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Klara Fall: das glaube, wer mag

  • Unternehmen wir einen kurzen Ausflug in das Reich der Freimauerei

    März 16th, 2024

    Über dieses Thema bin ich „gestolpert“, als ich zu einem Beitrag zu Maximilian I. ((1493-1591) (Reihe deutsche Geschichte)) recherchiert habe.

    Oft vernehmen wir den Ausruf: „Das ist ein Freimaurer“, in einem negativen Kontext.

    Bevor wir jedoch urteilen, müssen wir uns dazu einlesen. Denn tatsächlich wandelte sich das Bild der Freimaurerei, beginnend mit der 1914 hereingebrochenen Weltkatastrophe. Schon bald offenbarten sich Strömungen zur Menschheit zerspaltenden Kräfte.

    Gewisse Geheimgesellschaften der Ententeländer und deren Logen, waren ihrem Ursprung nach, eine gute und notwendige Sache. Doch später folgten sie eigensüchtigen Interessen und dienten dem Völker-Egoismus.

    Diese ursprünglich gute Sache der Logen sollte der ganzen Menschheit ohne Rassen- und Interessen-Unterschiede dienen unter dem beherrschenden Prinzip der Brüderlichkeit. Doch aus der guten Sache wurde eben eine schlechte, weil sie sich zur Machtgrundlage einzelner Menschengruppen entwickelte.

    Über die Geschichte der Freimaurerei richtet sich der Blick zwangsläufig auf das Entstehen der Weltkriege, vor allem, wenn man auf der Suche nach Ursache und Schuld ist.

    Bis weit in historische Zeit hinein war das Königtum der germanischen Völker, dem immer ein mystisches Element – die alte Einweihung, die Urform des Königtums – zugrunde gelegen hatte, sozial-aristokratischer Natur, indem der König als Erz-Armane oder Höchstbevollmächtigter heraus von Edelingen zum Oberhaupt erwählt wurde, ohne Anspruch auf erbliches Königtum.

    Ein uraltes Prinzip, das von der politischen Maurerei verdorben worden ist.

    Die oftmals vorherrschende Willkür innerhalb der Logen kannte das Deutschtum nicht.

    Schließlich trat das Maurertum an die Stelle der Mysterien. Der Niedergang im Ordenswesen ließ nicht lange auf sich warten, dank diesem Geist, der sich zuerst in seinen einzelnen Gliedern und dann in ganzen Gemeinschaften als schwach erweist.

    Und deshalb finden wir heute ein so ganz offenkundiges, frevelhaftes Spiel in den Freimaurerkreisen der Entente, wie sie einst ein Windthorst, der Gründer der deutschen Zentrumspartei, als kulturwidrig bekämpfte.

    Ein seltsames Konstrukt entstand – nach außen hin, erklären sie sich als gegenseitig bitter befehdende Maurer, Jesuiten, Juden, Antisemiten, Protestanten, Katholiken und Sozialisten, doch in ihrer organisierte Gemeinsamkeit , genannt „die große Internationale“ sind sie sich einig, und pflegen diese akribisch.

    Ich möchte das Thema zur Freimaurerei nur anreißen, eine detaillierte Beschreibung würde das „Feld“ sprengen.

    Worüber man lesen sollte, zum besseren Verständnis (aus den Inhalten des Karl Heise zur Freimaurerei) :

    • „Von England als die führende maurische Macht

    • Von der politischen Tätigkeit der Entente und ihrem wichtigsten Ziel

    • Vom wirklichen Sinn der echten Freimaurerei

    • Von der Durchführung des Nationalitäten Prinzips

    • Von der englischen Logenpresse in Amerika

    • Von Verbindungen zwischen Okkultismus und Freimaurerei

    • Von der Zusammensetzung der Hochgradmaurerei

    Hier noch eine Übersicht aus Meyers Konversationslexikon aus dem Jahr 1894 – Stand der Freimaurerei

     In Großbritannien bestehen drei Großlogen: Die Vereinigte große Loge von England zu London mit 2283 Logen, Großmeister ist der Herzog von Connaught; die Großloge von Schottland in Edinburg mit 543 Logen; die Großloge von Irland zu Dublin mit 470 Logen.

     In Frankreich bestehen der Grand-Orient de France mit 359 Logen, die Grand Loge mit 80 Logen und die Symbol-Großloge mit 2 Logen. Präsident des Bundesrats (des Grand-Orient) ist F. Lasserre, Abgeordneter.

     Der Groot-Oosten (Großloge) des Königreichs der Niederlande zählt 93 Logen; Großmeister ist Bankier Vas Vißer in Amsterdam.

     An der Spitze der belgischen Logen steht der Grand-Orient de Belgique zu Brüssel mit 19 Logen, dessen Großmeister der Advokat Cocq ist. Daneben besteht, für die Hochgrade, der Conseil Suprême de Belgique. Unter dem Conseil Suprême zu Luxemburg arbeitet eine Loge.

     Die Großloge der Schweiz, »Alpina«, gegründet 1844, zählt 32 Logen; Großmeister ist Quartier la Tente, Neuchâtel. Die Großloge von Dänemark, anderen Spitze als Ordensmeister der Kronprinz Friedrich steht, hat 10 Logen unter sich.

     Die Große Landesloge von Schweden, deren Ordensmeister der König Oskar II. ist, zählt 23 Johannislogen, jene von Norwegen 9 Logen.

     In Deutschland arbeiten im ganzen 462 Logen unter folgenden Großlogen, die sich seit 1872 zu einem Großlogenbund mit wechselndem Vorsitz vereinigt haben, und in 5 unabhängigen Logen: die Nationalmutterloge zu den drei Weltkugeln in Berlin; die Große Landesloge der Freimaurer von Deutschland in Berlin; die Große Loge von Preußen, genannt Royal York zur Freundschaft; die Große Mutterloge des eklektischen Bundes in Frankfurt a. M.; die Große Loge zu Hamburg; die Große Landesloge von Sachsen zu Dresden; die Große Loge zur Sonne in Bayreuth; die Großloge des Freimaurerbundes zur Eintracht in Darmstadt.

    Noch ein bisschen was zur Geschichte, ebenfalls aus Meyers Lexikon (1894)

    Den deutschen Forscher Kloß, Keller, Schneider, Lachmann, Findel u. a. hat das frühere Dunkel gelichtet und den Nachweis geliefert, daß die Wurzeln des Bundes kaum über das 13. Jahrh. hinausreichen zufolge , ist der Freimaurerbund ist hervorgegangen aus der Bruderschaft der Steinmetzen und deren Bauhütten (s.d.), die anfangs mit den Klöstern, namentlich denen der Benediktiner, im engsten Zusammenhang standen, später aber sich unabhängig machten und unter sich den Bund deutscher Steinmetzen unter der Leitung von vier Haupthütten schlossen, unter denen Straßburg den obersten Rang einnahm.

    Die vorhandenen Steinmetzordnungen, deren älteste, die Straßburger, dem Jahr 1459 angehört, deuten bereits auf eine über ganz Deutschland, die Schweiz, die »Donau abhin« verzweigte Verbrüderung, die durch das Geheimnis des Grußes und des Handschenks sowie durch das eidliche Gelöbnis der Verschwiegenheit nach außen abgeschlossen und durch eine gemeinsame, 1498 vom Kaiser Maximilian sanktionierte Gesetzgebung zusammengehalten wurde.

    An der Spitze der Steinmetzbruderschaft stand nach alter Sitte ein frei nach Verdienst gewählter Vorsteher, Stuhlmeister, der in jedem Jahr neu gewählt wurde und »nach Handwerksgebrauch und Gewohnheit« alle Streitigkeiten schlichtete.

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  • Von der wachsenden Macht und Blüte der Städte und vom Strafvollzug im Mittelalter

    März 13th, 2024

    Wer ein strafbare Handlung beging, verletzte den allgemeinen Frieden. Er wurde daher auch in aller Öffentlichkeit bestraft. Den Händelsüchtigen z. Bsp. spannte man mit Händen und Füßen in den „Stock“ und gab ihn auf diese Weise wehrlos dem Gespött der Menge preis.

    Die Härte der Strafen ist nach unseren heutigen Begriffen oft nicht entfernt dem Vergehen angemessen. Seit dem 13. Jahrhundert nahm die allgemeine Rohheit der Gesinnung immer mehr zu und mit ihr auch die Schärfe der Rechtsprechung.

