs und gedenken zugleich Freyrs. Beide sind die Lichtgottheiten

    Wie Freyr ist auch Baldur, ebenfalls Odins Sohn, ein Gott des Lichtes, der Sonne, doch in vielfach abweichender Richtung; so wird nicht der Erntesegen wie auf Freyr-Frô, sondern der Frühling auf ihn zurückgeführt; er ist das aufsteigende Licht des wachsenden Jahres und muss daher sterben, wann das Jahr sich neigt, wann die Tageslänge nicht mehr zunimmt, sondern abnimmt, und die Nacht dem Tageslicht zu obsiegen anhebt; also zur Sommersonnenwende, ungefähr zwischen dem einundzwanzigsten und dem vierundzwanzigsten Juni;

    „Es zeigten uns die Einheimischen, wo die Sonne ihre Ruhe halte“, so lautet die Erkenntnis aus einem Bericht des griechischen Astronomen Pytheas während eines Besuches in Norwegen um 330 v. u. Z. Darüber wird deutlich, wie wichtig die Himmelsbeobachtung für das germanische Volk war.

    Damals, als sich Glaube und Erkenntnis noch nicht widersprachen

    Sonnenwarten konnten zugleich Sonnenheiligtümer sein, und die ernste Sonnenbeobachtung zugleich eine frohe Sonnenwendfeier. Darüber erweist sich der Urgrund der germanischen Sonnenwendfeier: beobachtendes Wissen, ordnen des Verstandes und gläubiges Vertrauen. Den Menschen nordischen Blutes war Klarheit, Wissen und Erkenntnis innerstes Bedürfnis.

    Feste wie die Sonnenwendfeier sind nichts anderes als Ausdruck einer überlegenden, aus sich selbst schöpfenden Lebensweise und Weltanschauung.

    Die Bräuche, mit denen man auch heute noch in Skandinavien die Sonnenwende, dort Mittsommer genannt begeht, gehen auf uraltes germanisches Brauchtum zurück. Leider sind sie in unseren Breitengraden kaum noch anzutreffen.

    ————————————-
    Quelle:
    Felix Dahn Walhall
    Fritz Martini Germanische Heldensage
    Germanitaothala

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  • Allerlei von der Wiese

    Mai 26th, 2024

    Storchschnabel stinkend oder klein, aber groß in der Wirkung. Oft wird die Heilwirkung der Storchschnäbel unterschätzt.

    Ich habe dann mal schnell eine Tinktur angesetzt.

    Wertvolle Kräuter, von Hand verlesen

    Bin vorhin noch durch den Garten „gestiefelt“ und habe ein bisschen gesammelt. Den Storchenschnabel und seine gute Eigenschaften kennt ihr ja schon.

    Auch die Gundelrebe von der Wiese schwimmt nun für ein paar Wochen im Alkohol.

    Andere Kräuter trocknen vor sich hin – so auch das kriechende Fingerkraut, dessen Eigenschaften vielleicht nicht so bekannt sind. Vermutlich kennen es die meisten als „Unkraut mit gelben Blüten“ oder als kriechender Gänsefuß“.

    Daher kurz etwas zu dem Kräutlein, dass in unserem Garten stellenweise sehr üppig wächst. Ist zwar ein wenig mühsam, die Sammelei, aber sie lohnt. Denn das kriechende Fingerkraut ist eine alte Heilpflanze und kann einiges:

    Sie enthält Gerbstoffe und Schleimstoffe, die man bei Magen-Darm-Erkrankungen, Erkältungen und bei der Wundversorgung einsetzt.

    Sowohl die Wurzeln als auch das Kraut wirken (als Tee zubereitet) krampflösend adstringierend und fiebersenkend. Ein Aufguss des getrockneten Krautes wird auch bei der Behandlung von Durchfall verwendet, es wird bei Halsschmerzen gegurgelt und äußerlich als adstringierende Lotion verwendet. Ein konzentriertet Absud lindert Zahnschmerzen.

    Übrigens: Die Pflanze ist oft Bestandteil vieler kosmetischer Antifalten-Präparate für die Haut.

    Und so mancher seufzt jetzt vor sich hin: Schon wieder eine Pflanze, welche wir als Unkraut bezichtigt haben.

