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Klara Fall: das glaube, wer mag

  • Das Frankenreich unter den Karolingern, und eine gewaltige Umwälzung, die in der damaligen Welt geschehen konnte

    Oktober 31st, 2023

    Karl Martell und sein Sohn Pippin

    Seit dem 7. Jahrhundert entartete des Geschlechts der Merowinger zusehends; es sank schließlich zu völliger Bedeutungslosigkeit herab. Umgekehrt wuchsen Bedeutung und Macht der Hausmeier. Ursprünglich die Verwalter der königlichen Güter, wurden sie immer mehr die Stellvertreter der schwachen Könige, denen nur der leere Name blieb.

    Schwere innere und äußere Kämpfe erschütterten das Reich. Das Ende schien nahe, als ein gefährlicher Feind mit Mord und Brand tief in das Land einfiel: die Araber, die Bannerträger des Islam.

    Da warf sich der Hausmeier Karl aus dem Geschlecht der Karolinger (genannt nach dem Größten des Geschlechts, Karl dem Großen) mit dem gesamten fränkischen Heerbann bei Poitiers dem Ansturm entgegen (732).

    Durch einen Sieg rettete er nicht nur das Frankenreich, sondern auch das christliche Abendland. Ohne ihn wäre es den Arabern möglich gewesen, Europa von Westen her, zu unterjochen und statt des Kreuzes den Halbmond aufzupflanzen.

    Die Nachwelt ehrte den Sieger durch den Beinamen Martell = Hammer)

    ———————

    Pippin, der Papst und die Grundlegung zum Kirchenstaat

    Karl Martells Sohn Pippin machte sich 751 mit Zustimmung des Papstes zum König. Der Schattenkönig der Merowinger wurde ins Kloster geschickt. Es war die gewaltigste Umwälzung, di ein der damaligen Welt geschehen konnte – so gewaltig, dass selbst Pippin, in der Fülle seiner Macht einer höheren Autorität bedurfte, um sie durchführen zu können.

    Diese Autorität war der Papst. Er verlieh dem Königtum Pippins in den Augen des Volkes die göttliche Weihe. Indem er ihn feierlich krönte und salbte.

    Bald darauf leistete Pippin dem Papst den großen Gegendienst, indem er ihn mit seinem Frankenheer vor dem drohenden angriff der Langobarden rettete. Bei dieser Gelegenheit hat Pippin dem Papst wertvolle Ländereien geschenkt und damit den Grund gelegt zum „Kirchenstaat“, der dann unter mancherlei Wandlungen bis 1870 bestanden hat.

    Die Verbindung von Papsttum und fränkischem Königtum ist eines der wichtigsten Ereignisse der Geschichte, wegen der Folgen, die daraus entstanden sind. (Romfahrten der deutschen Kaiser)

    —————————

    An dieser Stelle brechen wir nun auf, in die Zeit, als das Fränkisch-Päpstliche Bündnis beginnt. Die Pippinsche Schenkung ist bedeutend für die Entstehung des Kirchenstaats. Zudem bildet sie die Grundlage für den späteren Aufstieg Karls des Großen.

    Bereits die Taufe König Chlodwigs 498 markiert den Beginn einer engeren Verflechtung von Kirche und Fränkischen Königen.

    Wie gestern vorangeführt: Thümmel bewahrt sich in seinen Ausführungen (betreffend Karl des Großen und der Verflechtung von Kirche und Fränkischen Königen) eine eher neutrale Haltung, und zeigt sich wenig kritisch gewissen Vorgängen gegenüber.

    Ich versuche, das in meinen Beiträgen zu berücksichtigen und werde entsprechend ergänzen.

    Morgen widmen wir uns dann (vorrausichtlich über etwa drei Teile) Karl dem Großen.

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  • Halloween vs. Samhain und die Idee vom Samhain-Säckchen

    Oktober 30th, 2023

    Am Wochenende habe ich mir ein paar Gedanken gemacht, darüber, wie ich es am besten anstellen könnte, das Fest an der Schwelle zwischen Sommer und Winter gebührend mit allen Menschen friedlich zu begehen, ohne diesen Unmut über bestimmte „Rituale“.

    Eines ist sicher: Einige Kinder werden in ihrer gruseligen Montur an unseren Türen klingen und Süßes erbetteln.

    Ich möchte den Kindern und ihren Familien etwas mit auf den Weg geben. Ob davon was hängen bleibt, ob sie es wohl beherzigen? Ich weiß es nicht.

    Doch ich persönlich fühle mich wohl mit dem Gedanken, etwas über unsere ursprünglichen Bräuche weiter geben zu können. Denn, welche jungen Familien von heute wissen darum? Also strafen wir nicht die Kinder damit, sie vor verschlossenen Türen stehen zu lassen, sondern geben ihnen etwas mit auf den Weg.

    Vor wenigen Tagen haben ich einen Beitrag zu Samhain https://undinepeter.blog/…/halloween-vs-samhain-eine…/ verfasst – über das Fest unserer Ahnen. Darin beschreibe ich, wie ich die Situation im letzten Jahr lösen konnte, als die verkleideten kleinen Menschlein lautstark etwas „Süßes“ forderten. Ich mochte sie nicht wegschicken.

    Inspiriert vom Ereignis des letzten Jahres, habe ich mir nun etwas ausgedacht. Es ist ganz einfach und schnell gemacht. Auf den Fotos seht ihr ein kleines Brötchen und eine Nachricht hübsch in eine Serviette gesetzt, und mit Thymian und Lorbeer verziert als Säckchen zusammengebunden. Ich nenne es einfach mal das Samhain-Säckchen.

    Ansonsten kann man auch gerne, wie im Beitrag beschrieben, den Kindern ein Scheit Holz in die Hand geben, und es ins Feuer werfen lassen, insofern ihr ein Feuerchen macht.

    Es ist nur eine Idee. Aber ich denke, ein Miteinander ist besser als ein Gegeneinander. Und die Erfahrung zeigt: Es wird immer einige Menschen geben, die ihr Tun hinterfragen.

    —————-

    Das ist die Nachricht aus dem Samhain-Säckchen:

    „Samhain, wir feiern die Ernte, den Beginn der kalten Jahreszeit und den Start in ein neues Kalenderjahr – wir feiern das Fest der Jahreswende und wünschen ein geruhsames Ahnenfest im Kreise eurer Freunde und Familien.“

    Eine Nachricht aus dem Samhain-Säckchen:
    Halloween vs. Samhain – eine Reise zu unseren Wurzeln. Die hohen Feste unserer Ahnen.

