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Klara Fall: das glaube, wer mag

  • Ein paar Gedanken zur Weihnachtsgeschichte

    Dezember 26th, 2023

    Bevor wir mit der Nase in den gut gefüllten Töpfen schnuppern, den Duft der Plätzchen in der Nase genießen, oder uns eben all der Annehmlichkeiten der Weihnachtstage gütlich tun, möchte ich euch allen ein besinnliches und schönes Fest wünschen, sowie bezaubernde Rauhnächte

    …., und damit auch gleich noch einmal zur eigentlichen Weihnachtgeschichte überleiten. Ganz gleich, wie ihr diese Tage zelebriert, wichtig ist nur, dass ihr euch stets des Ursprungs dieser bewusst seid. Etwas, was über Jahrhunderte hinweg in die Köpfe der Menschen gemeißelt wurde, um sie von ihren Wurzeln zu trennen, lässt sich nicht einfach so wegpusten. Doch nur, wer sich seiner Vergangenheit und seiner Wurzeln gewahr ist, wird in diesen gegenwärtig eher unruhigen Tagen und trotz der desaströsen politischen Zustände bestehen können.

    In den frühesten schriftlichen Belegen ist von „ze wihen nahten“ oder „wihe naht“ die Rede. Der erste Teil des Wortes geht auf das germanische „wisja“ oder „wiha“ zurück, was soviel wie „heilig“ oder „geweiht“ bedeutet.

    Die frühen Christen haben gar kein Weihnachten gefeiert, bis die Kirche im 4. Jahrhundert den 25. Dezember zum Feiertag erhob gegen den rivalisierenden Kult des Sonnengottes. Im Laufe der Jahrhunderte veränderte sich das Fest genauso wie seine Gabenbringer, vom Heiligen Nikolaus und dem Christkind bis zum amerikanisierten Weihnachtsmann.

    Ich möchte jetzt gar nicht so weit ausholen. Daher nur eine kurzer Überblick zum ursprünglichen Charakter des Weihnachtsfestes.

    • Da ist der Baum als immergrünes Wesen für die Unsterblichkeit des irdischen Lebens. Die immergrüne Tanne bietet sich ja gerade im Winter als Symbol der Hoffnung auf einen neuen Frühling an.

    • Das Schmücken von Bäumen ist vielen indigenen Wald-Religionen bekannt. So stimmt auch dieser germanische Brauch bis heute mit unserem heutigen Schmücken des Weihnachtsbaumes überein.

    • Wenn wir vom historisch-germanischen Weihnachten sprechen, meinen wir die weihevolle Nacht, in welcher von der germanischen Erd- und Himmelsgöttin unseres Kulturkreises, – die je nach Region Hulda/Huldr/Holda/Holle oder Perchta heißt zur Wintersonnenwende das Sonnengottkind Balder wiedergeboren wird-

    • Mit Jesus überdeckte der Klerus die alljährliche Wiedergeburt des Sonnenkönigs Balder, die weihevolle Nacht.

    • Wenn es im Lied heißt, „uns ist ein Kindlein geboren“, so ist damit in verdrängter Wahrheit das Sonnengottkind unserer Erd- und Himmelsgöttin Hulda/Huldr/Holda/Holle/Perchta gemeint.

    ————————–

    Und nun wieder hin zu den herrlichen Düften und Bräuchen:

    „Rauch von Holz und Harz liegt in der Luft

    ich atme ein den verlockenden Duft

    Yulezeit ist da, Yulezeit ist da

    Im tiefsten Winter, so einsam die Nacht

    die Sonne wendet und Balder erwacht

    Stellt das Sonnenrad auf, stellt das Sonnenrad auf

    Der Tannenbaum in seiner Pracht

    Der Yuleast lodert hell durch die Nacht

    Stimmungsvolle Ruh, stimmungsvolle Ruh

    Das Licht am Himmel die Hoffnung bringt

    und Tor wild seinen Hammer schwingt

    Kraft fürs kommende Jahr, Kraft fürs kommende Jahr

    Frey und Freyas Sinnlichkeit

    bringt Liebe, Lust und Fruchtbarkeit

    Leben wird weitergehn, Leben wird weitergehn

    Oh, Wintersonne, das Fest für Sie

    Met, Korn und das Blut, unsere Gaben an Sie

    Auf ewige Wiederkehr, auf ewige Wiederkehr“

    (Hagalaz Runedance: Das Fest der Wintersonne (ein Weihnachtslied)]

    Nach unserem Julblót nehmen wir die neue Flamme in dem Windlicht mit rein und zünden alle Lichter samt Kaminfeuer an. Bevor wir uns zu Tisch setzen, tragen wir eine aromatisch duftende und zugleich reinigende Räucherung aus heimischen Kräutern, Hölzern und Harzen durch unser Haus.

    Die Kerze des Julleuchters leuchtet als Zeichen der Wiedergeburt des Lichtes. Am frühen Morgen, nach der Begrüßung der Sonne, bietet sich ein üppiges Frühstück an, wobei man für die Ahnen symbolisch den Tisch ebenfalls deckt.

    ——————————

    So lässt es sich nachlesen:

    „Im 4. Jahrhundert hat Papst Julius I. den 25. Dezember in tatsächlicher Unkenntnis des Datums (von Jesu Geburt; V. Wagner) diesen Tag als Geburtstermin Jesu festgesetzt (!) Er gab damit dem alten Sonnenwendfest – das nach dem julianischem Kalender am 25. Dez. gefeiert wurde – ein christliches Fundament indem er die Daten vom Sonnengott Sol-Invictus und Jesus parallelisierte. Wenn man bedenkt das sich aus der Bibel keine Daten zum Geburtstermin extrahieren lassen, ist einsehbar das diese Parallelisierung von römischer Sonnenwendfeier und Jesusgeburt ein politisch – religiöser Schachzug war.“

    „Der ‚Osservatore Romano‘, das amtliche Blatt des Vatikan, sprach noch 1935 von der ‚heidnischen Mode des Weihnachtsbaumes, eines Überbleibsels alter Naturgebräuche‘, und trat für die Abschaffung des nordischen Brauches ein.“

    Es war Goethe, der den Baum mit „Wachslichtern, Zuckerwerk und Äpfel“ im „Werther“ in die deutsche Literatur brachte.

