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  • Stadt und Festung Breslau – ein Streifzug durch die Geschichte (Teil I)

    Februar 25th, 2024

    Nach Dresden widmen wir uns der Stadt Breslau, ihrer Geschichte und ihrem schweren Kampf um den Erhalt der Heimat beginnend am 13. Februar 1945 bis zum 6. Mai 1945. Die Menschen dort kämpften wie Löwen.

    Ich werden dieser Zeit einige Kapitel widmen.

    Als sich im Februar 1945 die Russen und ihre polnischen Hilfstruppen der schlesischen Hauptstadt näherten, wurde diese am 15.2. zur Festung erklärt (wie auch Glogau und Oppeln).

    Während der dreimonatigen Belagerungszeit kamen 40 000 Menschen vor Hunger und Kälte um. 70 Prozent der Stadt fielen dem Feuer der sowjetisch-polnischen Artillerie zum Opfer.

    Nachdem die Festung am 6. Mai (vier Tage nach Berlin) kapituliert hatten, richteten die Besatzer unter den Überlebenden ein Blutbad an. Die Polen, die am 9. Mai die Verwaltung Breslaus übernahmen, vertrieben die meisten der damals 200 000 deutschen Einwohner.

    Und bevor wieder Stimmen mit unhaltbaren Aussagen ertönen wie…

    „Wir müssen nicht jammern, die Deutschen haben doch angefangen“. – Nein! Das haben sie nicht. Die kriegerischen Handlungen und das damit einhergehende Unheil für Millionen unschuldiger Menschen ging zu keiner Zeit vom Deutschen aus. Nachweislich!

    „Die Deutschen waren auch nicht zimperlich“. Auch das stimmt so nicht. Deutsche haben zu keiner Zeit je in einem Land gegen Menschen so gewütet wie wir es aus den Reihen der uns bekannten Kriegstreiber USA und Britannien kennen. Eingeschlossen die Gräueltaten der Sowjets. Nachweislich!

    „Aber es war doch Krieg“. Falsch! Als das große Morden und die Jagd auf alle Deutschen stattfand, war der Krieg längst entschieden. Und auch darüber hinaus, also in der Nachkriegszeit, nahm das Töten der deutschen Bevölkerung durch die Besatzer kein Ende. Nachweislich!

    Verweise, Quellen, und Tatsachen- und Erlebnisbericht dazu gibt es genug. In meinen Beiträgen werden sie im Detail zu den jeweiligen Vorgängen aufgeführt.

    Ich finde es nach wie sehr traurig als auch verblüffend, wie sich eine Mehrheit deutscher Bürger zum dem Leid des eigenen Volkes äußert und die Verbrechen gegen das eigene Volke zu verharmlosen vermag und darüber hinaus eine Richtigstellung ablehnt und die Erlebnis- Tatsachenberichte nur bedingt wahrnimmt.

    Meine Frage: Waren das keine Menschen für diejenigen? Oder warum rehabilitiert man vehement die Taten der Alliierten und Besatzer?

    ————-

    Doch nun zu Breslau. Zu Beginn möchte ich euch die Stadt und ihre Geschichte vorstellen. So schaffen wir eine Verbindung und können besser begreifen, welchen Verlust die Menschen nach der unsäglichen und völkerrechtswidrigen Vertreibung erlitten haben.

    Gut zu wissen: Im Jahr 1945 wurde Breslau gemäß dem Potsdamer Abkommen unter polnische Verwaltung gestellt. Diese vertrieb bis 1948 die gesamte deutsche Bevölkerung Breslaus und besiedelte die Stadt mit Polen, die meist aus Zentralpolen oder aus den an die Sowjetunion gefallenen Landesteilen kamen. Gemäß dem Potsdamer Abkommen und aufgrund der immer noch ausbleibenden friedensvertraglichen Regelung ist das Gebiet östlich von Oder und Neiße der Republik Polen nur zu einstweiligen Verwaltung übergeben worden. Das Gebiet bleibt ein Teil Deutschlands. So auch die schlesische Hauptstadt Breslau.

    Wir blicken nun zurück auf die Anfänge der Stadt. In diesem Teil bis zu Beginn des 14. Jahrhunderts.

    Breslau ist die größte Stadt der Provinz Schlesien, Hauptstadt Niederschlesiens und bis 1945 Sitz des Oberpräsidenten der Provinz Schlesien. Sie war bis 1919 außerdem königliche Residenzstadt und kultureller und wirtschaftlicher Mittelpunkt des südlichen Ostdeutschlands.

    Breslau liegt an der Oder und ihren zahlreichen Flussarmen und Nebenflüssen inmitten der fruchtbaren Schlesischen Tiefebene. In vorgeschichtlicher Zeit führte die Bernsteinstraße von der Danziger Bucht nach Aquileia (Italien) durch die Breslauer Oderfurt.

     Schon vor mehr als 2000 Jahren gab es auf dem Gebiet der heutigen Stadt eine keltisch-illyrische Siedlung. Später ließen sich hier wahrscheinlich ostgermanische Wandalen nieder.

     Im 9. Jahrhundert bestand an dieser Stelle die wehrhafte Siedlung Frodeslaus. Daraus entwickelte sich später Vratsao (Vroclaw).

     Um 900 gehörte sie zum Reich des Böhmenherzogs Wratislav I.

     Um 1000 erreichter Kaiser Otto III. das von Bischof Johannes verwaltete Bistum Breslaus als Teil des Erzbistum Gnesen.

     Seit der Mitte des 11. Jahrhunderts, als sich hier immer mehr deutsche Kaufleute und Handwerker ansiedelten , gehörte Breslau (das 1149 erstmals als „Citvitas“ erwähnt wird), zu den bedeutendsten Städten Schlesiens.

