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Klara Fall: das glaube, wer mag

  • Die ritterliche Dichtung – aus der Reihe: „Deutsche Geschichte“ nach Albert Thümmel

    Januar 20th, 2024

    Noch eine kurze persönliche Anmerkung: Die Bilder stammen noch aus einem alten Schulbuch vom Ministerium der Volksbildung der Deutschen Demokratischen Republik (1961). Ich selbst wurde anhand dieses Lesebuches nicht mehr unterrichtet, wohl aber meine älteren Geschwister.

    Aber allein auf die Intervention meiner Eltern hin, sind mir selbstverständlich die Heldensagen bekannt. Und dafür bin ich ihnen sehr dankbar.

    ————-

    Doch nun weiter im Text:

    Durch das Rittertum entstand eine ganz neue Dichtungsart, die ritterliche Dichtung. Mit immer wachsender Lust und Kunst besangen diese Dichter vor allem das Rittertum und die Mine (Minnegesang). Sie erfreuten sich der Gunst der Kaiser und Fürsten. Unter allen Fürsten ragten zwei als besondere Beschützer und Gönner dieser Minnesänger hervor: Herzog Leopold von Österreich in Wien und Landgraf Hermann von Thüringen auf der Wartburg.

    Der weitaus bedeutendste Minnesänger war Walther von der Vogelweide. Wo seine Wiege gestanden hat, wissen wir nicht, wahrscheinlich aber in der Nähe von Bozen.

    In einem langen Wanderleben durchzog er Deutschland und die Nachbarlande. Viele Jahre weilte er am Wiener Hof, mehrere Jahre auch bei dem Landgrafen von Thüringen auf der Wartburg. Gegen Ende seines Lebens erhielt er von Kaiser Friedrich II. in der Nähe von Würzburg ein kleines Lehen, dass er sich auch immer sehnlichst gewünscht hat. Nun freute er sich darüber wie ein Kind, in einem tiefempfundenen Gedicht strömte er seinen Dank an das Schicksal und an den Kaiser aus. Er starb um 1230.

    Die großen epischen Dichter waren

     Hartmann von Aue („Der arme Heinrich“)

     Wolfram von Eschenbach („Parzifal“)

     Gottfried von Straßburg („Tristan und Isolde“), die zwischen 1170 und 1220 wirkten.

    Die fahrenden Sänger waren auch die Träger des Heldengesanges. Sie pflanzten die uralten Lieder von Siegfried und Kriemhild, Brunhild und Gudrun, Hagen und Dietrich von Bern fort. So entstanden um 1220 in Österreich das Nibelungenlied und das Gudrunlied, deren Verfasser wir leider nicht kennen.

    Mit dem Beginn des 13. Jahrhundert trat rasch und unaufhaltsam ein Verfall des Ritterstandes ein. Die Tugenden, welche einst den Ritter zierten, wurden immer mehr missachtet, und so entstand, besonders in der Zeit des Interregnums, das Raubrittertum.

    —————————————–

    Morgen lesen wir dann über den deutschen Thronstreit und Papst Innozenz (1198-1216).

    —————————————————————————-

    Walter von Der Vogelweide: In den Wirren des Wahlkampfes trat er mit glühendem patriotischen Gefühl beseelten Sprüchen gegen die welfisch-päpstliche Partei ein:

    Ich hörte einen Fluß rauschen und sah die Fische schwimmen;

    ich sah alles, was auf Erden war, Feld, Wald, Laub, Rohr und Gras.

    Alles was kriecht und fliegt und zu Fuß dahergeht, das sah ich und verkünde euch: keins von denen lebt unangefeindet.

    Die wilden Tiere und die Kriechtiere führen harte Kämpfe, gleicherweise kämpfen die Vögel untereinander. Nur darin sind sie eines Sinnes: sie würden sich nichtig vorkommen, wenn sie nicht eine kräftige Rechtsordnung bildeten.

    Sie wählen Könige und Stände, sie bestellen Herren und Knechte. Dagegen wehe dir, deutsches Volk, wie steht es mit deinen Einrichtungen!

    Wenn jetzt die Mücke ihren König hat und deine Herrlichkeit in solcher Weise zugrunde geht.