    Im 14. Jahrhundert wurde nach dem Beispiel der romanischen Länder, auch die Folter eingeführt und mit dem Eindringen des römischen Rechts immer häufiger angewandt (am grausamsten im 16. und 17. Jahrhundert).

    Zahlreiche Unschuldige, vor allem sogenannte Zauberer und Hexen, werden durch sie zu falschen Geständnissen gezwungen. Die gebräuchlichsten Folterwerkzeuge waren: Daumenschraube, glühende Zangen. Peitschen, spanische Stiefel u. a. (Erst im 18. Jahrhundert wurde das Folterwesen abgeschafft).

    Zu den zahlreichen Mitteln des Strafvollzuges gehörte auch die „Taufe“. Der Schuldige wurde in eine Käfig gesetzt und immer wieder ins Wasser getaucht. Es kam oft genug vor, dass der „Täufling“ infolge zu häufigen oder zu langen Untertauchens schwer erkrankte oder gar ertrank.

    Frauen, die miteinander auf offener Straße gezankt hatten, wurden auf dem Marktplatz in die „Fiedel“ gespannt, damit sie öffentlich verlacht und verspottet würden. Wer andere verleumdete, wurde an den „Pranger“ gestellt, d. h. er wurde für einige Stunden an einen Pfahl gebunden, anderer wieder wurden, verkehrt auf einem hölzernen Pferd sitzend, durch die Stadt geführt.

    In den Jahrhunderten der salischen und der staufischen Kaiser entwickeln sich die Städte immer mehr zu Mittelpunkten eines neuen Lebens und einer neuen Gesellschaft neben dem Ritterstand. Im ausgehenden Mittelalter steigen sie durch den Fleiß und die Tüchtigkeit ihrer Bürger zu hoher wirtschaftlicher Blüte empor.

    Wohlstand und Bürgerstolz schmückten die Städte mit einer Fülle schöne rund nützlicher Bauten. Herrliche Dome, prächtige Rathäuser, stattliche Privatbauten entstanden und sind zum Teil heute noch stolze Zeugen jener Zeit. Das Bürgertum förderte auch Technik und Wissenschaft; gar manche wertvolle Erfindung ging aus seine Werkstätten hervor.

    Gegen die wachsende Macht und Blüte der Städte trat mit der Zeit der Ritterstand auf dem Lande in feindlichen Gegensatz. Das Raubrittertum verband sich in förmlichen Bündnissen gegen die Städte. Demgegenüber und auch zum Schutz gegen die Fürsten schlossen sich – auch die Städte zu Bündnissen zusammen. So entstanden im 14. Jahrhundert der Rheinische und der Schwäbische Städtebund.

    Der ständige Zwiespalt und Kampf zwischen Fürsten und Städten dauerte bis in die Mitte des 15. Jahrhunderts. Bis dahin bildete einen Stadt einen Staat im Staat. Seitdem aber ist die Zeit der großen Städtebünde und bald auch die Zeit der Reichsfreiheit für die meisten Städte vorbei.

    Die Fürsten siegten auf der ganzen Linie, sowohl gegen die Ritter als auch gegen die Städte. Die Städte werden den Landesherren unterworfen und sinken – bis auf einige Ausnahmen – zu abhängigen Landesstädten herab. So rissen die Fürsten die politische Führung an sich ; andererseits wurden die Städte die wichtigsten Kulturzentren und Bildungsstätten.

    Zu den hervorragendsten deutschen Städten um 1500 gehörten die freien Reichsstädte Nürnberg und Augsburg. Besonders in Nürnberg von vielen gepriesen als „des deutschen Reiches Schatzkästlein“, erlebten damals Volkswirtschaft, Kunst und Kunsthandwerk eine wundervolle Blüte.

    Hier schufen der Holzbildhauer Veit Stoß, der Steinbildhauer Adam Kraft und der Erzgießer Peter Vischer ihre Werke von unvergänglicher Schönheit: Hier wirkten ferner der vielleicht größte deutsche Meister Albrecht Dürer, der Geograph Martin Behaim, der den ersten Erdglobus herstellte, der Humanist Willibald Pirckheimer und der wackere Meistersinger, Poet und Schumacher Hans Sachs – Augsburg wieder war berühmt durch seine Kaufleute, besonders durch den Reichtum der beiden Patrizierfamilien Fugger und Welser.

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  • Von Liebe und Frieden (Love and Peace) und ihren Zeichen

    März 13th, 2024

    Kreis, Strich, Häkchen: fertig. 1958 erfand ein britischer Designer das Peace-Zeichen. Seither pinseln Friedensbewegte in aller Welt das Symbol auf Bäuche, Busse und Büros – dabei ist die berühmte Ikone von der Militärsprache inspiriert.

    Es gehört zur Ironie der Geschichte des Friedenssymbols, dass sich sein Erfinder vom Militär inspirieren ließ. Gerald Holtom erzählt, dass er zwei Buchstaben des Winkeralphabets der Marine miteinander kombiniert habe: N (zwei schräg nach unten gestreckte Fahnen) und D (je eine Fahne Nach einem Artikel in der Wochenzeitung „Weltwoche“, die Initialen für Nuclear Disarmament – nukleare Abrüstung.

    Holtom hatte das Winkeralphabet, das zur Nachrichtenübermittlung zwischen Schiffen dient, in der britischen Hafenstadt Norfolk kennen gelernt, wo sich der überzeugte Pazifist und Dienstverweigerer während des Zweiten Weltkrieges verkrochen hatte.

    Dass sich Holtom bei einer Zeichensprache des Krieges bediente, wussten die meisten nicht. Die Hippies pachteten das Symbol, Feministinnen pinselten es auf ihre schwangeren Bäuche, US-Soldaten in Vietnam ritzten es in ihre Zippo-Feuerzeuge, 1968 tauchte es an den Hauswänden in Prag auf, ein paar Jahre später auf Gräbern der Opfer der argentinischen Militärdiktatur und in den Townships Südafrikas.

    Holtom störte es nicht, dass sein Zeichen von allerlei Interessengruppen benutzt wurde. Im Gegenteil. Er hat sich bis zu seinem Tod 1985 geweigert, sein Zeichen patentieren zu lassen: «Ein Symbol der Freiheit muss frei sein für jedermann.»

    Was bis heute die wenigsten wissen: Das Symbol ist weder eine Erfindung des britischen Pazifisten, noch hat seine ursprüngliche Bedeutung mit Freiheit und Frieden zu tun. In fast identischer Form (ohne Kreis) war «Holtoms Zeichen» vor 1800 Jahren bei den Germanen in Gebrauch. Die so genannte Yr-Rune bedeutete «toter Mann» und wurde als Todessymbol verwendet.

    Dazu hat Holtom 1958 noch eine zweite Interpretation vorgetragen: «Das gebrochene Kreuz könnte auch Tod bedeuten», habe er dem Protestmarsch-Komitee erzählt, «

    Holtoms Herleitung entspricht präzise der altgermanischen Runenmystik. Ähnlich ist sie auch im «Book of Signs» nachzulesen, einem Standardwerk mittelalterlicher Symbolik, das in den fünfziger Jahren unter Kunststudenten große Beliebtheit genoss. «Es ist undenkbar, dass Holtom als Direktor eines Grafik-Ateliers keine Kopie des Buches besaß», ist Barry Miles überzeugt.

    Anti-AKW, Greenpeace, Gucci – wer immer heute ein Anliegen oder Produkt mit moralischem Wohlfühlfaktor unters Volk bringen will, bewirbt es gerne mit Holtoms Symbol. «Die Kinder von heute erkennen es auf den ersten Blick», schreibt Ken Kolsbun in seinem Buch über das Peace-Symbol. «Sie mögen seine ursprüngliche Bedeutung nicht kennen, aber assoziieren es eingeübt als etwas Gutes.

    Frei auch für die Geschäftsmänner in aller Welt, die das Zeichen als Modeaccessoire vermarkten – und so ihres Sinnes zu entleeren versuchen. Zudem schläft die Konkurrenz nicht, ungeachtet der Popularität des Peace-Kreises: Pace-Fahnen, Friedenstauben, das Victory-Zeichen, der Regenbogen – alle buhlen sie um die Gunst der Friedensaktivisten.

    Dass nun gerade Churchill der Überbringer (nicht Urheber) eines „Friedens“ Zeichens ist, interessiert auch nicht. Gut propagiert, gut vermarktet, keine Fragen mehr gestellt.

    Der Ursprung des Ganzen versinkt, wie nahezu überall, sang- und klanglos im Nebel. Und weil das so ist, bejubelte man eben auch kommunistische Feierlichkeiten wie den 8. März und schenkt sich rote Nelken.