     Im Jahr 1093 wurde Magnus Graf Wlast Statthalter Schlesiens. Er wurde 1037 in Dänemark geboren und heiratete 1057 eine Prinzessin aus dem schwedischen Warägergeschlecht von Naugard (Nowgorod). Wlast gehörte zur dänischen Sippe der drei Schwäne (daher sein Schwanenwappen). Sein Sohn Peter (geb. 1078) wurde 1108 zweiter Landeshauptmann von Schlesien und gründete hier Anfang des 12. Jahrhunderts 77 Kirchen und Klöster, darunter die Vincenzkirche auf dem Elbing. 1150 kam ein Prämonstratenserkloster hinzu. In Dänemark gibt es noch heute eine Adelsfamilie Wlast. Peter Wlast fiel seinerzeit einer politischen Intrige zum Opfer, weil er sich gegen die Besatzer gewandt hatte

    Nach den schweren Kämpfen gegen den deutschen Kaiser Friedrich Barbarossa bei Posen mussten die Polen kapitulieren und Schlesien herausrücken. 1163 traten die drei Herzöge Boleslaus, Mesiko und Konrad, Söhne des Herzogs Wladislaus, die gemeinsame Herrschaft in Breslau an.

     Nachdem die Tartaren die Stadt im Jahr 1242 zerstört hatten, wurde sie an der heutigen Stelle am linken Ufer der Oder wieder aufgebaut und erhielt unter Herzog Heinrich III. und seinem Bruder Wladislaw 1262 Magdeburger Stadtrecht.

     1466 taucht erstmals der Name „Breslau“ auf.

    Die lückenlose seit 1287 vorhandene Ratslinie beweist, dass die Stadt bis 1945 nur von Deutschen regiert wurde.

    ————————————

    Quelle:

    Letzte Tage Schlesien Herbert Hupka

    Tragödie Schlesiens 1945/46 in Dokumenten

    Schlesien Heinz Rudolf Fritsche

    Schlesien Reiseführer Johannes Schultz-Tesmar

    Niederschlesien Erle Bach Markus Dworaczyk

    Unser Schlesien: Erinnerungen an Breslau und den damit verbundenen Kampf für die Heimat vom 13. Februar bis in den Mai 1945 hinein.
    Schlesien und seine Bäder

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  • Unser Schlesien: Erinnerungen an Breslau und den damit verbundenen Kampf für die Heimat vom 13. Februar bis in den Mai 1945 hinein.

    Februar 25th, 2024

    Unternehmen wir also noch einen kurzen „Schwenker“ in die Anfänge des 11. Jahrhunderts, die der Wiedergewinnung alten germanischen Bodens.

    Schlesien, Ostpreußen, Westpreußen und Pommern sind Gebiete, die sieben Jahrhunderte und mehr von germanischen Stämmen bewohnt waren.

    Als diese west- und südwärts zogen, kamen Slawen ins Land. Doch diese Slawen waren nicht in der Lage, den Boden zu bewirtschaften, Wälder zu roden, um Anbaugebiete zu schaffen. Deshalb übergaben sie das unbewohnte Land und die unbewohnbaren dichten Wälder den Deutschen.

    Aus den alten germanischen Stämmen kamen Franken, Thüringer, Flamen und viele andere nach Schlesien. Unter schwersten Bedingungen schufen diese Deutschen Dörfer und Städte und brachten eine Wüste zum Blühen, und ließen auf altem germanischen Boden neues Leben erwachsen.

    Und noch etwas: Unser Volksstamm, soweit wir zurückblicken können, besaß dichterische Begabung. Er wusste, die bunte Menge von Gestalten und Handlungen zu erfinden, die den Inhalt einer Mythenreihe ausmachen. Später, als die Germanen lange Zeit bei den südlichen Nachbarn in die Schule gegangen waren, erhob sich ihre bildende Kunst zu freien, großen Schöpfungen.

    Wusstet ihr, dass allein aus der Provinz Niederschlesien mit der Hauptstadt Breslau 13 Nobelpreisträger stammen?

     1908 Paul Ehrlich

     1912 Gerhart Hauptmann

     1918 Fritz Haber

     1931 Friedrich Bergius

     1934 Otto Stern

     1950 Kurt Alder

     1954 Max Born

     1963 Maria Goeppert-Meyer

     1964 Konrad Bloch

     1987 Georg Bednorz (Kind schlesischer Eltern)

     1994 Reinhard Selten

     1999 Günter Blobel(geb. 1936, er kam mit seinen Eltern als Vertriebener aus Sohrau-Niederschlesien- nach Dresden, ging nach Abitur und Studium nach Amerika – da er in der DDR keine Unterstützung zur Forschung bekam).

    Auch das deutsche West- und Ostpreußen hat Nobelpreisträger:

     1920 Walter Nernst

     1901 Emil Behring

     1911 Wilh. Wien

     1956 Werner Forssmann

     1963 Fritz Lippmann

    

    Aus dem deutschen Sudetenland: 1905 Philipp Lenard

    Weitere größere Persönlichkeiten aus dem zum deutschen Reich gehörigen Ostdeutschland sind Imanuel Kant, Kopernikus, Knobelsdorf, Schopenhauer, Virchow,

    Borsig, Langhans, Fahrenheit , A. Menzel (Maler) , B. Grzimek Zoologe)

    Kurt Masur (Dirigent).

    ——————–

    Wenn wir das Kapitel Breslau aufschlagen, beginnt auch das Stück meiner Geschichte väterlicherseits, denn mein Urgroßvater wurde in Breslau geboren. Hier nur ein kurzer Aufschlag, wo die Wurzeln meiner Familie zu finden sind. Mütterlicherseits haben wir diese bereits kennengelernt, sie finden sich in Lissa (Posen).

    So eröffne ich eine neue Beitragsreihe zur „Festung Breslau“.