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  • +++ Frankfurter Schule und ihre zersetzenden Auswirkungen +++, ein bisschen was Persönliches +++ ein Blick in die Zukunft und auf geistige Brandstifter wie Karl Marx

    Oktober 29th, 2023

    Als Rolf Kosiek seine Ansichten zur Frankfurter Schule erstmals 2001 aufs Papier brachte, möge man annehmen, er sei, seine Prognosen in naher Zukunft betreffend, ein Prophet. Und doch sind es nur Fakten, die dem aufmerksamen Beobachter des Weltgeschehens nicht entgangen sind.

    Den Verlauf ändern wir nicht mehr, die Zerstörung des Landes läuft auf Hochtouren und geht wie in den vielen Epochen zuvor nicht spurlos an uns vorbei. Wir sind Teil einer Generation, die in dieses Desaster hineingeboren wurde. Jetzt müssen wir lernen, damit umzugehen. Und das macht jeder auf seine Art:

    Der Eine sagt: „Ich lebe mein Leben, so gut wie es geht, und solange es noch gut geht – das ist unser Schicksal“.

    Ein Anderer ist auf der verzweifelten Suche nach Antworten – über Strecken hilflos und orientierungslos.

    Wiederum sind da diese Kämpfer, die nicht verharren wollen und auch nicht können, sondern etwas verändern möchten – für sich, für ihr Land und für ihre Mitmenschen. Sie besitzen einen edlen Charakter und meist kennen sie die Antworten auf das scheinbar Unerklärliche, dass da an uns nagt.

    Ich, für meinen Teil, schreibe alles nieder, um besser verstehen zu können. So pflege ich es seit Kindertagen. Schreiben ist für mich so eine Art Therapie, unverständliche Dinge greifbarer zu machen. Einiges davon reiche ich weiter. Denn ich weiß, da draußen gibt es viele Menschen, die das Geschriebene aufgreifen, für sich verwenden, um die Dinge um sich herum, noch besser erschließen zu können. Besonders wertvoll sind die Aufzeichnungen meiner Mutter, Sie liefern mir eine großartige Orientierung in den Wirren aktueller Zeiten.

    Macht es das besser?

    Nein. Selbstverständlich werden die Zeiten nicht besser, nur verschafft mir das Wissen zu den Abläufen (die historisch betrachtet, immer wiederkehren) eine gewisse Sicherheit. Manchmal stellt sich sogar eine gewisse Gelassenheit ein.

    Es ist wie mit der geheimnisvollen Tür – hat sie sich einmal geöffnet, und das Geheimnis ist gelüftet, wird es nicht unbedingt besser, aber es ergibt sich eine andere Ausgangssituation.

    „Es muss anders werden, damit es besser werden kann.“

    Als meine Mutter Ende der 1990er Jahre begann, all das zu prognostizieren, was wir heute erleben, stand ich als Naseweis, also vorwitzig einmischend neben ihr und meinte: „Na, so weit wird es schon nicht kommen.“ Mit den Worten: „Doch“, wir sind mittendrin, und das machen wir nicht mehr rückgängig“, beharrte sie auf ihren Annahmen – und sie sollte Recht behalten. Nein, es kam noch viel arger.

    ——————————

    Die zersetzenden Auswirkungen der Frankfurter Schule sind präsent. Wir schreiben das Jahr 2023, beobachten und erkennen.

    Um nur einige der Auswirkungen zu nennen:

    – Wirklichkeitsverlust

    – Zerstörung der Innenwelt durch Sexualisierung

    – Die Zerstörung der Voraussetzungen des Umweltschutzes

    – Zerstörung ökologischer Gleichgewichte

    – Fortschrittsglaube und Wachstumswahn

    – Zertrümmern des einst vorbildlichen Bildungswesens

    – Charakterwäsche und Zerstörung der Tradition, der Kultur, der Sprache

    – Abbau der Autorität

    – Konflikttheorie gegen die Familie

    – Gender-Mainstreaming

    …. Und schlussendlich, darüber die geistige Auflösung des Volkes.

    Und das alles geschieht unter dem Mäntelchen scheinhumanitärer Forderungen und vo.lksverhetzender Parolen.

    So erinnern wir uns an Aussagen wie „Deutschland verrecke!“ oder „ich schäme mich ein Deutscher zu sein“.. Die draus resultierende Ideologie wurde in die Köpfe der Jugend gehämmert und darüber ein völlig widernatürlicher Hass auf das eigene Volk und dessen Geschichte anerzogen.

    Praktisch bestand die Aufgabe dieser Utopisten, oder besser dem Haufen von Spinnern, Fantasten, Opportunisten, Revoluzzern und vieler irregeleiteter Idealisten darin, medienwirksame Randale oder Lichterketten zu organisieren. Mit diesen Aktionen gaben sie den Medien geeignete Aufhänger, z. Bsp. gegen Kernenergie.

    ——————————-

    Aber worum handelt es sich nun eigentlich bei dieser ominösen „Frankfurter Schule“?

    Inhalte auf einen Blick:

     Fast alle führenden Mitglieder der SPD und der Grünen sind 68er und Kinder der „Frankfurter Schule“ und entstammen deren marxistisch-leninistischen Nachfolgeorganisation. Sie haben mit Erfolg den „Marsch“ durch die Institutionen“ vollzogen.

     Bei der Frankfurter Schule handelt es sich um eine Gruppe aus den USA, zurückgekehrter marxistischer Soziologen, Philosophen und Psychologen um Max Horkheimer.

     Die Frankfurter Schule setzte nach dem Zweiten Weltkrieg in Westdeutschland ihre frühere Tradition aus der Weimarer Zeit fort.

     Im Jahr 1923 war von marxistischen Ideologen um Pollock und Horkheimer in Frankfurt das „Institut für Sozialforschung“ gegründet worden, dessen Finanzierung Felix J. Weil, der einzige Sohn eines wohlhabenden, aus Deutschland nach Argentinien ausgewanderten jüdischen Getreidegroßhändlers übernahm.

     Späterer Direktor des Instituts mit ausdrücklicher marxistischer Ausrichtung wurde der in Rumänien als Sohn jüdischer Eltern geborene Jurist Carl Grünberg.

     1930 übernahm Horkheimer da Institut und versuchte die Notwendigkeit einer Verbindung von Marxismus und Freudscher Psychoanalyse zu begründen.

     Da der Marxismus damals durch Stalins brutale Methoden mit der Ermordung von Millionen Menschen in aller Welt sehr abgewertet erschien, wurde peinlich darauf geachtet, dass Ausdrücke wie „Marxismus“ oder „Kommunismus“ nicht an die Öffentlichkeit drangen, in Verbindung des Instituts in kapitalistischer Umgebung.

