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Klara Fall: das glaube, wer mag

  • Dresden – wir lesen nun täglich (Teil VII)

    Februar 12th, 2024

    Dresden brannte sieben Tage und sieben Nächte – was bleibt, sind die Berichte und Erinnerungen der Überlebenden:

    Vor 79 Jahren, am 13.Februar 1945, erfuhren die Menschen in Dresden ein Martyrium. Der morgige Tag fällt wie damals auf einen Faschingsdienstag.

    Wie überall in Deutschland war auch die Luftschutzorganisation der Stadt in die Nationalsozialistische Partei eingegliedert worden, wobei der Polizeipräsident der Stadt gleichzeitig das Amt des Luftschutzleiters innehatte. Jeder hatte eine Funktion auszuüben, bis hinunter zur Hitlerjugend und zum Deutschen Jungvolk.

    Ein Überlebender (ein Pimpf des deutschen Jungvolkes) berichtet:

    „Ich war im Februar 1945 15 Jahre alt und während des damaligen sogenannten „totalen Einsatzes“ als Luftschutzmelder verpflichtet. Am 13. Februar, am Karnevalstag, besuchte ich den in Dresden beheimateten Zirkus Sarrasani, der dort ein großes festes Gebäude besaß. Während der letzten Nummer des Programms – dem obligatorischen Eselreiten mit Clownerien – wurde über Lautsprecher Voralarm gegeben und das Publikum unter Scherzen der Clowns zum Aufsuchen der ausgebauten Keller des Zirkusgebäudes aufgefordert, Aufgrund meines Ausweises als Melder durfte ich das Gebäude noch verlassen.“

    Die Stadt wurde bereits von den ersten weißen Leuchtbomben der Beleuchter-Lancaster taghell erleuchtet, und wie die meisten Dresden-Einwohner erfasste der Junge nicht sofort die Bedeutung dieser Lichter.

    „In diesem Moment fand ich diese Illumination recht eindrucksvoll. Bevor ich unsere Wohnung erreichen konnte, fielen bereits die ersten Bombenreihen, und ich habe den ersten Luftangriff in einem fremden Keller miterleben müssen. Da wir in der Dresdner Neustadt wohnen, und dieses ja bekanntlich nicht total vernichtet ist, sind wir nicht ausgebombt worden. Wir sind mit kleineren Schäden davon gekommen. Nach dem Angriff bin ich sofort nach Hause gelaufen, und als da nichts mehr zu tun war, begab ich mich als Melder zum Einsatz.

    Es herrschte ziemliches Durcheinander. Mit Luftschutzhelm, Gasmasken und Fahrrädern versehen, machten wir uns dann auf den Weg in die bereits schwer getroffenen Innenstadt. Das Schloss, die Hofkirche und die Oper brannten bereits lichterloh, und die Elbbrücken waren mit ausgebrannten oder mit noch brennenden Brandbomben übersät. Das Wasser aus den zerstörten Hauptrohren überflutete die Straßen. Die mutigen, aber kaum genügend ausgerüsteten Luftschutzmelder waren erst bis zum Postplatz vorgedrungen, als der zweite Angriff begann.“

    Die meisten Leute hofften, dass die Brände nachlassen würden und das sie dann unverletzt und mit ihrem unbeschädigtem Eigentum die Luftschutzräume verlassen könnten. So warteten die Menschen in ihren Kellern und unterirdischen Gängen. Alle Hoffnung wurde bald zunichte.

    „Die Detonationen des zweiten Luftangriffes erschütterten die Hauswände, Explosionslärm vermischte sich mit einem sonderbaren Rauschen, dass sich wie ein herabstürzender Wasserfall anhörte. Vermutlich war es der gewaltige Sog des Feuerorkans, der von den Sprengbomben entfacht worden war“. So beschreibt es der Führer einer Reichsarbeitsdiensttransportkompanie, die geschlossen aus einem Dorf außerhalb der Stadt zu Rettungsarbeiten herbeigeeilt war.

    Stickige Gase drangen in die unbelüfteten Keller ein. Die Menschen versuchten verzweifelt, die durch die Nachtangriffe entstandenen Mauereinbrüche einzuschlagen. Für die über eine Million Einwohner Dresdens, die sich in trügerischer Sicherheit wiegten und in der Zivilverteidigung überhaupt keine praktischen Erfahrung hatten, wurde in der Nacht des 13. Februar dieses Problem zum Alptraum. Dem schließlich nur zu viele Menschen widerstandslos erlagen.

    Mitten in diesem Chaos und Durcheinander wurde am 13. Februar um 21.41 Uhr Vollalarm gegeben, und durch die ganze Stadt heulten plötzlich und durchdringend die Sirenen, von Klotzsche im Norden bis nach Räcknitz im Süden, von Friedrichstadt im Westen bis zu den Vororten im Osten. Alle Lampen im Hauptbahnhof waren erloschen.

    Ein Fähnrich der Panzergrenadiere, der auf seiner Fahrt nach Berlin in Dresden umsteigen musste, erinnert sich: „Als wir aus dem Keller kamen, wirkten die an die Mauer gelehnten Leichen wie Menschen, die anscheinend nur eingeschlafen waren:“

    ——–

    So hat es sich zugetragen, am 13. Februar 1945, an einem Faschingsdienstag.

    Einige unter uns assoziieren diese Tragödie mit den Erlebnissen ihrer Eltern, Großeltern, Urgroßeltern. Das Erlebte hat sich unauslöschlich eingeprägt. Die Toten können nicht mehr berichten. Es ist die Pflicht der Lebenden das für sie zu tun.

    Es war die Zeit, in der Churchill und Lindemann beschlossen, dass die RAF ihre Angriffe auf zivile statt auf militärische «Ziele konzentrieren solle. Und das war das Resultat: Eine Million unschuldiger Deutscher wurden im alliierten Bombenkrieg gebacken, gebraten, gegrillt oder in Stücke gerissen. Die große Mehrheit waren Frauen, Kinder und alte Leute. Es kam darauf an, so viele von ihnen wie möglich zu töten.

    Zum Schweigen darüber werden wir angehalten, doch sollten wir es besser wissen und das unbegreifliche Geschehen unaufhörlich kundtun.

    Dresden – wir lesen nun täglich
    Dresden – wir lesen nun täglich (Teil 2)
    Dresden – wir lesen nun täglich (Teil 3)
    Dresden! Wir lesen nun täglich… Dresden brannte sieben Tage und sieben Nächte – Tiefflieger über Dresden?
    Dresden– wir lesen nun täglich … als Harris den Angriffsbefehl gab (Teil V)
    Dresden Teil VI – als die Bomben fielen

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  • Und weil wir gerade „mittendrin“ sind… lesen wir also von Coventry…

    Februar 10th, 2024

    Ich halte nicht viel von „Aufrechnungen“ oder „Gegenrechnungen“. Doch in bestimmten Fällen sind sie angebracht und notwendig, weil man darüber auch erfährt, wie es sich tatsächlich zugetragen hat.

    Lesen wir also von Coventry

    Auch hier, wird In völliger Verkehrung der geschichtlichen Tatsachen die Schuld am alliierten Bombenterror des Zweiten Weltkrieges gegen die Zivilbevölkerung von Umerziehern den Deutschen aufgebürdet. Als angebliche Beweise dafür werden die Bombardierungen von Coventry, Warschau und Belgrad herangezogen. Die Wirklichkeit ist aber anders.