    Auf den Fotos seht ihr unter anderem meine Urgroßeltern zu ihrer Goldenen Hochzeit.

    Stadt und Festung Breslau – ein Streifzug durch die Geschichte (Teil I)
    Stadt und Festung Breslau – die bewegte Geschichte ab 1335 bis 1945 (Teil II)
    Breslau Teil III – Januar/ Februar 1945
    Der Kampf um Schlesien – Breslau Teil IV

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  • Anknüpfend an Albrecht I. von Österreich

    Februar 25th, 2024

    Nach Albrechts Tod, gelang es abermals einem Erzbischof von Mainz, die Wahl des Nachfolgers zu lenken. Heinrich XII von Luxemburg bestieg den Thron. Er erwarb das erledigte Königreich Böhmen. Ganz erfüllt von dem lockenden Gedanken, die Macht und den Glanz des deutsch-römischen Kaisertums, das seit 1250 erloschen war, wiederherzustellen, zog er nach Italien, von Dante, dem größten Dichter Italiens, begeistert begrüßt – wurde in Mailand zum lombardischen König und – nach Überwindung großer Widerstände – in Rom zum Kaiser gekrönt.

    Als er einen Kriegszug gegen König Robert von Neapel, den Enkel Karls von Anjou, unternahm, starb er in Siena (1313).

    Nach seinem Tod erhob sich über die Wahl des neuen Königs große Zwietracht im Reich. Es kam wieder einmal zu einer Doppelwahl, und beide Bewerber wurden gekrönt, der Habsburger Friedrich der Schöne von Österreich, Albrechts Sohn, und der Wittelsbacher Ludwig der Bayer, zwei alte Jugendfreunde. Wieder verheerte (acht Jahre lang) Bürgerkrieg das deutsche Land. 1322 kam es zur Entscheidungsschlacht bei Mühldorf am Inn. Es war die letzte große Schlacht auf deutschem Boden, die ohne Anwendung der Feuerwaffen geschlagen wurde.

    Ludwig der Bayer siegte, Friedrich wurde gefangen. Ludwig empfing seinen Jugendfreund mit den Worten: Vetter, wir sehen euch gern!“ Später ließt Ludwig den gefangenen Gegner auf die Festung Trausnitz in der Oberpfalz führen. Hier saß Friedrich in langer Haft. Der Kummer bleichte vor der Zeit seine Haare, während seine treu Gemahlin im fernen Wien sich die Augen blind weinte.

    Trotz seines Sieges hatte Ludwig noch nicht endgültig gewonnen. Friedrichs Bruder, der leidenschaftliche Leopold, setzte den verheerenden Krieg für die Habsburger fort; der Papst belegte sogar Ludwig mit dem Bann und befahl ihm, die Regierung niederzulegen. In seiner Bedrängnis suchte Ludwig sich mit der österreichischen Partei auszusöhnen. Er legte durch eine Botschaft ein Sündenbekenntnis ab und versprach für sich und seine Nachfolger dem päpstlichen Stuhl den Eid des Gehorsams. Als alles ohne Erfolg blieb, schilderte Ludwig auf einem Reichstag den Fürsten seine Bemühungen um die Herstellung des Friedens und die Anmaßung des Papsttums. Darauf erklärten die Reichsstände die päpstliche Verfügung für ungültig.

    Einige Zeit danach traten die Kurfürsten zusammen und schlossen den Kurverein zu Rhense (1338), sie erklärten, jedem rechtmäßig gewählten deutschen König stehe die Kaisermacht zu, auch ohne päpstliche Bestätigung, allein von Gott stammend. Doch hat Ludwig die Gunst dieser Lage nicht auszunutzen verstanden.

    In dem Bestreben, seine Hausmacht zu vergrößern, hatte Ludwig großen Erfolg. Er gewann die Mark Brandenburg – nach dem Aussterben der Askanier – Tirol, Holland, Seeland, Friesland, Hennegau. Durch solche Ländergier verletzt, stellen seine Gegner im Reich 1346 einen Gegenkönig auf, Karl von Mähren, den Enkel Heinrichs VII. Dennoch behauptete sich Ludwig, bis ihn, im 60. Lebensjahr, ein plötzlicher Tod dahinraffte. Auf einer Jagd bei München wurde er vom Schlag getroffen und verschied alsbald.

    ——

    Weiter geht es dann in der nächste Woche mit Karl IV. (1347-1378) und Sigmund (1410 -1437)

    Albrecht I. von Österreich

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  • Pforzheim – aus der Reihe: „Unsere deutschen Städte und ihre Zerstörer“

    Februar 23rd, 2024

    Das erschreckende an dieser Reihe: Die Zerstörung durch Alliierte und ihre Vernichtungsangriffe auf die deutsche Zivilbevölkerung scheinen kein Ende zu nehmen. Diese Tatsache und das Wissen dazu, sollte man sich in der Gegenwart verinnerlichen.

    ———–

    Am Abend des 23. Februar 1945 erschienen britische Flieger über der Stadt am Nordrand des Schwarzwalds und erhellten den Luftraum mit Leuchtmitteln, auch „Christbäume“ genannt.

    Der britische Militärhistoriker Richard Overy nennt die Bombardements im Frühjahr 1945 einen „entfesselten Orkan“. Er sei „unverkennbar strafend in seinem Charakter und maßlos in seinem Umfang“ gewesen.

    Knapp 60.000 Menschen waren in der Stadt in dieser Nacht. Sie erlebten ein Inferno. Fast alle Häuser brannten nieder, in vielen Kellern wurde es unerträglich heiß. Menschen flüchteten und gerieten in stürmische Winde, die durch die Gassen fegten. Britische Bomber zerstörten vor 75 Jahren Pforzheim. Mehr als 17 000 Menschen starben, fast ein Drittel der Bevölkerung, als der tödliche Feuersturm durch das mittelalterliche Stadtzentrum fegte.