    Erst Mitte des 19. Jahrhunderts akzeptierte die katholische Kirche den Weihnachtsbaum und fügte ihn mit der Krippe zu dem christlichen Weihnachtssymbol zusammen. Zwar gibt es schon von 580 u.Z. ein kirchliches Verbot, nach dem es zu unterlassen sei, „mit dem Grün der Bäume die Häuser zu umgeben oder zu bekränzen“.

    ————————————————————————-

    Übernommen aus der Bibliothek Nemeton von Alexander A. Gronau:

    „Was Weihnachten angeht, so fällt auf, daß alle Göttergestalten und Attribute des ursprünglichen germanischen Weihnachten noch immer vorhanden sind. Da haben wir das blondgelockte Christkind als ätherisch schöne, weißgewandte Frau, welche keine andere ist als unsere große, stets in weißen Gewändern gehüllte Erd- und Himmelsgöttin Hulda/Huldr/Holda/Holle/Perchta, deren Haar als gelockt und sonnenfarben überliefert ist, da ihr Haupthaar zum Einen die langen Halme des kultivierten Getreides symbolisiert als auch anzeigt, daß aus ihrem fruchtbaren Schoß der Sonnengott geboren wird; also ist sie selbst auch Trägerin des Solaren.

    Dies Wunder spiegelt sich in jeder Frau wieder, die als weibliches Geschöpf dennoch einen Jungen zur Welt bringen kann. Was die Behauptung des Klerus bezüglich des Christkindes betrifft, so ist über dieses Lügengebilde anzumerken, daß die Bibel klar besagt, daß es keine weiblichen Engel gibt! Ihr Christkind dient einzig einmal mehr der Überformung des germanischen Weihnachtsfestes und speziell der scheinbar christentum-kompatiblen Umdeutung unserer goldgelockten und weißgewandeten Göttin.“

    —————–

    Bild Quelle: „Heiligabend von Cariton Alfred Smith (1853-1946)

    Inspiration zum Text: Bibliothek Nemeton von Alexander A. Gronau

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  • Friedrich Barbarossa I. – Teil II zum deutschen Kaiser, aus der Reihe: „Deutsche Geschichte“ nach Albert Thümmel

    Dezember 22nd, 2023

    Wir sind stehengeblieben https://undinepeter.blog/…/friedrich-i-barbarossa-1152…/ , nachdem das deutsch-römische Reich wieder einen Höhepunkt seines Glanzes und Ansehens nach außen erreicht hat. Auf dem Reichstag zu Würzburg (1157) erschienen Gesandte aus Burgund, Frankreich, Dänemark, England, Spanien und Konstantinopel.

    Der König von England übersandte kostbare Geschenke und schrieb dem Kaiser: „England und was sonst zu unserer Herrschaft gehört bieten wir Euch dar, damit alles zu eurem Wunsche eingerichtet werde. Zwischen unseren Völkern sei Einigkeit und sicherer Verkehr, doch so, dass Euch als dem Größten der Befehl verbleibe, wogegen uns der Wille zum Gehorsam nicht fehlen wird.“

    Nur in Italien wurde das Ansehen des Kaisers ganz offen missachtet.

    Zu den gewalttätigen Übergriffen Mailands gegen kaisertreue Städte kam der wachsende Widerstand des Papsttums. Sein grimmiger Gegner, der fanatische Kämpfer für die Oberherrschaft des Papsttums war der Kardinal Roland. Auf dem Reichstag zu Besacon warf er als päpstlicher Gesandter die trotzige Frage auf: „Von wem hat denn der Kaiser das Reich, wenn nicht vom Papst?“

    In seiner Empörung über solch päpstliche Anmaßung zog Graf Otto von Wittelsberg das Schwert, und er hätte zweifellos den stolzen Priester niedergestochen, wenn nicht Friedrich selbst diesen mit seinem eigen Leib geschützt hätte. Friedrich erklärte damals feierlich: „Eher werden wir die Krone niederlegen, als dass wir zugleich mit unserer Person in den Staub ziehen lassen.“ Er hatte damit Erfolg.

    In der Lombardei waren die Städte durch Handel und Gewerbefleiß zu Reichtum und hoher Blüte gelangt. Zugleich regte sich in ihnen ein mächtiger Freiheitssinn. Dieses Streben nach Unabhängigkeit war so gewaltig, dass bald die kaiserliche Oberhoheit nur noch dem Namen nach bestand. An der Spitze der Bewegung stand Mailand, das dabei seine Übermacht zur Unterdrückung schwächerer Städte missbrauchte.

    In glänzender Heerfahrt brach Friedrich im nächsten Jahr nach Italien auf. Er sprach die Reichsstadt über Mailand aus und begann es zu belagern. Nach vier Wochen zwang Hunger die Einwohner, sich zu unterwerfen und dem Kaiser zu huldigen. Doch schon im nächsten Jahr empörten sie sich aufs neue, und abermals sprach der Kaiser die Acht über die Stadt aus. Inzwischen haben sich auch das Verhältnis zum Papst immer mehr verschlechtert. Und als gar der bisherige Kardinal Roland als Alexander III. den päpstlichen Thron bestieg, sprach dieser den Bann über den Kaiser aus.

    Alexander III. sah seine weltgeschichtliche Aufgabe darin, die im letzten Jahrhundert errungen Weltstellung der römischen Kirche zu behaupten. Er hat diese Feuerprobe unter den schwierigsten Verhältnissen bestanden, durch Sorgen, Mühen und Gefahren hindurch, aber auch mit unerschütterlichem Mut und schließlich Erfolg.

    Über keinen der beiden Gegner, weder über die Lombardei noch über den Papst, vermochte Friedrich endgültig Herr zu werden. Zwar: Über Mailand verhängte er 1162 ein entsetzliches Strafgericht, und auch den Gegenpapst, den er gegen Alexander III. eingesetzt hatte, vermochte er 1167 nach Rom zu führen; aber festhalten konnte er diese Erfolge nicht. Hierzu hätte er die gesammelte Kraft Deutschlands voll einsetzen müssen. Deren größter Teil aber befand sich jetzt in den Händen des Welfenherzogs.