    Wir beginnen mit Coventry einer englischen Stadt, südöstlich von Birmingham, die 1940 etwa 220 000 Einwohner hatte. Coventry war nicht nur Bischofssitz, sondern auch eine wichtige Industriestadt, es war das Zentrum der britischen Flugzeugmotorenindustrie. Von Feldmarschall KESSELRING wurde beim Nürnberger Prozess ausgeführt, dass Coventry in den Zielmappen der Luftwaffe unter genauer Einzeichnung der Rüstungsanlagen als das englische Klein-Essen geführt wurde.

    Am 14./15. November 1940 wurde gegen die Rüstungsbetriebe von Coventry ein deutscher Luftangriff geflogen, nicht gegen die Stadtbevölkerung!

    Coventry: so bei Wikipedia: Insgesamt betrug die Zahl der Todesopfer bei den Angriffen auf Coventry bis 1942 etwa 1200.

    Indes in einem Artikel der Welt: Mindestens 568 Menschen kamen ums Leben, weitere tausend wurden verletzt. Und weiter : Die Wirkung von Coventry ist in der ganzen Welt sehr groß. Selbst die US-Blätter sind davon tief beeindruckt. In London völlige Hilflosigkeit.“ .

    (Veröffentlicht am 13.09.2021 Von Johann Althaus)

    Tatsächlich liegen über die Zahl der Toten in Coventry Angaben vor. Die Zahlen schwanken nur wenig. W. GÖRLITZ nennt 380 Tote und 800 Schwerverletzte. Der polnische Historiker PIEKALKIEWICZ schreibt, dies sei der Preis für die Bewahrung des „Ultra“ Geheimnisses für CHURCHILL gewesen.

    Die Engländer begannen sofort bei Kriegsbeginn mit der Bombardierung deutscher Städte. Schon am 4. September 1939 wurde Wilhelmshafen angegriffen. Am 11. Mai 1940 (CHURCHILL war am Vortag Chef des Kriegskabinetts geworden) wurde die strategische Luftoffensive gegen das Deutsche Reich eröffnet. Essen wurde angegriffen, am 20. Mai 1940 auf Hamm gebombt. Im August 1940 wurden Bombenangriffe auf Hannover, Hamburg und Berlin geflogen. (Wir lesen darüber in der Reihe: Unsere deutschen Städte und ihre Zerstörer)

    Am 14./15. November 1940 wurde gegen die Rüstungsbetriebe von Coventry ein deutscher Luftangriff geflogen, nicht gegen die Stadtbevölkerung. Diese Maßnahme war ein Vergeltungsangriff. Angriffe gegen offene Städte waren zuerst von den Engländern gegen Deutschland geflogen worden.

    Der Angriff auf Coventry diente den Umerziehern bis zur Gegenwart als publizistischer Dauerbrenner.

    Die zerstörte Kathedrale St. Michaels. König GEORG VI. höchstpersönlich schaut sich das Ausmaß der Zerstörung an. Auch hier in Coventry handelte es sich um einen Angriff auf Rüstungsindustrie.

    Rein kriegsrechtlich betrachtet handelte es sich um ein legitimes Ziel. Denn in Coventry waren rund 30 Fabriken beheimatet, die Teile für die Flugzeugproduktion herstellten.

    Wenn man den Darstellungen von Colonel Frederick WINTERBOTHAM Glauben schenken darf, hatte CHURCHILL von dem Angriff auf Coventry vorher durch die Aktion „Ultra“ erfahren. Um das Geheimnis seiner Quelle nicht preiszugeben, verzichtete er auf eine Benachrichtigung und Evakuierung der Bevölkerung und nahm die Opfer in Kauf.

    Zudem hat der Angriff auf Dresden alles erreicht, was man von ihm erwarten werden konnte: Über zwanzig Quadratkilometer der Stadt waren in einer Nacht verwüstet worden: Zum Vergleich: In London wurden während des ganzen Krieges noch nicht einmal 2,4 Quadratkilometer zerstört.

    Wir erinnern uns, als die Bomben in Dresden fielen, war der Krieg längst entschieden.

    ———

     Colonel Frederick WINTERBOTHAM, Aktion Ultra, Ullstein, Frankfurt/M.-Berlin 1976.

     Eberhard SPETZLER, Luftkrieg und Menschlichkeit, Musterschmidt, Göttingen 1956, S. 160

     Albert KESSELRING, Soldat bis zum letzten Tag, Athenäum-Verlag, Bonn 1953, S. 106.

     Georg W. FEUCHTER, Der Luftkrieg, Athenäum, Frankfurt/M. 21962, S. 219. 2 In: Flugzeug, Nr. 3, Juni-Juli 1990, S. 24-28. 3 CZENANY, aaO. (Anm. 11), S. 235.

    Kriege sind entsetzlich. Kriege bringen Leid, Elend, Schmerz….

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  • Dresden Teil VI – als die Bomben fielen

    Februar 10th, 2024

    … Ein Inferno, dass ein Bombenschütze mit den Prophezeiungen der Evangelistenversammlungen vor dem Kriege verglich.“

    Dresden brannte sieben Tage und sieben Nächte!

    Hunderttausende verängstigte, hungrige, verzweifelte Flüchtlinge drängten sich in der Altstadt, lagerten auf den Bürgersteigen, in jedem Garten und jedem Stadtpark. Eng aneinandergepresst, um nicht zu erfrieren, schliefen sie auf dem Boden. Wimmernde Kinder bettelten um Essen. Die städtirschen Sozialdienste waren überfordert, obwohl sie taten, was in ihrer Macht stand, um die Menschen mit Nahrung und dem Nötigsten zu versorgen. – Dann kamen die Bomber.

    Von den Deutschen aus gesehen, muss der Beginn eines von Pfadfinderwellen eingeleiteten Großangriffs auf eine Stadt ein erschütterndes Schauspiel gewesen sein. Die Lancaster Maschinen des Blindbeleuchterverbandes leuchteten inzwischen das ganze Gebiet mit ihren „Christbäumen“ aus. Die Lichtertrauben der Zielmarkierer schimmerten fahl mit unerbittlicher Unabwendbarkeit über der den Untergang geweihten Stadt.

    Am 14. Februar 1945 gab es um 1.14 Uhr für die Beatzungen nicht den geringsten Zweifel, dass Dresden tatsächlich unter ihnen lag. Ganz Dresden glich einem Feuermeer. Die 5. Bomberflotte hatte einen hohen Prozentsatz von Brandbomben eingesetzt, und außerdem wehte ein starker Wind in Bodennähe.

    ————

    Das Gebiet war so hell erleuchtet, schrieb ein Flieger in sein Tagebuch, dass wir unsere eigenen Maschinen um uns herum und auch unsere eigenen Kondensstreifen erkennen konnten.