    Und all die unter uns, die immer noch auf der Suche nach Antworten sind: Eigentlich ist es ganz einfach: Hangelt euch immer dem roten Faden entlang: Hier zeigt sich die geplante Zerstörung des deutschen Volkes und seines Wesens bis hin zur Zerstörung der Familie, zur Auflösung des Staatlichen und zur Abschaffung des Volkes.

    Man kann die in Deutschland herrschenden Verhältnisse nicht verstehen, ohne die Frankfurter Schule und ihre zersetzenden Auswirkungen bis zur Gegenwart zu kennen.

    Von Utopisten über Medienclowns und Pseudo-Oppositionellen, hin zu den Handlangern zur Zerstörung der deutschen Industrie.

    Nein, Deutschland ist kein Land der Ruhe. Die Zeit hat uns schon immer große Aufgaben gestellt.

    ————————————————————————

    Und weil mehr als einmal in diesem Beitrag der Name „Marx“ gefallen ist: Werfen wir an dieser Stelle noch einen Blick auf die Person (Karl Marx) und auf einige seiner Aussagen. Was so mancher vielleicht nicht weiß – eine kleine Auslese:

     Marx selbst hielt nichts von eigener Arbeit und betrachtete das Erbe seines Vaters als „sein Vermögen”, und schrieb einem Bekannten 1843: „Ich bin, wie ich Ihnen schon einmal geschrieben habe, mit meiner Familie zerfallen und habe, solang meine Mutter lebt, kein Recht auf mein Vermögen.”

    

    Und weil er dann auf Engels Kosten weiterlebte, 1848 an Engels:

    „Dein Alter ist ein Schweinehund, dem wir einen hundsgroben Brief

    schreiben werden.” und „Ich habe einen sicheren Plan entworfen, Deinem Alten Geld auszupressen, da wir jetzt keines haben.”

     Marx an Engels 1861: „Meinem Onkel habe ich zunächst 160 Pfund abgepresst, so dass wir den größten Teil unsrer Schulden abzahlen konnten. Meine Mutter, bei der von barem Geld nicht die Rede ist, die aber rasch ihrer Auflösung

    entgegengeht, hat einige frühere Schuldscheine, die ich ihr ausgestellt

    habe, vernichtet.”

     Auch nicht lange. Engels an Marx 1862:

    „Falls wir nicht die Kunst erfinden, Gold zu scheißen, wird

    schwerlich etwas anderes übrigbleiben, als dass Du auf die eine oder

    andre Weise etwas aus Deinen Verwandten herausschlägst.”

    ———–

    Und so begab es sich, dass die faulen Erpresser und Charaktermüllhaufen Karl Marx und Friedrich Engels zu den Schutzheiligen und Idolen derer wurden, die eigene Arbeit ablehnen und von der Erpressung ihrer Umwelt

    leben, weil sie aus ihrer Masche, ohne zu arbeiten durch Intrigen vom Geld und der Arbeit anderer Leute zu machen, eine ganze Theorie und Ideologie machten.

    Dem nicht genug: Er war nicht nur faul, ein Schmarotzer und hat auf Kosten anderer gelebt, nein. Er war auch ein „waschechter“ Ra.ssist.

    Karl Marx war einer der übelsten Rassisten – Beitrag dazu erstellt von Wolfram Weimer 16.06.2020, 10:15 Uhr – ein Artikel, abgedruckt auf der Nachrichtenseite von ntv.

    „In seinem Zentralwerk „Das Kapital“ schreibt Marx 1872, dass alle Waren „in der Wahrheit Geld, innerlich beschnittene Jud.en sind, und zudem wundertätige Mittel, um aus Geld mehr Geld zu machen“.

    Nicht zuletzt hat ein Karl Marx als geistiger Brandstifter für ideologischen Totalitarismus zu vielen Millionen Toten als Opfer des Kommunismus geführt.

    ——————————————-

    Quelle: Hohenrain Verlag Rolf Kosiek 2001, ergänzt in 2007 „die Machtübernahme der 68er – Frankfurter Schule“

    Narkive Archive de.sci.geschichte

    https://www.n-tv.de/…/Karl-Marx-war-einer-der-uebelsten… /

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  • Die Bekehrung der Germanen zum Christentum – „Deutsche Geschichte“ nach Albert Thümmel

    Oktober 29th, 2023

    Bonifatius, der Apostel der Deutschen

    Das Christentum hat Anfang des 4. Jahrhunderts das römische Weltreich erobert. Dabei hatte die athanasianische (später katholisch genannte) Form des Bekenntnisses den Sieg davon getragen über die arianische Form.

    Aber die vielen Germanenstämme jenseits von Rhein und Donau verehrten noch lange ihre alten heidnischen aus der grauen Vorzeit ihrer Urväter.

    Das erste germanische Volk, das zum Christentum übertrat, waren die Westgoten. Ihr arianischer Bischof Ulfilas übernahm es, die Bibel in die gotische Sprache zu übersetzen. Das gewaltige Werk gelang, In kostbaren, stattlichen Bruchstücken ist es noch heute erhalten, als ältestes Denkmal germanischer Sprache.

    Während der Völkerwanderung nahmen auch noch andere Stämme das Christentum an, alle zunächst in der arianischen Form – mit Ausnahme der Franken, dieses waren, wie wir gesehen haben, die ersten, die zum athanasianischen Glauben, zur katholischen Kirche übertraten.

    Im Laufe des 6. Und 7. Jahrhunderts gingen auch andere Stämme der Germanen vom Arianismus zum Katholizismus über.

    Die Stämme im Inneren Germania, im heutigen Deutschland blieben zunächst weiterhin ihren alten heidnischen Göttern treu. Seit etwa 600 aber begannen Mönche aus Irland (Kolumban, Gallus u.a.) , später auch aus England, die heidnischen Germanen zu bekehren.

    Der bedeutendste unter diesen zahlreichen Sendboten ist der Angelsachse Winfried, mit seinem kirchlichen Namen Bonifatius genannt. Er ist der eigentliche Apostel der Deutschen. Als seine Lebensaufgabe betrachtete er es, die deutsche Kirche eng mit Rom zu verbinden und eine möglichst straffe Ordnung herzustellen.

    Schutzbriefe des Papstes und des fränkischen Hausmeiers Karl Matell ebneten ihm den Weg, aber seine Erfolge errang er durch die Macht seines Willens und den Mut seines Glaubens. Einen ungeheuren Eindruck machte es auf die heidnischen Stämme, als er um 730 in der Nähe des hessischen Dorfes Geismar eine dem Gott Donar geweihte Eiche mit eigener Hand fällte, ohne das der Donnergott den Frevler mit seinem Blitzstrahl vernichtete. Als die Rache des Gottes ausblieb, gaben die Hessen und Thüringer ihren alten Glauben auf und ließen sich taufen.