    Heinrich der Löwe hatte seinen nordischen Besitzungen durch glückliche Kriegszüge gegen die wendischen Stämme jenseits der Elbe, im heutigen Mecklenburg und Holstein, erweitert, und dieses Gebiete eingedeutscht und zum Christentum bekehrt. Infolge seiner stürmischen Tatkraft fürchteten ihn die Wendenhäuptlinge mehr noch als Gott selbst.

    Rücksichtlos hatte er dabei vielfach in die Rechte anderer Fürsten, besonders der benachbarten Bischöfe, eingegriffen, sodass sie sich zu einem Bund gegen ihn zusammenschlossen.

    Aber siegreich erwehrt sich Heinrich aller seiner Feinde. Zum Zeichen seines Sieges stellte er damals vor seiner Burg Dankwarderode in Braunschweig einen ehernen Löwen auf. Er lebte ganz und gar im Bannkreis seiner ebenso kraftvollen wie rücksichtslosen Machtpolitik; nationale Interessen spielten dabei für ihn keine Rolle, wenn sich auch mächtig dadurch gefördert wurden.

    Als ihn der Kaiser bei einer persönlichen Zusammenkunft im Frühjahr 1176 in Chiavenna um Heeresfolge nach Italien bat, ja anflehte, vielleicht sogar fußfällig verweigerte er sie.

    Die Freundschaft zwischen Hohenstaufen und Welfen war seit diesem Tag endgültig zerbrochen. Die Streitkräfte mit denen Friedrich nunmehr zu Felde zog, waren zu gering, um ihm das Übergewicht in der Lombardei zu verschaffen.

    So kam es zu dem Gefecht vom Legnano, in dem der Kaiser trotz größter persönlicher Tapferkeit, eine vollständige Niederlage erlitt, die von den schwersten Folgen begleitet war. Alles in Italien war verloren.

    Unter diesen Umständen sah sich der Kaiser zur Nachgiebigkeit veranlasst. Er vollzog einen ehrlichen Wechsel seiner Politik gegenüber der Kirche. Sofort knüpfet er Unterhandlungen mit Alexander an. , um durch dessen Vermittlung einen Frieden mit den Lombarden zu erlangen.

    Die denkwürdige Zusammenkunft fand 1177 in Venedig statt. Vor dem Eingang der Markuskirche erwartete Alexander im päpstlichen Schmuck den Kaiser mit seinem großen Gefolge. Friedrich fiel vor dem Papst nieder, worauf dieser ihm den Friedenskuss gab und ihn in die Kirche führte. Hier erteilte er ihm, unter dem Jubel von Lobgesängen, vor dem Altar seinen Segen.

    Der Kaiser söhnte sich nun völlig mit dem alten Gegner aus. Mit den Lombarden wurde ein Waffenstillstand geschlossen, währenddessen an einem dauerhaften Friedensvertrag gearbeitet werden sollte.

    In den Zeremonien jener Festtage lag für Friedrich im Licht des Zeitgeistes zwar keine unerträgliche persönliche Demütigung, aber sie offenbarten doch den grundsätzlichen Sieg des Papsttums.

    Politisch betrachtet ist dieser Friede von Venedig keineswegs eine Niederlage des Kaisers. Als ebenbürtige Macht stand das Kaisertum neben dem Papsttum, und Friedrich Barbarossa war unbestritten der erste Herrscher Europas.

    —————————

    Im dritten und letzten Teil zu Friedrich Barbarossa, erfahren wir, wie es mit Heinrich dem Löwen weitergeht, vom Herzogtum Sachsen, dass aufgeteilt wurde, zugunsten der benachbarten Bischöfe und von der Verbindung mit Sizilien – ein Ereignis von weltgeschichtlicher Bedeutung.

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  • Wintersonnenwende, Julfest und mit 13 Wünschen durch die Rauhnächte

    Dezember 21st, 2023

    In den letzten Wochen haben wir so viel erfahren über die Feste und Rituale unserer Vorfahren zur Wintersonnenwende. Und mit dieser beginnt nun auch die Zeit der Rauhnächte.

    Gestern, am 20.12 war es um 15.55 Uhr schon wieder dunkel. Ab heute hat das ein Ende. Es ist Wintersonnenwende, Julfest und Winteranfang. Es ist der Wendepunkt im Jahreskreis, von Dunkel auf Hell, von Finsternis auf Licht. Nicht grundlos war dies zu allen Zeiten und in allen nordischen Völkern ein wichtiges Datum. An diesem Wendepunkt, wo die Tage wieder länger werden, steckt Hoffnung. Die Natur hat längst die Knospen für das Frühjahr angelegt. Das neue Jahr kommt garantiert.

    Noch jedoch ist es die Zeit der Ruhe in der Natur und eigentlich auch in uns. Es ist die Zeit der Innenschau und Neuausrichtung.

    Unser gregorianischer Kalender kennt den 21.12. als letzten Tag des Herbstes. Hier schaltet es und am 22.12. ist Winteranfang. Auch in ganz weltlichen Dingen ist es also ein besonderes Datum.

    Wie viele es von euch verfolgt haben, haben wir diesen Tag auf unserer letzten Reise etwas vorgezogen gefeiert. Am Opfermoor brannte das Wintersonnenwendfeuer bereits am 17.12.

    Es war wunderbar zu beobachten wie viele Familien sich in diesem kleinen Dorf eingefunden haben, um das Fest zu feiern. Ich bin gewiss, nach dem 3 – 4 Mal, in dem man alle diese Feste bewusst begangen hat, bekommt man ein tieferes Verständnis für die immerwährende Bedeutung hinter dem Jahreskreis.

    Jetzt bricht auch die Zeit der Wünsche an. Die zwölf Rauhnächte symbolisieren die zwölf Monate des kommenden Jahres. Jede Rauhnacht ist einem Monat zugeordnet. Die erste Rauhnacht steht energetisch für den Januar, die zweite für den Februar usw.

    Es ist jedem selbst überlassen, wie er die Rauhnächte für sich nutzt, angefangen vom Räuchern bis hin zu Meditationen.

    Ich habe in einem Glas all meine Wünsche gesammelt. Ab heute „fische“ ich täglich einen meiner Wünsche aus dem Glas und verbrenne ihn ungelesen. Nur, der letzte, der 13. Wunsch wird nicht verbrannt. Diesen Zettel öffne ich und lese den Wunsch laut vor.