    „Der fantastische Schein aus 320 Kilometer Entfernung wurde immer heller, als wir uns dem Ziel näherten (schrieb ein anderer, jüdischer Pilot der 5. Bomberflotte). Selbst in einer Höhe von 6700 Metern konnten wir bei dem gespenstischen Schein der Flammen Einzelheiten erkennen, die wir nie zuvor gesehen hatten, zum ersten Mal seit vielen Einsätzen fühlte ich Mitleid mit der Bevölkerung dort unten.“

    Der Navigator eines anderen Flugzeuges der selben Bomberflotte schreibt:

    „Normalerweise verließ ich nie meinen Platz, aber in diesem besonderen Fall rief mich mein Skipper nach vorn, damit ich mit das ansehen sollte. Der Anblick war wirklich fantastisch. Aus einer Höhe von 6700 Metern glich Dresden einer Stadt, deren Straßen vom Feuer eingefasst waren.“

    Wie sich ein Flugingenieur der ersten Bomberflotte erinnert, war die Helligkeit so groß, dass er bei dem Licht, dass das Innere des ganzen Flugzeuges erhellte, Eintragungen in sein Bordbuch vornehmen konnten:

    „Ich warf unwillkürlich einen Blick nach unten, als die Bomber fielen (erinnerte sich der Bombenschütze eines anderen Bombers der 1. Bomberflotte), und meinen Augen bot sich das grauenhafte Bild einer Stadt, die von einem Ende zum anderen in Flammen steht. Man konnte sehen, wie dichte Rauchwolken von Dresden wegtrieben, sodass die hellerleuchtete Stadt wie auf einem Stadtplan zu erkennen war. Meine erste Reaktion war, dass ich erschüttert in Gedanken dieses Inferno dort unten mit den Prophezeiungen der Evangelistenversammlungen vor dem Kriege verglich.“

    ————————-

    Die erste Bomberwelle, die am 13. Februar 1945 um 10 Uhr abends über der Stadt ankam, war britisch. Sie ließ Tausende riesiger Sprengbomben auf die alte mit Flüchtlingen vollgestopfte Stadt fallen, um die Dächer zur Vorbereitung für Brandbomben, die gleich dahinter folgen sollten, wegzusprengen. Die Sprengbomben setzten das Fliegeralarmsystem außer Gefecht, zerstörten die Feuerwehrstationen, unterbrachen die Hauptwasserleitungen und verursachten massenhaft Tod und Zerstörung. Die Flüchtlingsmassen konnten nirgendwohin weglaufen und sich nicht verstecken.

    Dann kamen die mit Brandbomben beladenen Bomber und verwandelten die Altstadt in ein tosendes Flammenmeer. Die Lufttemperaturen stiegen auf 415°C. Winde von bis zu 160 km/h sogen allen Sauerstoff in das Zentrum des Sturms. Zigtausende verbrannten bei lebendigem Leib. Zu diesem späten Zeitpunkt des Krieges hatte man die Wissenschaft des Bombardierens perfektioniert.

    Das Bombenabwurfsmuster der Briten war dazu konzipiert, einen Feuersturm zu erzeugen, und der Dresdner Feuersturm war der spektakulärste des Krieges.

    Tausende erstickten in den Kellern, als der Sauerstoff von den Flammen nach draußen gesaugt wurde. Tausende wurden wie Stoffpuppen durch die Luft gewirbelt und von den heftigen Winden direkt in das Inferno gesaugt.

    Der Luftsog des Feuersturms war so stark, dass er Bäume entwurzelte und Dächer von meilenweit entfernten Häusern abhob. Die Menschen ergriff äußerste Panik. Pferde bäumten sich auf und galoppierten in die Menschenmassen. Wilde Tiere wie Löwen und Tiger entwichen den Gehegen im Zoo und liefen in die entsetzten Massen. Riesenschlangen glitten zwischen den Füßen der Fliehenden. In Brand geratene Lazarettzüge voll verwundeter Frontsoldaten versuchten, den Bahnhof zu verlassen, und trennten dabei kleinen Kindern, die unter den Zügen Schutz vor den Bomben gesucht hatten, Gliedmaßen ab.

    Die nächste Bomberwelle kam drei Stunden später mit Spreng- und Streubomben. Die Zeitabstände der Bomberwellen wie auch die Bombentypen waren sorgfältig kalkuliert, um eine möglichst hohe Tötungsrate zu erzielen. Wie geplant, erwischte diese dritte Welle von Bombern die Rettungs- und Feuerwehrmannschaften wie auch Massen von Menschen, die dem Feuer ins Freie entkommen wollten.

    Das Resultat war eine reine Massenabschlachtung.

    Am nächsten Tag vervollständigte die American 8th Air Force die Zerstörung der Stadt. Insgesamt 1.300 englische und amerikanische schwere Bomber warfen fast 4.000 Tonnen Spreng- und Brandbomben auf Dresden.

    Dresden – wir lesen nun täglich
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  • Dresden– wir lesen nun täglich … als Harris den Angriffsbefehl gab (Teil V)

    Februar 9th, 2024

    Dresden brannte sieben Tage und sieben Nächte …

    Fast 80 Jahre nach dem Zweiten Weltkrieg war von unseren deutschen christlichen Brüdern und Schwestern und den deutschen internationalen Genossen keine Reaktion auf das millionenfache Unrecht, das die Deutschen traf, zu vernehmen.

    Statt dessen konnten wir über die Zeit folgendes beobachten: Am 59. Jahrestag der Zerstörung Dresdens mit mindestens 250 000 Toten, meist Frauen und Kindern, gingen„ deutsche Jugendliche“ vom induzierten Irresein und Deutschenhass besessen, mit Transparenten wie „Bomber Harris, do ist again“ (Bomber Harris, tu es nochmal) oder „deutsche Täter sind keine Opfer“ oder auch „happy birthday luftangriff“ auf die Straße.

    Unvorstellbar allein daran zu denken, irgendjemand würde ein Transparent hochhalten mit einer Botschaft, welche einen Nationalsozialisten lobend erwähnt“. Die Staatsanwaltschaft würde keinen Moment zögern, diese Provokateure in Haft zu nehmen und wegen Volksverhetzung und Verunglimpfung der Opfer vor Gericht zu stellen. In München jedoch, war weit und breit von der Staatsanwaltschaft nichts zu sehen, und keine Reaktion erfolgte auf den Vorfall.

    Und somit werden auch heute noch selbst von deutschen offiziellen Behörden deutsche Opfer verunglimpft und verhöhnt. Auf offenen Plätzen wird gegen das deutsche Volk gehetzt.

    Bis hin zu den aktuellen Ereignissen der Denkmalschändung auf dem Dresdner Alt-Markt zum Gedenken der durch die alliierten Vernichtungsangriffe zu Tode gekommenen Deutschen. Vor wenigen Tagen erst so geschehen. Wo bleibt hier der Paragraph 130?

    Zurück zum Angriff auf Dresden im Februar 1945. Das Kommando hatte den Befehl einen schweren Schlag gegen die Stadt durchzuführen.

    In den ersten Wochen von 1945´herrschte über die deutsche Nachtwachtverteidigung Unklarheit. Die Jagdverbände verringerten sich zahlenmäßig und die Jagdbesatzungen waren erschöpft und beinahe auf dem toten Punkt angelangt. Nachdem die angreifenden Armeen die Reichsgrenzen immer weiter hinein verschoben, plante Oberluftmarschall Harris die Durchführung des RAF Angriffs auf Dresden als Doppelschlag.

    Als Stunde Null für Böhlen wurde 22 Uhr angesetzt, eine Viertelstunde bevor der erste Schlag auf Dresden erfolgte. Da der Angriff auf Dresden befehlsmäßig ein starker Vernichtungsangriff sein sollte , war es nur angemessen eine möglichst große Zahl von Lancaster-Maschinen eingesetzt wurde, um eine möglichst große Last von Brand- und Sprengbomben abzuwerfen.