    Die stickstoffliebende Pflanze gedeiht bevorzugt auf feuchten Wiesen, feuchten Ruderalfluren, Schuttfluren (etwa Bahnschotter), Straßenböschungen, Ufern und Äckern. Im Wallis steigt sie bis auf 1750 m auf.

    Auf einen Blick – Eigenschaften der Fingerkraut-Arten

     blutzuckersenkend

     leberschützend

     entzündungshemmend

     antibakteriell

     antioxidativ und

     neuroprotektiv wirken.

    Letzteres bedeutet, dass sie eine schützende Funktion auf die Nerven ausüben sollen.[Diese Wirkung lässt sich auf den hohen Anteil an Gerbstoffen zurückführen.

    Doch ist es wohl ein Extrakt aus den Rhizomen (Sprossen, unterirdisch oder dicht über dem Boden), die eine stärkere entzündungshemmende und antioxidative Wirkung haben, als der oberirdische Teil der Pflanze.

    Aus der historischen Perspektive sollten wir all diese Pflanzen auch als Teil unseres kulturellen Erbes begreifen. Denn es sind vor allem die historischen Aufzeichnungen, aus denen hervorgeht, wofür sie gut sind. Unsere Vorfahren besaßen ein enormes Wissen. Und wie ich gestern schon erwähnt habe, so manchem „schmeckt“ das gar nicht, dass wir von diesem Wissen zehren und es weitergeben.

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  • Ein Ausflug in die „verbotenen Gefilde“ einer naturnahen Medizin

    Mai 25th, 2024

    … frei zitiert nach Wolf-Dieter Storl aus seinem Standardwerk „Kräuterkunde“

    Wie auch wir über die gewonnenen Eindrücke auf unseren Zeitreisen mehr und mehr erkennen , dass unsere (steinzeitlichen) Vorfahren über ein mächtiges Wissen verfügten, so berichtet auch Hans-Dieter Storl in seinem Standardwerk „Kräuterkunde“ über ihre Fähigkeiten, vor allem heilende Kräuter instinktiv bestimmen zu können.

    Dass Tiere instinktiv Heilpflanzen suchen, um sich zu heilen, hielt man lange für Aberglaube. Doch über wissenschaftliche Beobachtungen wurde längst bewiesen, dass uns hier die Tiere (den natürlichen Instinkt betreffend) wohl um einiges voraus sind.

    Kein Wunder. Schon beizeiten , also als die christlichen Missionare sich anschickten, die Welt zu bekehren, geriet die Kräuterkunde in Verruf, denn heidnische Heilpriester und Schamanen waren die Rivalen der Missionare/Jesuiten. Sie waren des Teufels genau wie ihre Kräuter. Doch das Volk lief trotzdem zu den weisen Kräuterfrauen (Hexen), und so konnte die Kirche nicht anders, als die Kräuter wieder zuzulassen.

    Doch die Absicht, die Menschen von der Naturheilkunde fern zu halten, und diese zu verteufeln, hat eigentlich nie aufgehört. Unterschwellig wird den Menschen nach wie vor vermittelt, dass sie dem „Humbug“ kein Vertrauen schenken sollen.

    So trug es sich bei einer Vortragsreihe zur natürlichen Medizin, geführt von Wolf-Dieter Storl, wie folgt zu: – ich zitiere:

    „ Die Teilnehmer waren zunehmend begeistert von den Möglichleiten einer natürlichen Medizin, die ihnen bis dahin vorenthalten geblieben ist. Ein nettes Pärchen, das im 7. Lebensjahrzehnt den zweiten Frühling erlebte, zeigte sich besonders aufgeschlossen, Vor allem über Liebes- und Verjüngungskräuter wollten sie etwas erfahren.

    Eines Tages jedoch, reichten sie mir, sichtlich niedergeschlagen einen Artikel, den sie in der Familienzeitschrift „Living today“ gefunden haben. Die in dicken Lettern gedruckte Überschrift lautete: „Die Gefahren der Kräutertees“. Der Verfasser, ein Doktor Lewis, Dozent an der Washington Universität in St. Louis warnte eindringlich vor Kräutern. Kamillentee könnte bei Heuschnupfenasthmatikern einen gefährlichen Schock auslösen.“

    Das ist doch blanke Angstmacherei, versuchte Wolf-Dieter Storl das Pärchen zu beruhigen , und es trägt die Handschrift der Pharmalobby. Eine andere Kursteilnehmerin meldete sich zu Wort, sie leide auch an Heuschnupfen und trinke oft Kamillentee, aber einen Schock hat sie noch nie erlitten.