    Kurz vor Kriegsende führten die Briten am 23. Februar 1945 einen verheerenden nächtlichen Bombenangriff auf die bis dahin unzerstörte Stadt Pforzheim in Südwestdeutschland durch, bei dem mehr als 17 000 Menschen den Tod fanden.

    Am nächsten Tag hing beißender Rauch über den Ruinen der Stadt. Kleinere Feuer loderten noch, doch der große Brand war vorüber. Die Reste der Häuser dampften. „Morgens früh ging ich nach Pforzheim zurück“, erinnerte sich eine Augenzeugin: „Beim Messplatz sah ich die ersten Toten liegen. Schrecklich verstümmelt – Menschen, die wie Puppen zusammengeschrumpft waren. Eine Mutter, die ihr Kind noch schützend auf dem Arm hielt, beide halbverbrannt. Ein Albtraum.“

    Die Stadt wurde bei diesem unter dem Codewort >Yellowfin< vorbereiteten Angriff zum größten Teil zerstört. Dabei gab es für diesen mörderischen Angriff weder zwingende militärische noch kriegswirtschaftliche Gründe, wie die in den USA lebende Historikerin Ursula MOESSNER-HECKNER in ihrem Buch Pforzheim – Code Yellowftn“ nachwies.

    In Wirklichkeit wußten die Crews nicht, warum sie diese kleine Stadt zerstören mußten«, schreibt sie. Auf einem Angriffsplan, den ein Pilot noch aufbewahrt hatte, war vermerkt: »Militär in der Stadt, Präzisionsinstrumente, Chemikalien und Bier.« Es wurde vielmehr der Zweck verfolgt, eine bis dahin noch weitgehend erhaltene Stadt vollständig zu vernichten.

    Die Alliierten hätten »Anfang Februar 1945 speziell nach noch relativ unzerstörten Städten gesucht, die prädestiniert gewesen seien für einen Flächenangriff. Die Luftherrschaft der Alliierten sollte eindringlich vor Augen geführt und die Loyalität der deutschen Bevölkerung gegenüber dem nationalsozialistischen Regime weiter gebrochen werden«.

    Ein anderer Augenzeuge notierte:

    „Das Grauen war kaum in Worte zu fassen. Pforzheim existierte nicht mehr. Etwa 260 Hektar der Stadt waren total zerstört, bestanden nur noch aus Schutt und rauchenden Ruinen. „Nicht ein einziges Haus mehr bewohnbar in der ganzen Stadt“

    ———-

    Hans Georg FRANK, „Wahrheit wird ausgespart bei Gedenkfeier für Bombenopfer“, in: Haller Tagblatt, 24. 11. 1994, S. 9. 2 Zit. in: Hans RUMPF, Der hochrote Hahn, Darmstadt 1952, S. 80 f. 3

    David IRVING, Und Deutschlands Städte starben nicht, Schweizer Verlagshaus, Zürich 1967;

    Gerhard BAUMFALK, Der Luftkrieg über England und Deutschland 1939 bis 1945, Grabert, Tübingen 2004.

    In dieser Reihe bisher verfasst:

    Unsere deutschen Städte und ihre Zerstörer

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  • So viele Fragen: Wie macht ihr das jetzt? Verlasst ihr das Land? Wohin soll man schon gehen? Glaubst du das…, ? Warum sollte es nicht so geschehen?

    Februar 23rd, 2024

    Ich weiß nicht, was kommt, oder besser wie es kommt. Wer weiß das schon. Im besten Fall kann man es ahnen. Das tun offensichtlich gerade sehr viele unter uns. Nicht, das wir uns missverstehen: Ich streite keinesfalls ab, dass das, was sich gerade zuträgt auch etwas abzeichnet.

    Was tatsächlich beunruhigt ist das Wissen dazu, wer hier wiederholt die „Fäden“ zieht und in der Hand hat. Es ist bekannt, wozu sie fähig sind. Das macht es nicht besser, aber es zeigt auf, mit wem wir es zu tun haben.

    Fest steht, wenn nicht jeder Einzelne für sich eine Lösung findet, dann wird es ein böses Erwachen geben, möglicherweise für sehr viele in diesem Land. Das ist jetzt kein Geplänkel mehr. Dass diese Lösung aus diesem über Jahrzehnte herbeigeführten Wohlstand und aus den bisher-kuschlig bequemen Zeiten hinaus führt, sollte einem dabei auch bewusst sein.

    Viele von uns tragen ein fest gezurrtes Paket, gefüllt mit Tatsachen auf ihrem Buckel, und dürfen es nicht leeren. Ein Phänomen, dass sich über Jahrhunderte erstreckt.

    Jeder muss ab jetzt seinen eigenen Weg finden, und dieser muss zu einem passen. Was mein Nachbar tut, muss noch lange nicht richtig sein. Wenn einer in den Süden auswandert, oder sich anderweitig orientiert, dann hat er seine Gründe dafür.

    Ganz gleich, wohin die persönliche „Reise“ geht“, wichtig ist doch nur, dass wir nicht verharren. Stillstand ist das gefährlichste in dieser Lage, und weitermachen und darauf hoffen, dass alles wieder wird wie bisher, sowieso.

    Die Menschen, die sich finden sollen, werden sich auf diesem Weg begegnen.

    Gewiss ist es nicht verkehrt, wenn so ein bisschen Wissen aus der Vergangenheit, also aus unserer langen Geschichte, in uns schlummert. Und wenn man darüber begriffen hat, worum es der elitären Bewegung überhaupt geht, ja, dann kann das durchaus hilfreich sein – ein Wegweiser quasi.