    Der erste Angriff auf Dresden sollte die Stadt zur besseren Orientierung der Beatzungen des zweiten Angriffes drei Stunden und fünfzehn Minuten später wie ein Leuchtfeuer in Brand stecken.

    In einigen Stadtteilen Dresdens heulten die Sirenen, aber in den meisten Bezirken war der Strom beim ersten Angriff ausgefallen, sodass dieser zweite Angriff für die Bevölkerung völlig überraschend kam.

    Und so ertönte es auf Befehlsebene: „Masterbomber an Hauptmarkierer: Gute Arbeit! Weiter verstärken, verstärken.“ Fünfter Markiere an Hauptmarkierer: : Klar! Zweiter Markierer an Hauptmarkierer: Tally-ho!“

    (Tally Ho bezeichnet in der britischen Jägersprache einen Ruf bei der Sichtung eines Fuchses bei der Fuchsjagd.)

    Der zweite Teil der Doppelstrategie von Harris begann sich abzuzeichnen, nicht nur die Vernichtung der Dresdner Luftschutzkräfte, sondern auch eine große Zahl der aus den Nachbarstädten herbeigerufenen Hilfskräfte.

    „Es war das einzige Mal, dass ich Mitleid mit den Deutschen hatte (berichtet der Bombenschütze einer Lancaster Maschine der 635. Staffel.) Aber mein Mitleid dauerte nur ein paar Sekunden; unsere Aufgabe war es, den Feind zu schlagen, und zwar vernichtend zu schlagen.“

    Die Lancaster Maschinen des Blindbeleuchterverbandes leuchteten inzwischen das ganze Gebiet mit ihren „Christbäumen“ aus. Die Lichtertrauben der Zielmarkierer schimmerten fahl mit unerbittlicher Unabwendbarkeit über der den Untergang geweihten Stadt.

    Die erste Bomberwelle, die am 13. Februar 1945 um 10 Uhr abends über der Stadt ankam, war britisch. Sie ließ Tausende riesiger Sprengbomben auf die alte mit Flüchtlingen vollgestopfte Stadt fallen, um die Dächer zur Vorbereitung für Brandbomben, die gleich dahinter folgen sollten, wegzusprengen. Die Sprengbomben setzten das Fliegeralarmsystem außer Gefecht, zerstörten die Feuerwehrstationen, unterbrachen die Hauptwasserleitungen und verursachten massenhaft Tod und Zerstörung. Die Flüchtlingsmassen konnten nirgendwohin weglaufen und sich nicht verstecken.

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  • Konrad IV. /Konradin – mit ihm endet das ruhmreiche Geschlecht der Hohenstaufen

    Februar 9th, 2024

    Nach dem Tod Friedrichs II.: In den Herzen der Deutschen aber blieb eine tiefe Sehnsucht nach der versunkenen Kaiserherrlichkeit. Sie fand ihren Niederschlag in der deutschen Kaisersage vom Kyffhäuserberg, die sich zunächst an Friedrich II. knüpfte, später auf Barbarossa übertragen wurde.

    Konrad, der Sohn und Nachfolger Friedrichs II., zog sich von Deutschland in sein Hauserbe Unteritalien zurück. Der Papst erneuerte sofort den Kampf gegen das verhasste Geschlecht der Hohenstaufen, doch musste er, da er allein zu schwach war, immer fremde Hilfe herbeirufen. Zunächst ist es Karl von Anjou, der Bruder des französischen Königs. Der Papst belehnte ihn mit Neapel und Sizilien.

    Karl war ein kluger und kraftvoller Mann, aber arglistig und grausam, aller edleren Gefühle bar, was sich schon in seinen finsteren Gesichtszügen spiegelte. Da Konrad bald starb (1254), übernahm sein Bruder Manfred die Aufgabe, das staufische Erbe zu verteidigen. Doch wurde dieser, nach anfänglichen Erfolgen, bei Benevent durch den Verrat eines Teiles seiner Anhänger entscheidend geschlagen. Er selbst stürzte sich unter die Feinde und starb tapfer kämpfend den Heldentod (1266).

    Karl war nun König und wurde zu Neapel gekrönt.

    Die Herrschaft dieses Königs wurde seinen Untertanen bald unerträglich. Da schickten die hohenstaufisch Gesinnten Botschaft nach Deutschland an den jungen Sohn Konrad IV, den 15jährigen Konradin. Dieser lebte arm und unbeachtet bei seinem Oheim in Bayern. In ihm war der frohe Geist seiner Ahnen lebendig. Vergeblich warnte ihn seine zärtlich-besorgte Mutter vor dem Italien, das alle Hohenstaufen ins Verderben gelockt hat. Konradin war entschlossen den gefährlichen Kampf um das Erbe der Ahnen zu wagen und lieber würdig unterzugehen, als daheim sicher, aber ruhmlos weiterzuleben.

    Er verkaufte oder verpfändete die letzten Trümmer der hohenstaufischen Güter in Schwaben und warb mit dem Ertrag ein Heer (von 10 000 Mann). An dessen Spitze trat er 1267, begleitet von seinem treuen Jugendfreund Friedrich von Baden, den Zug über die Alpen an. Anfangs ging das Unternehmen glücklich vonstatten. Trotz des päpstlichen Bannspruches führten ihn die Römer im Triumphzug in ihre Stadt ein. Ganz Sizilien erhob sich gegen die Franzosen. Karl von Anjou befand sich in der schwierigsten Lage. Da rettete ihn ein unerwarteter Sieg bei Tagliacozzo (1268).

    Konradin und sein Freund entkamen zunächst, wurden aber später gefangen und an Karl ausgeliefert. Dieser verurteilte beide und alle übrigen Gefangenen zum Tode. Konradin saß gerade mit seinem Freund beim Schachspiel, als ihm der Todesspruch verkündet wurde. Mit männlicher Fassung vernahm ihn der 16jährige Jüngling. Auch sein Verhalten auf dem Blutgerüst war seiner großen Ahnen würdig, Seine letzten Worte waren: „O Mutter, welches Leid bereite ich dir?“

    Als Friedrich das Haupt seines Freundes fallen sah, schrie er so gewaltsam auf, dass alle Umstehenden in Tränen ausbrachen. Dann fiel auch sein Haupt und anschließend alle übrigen Getreuen. Solches geschah am 29. Oktober 1268 auf dem Marktplatz von Neapel.

    So endete das ruhmreiche Geschlecht der Hohenstaufen.

    Nicht lange aber sollte Karl die Früchte seines Sieges genießen. Im Jahr 1282 wurde die Herrschaft der Franzosen auf Sizilien durch die „Sizilianische Vesper“ vernichtet. Dem furchtbaren Blutbad fielen fast sämtliche Franzosen zum Opfer. Als König von Sizilien bestieg ein Schwiegersohn Manfreds den Thron, Peter III. von Aragonien. (Das Haus Anjou musste sich mit Untertiteln, dem Königreich Neapel begnügen.)

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  • Karneval, Fastnacht, Fasching – wie war das noch?

    Februar 8th, 2024

    Noch ein paar Gedanken am Rande, bezüglich der bevorstehenden Narrenfeste,

    … und hin zu einer fast vergessenen Welt naturmagischer Bräuche. Zwischen Licht und Dunkelheit , zwischen Winter und Frühling – wir feiern die Zeit, die mit dem Erwachen der Natur im Frühling einhergeht.

