Aus der Reihe „Deutsche Geschichte“ nach Albert Thümmel.
Für den unmündigen Heinrich führte zunächst seine Mutter die Regierung. Der stolze und herrschsüchtige Erzbischof Anno von Köln strebte danach, den jungen König und damit die Regierung in seine Gewalt zu bringen. Er lockte den Zwölfjährigen auf eines seiner Rheinschiffe und ließ es rasch von Ufer abstoßen. In seiner Verzweiflung warf sich der junge Heinrich in die Fluten. Nur mit knapper Not wurde er gerettet und aufs Schiff zurückgebracht, wo ihn der Erzbischof allmählich beruhigte.
Unter Heinrich IV. ging die verhängnisvolle Saat auf, die sein Vater Heinrich III. – ohne es zu wissen – gesät hatte. Heinrich IV. war eine hochgewachsene, ritterliche Erscheinung, ein Mann von ungewöhnlicher Begabung und natürlicher Scharfblick. Unter widerstreitenden Einflüssen, ein Mann von ungewöhnlicher Begabung und natürlichem Scharfblick.
Unter widerstreitenden Einflüssen geistlicher Fürsten war er aufgewachsen; das Ergebnis dieser Erziehung war ein hochgespannter Herrscherstolz, verbunden mit einem Gefühl für die Würde des Reiches.
Sein ganzes Leben wurde ein dauernder Kampf um die Erhaltung der ererbten Königs- und Kaisermacht, gegen die Unbotmäßigkeit der Fürsten und die Herrschaftsbestrebungen des Papsttums.
Seine Erzieher hatten in dem jungen Heinrich im besonderen einen lebhaften Hass gegen die Sachsen großgezogen. Überall im sächsischen Land legte er Burgen an, wobei die Einwohner harte Frondienste leisten mussten.
Schließlich empörten sich die Sachsen, und Heinrich entging durch die Flucht aus seiner Lieblingsburg Harzburg nur knapp der Gefangenschaft.
Unter wechselvollen Kämpfen, bei denen ihm vor allem die Städte , voran Worms, treue Hilfe leisteten, besiegte er endlich im Jahr 1075 die Sachsen. Doch hielten auch diese jetzt nicht Ruhe. Sie wandten sich mit ihren Klagen an den Papst, der dadurch die willkommene Gelegenheit erhielt, sich in die deutschen Angelegenheiten einzumischen.
Advent, Advent, ein Lichtlein brennt. Beim Julkranz werden wir schon bald alle Kerzen anzünden, um Licht in die dunkelste Jahreszeit zu bringen.
Bevor wir aber das erste Licht anzünden, und mehr über den ursprünglichen Brauch erfahren, unternehmen wir noch einen kurzen Schwenker zum aktuellen Geschehen.
Anlass zu diesem Beitrag, gab mir gestern der Blick auf all die Häuser, versehen mit den unterschiedlichsten Lichterketten in allen möglichen Farben. Ganze Straßenzüge sind wieder hell erleuchtet. Unter all dem „Glanz“ dieser leuchtenden Gebilde, tun mir manchmal sogar die Augen weh.
Lichterketten halten wieder Einzug, schmücken Einfahrten, Torbögen und die Vorgärten. Ob nun bunt, weiß oder dezent, ich persönlich, mag diese Flut der LED-Lichter so überhaupt nicht.
Warmweiß, kaltweiß oder Tageslichtweiß? Besser trifft es kühl, distanziert und wenig lebensfroh.
Doch die Menschen scheinen voller Vorfreude, auch, oder vielleicht gerade mit dem Wissen, dass mit Beginn des Jahres 2024 der Gelbeutel wieder einmal mehr schrumpft. Denn das Konstrukt greift noch tiefer hinein. Ich denke, ganz tief in ihrem Unterbewusstsein, spüren die Menschen, dass das Jahr 2024 alles bisher Erlebte noch in den „Schatten“ stellen wird. Und deshalb leuchtet es „künstlich“- üppig an allen Ecken und Enden.
Es scheint, als „(über) leuchten“ die Menschen noch im Jahr 2023 all das Kommende. Also das ist jetzt nur so eine Vermutung, aber ich glaube, so falsch liege ich damit nicht.
Dazu fällt mir noch etwas ein, wenn wir schon mal beim Licht sind:
Vermisst eigentlich noch jemand die gute alte Glühbirne?
In unserem Haus verwenden wir ausschließlich Glühbirnen (vereinzelt auch Halogenlampen). Ich mag das warme Licht der guten alten Glühbirne. Zudem zaubert die Reflexion (Lichtabgabe) herrliche (Schatten) Gebilde an Decken und Wände. Probiert es ruhig mal aus. Der Unterschied ist beachtlich.
Es werde Licht!
Die Tage sind kurz und dunkel, die Nächte lang und kalt und wir fühlen uns wie unter eine dicken Wolldecke gehüllt. Es ist der Zyklus der Natur und wenn der Kreislauf des Jahres von vorne beginnt, triumphiert das Licht über die Dunkelheit.
Übrigens: Vom Julfest am 21. Dezember, rechnete man 4 Wochen zurück und zündete an diesem Tag (in unserer Zeitrechnung der 30. November), alle 4 Kerzen am Kranz an.
Es ist die Zeit des Lichts und der Wärme. Die Wintersonnenwende steht an. Und symbolisch für die immer mehr einkehrende Dunkelheit löschte man eine Kerze.
(Zum Julfest, am 21. Dezember, gibt es noch einen extra Beitrag.)
Ich freue mich auf das Flackern des Kerzenlichts, auf das warme Licht in unserem Haus und schöpfe Kraft aus den Rauhnächten. Das neue Jahr liegt als Winzling in unserem Schoß und wird dieser Tage behütet und genährt, auf, dass es stark und leuchtend neu aufsteigen kann.
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Gewusst?
Die klassische, von der EU verteufelte Glühbirne, imitiert von allen Leuchtmitteln für den häuslichen Gebrauch das gesündeste Licht.
Je ähnlicher das künstliche Licht dem Sonnenlicht ist, desto besser. Vor allem abends ist eine Lichtquelle, mit einem möglichst natürlichen Rotanteil im Spektrum (Glühbirne oder auch Kerzenlicht) anderen Quellen mit starkem Blauanteil (Computermonitor und TV) vorzuziehen
Sind LEDs schadstoffhaltig?
Kalifornische Forscher haben im Jahr 2011 jede Menge Blei, insbesondere in den roten Lämpchen gefunden (sie enthielten achtmal mehr Blei als das Gesetz in Kalifornien erlaubt). Weiße Lämpchen waren weniger mit Blei belastet. Stattdessen jedoch fanden die Forscher viel Nickel. Auch Arsen konnten sie im Lampenbruch nachweisen.