    —————————————-

    Text verfasst, frei nach einem Artikel der Weltwoche

    Info, entnommen aus einem Leserkommentar:

    „Das Victory Symbol kommt noch aus dem Mittelalter und Churchill hat es wieder rausgeholt. Das Rückgrat der englischen Streitkräfte waren ihre berüchtigten Langbogenschűtzen. Diese haben das V Zeichen (die beißen Finger zum Bogen spannen) immer gemacht um der gegnerischen Armee ihre Zuversicht zum Sieg zu demonstrieren.

    In Gefangenschaft hat man den Bogenschützen diese beiden Finger immer abgeschnitten

     Es handelt sich jedenfalls um ein Fingerzeichen das ganz im kriegerischen Kontext verwendet wurde und so Kampf, Sieg und Kampfwillen demonstriert das auch zu Churchill passt v.a. als Angelsachse.

    Also weit weg vom Hippie peacy Weg. Aber heute ist es ja noch weiter transformiert in irgendeine dämliche, unbewusste Geste, die man halt so macht wenn man die Entenschnute zieht und das V Zeichen zum Insta Bild macht.“

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  • Auf ein Wort zu unserer Muttersprache – sie hat es verdient, erhalten zu bleiben!

    März 12th, 2024

     Die Deutsche Bundesbahn bietet: Call-in- Bike-Standorte“,

     Die Bundesagentur für Arbeit: „Coaching Maßnahmen“,

     Das Bundesforschungsministerium: „All Age Produkte“ oder „Brain up“ und „Excellenzcluster“

    In unserer Stadt wurde vor wenigen Tagen ein „Girls-Day“ ausgerufen zur beruflichen Orientierung. Nun sind unsere Kinder groß, und so scherzten wir: Was ist der Girls-Day? Wer ist nur damit gemeint? Wir würden uns nicht angesprochen fühlen.

    Nahezu bei jeder Gelegenheit offenbart sich eine fanatische Besessenheit, möglichst alles kennzeichnend Deutsche auszumerzen und eine Anti-Kultur (besser: Unkultur) an die die Stelle der reichen deutschen Tradition zu setzen. Und die Menschen im Lande lassen es zu, dass dabei auch die eigene Sprache zersetzt , überfremdet und abgeschafft wird. Eine gefährliche Entwicklung für die deutsche Kultur wie auch die der alten Wissenschaften.

    Wann nahm diese grausige Entwicklung (ein schleichender Prozess) eigentlich ihren Anfang?

    Sie setzte mit den 68ern in den siebziger Jahren ein. Sie bewirkten die verstärkte Umerziehung mit den von den Siegern übernommenen einseitigen Geschichtsbild der Deutschen als „Täter“. Die Folge war, dass nun alle Opportunisten sich von ihrem Volk möglichst distanzieren, sich seiner schämten und sich deswegen möglichst einer fortschrittlichen Redeweise bedienten, etwa des Soziologen-Chinesisch oder des Gebrauchs vieler Fremdwörter. Auch die deutsche Sprache gehört nämlich mit zu den Verlierern des Zweiten Weltkrieges.

    Und wie soll es auch anders sein? Besonders die Massenmedien bedienten das „Deutsche-Sprache-Abschaffungs-Portal“ und trugen unter der beherrschenden linken Begriffshoheit gezielt zur Abwertung des Deutschen und seiner Geschichte bei.

    „Wer eine Volkssprache darstellen will, der soll vor allem selbst ein Kind des Volkes sein, denn anders wird er kaum je den ungeschriebenen Gefühlswert so vieler Wörter und Wendungen ganz erfassen und den ungreifbaren Sprachgeist, den Sprachgenius, völlig sich zu eigen machen.“ So die einleitenden Worte zu des Karl Roos (1878-1940), Germanist und Heimatrechtler aus „sprachgeschichtlichen und volkskundlichen Plaudereien“.

    Goethe sagt einst Gleiches mit den treffenden Worten: „Wenn ihr’s nicht fühlt, ihr werdet’s nicht erjagen!“

    Im tiefen Sinne dieser Worte liegt übrigens auch die letzte Erklärung dafür, weshalb der Mensch meistens nur in seiner eigenen, ihm angeborenen Sprache wirklich Großes leisten kann.

    Die Muttersprache ist eben die Seele eines Menschen; sie ist auch die Seele eines Volkes, sie ist der Ausdruck seines Lebens und Leidens, seines Denkens, Fühlens und Wollens.“

    Sprache ist mit einem Worte Wesenheit. Sprache ist Volkstum.“

    Doch statt das zu beherzigen, wird alles daran gesetzt der deutschen Sprache und ihrer Begrifflichkeiten den Garaus zu machen. Und das leider mit großem Erfolg.

    So blicken wir auf das Jahr 1990, als innerhalb weniger Wochen aus Mitteldeutschland aus allen Massenmedien und bei den Politikern – wie nach einem zentralen Befehl – Ostdeutschland , und das eigentliche Ostdeutschland östlich der Oder und Neiße als Begriff verschwand und somit aus dem Denken und der Vorstellung der Menschen. Wie auch sämtliche Namenshinweise auf die deutschen Kulturprovinzen des Ostens unterschlagen werden. Denken wir dabei nur an die jahrhundertelangen Bezeichnungen der deutschen Städte Ostpreußens und Schlesiens. Gezielt werden sie vermieden und im Orwellschen Gedächtnisloch versenkt.

    Statt Danzig wird Gdansk, statt Königsberg Kaliningrad gebraucht, das böhmische Reichenberg wird im Fernsehen als Liberec bezeichnet, und statt Preßburg heißt es Bratislava. Dem nicht genug. Einem im deutschen Breslau Geborenen wird von amtlicher Stelle der Name Wroclaw eingetragen.

    Hinzu gesellt sich der Gebrauch und die Unmenge an englischen Ausdrücken (Anglizismen) im Bereich der Werbung. Wenn jemand aus der Zeit vor etwa 100 Jahren in ein modernes Kaufhaus gehen würde, wäre er gewiss von den verwendeten Ausdrücken überfordert und brauchte ein Wörterbuch, um die einzelnen Waren richtig zuordnen zu können.

    Und auch das sollte man wissen: Bereits ab 1914 versuchten die Alliierten, die deutsche Sprache aus der Wissenschaft möglichst zu verbannen, und die späteren Sieger setzten das nach 1918 fort. Die Deutschen konnten sich aber in der Zwischenkriegszeit erholen und seinen alten Rang zurückgewinnen.

    Nach 1945, beruhend auf dem US-amerikanischen Raub unzähliger deutscher Patente, war das Ausmerzen der Sprache behindert. So konnte auch hier die Deutsche Sprache an Bedeutung gewinnen.

    Der unsägliche Umbruch erfolgte dann ab den 1970er Jahren. Heute werden vor deutschen Studenten in deutschen Universitäten von deutschen Hochschullehrern Vorlesungen in englischer Sprache abgehalten.

    Wie wäre es, wenn wir endlich wieder Verantwortung für unsere Muttersprache übernehmen? Unsere Sprache ist so reich und bunt, dass sie es verdient erhalten zu bleiben.

    Vor Jahrzehnten wies die Mainzer Anthropologin Ilse Schwidetzky darauf hin: „Manche Völker sind in der Geschichte schon untergegangen, weil sie die Sprache – und damit ihre Kultur – aufgaben und die der Sieger annahmen.

    —————————-

    Wer mag, hier wird noch ein bisschen was zur deutschen Sprache „ausgeplaudert“

    Geschichten zur deutschen Sprache unter dem Einfluss sprachlicher Amerikanisierung

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  • Von der mittelalterlichen Stadt und vom römischen Recht mit dem auch die Folter eingeführt wurde.

    März 12th, 2024

    Beginnen wir die Woche mit einem weiteren Beitrag aus unserer Reihe zur deutschen Geschichte. Stehengeblieben waren wir beim Hanse- Städtebund und bei der unglücklichen Schlacht des Deutschen Ordens 1410 bei Tannenberg.

    Weiter lesen wir von der mittelalterlichen Stadt und vom römischen Recht mit dem auch die Folter eingeführt wurde.

