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Klara Fall: das glaube, wer mag

  • Die Sprache des Hasses – von Hetzschriften und ihren Verfassern

    Februar 3rd, 2024

    Rückblicke müssen sein, um den Kontext zu wahren.

    So der 10. Januar 1918: An diesem Tag hörten die US-Parlamentarier gemeinsam aus Anlass der feierlichen Eröffnung der neuen Sitzungsperiode die folgenden Worte ihres >Vorbeters »Allmächtiger Gott – Unser himmlischer Vater!. . . Du weißt, o Herr, daß wir in einem Kampf auf Tod und Leben stehen gegen eine der gemeinsten, übelsten, gierigsten, habsüchtigsten, blutdürstigsten, sündhaftesten und sinnlichsten aller Nationen, die jemals das Buch der Geschichte geschändet haben. Du weißt, daß Deutschland aus den Augen der Menschen genügend Tränen gepreßt hat, um einen neuen Ozean zu füllen, daß es genügend Blut vergossen hat, um jede Woge auf diesem Ozean zu röten, und daß es aus den Herzen von Männern, Frauen und Kindern genügend Schreie und Stöhnen gepreßt hat, um daraus ein neues Gebirge aufzutürmen.«

    Nun ja, man möchte annehmen, das Gebet gilt den Sadisten unterm Sternenbanner, dem Amerika als vermeintlichen Leuchtturm für Recht und Freiheit.

    Aber nein, dieses Gebet, dass aus dem Munde des Vertreters einer Nation, die damals schon genügend Eroberungskriege geführt und ihr Land von den Ureinwohnern durch Völkermord praktisch >gesäubert< hatte, richtet sich gegen die deutsche Nation.

    Das Gebet im US-Kongress schloss dann mit Worten, in denen die Geschichtsfälschung fortgesetzt wird: »Wir bitten dich, o Herr, entblöße Deinen mächtigen Arm und schlage das große Rudel dieser hungrigen, wölfischen Hunnen zurück, von deren Fängen Blut und Schleim tropfen.

    Solche Gebete haben in der amerikanischen Kriegspolitik eine lange Tradition.

    Auch bevor die Piloten mit den Atombomben nach Hiroshima und Nagasaki starteten, soll ein US-Geistlicher den Segen des Himmels für den einen hunderttausendfachen Tod bringenden Flug erfleht haben.

    Lange Rede, kurzer Sinn: Es gibt Dutzende Schriften, Quellen und Verweise zur Kriegspolitik der Amerikaner und Briten: Dazu muss man nicht weit ausholen, noch lange recherchieren. Sie machen auch keinen Hehl daraus. Im Gegenteil, sie ehren und belobigen ihre Handlanger, denn die Köpfe des Syndikats haben sich die Finger nicht schmutzig gemacht. Und es war auch nicht schwer, genügend „Personal“ herbeizurufen, um die geschickt ausgeklügelten Schandtaten in Umsetzung zu bringen.

    Darunter machten, unter vielen anderen, neben Hemingway (<siehe Kommentar) und Hitchcock, auch ein Sebastian Haffner (1907-1999), oder ein Louiz Nizer (1902-1994) von sich Reden.

    Mal abgesehen von den unsäglichen Plänen Kaufmans, Morgenthau und Hooton, die zur gleichen Zeit verbreitet wurden.

    Während Hemingway gerade noch zur Sterilisation der Deutschen im Jahr 1942 über sein Buch „Men at War“ forderte, war es ein Sebastian Haffner, der in einem Zeitungsartikel zum Massenmord an Deutschen aufrief. Und was tat dieser Louis Nizer? Nun er schrieb 1934/44 sein Buch „What to do with Germany?“ (Was sollen wir mit Deutschland machen?).

     In dem Buch von Nizer sind zum Teil die falschen Ansichten der Amerikaner über Deutschland begründet. Es war die Pflichtlektüre in Roosevelts Kabinett, die schließlich von General Eisenhower in 100 000 Exemplaren an seine Truppen verteilt wurde. In Beantwortung der Frage „Was sollen wir mit Deutschland machen?“, nennt Nizer folgende Möglichkeiten:

    1. Ausrottung

    2. Zuchtwahl

    3. Politische Aufteilung

    4. Zwangsverschickung

    Diese Überlegungen finden wir dann im Morgenthau-Plan wieder – erwähnt auch von meiner Mutter in ihren Tagebucheinträgen zur schrecklichen Zeit für die Deutschen nach Kriegsende.

    Es ist müßig, all die Handlanger aufzuzählen. Aber hin und wieder darf man sich den einen oder anderen mal wieder zu „Gemüt“ führen, um das „Große und Ganze“, also, das Worum es immer nur ging und immer noch geht, besser begreifen zu können.

    Kurz noch etwas zur Aussage von Haffner, (geboren als Raimund Pretzel), der da sagte: „Glücklicherweise ist der harte Kern der Nazirevolutionäre in der S S konzentriert und leicht zu liquidieren. Freilich wird ihre Auslöschung nicht die Idee an sich sein können, doch die Ausrottung muss vorangehen…“

    Interessant ist in diesem Zusammenhang der gegenwärtige „Kampf“ gegen Rechts und gegen vermeintliche Nazis…?? Wie auch immer, wir dürfen festhalten. Propaganda ist wie immer zielführend. Und wir erinnern uns, auch später, unter Mao (1957) war sie von Erfolg gekrönt.

    Ach ja und bei Hemingway heißt es wörtlich: „Als jener Krieg (der erste Weltkrieg), gewonnen wurde, hätte Deutschland tatsächlich so zerstört werden müssen, dass wir es für hundert Jahre nicht mehr zu bekämpfen hätten, oder gar für immer, wenn es richtig gemacht worden wäre. Das lässt sich wahrscheinlich nur durch Sterilisation erzielen, ein Eingriff, der kaum schmerzhafter als eine Impfung ist und leicht zur Pflicht gemacht werden kann“.

    Diese Handlanger suhlen sich in ihrem Hass, schrieben ihre mörderischen Fantasien nieder und setzten sie in Teilen sogar um. Keiner von diesen Verbrechern, wurde wegen Aufrufs zum Völkermord zur Rechenschaft gezogen. Das „Wirken“ der Genannten war der Aufruf zum Massenmord.

    Wie wir wissen, waren davon ja einige unterwegs, wie auch ein Ilja Ehrenburg.

    Ganz im Sinne des Vorhabens „Deutschland muss vernichtet werden“. Ich denke, 2024 hat man einen berechtigten Grund zur Annahme, dass dieses langgehegte Vorhaben schon bald in Vollendung gehen wird.

    Über die Fortsetzung der Greuellüge
    Von vermeintlichen Helden, verbrecherischen Nobelpreisträgern, Mördern, und von „schicken“ Filmen – die Wahrheit ruht am Abgrund

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  • Berlin am 3. Februar 1945 – aus der Reihe: „Unsere Städte und ihre Zerstörer“

    Februar 3rd, 2024

    „Wir werden Deutschland zur Wüste machen, ja, zu einer Wüste“, hatte Churchill schon im „Blitz“-Jahr 1940 angekündigt. Damals allerdings verfügte die RAF weder über eine ausreichende Zahl von Bombern und Piloten noch über geeignete Navigations- und Waffentechniken, um die Drohung wahr zu machen.