    Zum Lohn für seine Tätigkeit wurde Bonifatius 732 vom Papst zum Erzbischof von Mainz ernannt. Im hohen Alter starb er den Märtyrertod: 754 wurde er von heidnischen Friesen erschlagen. Im Dom zu Fulda, seiner Lieblingsschöpfung, liegt er begraben.

    So wurden die Christen der rechtsrheinischen germanischen Völker durch Bonifatius dem Herrschaftsbereich des römischen Papsttums eingegliedert.

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  • Es geht weiter! Die Fränkische Zeit – der Islam (Mohammed) – nach Albert Thümmel „Deutsche Geschichte“ Band 1

    Oktober 29th, 2023

    Kaum war das Abendland durch die Völkerwanderung von Grund auf umgepflügt worden, da vollzog sich im Morgenland eine ähnliche Umwälzung: die Araber breiteten ihre Herrschaft über weite Teile von Asien und Afrika aus.

    Um das Jahr 700 geboten sie schon über alle Völker zwischen dem Indus und der Straße von Gibraltar. Das war das Werk Mohammeds und seiner Nachfolger.

    Noch um 600 führte die Mehrzahl der Araber – die Beduinen, die Bewohner der Wüste – ein wanderndes Hirtenleben. Nur ein geringer Teil wohnte in Städten und trieb Handel. Das Volk war in viele Stämme und Geschlechter zersplittert.

    Unter dem Einfluss des nächtlichen Sternenhimmels, der sich in unendlicher Weite über die Wüste wölbte, war die ursprünglich herrschende Religion ein Sternendienst. Mit ihm verband sich der abergläubische Brauch, gewisse vom Himmel herabgefallen Steine abgöttisch zu verehren.

    Die höchste Verehrung genoss seit uralter Zeit ein gewaltiger, viereckiger Meteorstein, Kaaba genannt. Dieser stand in einem Tempel, der den gleichen Namen führte, in der heiligen Stadt Mekka, und von jeher wallfahrteten alle Araber zu ihm, ums sich durch seine Berührung von Sünde oder Krankheit zu befreien. – Neben dem Sternendienst fanden auch Judentum und Christentum Eingang.

    Da stand Mohammed auf und verkündete eine neue Religion. Sie sollte seine Volksgenossen von der Vielgötterei ablenken zum Glauben an einen einzigen Gott, wie ihn die Juden und Christen verehrten. Die jüdische Lehre schien ihm zu beschränkt, und der tiefe Sinn des christlichen Evangeliums war ihm nicht aufgegangen.

    Nach zwei Visionen fühlte er sich von Gott zu seinem Propheten berufen. Er trat mit seinen Offenbarungen hervor, die später im Koran, der mohammedanischen Bibel, zusammengefasst wurden, und als Lehre den „Islam“ =Ergebung in den Willen Gottes) verkündeten.

    Der oberste Satz des neuen Glaubens hieß: „Es ist kein Gott außer Allah, und Mohammed ist sein Prophet.“

    Durch die neue Religion wurden die arabischen Stämme geeinigt: nach Mohammeds Tod unterwarfen seine Nachfolger (Kalifen) in stürmischem Eroberungsdrang auch die Nachbarländer: Syrien, Ägypten, Persien, Nordafrika.

    Schließlich überschritten die Mohammedaner die Meerenge von Gibraltar, besiegten 711 in der Schlacht am Flüsschen Salado die Westgoten und eroberten deren spanisches Reich. Die Gefahr für das christliche Abendland war riesengroß. Nur die Pyrenäen trennten die Araber noch von dem Reich der Franken.


    Morgen lesen wir dann: Die Bekehrung der Germanen zum Christentum – Bonifatius der Apostel der Deutschen.

    Quelle Fotos: Panorama der Weltgeschichte Band 2 Bertelsmann Lexikothek

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  • ++++ Luther, ein einsamer Held?  +++ Reformation +++ Papsttum +++ Jud.entum +++ Mythos, Fälschung oder Wahrheit?

    Oktober 26th, 2023

    Es ist nicht einfach dieses Feld zu durchblicken, auch dann nicht, wenn man für sich selbst die Annahme vertreten sollte, den Durchblick zu haben. Denn es ist mehr als ein Tor, was man durchschreiten muss, und hinter diesem Tor liegen unzählige Falltüren. Und über die zurückliegenden Jahrhunderte waren es auch Unzählige, die der Versuchung nicht widerstehen konnten, diese Tore mit all ihren Falltüren zu durchschreiten. Und das meist, nicht ohne „ein blaues Auge“ davon tragen zu müssen.

    Oder man war geschickt genug, um den heißen Brei herumzureden. Hierzu fällt mir wieder Umberto Eco ein. Dazu viele seiner Prophezeiungen, aber auch Rückschlüsse, die er als geschickter Autor brillant in Umsetzung brachte.  Über eine chaotische Handlung mit linearer Entwicklung von Fakten irritiert er seine Leser absichtlich.  Eindeutig zweideutig!

    Ich beschreibe es mal als ein großartiges Zusammenwirken von Historie und Detailwissen mit beabsichtigter Irritation.

    Er verstand es wie kaum ein anderer seiner Zunft, über geheime Dokumente zu erzählen, ohne dabei ins „Fettnäpfchen“ zu treten. Gewiss geriet er auch in Kritik. Doch nicht er, sondern seine Romanhelden verkörperten das „corpus delicti“, wenn man es denn so nennen mag.

    Warum aber beschäftige ich mich damit? Nun ja zum einen ist es dieser ausgerufene „Tag der Reformation“, eng verbunden mit Martin Luther als interessante als auch umstrittene Persönlichkeit, dazu die Umstände der damaligen Zeit und den Verlauf bis heute mit ähnlichen Symptomen und Begleiterscheinungen. Parallelen halt.

    Es gibt Unmengen an Literatur dazu, manches darunter wurde gar verboten, wiederum offerieren sich Unterschiede zur Rechtsprechung gegenüber den jeweiligen Verfassern.

    Worum geht es nun eigentlich? Gute Frage. Ich versuche, es mal so zu erklären.

    Wenn wir etwas aus den gegenwärtigen Zuständen gelernt haben, dann ist es das Wissen darüber, dass eh nur ein ganz geringer Teil der Menschen bereit ist, zuzuhören, nachzufragen, zu hinterfragen, oder der wohl beste Fall, selbst nachzudenken und in Eigenverantwortlichkeit zu handeln. Anders die, welche bereits eine Erkenntnis erlang haben, oder sich intensiv mit der Materie befassen. Sie zehren von dem darin verankerten Wissen. Das heißt letztendlich auch: Begreifen, was tatsächlich vor sich geht.