    Die ältesten Städte auf deutschem Boden sind an Rhein und Donau von den Römern gegründet worden (Köln, Mainz, Trier, Speyer, Worms, Straßburg, Regensburg, Passau, Wien, sowie Augsburg zwischen den Flüssen Lech, Wertach und Singold). Auf die städtereiche Römerzeit folgte die jahrhundertelange städtelose Zeit des Frankenreiches. Die Germanen kannten keine Städte. Zur Frankenzeit unterschieden sich selbst jene alten Römerstädte in ihrer Gemeindefassung in keiner Weise von den Dörfern.

    Die Städtegründungen des Mittelalters sind eine völlig neue Schöpfung. Von einem eigentlichen Städtewesen kann man erst seit dem 11. Jahrhundert sprechen, als das Bedürfnis immer dringender wurde, die großen Ortschaften stärker zu befestigen. Die festen Plätze sollten die Landbevölkerung bergen; sie wurden daher Burgen genannt und ihre Bewohner Bürger.

    Unter Heinrich IV. treten die Städte zum ersten Mal politisch hervor: bei den rheinischen Städten, voran Worms, fand er die rettende Hilfe im Kampf um seinen Thron. Vom 11. bis zum 13. Jahrhundert werden immer mehr offene Orte durch Befestigungen in Städte umgewandelt und besonderen Vorrechten ausgestattet.

    Sie erhalten die Erlaubnis, Münzen zu schlagen, dürfen Märkte abhalten, haben eigene Gerichtsbarkeit, oft auch das Recht, ihre Obrigkeit – den Rat und den Bürgermeister – aus ihrer Mitte zu wählen. Besonders günstig für die Entwicklung eines Ortes war es, wenn er Königspfalz oder Bischofssitz war.

    Die Stadtbefestigung war der Stolz der Bürger. Zu Wall und Graben trat meist noch die Mauer hinzu, anfangs aus hölzernen Pfählen und Planken erbaut, später aus Stein. Zahlreiche Türme erhoben sich über der Mauer. An einigen Stellen durchbrachen Tore diesen Ring. Sie wurden bei Tag sorgfältig bewacht und bei Nacht geschlossen.

    Die innere Anlage der älteren Städte zeigt meist ein unregelmäßiges Gewirr von Straßen und Gassen ohne einen erkennbaren Plan. Die durchweg engen Straßen waren aus bloßer Erde hergestellt und ungemein schmutzig. Pflasterung gibt es erst seit dem 14. Jahrhundert. Von öffentlicher Straßenbeleuchtung ist im ganzen Mittelalter noch keine Rede. Ein große Rolle spielt der Marktplatz. Er diente für politische Versammlungen, Gerichtsverhandlungen, den Strafvollzug, vor allem aber für den Handel und Verkehr. Er war der Mittelpunkt des städtischen Handels, mit Buden und Ständen bedeckt, in den Kaufleute, Händler und Lebensmittelverkäufer ihre Ware feilboten.

    Am Marktplatz oder in der Nähe erhoben sich die wichtigsten öffentlichen Gebäude, in erster Linie das Rathaus, der Sitz der städtischen Verwaltung, der hervorragendste öffentliche Bau in der Stadt. Etwas später erst kommt das Amt des Bürgermeisters hinzu. Er ist in der Regel, wenn auch nicht immer, der Vorsitzende des Rates.

    Der angesehenste Stand in der Stadt waren die Patrizier (die Geschlechter der Kaufleute und Großgrundbesitzer). Bis ins 13. Jahrhundert hinein, waren nur sie zur Leitung der Stadt berechtigt. Dann aber, besonders im 14. Jahrhundert, erhoben sich die in den Zünften zusammengeschlossenen Handwerker, und setzten es, oft erst nach Unruhen und Kämpfen, in den meisten Städten durch, dass auch Mitglieder der Zünfte in den Rat der Stadt aufgenommen wurden.

    Für die allgemeine rechtliche Stellung der Stadt war es von grundlegender Bedeutung, dass sie einen besonderen Gerichtsbezirk bildete. An der Spitze des städtischen Gerichts stand der Standrichter. Das Urteil fällten die Schöffen, ein ständiger Ausschuss der Bürgerschaft. Die Rechtsprechung war im allgemeinen sehr hart, oft sogar roh, wie überhaupt das ganze Zeitalter. Man möchte annehmen Menschenleben und Gesundheit spielten eben damals nicht entfernt die Rolle wie heute.

    Wen wir die Bilder betrachten, die uns vom mittelalterlichen Strafvollzug erhalten sind, dann erschrecken wir vor seiner Grausamkeit. Die Hinrichtung durch den Feuertod, durch den Strang, durch das Beil , durch Ertränken oder gar durch Vierteilung, die Blendung, das Abhacken der Hand, die Räderung, die Stäupung – all das wird uns in diesen Bildern mit furchtbarer Eindringlichkeit dargestellt.

    Mehr über Strafen, den Strafvollzug und zu den zahlreichen Mitteln im Strafvollzug des Mittelalters erfahren wir über Beiträge der nächsten Tage.

    ——–

    Letzter Beitrag aus der Reihe: „Deutsche Geschichte nach Albert Thümmel“:

    Das Haus Habsburg (1438 – 1806)

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  • Das Geheimnis der Stasi-Strahlen-Kiste

    März 11th, 2024

    Wie das immer so ist: Gerade wollte ich mein Bücherchaos beseitigen, und anschließend über unsere mittelalterlichen Städte aus der Reihe „deutsche Geschichte berichten, da fällt mir dieser Zeitungsausschnitt „Das Geheimnis der Stasi-Strahlen-Kiste ins die Hände.

    Gelesen, und nicht unbedingt überrascht über die Vorgehensweise unserer „Sieger und Besatzer“, dachte ich mir, es kann ja nicht schaden, das nochmal genauer unter die Lupe zu nehmen. Es ist schon „verrückt“, was sich da immer alles auftut.

    Diese Art der (Krebs)verseuchung ist keineswegs eine Erfindung aus DDR Zeiten, nein, im Rahmen der folgenschweren Fälschung der Geschichte, haben wir nur nicht alles darüber erfahren.

    Das MfS (Stasi) entstand unter der Ägide der sowjetischen Staatssicherheit ( MGB ) und fungierte als ihr Hilfsorgan.

    Der Artikel (Beitragsfoto) stammt aus der Bild Anfang der 1990er Jahre.

    In den Hallen des Versuchsreaktors Rossendorf (Dresden) fand unter anderem die Ausbildung der Betriebsmannschaften für den Reaktor in Moskau und für das Zyklotron in Leningrad bis 12.02.1956 statt.

    Die Idee, (unter anderem) Deutsche mit radioaktivem Strontium zu töten, wurde lange geheim gehalten und verschwiegen. Erst Ende der 1980er Jahre kamen durch erstmalig veröffentlichte Dokumente „weitere Verbrechen der Sieger und entsprechende Planungen ans Licht, die aber meist schnell dem Bewusstsein der Öffentlichkeit entzogen wurden.

    So haben schon sieben Monate vor dem Eintritt der USA in den Zweiten Weltkrieg US-Wissenschaftler im Frühjahr 1941 vorgeschlagen und diskutiert, Nahrungsmittel in Deutschland und Japan radioaktiv zu verseuchen, sodass die Betroffenen nach wenigen Wochen daran qualvoll gestorben wären.

    Auf dem Höhepunkt des Krieges sei 1943 der Plan von der Verseuchung feindlicher Nahrungsvorräte wieder aufgegriffen worden. Der Leiter des Atombombenprojekts Robert Oppenheimer wird 1904 in New York als Sohn einer reichen jüdischen Einwandererfamilie aus Deutschland geboren. Der Physiker erwägt gar die Idee, Deutsche mit radioaktiven Spaltprodukten in Lebensmitteln zu vergiften: Oppenheimer spricht von einer halben Million.

    Am 6. August lässt ein US-Bomber die erste Atombombe über Hiroshima fallen. Oppenheimer bahnt sich einen Weg durch die Menge, klettert auf ein Podium und brüstet sich mit seinem Erfolg: „Es sei zu früh, genau festzustellen, welche Wirkung die Bombe hatte, aber er sei sicher, dass die Japaner sie nicht mochten.“

    Mit an Bord seiner Machenschaften ist Edward Teller, der sich wegen seiner jüdischen Herkunft entschied, Deutschland zu verlassen und ins Vereinigte Königreich zu emigrieren, wo er 1934 in London eintraf. 1935 emigrierte er in die USA. Dort wurde er Mitarbeiter im 1942 begonnenen Manhattan-Projekt, das die ersten Atombomben entwickelte.