    Jede deutsche Stadt, kündigte Churchill an, solle fortan einer „Feuerprobe“ unterworfen werden, „wie sie kein Land an Unablässigkeit, Strenge oder Umfang bisher erlebt hat“.

    Mehrmals holten die Alliierten zu einem zermalmenden Vernichtungsschlag aus. Allein die „Battle of Berlin“ von November 1943 bis März 1944 forderte 10000 Todesopfer, machte ein Viertel des Zentrums dem Erdboden gleich und ließ 1,5 Millionen Berliner obdachlos werden.

    Berlin am 3. Februar 1945:

    Rund Tausend „Fliegende Festungen“ bombardierten am 3. Februar 1945 die Reichshauptstadt. Es war der bis dahin schwerste Angriff auf Berlin und wohl die schlimmsten 50 Minuten in der Geschichte der Stadt. Mit 958 Bombenflugzeugen griffen die 1. und 3. Luftdivision der 8. US Air Force Berlin an. Die ersten Flugzeuge erreichten ihr Zielgebiet und 11.01. Uhr und die letzten verließen den Raum Berlin um 11.51. Uhr.

    Von den 958 gestarteten Flugzeugen hatten Berlin 939 erreicht, die insgesamt 1854,5 Tonnen Sprengbomben und 225,8 Tonnen Brandbomben abwarfen.

    Britischen und amerikanischen Quellen zufolge, werden die Verlustzahlen der Berliner mit 25.000 angegeben. Nach einem ersten deutschen Bericht des Angriffs konnten von 3043 Verschütteten etwa die Hälfte lebend geborgen werden. Zu diesem Zeitpunkt war die Stadt mit den Flüchtlingstrecks überflutet, zahlreiche Opfer wurden daher vermutlich nicht erfasst.

    Noch Jahre später wurden beim Ausschachten von Kellerräumen für Neubaufundamente Skelette geborgen.

    Eine oberflächliche Bilanz zum Bombenterror durch die Alliierten:

     Die Nachtflieger, die sich häufig verfranzten, warfen ihre Bombenlast zeitweise „überall ab, wo ein Licht auf das Vorhandensein einer Siedlung wies“ (Friedrich). Bei einem Angriff von 50 britischen Bombern auf die Reichshauptstadt im August 1940 wurde gerade mal eine hölzerne Gartenlaube getroffen; zwei Berliner erlitten leichte Verletzungen.

     Einen dänischen Reporter erinnerten die Bilder ausgebrannter Ruhrstädte an „Luftaufnahmen von Pompeji“.

     Gut einen Monat später, nachdem er von Bombenangriffen auf Berlin erfahren hatte, notierte Brecht: „Das Herz bleibt einem stehen.“ Weil die Luftangriffe auf die Innenstadt „nicht mit militärischen Operationen verknüpft“ seien, „sieht man kein Ende des Kriegs, sondern nur ein Ende Deutschlands“.

    Bei sämtlichen Bombenangriffen handelte es sich um raffinierte Kombination diverser Waffen: Teuflische Folge dieser Technik: Über den in Brand gesteckten Stadtteilen bildet sich eine gigantische Heißluftsäule, die orkanartige Stürme produziert und Tausende Tonnen Sauerstoff ansaugt. Die Menschen, gleich ob sie sich im Keller verbergen oder ins Freie fliehen, krepieren an Hitzschlag oder Überdruck, Verbrennungen oder Kohlenmonoxidvergiftung.

     Aus der Luft beiseite geräumt wurden die historischen Stadtkerne unter anderem von Freiburg, Heilbronn, Nürnberg, Hildesheim, Mainz, Paderborn, Magdeburg, Halberstadt, Worms, Pforzheim, Chemnitz, Trier, Potsdam und Danzig.

    Berlin, es war einmal…

    —————-

    Bisher erschienen in der Reihe: https://undinepeter.blog/…/unsere-deutschen-stadte-und…/

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  • Friedrich auf der Höhe seiner Macht und der erbitterte Kampf zwischen Kaisertum und Papsttum (1235-1250)

    Februar 2nd, 2024

    Ich muss mich ein bisschen ablenken, und das gelingt mir tatsächlich recht gut über die historischen Ereignisse zu unserem Vaterland.

    Wo sind wir stehen geblieben? Ah ja, das war der Zeitraum, als Friedrich II. seinen zweiten Sohn, dem neunjährigen Konrad, zum König wählen ließ. https://undinepeter.blog/…/friedrich-ii-auf-der-hohe…/

    Er selbst vermählte sich mit einer englischen Prinzessin und versöhnte sich dadurch mit der englisch-welfischen Gegnerschaft. Das geschah auf dem glanzvollen Reichsfest von Mainz (1235). Zugleich erließ er das große Mainzer Landfriedensgesetz, das erste Gesetzt, dass nicht nur in lateinischer, sondern auch in deutscher Sprache abgefasst war.

    Ein besonders großer Erfolg war es , dass die Fürsten auf diesem Hoftag in Mainz einmütig den Reichskrieg gegen die Lombarden beschlossen, die auf die hochverräterischen Pläne Heinrichs eingegangen waren. Trotz heimlicher Gegenwirkung der Kurie erfocht Friedrich bei Cortenuova eine glänzenden Sieg (1237).

    Unter dem Eindruck der furchtbaren Niederlage eröffneten die Mailänder Friedensverhandlungen und waren zu großen Zugeständnissen bereit. Aber Friedrichs Verhängnis wurde es, das er im Glück nicht die kluge Mäßigung zu üben verstand. Er verlangte bedingungslose Unterwerfung, und so ging der Krieg weiter.

    Im Vollgefühl seiner Machtstellung ließ Friedrich auch der römischen Kurie gegenüber alle Rücksicht fahren und reizte sie durch unkluge Äußerungen und Drohungen. Der Erfolg war, dass die reichsfeindliche Partei innerhalb der Kurie endgültig die Oberhand gewann. Als Friedrich die Stadt Brescia vergeblich belagerte , glaubte Gregor den Augenblock gekommen, mit dem Kaiser vor aller Welt zu brechen. Am Palmsonntag 1239 schleuderte er gegen ihn zum dritten Mal den Bannstrahl. Die Zeit der Versöhnung war vorbei.

    Weiter lesen wir: In dem Kampf, der nun ausbrach, war zwar der Kaiser militärisch überlegen, aber trotzdem war seine Lage von vornherein ungünstig. Denn der Papst war eben nicht ein gewöhnlicher Gegner, hinter ihm stand eine kirchliche Gemeinschaft, welche die ganze abendländische Staatenwelt umfasste.