    Wende, wende dich um! Die Kronen sind zu mächtig, die Vasallenkönige rücken dir auf den Leib. Dem Philippus setz den Waisen auf und gebiete ihnen zurückzutreten.

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  • Ausgelöscht?

    Januar 20th, 2024

    Auch wenn das größte Informationszentrum der Welt über die letzten Tage wieder schwächelt, Kommentare kaum oder gar nicht zu lesen sind, und wir manchem darüber die Antwort schuldig bleiben, schreibe ich sie weiter auf, meine Gedanken

    Das größte Informationszentrum der Welt scheint über Strecken oder zumindest über bestimmte Passagen wie ausgelöscht. Irgendwie gruselig. Nun ja, dass man auf diesen Portalen längst nicht mehr alles öffnen kann, was man noch vor Jahren abgespeichert hat, dass das Zentrum der Portale nur Informationen beherbergt, die für eine ganz bestimmte Gruppe von Menschen zugelassen, auf sie ausgerichtet und abgestimmt ist, auch das ist bekannt.

    Vielleicht sollten wir, einfach wieder mehr Bücher lesen, uns wieder Briefe schreiben, Karten basteln und mit Glückwünschen darauf versehen. Vielleicht sollten wir uns wieder an bekannten Plätzen treffen, immer zu bestimmten Zeiten, so wie früher. Vielleicht sollten wir einfach wieder eine Land- oder Straßenkarte in die Hand nehmen, um den Weg zu finden. Vielleicht auch die Menschen ansprechen, um sie nach dem Weg zu fragen. Vielleicht sollten wir Holz sammeln, um unsere Wohnungen zu heizen, vielleicht sollten wir die Kraft des Wasser nutzen, um in unseren Häusern Licht zu machen, vielleicht sollten wir unsere Lebensmittel wieder selbst anbauen, vielleicht sollten wir uns austauschen, und vom Wissen des anderen lernen.

    Die Urvölker sind anderen Wesen verhasst, weil sie über ein enormes Wissen verfügen, dass einzig und allein nur aus der Verbundenheit mit der Natur herrührt. Dass war der Grund, warum man sie bis aufs Blut bekämpft hat, das ist der Grund, dass auch in der Gegenwart Naturdenkmäler auf gewisse Gruppen verstörend wirken. Wie wild fuchteln dann deren suspekten Mitglieder umher, aufgescheucht darüber, dass man ihre Macht untergräbt. Dann missbrauchen sie diese, immer und immer wieder – schließlich schaffen sie mächtige Areale an Verboten, verbunden mit drastischen Strafen.

    Vielleicht sollten wir einfach wieder wir selbst sein, und nicht weiter einem vorinstallierten Wahn folgen. Denn dieser lässt sich auslöschen, doch nicht das natürliche Wesen in uns.

    Klingt anstrengend und wenig fortschrittlich? Dann sollten wir überlegen, was Fortschritt ist, und was dieser vermeintliche Fortschritt mit uns gemacht hat.

    Das meinte ich, als ich in einem vergangenen Beitrag schrieb, dass wir bereit sind, unser Leben vollständig umzukrempeln. Nun gut, die Jüngsten sind wir auch nicht mehr. Aber ich denke dann wieder an meine Eltern und Urgroßeltern, an ihre Berichte, und dann weiß ich, dass wir zu viel mehr fähig sind, als wir annehmen mögen.

    Und auch wenn der Spruch abgedroschen klingt: Die Veränderung beginnt tatsächlich nur bei uns selbst, sonst kann sich nichts verändern.

    Tun wir also das, was wir am besten können, abgucken ist erlaubt, nachmachen auch, also aus der Inspiration heraus – aber jeder sollte eben nur das tun, was auch zu ihm passt, und das aus tiefster Überzeugung und dem Herzen heraus. Sonst wird das nüscht und das Unternehmen wäre nur eine Fälschung. Und von diesen Fälschungen haben wir leider mehr als genug. Zu viele haben sich über die Jahrhunderte manifestiert.

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  • Das Rittertum – „Deutsche Geschichte“ nach Albert Thümmel

    Januar 19th, 2024

    Unserem letzten Beitrag https://undinepeter.blog/…/aus-dem-mittelalterlichen…/ folgend, war das Rittertum eine ebenso eigenartige Erscheinung des Mittelalters wie das Mönchstum und Klosterwesen.