    Wer die Zettelchen nicht verbrennen möchte, kann sie auch mit Blumensamen in die Erde stecken.

    Jede Rauhnacht geht symbolisch mit einer wunderbare Energie einher. Denn aus der tiefsten Dunkelheit wird das Licht wieder geboren.

    Heil Euch! Heil den Göttern und der wiederkehrenden Sonne.

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  • Goethes Feuerspruch

    Dezember 21st, 2023

    Brenne Fackel! Leuchte Flamme!

    Geh von Hand zu Hand.

    Trag den Glauben, trag die Treue

    weiter durch das Land.

    Vater, gib dem Sohn sie weiter,

    Mutter deiner Maid!

    Dass der Glauben und die Treue

    leuchten durch die Zeit!

    So standen in grauer Vorzeit die Ahnen,

    so stand einst die Jugend auf nächtlicher Fahrt.

    So stehen wir heute ‐ ein einziges Mahnen ‐

    fest und geschlossen ums Feuer geschart.

    Wir öffnen die Herzen, wir heben die Hände,

    wir grüßen des Jahres fruchtbringende Wende,

    wir grüßen des Lichtes gesegneten Lauf:

    Sonnwendfeuer flamm auf nun, flamm auf!

    Die Flamme lodre durch den Rauch,

    Begeht den alten heiligen Brauch,

    So wird das Herz erhoben.

    Die Flamme reinigt sich von Rauch,

    So reinig unsern Glauben;

    Dein Licht, wer kann es rauben!

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  • Friedrich I. Barbarossa (1152-1190) – Begegnung über drei Kapitel zu einer Kaisergestalt im deutschen Volk

    Dezember 21st, 2023

    …, nicht nur als Sinnbild einstiger Herrlichkeit, sondern als Unterpfand einer künftigen Wiederkehr.

    Aus der Reihe: „Deutsche Geschichte“ nach Albert Thümmel.

    Mit Friedrich Barbarossa steigt der stolzeste Name deutscher Geschichte seit Otto dem Großen herauf. Ja tiefer noch als dieser hat sich Friedrich Barbarossa dem deutschen Gemüt eingeprägt. Liebevoll umspann ihn die Sage, die ihn in den Schoß des Kyffhäuserberges versetzte.

    Friedrich, Herzog von Schwaben, war bei seiner Wahl 30 Jahre alt, herrlich ausgestattet an Leib und Seele. Er war von mittlerer Größe, starkem Körperbau und majestätischem, doch freundlichem Wesen, blond mit stark krausem Haar und einem fast rötlichen Bart, nach dem ihm die Italiener den Namen „Barbarossa“ (Rotbart) gaben. Bei aller persönlichen Tapferkeit liebte er den Krieg nicht, war auch langsam im Zorn und gegen Reuige rasch versöhnt. Sein frommer Sinn, sein Sittenreinheit, seine offene und milde Art, machten ihn zur Idealgestalt des deutschen Rittertums, ja des Rittertums überhaupt. Auf dem zweiten, im ganzen so ganz unglücklichen Kreuzzug, hatte er bereits schöne Beweise seiner glänzenden Eigenschaften gegeben und schien schon deshalb der Krone würdig.

    Unter dem Jubel des Volkes wurde er zu Frankfurt am Main in voller Versammlung der Fürsten einstimmig gewählt und zu Aachen gekrönt.

    Am dringlichsten erschien ihm die Auseinandersetzung mit dem mächtigen Welfenhause. Der junge Könige beeilte sich, den inneren Frieden im Reich dadurch herzustellen, dass er seinem Vetter, dem Sachsenherzog Heinrich, auch sein väterliches Herzogtum zurückgab. Dass Friedrich diese Auseinandersetzung auf friedliche Weise erledigte, war staatsmännisch klug, aber in seinem Drang nach Italien verschloss er als König doch wohl die Augen zu sehr gegen die Gefahren, die eine allzu erhöhte Machtstellung des Welfen in Deutschland, dem Gefüge des Reiches bringen musste.

    Denn Heinrich der Löwe war eine gewaltige Persönlichkeit. Gleich seinem Jugendfreund Friedrich war er mittelgroß und ebenmäßig gebaut, doch waren Augen und Haar fast schwarz. Er besaß Riesenkräfte und eine ungeheure Energie, gepaart mit einem grenzenlosen Ehrgeiz, wodurch er sich in zunehmenden Maße die Feindschaft und den Hass der benachbarten Fürsten zuzog.

    Friedrichs nächste Sorge war es, das Recht und Ansehen des deutschen Königs in Norditalien, das als Teil des Reiches galt, wiederherzustellen. Er stand ganz und gar im Bann der Kaiseridee, sein Vorbild war Karl der Große. 20 Jahre lang, har er um den Besitz Italiens gerungen. Nicht weniger als sechs Romfahrten hat er unternommen. 1154 betrat er zum ersten Mal den italienischen Boden. In Pavla, der alten Krönungsstadt der Lombardei, setzte er sich unter dem Jubel der Bevölkerung die eiserne Lombardenkrone auf, und in Rom ließ er sich in der Peterskirche vom Papst zum Kaiser krönen.

    Kurz nach der Feier, zurückgekehrt in sein Lager, wurde er hier von erbitterten Römern überfallen. In dem blutigen Gefecht, das sich daraus entspann, zeichnete sich besonders der junge Heinrich der Löwe durch sein stürmischen Draufgehen aus. Im Gedränge des Kampfgetümmels rettet er dem Kaiser das Leben.

    Nach Deutschland zurückgekehrt, stellte Barbarossa den durch zahlreiche Fehden gestörten Landfrieden wieder her, wobei er ein Menge von Raubschlössern zerstörte. Besonders wichtig war es, dass er auf dem Reichstag zu Regensburg (1156) den Streit schlichtete zwischen Heinrich dem Löwen und dem Babenberger Heinrich Jasomirgott – um den Besitz von Bayern, das dessen Vorgängern von Konrad III. empfangen hatte. Jasomirgott verzichtete auf dieses Land. Dafür wurde sein Markgrafschaft Österreich wesentlich vergrößert und zum Herzogtum erhoben – der Beginn einer bedeutsamen Entwicklung.