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  • Von vermeintlichen Helden, verbrecherischen Nobelpreisträgern, Mördern, und von „schicken“ Filmen – die Wahrheit ruht am Abgrund

    Januar 31st, 2024

    Nachdem ich nun heute zu einem weiteren Video https://youtu.be/ouRiZxYEMsk?si=_ra8k30rbIxpdwQD (gelesen aus den Tagbüchern meiner Mutter) den Text aus ihren Niederschriften eingesprochen habe, möchte ich noch etwas voranführen.

    Ich weiß, dass diese „Rufe“, sei es über Videoaufnahmen, Bücher, Beiträge o. ä. zumeist ungehört bleiben, im Nichts verhallen. Bis heute stellt man sich die Frage, warum sich „JEMAND“ über Jahrzehnte hinweg, so viel „Mühe“ macht, bestimmte Berichte, Verweise, Hinweise und Tatsachenberichte unter Verschluss zu halten.

    Wir wissen um die Millionen Kinobesucher , die sich über die unzähligen Hollywood-Dramen und Katastrophenschinken zu Tränen der Rührung hinreißen ließen. Hier wurden keine Kosten noch Mühen gescheut. Und die Menschen saßen und sitzen immer noch vor diesen Filmen, exzellent in ihrer Darstellung und über Effekte und der schauspielerischen Besetzung. Hier seien Schindlers Liste, der Pianist oder der „Untergang der Titanic“ genannt.

    Oder auch die überaus traurigen Tagebucheinträge der Anne Frank. Auch ich war als Schülerin immer sehr bestürzt und fassungslos über das darin aufgeführte Geschehen.

    Doch kaum einer weiß um Gutachten zu diesen Tagebüchern, beruhend auf berechtigtem Zweifel an der Echtheit dieser. Wenn man sich nun mit diesem Prozedere ordentlich auseinandersetzt, wird man letztendlich zu dem Schluss kommen: Anne Frank war ein Kind mit einem tragischen Kriegsschicksal, das sie mit Millionen anderer Kinder vieler Nationen geteilt hat.

    Unter anderem schlussfolgerte der Spiegel seinerzeit das Schriftbild betreffend: „hier müsste ein Erfinder am Werk gewesen sein.“ Fest steht: Bei der Herausgabe ist das Tagebuch durch zahlreiche Manipulationen verändert worden. Dennoch kam es unter großem Aufwand zur Veröffentlichung und steht nach wie vor auf dem Lehrplan in deutschen Schulen.

    Doch, wer weiß um den Untergang der Gustloff, überladen mit Flüchtlingen? Die Zahl der Toten war höher als die der Titanic. Einen Film darüber gibt es jedoch nicht.

    Wer weiß schon von den Morden dänischer Widerständler, oder von über 7000 Flüchtlingskindern, die nach dieser sogenannten „Befreiung“ in dänischen Lagern starben? An dieses düstere Kapitel erinnern lediglich ein paar Steintafeln, mehr nicht. Das größte Lager hatte 37 000 Insassen und lag in Oksbøll an der Westküste von Jütland. Mitverantwortlich für diese schweren Verbrechen war gewiss diese unsägliche Propaganda seitens der Alliierten. Doch ist das keine Entschuldigung. Die toten Kinder, viele darunter waren noch keine fünf Jahre alt, hießen Heinrich, Helmut und Walter, Gudrun, Karin oder Ingelore. Zu Hunderten liegen sie unter der Erde des größten Kopenhagener Friedhofs Vestre Kirkegård – in der entlegensten Ecke, wohin sich einheimische Trauernde kaum verirren.

    Warum lesen wir nichts über das Schicksal dieser Kinder, über Heinrich, Helmut, Walter, Gudrun und Karin?

    Dass sich die Traumfabrik Hollywood dieser Schicksale annimmt ist eher unwahrscheinlich. Denn die Opfer waren nur Deutsche.

    Zudem kann man kaum erwarten, dass ein Schlächter seine eigenen Schlachten abspult und ein Publikum darüber unterrichtet. Wobei der Stoff dazu ins Uferlose führen würde, da Filmmaterial ausreichend zur Verfügung steht.

    Nach Ernest Hemingways Freitod war in Hollywood ein Film über sein Leben geplant. Hemingway als Kriegsaufklärer, als Spion – weniger über seine Eigenschaft als Mörder. Dafür wurde er 1950 von der New York Times „der bedeutendste Schriftsteller… der größte seit Shakespeare“ genannt, und er erhielt 1954 den Nobelpreis. Was die Person Hemingway betrifft > (siehe Foto und Kommentar.

    Nun sind mehr als 40 Jahre darüber vergangen. Und ich bin bestürzt. Bestürzt über die Vehemenz, gegenüber den Büchern und Schriften zu Vorgängen, die uns über Jahre vorenthalten wurden.

    Wenn ich mit jungen Menschen spreche, kennen sie noch nicht einmal die Namen der Regionen wie Schlesien, Ostpreußen oder das Sudetenland. „Ja, schon mal was von gehört“ ist die gleichgültige Aussage. Sie wissen nichts von Flucht und Vertreibung, von Völkermord, von einem der größten Verbrechen der Menschheit nach 1945.

    Sie wissen nichts von Konzentrationslagern, wo ihre Vorfahren zu Tode gekommen sind, von den Arbeitslagern, sie wissen nichts über die Rheinwiesenlager, sie wissen nichts von dem unsäglichen Leid und Schmerz. Nichts davon war Thema in der Schule, noch durfte es überhaupt angesprochen werden. Über einen herbeigeführten Schuldkult wurde ihnen aufgetragen, sich für etwas zu schämen, von dem sie nur aus der Presse erfahren haben, und darüber lernten sie das eigene Volk zu hassen – tief und abgründig.

    Sie wissen um ein Mädchen, das ein Tagebuch geschrieben hat. Denn das wurde medial in unerschöpflicher Weise in die Welt hinaus getragen.

    Indes ruht die Wahrheit zu den Verbrechen am eigenen Volk am Abgrund, und es ist zu befürchten, dass sie dort noch lange verbleibt und immer tiefer zu fallen droht.

    Die jungen Menschen wissen von einem großen Krieg, aber sie wissen nichts um die wahren Verursacher dieses Krieges und seine Vorgeschichte, sie wissen auch nichts von den unzähligen Friedensversuchen, die allesamt von alliierter Seite abgeschmettert wurden.

    Hollywood, ja das war erst vor Kurzem ein Thema.

    Nein, in Hollywood wurden keine Filme über den Völkermord an der deutschen Bevölkerung gedreht. Doch in Deutschland zeigte man sich dann doch noch großzügig, nachdem die Stimmen der Opfer und Hinterbliebenen von Flucht, Vertreibung und Massaker durch Alliierten immer lauter wurden. Aus den Reihen der Betroffenen, kam der Ruf mit der Bitte um Aufklärung. So flimmerte im Jahr 2007 ein aus deutscher Produktion stammender Zwei-Teiler über den Bildschirm.