Die Nutzung von LEDs bewirkt zudem, dass in Städten noch weniger Sterne sichtbar sind, und dass sich die Bewegung von Motten und anderen Insekten, die sich Lichtquellen nähern oder sie vermeiden, weiter verändert.
Fachleute empfehlen, beim Entsorgen von zerbrochenen LED-lampen Handschuhe (ggf. auch eine Atemmaske) zu tragen. Das verhindert, dass z.B. Schwermetalle über die Haut oder die Atemwege in den Körper gelangen.
Außerdem sollten LED-Lämpchen nie in Kinderhände gelangen. Blei schmeckt süß. Kleine Kinder könnten daher die bunten Lichterketten-LEDs leicht mit Bonbons verwechseln.
Noch eine kurze Auslese zum „Licht“.
Wusstet ihr, dass das Konzepts des Lichts ein grundlegender Aspekt der menschlichen Erfahrung ist, und sowohl die Sprache als auch die Kultur in verschiedenen Zivilisationen beeinflusste?
Licht, insbesondere Sonnenlicht, ist ein allgemeines Symbol des Bewusstseins. Mondlicht könnte vielmehr das Unbewusste darstellen, das Intuitive das Weibliche. Der Mond ist tatsächlich zum Mittelpunkt für die Barden der Macht und die Dichter geworden, um die Schönheit des schönen Geschlechts nachzuahmen.
Ðu eart dohtor min, minra eagna leoht [Juliana].Ausdrücke wie „ jedes Licht gemäß “ „nach bestem Wissen und Gewissen“ haben eine ältere Bedeutung, die aus den 1520er Jahren stammt. Im übertragenen Sinne im Licht (jemandes) zu stehen, stammt aus dem späten 14. Jahrhundert. „ Das Licht auf die Welt kommen sehen“ stammt aus den 1680er Jahren; später als „zur vollen Erkenntnis kommen“ (1812). Die Lichtshow bei einem Rockkonzert stammt aus dem Jahr 1966. „Plötzlich oder völlig bewusstlos wie ein Licht sein “ stammt aus dem Jahr 1934.
In der Physik bezieht sich der Begriff „Licht“ manchmal auf elektromagnetische Strahlung jeder Wellenlänge, ob sichtbar oder nicht. In diesem Sinne sind auch Gammastrahlen, Röntgenstrahlen, Mikrowellen und Radiowellen Licht. Wie alle Arten elektromagnetischer Strahlung breiten sich sichtbares Licht als Wellen aus.
Interessant: Es ist also eine Form der elektromagnetischen Strahlung. Im engeren Sinne sind nur die für das menschliche Auge sichtbaren Anteile des elektromagnetischen Spektrums gemeint.
Herkunft des Wortes
Der Begriff „LICHT“ ist eine Ableitung aus dem Mittelenglischen light, liht, leoht, aus dem Altenglischen lēoht, līht (Substantiv und Adjektiv), līhtan (Verb), germanischen Ursprungs, aus dem Westgermanischen *leuht, aus dem Ur-Germanischen *leuhtą, aus dem Indoeuropäischen *lewktom, von der Wurzel *lewk- („Licht“). Verwandt mit dem Schottischen Licht („Licht“), dem Westfriesischen Licht („Licht“), dem Niederländischen Licht („Licht“), dem Niederdeutschen Licht („Licht“), dem Deutschen Licht („Licht“).
Auch verwandt mit Schwedisch ljus („Licht“), Isländisch ljós („Licht“), Lateinisch lūx („Licht“), Russisch луч (luč, „Lichtstrahl“), Armenisch Ԭււֵֽ (luys, „Licht“), Altgriechisch λευκός ( leukós, „weiß“) und Persisch رُخش (roxš).
—Teil II zu „Charaktere aus dem Reich der „Roten Teufel“ —
Totalitäres und freiheitsfeindliches Denken gehört untrennbar zum Marxismus. Das belegen zentrale Kategorien aus Marx‘ Schriften.
Diese Weltanschauung führte unausweichlich zu Unterdrückung und Unrecht, wie uns die Geschichte der gescheiterten „Reformer“ lehrt, eine Geschichte, die letztendlich über den Roten Putsch hinaus von Hunger, Tod, Hass und Verzweiflung geprägt war. Und wie wir ja schon im Lenin-Artikel feststellen durften, mit gewissen Personen der Gegenwart immer noch ihre Präsenz aufrechterhalten kann.
Von Anfang an gehörte Gewalt gegen Andersdenkende und deren bewusste Unterdrückung zum Marxismus. Der Philosoph Marx kaschierte eine brutale Fantasie.
„Und dennoch schwafeln Angehörige des linksliberalen Dogmas etwas von einem sehr rechtschaffenen, klugen, und mitfühlenden Denker, der nur von seinen Schülern verunstaltet und missverstanden wurde, was dann mit unangenehmen Begleiterscheinungen einherging. … Das ist insofern richtig, als dass Marx wirklich ausgebuffter war als seine geisteskranken, massenmörderischen Nachfolger.
Er wies eben nur darauf hin, dass für den proletarischen Sieg auch Morde notwendig sein werden.
Weiter schreibt Marx in der Kritik des Gothaer Programms: „Dem entspricht eine Übergangszeit, in der die Form des Staates nichts Anderes sein kann, als eine revolutionäre Diktatur des Proletariats‘,
Ist dieser Nebensatz nicht wirklich dezenter als die blutrünstige Rhetorik und die Taten von Lenin, Stalin, Mao oder Pol Pot?“
Die Faszination für den angeblich so humanen Philosophen Karl Marx lässt sich nicht nachvollziehen.
Verkehrte Welt
Die politische Linke findet aber nicht etwa in Karl Marx ein Denkmalopfer, sondern in Otto von Bismarck. Und so geraten die Bismarcktürme ins Visier der Bilderstürmer. Und es kommt noch „besser“. Im Jahr seit 2022 setzt die rote Bande sowohl Karl Marx als auch Lenin ein Denkmal in Gelsenkirchen. Das ist absurd, angesichts des Wissens über diese beiden Schwerbrecher, und doch hat es sich so zugetragen. Sie setzten ein Denkmal für Personen, die für den Tod von Millionen Menschen verantwortlich sind.
Resultierend aus den „fortschrittlichen“ Ideen des Marxismus keimte das mörderische Herrschaftsmodell des Bolschewismus, das Abermillionen Menschen das Leben und die Chance auf eine selbstbestimmte Existenz geraubt hat.