    Die Bildung des Ritterstandes ist auf das engste verbunden mit der Entwicklung des Heer- und Lehenswesens. Bis zu den Tagen Heinrichs I. war das deutsche Heer in seiner Mehrheit Fußvolk. Die Ungarnkriege aber zeigten Heinrich die Notwendigkeit, den Reiterheeren des Feindes ein eigenes entgegenzustellen. In der Ungarnschlacht 933 kämpften Krieger zu Ross und zu Fuß nebeneinander. 200 Jahre später war das Fußvolk verschwunden. Die Staufer führten nach Italien und in das Heilige Land nur Reiterheere.

    Die Grundlage des Ritterstandes bildeten die größeren freien Grundbesitzer, denn nur sie vermochten die hohen Kosten einer Rüstung für Mann und Ross zu tragen. Zu ihnen traten bald zwei andere Klassen: die größeren Vasallen der Herzöge, Grafen, Bischöfe und Äbte sowie die Beamten (Ministerialen) der großen Grundherren.

    Seit der Mitte des 12. Jahrhunderts bildeten diese drei Klassen eine geschlossene Gesellschaft mit fest ausgeprägtem Standesbewusstsein: die Ritterschaft.

    Als sich auch Könige und Herzöge zu ihr gesellten, stieg sie zur ersten Gesellschaftsklasse des Mittelalters auf.

    Seine hohe Weihe empfing das Rittertum durch die christliche Religion. Seine höchste Ausbildung erhielt es daher in den Zeiten der Kreuzzüge.

    Die Wohnung des Ritters war die Ritterburg. Sie sollte ihre Bewohner bergen und gegen feindliche Angriffe schützen. Sie war also Wohnung und Festung zugleich, und je mächtige rund reicher ihr Herr, desto stattlicher und umfangreicher war ihr Bau. So ergab sich der Unterschied zwischen den vornehmen Hofburgen und den einfachen Ritterburgen. Die Burg musste möglichst unzugänglich sein, entweder auf steilem Berg liegen (Höhenburg) oder auf wasserumspülter Insel (Wasserburg). Hier führten die Menschen, oft auf engem Raum zusammengepfercht, ein wenig behagliches Dasein.

    Besonders schwer war der Winter, sehnsüchtig wurde der Frühling herbeigewünscht und vor allem der Wonnemonat Mai begrüßt. Der Ritter sollte sich durch seine „tugent“ von anderen Menschen auszeichnen. Die Kennzeichen dieser ritterlichen Tugenden waren: milte, zucht, måze und vuoge.

    • milte = weise, Verwendung des Reichtums, mildtätiges Erbarmen mit allen Notleidenden, Freigebigkeit und Gastlichkeit;

    • zucht = das äußere anständige Benehmen und vor allem die innere Zucht,

    • måze = das rechte Maßhalten in allen Dingen;

    • vuoge = Fertigkeit im Gebrauch der Waffen.

    Zu solch vierfacher Tugend sollten die Knaben und Jünglinge erzogen werden. Bis zum siebenten Lebensjahr lebte der adlige Knabe unter der Pflege der Frauen, dann trat er als Edelknabe (Page) in den Dienst eines befreundeten Ritters, der ihn in alle Zweige des Rittertums einführte. Mit etwa 15 Jahren empfing er das Schwert, er wurde Knappe oder – wenn er von fürstlicher Geburt war – Junker. Nun galt es, alles, was er erlernt hatte, als Gefolgsmann eines Ritters zu bestätigen.

    Nach etwa sieben weiteren Jahren wurde er durch den Ritterschlag (die Schwertleite) in den Ritterstand aufgenommen. Unter den Worten „Im Namen Gottes des heiligen Michael und des heiligen Georg schlage ich dich zum Ritter“, erhielt er einen oder mehrere leichte Schläge mit de flachen Schwert auf die Schulter. Dieser Ritterschlag vollzog sich unter großer Feierlichkeit und wurde meist zu einem besonderen Fest gestaltet.

    Die vornehmste Bestätigung des mittelalterlichen Adels war der Waffendienst. Im Kriegsfall wurden die königlichen Lehensleute zur Heeresfolge aufgeboten. Diese riefen dann ihrerseits ihre abhängigen Mannen auf. Jener Waffendienst äußerte sich aber nicht nur im offenen Kampf, sondern auch im rittermäßigen Kampfspiel, im Turnier.