    Mal abgesehen davon, dass die Sendezeit dazu, schon tief blicken lässt, wurde der Zweiteiler wenig publik gemacht. Der mediale Aufwand, wie wir es von Schindlers Liste, Tagebücher der Anne Frank & Co kennen, blieb aus. Es schauten also wieder nur die, die aus ihren Familien heraus selbst betroffen waren und die, die es wirklich interessierte. Letztere dürften sich allerdings, um es bildlich auszudrücken, an einer Hand abzählen lassen.

    Nun ja, und heute dürfen sich die „Geheimnishüter“ und „Herren über die Archive“ sicher sein, dass die, die einst nach Gerechtigkeit riefen und um Aufklärung baten, mittlerweile ein hohes Alter erreicht haben oder bereits verstorben sind. Und die Kinder und Enkelkinder kaum noch Interesse daran haben, dass irgendwas davon noch einmal zur „Sprache“ kommt. Denn die ist längst eine andere, und weit entfernt von der deutschen.

    Wir wissen, dass wir nicht alles wissen, aber das, was wir sicher wissen, und sich dem Wissen nach zu Recherchen und Beobachtungen deckt, bis in das Jahr 2024 hinein, ist:

    „Jede Aufzeichnung wurde vernichtet oder verfälscht, jedes Buch überholt, jedes Bild übermalt, jedes Denkmal, jede Straße und jedes Gebäude umbenannt, jedes Datum geändert. Und dieses Verfahren geht von Tag zu Tag und von Minute zu Minute weiter.“ Um es mit den Worten von George Orwell zu sagen.

    Es war ein einmal… Vergessener Völkermord und verschwiegene Geschichte – Rheinwiesenlager
    Es gibt Untaten, über welche kein Gras wächst – Teil VI aus „Die Anklage hören viele, die Rechtfertigung wenige…“
    Als die Ostsee zu einem Meer der Hoffnung wurde – und sich die Hölle auftat
    Dänemark: Hier ruht ein dunkles, sehr dunkles Stück Geschichte…

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  • Friedrich II. auf der Höhe seiner Macht (1230-1239)

    Januar 28th, 2024

    Zum Sonntagabend gibt es noch ein wenig Deutsche Geschichte. Dieser dritte Teil des Kapitels zu Friedrich II. , reicht von der Zeit auf der Höhe seiner Macht bis zu Beginn des Entscheidungskampfes zwischen Kaisertum und Papsttum.

    Friedrich stand damals in der Fülle seiner Manneskraft. Sein mittelgroßer Körper mir dem bartlosen Antlitz und dem rötlich-blonden Haar war von einer schier grenzenlosen Leistungsfähigkeit, der Gesamteindruck seiner Persönlichkeit wurde entscheidend bestimmt durch sein sicheres Auftreten, der Prunk mit dem er sich dauernd umgab, überhaupt seine ganze Lebensweise, war in jeder Beziehung sizilianisch. Friedrich konnte leutselig, freigiebig, großmütig sein. Wen aber sein stolzes Herrengefühl verletzt wurde, dann erwachten leicht wilde, dämonische Triebe in ihm, er konnte dann rücksichtslos, willkürlich, ja grausam sein. Es fehlte ihm die gleichmäßige Wärme; sein unberechenbares Wesen weckte daher vielfach Unsicherheit und Musstrauen ihm gegenüber.

    Rastlos kam er den vielseitigen, aufreibenden Pflichten seines Amtes nach. Alle wichtigen Entscheidungen traf er persönlich. Doch der Reichtum zu seiner genialen Kraftnatur fand in diesen mannigfaltigen Aufgaben des Berufes nicht entfernt Genüge. Er bestätigte sich darüber hinaus in seinen Mußestunden auf den verschiedensten Gebieten in erstaunlicher Weise. Zoologie, Heilkunde, Mathematik, Philosophie, Kunst waren dabei seine Lieblingsbeschäftigungen. Die bildende Kunst, die durch ihn in Süditalien einen mächtigen Aufschwung erfuhr, lässt bereits, wie das ganze Wesen Friedrichs überhaupt, die künftige italienische Renaissance vorausahnen.

    Nach dem Friedensschluss mit dem Papst hielt es Friedrich für sein dringlichste Aufgabe, die eingeleitete Gesetzgebung und Verwaltungsreform in Sizilien zu vollenden. Er schuf ein absolutes Königtum, neben dem alle anderen Körperschaften im Staat politisch unselbständig und ohne Bedeutung waren – ein gewaltiger Fortschritt gegenüber dem zersplitterten Lehenswesen. Dieses staatsmännische Werk ist seine glänzendste und dauerhafteste Leistung überhaupt. Mit diesem aufgeklärten Absolutismus, der keinen anderen Maßstab kannte als die Vernunft, eilte Friedrich seiner Zeit Jahrhunderte voraus.

    Eine völlig entgegensetzte Entwicklung nehmen die Dinge in Deutschland. Hier wurde die Monarchie von der Fürstenaristokratie immer mehr in den Hintergrund gedrängt, ein Vorgang von epochenmachender Bedeutung. Um seiner italienischen Politik willen machte Friedrich den deutschen Fürsten dauernde wertvolle Zugeständnisse. 1220 hatte er bereits den geistlichen Fürsten die meisten seiner Hoheitsrechte überlassen. Diese Entwicklung dehnte sich nunmehr auch auf die westlichen Fürsten aus. Zum ersten Mal taucht ein den Erlassen Friedrichs der Name „domini terrae“ (Landesherren) auf.

    Die Teilgewalten wurden in der Folgezeit immer selbständiger. Die Fürsten verlangten immer mehr Rechte, und auch die kleineren Herren stellten allmählich ihre Ansprüche. Die natürlichen Gegner dieser Entwicklung waren die mächtige emporblühenden Reichsstädte, die sich daher auch stets auf die staufische Seite stellten.

    Der Stärkung der Fürstenmacht widerstrebte der Vertreter des Kaisers in Deutschland, sein Sohn Heinrich. Von Natura eigenwillig und unstet, ohne klare Ziele, war er überdies noch übel beraten und führte ein ausschweifendes Leben. Ihm erschien es auf die Dauer unerträglich, dass er in seinem Königtum immer wieder gefesselt wurde, vor allem durch die Eingriffe des Vaters, der ihm persönlich so fremd war. So empörte er sich schließlich in knabenhaften Trotz und knüpfte verräterische Verbindungen mit Frankreich und mit dem lombardischen Städtebund an.

    Friedrich brauchte kein Heer, um diesen Aufstand niederzuwerfen.

    Ganz allein kam er (1235), aber mit seinem eindrucksvollen Pomp seines Kaisertums.

    Es war sein letzter Aufenthalt in der Heimat seiner Väter (1235-1237). In Kurzem war der leichtfertige Empörer von seinen Anhängern verlassen und dadurch zur Unterwerfung gezwungen. Der Kaiser ließ ihn ins Gefängnis werfen. Hinter Kerkermauern in Apulien fand Heinrich ein frühes Ende.(1242).