Marx’ Verherrlichung der Gewalt wird auch deutlich in den Verwendungen des Begriffs „Diktatur des Proletariats“ in den 1870er- und nach seinem Tod durch Friedrich Engels in den 1890er-Jahren: Beide bezogen sich nun durchweg positiv auf die zweimonatige Wahnsinnsherrschaft der Pariser Kommune, die in der versuchten Vernichtung der französischen Hauptstadt durch die sozialistischen Aufständischen im „Blutmai“ 1871 gipfelte.
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Wer war Karl Marx?
5. Mai 1818: Karl Marx wird als drittes von neun Kindern des Rechtsanwalts Heinrich Marx (bis 1808: Hirsch Mordechai) und dessen Frau Henriette (geb. Pressburg) in Trier geboren. Sowohl väterlicher wie auch mütterlicherseits stammt die Familie Marx von Rabbinerfamilien ab. Kurz vor Karls Geburt war sein Vater zum Protestantismus übergetreten, um seinen Beruf als Rechtsanwalt weiter ausüben zu können.
1824
Marx wird zusammen mit seinen Geschwistern getauft.
1830-1835
Besuch des Friedrich-Wilhelm-Gymnasiums in Trier.
1835
Studium der Rechtswissenschaften in Bonn.
1836
Heimliche Verlobung mit Jenny von Westphalen (1814-1881), die er von Kindesbeinen an kennt, da ihre Väter eng befreundet sind.
1836-1841
Studium der Rechtswissenschaften und Philosophie in Berlin. Dort nähert er sich dem Kreis der „Junghegelianer“ an.
Kinder von Karl Marx
Henry Frederick Demuth, am 23. Juni 1851 in der Dean Street 28 im Londoner Stadtteil Soho geboren, war ein unehelicher Sohn von Karl Marx – gezeugt mit der Haushälterin der Familie, Helene Demuth, genannt Lenchen.
Der Junge, Freddy genannt, wuchs in einer Pflegefamilie auf, Engels zahlte für seinen Unterhalt. Das unstete, ungesunde Leben setzte der Familie Marx in London schwer zu. Jenny starb 1881 an Krebs, Tochter Jenny 1883 ebenso. Dass die beiden anderen Töchter Selbstmord begingen, hat der Vater nicht mehr erlebt.
Seit der gescheiterten Revolution von 1848 hat der Philosoph mit seiner Familie im englischen Exil gelebt – geplagt von Geldnot und Krankheit. Vier seiner sechs Kinder starben vor ihm.
Sein Leben endet nicht im Triumph: Nur elf Getreue geben dem am 14. März 1883 verstorbenen Karl Marx auf dem Londoner Friedhof Highgate das letzte Geleit.
Der letzte Gruß an Marx war also dürftig, doch das, was er der Nachwelt eingeschenkt hat, blieb nicht ohne Folgen und zeugt bis heute von seiner unsäglichen Handschrift.
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Briefe geben Aufschluss über einen widerlichen Charakter
Vater an Sohn, Heinrich Marx an Karl Marx am 18.11.1835:
„Lieber Karl!
Über drei Wochen sind verflossen, dass Du weg bist, und keine Spur
von Dir! Du kennst Deine Mutter und ihre Ängstlichkeit, und dennoch
diese grenzenlose Nachlässigkeit! Das bestätigt mir leider nur zu sehr
die Meinung, welche ich trotz Deiner mancher guten Eigenschaft hege,
dass der Egoismus in Deinem Herzen vorherrschend ist.”
Zwei Jahre später, am 9.12.1837:
„Als wären wir Goldmännchen, verfügt der Herr Sohn in einem Jahre
für beinahe 700 Taler gegen alle Abrede, gegen alle Gebräuche, während
die Reichsten keine 500 ausgeben.” Ich leugne nicht, dass ich mir zuweilen Vorwürfe mache, allzu
schwach Dir den Zügel gelassen zu haben. So sind wir jetzt im vierten
Monat des Justizjahres, und schon hast Du 280 Taler gezogen. So viel
hab’ ich diesen Winter noch nicht verdient… Ich bin erschöpft, lieber
Karl, und muss schließen.”
Kurz darauf starb der Vater.
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Marx selbst hielt dann auch nichts von eigener Arbeit und betrachtete
das Erbe als „sein Vermögen”, und schrieb einem Bekannten 1843:
„Ich bin, wie ich Ihnen schon einmal geschrieben habe, mit meiner
Familie zerfallen und habe, solang meine Mutter lebt, kein Recht auf
mein Vermögen.”
Und weil er dann auf Engels Kosten weiterlebte, 1848 an Engels:
„Dein Alter ist ein Schweinehund, dem wir einen hundsgroben Brief
schreiben werden.”
und
„Ich habe einen sicheren Plan entworfen, Deinem Alten Geld
auszupressen, da wir jetzt keines haben.”
Engels 1851 an Marx:
„Da mir meine Intrige mit meinem Alten vollständig gelungen ist,
wenigstens bis jetzt, so kann ich mich hier definitiv häuslich
niederlassen. Die Entwicklung der Geschichte mit meinem Alten und die
neue Intrige, die ich anspinnen musste, einerseits um meine
Unentbehrlichkeit hier zu verlängern, und zweitens, um mich vor zu
großer Überbeschäftigung in dem Handelshaus zu schützen, erzähl ich Dir
mündlich. In 6 Wochen ist ohnehin Ostern, und die Sache ist umständlich.
So viel ist gewiss, dass mein Alter mir das alles in bar bezahlen soll,
besonders wenn er erst hier gewesen ist und ich ihn noch mehr
hineingeritten habe.”
Darauf Marx 1852 an Engels:
„Die einzige gute Nachricht, die wir von meiner Schwägerin erhalten
haben, ist die Nachricht von der Krankheit des unverwüstlichen Onkels
meiner Frau. Stirbt der Hund jetzt, so bin ich aus der Patsche heraus.”
Engels wünscht ihm alles Gute:
„Zu der Nachricht von der Krankheit des alten Braunschweiger
Erbschaftsverhinderer gratulie re ich und hoffe, dass die Katastrophe
endlich eintreten wird.”
Starb dann auch gleich und Marx schreibt jubelnd, wieviel Kohle sie da
jetzt bekommen. Hurra. „A very happy event”. Hielt aber auch nicht lang.