    Es gibt zwei Arten: die

    • Tjost (Zweikampf) und den

    • Buhurt (Massenkampf, der ein getreues Abbild einer Reiterschlacht bot)

    Dabei ging es niemals ohne Verletzungen ab, nicht selten kamen sogar Todesfälle vor – so 1241 in Neuß nicht weniger als 60. Die Turniere waren die prachtvollsten und kostspieligsten des Mittelalters.

    —————

    Genug der Kämpfe!

    Morgen lesen wir dann von der ritterlichen Dichtung. Denn durch das Rittertum entstand eine ganz neue Dichtungsart. Mit immer wachsender Lust und Kunst besangen diese Dichter vor allem das Rittertum und die Mine (Minnegesang). Der weitaus bedeutendste Minnesänger war Walther von der Vogelweide.

    Dazu dann morgen mehr.

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  • Aus dem mittelalterlichen Klosterleben

    Januar 16th, 2024

    Nach den Aufregungen des gestrigen Tages (fortwährende staatliche Maßnahmen zum Auslöschen unserer deutschen Geschichte) finden wir nun wieder zurück in längst vergangene Zeiten und lesen weiter in der Reihe „Deutsche Geschichte“ nach Albert Thümmel.

    Im Anschluss an den vorangegangen Beitrag zu den Kreuzzügen, unternehmen wir einen „Ausflug“ in das sich entwickelnde Klosterleben bis in das 13. Jahrhundert hinein. Noch ein kurzer Hinweis dazu: In Bezug und mit Rückblick auf die Kreuzritterzüge: Über Jahrhunderte hinweg, schlummerte ein Teil des Templerwissens hinter den dicken Klostermauern.

    Das Mönchs- und Klosterwesen war im 4. Jahrhundert in Ägypten entstanden. Von dort verbreitete es sich, besonders seit dem 6. Jahrhundert, in Europa. Doch wurde es hier ganz neu gestaltet, zu einer höchst eigenartigen Erscheinung des Mittelalters. Während sich die Mönche im Morgenland einem beschaulichen, untätigen Leben hingaben, entfaltete die Kirche des Abendlandes einen ungemein segensreiche Tätigkeit und wurde dadurch zur Wohltäterin des gesamten Erdteils.

    Ein Kloster war eine kleine Stadt für sich, denn es sollte alles bieten, was Leib und Seele an Nahrung verlangten. Der natürliche Mittelpunkt war die Kirche. Hoch ragte ihr Turm empor und wies dem müden Wanderer schon von Weitem den Weg. Um das Gotteshaus gruppierten sich alle Gebäude, die nur dem Klosterleben dienten und dem Laien unzugänglich waren – darunter die innere Klosterschule, in der die künftigen Mönche herangebildet wurden.

    Diese Gebäude bildeten zusammen die sogenannte Klausur (=der abgeschlossene Raum). Außerhalb der Klausur befand sich die Wohnung des Abtes, meist ein stattlicher, palastähnlicher Bau, denn der Abt gehörte ja zu den Großen des Landes, der – gleich den Herzögen und Grafen – nur einen weltlichen Herrn über sich anerkannte, den Kaiser.

    Ein große Reihe von Gebäuden aller Art schloss sich an: (die Außenschule) für Laien, Herbergen für reisende Klosterbrüder, Krankenhäuser, Arzthaus und Apotheke, Werkstätten – beim Benediktiner-, Zisterzienser- und anderen Orden auch zahlreiche Gebäude für die Landwirtschaft: denn die Mönche dieser Orden waren zum Landbau verpflichtet. Durch ihren Fleiß sind Wälder gerodet, unzählige Sümpfe getrocknet und in fruchtbares Acker- und Wiesenland umgewandelt worden.

    Aus den Klöstern gingen auch die Glaubensboten hervor, die unter steten Gefahren und Beschwernissen den Heiden, vor allem des Ostens, das Christentum brachten und durch Fleiß und Ordnung den Umwohnern ein anregendes Beispiel gaben.