    Dem Vater ist das alles nicht leicht gefallen; bei Heinrichs Tod erklärte er öffentlich: „Ich gestehe es, dass mich der Stolz des lebenden Königs nicht beugen konnte, der Tod des Sohnes mich aber tief bewegt, und ich bin weder der erste noch der letzte, welcher von ungehorsamen Söhnen Schaden erduldete und doch an ihrem Grabe weint.“

    An Heinrichs Stelle ließ Friedrich seinen zweiten, den neunjährigen Konrad, zum König wählen. Er selbst vermählte sich mit einer englischen Prinzessin und versöhnte sich dadurch mit der englisch-welfischen Gegnerschaft. Das geschah auf dem glanzvollen Reichsfest von Mainz (1235). Zugleich erließ er das große Mainzer Landfriedensgesetz, das erste Gesetz, dass nicht nur in lateinischer, sondern auch in deutscher Sprache abgefasst war.

    ———————————–

    In den nächsten Tagen lesen wir dann von weiteren Ereignissen zum bevorstehenden Entscheidungskampf zwischen Kaisertum und Papsttum.

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  • Wie war das eigentlich damals, 1582 mit der eingeführten Zeitrechnung vom Papst? Was ging dem voraus?

    Januar 26th, 2024

    Zwei Ereignisse der letzten Tage, brachten dieses Thema hervor, zum einen, weil ich ja ohnehin gerade über das Machtgefüge des Papsttums seit Mittelalter berichte (siehe „Deutsche Geschichte“ nach Albert Thümmel), und weil sich in manchen Gruppen Zwist und Unstimmigkeiten breit machen, das erste Jahresfest der Heiden betreffend.

    Insbesondere am heidnischen Feuer, erhebt sich der Wunsch nach unserem ursprünglichen „Kalender“, wenn man diesen als solchen bezeichnen möchte, denn Naturvölker brauchen keinen offiziellen Kalender, um die Jahreszeiten zu bestimmen und primitive Zivilisationen haben sich selbst über Generationen hinweg versorgt, ohne einen Kalender zu haben.

    So rechnet sich ein germanisches Jahr nach zwölf Vollmonden. Und den historischen Quellen zufolge, gibt es kaum Zweifel, dass die germanischen Stämme einen Mond-kalender hatten.

    Schlägt man nun die Seiten der öffentlichen-rechtlichen Informationsanstalten auf, findet sich den Ursprung betreffend (Zeitrechnung, Kalender) lediglich und wiederkehrend der Hinweis auf die Weltreligionen. Ganz oben erwähnt, der Islamische Kalender, gefolgt vom Gregorianischen Kalender, dem christlichen Weltkalender – Aufteilung des Weltenjahres ins Kirchenjahr , der Jüdische Kalender, der buddhistische Kalender, der Kalender der Inder. Doch kein Vermerk auf den tatsächlichen Ursprung unserer Zeitrechnung.

    Aus der Verwirrung und Irreführung heraus:

    Ein bisschen wollte ich dem nachgehen – gerne könnt ihr aus eurem Wissen heraus, dieses Prozedere ergänzen. Ausgangspunkt: Ein germanisches Jahr rechnet sich nach zwölf Vollmonden.

    Es gibt Quellen zu Datumsbezeichnungen (Kalender), die auf ein hohes Alter hindeuten, sie reichen bis weit vor die Zeiten der Zwangschristianisierung. Diese Datumsbezeichnungen belegen, dass das Jahr in Mondmonate eingeteilt wurde. Am verbreitetsten ist der „Jul-Mond“, an zweiter Stelle steht der „Dis-Mond“ oder „Distings-Mond“. Er war nur in Mittelschweden verbreitet.

    Der älteste Beleg für den nordischen Jul-Mond findet sich in Island. In einer Abschrift des isländischen komputistischen Werkes Rím II, das selbst in der zweiten Hälfte des 13. Jh. entstanden ist, heißt es:

    „Þat skal iola tungl telia, þem þrettanda dag er a himne, hvort sem þat er ungt eda gamallt …“

    „Der Mond, der am Drei-Königstag am Himmel steht, soll als Jul-Mond angesehen werden, ob er jung oder alt ist“– (Rím II in Rimtǫl 1914–1916. S. 140 Note 5.)

    Die altskandinavischen Kalender sind diejenigen Kalender, die in der Wikingerzeit (800–1050 n. Chr.) bis zur Einführung des gregorianischen Kalenders in Gebrauch waren.

    Dass der Kalender unserer germanischen Vorfahren in den Wirren der Geschichte unwiederbringlich verloren gegangen ist, wird uns immer wieder dann schmerzlich bewusst, wenn wir die Feste des Jahreslaufes feiern wollen und uns dabei auf einen päpstlichen Kalender verlassen müssen, der die Jahre nach der angeblichen Geburt der obskuren „Gottheit“ Jesus Christus zählt.

    „Sonne und Mond

    Mond bei den Menschen,

    Mindrer bei den Göttern,

    Himmelsrad bei Hel,

    Eiler bei den Riesen,

    bei den Elben Schein,

    bei den Zwergen Zeitmesser.“

    (Alvissmál)

     Dieses Zitat aus der Edda gibt Auskunft über die Namen des Mondes. Es deckt sich mit den Erkenntnissen der modernen Sprachforschung. Demzufolge geht der „Mond“ auf eine indoeuropäische Wurzel *me- mit der Bedeutung „messen“ zurück. (Jan de Vries)

     Tacitus beschreibt es seiner Germania: „Man versammelt sich an bestimmten Tagen, bei Neumond oder Vollmond, dies sei, glauben sie, für Unternehmungen der gedeihlichste Anfang. Sie rechnen nicht nach Tagen, wie wir, sondern nach Nächten. So setzen sie Fristen fest, so bestimmen sie die Zeit. Die Nacht geht dem Tage voraus.“

    Ich persönlich putze nun weiterhin fleißig das Haus, erwarte die Lichtgöttin Brigid und feiere die Rückkehr des Lichts: https://undinepeter.blog/…/brigid-auf-streifzug-von…/

    Auf ein genaues Datum mag ich mich nicht festlegen, die Zeremonie trägt in erster Linie einen symbolischen Charakter, verbunden mit dem Wissen zu unseren Ursprüngen, fern des christlichen Dogmas – Unruhe und Verwirrung dazu, wurde seitens der Kirche genug verbreitet. Wenn sich die Menschen also zum 25.1. (Vollmond) um das Feuer versammeln oder zum 1.2. die Lichtgöttin begrüßen, ist es genauso gut und richtig.

    ————-

    Noch ein paar Infos im Überblick:

    Der Julianische Kalender wurde nur von den Kirchen und den Adeligen verwendet – wenn überhaupt. Es gab also nie einen Grund für einen anderen Kalender.

     Das neue Jahr begann mit der Nacht der Mütter um die Wintersonnenwende herum im Monat Giuli (Jul), der Winter mit dem Wintervollmond (Winterfilleð) im Oktober und der Sommer mit dem Eostremonað (Ostermonat) im April. Gezählt wurde im gesamten germanischen Raum nicht nach Jahren, sondern nach Wintern.