    Eine weitere wichtige Entscheidung vollzog der Kaiser auf diesem Reichstag: er ernannte den Erzbischof von Köln, Reinald von Dassel, zum Kanzler. Reich begabt und von ungestümen Tatendrang beseelt, stellte dieser seine ganze Kraft in den Dienst der kaiserlichen Sache. Auch im offenen Kampf hat sich dieser Kirchenfürst – als schwergewaltiger Recke und als Feldherr – trefflich bewährt. Bis zu seinem frühen Tod (1167) hat er die Politik Barbarossas entscheidend beeinflusst, wenn auch nicht immer glücklich. Alles in allem ist er eine der hervorragendsten Gestalten der deutschen Geschichte.

    Im Jahr 1156 vermählte sich Friedrich, nach Scheidung seiner ersten, kinderlosen Ehe, mit der Erbin der Grafschaft Hochburgund, Beatrix, die nun die Stammmutter aller späteren Staufer wurde. Unter großem Festesglanz huldigten ihm in Besacon die burgundischen Großen als ihrem König. So erwarb er Burgund, wo die Reichsrechte ein volles Jahrhundert geruht hatten, gewissermaßen zum zweiten Mal für das Reich. Lockend öffnete sich ihm von dort ein neuer Weg über die Alpen nach Italien.

    So hatte das deutsch-römische Reich wieder einen Höhepunkt seines Glanzes und Ansehens nach außen erreicht. Auf dem Reichstag zu Würzburg (1157) erschienen Gesandte aus Burgund, Frankreich, Dänemark, England, Spanien und Konstantinopel.

    ————————-

    Im nächsten Kapitel zu Barbarossa lesen wir über dessen schwere Kämpfe mit dem Papsttum, über eine glänzende Heerfahrt nach Italien bis hin zum Bann über den deutschen Kaiser, ausgesprochen durch den damaligen Kardinal Roland und späteren Alexander III., der den päpstlichen Thron bestieg. Sowie über Heinrich den Löwen und seine Kriegszüge.

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  • Das Schicksal des Staates

    Dezember 13th, 2023

    „Das Schicksal des Staates“ meinte einst Alexander Vinet (1797-1847), hängt vom Zustand der Familie ab.“

    Wenn es stimmt, sieht es für diese BRD nur bedingt rosig aus. Immer weniger Ehen werden geschlossen, immer mehr geschieden.

    Immer weniger Kinder werden geboren, immer mehr wachsen bei Alleinerziehenden auf oder schauen bei fremden Menschen aus den Fenstern. Immer mehr Mütter müssen arbeiten, immer mehr Alte sterben in Heimen. Wohlstand hat sich als nicht besonders familienfreundlich erwiesen.

    Von Leo Tolstoi stammt das Zitat „Entbehrung braucht die Familie notwendiger als Überfluss. “ Darin spiegelt sich die Überzeugung, dass (ein gewisses Maß) an Entbehrung charakterformend sei.

    In dem Zusammenhang möchte ich auch an die Beschreibung Tacitus zu „Ehe und Familie“ (aus Germania) anknüpfen:

    Gleichwohl sind die Ehen dort streng, und in keinem Punkt möchten ihre Sitten mehr zu loben sein. So leben sie denn in wohlbeschirmter Keuschheit, und durch keine Lockungen von Schauspielen, keine Reizungen von Gastmählern verführt. In jedem Hause wachsen sie halbnackt und schmutzig zu dem Gliederbau, zu der Leibesgestalt empor, die wir bewundern. Jeden nährt seine eigene Mutter an ihrer Brust, Mägden und Ammen werden sie nicht überwiesen.“

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  • Das willkürliche Töten der Besatzer

    Dezember 13th, 2023

    Im Anschluss an das letzte Video „gelesen aus den Tagebüchern meiner Mutter“ , https://youtu.be/OvQl2X4FY1k?si=VO6sLk3tBeqP19Db greife ich noch einmal die Zusammenhänge zu dem darin erwähnten Kommissariat NKWD auf.

    Meine Mutter berichtet wie folgt: „Langsam kehrten auch die einheimischen Görlitzer zurück. In unserem Haus wohnten weiter Russen. Einer verlangte von uns auf eine weiße Armbinde, 4 schwarze Buchstaben zu nähen, die wir aber selbst zuschneiden sollten. (Viele Jahre später habe ich erst erfahren, dass diese Buchstaben NKWD bedeuteten). Vor lauter Angst habe ich versucht , die auf einem Papier abgebildeten Buchstaben, aufzuzeichnen, und aus dem Stoff auszuschneiden und auf die Armbinde zu nähen“.

    Wie die Grausamkeiten an unserer deutschen Bevölkerung unter dem Siegel der Verschwiegenheit geführt werden.

    Menschen, die für ihr Land Großes bewirkten und die keinerlei Verbrechen gegen die Menschlichkeit begangen haben, wurden von ihren Besatzern eiskalt hingerichtet.

    Auch dieser Beitrag behandelt lediglich einzelne Schicksale von Hundertausenden. Was unsere Vorfahren erleiden mussten, lässt sich kaum in Worte fassen. Schicksale, hervorgegangen aus einem Völkermord, deren Wahrheit darüber hinter dicken Mauern ruht. Bewacht von einem Kartell, einem getarnten Zusammenschluss von Verbrechern, deren Macht grenzenlos scheint.

    Auszug aus einem Artikel der Sächsischen Zeitung von 10. Mai 2016 (verfasst von Ronny Kabus).

    Ulrich Domke besitzt seit 1920 den Görlitzer Gasthof „Brauner Hirsch“ auf dem Untermarkt. Das prachtvolle barocke Gebäude ist für viele Görlitzer Handwerker- und Kulturvereine ein beliebter Treffpunkt. Domke engagiert sich auch als Festwirt im Rahmen der Görlitzer Festwochen. Doch dann wird er im Mai 1945 beim Gang zu einem Handwerker vom NKWD verhaftet wegen Zugehörigkeit zu einer NS-Organisation interniert.