    Von den Ursprüngen bis in die Gegenwart

    Fasching – wie soll es anders sein, auch hier wurde ein ursprünglich heidnischer Brauch „umzitiert“ Aber mittlerweile hat man ja die Menschen daran gewöhnt, dass bestimmte heidnische Bräuche in christliche Festzeiten umgeformt wurden.

    Warum wird Karneval eigentlich am 11. November ausgerufen? Tatsächlich lässt sich dieser Zeitraum auf Samhain zurückführen: Mehr noch als die bevorstehende Wintersonnenwende am 21. Dezember markiert Samhain, das genau genommen „Sauwen” (mit gehauchtem „w”) ausgesprochen wird, Anfang, Ende und Neubeginn.

    Es handelt sich vorrangig um ein Totenfest, welches traditionell zum 11. Schwarzmond (unsichtbarer Mond) des Jahreskreises zum Abschied des Sommers gefeiert wird und zugleich das letzte Erntefest des Jahreskreises ist.

    Und auch das konnte ich noch herausfinden:

    • Aber auch die antiken Saturnalien, Lypercalien, Dionysien und Floralien sind Vorläufer der Fasnacht.
    • Europäische Höhlenmalereien deuten darauf hin, dass sich bereits die Menschen des Jungpaläolithikum vor etwa 30.000 Jahren mit Tierfellen und Hörnern maskierten.
    • Vorläufer des Karnevals wurden bereits vor 5000 Jahren in Mesopotamien gefeiert, im Land mit den ersten urbanen Kulturen.
    • Bei den Römern: Diese huldigten etwa ihrem Gott Saturn mit den sogenannten Saturnalien – feuchtfröhlichen Frühlingsfesten, zu denen sowohl das Vortragen von Spottgedichten als auch der Rollentausch von Herren und Sklaven gehörten.
    • Heidnische Bräuche wie das Vertreiben von Winterdämonen zur Sonnenwende oder das Begrüßen des fruchtbaren Frühlings wurden im Laufe der Zeit nur argwöhnisch von der christlichen Kirche akzeptiert. Sie setzte alles daran, diese Festlichkeiten zu übernehmen und mit christlichen Werten und Bräuchen zu überlagern – wie auch die Fastnacht.
    • Fasnacht wurde erst nach dem Jahre 1200 unter dem Einfluß des frommen Mittelalters ihrem Herkunftssinn widersprechend zu Fastnacht umgewandelt, nachdem das Konzil von Benevent im Jahre 1091 den Beginn der österlichen Fastenzeit auf den Mittwoch vor Sonntag Invocavit festgesetzt hatte. Den ältesten schriftlichen Nachweis für die Form Fasnacht finden wir in Wolfram von Eschenbachs Parzival aus dem Jahre 1206. Er schreibt im VIII. Buch in der 8. und 9. Zeile des 409. Verses: Das diu koufwip ze Tolenstein an der vasnaht nie baz gestriten
    • Vom 12. bis zum Ende des 16. Jahrhunderts werden in den Kirchen Narrenfeste gefeiert.
    • Martin Luther war der Ansicht, die Menschen sollten nicht nur zu bestimmten Zeiten, sondern ganzjährig gottgefällig leben. Somit war die Durchführung der Fastenzeit in den evangelischen Gebieten Deutschlands zeitweise gänzlich erloschen – und damit auch die Fastnacht.
    • Die alt Fasnet — Buurafasnet Der Sommer-Winter-Kampf wird aber durch die Fasnacht noch nicht endgültig entschieden. Acht Tage nach dem Fasnachtssonntag, am Sonntag Invocavit, am Funkensonntag, an der alten Fasnacht oder an der Bauernfasnacht, werden auf den Bergen die Funkenfeuer entzündet und Scheiben geschlagen. Auf der Spitze des Holzstoßes steckt eine ausgestopfte Hexenfigur. Sie symbolisiert den Winter, der nun endgültig, durch den Feuertod, sterben soll.
    • Ein weiterer Wendepunkt in der Geschichte der Fastnacht war das Jahr 1823. Damals brachte die Stadt Köln eine gänzlich neue Form des Brauchs hervor. Festlichkeiten wurden „gezielt organisiert, um die Straßenfastnacht in kultivierte Bahnen zu lenken“. Ein Festkomitee sorgte für klar geregelte Umzüge und Prunksitzungen. Der rheinische Karneval war geboren.

    Doch zurück zum Ursprung: Hingegen nutzten die germanischen Stämme diese Zeit, um böse Geister zu vertreiben und den guten zu huldigen, sie markierten den Übergang von Winter zum Frühling, mancherorts auch mit einem Heidenlärm. Wie bei allen heidnischen, also unseren ursprünglichen Festen, stand und steht die Natur im Mittelpunkt mit einem naturmagischen Segen aus Blüten: Nelken, Tulpen, Rosen und Veilchen. Naturrituale, um das Neujahr zu begrüßen, Fruchtbarkeitskulte, um den Frühling anzulocken.

    Für mich ist es die schönste Art zu „feiern“.

    Und nicht, wie wir heute leider erleben müssen: ein ausuferndes Saufgelage mit den schlimmsten Auswüchsen und perversem Treiben.


    Wissenswertes, nachgeschlagen bei Wolf Dieter Storl:

    Den ganzen Februar hindurch zieht die alte Göttin in der Gestalt der Percht oder Berta mit ihrer Geisterschar durchs Land. Die Menschen werden davon mitgerissen und feiern jetzt Fastnacht, Fasching, Karneval und andere Narrenfeste. Es ist die Urkraft der Wildnis und des Waldes, die in der Gestalt von Naturgeistern, Teufeln und Hexen über die kultivierte, zivilisierte Welt herfällt. 

    Diese Kreaturen der ungezähmten Wildnis regen zum lustvollen Treiben an. Das Wort Fastnacht hat nichts mit Fasten zu tun, wie es uns die Kirchendoktrin glauben machen will. Es kommt vom neuhochdeutschen Wort faseln (mittelhochdeutsch: vaselen) und bedeutet gedeihen, fruchtbar machen. Schon Bonifatius, der angelsächsische Missionar und sogenannte Apostel der Deutschen, der die heiligen Eichen umhauen ließ, verdammte in der Synode von Liftinae in Belgien (745) diese „unflätigen Feste im Februar“.

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  • Dresden! Wir lesen nun täglich… Dresden brannte sieben Tage und sieben Nächte – Tiefflieger über Dresden?

    Februar 8th, 2024

    (Teil IV) … es waren einmal zwei Autoren …,

    Für die schändlichste Episode des Dresdner Luftangriffs sorgten die amerikanischen Mustang-Jagdflugzeuge, die der Welle der B-17-Bomber folgten. Die Schwärme von Menschen, die vor den Bomben flohen und Schutz auf den Elbwiesen suchten, wurden von den Mustangs beschossen. Als Resultat des Beschusses lagen überall Stapel von Leichen an den Ufern. So beschrieb es ein Augenzeuge: « … unzählige Mustangs flogen im Tiefflug über die Menschen, die an den Elbufern kauerten wie auch auf den größeren Rasenflächen des Großen Gartens, um sie abzuschießen.»