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  • Hildegard von Bingen

    Februar 22nd, 2024

    Bevor wir noch weiter in das 13. Jahrhundert „hineinlesen“, möchte ich es nicht versäumen einer der wohl berühmtesten und ehrenwertesten Heilerinnen und Frauengestalten des Mittelalters ein Kapitel zu widmen.

    Hildegard von Bingen: Sie war Verfasserin mystisch-visionärer Schriften, Heilpraktikerin und Naturwissenschaftlerin, Predigerin und Komponistin. Ihre Schriften über Medizin und Naturheilkunde machten sie weltberühmt. Sie ging als schreibende Ärztin in die Geschichte ein.

    Heilig gesprochen wurde sie für ihr Tun nicht. Das geschah erst 900 Jahre nach ihrem Wirken, im Jahr 2012. Die Begründung zu dieser späten „Heiligsprechung“ lag aber weniger im Tun und Wirken der Hildegard von Bingen, sondern folgte vielmehr dem Gedanken die Stadt Bingen über diesen Akt für Besucher noch interessanter zu machen.

    Glaubenspolitisch war zu erwarten, dass nicht alle katholischen Würdenträger die Anerkennung Hildegards begrüßen. Seinerzeit fast eine Rebellin folgten ihr ihre Nachfolgerinnen stets dabei, wenn es darum ging, unbequem für den Klerus zu sein. Die Benediktinerinnen waren und sind sich mit dem Kirchenoberhaupt nicht immer einig.

    Aber macht das eine Hildegard von Bingen nicht noch sympathischer, wenn man sich nur mal umschaut, wer so alles über die Jahrhunderte hinweg heilig gesprochen wurde?

    So gab es bei einer Dame, namens Gonxa Bojaxu (Teresa) sogar eine Art Express-Heiligsprechung, nur zwei Jahre nach ihrem Tod. Wo sie doch bekanntlich im Leiden anderer auch Schönes gesehen habe. Mal abgesehen von der dubiosen und intransparenten Verwaltung der Spendenkonten ihres „Ordens“ Merkwürdigerweise waren die Medien nie darum bemüht, ein weniger einseitiges Bild über Mutter Teresa zu zeichnen. Und so bleibt sie bis heute die heilige Friedensnobelpreisträgerin, die mit ihrem Amulett Menschen von Krebs heilen konnte.

    Es verhält sich damals wie heute, oft sind es doch eher Zuträger einer Elite, angepasst und unkritisch, die mit Orden und Auszeichnungen überschüttet werden, oder eben heilig gesprochen. Die, die wirklich etwas leisteten und hervorbrachten, aber ehrlich und kritisch waren, erfuhren kaum öffentliche Anerkennung. Viele wurden gar als Ketzer und Hexen dem Scheiterhaufen übergeben.

    Doch zurück zu Hildegard. Denn sie war eine beeindruckende intelligente und gelehrte Frau, die ihrer Zeit weit voraus war. Sie tauschte sich mit berühmten Personen aus, wie dem damaligen Papst Eugen III. und anderen Kirchenoberhäuptern. Sogar mit Kaiser Barbarossa führte sie einen regen Briefwechsel. Selbst kurz vor ihrem Tod führte sie noch Fehden zugunsten Benachteiligter. Sie geriet immer wieder mit Kaisern, Fürsten und Bischöfen aneinander, doch dies geschah immer in der festen Überzeugung, dem Wunsch Gottes damit zu folgen. Stets versuchte sie, die aus den Fugen geratene Welt der katholischen Kirche wieder zu schließen und setzte sich massiv für die Erneuerung der Kirche im Glauben ein.

    Schließlich war der Anfang des zwölften Jahrhunderts eine Reformzeit. Wie wir aus den vorangegangenen Kapiteln zu unserer deutschen Geschichte erfahren haben, gestaltete sich das Verhältnis zwischen Kaisertum und Papsttum immer schwieriger. Auch nach der offiziellen Beilegung des Investiturstreits wird zu jedem Papst ein Gegenpapst gewählt. Machtverteidigung und Machtexpansion sind die vornehmlichen Ziele.

    Die Kirche gerät in dieser Situation zwangsläufig in die Kritik, für viele weisen die Zeichen der Zeit auf Verfall, ja sogar auf Untergang hin.

    In diese Zeit der Wirrnisse fällt Hildegards Leben: Es ist so vielschichtig wie die Zeit selbst: Schon als Kind Nonne, wird sie später bedeutende theologische Schriften verfassen, ein Kloster führen, als Predigerin durch die Lande reisen (ziemlich ungewöhnlich für eine Frau in der damaligen Zeit), sie wird sich der Komposition widmen, Korrespondenzen mit den wichtigsten Zeitgenossen bis hin zu Kaisern und Päpsten führen, naturkundliche Forschung betreiben und auch (im weitesten Sinne) medizinisch tätig werden. Außerdem wird sie eine Geheimsprache erfinden, deren Sinn bis heute nicht geklärt ist

    Hildegards Leben ist von Anfang an von großen Gegensätzen geprägt.

    Daraus resultierend hat sie uns etwas Wundervolles hinterlassen. Denn in unserer Familie wird das Wissen von Hildegard sehr geschätzt. Es ist faszinierend, was wir heute noch von ihr lernen können und dürfen.

    Hildegard von Bingen war nämlich vor allem eins: Eine große Heilende, eine Heilkundige, wie es die „Kräuterfrauen“ der keltischen und germanischen Frühzeit gewesen sind. Darüber hinaus war sie eine Naturkundige, eine Naturforscherin, wie ihre naturkundliches Werk „Physica“ belegt, und kannte sich bestens in der Tier- und Pflanzenwelt ihrer Heimat aus. Hildegard stand und lebte ganz in der Natur, die sie als Gesamtheit auffasste und als deren Teil sie sich sah. Also ist auch das “Grün“, das die Erde hervorbringt, in Hildegards Selbstverständnis zum Nutzen und zum Dienst am Menschen erschaffen.