    Am 19. Juni 1947 endet er im Speziallager Mühlberg in einem Massengrab, kurz vor seinem 61. Geburtstag. Er ist eines der frühen Opfer der Verhaftungsorgie des russischen Geheimdienstes.

    Die hohe Zahl von Verhaftungen in den ersten Monaten der Besatzung in der Sowjetischen Besatzungszone führt zur völligen Überbelegung des im Mai eingerichteten Speziallagers Bautzen mit entsprechend katastrophalen Haftbedingungen.

    Zur Entlastung des Lagers in Bautzen werden im Sommer 1945 über 3 600 Häftlinge in mehreren Transporten in Viehwaggons in das 50 Kilometer südlich von Oppeln in Oberschlesien gelegene Internierungslager Tost verlegt. Tost ist ein vom NKWD vom Mai bis Dezember 1945 für etwa 5 000 deutsche Zivilisten eingerichtetes Internierungslager. Schwere Häftlingsmisshandlungen führen in kurzer Zeit zu über 3 000 Toten. Von 24 in den Lagerlisten erfassten Görlitzern sterben innerhalb weniger Wochen 13. Es sind fast alles ältere Männer, der Älteste ist 68 Jahre alt.

    Eines von den Opfern, das nur wenige Tage im Todeslager Tost überlebt, ist der neben seinem Bruder Walter geschäftsführende Gesellschafter der Görlitzer „Richard Raupach Maschinenfabrik“ Gerhard Raupach.

    Gerhard Raupach wird Anfang Juni 1945 aus der Straßenbahn heraus von der Görlitzer Operativgruppe der Spionageabwehr „Smersch“ verhaftet und ins Speziallager Bautzen verbracht. Von dort geht er am 11. Juli auf Transport ins NKWD-Todeslager Tost, wo er bereits am 26. Juli im Massengrab endet.

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    Bei den ersten Verhaftungswellen des NKWD gerät auch der 75-jährige Görlitzer Justizrat Karl Stenschke wohl Anfang Juni 1945 in die Fänge der sowjetischen Geheimpolizei. Stenschke stammt aus Fabianowo im damals zu Preußen gehörenden Posen, arbeitet dort als Rechtsanwalt und Notar. Den Ersten Weltkrieg erlebt er als Offizier an der Ostfront. Für die Wehrmacht sollte er später als Dolmetscher tätig werden, was aber wohl nie zum Tragen kommt.

    Das NKWD stuft grundsätzlich diese Dolmetschertätigkeit als geheimdienstliche Tätigkeit ein und verfährt entsprechend. Zusammen mit dem ebenfalls verhafteten Görlitzer Amtsarzt und einem im Görlitzer Kriegsgefangenenlager VIII A tätig gewesenen Feldwebel wird er im Viehwaggon nach Tschenstochau vor ein Militärtribunal zur Aburteilung gebracht.

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    Nach Kriegsende versucht Kurt Künzel mithilfe des Restes seiner ursprünglich 400 Beschäftigte umfassenden Belegschaft, sein in Uhsmannsdorf (Rothenburg) gelegenes Tafelglashüttenwerk wieder in Betrieb zu nehmen. Das wird von der SMAD zunächst auch unterstützt, so dass Künzel seine Pläne, in Bayern seinen Betrieb neu zu gründen, aufgibt und nach Uhsmannsdorf zurückkehrt. Doch dann setzen Repressalien gegen Künzel als Fabrikbesitzer und „Unterstützer des Naziregimes“ ein.

    Mit Kurt Künzel zusammen ist in Bautzen und auch in Jamlitz der ebenfalls als „Agent der Abwehr“ seit Juni 1946 inhaftierte Diplomingenieur Erich Tzschaschel aus der bekannten Görlitzer Buchhändlerfamilie, der bis Februar 1950 in Buchenwald einsitzt.

    ——————————————-

    Weitere Informationen zum NKWD – denn sie wüteten schon weit vorher…

    Als nach Beginn des Russlandfeldzuges die deutsche Wehrmacht schnell nach Osten vorrückte, verübte der sowjetische Geheimdienst NKWD nach vorherigen Deportationen noch grausame Massenmorde an Zehntausenden vorher inhaftierter Antikommunisten und Nationalisten vom Baltikum über Weißrussland bis nach Galizien und der Ukraine.

    Ein solches Massaker des NKWD mit rund 3000 meist ukrainischen, aber auch polnischen, jüdischen und kriegsgefangenen deutschen Opfern ereignete sich Ende Juni 1941 in den Gefängnissen der Stadt Lemberg, bevor die ersten deutschen Truppen dort am Morgen des 30. Juni 1941 einrückten. Beim Abzug der sowjetischen Einheiten und des NKWD am 28. Juni hatte es einen Aufstand der einheimischen Ukrainer und ein Pogrom an den für die sowjetischen Grausamkeiten verantwortlich gemachten Juden gegeben.

    Die kommunistische Propaganda behauptete während des Krieges und in der Nachkriegszeit, die deutsche Wehrmacht sei für diese Massaker verantwortlich gewesen. Im Frühjahr 1959 unterstützte die linke westdeutsche Presse eine von Ostberlin gesteuerte Kampagne, die insbesondere das in der deutschen Wehrmacht dienende ukrainische Freiwilligen-Bataillon >Nachtigall< und den seit 1940 zu dessen Offizierskorps gehörenden damaligen Oberleutnant der Reserve Prof. Dr. Theodor OBERLÄNDER für die Verbrechen verantwortlich machte.

    Die Wehrmacht hatte die Massaker nicht nur nicht veranlasst, sondern ihnen sogar nach den Feststellungen der Staatsanwaltschaft ein Ende gesetzt. (Dazu an anderer Stelle mehr).

    ———————————

    Weitere Informationen und Quellangaben:

    NKWD = Abkürzung für das Volkskommissariat für Innere Angelegenheiten (Narodny Kommissariat Wnutrennich Del) der Sowjetunion; ab 1946 Innenministerium; bis 1954 allein zuständig für die staatliche Sicherheit der Sowjetunion. Die Erinnerung an das NKWD ist mit seinem Terrorapparat verbunden, dem Millionen zum Opfer fielen.