    Und dann gab es auf einmal zwei Autoren, die es sich zur Aufgabe machten, damals, vor dem 60. Jahrestag der Ereignisse, Geschichte zu klittern. Der pensionierte Geschichtslehrer Helmut Schnatz und der Journalist Götz Bergander veröffentlichten im Jahr 2000, ein Buch, in dem sie die Behauptung aufstellten, die bei den Angriffen im Februar 1945 von der Zivilbevölkerung zahlreich bezeigten Tieffliegerangriffe amerikanischer Jagdflieger habe es in Wirklichkeit nicht gegeben“. (Diese „These“ wird selbstverständlich mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln zur medialen Verbreitung aufrechterhalten).

    Als die beiden Autoren ihr Buch in Dresden öffentlich vorstellten, war der Unmut verständlicherweise groß. Denn Hunderte, ja Tausende von Zivilisten, schon ausgebombt und auf der Flucht vor der Brandhölle, erinnerten sich noch gut daran, wie sei seinerzeit erlebten. Sie allen sahen sich nun von beiden Autoren brüskiert.

    Dabei sind die alliierten Tieffliegerangriffe auf flüchtende Zivilisten vielfach bezeugt und in der Fachliteratur seit Jahrzehnten unumstritten.

    So heißt es etwa in dem 1998 in dritter Auflage erschienenen Standardwerk „Europe im Bombenkrieg“ aus der Feder des Luftkriegsexperten Maximilian Czesany: „Als sich die zehntausend Überlebenden des nächtlichen Infernos, die auf die Elbwiesen und in „Großen Garten“ geflüchtet waren, endlich in Sicherheit wähnten, gerieten sie in den „dritten Schlag“. Auf die Elbwiesen hatten sich auch viele Kranke, die aus dem brennenden Johannstädter-Krankenhaus kamen, aber auch Verwundete aus den Lazaretten gerettet. Sie alle fielen nun den Bordwaffen und Bomben zum Opfer“.

    ————–

    Weiter wird einhellig aus dieser Zeit über ein „mit Flüchtlingen überfülltes Dresden“ berichtet. „Forschungen der 70er Jahre“ sprechen von 200000 (davon 85000 direkt in Dresden), auch die ARD sprach einmal von ca. 150000. Wo sind die geblieben? Wurden sie 1944 und die Überlebenden am 30. April 1945, mitgezählt?

    Zusätzlich wird von Überlebenden von Tieffliegerangriffen auf Flüchtlingsströme aus den Ostgebieten berichtet – auch nach Dresden und auch vor und nach dem 13./15. Februar.

    Doch die Dresdener Historiker-Kommission kamen zu dem Ergebnis, dass keine Tiefflieger-Angriffe nachgewiesen werden konnten? Sebastian Rick, Gröden, kommentiert gar zu einem Bericht der FAZ: „Die in Dresden tätige Historiker-Kommission, die Aufschluss über die Zahl der Toten bei den verheerenden Bombenangriffen um den 13. Februar 1945 geben sollte, stellte entgegen vieler Zeitzeugenaussagen fest, dass sich Tiefflieger Angriffe rund um dieses Datum nicht beweisen ließen.

    Demgegenüber ein Bericht /Leserbrief aus der FAZ vom 18.2002: „Ich selbst schreibe zur Zeit eine Doktorarbeit … Im Rahmen dieser Arbeit habe ich alle relevanten standesamtlichen Sterbebücher … durchgesehen … Man kann also feststellen, dass eine sehr hohe Zahl Tiefflieger Angriffe am Kriegsende .. unternommen wurden und dass vor allem Zivilisten auf den hoffnungslos verstopften Straßen darunter zu leiden hatten.“ „Die Dresdener Historiker Kommission setzte sich … das Ziel, Tiefflieger Angriffe nur … um den 13. Februar 1945 zu untersuchen, doch sollte niemand, … die Tatsache bezweifeln, dass diese von den Dresdenern bezeugten Tieffliegerangriffe stattfanden, …“

    ——————-

    An dieser Stelle noch ein paar Fakten /Gegenüberstellungen – möge sich jeder sein „Bild“ von der Wahrheit machen, und möge es ihm gelingen, Propaganda von seriösem Journalismus unterscheiden zu können:

    Einwohnerentwicklung_von. ..Einwohnerzahl Dresden: 31. Dezember 1944: 566.738 / 30. April 1945: 368.519 https://de.wikipedia.org/wiki/Einwohnerentwicklung_von_Dresden

    Demgegenüber suggeriert man dem Volk:

    Publikationen aus den öffentlich-rechtlichen Reihen: „Vor allem Rechtsextremisten haben immer wieder von bis zu einer halben Million Toten gesprochen und versucht, die Luftangriffe auf Dresden zu nutzen, um die deutsche Kriegsschuld zu relativieren.“

    https://de.wikipedia.org/wiki/Luftangriffe_auf_Dresden

    »Historikerkommission zu den Luftangriffen auf Dresden zwischen dem 13. und 15. Februar 1945«: „Historisch bekannt wurden besonders die vier Angriffswellen vom 13. bis 15. Februar 1945. Durch sie starben nach neuesten Untersuchungen entgegen oft behaupteten sechsstelligen Opferzahlen zwischen 22.700 und 25.000 Menschen.

    Heute angezweifelte Zahlen im Überblick:

    • Kieler Nachrichten vom 12.02.1955 “…Aus den Unterlagen des amerikanischen Außenamtes geht hervor das etwa 250.000 Menschen bei den Angriffen ums Leben gekommen sind…”

    • Ruhr Nachrichten vom 13.02.1965 “…In diesen 40 Minuten und während der beiden folgenden Angriffe finden mindestens 200- 250. 000 Menschen den Tod…”

    • Freie Presse (Bielefeld) vom 12.02.1955 “…Die Schätzungen schwanken zwischen 80.000 und 500.000 Toten…”

    • Wiener Zeitung vom 13.02.1965 “…Angaben über Zahl der Toten schwanken zwischen 250.000 und 400.000…”

    • Telegraf-West-Berlin vom 14.02.1965 “….135.000 Tote…”

    • Volk im Bild vom 12.02.1955 (eine Beilage der KPD Zeitung “Volksstimme”-Köln) ”…Die Opfer werden auf über 350.000 geschätzt und übertrafen selbst die von Hiroshima…” > 1948 erwähnte das Internationale Komitee vom Roten Kreuz über 275.000 „gemeldete“ Tote im Raum Dresden

    ———

    Ein persönliches Resümee:

    Der Umgang vieler Bürger mit dem Gedenken an unsere Vorfahren, stimmt mehr als nachdenklich. Mittlerweile macht sich eine Art Pogromstimmung breit, oder warum deckt man Denkmalschänder und Vandalen? Nun ja, zwei Gedanken drängen sich leider auf: Vielleicht, weil sich deren Handlungen gegen das deutsche Volk richten? Oder ist es schlichtweg nur anerzogene Unwissenheit?