    Nach dem Zweiten Weltkrieg haben die USA Strahlungsversuche an mindesten 700 Menschen mit oder ohne deren Einwilligung vorgenommen. 1986 veröffentlichte ein Unterausschuss des US-Repräsentantenhauses einen Bericht unter dem Titel „Amerikanische atomare Versuchstiere drei Jahrzehnte Strahlenexperimente an US-Bürger, wonach unter anderem Obdachlose, Strafgefangene, Betagte und Krebskrank radioaktiver Strahlung ausgesetzt wurden.

    Ich möchte das nicht im Einzelnen aufführen.

    Fest steht jedoch: Die Auftraggeber und die Ausführenden wurden anschließend nicht strafrechtlich belangt, während deutsche Ärzte wegen „Menschenversuchen“ während des Zweiten Weilkrieges nach 1945 hart bestraft wurden.

    ————-

    Ebenfalls nicht uninteressant im Zusammenhang: Die Milzbrand Verseuchung und andere Pläne

    Ganz vorne weg, ein „alter Bekannter“: Anfang 1944 befasste sich Churchill mit dem Plan, die Bewohner ganzer deutscher Städte mit Giftgas und bakteriologischen Kampfstoffen auszuschalten. Die britischen Abteilungen für Biologische und Chemische Kriegsführung schlugen auf Befragen vor, Phosphogen oder das Nervengas Lost zu verwenden.

    Churchill war seiner Zeit vom schnellen Kriegsende noch nicht überzeugt und wollte entgegen seinen Beratern von seinen Vergasungs- und Milzbrandbombenplänen nicht gleich ablassen.

    Für diese „Menschlichkeit“ erhielt Churchill 1955 den Karlspreis der Stadt Aachen – als Hüter menschlicher Freiheit – Mahner der europäischen Jugend.

    Die USA haben während des Zweiten Weltkrieges an Milzbrandbomben gearbeitet. So bat Winston Churchill US-Präsident Roosevelt um eine beschleunigte Lieferung von 500.000 „N-Bomben“, die zuvor auf dem Testgelände Dugway Proving Ground entwickelt und getestet wurden.

    Auch die Sowjetunion experimentierte mit den Erregern. Im April 1979 infizierten sich beim Unfall in Swerdlowsk in einer B-Waffen-Forschungsstätte zahlreiche Anwohner mit Milzbrand. Die Infizierten befanden sich zu dem Zeitpunkt in der Windrichtung, als vermutlich nur etwa ein Gramm des Erregers freigesetzt wurde. Erst als 1992 unter Boris Jelzin der Betriebsunfall publik wurde, erfuhren die Familien der Verstorbenen die wahre Todesursache.

    Und dann gelangte noch die Giftgas Katastrophe von Bari an die Öffentlichkeit.

    Wir erinnern uns: „Ein geheimer Plan enthüllt, dass die Amerikaner gegen Kriegsende bereit waren, einen großen Teil der deutschen Bevölkerung mit Giftgas zu vernichten.

    In dem US-Frachter lagerten, was Beckström, der bei dem Angriff getötet wurde, auf Weisung von oben hatte verschweigen müssen, 540 Tonnen Senfgas. Über 1000 Soldaten und Zivilisten kamen in den Schwaden des hochgiftigen Kampfstoffes ums Leben. Die Alliierten vertuschten, wie es zu dem Massensterben kommen konnte: Sie gaben »Verbrennung«, »Bronchitis« oder »Lungenkomplikation« als Todesursachen an. (siehe Spiegel Artikel 23.10.1988, 13.00 Uhr • aus DER SPIEGEL 43/1988)

    Ganz gleich in welcher Epoche der Jahrhunderte: Wir sollten immer gut hinschauen, mit welchen Absichten und Möglichkeiten das Syndikat agiert.

    ———

    https://www.stasi-unterlagen-archiv.de/…/projektberich…

    https://www.spiegel.de/…/vom-himmel-hoch-a-cac15f3c…

    https://www.spiegel.de/politik/entsetzliche-frage-a-609f96d6-0002-0001-0000-000013519982

    Weitere Quellen: Der große Wen.dig. Rolf Kosiek und Olaf Rose.

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  • Breslau Teil III – Januar/ Februar 1945

    März 7th, 2024

    Ich habe mich in den letzten Tagen schwer damit getan, den Beitrag zu Breslau fortzuführen. Wenn man die vielen Dokumente mit den Erlebnisberichten vor sich liegen hat, wenn man von dem ungeheuren (geschürten) Hass gegen die deutsche Bevölkerung liest, aus dem ein unbeschreibliches Leid hervorging, und zugleich das gegenwärtige Weltgeschehen beobachtet, dann ist dieses Wissen um das Geschehen und über die damit verbundenen Absichten fast unerträglich und ich halte inne, verharre in Gedanken, lege den „Stift“ nieder, und setze mich in die Sonne und träume von guten Zeiten.

    Und dann kommt mir doch wieder ein Bericht in den Sinn, als Überlebende ihre schlesische Heimat verlassen mussten: Juli 1946: „Schweigend setzte sich der Zug 7.30 Uhr in Bewegung. Es war ein herrlicher Sommermorgen, und die Heimat mit ihren Fluren und dem nahem Wahrzeichen Schlesiens, dem hochragenden Zobtenberge, zeigte sich noch in ihrer gesamten Schönheit: Immer wieder gingen die Blicke rückwärts Abschied nehmend. In den Dörfern, die der Zug, der sich durch Zuzug öfter vergrößerte, passierte, standen die Gemeindemitglieder und Heimatgenossen an den Straßen und grüßten die Ausziehenden, desselben Schicksals gewärtig. Manchmal sang die an der Spitze marschierende Jugend ein Wanderlied.

    Was hier vor sich gegangen sein muss, welche Gedanken die Menschen wohl in sich trugen, all das lässt sich nur schwer begreifen. Was sie verloren haben, nur erahnen.

    Wer je das Glück hatte, seinen Sommerurlaub in Schlesiens Bergen zu verbringen oder beim Skisport die Schönheiten des in Schneereichtum und glitzerndem Rauhreif strahlenden Hochgebirges zu genießen, wird noch heute von der Gastlichkeit der Gebirgsbauden schwärmen. Auch deren Küche und Keller waren berühmt. Denn die Feinheiten österreichischer und böhmischer Küche hat der Schlesier in Jahrhunderten weitergepflegt.

    Der Kampf um Schlesien begann am 12. Januar 1945 rund 200 Kilometer ostwärts der deutschen Reichsgrenze in den Ostbeskiden und an der Weichsel, er endete in Nordmähren zwischen Brünn und Olmütz, in den schlesischen Gebirgen und in Nordböhmen und Sachsen an der Elbe mit der bedingungslosen Kapitulation am 8./9. Mai 1945, also nach vier Monaten ununterbrochener schwerer Kämpfe.

    Doch wer weiß davon schon?

    In der Gegenwart, wo die Mehrheit der Menschen von Unwissen gezeichnet ist, schauen nur wenige auf Tatsachen, auf das, was wirklich geschehen ist, auf das, was gerne verschwiegen wird, und im Dunst der Selbstbeweihräucherung der Sieger und Eliten untergeht.

    ———————

    Breslau Teil III – Januar/ Februar 1945

    Was wir bis hierhin gelesen haben – eine kurze Zusammenfassung des gesamten Geschehens: Als sich im Februar 1945 die Russen und ihre polnischen Hilfstruppen der schlesischen Hauptstadt näherten, wurde diese am 15.2. zur Festung erklärt (wie auch Glogau und Oppeln) Während der dreimonatigen Belagerungszeit kamen 40 000 Menschen vor Hunger und Kälte um. 70 Prozent der Stadt fielen dem Feuer der sowjetisch-polnischen Artillerie zum Opfer. Nachdem die Festung am 6. Mai (vier Tage nach Berlin) kapituliert hatten, richteten die Besatzer unter den Überlebenden ein Blutbad an. Die Polen, die am 9. Mai die Verwaltung Breslaus übernahmen, vertrieben die meisten der damals 200 000 deutschen Einwohner.