    „Es nützte aber alles nichts. Die beiden erschienen nicht mehr im Kurs. Die Warnung seitens höherer Autorität, die schwarz auf weiß gedruckte professorale Mahnung hatte sie in ihre Grenzen verwiesen. Der Ausflug in die verbotenen Gefilde einer naturnahen Medizin war beendet.“

    Nun stellen sich folgende Fragen:

    Wie steht es mit den 1950er Jahren massiv angewendeten Wunderwaffen gegen Bakterien´, den Antibiotika? Bei akuten Entzündungszuständen haben sie zwar viele Leben gerettet, inzwischen weiß man jedoch, dass sie langfristig das Immunsystem schwächen.

    Und wie verhält es sich mit den Steroidhormonen und den Kortisonbomben, die so leichtfertig verschrieben werden? als Nebenwirkungen sind unter anderem Knochenbrüchigkeit, Fettablagerungen, erhöhter Blutdruck , Muskelschwächung , gastrointestinale Geschwüre und Psychosen zu beklagen.“

    Und das ließe sich immer so weiter führen…

    Das ist Fakt:

    „Kein Arzt kann den Überblick über die mehr als 80.000 künstlichen Medikamente behalten. Die Gefahr der Medikamentenvergiftung und der Arzneimittelschäden nimmt ständig zu.“

    Weitere Fakten:

     Zurzeit sind in Europa rund 90.000 Medikamente – Produkte der Pharmaindustrie mit unaussprechlichen Fantasienamen – auf dem Markt. Welcher Mediziner bewahrt da noch den Durchblick? Wer hat die Zeit, Abertausende, vor allem in englischer Sprache veröffentlichte neueste Forschungsresultate zu lesen?

     Oft haben Pharmazeutika Nebenwirkungen, die erst später erkannt werden. Unvorhersehbare Wechselwirkungen und persistierende Metabolitenbelasten nicht nur den Mikrokosmos Körper, sondern auch die Natur

     Zwischen 50 % und 90 % der synthetischen Medikamente werden nicht verstoffwechselt, das heißt, sie belasten Gewässer, Böden und Aufbereitungsanlagen. (Um hier nur ein Beispiel dafür anzuführen: Die Anwendung von schmerzstillendem und entzündungshemmendem Diclofenac führte in kürzester Zeit zum Aussterben der Geier in Südostasien.)

     In Deutschland sterben trotz bester medizinischer Versorgung jährlich 342.000 Menschen an Herz-Kreislauf-Versagen, 220.000 an Krebs, 800.000 sind von Arthritis betroffen und jeder Dritte leidet an Allergien und Autoimmunkrankheiten, die vor hundert Jahren praktisch unbekannt waren.

    Inzwischen wissen wir, dass Heilkräuter – auch die ganz gemeinen „Unkräuter“, die im Garten und unter der Hecke wachsen – Meister der molekularen Synthese sind. Seit sie vor mehr als 400 Millionen Jahren an Land gingen, haben sie sich erfolgreich mit Bakterien, Viren und Pilzen auseinandergesetzt. Moderne Forschungen haben inzwischen gezeigt, dass Pflanzen nicht nur Keime in unserem Körper in Schach halten können, sondern auch physiologische und psychologische Wirkungen zeitigen können.

    ————–

    Quelle:

    Auszug aus Wolf-Dieter Storl „Kräuterkunde“.

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  • Weide gegen Schmerzen – ich habe dann mal ein bisschen Rinde geschält

    Mai 25th, 2024

    Wer hat’s gewusst? Oder wendet es sogar schon länger an?

    Dank der in ihr enthaltenen Salicylate kann Weidenrinde schmerzlindernd, fiebersenkend und entzündungshemmend wirken. Deshalb findet sie seit langer Zeit medizinische Anwendung beispielsweise in Form von Teeaufgüssen bei Erkältungssymptomen, insbesondere mit Gliederschmerzen und dumpfen Kopfschmerzen.