    ———-

    Quelle: Franz Kurowski, das Massaker von Dresden

    David Irving der Untergang Dresdens

    Hubertus von Tobien, Feuersturm über Dresden

    Egon Kunze, Bombenterror gegen Dresden

    Dresden – wir lesen nun täglich
    Dresden – wir lesen nun täglich (Teil 2)
    Dresden – wir lesen nun täglich (Teil 3)
    https://www.spiegel.de/politik/sodom-in-sachsen-a-48af5aef-0002-0001-0000-000045143910?sara_ref=re-so-fb-sh&fbclid=IwAR2eCgbBUjEamRSi3oHSxk7BRx3Hi_04n_rchxEmUkjDUUof2HfHeFulL0A
    Spiegel Artikel aus 1963

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  • Dresden – wir lesen nun täglich (Teil 3)

    Februar 7th, 2024

    Dresden brannte sieben Tage und sieben Nächte – was geschah zuvor?

    Anfang Februar 1945 war die Hauptstadt Sachsens praktisch eine unverteidigte Stadt, obwohl die alliierten Bomberkommandos durchaus behaupten könnten, davon keine Kenntnis gehabt zu haben. Wie wir wissen, hatte die Stadt darüber hinaus keine in Betracht kommenden industriellen, strategischen und militärischen Ziele ersten Ranges.

    Sir Arthur Harris und sein amerikanischer Kollege Generalleutnant James H. Doolittle machten sich jedoch weniger Gedanken über mögliche Auslegungen internationalen Rechts als vielmehr über die siegreiche Beendigung des Krieges, als sie daran gingen, Dresden im Rahmen der Offensive gegen östliche Bevölkerungszentren anzugreifen.

    Sir Arthur Harris betont, dass das einzige internationale Verbot, an das er und sein Kommando sich während des Krieges gebunden fühlten, eine Vereinbarung war, die auf den Deutsch-Französischen Krieg 1870/71 zurückging und die den Abwurf von Sprengkörpern aus gasgefüllten Luftschiffen untersagte.

    Bereits ab Oktober 1944, flüchteten viele Menschen aus ihrer Heimat Ostpreußen, weil die Gebiete von der Sowjetarmee überrannt wurden. Die ersten Scharen von Flüchtlingen und Evakuierten wälzten sich nach Süden. Viele Tausende kamen nach Dresden, das als der „sicherste Luftschutzkeller“ des Reiches galt. Etwa 25 Prozent der Bevölkerung, ungefähr sechshunderttausend Menschen, waren aus Ostpreußen geflohen. Die Stadtbewohner waren zusammen mit Frauen, Kindern und Kranken aus den ländlichen Gegenden sowohl nach Dresden und anderen sächsischen Städten als auch nach Thüringen und Pommern evakuiert worden.

    Die sächsische Hauptstadt, die vor dem Krieg etwa 630 000 Einwohner zählte, war bald sichtlich übervölkert. Es war das Vorspiel zur endgültigen Tragödie von Dresden: Es gab wenige Deutsche, die jetzt noch in den von russischen Truppen bedrohten Gebieten zurückbleiben wollten.

    Die Menschen aus den Ostgebieten erlebten ein Martyrium. So hatten zum Beispiel sowjetische Truppen und Panzerdivisionskommandeure eine Flüchtlingskolonne eingeholt, die aus dem ostpreußischen Gebiet Gumbinnen flüchteten. Die ganze Kolonne war niedergewalzt worden, als der Kommandeur seinen Panzern den Befehl gab, ihren Weg stur fortzusetzen und die Flüchtlinge und ihre Fahrzeuge zu überrollen.

    Der plötzliche Beginn der massiven sowjetischen Offensive auf Mitteldeutschland am 12. Januar 1945 sollte noch entwürdigendere Greueltaten mit sich bringen als diesen „Zwischenfall“ von Gumbinnen.

    Am 12. Januar brach die 1. Ukrainische Front unter dem Kommando des erbarmungslosen, aber fähigen Sowjetmarschalls I. S. Konjew aus dem Batanow-Brückenkopf an der Weichsel hervor und begann einen massiven Vorstoß in Richtung Schlesien.

    Bald darauf schwoll der Flüchtlingsstrom über Nacht zu einer Flut an – eine Völkerwanderung von fünf Millionen Deutschen aus Ostdeutschland hatte begonnen, einen vorläufig noch freiwillige Völkerwanderung, die aber zum Kriegsende hin und darüber hinaus zu der wohl auf brutalste Weise durchgeführten Zwangsmassenausweisung in der Geschichte Europas werden sollte…

    Die erste größere Stadt nach der Provinzgrenze war Dresden, und – ob sie hier nun Freunde hatten oder nicht – die meisten Flüchtlinge wollten hier bleiben.

    Es handelte sich um eine Flut von Menschen, die in allergrößtem Ausmaß und innerhalb einer erschreckend kurzen Zeit entfesselt wurde; innerhalb von sieben Tagen sollten fünf Millionen deutsche Zivilisten aus ihrer alten Heimat herausgerissen werden, um auf den Straßen und Autobahnen in Richtung Westen strömen.

    Sie führten alle ihre letztes Hab und Gut in Kisten und Koffern mit sich und kampierten trotz der niedrigen Temperaturen unter Null Nacht für Nacht unter freiem Himmel, voller Hoffnung und doch ungewiss, welches Schicksal sie in Dresden erwartet.

    Zu dem Zeitpunkt, als die Einkesselung Breslaus in der Nacht vor den Dresdner Angriffen begann, befinden sich nur noch zweihunderttausend Zivilsten in der Stadt . Die Mehrzahl der Bevölkerung war zu diesem Zeitpunkt nach Dresden und in andere Orte und Städte des Reichsgebietes geflohen. Von den zurückgebliebenen Breslauern sollten etwa vierzigtausend in den schweren Straßenkämpfen und in sowjetischen Luftangriffen umkommen.

    Churchill erklärte dazumal: „“Ich möchte keine Vorschläge haben, wie wir kriegswichtige Ziele im Umland von Dresden zerstören können, ich möchte Vorschläge haben, wie wir 600.000 Flüchtlinge aus Breslau in Dresden braten können.“

    ——————-

    Der Inhalt des Textes in Teilen übernommen, aus „Der Untergang Dresdens“ vom britischen Schriftsteller David Irving

    Dresden – wir lesen nun täglich
    Dresden – wir lesen nun täglich (Teil 2)

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  • Dresden – wir lesen nun täglich (Teil 2)

    Februar 6th, 2024

    Dresden brannte sieben Tage und sieben Nächte.

    Anknüpfend an die Frage: „Wer oder was, musste zum Kriegsende sterben: der deutsche Mensch, die deutsche Kultur?“ zitiere ich: „In dieser Nacht sah ich im Traum hoch am hellen Nachthimmel in göttlicher Stille einen Schwarm wundersamer Lichter stehen, die Namen trugen: Bach, Beethoven, Mozart, Haydn, Wagner, Liszt, Strauss, Schumann, Schubert. Dahinter, davor und daneben solche mit Namen Goethe, Schiller, Eichendorff, Kant, Heine, Nietzsche, Luther, Mörike, Uhland, Grimm, Novalis, Hesse, Jean Paul, Chamisso, Hebel, Hauff, Herder, Brentano, Arnim, Arndt, Kleist, Lenau, Storm, Schopenhauer, Stifter, Rückert, Keller, Fontane. „

    Plötzlich schob sich in die unendliche Stille eine riesige Bombe, darauf ein Banner aus bluttriefenden Sternen, aus denen grelle Blitze in die schweigenden Lichtnamen krachten, die wie Sternschnuppen nach und nach erloschen. Und ich empfand im Traum unsägliche Trauer durch das Sterben von Licht. Dann stieß dieses Monster wild heulend auf die ahnungslose Frauenkirche und die in ihrem Schutz betenden Menschen. Und ich hörte, weinend im Traum, das Wimmern der sterbenden Kinder in den Armen ihrer toten Mütter.