Marx an Engels 1861:
„Meinem Onkel habe ich zunächst 160 Pfund abgepresst, so dass wir
den größten Teil unsrer Schulden abzahlen konnten. Meine Mutter, bei der
von barem Geld nicht die Rede ist, die aber rasch ihrer Auflösung
entgegengeht, hat einige frühere Schuldscheine, die ich ihr ausgestellt
habe, vernichtet.”
Auch nicht lange. Engels an Marx 1862:
„Falls wir nicht die Kunst erfinden, Gold zu scheißen, wird
schwerlich etwas anderes übrigbleiben, als dass Du auf die eine oder
andre Weise etwas aus Deinen Verwandten herausschlägst.”
Dem nicht genug: Karl Marx war einer der übelsten Rassisten.
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Und so begab es sich, dass die faulen Erpresser und Charaktermüllhaufen
Karl Marx und Friedrich Engels zu den Schutzheiligen und Idolen derer
wurden, die eigene Arbeit ablehnen und von der Erpressung ihrer Umwelt
leben, weil sie aus ihrer Masche, ohne zu arbeiten durch Intrigen vom
Geld und der Arbeit anderer Leute zu machen, eine ganze Theorie und
Ideologie machten.
Dem nicht genug: Karl Marx war einer der übelsten Rassisten.
An dieser Stelle nur einen Auszug aus einem Beitrag von Wolfram Weimer aus dem Jahr 2020 bei NTV.
„Aus den Briefen und Artikeln von Karl Marx geht ein erschütternd minderheitenverachtendes Weltbild hervor. An seinen politischen Freund Arnold Ruge schrieb Marx, wie „widerlich“ ihm „der israelitische Glaube“ sei. Sein Text „Zur Judenfrage“ (1843) legt den geistigen Grundstein für blanken antisemitischen Hass: „Welches ist der weltliche Grund des Judentums? Das praktische Bedürfnis, der Eigennutz. Welches ist der weltliche Kultus der Juden? Der Schacher. Welches ist sein weltlicher Gott? Das Geld.“ Das Judentum sei „ein allgemeines gegenwärtiges antisociales Element.“
Weiter geht’s mit den Fränkischen (Salischen) Kaisern
Heinrich, der mit 22 Jahren zur Regierung kam, war zwar äußerlich ganz das Ebenbild seines Vaters, aber eine völlig andere Natur. In Gegensatz zu der gesunden, kräftigen, lebenssprühenden Laiennatur des Vaters war er ein durch und durch kirchlich gesinnter Mann.
Nie setzte er die Krone auf das Haupt, ohne vorher Buße getan zu haben. er fühlte sich von Gott berufen, die christliche Kirche, die damals in Verfall geraten war, zu erheben und zu bessern, die Wildheit und Rohheit der Zeit durch strenge Zucht im Zaum zu halten. Er war dabei ganz erfüllt, von dem ernsten, strengen Geist des burgundischen Klosters Cluny und des Ordens, der von dort ausgegangen war. Dieser Cluniazenserorden stellte zunächst eine strenge Klosterzucht her.
Dann aber war er bestrebt, die Kirche ganz allgemein von den eingerissenen Missbräuchen zu reinigen und sie von staatlicher Gewalt unabhängig zu machen. Die Folge dieser Reformen, die Heinrich begünstigte, musste das Bestreben des Papsttums sein, sich von der weltlichen Macht dem Kaisertum, zu befreien.
Es war der große Lebensirrtum Heinrichs III., dass er glaubte, die Kirche im Sinne der Reformparteien umgestalten und trotzdem die alte Herrschaft über sie behaupten zu können. So hat sich die Machtverschiebung zwischen Kaisertum und Papsttum schon zu seinen Lebzeiten angebahnt, wenn sie auch noch nicht in Erscheinung trat. Denn er selbst hat als Kaiser auch noch die volle Gewalt, auch über das Papsttum beansprucht und jederzeit behauptet.
So setzte er einmal auf der Kirchenversammlung von Sutri 1046, alle drei Päpste, die damals um die Herrschaft stritten, ab und erhob einen deutschen Bischof zum Papst. Er allein entschied über die Besetzung des päpstlichen Stuhles.
Leider hat Heinrich III. die nationale Politik, die sein Vater so glücklich eingeleitet hatte – Erblichkeit der Krone und Schwächung der Teilgewalten zugunsten der Zentralgewalt – nicht fortgesetzt. Er war vielmehr wieder zu einer weltweiten Kaiserpolitik übergegangen und vernachlässigte darüber die Festigung seiner Macht als deutscher König.
Zum Unglück für das deutsche Volk, starb Heinrich im 39. Lebensjahr, als sein Sohn erst sechs Jahre alt war. Unter ihm hatte das Reich seine größte Ausdehnung erlebt.
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Unter Heinrich IV. ging die verhängnisvolle Saat auf, die sein Vater Heinrich III. – ohne es zu wissen oder gar zu wollen – gesät hatte. Darüber lesen wir dann morgen Abend.
In der Reihe „Deutsche Geschichte“ nach Albert Thümmel bricht nun die Zeit der Fränkischen (Salischen Kaiser) an.
Heinrich II. war ohne Nachkommen gestorben. Als sein Nachfolger wurde Konrad aus dem Geschlecht der salischen Franken gewählt, Urenkel einer Tochter des großen Otto.
Konrad II. (1024-1039)
Konrad, ein hochgewachsener, langbärtiger Mann von 34 Jahren, erwies sich als die entschlossenste und willenskräftigste Herrschergestalt des deutschen Mittelalters. Seine Regierungszeit bedeutet den Höhepunkt des mittelalterlichen Kaisertums. Das erkannten bereits seine Zeitgenossen. Sie verglichen ihn mit Karl dem Großen und prägten das Wort: An Konrads Sattel hängen Karls Bügel“.
Konrad II. erwarb sich rasch das Vertrauen des ganzen Volkes – als gerechter Richter sowie als hervorragender Feldherr und Staatsmann. Im Innern festigte er den Zusammenhalt des Reiches durch eine kluge Maßregel: Um der Übermacht der Großen zu steuern, aberkannte er die Erblichkeit aller Lehen in männlicher Linie, auch der kleineren.
Dadurch machte er diese unabhängig von ihren unmittelbaren Herren, den großen Lehensträgern des Reiches, und gewann ihn ihnen eine wertvolle Stütze für das Königtum. Über die Kirche gebot er in selbstherrlicher Oberhoheit.