    ——–

    Im Zuge der im Herbst 1944 angeordneten großen Befestigungsarbeiten im deutschen Osten, waren in Schlesien außer den großen durchlaufenden Stellungsarbeiten an der Landesgrenze die folgenden Städte und Gebiete zu Festungen erklärt worden, die sich auch bei einer russischen Einschließung weiter zu verteidigen hatten:

    1. Breslau

    2. Glogau

    3. Oppeln

    4. Das oberschlesische Industriegebiet als Festung Oberschlesien

    Zuerst (Mitte Januar) konnte die Stadt und Festung Breslau die ihr eigentlich militärisch zugedachte Aufgabe innerhalb der deutschen Front erfüllen. Zum Monatsende trat sogar eine gewisse Ruhe im Festungsgebiet ein. Dies führte zu einer starken Rückwanderung der Breslauer Bevölkerung aus ihren Evakuierungsgebieten im Riesengebirge, den Bezirken Schweidnitz und Hirschberg, die einerseits die Gefahr vorüber glaubte, in der Masse aber bei der hastigen Evakuierung zurückgelassenes lebensnotwendigen Hausrat herausholen wollte.

    Doch der am 8.2.1945 in Gang kommende russische Angriff aus den Oder-Brückenköpfen von Steinau und Brieg führte am 12.2. 1945 zur endgültigen Einschließung der Stadt.

    Nunmehr kämpft die 269. Division zum Schutz Breslaus westlich der Oder – Sie bricht mit Teilen nach Süden durch – Die 208. Division, eine neue Reserve, kämpft gegen den bei Brieg über die Oder vordringenden Feind – Die 17. Division verzögert die Einschließung Breslaus von Westen her – Auch sie durchbricht mit Teilen den Einschließungsring nach Süden – Auch südlich Breslau fechtende Panzerdivisionen können die Einschließung Breslaus nicht verhindern – Mitte Februar ist Breslau eingeschlossen, und der Feind besitzt die Autobahn als schnelle Verkehrslinie von Niederschlesien nach Oberschlesien.

    Mitte Februar nun war dies die Lage in Mittel- und Niederschlesien: Breslau und Glogau waren eingeschlossen Um ihre Mauern begann ein schwerer Kampf. Die Oderverteidigung war misslungen. Am nördlichen Rande des Vorgebirgslandes – inmitten der weithin schauende und sichtbare Zobten – krallten sich unsere Soldaten in schlesische Heimaterde, um nun hier einen neuen Wall zu bilden.

    Rund 40 000 Soldaten und einen Einwohnerzahl zwischen 150 000 und 200 000 Seelen wurden durch eine russische Armee von 12-13 Divisionen, also von einer vierfachen Überlegenheit eingeschlossen. Die Verbindung der Stadt zur Außenwelt wurde auf den Luftweg beschränkt. Die Kämpfe vor der Einschließung hatten an den Munitions- und Betriebsstoffvorräten der Festung bereits erheblich gezehrt, sodass die Munitionslage der Verteidiger bereits in den ersten Tagen ernst wurde.

    Mit Lebensmitteln und sonstigen Vorräten war die Stadt reichlich versorgt, unter anderem befanden sich bei Beginn der Belagerung 16 000 Schwein in den Kühlhäusern der Stadt.

    ————————–

    Gut zu wissen: Die schlesischen Festungen Breslau, Glogau, Glatz, Neisse und Cosel haben seit ihrer Gründung zwischen den Jahren 1000 und 1355 zahlreiche Stürme und Belagerungen erlebt. Polen, Hussiten, Schweden, Wallensteinsche Truppen, Österreicher und Franzosen mit bayerischen und württembergischen Verbänden haben unter wechselndem Erfolg um diese wichtigen Plätze gekämpft.

    In den Unglücksjahren 1806/1807 hielten Breslau und Glogau nur einen Monat stand, während Neisse, Cosel und Glatz vier bis fünf Monate der französischen Belagerung trotzten.

     Von Schlesien aus wurde der Befreiungskrieg 1813-1815 eingeleitet. Am 17. März 1813 erließ König Friedrich Wilhelm III. in Breslau den Aufruf «An mein Volk», nachdem er bereits am 10. März das «Eiserne Kreuz» gestiftet hatte

     Volle hundert Jahre ist Schlesien dann vom Kriege verschont

     Das Versailler Diktat von 1919 indessen griff mit Gebietsabtretungen hart in Schlesiens Gestalt und Leben ein. Ohne Abstimmung wurden an Polen Teilstücke der Kreise Namslau, Gr. Wartenberg, Militsch und Guhrau, ländliche Gebiete, abgetrennt.

    Bisher dazu verfasst:

    Unser Schlesien: Erinnerungen an Breslau und den damit verbundenen Kampf für die Heimat vom 13. Februar bis in den Mai 1945 hinein.

    Stadt und Festung Breslau – ein Streifzug durch die Geschichte (Teil I)
    Stadt und Festung Breslau – die bewegte Geschichte ab 1335 bis 1945 (Teil II)

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  • Und am Anfang war der Fenstersturz…

    März 6th, 2024

    Wer hat Schuld am Krieg? Finden wir es heraus, denn nichts ist leichter als das…

    Dieses Deutschland – aus allen Ecken und Enden tönt es wieder: Und wieder Deutschland. Haben die Leute nichts gelernt? Warum gerade wieder Deutschland? Schon wieder die Deutschen!

    Welches Deutschland ist gemeint? Ist es das Deutschland, dass seit jeher mit der Schuld an Kriegen behaftet wird?

    Auch 1914 kannte das deutsche Volk kein Verzagen. Es war erfüllt von dem Vertrauen auf seine Kraft und Führung und Überzeugung, dass dieser Krieg von den Gegnern lange vorbereitet und aufgezwungen worden war. Aber wer will davon schon was wissen? Was damals war…

    Dank einer suggestiv, einhämmernden Werbesprache, kullert das Unwissen voran und entwickelt sich zu einer mächtigen Kugel, die alles Wissende gnadenlos überrollt.

    Gestern musste ich wieder so einen Kommentar lesen – es betraf die von Alliierten zerstörte Stadt Pirmasens – „Auch das war Adolfs Werk“, heißt es. Dieses anerzogene Unwissen der Menschen ist oft so gruselig, und doch ist es das beherrschende „Element“ in dieser Gesellschaft.

    Kein Wunder: Denn Die Verunglimpfung der bösen Deutschen zieht sich über sämtliche Ebenen wie Literatur, Filme und öffentliche Lehranstalten. Ich erinnere mich an den Streifen „Indiana Jones“, wo die schlechten Absichten der bösen Nazideutschen in kaum einer Szene ausgelassen worden sind. Der Schuldkult darf keine Unterbrechung erfahren! Daher bediente sich der jüdische Regisseur Steven Spielberg jeglicher Mittel (Wappen, Fahnen, Zeichen, Plakate), die immer und immer wieder aufklappten, Szenen, die dem Zuschauer tief ins Unterbewusstsein eingespielt wurden.

    Nach dem Zweiten Weltkrieg mussten die Sieger auch nachträglich mittels Bild, Ton und Schrift beweisen wie ausschließlich edel und gut sie im Gegensatz zu den Verlierern, den bösen und schlechten Deutschen, waren. „Indiana Jones“ war jetzt nur ein Beispiel. Denn es gibt hundertfach Filme von erfundenen „Dokumentationen“ bis zu Kriegs- und Polit-Schnulzen nach der Devise: „In bunten Bildern weniger Klarheit, viel Irrtum und ein Fünkchen Wahrheit“. Wie solche Greuelfilme gemacht werden, dazu an anderer Stelle mal mehr.

    So erinnern wir uns an Guido Knopps Missbrauch des „historischen Dokumentarfilms“. Und wie soll es auch anders sein: Er wurde für sein Tun gleich mehrfach ausgezeichnet: mit dem Europäischen Fernsehpreis, dem Telestar und dem Bundesverdienstkreuz. Sein Credo, dass unsichtbar über jedem Film steht, ist unverkennbar und lautet: „Wie haben ja angefangen, wir sind an allem schuld“.

    Wer hat Schuld am Krieg? Nichts leichter als das…. Man muss nur oft genug mit dem Finger auf jemanden zeigen, eine Parole dazu stetig wiederholen, und zack ist es Gewissheit: eine Lüge, zum 85. mal gesagt, wird von der Mehrheit geglaubt. Und am besten prägt sich so etwas über Bild und Ton ein.

    Übrigens: Knopps Kollegen von der Historikerzunft warfen seinen Filmen, die in über 50 Ländern verkauft worden sind, vor, sie seien populärwissenschaftlich, oberflächlich, unvollständig, und unterschwellig suggestiv.

    Doch das tat seinem „Treiben“ keinen Abbruch: Über Knopps Interventionen wurden dem deutschen Zuschauer/Leser klar gemacht, dass er besser beschämt den Mund halte und sich mit einem Mea culpa (meine Schuld) an die Brust schlage.