     Der Beginn des Jahres wurde mit einem großen Fest gefeiert, dass unter anderem den „Müttern“ geweiht war. Der Beginn des Sommers und des Winters wurden ebenfalls mit einem Fest gefeiert. Die „Tage” begannen mit den Nächten.

     Beda Venerabilis behandelt in „De Temporum Ratione“ die kalendarische Fragen, insbesondere die Zeitrechnung der eingewanderten Germanenstämme. Er bezeichnet die Kalender ausdrücklich als die der Angeln, was wohl die Sachsen und Jütländer umfasste. Er betont ausdrücklich, dass diese Zeitrechnung bis zur Christianisierung und der Einführung des julianischen Kalenders bei ihnen in Gebrauch war, also vor dem 5. oder 6. Jahrhundert. .Der von ihm überlieferte Kalender ist ein klares Beispiel für ein gebundenes Mondjahr. Die Monate werden nach dem Lauf des Mondes berechnet, aber im Sonnenjahr verankert, indem die vier Quartale sich nach dem Sonnenstand und den Äquinoktien richten.

     In ganz Europa war die Sitte verbreitet, Brot und Butter anlässlich Rückkehr der Sonne zu opfern.

     In Deutschland führten die ersten Gebiete die neue Kalenderform 1583 ein. Bis alle Gebiete gleichzogen dauerte es jedoch ein wenig und mit Friesland war der gregorianische Kalender 1701 in Deutschland vollständig eingeführt.

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  • Der Aufstieg Friedrich II. (1216-1230) – Teil II: Ein moralischer Sieg des Kaisers über den Papst

    Januar 26th, 2024

    Anknüpfend an den ersten Teil zu Friedrich II.: https://undinepeter.blog/2024/01/24/friedrich-ii-1216-1250/

    Mit größter Energie und Sorgfalt begann er nun den Aufbau Siziliens. Es wurde die größte Leistung seines Lebens. Während in allen übrigen christlichen Ländern das Lehenswesen herrschte, gab Friedrich seinem Land eine Verfassung, die schon modern anmutet. Außer den geistlichen und weltlichen Größen zog er als dritten Stand die Städte zu den Landtagen heran. Die Verwaltung übertrug er besoldeten, absetzbaren Beamten. Friedrichs Staatsmacht beruhte schon ausschließlich auf dem Geld, nicht mehr auf der Naturalwirtschaft. Auch führte er eine allgemeine Besteuerung und ein ausgezeichnetes Gesetzbuch ein. Durch Förderung von Gewerbe und Wissenschaften führte er sein sizilianisches Reich zu hoher Blüte. Allenthalben herrschten Ruhe und Sicherheit wie in keinem anderen Land der damaligen Zeit.

    Diese Herstellung der sizilianischen Monarchie wäre nicht möglich gewesen, wenn er sich nicht in der Zwischenzeit die Ruhe in Deutschland erkauf hätte durch das Gewähren lassen der Fürsten. Dort war 1220 Friedrichs Sohn Heinrich als Neunjähriger zum Vertreter des Kaisers bestellt worden. In Wirklichkeit bestand zunächst eine Herrschaft von Fürsten, bis Heinrich 1228 die Zügel der Regierung selbst ergriff.

    Nach dem Tod des Papstes Honorius (1227) kam die Gegenpartei ans Ruder. Gregor IX. war mit seinen 82 Jahren noch eine schöne, kraftvolle Erscheinung, in seinem Wesen ähnelte er dem großen Papst, dessen Namen er gewählt hatte: Gregor VII. Wie dieser war er eine kühne und leidenschaftliche Natur, beseelt von einem stürmischen Angriffsgeist. Er ging sofort zu einem Angriff gegen Friedrich vor. Zunächst mahnte er den Kaiser an den heiligen Kreuzzug.

    Tatsächlich strömten jetzt große Scharen von Kreuzfahrern nach Unteritalien, um die Fahrt anzutreten. Doch brach unter ihnen eine furchtbare Seuche aus. Auch Friedrich wurde von ihr ergriffen, kehrte um und suchte Heilung in den Bädern von Pozzuoli. Die vorausgeeilten Pilger kehrten gleichfalls um und zerstreuten sich in ihre Heimat. So war der Kreuzzug vereitelt. Gregor aber ließ den Grund der Rückkehr nicht gelten, er erklärte Friedrichs Krankheit für einen bloßen Vorwand und schleuderte den Bannstrahl gegen den Kaiser.

    Um zu beweisen, dass es ihm ernst sei mit der Kreuzfahrt, und um den Papst vor aller Welt ins Unrecht zu setzen, trat Friedrich trotz des Bannes im folgenden Jahr (1228) die Fahrt an, nachdem er sie sorgfältig vorbereitet hatte. Da sprach der Papst erneut den Bannfluch gegen ihn aus. Friedrich aber gewann durch geschickte Verhandlungen, ohne Schwertstreich, was die mächtigsten Fürsten vor ihm durch blutige Kämpfe nicht erreicht hatten: das Königreich Jerusalem wurde wenigstens zu einem Teil wiederhergestellt und alle geweihten Stätten aufs Neue dem Strom der Andächtigen geöffnet.

    Der Sultan von Ägypten schloss ein zehnjährigen Waffenstillstand mit ihm und trat Jerusalem und den Zugang zum Meer her ab. Friedrich setzte sich in der Grabeskirche von Jerusalem selbst die Königskrone aufs Haupt und kehrte im Mai 1229 wieder nach Sizilien zurück. Auf päpstlicher Seite verschloss man absichtlich die Augen vor dem großen Erfolg. Friedrich aber strebte in kluger Mäßigung nach Versöhnung. Widerwillig und erst nach hartnäckigem Sträuben schloss der Papst Frieden und löste Friedrich vom Bann (1230).

    In den Augen der damaligen Welt war es ein überaus eindrucksvoller moralischer Sieg des Kaisers über den Papst . Der erste Vernichtungskampf des Papsttums war abgeschlagen, das Kaisertum hatte seinen Platz neben dem Papsttum zurückerobert. Das Ansehen des Kaiser war ungeheuer gestiegen.

    ————-

    Morgen lesen wir dann von Friedrich auf der Höhe seiner Macht (1230-1239)

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  • Schreiben wir doch einfach mal wieder einen Brief.

    Januar 25th, 2024

    Frei dem Motto: Danke Facebook – hier haben wir gute Seelen kennengelernt, und nun schreiben wir uns Briefe.

    Dieser erste Brief, zum „warm werden“, muss ja keine zehn Seiten lang sein. Einfach mal das Geschehen und die Erlebnisse vergangener Tage zusammenfassen und über ein paar freundliche Zeilen zu Papier bringen. Und was einen sonst noch so beschäftigt. Wenn man mag, gerne auch handschriftlich.