Die im Innern gesammelte Kraft wirkte auch nach außen. Im Osten wurden die Verluste der letzten Zeit wieder eingebracht – Polen und Böhmen wurden lehensabhängig – und im Westen gewann er das Königreich, das seinem Vorgänger von dem letzten König als Erbe versprochen worden war. Das „Heilige Römischen Reich“ umfasste von nun an drei Königreiche: Deutschland, Italien, Burgund. Auch erneuerte er die Herrschaft über ganz Italien sowie über das Papsttum und ließ sich in Rom zum Kaiser krönen.
Da es Konrad II. schon bald nach seinem Regierungsantritt gelungen war, seinem hochbegabten Sohn Heinrich die Thronfolge zu sichern, schien es, als sei für Deutschland ein Zeitalter gesicherter Entwicklung zur erblichen Monarchie angebrochen, zumal er diesen Sohn schon frühzeitig in Politik und Kriegführung eingeweiht hatte.
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Morgen setzen wir dieses Kapitel der Fränkischen (Salischen) Kaiser mit Heinrich III. (1039-1056), der mit 22 Jahren zur Regierung kam, fort.
Nun kommen wir also zu diesen schmutzigen und niederträchtigen Charakteren in der Geschichte: Lenin macht den Anfang. Und ich muss gestehen, ich bin selbst überrascht, dass ich auf eine derart hohe Wortzahl kommen konnte.
Zumal es mir wirklich schwerfällt, diesem Schwerverbrecher überhaupt eine Zeile zu widmen. Doch müssen wir sie kennenlernen, diese „Figuren, die einst ihr Unwesen trieben, die Fäden zogen und den Grundstein für all das legten, was uns heute noch widerfährt.
Denn, wenn man die Vorgeschichte kennt, dann fällt es einem wie Schuppen von den Augen, was hier und heute stattfindet.
In meiner Kindheit /frühen Jugend sorgten solche Personen (wie Lenin) für entsprechendes Konfliktpotenzial. In den Schulen der ehemaligen DDR wurde die Person Lenin verherrlicht, und daheim war es genau anders herum. Ich bin quasi „zweisprachig aufgewachsen“. Und daher musste ich immer gut aufpassen, was ich von dem Wissen meiner Eltern tatsächlich hinaustragen kann, und was, für mich behalten. Wobei meine Mutter stets einem Credo folgte: „Man muss seinen Mund schon aufmachen, wenn etwas ungerecht wird!“
Für mich war es somit unbegreiflich, wie sich in der BRD Parteien wie PDS oder Linke etablieren konnten. Noch heute sitzen sie im Bundestag und treiben von dort aus ihr Unwesen.
Wir hangeln uns also weiter, entlang dieses berühmten roten Fadens. Diesem Faden, gesponnen, von Personen mit einem erschütternd minderheiten- und menschenverachtenden Weltbild. Umso wachsamer sollten wir sein. Doch nun genug des Vorworts.
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Mancher erinnert sich vielleicht noch an den „Schlagabtausch“ im Zusammenhang mit „das eine Prozent der Reichen“ Das ist auch noch gar nicht solange her.
Auf die Schnelle, eine kurze Szene aus der Strategiekonferenz der Linkspartei in Kassel
Die Aussage stammt aus März 2020. „Energiewende ist auch nötig nach ’ner Revolution. Und auch wenn wir das eine Prozent der Reichen erschossen haben, ist es immer noch so, dass wir heizen wollen, wir wollen uns fortbewegen. Na ja, is‘ so!“ Der Parteivorsitzende Bernd Riexinger, der auf der Bühne sitzt, reagiert nur mit einem einzigen Satz: „Ich möchte nur sagen: Wir erschießen sie nicht, wir setzen sie schon für nützliche Arbeit ein.“ Der Saal reagiert mit Beifall und Lachen.“
Auch im Strafvollzug der Stalin-Zeit spielte die Idee der Besserung und Umerziehung der Inhaftierten durch „gesellschaftlich nützliche Arbeit“ eine große Rolle.
Solches Gedankengut aus den Reihen der „Linken“ ist nicht unbekannt. Wobei ich Begrifflichkeiten wie „Linke“ oder „Rechte“ eher vermeiden möchte. Längst sind sie überholt und bedienen lediglich ein Klischee, dass über Jahrzehnte hinweg in die Köpfe gehämmert wurde und sich dort fest verankern konnte. Mittlerweile (oder schon immer?) erstreckt sich diese Gesinnung über das gesamte Feld, dass uns zu beherrschen versucht.
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Wer war Lenin? (Auszug aus LEMO)
22. April 1870: Lenin wird als Wladimir Iljitsch Uljanow in Simbirsk (ab 1924: Uljanowsk; inzwischen zurückbenannt) als Sohn eines in den Adel aufgestiegenen Schulinspekteurs und einer Gutsbesitzertochter geboren.
1879-1887: Am Gymnasium in Simbirsk beschäftigt sich Lenin bereits mit marxistischen Schriften. Sein Bruder Alexander wird wegen eines geplanten Attentats auf den Zaren verhaftet und gehängt (1887). Danach schließt Lenin sich der revolutionären Bewegung an. (einigen Schriften ist zu entnehmen, dass ihn der Tod seines Bruders eher kaltlässt. Während sein Bruder Alexander gehängt wird, legt Wladimir in Simbirsk als Bester seines Jahrgangs das Abitur mit Goldmedaille ab).
1891-1893: Rechtsanwalt in Samara
• 1893: Übersiedlung nach St. Petersburg, wo er neben seiner Anwaltstätigkeit in der revolutionären Bewegung mitarbeitet und Kontakt zu führenden Sozialdemokraten aufnimmt.
• 1895
Zusammen mit Julij Martow (1873-1923), dem späteren Menschewikenführer, gründet Lenin den „Kampfbund zur Befreiung der Arbeiterklasse“, einen der Vorläufer der Sozialdemokratischen Arbeiterpartei Russlands (SDAPR).
• 1895-1900
Wegen politischer Agitation verbringt er zwei Jahre im Gefängnis und drei Jahre in sibirischer Verbannung. Auch dort verfasst er weiterhin revolutionäre Propagandaschriften.
• 1900
Im Exil in Westeuropa beteiligt er sich an der Gründung der für Russland bestimmten Zeitung „Iskra“, in der er sein Konzept einer revolutionären Kaderpartei beschreibt. Er benutzt von nun an den Decknamen Lenin.
• 1903
Auf dem zweiten Parteikongress der SDAPR in London kann Lenin seine Parteikonzeption durchsetzen. Die Partei spaltet sich daraufhin in die von ihm geführten Bolschewiken und die Menschewiken unter Martow, die eine Massenbasis anstreben.