    ZIESEL aaO. (Anm. 3), S. 98. Vgl. dazu auch die neuere Untersuchung von Bogdan MUSIAL, konterrevolutionäre Elemente sind zu erschießen. Die Brutalisierung des deutsch-sowjetischen Krieges im Sommer 1941, Propyläen, Berlin

    Vgl. z.B. Walter POST, Die verleumdete Armee, Pour le Mérite, Selent 1999, S. 86-107; Andreas NAUMANN, Freispruch fur die Deutsche Wehrmacht, Grabert, Tübingen 2005, S. 398- 404

    https://www.saechsische.de/…/wie-goerlitzer-unternehmer&#8230;

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  • Die Staufischen Kaiser

    Dezember 12th, 2023

    Wir schlagen ein neues Kapitel auf, aus der Reihe: „Deutsche Geschichte“ nach Albert Thümmel

    … und bewegen uns nun in der Zeit zwischen 1138-1254, beschäftigen uns mit den Kreuzzügen dieser Zeit (es gab weitaus mehr als die bekannten Sieben), sowie mit dem Rittertum, und gehen weiter bis hin zum Entscheidungskampf zwischen Kaisertum und Papsttum (1239-1250).

    Eine bewegende Zeit. Zumal unter dem schwäbischen Haus der Staufer das mittelalterliche Kaisertum seinen höchsten Glanz erreichte. Die Italienpolitik aber führte zum Endkampf mit den Päpsten; der Egoismus der deutschen Fürsten trug entscheidend zu deren Sieg und zur Entmachtung der Kaiser bei.

    Den Auftakt im Stauferreich macht Konrad III. (1138 bis 1152).

    Nach Lothars Tod rechnete sein Schwiegersohn Heinrich der Stolze mit Sicherheit auf die Nachfolge. Aber die Fürsten und die Kirche wollten keinen König, der durch seinen Hausbesitz so mächtig war. Wie leicht konnte er die Ansprüche der großen Sachsen und Salier auf die unbedingte Oberhoheit des Kaisers über das Reich und über Rom erneuern und durchsetzen! Gerade darum wurde nicht er, sondern der Herzog von Franken, der Hohenstaufe Konrad, gewählt. So ward der Zwiespalt zwischen Welfen und Hohenstaufen verschärft.

    Konrad III. stand im besten Mannesalter. Ein Zeitgenosse berichtet, er sei schön wie Paris gewesen, tapfer wie Hektor und weise wie Seneca. Er war in der Tat ein tapferer Kriegsmann, dabei liebenswürdig, fromm, frisch und naturliebend, freilich ohne feste Überzeugung und daher schwankend, sodass selbst sein nächsten Vertrauten zuweilen über seine Unzuverlässigkeit klagten.

    Von Neuem begann nun der Kampf zwischen Welfen und Hohenstaufen. Zwar starb Heinrich der Stolze bereits 1139, doch hinterließ er einen zehnjährigen Sohn Heinrich, der später den Namen „der Löwe“ führte. In diesem Bürgerkrieg, in dem zum ersten Mal der Parteiruf: „Hie Welf, hie Waiblingen!“ gehört worden sein soll, fällt die Belagerung von Weinsberg., die von der Sage liebevoll ausgeschmückt worden ist.

    (Am Ende der Belagerung bewilligte der Kaiser den Frauen die Gnade, das sie mit dem, was sie tragen könnten, abziehen dürften. Als sich dann die Tore öffneten, trugen die Frauen ihre Männer auf den Schultern. Der Kaiser war nicht wenig erstaunt, aber er hielt sein Wort.)

    Die Regierung Konrads III. blieb ohne jeden Aufbau. Die Verhältnisse waren stärker als sein guter Wille. Sein Königtum vermochte sich nicht durchzusetzen gegen die Teilgewalten. Jeder Erfolg erstickte im Keim. Bei dieser Lähmung der Königsgewalt tobten allenthalben die Fehden im Reich, ein furchtbarer Zustand der Rechtlosigkeit trat ein. Am Ende stand Konrad fast genau da, wo er begonnen hatte. Aber eine Flut von Unheil war über das Reich dahingebraust, das königliche Ansehen tief gesunken.

    So endeten im Jahr 1152 ein verfehltes Leben und eine verfehlte Politik. Sterbend aber vollzog Konrad III. seine rühmlichste Tat, indem er den eigenen Sohn von der Thronfolge ausschloss und seinen Neffen Friedrich, Herzog von Schwaben, als Nachfolger empfahl.

    In den nächsten Tagen und auch Wochen tauchen wir dann also in die Zeit unter Friedrich I. Barbarossa (1152-1190) ein. Mit ihm steigt der stolzeste Name deutscher Geschichte seit Otto dem Großen herauf.

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  • Der Weihnachtsbaum ist eine Erfindung …,ja, von wem denn nur?

    Dezember 11th, 2023

    Seit nunmehr zwei Tagen „schwirrt“ dieser Post „NDR enthüllt: „Der Weihnachtsbaum ist eine Erfindung des Islam“ auf den Social-Media-Kanälen rauf und runter. Ist dieser „Aufreißer“ eine Falschmeldung, hat sich da womöglich jemand einen Spaß erlaubt, oder macht man sich einfach nur lustig, angesichts der politischen Ereignisse und der damit verbundenen Meldungen?

    Andererseits wäre es doch tatsächlich denkbar, dass es dieser Sender aus dem öffentlich-rechtlich Spektrum wirklich ernst mit seiner Aussage meint, allein schon aus dem Grund, um die bereits verwirrten Menschen in ihrer Verwirrung zu halten. Also ganz so abwegig ist es eben nicht. Denn schließlich erklärt man den Zuschauern ja auch, dass der Schnee nicht mehr bitterkalt, sondern seit Menschengedenken der wärmste sei.

    Mal abgesehen von der erst gestern herausgegebenen dringenden Warnung des Bundesamtes, keinen frischen Schnee zu essen, weil Schnee nun mal kein gewöhnliches Nahrungsmittel sei. Aha…

    Ups. Jetzt schweife ich aber ab. Also wieder zurück zum „Weihnachtsbaum“. Zu dem gibt es ja auch die tollsten Geschichten, nur eben leider nicht die ursprüngliche.