    Wisst ihr noch wie es sich anfühlte, mit dem Füller und der Tinte? Und wie schön es doch war, statt Rechnungen freundliche Zeilen aus dem Postkasten zu nehmen, und wie gespannt man war, den Brief zu öffnen, um die Botschaft zu lesen. Es gab sogar wunderschöne Brieföffner, damit man den Umschlag fein öffnen konnte. Manche Briefe waren verziert, mit Zeichnungen und tollen Malereien versehen oder kamen als Gedicht daher.

    Unser Volksstamm, soweit wir zurückschauen können, besaß dichterische Begabung. Er wusste die bunte Menge von Gestalten und Handlungen in Worte zu fassen, er wusste diese Stoffe zu Liedern abzurunden. Als die Germanen dann bei den südlichen Nachbarn in die Schule gegangen waren, erhob sich ihre bildende Kunst zu freien, großen Schöpfungen.

    Unser Auge muss sich eingewöhnen, manches Vorurteil in uns muss fallen, bis wir zur ursprünglichen Gestaltung zurückkehren können.

    Niedergeschriebenes wird immer Bestand haben. Es ist nicht eingepfercht in eine Datenbank, und für jedermann greifbar. Persönliches bleibt persönlich, Privates bleibt privat und erreicht immer nur den Empfänger. Man schreibt aufmerksam, überprüft die Wortwahl, denn nach dem Absenden ist ein Löschen nicht mehr möglich. Und wenn man darüber hinaus etwas kund tun möchte, schreibt man ein Buch, oder auch zwei oder drei Bücher.

    Nun gut, was Briefe betrifft, bin ich auch ein gebranntes Kind. Denn auch in unserer „Familien-Stasiakte“ tauchten abgelichtete Briefe auf. Bestimmte Briefe wurden dazumal schon abgefangen, durchleuchtet und gelesen – auf dem Foto seht ihr einen Auszug aus einem Brief meiner Eltern an ein befreundetes Ehepaar in Westberlin.

    Doch nun werde ich schreiben, ich werde wieder Briefe schreiben, sie zur Post bringen und mich darüber freuen, Antworten zu bekommen. Ja, auf die Antwort müssen wir dann ein wenig länger warten, aber das ist es wert, denn für den Inhalt hat man sich auch Zeit genommen.

    Selbstverständlich werden wir nicht von heute auf morgen aus diesem System, welches uns schon arg geknebelt hat, ausbrechen können, aber wir sollten vielleicht einen Anfang machen.

    —————————–

    Auf den Bildern seht ihr noch alte Briefe von meinem Großvater, ihr seht ein Sammelsurium an alten Federn, ein Stempel, einen Brieföffner, ein Kochbuch, mit Rezepten in wundervoller Schrift verfasst, Poesiealben mit kitschigen Abziehbildern und großartigen Sprüchen. Und all das, wärmt das Herz, stimmt zugleich aber nachdenklich, wo wir heute angelangt sind und uns menschlich darüber immer mehr voneinander entfernt haben.

    Aber ihr seht eben auch (siehe Auszug aus meiner Stasiakte“), dass die Überwachung mittels Fb & Co nichts Neues ist. Viele sind wie ich in dieses Überwachungssystem, das mit der Zeit immer „feiner“ wurde, hineingewachsen.

    Also beginnen wir doch einfach mal mit dem Schreiben eines Briefes, und wecken das Schöpferische in uns.

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  • Im Reich der Roten Teufel – oder wenn in altbewährter Passion wieder skandiert wird

    Januar 24th, 2024

    Seit Tagen schreibe ich an einem Beitrag für Dresden. Ich komme nur langsam voran, weil es eben kein einfaches Gebiet ist, dass man da betritt. Und umso näher man dem Geschehen ist, umso verstörter wirkt das Außen.

    So begegnen einem diese sogenannten Anti-Faschisten, über deren Aktivitäten die roten Flaggen des Sozialismus und Kommunismus wehen. Der Einsatz und das Auftreten dieser „roten Teufel“ ist nicht neu, sondern geht bis in die 1920er Jahre zurück. Heute wehen Ihre Flaggen zumeist in enger Partnerschaft mit der Regenbogenflagge. Und so flattert eine „altbewährte“ Ideologie über die Köpfe hinweg.

    Manche Figuren in unserer Geschichte waren oder sind nicht zufällig da, stets schafften sie Verwirrung, stifteten Unfrieden, arbeiteten aus niederen Beweggründen heraus, waren Zuträger und Steigbügelhalter für Macht und ein undurchsichtiges Konstrukt.

    Ich bin gewiss, wenn man unsere Historie aus seinen Anfängen heraus begriffen hat, würden bestimmte Figuren der Gegenwart kaum Beachtung finden. Die Parallelen sind zu offensichtlich, das Spiel leicht zu durchschauen und die Kunst zwischen Echt und Unecht unterscheiden zu können ausgeprägter. Auch der Stall, aus dem sie allesamt stammen, gibt Aufschluss.

    „Altbewährte Methoden“ haben an „Gewicht“ nicht verloren. Und wenn wir das so vor uns hin brummeln, ja die Methoden haben sich nur bedingt geändert (anderes Zeitalter). Dabei sollten wir nie vergessen, wozu diese Mischpoke, ein Syndikat, fähig war und immer noch ist. Denn ihre Handschrift ist überall dort zu finden, wo sich Elend, Leid, Schmerz und Tod auftun.

    Betreten wir also noch einmal das „Reich der Roten Teufel“, und schauen mal, wer sich einst alles unter den Führern der Kommunistischen Partei befand und unter dessen Banner skandierte.

    Unter den Führern der Kommunistischen Partei Deutschlands (KPD) und den Anführern marxistischer Aufstände im Reich befanden sich ab 1918, – just da, wo sich eben auch Organisationen wie die Antifa manifestierten:

     Rosa LUXEMBURG, Oskar COHN, Karl KAUTSKY als Theoretiker, Otto LANDSBERG und Hugo HAASE als »Volksbeauftragte« in Berlin,

     Kurt EISNER mit LEVINE, Ernst TOLLER, Erich MÜHSAM bei der Räteherrschaft 1919 in München,

     EPPSTEIN, RUBEN, HAMMER, OCHEL und WOLFSTEIN beim roten Aufstand an der Ruhr 1920.

     Die große Frau der KPD, Klara ZETKIN, aus jüdischer Familie, eröffnete als Alterspräsidentin am 30. August 1932 den Reichstag und drückte dabei ihre Hoffnung aus, noch ein »Sowjetdeutschland« zu erleben. Sie war Mitbegründerin des Spartakusbundes und der Unabhängigen Sozialistischen Partei (USPD).

    Bei genauem Hinsehen, herausragend viele Juden darunter. Nun ja so ein Gremium ist bekannt, denn auch Stalin war „umwoben“ von jüdischer Berater-Präsenz (siehe Beitrag zu Stalin >). Und nicht nur er. Blickt man einige Jahrhunderte zurück, war es wohl nie anders.