    Hildegard wurde 1098 in Bermersheim vor der Höhe geboren und verstarb am 17. September 1179 in Bingen am Rhein.

    Natürlich hat ein über die Papstebene geschaffenes Syndikat kaum oder nur wenig Interesse daran, ein derart naturkundliches Werk, wie das der Hildegard von Bingen zu ehren.

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  • Albrecht I. von Österreich

    Februar 22nd, 2024

    Nun wurde Albrecht wirklich gewählt und gekrönt. Von bleichem Antlitz und durch den Verlust eines Auges entstellt, war er ein umsichtiger und tatkräftiger Herrscher. Doch bald bereuten die Fürsten seine Wahl, da er die großen Versprechungen, die er ihrer Habgier gemacht hatte, nicht genügende erfüllte. Als er ihre Absicht erkannte, auch ihn wieder abzusetzen, rief er die Bürger die Rheinstädte gegen sie auf, demütigte mit ihrer Hilfe die widerspenstigen rheinischen Kurfürsten und hob als Dank gegen die Städte die Rheinzölle auf.

    So förderte er den Aufschwung des Bürgertums und erhöhte zugleich seine Königsmacht. Nicht glücklich dagegen war er in dem Bestreben, seine Hausmacht zu vermehren. Im Kampf um Thüringen erlitt er eine Niederlage. Schon war er mit neuen Rüstungen beschäftigt, da ereilte ihn der Tod durch Mörderhand.

    Sein Neffe Johann von Schwaben, der sich von ihm in seinen Ansprüchen benachteiligt fühlte, rannte ihm das Schwert durch den Leib, ein anderer Verschwörer spaltete ihm das Haupt. Im Angesicht seiner Stammburg starb der König, nachdem die Mörder geflohen waren, in den Armen einer einfachen Frau, Am Ort der grausamen Tat gründete Albrechts Gattin das Kloster Königsfelden. Johann Parricida (Verwandtenmörder) genannt, verscholl gänzlich, er soll als Mönche in Italien gestorben sein.

    Der herkömmlichen Überlieferung zufolge fällt in diese Zeit die Gründung der Schweizerischen Eidgenossenschaft.

    Schon zur Zeit der letzten Hohenstaufen hatten sich die drei Bauerngemeinden von Schwyz, Uri und Unterwalden, die von Friedrich II. als reichunmittelbar anerkannt worden waren, gegen die Habsburger gewehrt, welche versuchten die Landeshoheit über sie zu gewinnen. Nach dem Tod Rudolfs von Habsburg, 1291, erneuerten die drei Urkantone ihr Bündnis und schlossen den „Ewigen Bund“.

    (Der Sage nach kamen sie 1307 auf dem Rütli , einer Bergmatte hoch über dem Vierwaldstätter See, zusammen und schwuren, die habsburgischen Landvögte am nächsten Neujahrstag aus dem Land zu jagen). Mit dieser Sage vom Rütlischwur verschmolz später die Teilsage).

    Als der kriegerische Leopold von Österreich 1315 mir einem glänzenden Ritterheer versuchte, die Eidgenossen zu unterwerfen, erlitt er bei Morgarten eine blutige Niederlage. Es war der erste Sieg, den Bauern über Ritter erfochten. König Ludwig der Bayer bestätigte die verbrieften Freiheiten der Schweizer. In der Folge vergrößerte sich die Eidgenossenschaft durch den Beitritt weiterer Kantone. Schwyz ging stets voran, sodass seine Name allmählich auf das ganze Land überging. Ihre endgültige Unabhängigkeit von den Habsburgern erkämpfte sich die Eidgenossenschaft in der Schlacht bei Sempach 1386.

    Nach glaubwürdiger Überlieferung ist dieser Sieg in erster Linie der Heldentat eines einfachen Bauern, Arnolds von Winkelried, zu verdanken: durch seinen Opfertod schlug er eine Bresche in die Schlachtreihe der österreichischen Ritter, durch welche die Eidgenossen dann eindrangen. (1499 schied die Schweiz endgültig aus dem Reichsverband aus. Ihre Unabhängigkeit wurde 1648 im Westfälischen Frieden bestätigt.

    Nach Albrechts Tod einem Erzbischof von Mainz, die Wahl des Nachfolgers zu lenken. Heinrich XII von Luxemburg bestieg den Thron. Er erwarb das erledigte Königreich Böhmen. Ganz erfüllt von dem lockenden Gedanken, die Macht und den Glanz des deutsch-römischen Kaisertums, das seit 1250 erloschen war, wiederherzustellen, zog er nach Italien, von Dante, dem größten Dichter Italiens, begeistert begrüßt – wurde in Mailand zum lombardischen König und – nach Überwindung großer Widerstände – in Rom zum Kaiser gekrönt.

    Als er einen Kriegszug gegen König Robert von Neapel, den Enkel Karls von Anjou, unternahm, starb er in Siena (1313).

    ———–

    In den nächsten Tagen lesen wir dann, wie sich über die Wahl des neuen Königs große Zweitracht im Reich erhob.

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  • Anknüpfend an das vorangegangene Video „gelesen aus den Tagebüchern meiner Mutter „,

    Februar 21st, 2024

    … noch etwas Gesammeltes in Form von Zeitungsausschnitten und Auszüge aus einem Erlebnisbericht, dem Buch „Letzte Tage in Schlesien “ von Herbert Hupka entnommen.

    Meine Mutter erwähnte in ihren Einträgen noch folgendes:

    „Robert H. Jackson, amerikanischer Chefankläger beim Internationalen Militärtribunal von Nürnberg, sagte 1945:” Was die Welt braucht, ist bestimmt nicht die Idee, die einen aus den Konzentrationslagern heraus zu holen und dafür die anderen hineinzustecken.