• 1905
Während der revolutionären Streik- und Protestbewegung kehrt Lenin nach Russland zurück und befürwortet einen bedingungslosen Kampf gegen den Zaren. Nach der Niederschlagung geht er erneut ins Exil.
• 1912
Nach der Bildung einer revolutionären Kadertruppe trennt Lenin die Bolschewiken als eigenständige Partei endgültig von der Sozialdemokratie ab. Er leitet die neugegründete Parteizeitung „Prawda“ und beruft Josef W. Stalin in das Zentralkomitee.
• 1914-1917
Lenin lebt im Exil in der Schweiz. Auf den europäischen Kriegskonferenzen der linken Sozialisten kann er sich mit seiner Forderung einer „Umwandlung des Krieges in einen Bürgerkrieg“ nicht durchsetzen.
• 1916
In seiner Schrift „Der Imperialismus als höchstes Stadium des Kapitalismus“ entwickelt er die Lehre von der unvermeidlichen Selbstauflösung der westlichen Industriestaaten.
Lenin ist mit diesem “seinem” Versuch auf jeden Fall weltbekannt geworden – hingegen die Hunderttausenden Toten, die seine ersten drei Herrschaftsjahre zurückließen, kaum oder gar nicht.
Wie Gewalt zur „Lokomotive der Geschichte“ wird
„Lenin war ein Terrorist. Die Oktoberrevolution war eine Konterrevolution. Aber noch immer verehrt man in Russland die Henker. (und nicht nur dort) Noch immer gelten die „weißen Armeen“, die im Bürgerkrieg gegen die Bolschewiki gekämpft haben, als Verräter…“, so schildert es Alexander Jakowlew in einem Interview mit der TAZ vom 16.12.2004.
Weiter erklärt er: Es war eine Tragödie, dass die Bolschewiki gewonnen haben. „
„Viele meinen, Lenin war ein Idealist, der von den Umständen zu übertriebener Härte gezwungen wurde.
Lenin hat das Land mit Terror überzogen. Geiselnahmen, Massenerschießungen – das hat alles er eingeführt. Stalin hat einen einzigen wahren Satz gesagt: „Ich bin nur ein treuer Schüler Lenins.“ Damit hatte er Recht.
War Lenin verrückt? Vielleicht war er vom Wahnsinn befallen, aber ein Paranoiker war er ganz sicher. Ein gesunder Mensch kann gar nicht dauernd Befehle geben, die lauteten: „Sofort aufhängen“, oder „sofort erschießen“. Bauern, die den Schnee nicht weggeräumt haben, ließ er hinrichten. Kann ein normaler Mensch solche Beschlüsse fassen?“
Und nun stelle man sich vor, diesem erbärmlichen Wesen setzt man ein Denkmal.
Man soll es nicht für möglich halten, und doch steht es da, gut sichtbar für jedermann: das Denkmal von Marx und Lenin in Gelsenkirchen.
Vielleicht hätte man den Sockel besser als ein riesiges Menschen- und Leichenknäuel darstellen sollen. Im wahrsten Sinne fußte auf diesem Lenins Herrschaft, ein weithin sichtbarer Leichenhügel. Oder auch eine imposante Schädelpyramide wäre doch denkbar, angesichts des millionenfachen Leids, von dem doch die ganze Welt weiß. Oder nicht?
Dann werfen wir doch noch schnell einen Blick auf die „Errungenschaften und Taten“ dieses „ehrenwerten“ Mannes… und die seiner Vorgänger und Nachfolger
„Das sind stumm schreiende Kreaturen – Männer, Frauen, Kinder, Ungeborene(!), Soldaten, Arbeiter und Bauern, denen vor dem Tod Körper-/Geschlechtsteile abgeschnitten wurden, deren Arme und Beine gebrochen, die gepfählt, gekreuzigt, mit Säbeln zerhackt, lebend in Hochöfen, “einfach” lebendig begraben, oder lebendig neben einer Leiche im Sarg begraben wurden, deren Hände zu Folterzwecken erst überbrüht und dann gehäutet wurden, die ertränkt, gehängt, erschossen, von Ratten bei lebendigem Leibe zerfressen oder von den eigenen Angehörigen nach dem Tode aus blankem Hunger aufgegessen wurden“.
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In seinem Buch „Der rote Terror – die Geschichte des Stalinismus, fasst es Jörg Baberowski wie folgt zusammen:
Wenige Monate später weiteten die Bolschewiki ihren Terror auf streikende Arbeiter und renitente Bauern aus, ließen Oppositionelle verhaften und erschießen.
Die Bolschewiki zelebrierten einen Gewaltkult…
Ihr Gewaltkult stand in einer Tradition, die aus dem Glauben an die Macht der Gewehrläufe schöpfte.
Bereits in den Jahren der ersten russischen Revolution (1905) hatte sich die radikale Intelligenzija, Sozialrevolutionäre, Anarchisten und Sozialdemokraten mit Psychopathen, Kriminellen und Räubern geschmückt.
Unter solchen Umständen aber wurde die Gewalt zum Selbstzweck.
Kriminelle, Holigans und psychisch Kranke – aus diesem Kreis rekrutierte die Tscheka ihren Nachwuchs. Musikorchester spielten auf, während Tschekisten ihre Opfer töteten.
Die Opfer wurden in siedendes Wasser geworfen, gehäutet, gepfählt, bei lebendigem Leib verbrannt oder begraben oder in winterlicher Kälte nackt auf die Straße getrieben und mit Wasser übergossen, bis sie zu Eissäulen erstarrten.
In Penza liess der Vorsitzende der Tscheka, ein psychisch kranker Mann, die Opfer in Säcke einnähen und in Eislöcher werfen.
Bis zum Sommer 1918 herrschte in den großen Städten, in denen die Bolschewiki die Macht ergriffen hatten, die Lynchjustiz des Pöbels.
Wenn Lenin von Insekten und Ungeziefer (…) sprach, von Adligen, die deportiert und erschossen werden müssten, dann wurde das von den Bauern als Aufforderung verstanden, jeden, den sie für einen Fremden hielten, aus ihrer kleinen Welt zu eliminieren.
Am 5. September 1918 gab die Regierung die Einrichtung von Konzentrationslagern (konkaver) bekannt.
In Moskau wurden 25 ehemalige zaristische Offiziere und 765 sogenannte Weißgardisten erschossen. Lenin selbst zeichnete die Listen mit den Namen der Opfer ab.