    Durch die Klöster wurde aber nicht nur die äußere , sondern auch die geistige Kultur unseres Volkes gefördert. Sie waren im Mittelalter die eigentlichen Träger aller Kultur, fast die einzigen Pflegestätten der Wissenschaft und der Künste.

    Gelehrte Mönche waren der Stolz und der Ruhm eines Klosters; in der Außenschule erhielten die Söhne und Töchter des Adels eine Bildung, die sie nicht nur über ihre Volksgenossen hinaushob, sondern auch zur politischen Führung befähigte. Ein Mangel freilich war es, dass diese Bildung völlig lateinisch, also undeutsch war.

    So ging von den Klöstern jahrhundertelang reicher Segen aus. Erst im späteren Mittelalter geriet das Klosterleben in Verfall.

    ———————————-

    Infotafel:

    Zäsuren der Entwicklung erfuhren die Klöster sowohl durch die Reformation im 16. Jahrhundert und den 30-jährigen Krieg (1618-1648) sowie durch den schwindenden Bezug der Bevölkerung zur Kirche und Religion.

    Was um diese Zeit (13. Jahrhundert) mit geheimen Wissenschaften, unbekannten Giften, euphorischen Flagellanten, weisen Franziskanern, grausamen Inquisitoren

    und eifersüchtig gehüteten Schätzen geschah, ist gar nicht so weit entfernt, von dem, was uns täglich in der Gegenwart ereilt. Und wenn man es auch lieber nicht glauben mag – es gibt tatsächlich Zusammenhänge.

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  • Unsere deutschen Städte und ihre Zerstörer

    Januar 16th, 2024

    Gegen das Vergessen! 16.01. 1945! MAGDEBURG

    Und auch heute lesen wir über die planmäßige Zerstörung deutscher Städte und Infrastruktur durch die Alliierten, über die verbrecherische Kriegsführung der Angloamerikaner und dem angloamerikanischer Bombenterror gegen die deutsche Zivilbevölkerung.

    2023: Einem Stadtführer wird die Frage gestellt, wo es denn zum Zentrum gehe. Seine Antwort ist kurz: Im „klassischen“ Sinne habe das Magdeburg nicht mehr. Denn die Innenstadt wurde beim Bombenangriff 1945 zu 90 Prozent zerstört.

    Brandbomben aller Art, darunter auch Phosphor, brachten der Stadt den gefürchteten Feuersturm, der auch Dresden einen Monat später treffen sollte. An jedem 16. Januar läuten im nächtlichen Magdeburg für zehn Minuten die Kirchenglocken. Sie erinnern an einen der schlimmsten Bombenangriffe auf eine deutsche Stadt im Zweiten Weltkrieg. Der Angriff dauerte von 21.28 Uhr bis 22.07 Uhr. Nach diesen 39 Minuten gab es die Magdeburger Altstadt nicht mehr.

    Nach ersten verlässlichen Angaben verloren bei diesem Angriff mehr als 16 000 Menschen (wobei auch dieses Zahl, wesentlich höher ausfallen wird) hier ihr Leben.

    Und wie es die Mischpoke will, wurde diese Zahl natürlich, wie gewohnt (wenn es Tote aus der deutschen Bevölkerung betrifft) auf etwa 2000 hinunter „korrigiert“. Vorhin habe ich sogar etwas von 1600 gelesen. Das perfide Spiel der Zahlenkorrektur ist bekannt. Mehrfach habe ich darüber berichtet.

    Hier findet ihr die ersten zwei bisher verfassten Artikel zu dieser Reihe: Unsere deutschen Städte und ihre Zerstörer

    Unsere deutschen Städte und ihre Zerstörer
    Jeder Monat diesen Jahres sei einer deutschen Stadt gewidmet.
    Von Kriegen, von Wahrheit und Lügen und den unzähligen Versuchen den Frieden zu retten – wer weiß davon schon?

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  • Der Geist des deutschen Volkes, bewährt sich am klarsten in seiner Sprache

    Januar 15th, 2024

    Weil unsere deutsche Muttersprache gestern ein Thema war, noch ein Rückblick: Es waren einmal zwei Brüder…

    Die Auswirkungen der Französischen Revolution sind auch in Deutschland noch lange zu spüren. In dieser Zeit erforschen Jacob und Wilhelm Grimm die Ursprünge der deutschen Sprache und Literatur, denn sie wollen ihren Landsleuten ihre kulturellen Wurzeln aufzeigen. Neben alten Sagen, Balladen und Liedern sammeln sie vor allem Märchen.