    Knopp schöpfte alles aus, um ein (un) „würdiger“ Preisträger zu sein.

    Die Kriegsschuld muss nicht neu erfunden werden, nur weiter fortgeführt. Und ich sehe, wenn auch noch verschwommen, es bereits vor mir: Die Mehrheit eines bestimmten Volkes schlägt sich auf die Brust, hält beschämt den Mund und wird seinen Schuldkult fortführen.

    ————–

    Infotafel:

     Das große Morden in deutschen Landen- der Dreißigjährige Krieg (1618-1648) und seine Bilanz: Drei Jahrzehnte wütete ein Krieg in Mitteleuropa. Er begann als Religionskonflikt, doch bald ging es nurmehr um Machpolitik, und zeitweise kämpfte jeder gegen jeden. Am Ende des Krieges war Deutschland in über 300 Kleinstaaten gesplittert. Weite Gebiete waren menschenleer. Die Bevölkerung war von ursprünglich von 18 Millionen auf 7 Millionen gesunken. In manchen Gegenden wurde die ursprüngliche Einwohnerzahl erst wieder im 19. Jahrhundert erreicht.

     So lohnt der Blick ins 19. Jahrhundert und damit auch auf den Schandvertrag von Versailles: Dazu schrieb der berühmte deutsche Historiker Hans DELBRÜCK (1848-1929): »Dieser Friede, den sie uns auferlegen, hat keinerlei Kennzeichen des neuen Zeitalters, sondern ist der Gewaltfriede alter und ältester Art, der nicht einen, sondern hundert neue Kriege im Bauche trägt.

    Dieser sogenannte „Friedensvertrag“ von Versailles legte Deutschland untragbare wirtschaftliche Lasten auf, was mit zum beschleunigten Niedergang der Weimarer Republik beigetragen hat.

    Im Versailler Vertrag von 1919 wurde in Artikel 231 dem Deutschen Reich die alleinige Schuld am Ausbruch des Weltkrieges 1914 zugesprochen. Von diesem Artikel leiteten die Alliierten praktisch unbegrenzte Reparationsforderungen gegen Deutschland ab. Und dieses Werk erstreckt sich bis in die Gegenwart.

     Die Anlässe für den Ausbruch des Weltkrieges 1914-1918 waren nichtig im Vergleich zu den langfristigen Folgen: die Selbstentmachtung der europäischen Großmächte einschließlich Sowjetrusslands, der Aufstieg der USA zur einzigen Supermacht, die Auflösung der europäischen Kolonialreiche und schließlich der Aufstieg Chinas und Indiens zu neuen Weltmächten

    Nun bedarf es offenbar eine „Auffrischung“ des Werkes. Und dazu sind ja bekannterweise alle Mittel recht.


    Auf dem Bild seht ihr: Das Vertragssystem in Europa am Beginn des Ersten Weltkrie – ges. Karte aus: Chronik des 20. Jahrhun – derts, Chronik, München 141995, S. 172.

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  • Das Haus Habsburg (1438 – 1806)

    März 5th, 2024

    Mit Sigmund erlosch das Haus Luxemburg. Ihm folgte als deutscher König und zugleich als König von Böhmen und Ungarn sein Schwiegersohn Albrecht II. von Österreich.

    Mit Albrecht II. kam die Krone wieder an das Haus Habsburg und blieb bei ihm – abgesehen von einer kurzen Zwischenregierung (1742-1745 Karl VII. von Bayern) – bis 1806.

    Albrecht, ein Mann der Tat, ein „Spiegel der Ritterlichkeit“, hat die Regierung eigentlich nie angetreten, er starb schon ein Jahr nach seiner Wahl. Um so länger regierte – leider – sein Vetter und Nachfolger

    Friedrich III. (1439-1493)

    Friedrich zählte bei seiner Wahl erst 25 Jahre, aber er hatte gar nichts Jugendliches an sich. Er war eine unkriegerische, phlegmatische, beinahe greisenhafte bedächtige Natur, ohne jeden Schwung, seiner Aufgaben und Pflicht als deutscher König in keiner Weise gewachsen. Es war ein Unheil, das gerade dieser Herrscher über 50 Jahre regierte. Gleichgültig gegen das Reich, war er mit zäher Ausdauer und Geduld nur auf den Vorteil seines Stammhauses bedacht. Geradezu fatalistisch war sein Glaube an die zukünftige Größe des Hauses Österreich.

    Das Reich befand sich dauernd in der traurigsten Verwirrung: Fehden, wohin man blickte – zwischen Fürsten, Burgherren, Städten. Vor allem suchten die Fürsten ihrer Geldnot abzuhelfen, indem sie die reicheren Städte in- und außerhalb ihres Landes gewaltsam unterwarfen. Andererseits wollten die Fürsten die politische Gleichstellung mit den Kurfürsten, und Friedrich sah untätig zu. Kaum ein Herrscher war jemals im Reich so ohnmächtig wie er. Sein fanatischer Glaube aber an die Zukunft seines Hauses hat ihn nicht getrogen; er sollte sogar selbst noch ihre Morgenröte erleben. Durch die Vermählung seines Sohnes Maximilian mit Maria, der schönen Erbin von Burgund, kamen die blühendsten, wohlhabendsten Landschaften jenseits des Rheins an das Haus Habsburg.

    Der Auftakt zum Hauses Habsburg

    ist damit getan. In den nächsten Tagen lesen wir dann auch über die Ausbreitung des Deutschtums im Mittelalter.

    Auszug zum Reinschmökern: Zur selben Zeit als die Macht des Reiches immer tiefer sank, vollbrachte das deutsche Volk in allen seinen Ständen eine geschichtliche Großtat: Die Wiedergewinnung alten germanischen Bodens im Osten, der in den Zeiten der Völkerwanderung verlassen und von den Slawen besiedelt worden war. Am Anfang der deutschen Geschichte um 900, bildeten Elbe und Saale die Ostgrenze des Reiches; um 1350 reichte es aber bis zur Narwa und zum Peipussee. Die außerordentliche Bedeutung dieser Tat, ergibt sich eindrucksvoll aus Folgendem: Noch um das Jahr 1200 lag der Schwerpunkt der deutschen Geschichte im Süden und Westen des Reiches, etwa auf der Linie Köln – Frankfurt – Augsburg. Durch die Ausbreitung des Deutschtums nach dem Osten rückte das Schwergewicht auf die Linie Hamburg – Breslau und fand seinen Mittelpunkt in Berlin, in einer Landschaft also, die am Anfang der deutschen Geschichte noch gar nicht zum Reich gehört hatte.

    Wir erinnern uns: Schon unter Heinrich I. und Otto I. waren Vorstöße in den Osten erfolgt. Aber unter Otto II. war diese Bewegung jäh abgebrochen. Erst Lothar von Sachsen nahm die Ostmarkenpolitik wieder auf.  Er verlieh die Grafschaften Holstein und Stormarn an Adolf von Schauenburg, die brandenburgische Nordmark (die heutige Altmark)  an Albrecht den Bären und die Mark Meißen an Konrad von Wettin. Drei Geschlechter haben Großartiges für die Zukunft des deutschen Volkes geleistet.“

    ——

    Neugierig? Es lohnt dabei zu bleiben:

    Denn wir erfahren in diesem Teil der Reihe viel Interessantes zur mittelalterlichen Stadt, wir lesen über Maximilian I. und schlagen das Kapitel der Fuggers auf.

    … tasten uns bis zum Übergang der Neuzeit vor – eine inhaltsreiche Zeit mit wichtigen Ereignissen wie Renaissance, Humanismus, Entdeckungen, Erfindungen.

    Und wenn wir dieses Kapitel aus unserer Reihe „Deutsche Geschichte nach Albert Thümmel“  schließen, dann beginnt das Zeitalter der Reformation.

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  • Der Deutsche Ritterorden (1226-1660)

    März 5th, 2024

    Trotz des Irrsinns, der sich gegenwärtig (in geballter Form) vor uns auftut, sollten wir immer schön den Spuren unserer Deutschen Geschichte folgen.

    Parallel der Beiträge zur Zeit der Wahlkönige, dem Haus Luxemburg, der tiefen Krise der Kirche zum Ende des 14. Jahrhunderts hin, und zum Übergang ins Haus Habsburg, möchte ich dem Deutschen Ritterorden noch ein Kapitel widmen.

    Es würde natürlich den Rahmen sprengen wenn ich über die gesamte Zeit des Ordens berichten würde. Deshalb nur ein Auszug, weil wir uns auch in dem kommenden Kapitel aus der Reihe „Deutsche Geschichte“ über diese Zeit zu Orden und Hanse „belesen“ werden.