    Zögernd kamen erwachende Lichtlein aus der menschlichen Feuerhölle.

    Und es wurden mehr und mehr , und sie vereinigten sich wieder hoch am hellen Abendhimmel, und alle Namen auch.

    Eine Flüchtlingsfrau aus Schlesien berichtet: „Immer mehr türmten sich auf, man deckte sie mit einer Decke zu, die ich mir aber dann für meine lebenden Kinder nahm, die schrecklich froren. Im Morgengrauen kamen einige ganz alte SA-Männer. Ich packte meine Kinder, rannte darauf zu und sagte: Retten Sie uns schnell hier heraus, es geht gleich wieder los. Er nahm den sechsjährigen wortlos auf den Rücken, und ich sollte ihm folgen. Eine halbe Stunde später liefen wir so aus der überall brennenden Stadt. Unter den Opfern waren Kinder in Karnevalskostümen, die vielleicht auf dem Bahnhof auf ihre Eltern aus dem Osten gewartet hatten.“

    Während nur das zufällige Durchschlagen der Decke dieser Handvoll Menschen im Heizungskellers des Bahnhofs das Leben gerettet hatte, erwarteten mehrere Tausend ein schlimmeres Schicksal. Von etwa zweitausend Flüchtlingen aus dem Osten, die in dem einzigen abgestützten Tunnel untergebracht waren, kamen nur hundert durch direkte Verbrennungen um; aber weitere 500 waren nach Angaben des Luftschutzleiters des Bahnhofs durch den Rauch erstickt.

    Die Flüchtlingsfrau aus Schlesien berichtet weiter: „Da ich von meinem Mann keine Nachricht bekam, war ich so verzweifelt, dass ich es wagte, nochmal Dresden aufzusuchen. Denn für meinen Säugling hatte ich nicht eine einzige Windel, kein Jäckchen usw. Ich wusste ja, dass der Bahnhofskeller, der einem Irrgarten glich, erhalten war; die Menschen waren dort unten nur erstickt. Es war jedoch alles abgesperrt, denn es herrschte Typhus. Ich erreichte es aber doch, dass ich in den Keller durfte, begleitet von einem Bahnbeamten mit einem Arm, der mich warnte und meinte: „Das halten Sie nicht aus; es liegen da unten noch Tausende Tote, und ich kann Ihnen nicht helfen. Was ich dort unten gesehen habe, ist wahrhaft ein Greuelmärchen, dazu schemenhaft beleuchtet von der Laterne des Bahnmannes. Diese unzähligen Menschen dort unten glichen ledernden Gestalten“.

    ———————-

    Die Verfasser hierzu, wie Franz Kurowski und David Irving stützen sich bei ihren Ausführungen auf Erlebnisberichte, die sie sensibel zusammengetragen haben, die Gefühle beschreibend, zusammenfassend. Mehr als einmal wurden sie staatsseits dafür „gerügt“, um es freundlich auszudrücken.

    Dresden – wir lesen nun täglich

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  • Der Entscheidungskampf zwischen Kaisertum und Papsttum geht weiter (1239-1250)

    Februar 6th, 2024

    Zwar gelang es Friedrich in bewundernswerter Weise, in wenigen Tagen die Lage wiederherzustellen, doch hatte dieses Missgeschick böse Fernwirkungen: fast die ganze Romagna fiel ab, und auch im übrigen Mittelitalien wurden die Schwierigkeiten immer größer.

    Weit schwerer aber noch wogen zwei andere Schicksalsschläge, die den Kaiser ganz persönlich trafen und in der Welt ungeheures Aufsehen erregten: die Untreue zweier vertrauter Freunde.

    Sein vielbegünstigter Leibarzt, von Päpstlichen bestochen, reichte ihm einen Gifttrank, doch wurde Friedrich noch rechtzeitig gewarnt. Und sein vertrautester Staatsmann, Peter von Vinea, der mächtigste Mann im Staat nach dem Kaiser, wurde der fortgesetzten Untreue im Amt überführt; er hatte sich in unerhörter Weise bereichert und dadurch die Finanzen des Staates zerrüttet. Der Leibarzt wurde nach qualvollen Martern hingerichtet – Peter von Vinea eingekerkert und geblendet; im Gefängnis hat er sich, wie es scheint, selbst den Tod gegeben. Diese beiden schweren Enttäuschungen verdüsterten dem Kaiser den kurzen Rest seines Lebens.

    Nur wenige Monate später traf ihn ein neuer Schlag. Sein bester Feldherr, sein Sohn Enzio, der blondhaarige, hochbegabte Jüngling, de ran Tapferkeit, edler Sitte und Schönheit vor allen Rittern strahlte, geriet in die Gefangenschaft der Bologneser, die ihn zwar vornehm behandelten, aber trotz aller Versprechungen und Drohungen des Kaisers nicht freigaben. Diesem Feuergeist war das furchtbare Los beschieden, dem Untergang seines Geschlechts hinter Kerkermauern von ferne zuzuschauen und ihn sogar noch überleben zu müssen. (er starb 1272 nach dreiundzwanzigjähriger Haft).

    Trotz allem stand Friedrich ungebeugt da, einem Sieg näher als einer Niederlage. Denn noch immer bildete sein sizilianisches Königreich die feste, unversehrte Grundlage seiner Macht. Neue große Waffenerfolge in Mittel- und Oberitalien eröffneten glänzende Aussichten, während umgekehrt die finanziellen Mittel des Papstes der Erschöpfung nahe waren. Friedrich war vom gehobensten Siegesbewusstsein erfüllt, von unbeugsamen Willen beseelt.

    Da geschah das Unfassbare: er starb völlig unerwartet an einer leichten Erkrankung, die nachlässig behandelt worden war, in dem süditalienischen Dorf Fiorentino, in den Armen seines geliebten Sohnes Manfred, im Dezember 1250.

    Im Dom zu Palermo wurde er neben seinen Eltern beigesetzt.

    Friedrich starb unbesiegt, aber da ein wirklicher Nachfolger seines Geistes fehlte, hatte sein Tod der staufischen Sache den Untergang gebracht. So hat Innozenz IV. sein Lebensziel erreicht: das Kaisertum lag zu Tode verwundet am Boden. Aber die erbitterten, oft unwürdigen Kämpfe des Papsttums gegen diesen letzten großen Vertreter deutscher Kaisermacht haben sich an der Kirche schwer gerächt. Sie hat diesen Sieg teuer bezahlen müssen. Die Kirche, die sich von ihren eigentlichen Aufgaben so weit entfernt hatte, büßte immer mehr an moralischem Ansehen und an geistlichem Einfluss ein.

    In den Herzen der Deutschen aber blieb eine tiefe Sehnsucht nach der versunkenen Kaiserherrlichkeit. Sie fand ihren Niederschlag in der deutschen Kaisersage vom Kyffhäuserberg, dies sich zunächst an Friedrich II. knüpfte, später auf Barbarossa übertragen wurde.

    was zuvor geschah

    Der Entscheidungskampf zwischen Kaisertum und Papsttum (1239-1250)

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