    Schon in der Antike wurden die Blätter und die Rinde zur Behandlung von Schmerzen genutzt. Das erste medizinische Zitat stammt aus dem Jahr 1762. Damals wurde ein Tee aus 24 g Weidenrinde zur Fiebersenkung eingesetzt.

    Ich habe heute fleißig geschält, und nun lasse ich die Rinde für ca. 48 Stunden trocknen. Dazu lege ich sie (wie auf dem Bild zu sehen) einfach auf eine Papierserviette ins Körbchen oder auch auf ein Leinentuch.

    Man sollte die Rinde nicht in der direkten Sonne trocknen oder gar auf dem Ofen oder dem Heizungskörper. Das Trocknen an der Luft, locker ausgelegt auf einem Tuch, ist das schonendste Verfahren, um die wertvollen Inhaltsstoffe zu bewahren.

    Wenn die Rinde vollständig getrocknet ist, kommt sie ins Glas und wird dunkel gelagert.

    ————————-

    Zubereitung und Dosierung

    Die mittlere Tagesdosis für Erwachsene beträgt sechs bis zwölf Gramm Weidenrinde.

    Für den Tee ein bis zwei Teelöffel Rinde mit einer Tasse Wasser übergießen. Zehn Minuten ziehen lassen und bis zu drei Tassen pro Tag nehmen.

    Zubereitung für eine Tasse Tee: 1 TL Weidenrinde mit etwa 300 ml Wasser aufkochen und abgedeckt 5 Minuten ziehen lassen. Anschließend die Rinde abseihen. Täglich zwei bis drei Tassen trinken. Die Tagesdosis sollte 6–12 g Rinde betragen, um die gewünschte schmerzstillende Wirkung zu erzielen.

    Nachteil des natürlichen Weidenrindenextrakts: Die schmerzlindernde Wirkung der Weidenrinde tritt erst nach 2–3 Stunden ein. Der Vorteil: Die Wirkung kann bis zu 12 Stunden andauern und löst keine Reizungen oder Blutungen der Magenschleimhaut aus.

    Auch äußerlich angewendet, beweist die Weidenrinde gute Eigenschaften. Dank ihrer Tendenz, Haut aufzuweichen, empfiehlt sie sich z.B. im Einsatz gegen Hühneraugen oder Schwielen; etwa als Beigabe im Fußbad.

    ————

    Und hier noch ein bisschen was Informatives:

     Hildegard von Bingen (1098–1179) setzte Weidenrinde im Mittelalter gegen Gelenkschmerzen und Rheuma ein.

     In der Pflanzenheilkunde der Weltmedizin hatte es in vielen Kulturen schon immer einen festen Platz. Historisch standen die schmerzstillenden Eigenschaften eher im Hintergrund. Weidenrinde als entzündungshemmendes und zusammenziehendes (adstringierendes) Mittel kannten aber bereits ägyptische Ärzte. Unser medizinischer Urvater Hippokrates verordnete sie bereits 400 vor unserer Zeit

     ASS oder Acetylsalicylsäure kennt jeder, die Weidenrinde kennen dagegen nur Eingeweihte. Dabei ist der Wirkstoff eigentlich nichts anderes als eine chemische Kopie der Natur. Salicin aus der Weidenrinde wurde als Reinextrakt zu Acetylsalicylsäure (ASS) synthetisiert.

     Weidenrinde wirkt wie Aspirin, hat jedoch im Gegensatz zu Aspirin keine blutverdünnende Wirkung und hemmt die Bildung der Magenschleimhaut nicht.

     Auszug aus Net-Doktor: „Es ist ein natürliches Schmerzmittel: Weidenrinde enthält einen Wirkstoff, der dem Schmerz- und Fiebermittel Acetylsalicylsäure (ASS) ähnelt. Tatsächlich werden Extrakte der Weidenrinde auch schon seit Jahrhunderten gegen Schmerzen und Fieber eingesetzt. „

    —————————

    Die Wirkungsweise auf einen Blick:

    • entzündungshemmend

    • schmerzlindernd

    • fiebersenkend

    • Abschwellend

    • besser verträglich als Aspirin

    ———————————-

    Und zum Abschluss noch ein Tipp:

    Wer mag, kann auch eine Weidenrinde-Tinktur herstellen. Dazu die Rinde mit einem scharfen Messer entfernen, kleinschneiden und in ein Glas füllen. Mit 70 %igem Alkohol aufgießen, Glas verschließen und an einem hellen, aber nicht zu sonnigen Platz 2-3 Wochen ziehen lassen. Dann abseihen und Flüssigkeit in Flasche(n) füllen.