    Die Polen haben ab Winter 1944 zur Vernichtung der deutschen Bevölkerung in den besetzten deutschen Ostgebieten 1255 solcher Lager errichtet (lt. Bundesarchiv). Dort starben tausende unschuldige Deutsche, darunter viele Jugendliche und Kinder. Und in der Ostzone starben die in Lagern von Russen und Kommunisten eingesperrten Deutschen auch zu Tausenden. Nicht zu vergessen die Millionen Deportierten und Kriegsgefangenen, die in russischen Lagern umkamen.

    Schon in ganz normalen Gerichtsverfahren aller zivilisierten Länder, wird der, der einen Mord mit Mord sühnt, also selbst zum Mörder wird, auch wie ein Mörder bestraft.

    Wann werden Russen und Polen für tausenden Morde an Deutschen endlich zur Verantwortung gezogen?

    Und wieder brachte das Fernsehen eine Berichterstattung, die meine Aussagen und die vielen Berichte der Erlebnisgeneration bestätigen!

    Am 30.6.2007 dürfte um 9.30 Uhr ein Überlebender von seinen Drangsalen als 16-jähriger berichten. Kurt Neu, aus Danzig (Westpreußen) stammend, befand sich im Juni 1945 auf dem Weg in seine Heimatstadt als plötzlich russische Soldaten ihn überfielen und fesselten und in ein berüchtigtes Lager nach Pommern brachten. Hier mußte er schwerste Arbeit in einem Steinbruch bei Hunger, Schläge und Folter fünf Jahre leisten. Bei seiner Entlassung mußte er unter Androhung ihn zu erschießen “Wir finden Dich überall”! die Unterschrift über vollkommenes Schweigen über Lager und Inhaftierung auf ein Papier setzen.

    In diesem einen Lager, von hunderten, befanden sich 15ooo Deutsche, hauptsächlich Jugendliche und Kinder, überlebt haben nur 200, was in Dokumenten festgehalten wurde !!! Und nun hat auch die Öffentlichkeit davon erfahren!

    Dieser heute 78-jährige war in den 60-er Jahren nach Australien ausgewandert und nun mit Frau, Kindern und Enkeln an den Ort zurück gekehrt, der für ihn unermeßliches Leid bedeutet. Beim Berichten liefen ihn die Tränen herunter und immer wieder versagte ihn die Stimme.

    Endlich hat ein Sender einem Menschen die Gelegenheit gegeben, die Wahrheit zu berichten und gewagt die dokumentierten Zahlen zu nennen – von 15 000 überlebten 200!

    Wie viele Tatsachen kämen an den Tag, wenn Tausende reden dürften und endlich die Archive geöffnet würden. Zur Wiederholung und zum Nachdenken: 1255 solcher Lager gab es allein in Polen!“

    ———————

    Eifrig zerstückelt das Konstrukt die Geschichte – bis heute. Und so eilen die Menschen wie ferngesteuert über ein Mohnfeld, sind benebelt, vegetieren wie im Rausch auf dem Feld vor sich hin.

    Katyn

    Nemmersdorf

    Groß-Waltersdorf

    Lamsdorf

    Olmütz-Hodolein

    Aussig

    Jedwabne und weitere 30 öffentlich gemachte Pogrome

    Lemberg

    Bromberg, um nur wenige zu nennen.

    An dieser Stelle werfe ich einfach mal die Frage in den Raum: Habt ihr davon nicht gewusst?

    „Die Anklage hören viele, die Rechtfertigung wenige…“

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  • Der 15. Februar 1945 – aus der Reihe „Unsere deutschen Städte und ihre Zerstörer“.

    Februar 20th, 2024

    Im Zuge unserer Reihe „Deutsche Städte und ihre Zerstörer“ blicken wir auch zurück auf den 15 Februar 1945 und hier auf die Stadt Cottbus.

    Am 15. Februar 1945, vor 79 Jahren, wurde Cottbus bei einem alliierten Luftangriff zerstört.

    Zwei Tage nach dem Feuersturm in Dresden und überfüllt mit Flüchtlingen, erlebte die Stadt die schrecklichste Stunde in ihrer langen Geschichte. Zwischen detonierenden Bomben und in zusammenstürzenden Häusern starben Frauen, Kinder und Greise, fielen Soldaten und kamen zahlreiche Fremdarbeiter ums Leben.

    Die offizielle Bilanz sprach von 1.000 Toten. Zerstört wurden 145 Industrie- oder Versorgungsbetriebe und 356 Häuser. 3.600 Wohnungen wurden beschädigt und 13.000 Einwohner obdachlos. Die Wunden der Stadt zu schließen dauerte bis in die heutige Zeit.

    Am Tag des verheerenden Luftangriffs ertönte um 11:35 Uhr der Fliegeralarm. Die ersten Bomben fielen in der Bahnhofsgegend um 11:51 Uhr.

    ———

    In deutschen Massenmedien wird immer wieder die falsche Behauptung aufgestellt, Deutschland habe mit dem Luftkrieg gegen zivile Einrichtungen begonnen.

    Diese Behauptungen sind falsch. Richtig ist, dass die Alliierten schon lange vor dem Zweiten Weltkrieg den Bombenkrieg – auch gegen zivile Ziele – planten, während Deutschland dies zu verbieten versuchte und die Luftwaffe nur zur taktischen Unterstützung von Bodentruppen aufbaute, und dass die Briten mit den Terrorangriffen begannen und gnadenlos fortsetzten.

    Die Fakten: Im März 1945 warf die britische Royal Air Force mehr Bomben über Deutschland ab als in jedem anderen Kriegsmonat zuvor – und das, obwohl die Regierung in London wusste, das nach den jahrelangen Bombardements kaum noch strategisch wichtige Ziele übrig waren.