Auf der Halbinsel Krim … ein Drama apokalyptischen Ausmaßes: 50.000 zurückgebliebene Flüchtlinge wurden von Soldaten der Roten Armee ermordet. – 12.000 an einem einzigen Tag…
Die Bolschewiki gekannten sich zu ihren Taten, jede Tötungsaktion musste in der kommunistischen Presse bejubelt … werden. Lenin selbst trieb die Schergen der Tscheka zu Höchstleistungen bei der Vernichtung der Feinde an. Lenin sandte genaue Anweisungen …: “
Massenterror einführen, Hunderte von Prostituierten erschießen und deportieren lassen.”
200 Streikende (in den Putilov-Werken in Petrograd – eigene Anm.) wurden ohne Verfahren erschossen (nachdem Lenin erfolglos versucht hatte, eine Streik persönlich zu schlichten – eigene Anm.)
Lenin an das Parteikomitee von Penza im August 1918: “nicht weniger als hundert Kulaken, Reiche, Blutsauger (sollen) aufgehängt werden.”
Lenin war ein bösartiger Schreibtischtäter, der menschliche Tragödien und Elend ignorierte.
Lenin und Trotzkij sahen in russischen Arbeitern rückständige, barbarische Kreaturen. Arbeiter, die desertierten, wollte Trotzkij in Strafbatallione oder Konzentrationslager verschicken lassen.
Trotzkij: Die Sklavenwirtschaft sei zu ihrer Zeit produktiv gewesen. Unter den russischen Bedingungen sei sie unverzichtbar.
Das neue Russland war ein Land des Terrors.
In den Exzessen des Bürgerkrieges wurde der Stalinismus zur Welt gebracht.”
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Und Orlando Figes beschreibt in seiner „Tragödie eines Volkes, 1998, wie folgt:
“Lediglich die spanische Inquisition konnte es mit der Erfindungsgabe der Foltermethoden der Tscheka aufnehmen.”
Beispiele von bevorzugten Foltermethoden örtlicher Tscheka-Einheiten:
Charkow: Hände der Opfer verbrüht, anschliessend Haut abgezogen.
Zariyzn: Knochen von Armen und Beinen der Opfer zersägt.
Woronesch: Opfer in nägelbewehrten Fässern gerollt
.
Armawir: Schädel mit Lederriemen und Bolzen zertrümmert.
Kiew: Ratten in Käfig an menschlichen Körpern befestigt und erhitzt, so dass sich die Ratten zu befreien versuchten, indem sie sich durch die Eingeweide der Opfer hindurchfraßen.
Odessa: Opfer langsam in Kessel mit siedendem Wasser hineingelassen.
Odessa: Kreuzigungen aus persönlicher Rache
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„Das Regime hatte zig Millionen Todesopfer geopfert. Um so unverständlicher ist es, wenn heute noch in Deutschland Personen geehrt und gewürdigt werden, die eben diese Sowjetherrschaft nach dem Ersten Weltkrieg auch im Deutschen Reich durchsetzen wollten.
Übrigens: Zu diesen gehören Karl LIEBKNECHT und Rosa LUXEMBURG, die 1919 das noch junge Pflänzchen der werdenden Weimarer Demokratie zerstören wollten. Ihre Gedächtnisstätte in Ostberlin ist vor allem zu den Jahrestagen ihres Todes Treffpunkt Zehntausender von Kommunisten. In West-Berlin wurde Rosa LUXEMBURG Anfang 1988 unter der CDU-Regierung ein Denkmal gesetzt.“
„Das sollte doch zu denken geben. Das die beiden Kommunisten Luxemburg und Liebknecht die Hauptschuld daran tragen, dass 1919 bei dem Putschversuch auf beiden Seiten viele Opfer zu beklagen waren, wird auch heute noch verdrängt. Nach über acht Jahrzehnten pilgern immer noch Zehntausende zu der Gedächtnisstätte – die ursprünglichen Gräber sind nicht mehr vorhanden; sie wurden im Krieg zerstört – mit unterschiedlichen Motiven und Flugblättern, auf denen unter anderem »das gottverdammte Deutschtum zur Hölle« gewünscht (1999) oder Massenmörder wie LENIN und STALIN als Idole gezeigt werden.
Das zeigt deutlich, dass der Marxismus und die Ideologie-Gläubigkeit auch nach dem Zusammenbruch des terroristischen Sowjetsystems noch nicht aus den Köpfen verschwunden sind.“
(übernommen von Hans Meiser, aus der große Wendig Kosiek/Rose)
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Quelle
Hans Hedrich, Politikwissenschaftler
Orlando Figes: Die Tragödie eines Volkes, 1998, S. 682:
Jörg Baberowski: Der rote Terror – Die Geschichte des Stalinismus (2004),
Weiter geht es dann in der nächsten Woche mit den Fränkischen (Salischen) Kaisern (1024-1125) Konrad II., Heinrich III., Heinrich IV. Gregor IV., über den Investiturstreit hin zu Heinrich IV. in Canossa, Heinrich V. und Lothar von Sachsen, und ab da die Staufischen Kaiser (1138-1254). Es bleibt also spannend.
Jetzt aber zurück zu Otto III., der sechzehnjährig zur Regierung kam, bestieg dann ein weltfremder Phantast den Thron- Zwar war er hochgebildet und von einer so umfassenden Gelehrsamkeit, dass man ihn das Wunder der Welt nannte; doch fühlte er sich mehr als Römer denn als Deutscher und träumte von einer Weltherrschaft: Italien und Deutschland sollten in einem Reich verschmolzen werden und Rom wieder der Mittelpunkt der Welt sein.
Bei solcher Unterschätzung und Missachtung aller praktischen Hinweise musste er scheitern. Schon begann sich der Widerstand gegen seine aussichtslose Politik sowohl in Deutschland als auch in Italien ernstlich geltend zu machen, da raffte im Jahr 1002 ein vorzeitiger Tod den 22jährigen dahin.
Verhängnisvoll wie sein Leben ward auch sein Tod für Deutschland. Mit ihm starb das Geschlecht der Sachsenkaiser aus, ein anerkannter Nachfolger war nicht da, und so trat wieder die Wahl an die Stelle des Erbrechts.
In dem gleichen Maße, wie dadurch die Stellung des Königtums geschwächt wurde, erstarkte die Macht der Stammesherzöge. Je mehr das Reich zum Wahlreich wurde, desto mehr vermochten sie sich in ihrem Land die Erbfolge zu sichern.
Gewählt wurde der Bayernherzog Heinrich, ein Urenkel Heinrichs I. Heinrich II. (1002-1024) war – im schärfsten Gegensatz zu seinem Vorgänger – ein echter Deutscher und ein tüchtiger Herrscher, der seine so eigenwilligen Landsleute verstand und richtig zu behandeln wusste.