    Das Salicin aus der Weidenrinde wird über die Nieren aufgenommen, Salicylsäure über den Magen. Entsprechend wirkt eine Schmerztablette sehr schnell, während die Weidenrinden-Tinktur erst ein paar Stunden nach der Einnahme ihren Weg in die Blutbahn findet und ihre Wirkung entfaltet. 2-3x täglich 10-15 Tropfen der Tinktur.

    Gut zu wissen:

    Es sollten vornehmlich die noch jungen Triebe verwendet werden. Am besten sammelt man in der Zeit vor dem Weißdorn (März/April), also im Frühjahr. Dieses Jahr war ich recht spät dran, aber die Rinde war noch schön weich und grün, und dank einer lieben Freundin kamen die Weidenstöcke frisch aus dem Garten. Die Silber- als auch die Purpurweide sind wohl die hauptsächlichen Träger des Salicyl.

    Man kann auch einfach nur auf der Rinde herumkauen.

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  • Hier muss man hinter den Zeilen lesen, denn Umberto Eco schreibt „eindeutig zweideutig“

    Mai 25th, 2024

    Als ich mir in jungen Jahren das Buch das „Foucaultsche Pendel“ von Umberto Eco auf eine Empfehlung hin aus dem Freundeskreis zulegte, konnte ich zunächst nicht viel damit anfangen. Das war noch die Zeit, als es galt: „Das muss man gelesen haben“. (Was eigentlich auch Quatsch ist.)

    Wenn es leicht war, den „Namen der Rose“ als einen Roman zu definieren, dessen Handlung in sieben Tagen an einem begrenzten Ort und zu einer bestimmten Zeit spielte, so kommt man in Verlegenheit, sollte man die Einheit von Ort, Zeit und Handlung in diesem Roman bestimmen.

    Worum geht’s: Drei Mailänder Verlagslektoren beschließen, nachdem sie zu viel Umgang mit Autoren auf eigene Kosten hatten, die sich an okkulten Wissenschaften, Geheimbünden und kosmischen Komplotten delektieren, aus reiner Spiel- und Spottlust (ohne jedes Verantwortungsgefühl) einen großen Welt verschwörungsplan zu entwerfen. Doch jemand nimmt sie ernst.

    Fakt ist: hier muss man hinter den Zeilen lesen, denn Umberto schreibt „Eindeutig zweideutig“

    Mutter sagte immer nur, „er schreibt schon so, wie es ist, man muss es nur verstehen lernen… Dazu fehlte mir aber damals einfach die Zeit, und ich legte es zur Seite. Und da blieb es liegen, bis zu meinem 55. Lebensjahr. Seit etwa drei Jahren, ist dieses Buch nun zu einem wertvollen Begleiter in meinem „Schreibe-Alltag“ geworden, und von Tag zu Tag wird die „Geschichte“ darin für mich durchsichtiger.

    Nun zu seiner Bibliothek, worum es auch in dem kurzen Film (Video) in diesem Beitrag geht. Wenn man um das Wissen eines Umberto Eco weiß, war meiner Ansicht nach, der Übertrag an das Ministerium für Kulturgüter ein großer Fehler. Was auch immer die Familie tatsächlich dazu bewogen haben mag; Umberto Eco wollte nichts mehr, als dass seine Bibliothek im Familienbesitz verbleibt. Schade, daraus ist nichts geworden.

    Seine umfangreiche Privatbibliothek wurde nach mehrjährigen Verhandlungen mit den Erben Anfang 2021 vom Ministerium für Kulturgüter und kulturelle Aktivitäten erworben. Für die über 30.000 Titel neuzeitlicher Werke soll in Bologna eine eigene nach Umberto Eco benannte Bibliothek als Teil der Universitätsbibliothek entstehen, in der auch sein Arbeitszimmer rekonstruiert werden soll.

    Die vor dem 20. Jahrhundert entstandenen Werke, etwa 1200 Titel, 36 Inkunabeln sowie 380 Bände, die zwischen dem 17. und 19. Jahrhundert entstanden sind, werden der Biblioteca Nazionale Braidensee in Mailand zugeführt.

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