    Es macht also wenig Sinn, hier erzählerisch oder auf anderen Umwegen irgendein „Geheimnis lüften zu wollen – der Schriften sind genug verfasst!

    Was bleibt ist die Qual der Wahl – zum einen der Griff in das mächtige Repertoire dieser Schriften und zum anderen den Blick auf das, was darauffolgte und immer noch geschieht.

    Schließlich war es nicht nur Luther, den dieses Thema beschäftigte, denn auch in den Jahrhunderten darauf flammt es immer wieder auf, wurde (und wird bis heute) als Unfug abgetan, als Mythos oder Fälschung, Es verhält sich ähnlich einem Gerücht, welches in die Welt gestreut wird – der Funken Wahrheit ist immer dran.

    Wenn sich ein „Mythos“ wie ein roter Faden durch die Epochen zieht, ist es vermutlich weniger ein Mythos, doch mehr eine Geschichte mit hohem Wahrheitsgehalt.

    ——————————-

    Angesichts des bevorstehenden Tages der Reformation, möchte ich dem „Reformator“ und seiner Zeit noch ein paar Zeilen widmen.

    Luther und die Zeit um 1500, eine Zeit, die gleich einem Januskopf, nach rückwärts gewandt, auch zukunftsweisend ist.  Ich verbinde damit (unter anderem) auch das neue Medium des Buchdrucks, der Vorstoß der Entdecker in unbekannte Welten, die Zunahme von Wissen und Bildung, die Auflehnung gegen Unterdrückung und Gewalt, und ein Kampf um Freiheit.

    Die Zeit Martin Luthers war unbarmherzig. Grausam war auch die Justiz.

    Luther und der Bauernkrieg

    Seine Stellungnahme und seinen Rückzug hat man ihm übelgenommen. Während sich der Thüringer Reformator Thomas Müntzer als Anführer des Bauernaufstandes erklärte, haderte Luther mit sich, denn als Theologe und Gelehrter hatte er eine vollkommen andere Sicht auf die Problematik als die Bauern.

    Bei Luther gab es ein grundlegendes Vertrauen in die gottgesetzte Obrigkeit. Er ging davon aus, dass die Fürstenherrschaft und auch die Adelsherrschaft dem Willen Gottes entsprochen haben; entsprechend war ein Aufstand gegen die Obrigkeit nicht zulässig. Vom Aufstand der Bauern befürchtete er Unruhe und Unfrieden.

    Luther war nie der einsame Held

    Und noch etwas geht mir auch nicht aus dem Kopf: Wenn Luther eine so herausragende Bedeutung gehabt hat, wäre ja einzuwenden, dass die „Wittenberger Bewegung“ gänzlich ohne ihn begann und voranschritt – er war ja auf der Wartburg.

    Zwei Argumente seien dagegen aufgeführt:

    • Luther war präsent. Er stand die ganze Zeit mit seinen engsten Mitarbeitern, vor allem Georg Spalatin und Philipp Melanchthon, in intensivem Briefverkehr. Er wusste, was vor sich ging.
    • Er gab Ratschläge, auch mit ermutigenden Flugschriften. Mitte Dezember hat er an Spalatin geschrieben: „Soll etwas über das Wort Gottes fortwährend nur disputiert und der Tat sich immerhin enthalten werden? Hinter der Frag stand natürlich eine Aufforderung und Ermutigung. Da waren seine Wittenberger Mitstreiter längst dabei.

    Nein, Luther war nie der einsame Held, der allein die reformatorischen Gedanken entwickelt hat.

    • Bereits seit Herbst 1516 erfolgte an der Wittenberger Universität im Rahmen von Disputationen ein intensiver Gedankenaustausch über theologische Probleme. Zu diesem Kreis gehörten, Bartholomäus Bernhardi, Nikolaus von Amsdorf, Johannes Dölsch und Andreas Bodenstein aus Karlstadt, Luthers Doktorvater.

    ————————————————

     Was gäbe es noch zu sagen oder ist erwähnenswert, in puncto klassische Utopie oder des immerwährenden Mythos? Nun ja, wir blicken zurück auf Kirchen und eine unsägliche Ketzerhistorie, auf einen Ablasshandel, eine Krise von Kirche und Reich, aber eben auch auf diegroßen Bündnisse der Bibel manchmal auch Bilblischer Zionismus genannte  –Dazu fällt mir der Name Malcolm Hedding ein, ein evangelikaler Zionist. Da gab es auch diese Diskussion, bei der ein Oberrabiner Australiens einem erstaunten Hedding mitteilte: „Sie wissen, dass der Messias kommt, und der aktuelle Konflikt kündigt das an.“

    Christliche Zionisten, christlich-zionistische Ideen, die sich nicht so sehr von den orthodoxen jüdischen Ideen unterscheiden, das ist nicht neu.

    Ein bisschen merkwürdig kommt daher eine Neuauflage /Fassung des lutherischen Werkes aus dem Jahr 2016 daher. Unter Morgensterns Feder erscheint diese überarbeitete Auflage zu „Von den Jüde.n und ihren Lügen“. ein bisschen so, als schlüpfe ein Hauptangeklagter in die Rolle des Richters und fallt sein eigenes Urteil.

    Die Schriften und Werke Luthers wie  „Wider das Papsttum, vom Teufel gestiftet“, „Von den Jüden und ihren Lügen“ oder „Shem Hamphoras“ liefern Impulse, die  durchaus dem aktuellen Zeitgeschehen sehr nahe stehen.  Aber auch Diskussionen zu offiziell gemachten „Fälschungen“ wie „Protokolle der Weisen von Zi.on“  lassen sich über bestimmte Vorgänge in einen Zusammenhang bringen.  So unter anderem von Umberto Eco aufgegriffen und in seinen Romanen. „Das Foucaultsche Pendel“ ,Der Friedhof in Prag“,  oder „Verschwörungen“, verankert.

    Nicht weniger bewahrt auch Ecos Werk „Auf den Schultern von Riesen“ diesen Impuls: Wenn Lügner uns die eine „Wahrheit“ sagen….

    Es gibt selbstverständlich noch eine Reihe an Künstlern und Literaten mit Werken, die richtungsweisend sind.