Doch zu viel war im letzten Menschenalter versäumt worden, als dass er den Bau des Reiches in alter Stärke herstellen konnte. Was er leistete, konnte nur Stückwerk sein.
In mannigfachen Kämpfen verging seine Regierung. Beständig musste er in Bewegung sein, um bald hier, bald da das Reich zu schützen. In Italien geschah das nicht ohne Erfolg: selbst in Unteritalien vermochte er die deutsche Herrschaft wiederaufzurichten.
An der Ostgrenze jedoch konnte er das Erstarken des Slawentums nicht verhindern, dort bildete sich ein großes Polenreich. Immerhin: Ein Ende seiner Regierung (1024) hatte er von den zerrütteten Zuständen wenigstens so viel aufgeräumt, dass Raum geschaffen war, für einen neune Bau. Die Früchte seiner arbeitsreichen Regierung konnte er nicht mehr genießen.
„Er starb, als er den Frieden des Reiches gesichert hatte und nach langer Anstrengung und Arbeit dessen Früchte zu ernten begann“, schreibt treffend sein Biograf Wipo.
Persönlich war er ein frommer Mann, hielt die Kirche aber in straffer Abhängigkeit. Im Jahr 1007 gründete er das Bistum Bamberg. Im Dom zu Bamberg, seiner Lieblingsschöpfung, liegt er mit seiner Gemahlin Kunigunde begraben. Am Portal des Domes sind noch heute ihre Standbilder zu sehen.
Ausgelöst, durch die anstehende Verhandlung gegen Dr. Bianca Witzschel.
…und durch die, wie so oft daraus resultierende Erkenntnis, wie lange wir doch schon belogen, betrogen, hintergangen und über das Feld der Propaganda zum Narren gehalten werden. Und anders als in den Märchen, gab es nur in wenigen Fällen dieses „gute Ende“.
Ihr wisst schon: „Und wenn sie nicht gestorben sind, dann leben sie noch heute“… Von wegen.
Heute wissen wir ganz sicher:
Es war nicht diese vielbeschriebene Magie, von der jemals eine Gefahr ausgegangen ist.
Nein. Es war das Wissen, dass diese Menschen besaßen.
Es waren keine magischen Fähigkeiten, vielmehr waren es Bildung, Sachkenntnis und ein enormer Wissensschatz.
Und doch entfaltet „Der Hexenhammer“ eine schreckliche Kraft und fördert die kirchliche Hexenverfolgung. (Heute gibt es andere Namen dafür).
Hexen, Unholde, Zauberer und Wettermacherinnen – für Generationen waren sie totale Existenzbedrohung. Krankheit, Tod, sieches Vieh und Missernten – alles Hexenwerk. Sie sagten Gott ab und trieben Unzucht mit dem Teufel, flogen zum Hexensabbat und töteten ungetaufte Säuglinge. Theologen und Juristen hatten die theoretischen Voraussetzungen für den Wahn geschaffen, das Volk sie dankbar aufgenommen.
Und nun schauen wir uns doch mal um, wer heute in den Gefängnissen sitzt. Es sind nicht die Mörder oder Vergewaltiger, nein. Vielmehr sind es die, die es wagten das System zu kritisieren. Heute wie damals: finden sich dort aufrichtige Menschen, Ärzte, Wissenschaftler und viele andere, die aus ihrem Gewissen heraus gehandelt haben, und die es nicht mit ihrem Gewissen vereinbaren konnten, gewisse Maßnahmen zu vertreten.
Es sind also die, die die Wahrheit nicht für sich behalten werden und wollen. Sie werden zu einer Gefahr. So wie einst die sogenannten „Hexen“ und Magier mit all ihrem Wissen. Denn sie besitzen dieses fundierte Wissen, dass den Mächtigen verdammt gefährlich werden kann.
Und sie waren bestrebt Leben zu schützen – damals wie heute.
„Otto II. (973-983) ergriff die Zügel der Regierung im jugendlichen Alter von 19 Jahren.
Bei umfassender Begabung und lebhaftem Geist, edler Gesinnung und hohem Mut fehlten ihm doch die ausdauernde Kraft und peinliche Sorgfalt des Vaters. Schon als Knabe gekrönt, war ihm seine Kaiserstellung etwas Selbstverständliches: er erkannte nicht, dass es noch auf lange hinaus galt, die gewonnene Stellung immer wieder zu festigen.
„Was du ererbt von deinen Vätern hast, erwirb es, um es zu besitzen.“
Unmittelbar nach seiner Thronbesteigung erhoben sich von allen Seiten schwere Gefahren, die erste von Bayern, dass sich gegen die Autorität des jungen Kaisers auflehnte; ihrer wurde Otto gänzlich Herr.
Die nächste Gefahr kam von Frankreich, das den Augenblick für günstig hielt, sich Lothringens zu bemächtigen. Otto zog an der Spitze eines deutschen Heeres bis vor die Mauern von Paris und zwang den französischen König zum Verzicht.
Sodann musste er um die Mitgift seiner Gemahlin kämpfen, gegen die Griechen und gegen die Araber, die sich bereits Siziliens bemächtigt hatten und nun weiter vorwärtsdrangen. Nach anfänglichen Erfolgen erlitt er 982 eine vollständige Niederlage.
Damit ging nicht nur Unteritalien verloren, auch im übrigen Italien regten sich die Gegner der deutschen Herrschaft. Und vor allem: In ihrer Fernwirkung erschütterte sie den gesamten Bau des Reiches.
Auf die Kunde von seiner Niederlage brachen die Slawen und Dänen verwüstend über die Reichgrenzen herein, die Otto I. neu gesteckt hatte. Das ganze Land zwischen Elbe und Oder ging verloren und mit ihm das Christentum dort. Ehe Otto II. die schwere Scharte wieder auswetzen konnte, starb er – was das Schlimmste war – er hinterließ einen Sohn, der erst drei Jahre alt war, und auch später seinem ganzen Wesen nach, nicht fähig war, neu aufzubauen.
Schon unter der vormundschaftlichen Regierung der tüchtigen Mutter Theophano kam es zu langwierigen Kämpfen, doch behauptete sie sich. Nach ihrem Tod aber bedeutete die Regierung der Großmutter Adelheit einen Rückgang. Die königliche Macht zerbröckelte immer mehr gegenüber den Ansprüchen der Fürsten, und auch die Kirche steigerte ihren Einfluss.“
Doch es sollte noch schlimmer kommen:
In Otto III. (983-1002), der sechzehnjährig zur Regierung kam, bestieg dann ein weltfremder Phantast den Thron.