    Räumen wir dann mal mit allen Unstimmigkeiten auf: Falschmeldung hin, oder her, wer sich ernsthaft mit den Ursprüngen unserer Bräuche und Traditionen auseinandersetzt, wird schnell in der Lage sein, und das „Geheimnis“ um den Baum lüften. Dazu gehört allerdings auch ein bisschen Recherche in unseren alten Büchern.

    In den modernen Bücherregalen halten längst die verfälschten Weisen zu den Bräuchen unseren Vorfahren Einzug. Das ist schade. Und dennoch, hege ich da dieses Gefühl, dass auch die bisher eher uninteressierten Menschen sich gern daran zurückerinnern möchten, wie es wirklich einmal war. Den Fotokommentaren entnehmt ihr schon mal eine Kostprobe, durch Meyers Konversation Lexikon aus dem Jahr 1896.

    Und ich füge noch ein bisschen was hinzu:

    Die Kelten und die Germanen waren der festen Meinung, das wenn der Winter sein Feld räumt und der Frühling kommt und kein Grün findet, er wieder dem Winter weichen muss, so entstand der Julbaum, jeder hatte etwas Grünes im Haus und konnte dafür sorgen das der Frühling auch kam. Da die Behausungen früher kleiner waren wir unsere, wurde jeder Vorrat aus Platzgründen an die Decke gehängt, so wurde auch der Julbaum oft unter der Decke angebracht.

    Auf den friesischen Inseln waren und sind Bäume eher rar, also erschuf man aus angespültem Treibholz den Julbaum. Geschmückt wurde er mit Immergrün und Salzgebäck – man konnte ihn jedes Jahr aufs Neue verwenden. In der Region kennt man den Julbaum auch unter dem Namen „Kenkenbuum“ oder „Jöölboom“, um es in Sylter Friesisch zu sagen

    ——-

    Nun ja, wer hätte es gedacht? Auch hier gilt, was unsere Feste und Bräuche betrifft: „Alles heidnisch oder was?“ Überraschend ist es nicht, und so reiht sich in der Folge auch der Julbaum ein.

    Während die Christenheit auf ihren Heiland wartet und den Frieden für die Welt beschwört, erwartet der Heide nicht etwas Greifbares, sondern schafft sich seine Welt und findet den Frieden im Inneren, im Zusammensein mit Seinesgleichen und im Bewusstsein seiner Herkunft und Kultur.

    Der Julbaum ist groß, die Zweige sind leer,

    wie wolln wir ihn schmücken, was geben wir her?

    Den Apfel für Idunn, den Hammer für Thor,

    Das Goldhaar für Sif, und die Hand ist für Tyr.

    Der Julbaum ist groß, die Zweige sind leer,

    wie wolln wir ihn schmücken, was geben wir her?

    Das Herz ist für Freya, der Zapfen für Frey,

    Die Muschel für Njörd und die Perle dabei.

    Der Julbaum ist groß, die Zweige sind leer,

    wie wolln wir ihn schmücken, was geben wir her?

    Das Auge für Odin, die Schlüssel für Frigg,

    Den Hasen Ostara, so wie es sich schickt.

    Der Julbaum ist groß und ist nun nicht mehr leer,

    von unserem Schmuck sind sie prächtig und schwer.

    Der Julbaum ist groß und die Zweige sind voll,

    Die Götter vereinigt, so wie es sein soll.

    (Michael Schütz)

    Heil Euch! Heil den Göttern und der wiederkehrenden Sonne.

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  • Wir sind auf dem Rückzug!

    Dezember 9th, 2023

    Von wegen Weihnachtsstress. Wir machen einfach mal nüscht. Gut, ein paar Plätzchen backen, und hier und da noch ein bisschen schmücken. Heute schreiben wir den 9.12. und „eilen“ durch die dunkelste Jahreszeit.

    Übrigens: In einer uralten Überlieferung und Weisheit heißt es, dass am 8. Dezember die Erde einen Impuls der Sonne empfängt, um ihr nach 13 Tagen ein neues Leben zu schenken. Die Zeit vor der Wintersonnenwende wurde dazu genutzt, um für das das noch verbleibende Jahr, alle landwirtschaftlichen Geräte wegzuräumen und wegzusperren und das Arbeiten einzustellen. Man beschränkt sich auf das Nötigste und verräumt alles in den Schuppen.

    Viele Tiere gehen in den Winterschlaf/Winterruhe und auch die Pflanzen haben endgültig ihre Säfte unter die Erde verlegt. Alles an Werkzeugen wurde nach der Ernte sorgfältig überprüft, sortiert, repariert oder geschärft um für das nächste Jahr einsatzbereit zu sein. Jetzt ist die Zeit um aufzuräumen.

    Von der Sehnsucht nach Ruhe, von Sperr- und Rauhnächten

    Am 8. Dezember beginnen die 13 sogenannten Sperrnächte, die das ausklingende Jahr „verschließen“. Sie heißen auch Dunkelnächte, da es die allerdunkelste Zeit des Jahres ist, bevor mit der Wintersonnwende das Licht wieder stärker wird.

    Also machen wir es wie die Natur, treten den Rückzug an, und das aus tiefstem Herzen heraus. Ich war noch nie ein Freund von diesem hysterisch herbeigeführten Einkaufsrausch. Dabei ist es doch um so viel schöner, sich diesen Sperrnächten – sie beginnen mit dem 8. Dezember und enden am kürzesten Tag und der längsten Nacht, dem 21. Dezember – einfach hinzugeben, um die Ruhe zu bewahren.

    Bei den sogenannten Sperrnächten handelt es sich dann um die 13 Tage, die auch den alten germanischen Jahreskreis mit 13 Mondzyklen symbolisieren. Zwischen dem 21. und 24 Dezember herrscht völlige Dunkelheit, bis am 25. Dezember das erste Mal die Sonne wieder für etwa 1,5 Minuten länger am Himmel steht.

    Die erste Rauhnacht beginnt dann in der Nacht vom 24. auf den 25. Dezember, und die letzte Rauhnacht findet in der Nacht vom 5. auf den 6. Januar statt. Es gibt aber auch die Tradition der ersten Rauhnacht, beginnend mit dem Datum des 21.12. zur Wintersonnenwende.

    Und wie verbringen wir das „Faulsein“? Ganz einfach: Wir zünden die Kerzen an, und bringen Licht ins Dunkel!

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