     ——————————————-

    Zum Abschluss noch eine kleine Auslese zu großen Worten

    Ulrich von Hutten, Klage und Ermahnung gegen die Gewalt des Papstes (1520)

    Wir wollens halten ingemein.
    Laßt doch nit streiten mich allein.
    Erbarmt euch übers Vaterland,
    ihr werten Teutschen, regt die Hand.
    Jetzt ist die Zeit, zu heben an
    um Freiheit kriegen, Gott wills han

    Ulrich von Hutten, Deutschlands Leiden und Hoffnung (1521)

    Es ist ein jämmerlich Ding um dieses und dergleichen mehr, das wir Deutschen leiden und tragen. Wann will es doch ein Ende nehmen mit den Bischofsmänteln, den Annaten, Pensionen und der Unzahl der Räubereien? Wann wollen doch die Römer einmal ihren Dingen ein Maß setzen? Ich fürchte, wir Deutschen werdens nicht länger dulden können. Ihr unbilliges Gebahren, wodurch sie uns vergewaltigen, nimmt täglich zu, ihre Geldforderung hat kein Aufhören, keine Art kein Maß.

    An das Teuschland Weckherlin, Georg Rudolf

    Zerbrich das schwere joch, darunder du gebunden, o Teutschland, wach doch auf, faß wider einen mut!

    Luther
    Luther schlägt seine 95 Thesen an

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  • Zu den Anfängen des 11. Jahrhunderts, die der Wiedergewinnung alten germanischen Bodens.

    Oktober 26th, 2023

    Schlesien, Ostpreußen, Westpreußen und Pommern sind Gebiete, die sieben Jahrhunderte und mehr von germanischen Stämmen bewohnt waren.

    Als diese west- und südwärts zogen, kamen Slawen ins Land. Doch diese Slawen waren nicht in der Lage, den Boden zu bewirtschaften, Wälder zu roden, um Anbaugebiete zu schaffen. Deshalb übergaben sie das unbewohnte Land und die unbewohnbaren dichten Wälder den Deutschen.

    Aus den alten germanischen Stämmen kamen Franken, Thüringer, Flamen und viele andere nach Schlesien. Unter schwersten Bedingungen schufen diese Deutschen Dörfer und Städte und brachten eine Wüste zum Blühen, und ließen auf altem germanischen Boden neues Leben erwachsen.

    Und noch etwas: Unser Volksstamm, soweit wir zurückblicken können, besaß dichterische Begabung. Er wusste, die bunte Menge von Gestalten und Handlungen zu erfinden, die den Inhalt einer Mythenreihe ausmachen. Später, als die Germanen lange Zeit bei den südlichen Nachbarn in die Schule gegangen waren, erhob sich ihre bildende Kunst zu freien, großen Schöpfungen.

    Wusstet ihr, dass allein aus der Provinz Niederschlesien mit der Hauptstadt Breslau 13 Nobelpreisträger stammen?

     1908 Paul Ehrlich

     1912 Gerhart Hauptmann

     1918 Fritz Haber

     1931 Friedrich Bergius

     1934 Otto Stern

     1950 Kurt Alder

     1954 Max Born

     1963 Maria Goeppert-Meyer

     1964 Konrad Bloch

     1987 Georg Bednorz (Kind schlesischer Eltern)

     1994 Reinhard Selten

     1999 Günter Blobel(geb. 1936, er kam mit seinen Eltern als Vertriebener aus Sohrau-Niederschlesien- nach Dresden, ging nach Abitur und Studium nach Amerika – da er in der DDR keine Unterstützung zur Forschung bekam).

    Auch das deutsche West- und Ostpreußen hat Nobelpreisträger:

     1920 Walter Nernst

     1901 Emil Behring

     1911 Wilh. Wien

     1956 Werner Forssmann

     1963 Fritz Lippmann

     Aus dem deutschen Sudetenland: 1905 Philipp Lenard

    Weitere größere Persönlichkeiten aus dem zum deutschen Reich gehörigen Ostdeutschland sind Imanuel Kant, Kopernikus, Knobelsdorf, Schopenhauer, Virchow,

    Borsig, Langhans, Fahrenheit , A. Menzel (Maler) , B. Grzimek Zoologe)

    Kurt Masur (Dirigent).

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  • Mit dem Langobardenreich (Alboin) endet der Abschnitt zu den Germanenreichen

    Oktober 24th, 2023

    nach Albert Thümmel aus „Deutsche Geschichte“ Band 1.

    Auch nehmen wir noch einen Rückblick, bevor wir fortfahren über die Zeit bis zum Ende des Dreißigjährigen Krieges.

    Zunächst jedoch lesen wir über das Reich der Langobarden

    Nicht lange blieb Italien oströmische Provinz. Bereits 568 drangen die Langobarden, die einst an der unteren Elbe gesessen und sich später n Ungarn niedergelassen hatten, unter ihrem König Alboin über die Alpen und eroberten den größten Teil des Landes bis nach Süditalien hin.

    Pavia war die Hauptstadt des Langobardenreiches; hier wurden ihre Könige mit der eisernen Krone gekrönt – einem eisernen, in Gold gefassten Reif, der aus einem Nagel vom Kreuz Christi geschmiedet sein sollte.

    Das Reich bestand bis 774; da wurde es von Karl dem Großen erobert. Noch heute aber führt Oberitalien den Namen „Lombardei“.

    Rückblick

    Mit der Gründung dieses letzten Germanenreiches auf dem Boden des alten römischen Weltreiches war das gewaltige Drama der Völkerwanderung, das Heldenzeitalter der Germanen, zu Ende. Wenn wir zurückblicken auf das ungeheure Geschehen dieser beiden Jahrhunderte, so erkennen wir, dass die Welt in vielem ganz anders geworden ist.

    1. Das Römerreich, das jahrhundertelang die Welt beherrscht hatte, war auseinandergebrochen, der Westen des Reiches untergegangen. Doch hat Rom eine großartige Kulturgrundlage für alle Zeit hinterlassen.

    2. Italien, Spanien und Frankreich sind durch die Verschmelzung von Germanen und Römern und durch die Annahme der alten lateinischen Volkssprache die romanischen Nationen entstanden.

    3. Die Stämme in Deutschland, Britannien und Skandinavien haben ihre Eigenart und ihre Sprache bewahrt. Sei bilden die germanischen Nationen.

    4. Die Grundlagen für ein neues Europa sind geschaffen, dass von sieben germanischen Reichsgründungen zwei von Dauer geblieben sind.: Das Frankenreich – aus dem später Frankreich und Deutschland hervorgingen – und das Angelsachsenreich, das die Grundlage für das heutige England wurde.

    5. In die von den Germanen verlassenen Gebiete zwischen Elbe und Weichsel sind die Westslawen eingedrungen. Elbe und Saale bilden die Grenze (Slawenlinie).