    Um die Verklärung gewisser Personen aufrecht zu erhalten, wurde beispielsweise In West-Berlin Rosa LUXEMBURG Anfang 1988 unter der CDU-Regierung ein Denkmal gesetzt. Das Moskauer Regime hatte zig Millionen Todesopfer geopfert. Um so unverständlicher ist es, wenn heute noch in Deutschland Personen geehrt und gewürdigt werden, die eben diese Sowjetherrschaft nach dem Ersten Weltkrieg auch im Deutschen Reich durchsetzen wollten.

    Zu diesen gehören Karl LIEBKNECHT und Rosa LUXEMBURG, die 1919 das noch junge Pflänzchen der werdenden Weimarer Demokratie zerstören wollten.

    Die aus einer jüdischen Kaufmannsfamilie in Polen stammende Rosa LUXEMBURG (1878-1919) gehörte, zusammen mit Karl LIEBKNECHT (1871-1919), zum äußersten linken Flügel der SPD. Beide gründeten 1916 gegen die eigene Partei die >SpartakusgruppeSpartakusbund< nannte. Bereits am 30. Dezember 1918 verschmolz dieser mit Bremer Linksradikalen zur »Kommunistischen Partei Deutschlands< (>KPD<).

    Dass die beiden Kommunisten die Hauptschuld daran tragen, dass 1919 bei dem Putschversuch auf beiden Seiten viele Opfer zu beklagen waren, wird auch heute noch verdrängt. Über die Jahrzehnte pilgern immer noch Zehntausende zu der Gedächtnisstätte – die ursprünglichen Gräber sind nicht mehr vorhanden; sie wurden im Krieg zerstört – mit unterschiedlichen Motiven und Flugblättern, auf denen unter anderem »das gottverdammte Deutschtum zur Hölle« gewünscht (1999) oder Massenmörder wie LENIN und STALIN als Idole gezeigt werden. Das zeigt deutlich, dass der Marxismus und die Ideologie-Gläubigkeit auch nach dem Zusammenbruch des terroristischen Sowjetsystems noch nicht aus den Köpfen verschwunden sind.

    Diese Berater, Führer, Zuträger und Steigbügelhalter sind nicht einfach so verschwunden. Sie haben ein Erbe hinterlassen, und ihre Figuren mit entsprechendem Auftrag bis in die Gegenwart hineingetragen. Während das deutsche Erbe mit Füßen getreten, verleumdet, in Dreck gezogen, in übler Nachrede entstellt und das Wesen des Deutschen in ein dunkles Licht gerückt wurde, erblüht ein anderes nahezu. Ein Erbe, dass auf einem uralten Machtgefüge beruht, in dem sensible, ehrliche und aufrichtige Seelen Gefahr laufen unter zu gehen.

    Andere verirren sich in dem geschaffenen Labyrinth, finden nicht mehr heraus, oder fallen beirrt zurück. Den Verstrickungen können sie nur schwer, oder gar nicht entkommen.

    —————–

    Quelle: U.a.: Axel VON FREYTAG-LORINGHOVEN, Geschichte der russischen Revolution, München 1919;

    Sergej P. MELGUNOW, Der rote Terror in Rußland 1918-1923, Berlin 1924; F. PLATTEN,

    Die Reise Lenins durch Deutschland im plombierten Wagen, Berlin 1924; Theodor Fritsch

    Nach Kosiek, Weise und Rose aus „der große Wendig“.

    Fotos aus der Bertelsmann Chronik Bibliothek des 20. Jahrhunderts 1916-1919

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  • Friedrich II. (1216-1250)

    Januar 24th, 2024

    Mit dem Tod Innozenz‘ III. begann die Epoche Friedrichs II. Die Ereignisse hatten ihm wohl den Umfang der väterlichen Herrschaft zurückgegeben, aber nicht entfernt die alte Macht. Die furchtbaren Einbußen der letzten Jahrzehnte waren nicht mehr rückgängig zu machen. Friedrich II. stand vor einer unlösbaren Aufgabe. Sein Genie mochte sich wohl ein Menschenalter lang behaupten, aber dauernde Ergebnisse konnte er nicht erzielen.

    Werfen wir einen ersten Blick auf die Anfänge zum Aufstieg Friedrich II. (1216-230):

    Nur aus dem Boden heraus, auf dem er erwuchs, ist das Wesen Friedrichs zu verstehen. Seine ganze Kindheit hatte er in Palermo zugebracht, wo die italienische, griechische , arabische, normannische und jüdische Völkermischung in Sitte und Recht, Geschichte und Kultur am allerbuntesten zutage trat. So war er durch seine Umgebung, Erziehung und Neigung ganz und gar Sizilianer.

    Mit 14 Jahren mündig, war er bereits lebenskundig und hellsehend, aber auch schon zu Misstrauen und Menschenverachtung geneigt. Schon früh regte sich in dem genialen Jüngling ein unbändiger Herrscherwille. Auf den Königsthron erhoben, lebte er sich rasch in die Herrscherideale des staufischen Kaisertums ein, aber zu einem Deutschen vermochte ihn der neue Besitz doch nicht umzubilden. Von den 35 Jahren seiner Regierung hat er nur sieben in Deutschland verbracht. Heimatgefühle hegte er nur für Sizilien, wo eine üppige Natur sich mit der italienisch-arabischen Kultur zu einem glänzenden Bild vereinigte, dessen herrschender Mittelpunkt er war.

    So war es verständlich, dass sein Aufbauwerk vom Süden ausging. Sein Pläne kreuzten sich hierbei mit dem Bestreben der Kurie, die Personalunion zwischen Sizilien und dem deutschen Reich zu lösen, doch zeigte sich die Diplomatie Friedrichs der päpstlichen Politik weit überlegen.

    Honorius III. (1216-1222), der Nachfolger Innozenz, war ein hochbegabter, aber kränklicher Mann, ehrlich, milde und versöhnlich, dem politischen Ränkespiel abhold. Die Kaiserkrönung, die Friedrich 1220 erreichte, war ein voller diplomatischer Sieg. Die Kirche musste stillschweigend die Personalunion dulden.

    Als Gegenleistung gelobte Friedrich einen Kreuzzug. Dieses Unternehmen bildete für das folgende Jahrzehnt den Mittelpunkt aller Politik. Als es Friedrich gelang, im nächsten Jahr einen achtjährigen Waffenstillstand mit dem Sultan von Ägypten, der damals Herr über Palästina war, abzuschließen, gab ihm das die gewünschte Zeit, sich zunächst seinen dringendsten europäischen Aufgaben zu widmen.

    ———————-

    Morgen lesen wir dann, mit welcher Sorgfalt und Energie er den Aufbau Siziliens begann, und wie sich das positive Geschehen nach dem Tod des Papstes Honorius wandelte.

    —————-

    Quelle: „Deutsche Geschichte“ nach Albert Thümmel

    Auf dem Bild: Kaiser Friedrich II. dargestellt in dem von ihm verfassen Buch „ De arte venandi cum avibus“; 1232 Rom, Biblioteca Apostolica Vaticana

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