    ————

    Der Deutsche Ritterorden (1226-1660)

    In einem Unterwerfungskrieg gegen die baltischen Pruzzen, schuf der deutsche Orden einen Staat, der zur Zeit seiner Hochblüte von Pommern bis zum Finnischen Meerbusen reichte. Der großen Kulturleistung und der Machtentfaltung in Preußen und im Baltikum folgte nach zwei Jahrhunderten der Niedergang.

    Die Hochmeister, die ihren Sitz nach der Rückkehr aus Palästina zunächst in Venedig genommen hatten, machten sich Marienburg zu ihrer Residenz.

    Der Strom, der aus Deutschland gerufenen Siedler kultivierte das Land rasch; der Ordensstaat war ihnen gegenüber vorerst freizügiger, als sie es von den oft drückenden feudalen Verhältnissen ihrer alten Heimat gewohnt waren. Seine höchste Machtentfaltung erlebte der Orden im 14. Jahrhundert unter dem Hochmeister Winrich von Kniprode.

    Noch Hermann von Salza hatte 1237 die Vereinigung des Deutschordens mit dem Orden der Schwertbrüder vollzogen; diese hatten im Auftrag des deutschen Bischofs von Riga die die heidnischen Liven, Letten und Esten unterworfen, sahen sich allerdings in Estland von Dänemark bedroht.

    Am zugefrorenen Peipussee scheiterte 1242 ein Vorstoß des Ordens nach Nowgorod. Ständig im Kampf lagen die Deutschherren mit den Litauen, deren Fürsten damals auch Weißrussland beherrschten. Da sie noch Heiden waren, konnten die Hochmeister immer wieder Kreuzfahrer als „Gäste“ aus aller Herren Länder einladen, die fast alljährlich Kriegsreisen ins Feindesland veranstalteten.

    Die Wende zuungunsten des Ordens trat dann ein, als sich der litauische Großfürst Jagiello taufen ließ und die polnische Erbtochter Hedwig heiratete. Gegen diese nunmehr christliche mit Polen in Personalunion vereinigte Litauen, konnte der Orden keine Kreuzfahrer mehr rufen. Zudem waren die Glanzzeiten des Ritterstaates vorüber.

    Im Jahr 1410 fiel Wladiyslaw Jagiello in Preußen ein. In der Schlacht bei Tannenberg /Grunwald erlitt das Ordensherr eine vernichtende Niederlage: selbst Hochmeister Ulrich von Jungingen wurde gefangen genommen. Erst vor der Marienburg konnten die Polen durch Heinrich von Plauen zurückgeworfen werden.

    So beschied sich Polen im Frieden von Thorn (1411) vorerst mit der Zahlung hoher Kontributionen durch den Orden. Das freilich verschärfte die innere Situation des Staates.

    Den Belastungen überdrüssig, bildeten Adel und Städte den Preußischen Bund.

    Im Zweiten Frieden von Thorn (1466) kam es zur polnischen Lehenshoheit. Um diese Oberhoheit über das königliche Preußen abzuschütteln, wählten die Ritter nun deutsche Fürsten – zuerst Friedrich von Sachsen, dann Albrecht von Brandenburg –Ansbach – zu Hochmeistern.

    Der Deutsche Orden bestand im Reich weiter: seine zahlreichen, im ganzen Reich verstreuten Güter verwaltete der Hoch- und Deutschmeister in zwölf Balleien (Verwaltungsbezirken). Kaiser Franz II. erhielt das Recht der Hochmeisterwürde einem Mitglied des Hauses Habsburg erblich zu verleihen. Napoleon löste den Orden auf, der priesterliche Zweig blieb in Wien bestehen.

    ——–

    Der Deutsche Orden – auf einen Blick

     Der Deutsche Orden entstand im Jahr 1190 während der Belagerung von Akkon im Heiligen Land während des Dritten Kreuzzugs. Zunächst bestand die Mission darin, die kranken und verwundeten Kreuzfahrer zu pflegen.

     Im Jahr 1198 kam ein militärisches Element hinzu. Die Mission bestand darin, die Feinde der Christenheit, insbesondere im Heiligen Land, zu bekämpfen und die Pilger in das Heilige Land zu schützen.

     Als die deutschen Fürsten, die 1197 nach dem Heiligen Lane gekommen waren, auf die Nachricht vom Tode des Kaisers sich zur Heimkehr entschlossen, verwandelten sie 5. März 1198 in Accon mit Beirat der beiden ältern Ritterorden und andrer geistlicher und weltlicher Großen des Orients den Krankenpflegerorden in einen geistlichen Ritterorden.

     Papst Innocenz III. bestätigte den Orden durch die Bulle vom 19. Febr. 1199; außer den drei Mönchsgelübden übernahm der neue Orden gleich den Templern auch die Verpflichtung zum Heidenkampf und erhielt als Kleidung den weißen Mantel mit schwarzem Kreuz.

     Die Mitglieder des Ordens, die rittermäßigen Standes sein mussten, zerfielen in Ritterbrüder und Priesterbrüder,

     Vom König von Jerusalem erhielt der Orden, wie später auch in andern Ländern, Zollfreiheit und auf seinem schwarzen Kreuz das goldene Kreuz Jerusalems (nach der Tradition 1219);

     Kaiser Friedrich II. verlieh ihm das Recht, Reichslehen und Allodien durch Schenkung oder Kauf an sich zu bringen

     Aus Palästina mußten die Ritter 1291 weichen, als Accon, der einzige Punkt, den die Christen noch behauptet hatten, verloren ging. Nun wurde der Hauptsitz des Ordens, das Ordenshaupthaus, nach Venedig verlegt.

     Im Bunde mit der Hansa erlangte der Orden im Kampfe mit den nordischen Kronen 1370 den Frieden von Stralsund, in dem sich Dänemark unterwarf, und half das Unwesen der räuberischen Vitalienbrüder in der Ostsee bewältigen.

     Durch den Ankauf der Neumark von Brandenburg 1402 erlangte der Ordensstaat die größte Ausdehnung seines Gebiets.

     Im höchsten Grade schädlich war für den Orden die Vereinigung Litauens mit Polen durch die Vermählung des litauischen Großfürsten Jagello mit der polnischen Thronerbin Hedwig (1386).

     1410 Schlacht bei Tannenberg

     Im Jahr 1637 akzeptierten die Ritter offiziell den Schutz der Vereinigten Provinzen der Niederlande. Sie blieben ein Deutschordensorden, waren aber nicht mehr katholisch.

     Kaiser Ferdinand gab in Österreich 28. Juni 1840 neue Statuten, die den Orden als geistlich ritterliches Institut unter einem Großmeister (seit 1894 wieder: Hoch- und Deutschmeister) und der Oberlehnshoheit des Kaisers herstellten-Die Ordensritter und Priester werden nach ihren Ordensgelübden als Religiosen angesehen und teilen sich in Großkapitulare, Profess Ritter und Ehrenritter.

     Nach dem Ersten Weltkrieg wandelte sich der Charakter des Ordens grundlegend: Eine adlige Abstammung war kein Zulassungskriterium mehr, und der Hochmeister war kein Habsburger mehr.

     Der Deutsche Orden wurde zu einer rein geistlichen Institution.

    In den Niederlanden besteht die Ballei Utrecht noch fort, die eine der größeren Balleien war und 15 Komtureien besaß, von denen noch etwa 10 bestehen.

    Landkomtur seit 1977 ist Paul Anthony van der Borch –

    ——————————

    Quelle: Klaus Militzer Die Geschichte des Deutschen Ordens, Stuttgart 2005, S. 47-51

    Vgl. Joh. Voigt, Geschichte Preußens (Königsb. 1827–39, 9 Bde.);

    Derselbe, Geschichte des Deutschen Ritterordens (Berl. 1857–59, 2 Bde.);

    Rethwisch, Die Berufung des Deutschen Ordens gegen die Preußen (das. 1868); Strehlke, Tabulae ordinis Theutonici (das. 1869);

    Röhricht, Die Besitzungen des Deutschen Ordens im Heiligen Lande (in der »Zeitschrift des Deutschen Palästina-Vereins«, X, 267); Perlbach,

    Preußische Regesten (Königsb. 1875–76); Ewald, Die Eroberung Preußens durch die Deutschen (Halle 1872–86, 4 Bde.);

    Historischer Atlas Deutschland – Manfred Scheuch s.34

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