    6. An die Stelle zahlloser germanischer Völkerschaften sind wenige große Stämme getreten: Friesen, Sachsen, Franken, Thüringer, Schwaben, Bayern, die in ihrer Eigenart bis auf den heutigen Tag weiterleben.

    Durch diese ganze Entwicklung ist die Morgenröte einer ganz neuen Zeit herangebrochen, der Übergang vom Altertum zum Mittelalter angebahnt, zu einem neuen Europa. Römertum, Germanentum und Christentum sind seine tragenden Pfeiler.

    —————–

    In den nächsten Tagen geht es dann weiter.

    Die Fränkische Zeit als auch die Bekehrung der Germanen zum Christentum geben den Auftakt für die Zeit ab 600 u. Z.

    Darüber hinaus gelangen wir in das Frankenreich unter den Karolingern, später widmen wir uns den Herrschern Pippin und Karl dem Großen und lernen die Sächsischen Kaiser kennen. Es bleibt also spannend.

    ——————————————————-

    Quelle Fotos

    Weltgeschichte Ullstein & Co Berlin

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  • Görlitz, meine wunderschöne Heimat – zwischen Reformen, Eroberungen, Kriegen und wirtschaftlichem Aufschwung

    Oktober 24th, 2023

    Der Dreißigjährige Krieg war anfangs religiös begründet, aber bald fielen die Nachbarstaaten ins geschwächte Reich ein, jeder wollte Land gewinnen. Zuerst die Dänen, die von Wallenstein (nach Schiller Wallenstein) geschlagen wurden und den Plan aufgaben. Es folgten Heere der Schweden und Franzosen. Die Franzosen hofften, die kaiserliche Macht im Reich zu schwächen, und Land zu erobern, die Schweden sahen ihre Chance auf Nordosteuropa zu erweitern.
    Am Ende des Kriegs nahmen sich Frankreich und Schweden große Gebiete des deutschen Reiches.


    Erst zu Beginn des 18. Jahrhunderts erholte sich Görlitz von den Folgen des Dreißigjährigen Krieges. Leine- und Damastweberei und der Handel mit Getreide, Wolle und Metallerzeugnissen brachten neuen wirtschaftlichen Aufschwung. Das Kriegsgeschehen hatte die Bautätigkeit zum Erliegen gebracht, aber schon ab Endes des 17. Jahrhunderts entstanden viele neue Häuser und um 1720 großartige Barockhäuser u. a. Handwerk 22, Obermarkt 29-31, Nikolaistr.32, Langenstr. 43, Untermarkt 13, Neißestr. 27 sowie das Haus Neißestr. 20.


    Jedoch ab Anfang 19. Jahrhundert brachten Napoleons Raub-und Plünderzüge, die Einquartierungen mit hohen Sachschäden und die von den Okkupanten auferlegte Geldleistung, der Stadt hohe Schulden und damit den wirtschaftlichen Rückschlag.
    Nach den Befreiungskriegen 1813-1815 und Napoleons endgültiger Niederlage durch den Sieg der preußischen und der verbündeten britischen Armee 1815 bei Waterloo, kam Görlitz und die Oberlausitz zu Preußen. Das Zerstörte wieder aufzubauen war mühevoll, aber es gab Erfolg und großen Fortschritt.


    Schon 1816 entstand die erste Görlitzer Tuchfabrik, deren Maschinen durch die Wasserkraft der Dreiradenmühle betrieben wurden. Ab 1830 begann die Industrialisierung in der Stadt. Dieser Veränderungsprozess erfasste zunächst die traditionelle Tuchherstellung, führte jedoch auch zur Gründung neuer Wirtschaftszweige, Waggon- und Maschinenbaubetrieben, Landskronbrauerei u. s. w.


    1847 erhielt Görlitz Anschluss an das preußische und sächsische Bahnnetz. Im gleichen Jahr wurde der Viadukt fertiggestellt.
    Es herrschte ein beschauliche Idylle – eine Zeit in großartigem Wachstum, Handel und Gewerbe in fortwährendem Aufschwung mit einer wohl geordneten Verwaltung sowie einem erfreulichen und verständigen Miteinander der Bürger.


    Resümee: Das Jahr 1871 besiegelte trotz aller vorangegangenen Widrigkeit das Zweite Deutsche Reich und auch die Einheit war wieder hergestellt.
    Doch im Jahr 1914 wurde der Aufschwung jäh unterbrochen. In Görlitz stimmt 1914 Pauls Taubadel für die Kriegskredite und die Görlitzer Garnison wird an die Westfront verlegt. Viele Bürger marschieren im grauen Vaterlandskleide dem Feinde entgegen. Wieviel Hoffnungen und Pläne, an Arbeit, Forschen und Familienglück brachen zusammen, als im August 1914 der Weltkrieg sich über Europa ausbreitete.

    Ein Krieg, der seinen Abschluss in einem Vertrag fand, der das deutsche Volk in allen seinen Rechten knebelt und knechtet.

    Heute schreiben wir den 24. Oktober. Im Jahr 1648 war das der Tag des sogenannten Westfälischen Friedens zur Beendigung des Dreißigjährigen Krieges.
    Wenn man genau hinschaut: Nahezu jede Epoche trägt die gleiche Handschrift, wenn es um Entvölkerung und Verarmung eines Volkes geht. In nahezu jeder Epoche des Weltgeschehens werden wir Parallelen zu aktuellen Ereignissen finden. Das ist kein Zufall. Und es bedarf auch keines Hellsehers, um zu begreifen, was vor sich geht.

    Die Vernichtung Deutschlands ist kein Phänomen des 20. Jahrhunderts. Immer und immer wieder flammten neue Kriege auf, und immer und immer wieder waren es die gleichen „Lumpen“, die sie anzettelten und anzetteln bis zum heutigen Tag. Ja, unsere „Freunde“ waren stets bemüht über einen vorgegaukelten europäischen Frieden hinaus, das deutsche Land in die Knie zu zwingen und es in seinen Werten und Ursprüngen zu zerstören.

    Manche erinnern sich vielleicht in diesem Zusammenhang an das Gedicht von des schlesischen Poeten Poeten Johann Christian Günther, das zwischen 1711 und 1723 entstanden ist –, also in der Epoche, welche die Folgen des Krieges noch lange zu tragen hatte.
    Das Gedicht trägt insgesamt acht Strophen, ihr lest einen Auszug mit drei Strophen:
    (Man kommt leider nicht umhin, auch hier gewisse Assoziationen zu treffen).

    „So lebe wohl mit allen Spöttern,
    du ehrmals wertes Vaterland.
    Du trotzest bei so nahen Wettern,
    Ich wünsche dir auch nur Bestand.