    Kein Geringerer als der britische Kriegspremier Winston CHURCHILL bekundete schließlich noch auf der Konferenz von Jalta im Februar 1945 ausdrücklich, man wolle bis Kriegsende noch »eine weitere Million« Deutsche töten.

    Auch die US Air Force beteiligte sich in den letzten Kriegswochen noch ausgiebig an den Terrorangriffen gegen die deutsche Zivilbevölkerung. So warfen amerikanische Bomber nicht weniger als 70 Tonnen Bomben auf die Ortschaft Ellingen bei Nürnberg, die ganze 1500 Einwohner zählte.

    Bereits am Freitag widmen wir uns weiteren Städte, die den alliierten Vernichtungsangriffen zum Opfer fielen. Dann lesen wir über den Terrorangriff auf Pforzheim. Am 23. Februar 1945 führten die Briten einen verheerenden nächtlichen Bombenangriff auf die bis dahin unzerstörte Stadt Pforzheim durch, bei dem mehr als 17 000 Menschen den Tod fanden.

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  • Rudolf von Habsburg (1273-1291)

    Februar 20th, 2024

    Weiter geht’s mit unserer deutschen Geschichte nach Albert Thümmel

    Nachdem wir die Ära des ruhmreichen Geschlechts der Hohenstaufen verlassen haben, betreten wir das Areal der Habsburger und lernen dabei die Kaiser aus verschiedenen Häusern kennen.

    In dem Kapitel „Die Kaiser aus verschiedenen Häusern“ (1273-1437) macht Rudolf von Habsburg (1273-1291) den Anfang.

    Rudolf wurde 1273 von den Kurfürsten gewählt und in Aachen gekrönt. Das Volk jubelte ihm zu.

    „Denn geendet nach langem, verderblichen Streit

    War die kaiserlose, die schreckliche Zeit,

    und ein Richter war wieder auf Erden.

    Nicht blind mehr waltet der eiserne Speer,

    Nichts fürchtet der Schwache, der Friedliche mehr,

    Des Mächtigen Beute zu werden.“ (Schiller)

    Das Volk hatte allen Grund zur Freude, denn der neue Herrscher war des Thrones würdig.

    Sein Stammschloss, die Habsburg (eigentlich Habichtsburg, lag an der Aare, im jetzigen Schweizer Kanton Aargau. Ihre Ruinen stehen noch heute auf steilem Felsen. Rudolf hatte einst am Hof Friedrich II., der sein Taufpate war, gelebt. Er war von hohem, schlanken Wuchs, klug und fromm und von einfachen Sitten. Von leutseligem Wesen, liebte er fröhliche Reden und muntere Scherze. In seinen Unternehmungen aber ließ er es nie an Ernst und Ausdauer fehlen.

    Sein ganzes Leben hindurch hat er Gerechtigkeit und Mäßigkeit bewahrt. Rudolf verzichtete darauf, in die Angelegenheiten Italiens einzugreifen. Er hielt es für zwecklos und gefährlich und zog daher auch nicht nach Rom zur Kaiserkrönung. Seine ganze Kraft wandte er auf die deutschen Dinge, vor allem auf die schwere Aufgabe, das gesunkene Ansehen des Königtums wieder zu heben. Ein einziger Reichsfürst hatte sich geweigert, Rudolf als König anzuerkennen, Ottokar von Böhmen, der mächtigste von allen. Dieser hatte sich während des Interregnums ein großes Reich geschaffen, dass außer Böhmen auch Österreich, die Steiermark, Kärnten und die Krain umfasste.

    Es kam zur Schlacht auf dem Marchfeld 1278. Rudolf siegte, Ottokar fiel. Mit den österreichischen Landen belehnte Rudolf seine beiden Söhne und legte damit den Grund zu der späteren Größe des habsburgischen Hauses und des österreichischen Kaiserreiches. Auf diese Weise suchte Rudolf seine Hausmacht zu mehren, da er überzeugt war, dass nur dadurch das Königtum gegenüber den Fürsten wieder zu ihrem Ansehen gelangen könne.

    Mit gleichem Ernst sorgte er für die Wiederherstellung der öffentlichen Ordnung und Sicherheit. Er durchzog das Reich von einem Ende zum anderen und erließ strenge Gesetzte zur Wahrung des Landfriedens. Wer sie übertrat, erlitt harte Strafe. Einst ließ er in Erfurt an einem Tag 79 gefangene Raubritter hängen. Über ein Jahr verweilte er hier in Thüringen, bis alle Raubburgen – es waren 66 – gebrochen waren.

    Rudolf wünschte die Krone seinem Sohn Albrecht zu hinterlassen. Allein die Fürsten fürchteten die so rasch emporgestiegene Herrschaft des habsburgischen Hauses und wichen seinen Anträgen immer wieder aus. Als er die Nähe des Todes fühlte, rief er : „Wohlan, nach Speyer!“ Im dortigen Dom, wo die vier salischen Kaiser bestattet waren, wurde er, 73 Jahre alt, begraben.

    Als Rudolfs Nachfolger wurde ein minder mächtiger Herr gewählt, Graf Adolf von Nassau, etwa 40jährig, ein tapferer und unerschrockener Rittersmann. Er fand allgemeine Anerkennung im Reich. Auch Albrecht musste sich fügen. Mit allen möglichen, oft auch mit verwerflichen Mitteln suchte sich Adolf eine möglichst große Hausmacht zu schaffen.

    Dabei vernachlässigte er aber völlig das Interesse des Reiches. Schließlich beschloss die Mehrzahl der Kurfürsten, Adolf abzusetzen und an seiner Stelle nun doch Albrecht zu wählen, der es verstanden hatte , sich den maßgebenden Politikern zu nähern.

    Adolf wagte den Kampf gegen Albrecht und verlor Sieg und Leben in der Schlacht bei Göllheim (1298).

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