    Was hat dir wohl mein Geist zu danken?
    Verfolgung, Schande, Neid und Zanken
    Und Freunde, die kein Flehn gewinnt.
    Ja, müsst ich heute bei den Drachen
    Gefährliche Gesellschaft machen,
    Sie wären gütiger gesinnt.


    Ich komme durch dein scheinbar Lügen
    Um Gönner, Glauben, Ehr und Freund.
    Mein Seufzen kann dich nicht vergnügen,
    solange es auch erbärmlich weint.
    Ha, unbarmherzige Leäne,


    Belohnst du so den Fleiß der Söhne?
    Ist dieses die Erkenntlichkeit
    Vor soviel Wachen und Studieren
    Nur dich mit Nutz und Ruhm zu zieren?
    O falsche Welt, o grobe Zeit!


    Wohlan, so reize selbst die Waffen,
    Die Wahrheit und Verdruss regiert!
    Wer sind die meisten deiner Pfaffen,
    Von welchen all mein Unglück rührt?


    Wer sind sie? Lästrer, faule Bräuche,
    Tartuffen, Zänker, böse Schläuche
    Und Schwätzer so die Wahrheit fliehn,
    Beruf und Gott im Beutel tragen
    Sich täglich um die Kappe schlagen
    Und Weib und Pöbel an sich ziehn.


    Dies sehe ich vor gewisse Zeichen
    Vom Greuel der Verwüstung an:
    Wo Kunst und Weisheit einmal weichen,
    Da ist’s um aller Heil getan!“

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  • „Das Ostgotenreich (Theoderich der Große 493-526)

    Oktober 23rd, 2023

    Weiter geht’s .., und dieses Mal umfassend, nämlich zum Reich der Ostgoten. Albert Thümmel widmet diesem Germanenreich eine recht ausführliche Fassung, die wie ich finde, auch sehr spannend ist.

    Zur gleichen Zeit, als Chlodwig das Frankenreich gründete, schuf der Ostgotenkönig Theoderich, aus dem Geschlecht der Amaler, ein Reich in Italien.

    In seiner Jugend hatte er mehrere Jahre als Geisel am Hofe von Byzanz zugebracht und hatte dort römische Staats-und Kriegskunst kennengelernt. Als er 17jährig seinem Vater in die Regierung gefolgt war (471), fass t erden Plan sein Volk in Italien anzusiedeln.

    Dort hatte Odoaker, ein germanischer Söldnerführer, den jugendlichen Kaiser Augustulus (476) entthront. Und regierte nun als König über das Land.

    Das war das Ende des Weströmischen Reiches (genauer gesagt: der westlichen Hälfte des römischen Reiches, den ein „Weströmisches Reich“ hat es im Grunde nie gegeben).

    490 führte Theoderich sein Volk nach Italien. Er besiegte Odoaker bei Verona und belagerte ihn jahrelang in Ravenna. Von der entscheidenden Schlacht bei Verona hat Theoderich in der Sage den Namen „Dietrich von Bern“ erhalten, und die Schlacht um Ravenna lebt als die „Rabenschlacht“ fort.

    Nachdem sich Odoaker 493 ergeben hatte, stieß in Theoderich, wohl in der Trunkenheit, bei einem Gastmahl nieder. Mit dieser Gewalttat begann seine Herrschaft über Italien, aber er hat sie dann mit großer Milde und Weisheit ausgeübt. Theoderich war eine vornehme Natur von majestätischer Ruhe.

    Erst, mit sinnender Stirn, schreitet seine Herrschergestalt einher in dieser waffendröhnenden Zeit.

    Die Geschichte hat ihnen unter den Gewaltigen eingereiht und ihm den Ehrennamen des Großen verliehen – was sie dem Gründer des Frankenreiches versagt hat. Noch zu seinen Lebzeiten ließ Theoderich in Ravenna sein Grabmal errichten; 526 wurde er darin beigesetzt.

    Nach seinem Tod kam es zu Thronstreitigkeiten. Der oströmische Kaiser machte sich die Verwirrung im Land zum Nutze und sandte seinen Feldherren Belisar, um Italien zu erobern. In solcher Notzeit wurde Witechis auf den Schild erhoben, ein Vertreter des alten germanischen Volkskönigtums, ein Beispiel dafür, dass auch der freie Mann durch Volkswahl zu höchster Würde emporsteigen konnte.

    Leider enttäuschte er die Hoffnungen seines Volkes. Zwar war er ein tapferer Krieger, aber er erwies sich unfähig als Feldherr und endete als Gefangener. Um so heller erstrahlte der Ruhm der beiden letzten Könige der Ostgoten: Totila und Teja.

    Der jugendliche, blondgelockte Totila, der Liebling des gotischen wie auch des italienischen Volkes, eroberte fast das ganze Ostgotenreich zurück.

    Doch erlag er schließlich der Übermacht. In der Schlacht bei Taginae (552) verlor er Sieg und Leben.

    Auch Teja, der „schwarze Graf“, konnte trotz größter Tapferkeit das Schicksal des Reiches nicht mehr wenden.

    553 kämpften die Ostgoten ihren letzten Kampf am Vesuv. Wie ein Löwe focht Teja an der Spitze der Seinen. Immer wieder fing er mit dem Schild die feindlichen Speere auf; dann sprang er blitzschnell vor und erlegte viele Gegner. Doch schließlich fiel auch er: Als sein Schild, der von zwölf Speeren durchbohrt war, gegen einen anderen wechseln wollte, blieb seine Brust einen Augenblick lang ungeschützt. Da traf ihn der tödliche Wurf.

    Noch zwei Tage lange hielten sich die Goten gegen die Übermacht. Dann bat das Häuflein der Überlebenden um freien Abzug. Der oströmische Narses gewährte die Bitte aus Achtung vor ihrer Tapferkeit.

    Trauernd zogen sie mit der Leiche ihres letzten Königs an dem Sieger vorbei. Dieser soll den Lorbeer von seinem Haupt genommen und den toten Heldenkönig damit geschmückt haben. Nordwärts zog der Rest des Gotenvolkes. Sie ließen sich teils nördlich, teils südlich der Alpen nieder, wo sie allmählich im dortigen Volkstum aufgingen. So ging das edelste Volk der Germanen unter. Ihre Sagen aber bleiben lebendig durch die Jahrhunderte hindurch.“

    („Deutsche Geschichte“ nach Albert Thümmel)

    Morgen lesen wir dann über das Reich der Langobarden (Alboin) und anschließend eine kurze Zusammenfassung zu den Germanenreichen, bzw. nehmen wir einen Rückblick.

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