    Daneben arbeiten Jacob und Wilhelm über 20 Jahre lang am Deutschen Wörterbuch. Es gilt als Meilenstein der deutschen Sprachwissenschaft und zeigt: Mit ihren Forschungen legen die Brüder Grimm den Grundstein für die moderne Germanistik.

    Wir sollten uns immer daran erinnern:

    Alles liegt in unseren Wurzeln. Wenn wir wieder zu diesen und unseren ursprünglichen Wesenszügen zurückkehren, kann auch die deutsche Sprache wieder an Gefühl ihrer angeborenen Kraft gewinnen. Der Versuch gewisser Mächte, des Abnabelns der Völker von ihrer Muttersprache, ist kein „neues“ Unterfangen. Völker von ihren Wurzeln zu trennen ist eine jahrhundertealte Taktik, um sich ein Volk /ein Land gefügig zu machen. Über den Weg der Zwangs-Christianisierung und mit der Einführung der Kirchensprache (Latein) wurde der Anfang gemacht.

    Doch auch unter dem Dogma der Kirche, haben die Menschen ihren ursprünglichen Glauben nie verloren. Ein Volk lässt sich nur dann beherrschen, wenn es sich selbst fremd geworden ist, und alle Erinnerungen an Herkunft und Sprache ausgelöscht wurden.

    Die Zerstörung des traditionellen Lebensstils war stets oberstes Gebot der dunklen Mächte; und ist es immer noch.

    ——————

    Lesen wir doch, was Wilhelm Grimm im Jahr 1847 zur deutschen Sprache schrieb:

    „In Luther gewann die deutsche Sprache, nachdem sie von der früheren kaum wieder erreichbaren Höhe herabgestiegen war, wieder das Gefühl ihrer angeborenen Kraft. Aus Luthers Jahrhundert war, was sich nur erreichen ließ, zu benutzen. Hernach hat der Dreißigjährige Krieg Deutschland und sein geistiges Leben verödet; gleichmäßig welkte die Sprache, und die Blätter fielen einzeln von den Ästen; was sich in dieser Zeit irgend auszeichnete, musste berücksichtigt werden.

    Im Anfang des 18. Jahrhunderts hing trübe Gewölk über dem alten Baum, dessen Lebenskraft zu schwinden schien. Mit Anmaßung zunächst unter Gottsched, erhobt sich die Grammatik und gedachte der Sprache aufzuhelfen. Aber eine Grammatik, die sich nicht auf geschichtliche Erforschung gründete, sondern die Gesetze eines oberflächlichen Verstandes der Sprache aufnötigen wollte, würde selbst bei minderer Beschränktheit unfähig gewesen sein, den rechten Weg zu finden.

    Ein solches Gebäude schwankt hin und her, die Sprache gewinnt durch ein willkürliches Gesetz eine gewisse Gleichförmigkeit und scheinbare Sicherheit, aber die innere Quelle beginnt zu versiegen, und das trockene Gerüste fällt schnell zusammen.

    Für diese Zeit war nur eine Auswahl zulässig: dass wir das Richtige getroffen haben, dürfen wir hoffen, aber das Urteil steht anderen zu. Unserem Vaterland ist mehrmals ein Retter erschienen, der seine Geschicke wieder aufwärts lenkte: so erschien Goethe auch der Sprache als ein neues Gestirn – Goethe, der in die Tiefen der menschlichen Seele hinab, zu ihren Höhen hinauf geblickt hat, und über den eigenen Lorbeerkranz, der in seiner Hand ruht, hinweg schaut.

    Der Stab, mit dem er an den Felsen schlug, ließ einen frische Quelle über die dürren Triften strömen; sie begannen wieder zu grünen, und die Frühlingsblumen der Dichtung zeigten sich aufs Neue. Es ist nicht zu erschöpfen, was er für die Erhebung und Läuterung der Sprache getan hat, nicht mühsam suchend, sondern dem unmittelbaren Drange folgend, der Geist des deutschen Volkes, der sich am klarsten in der Sprache bewährt, hatte bei ihm seine volle Freiheit wieder gefunden

    Was sonst hervorragende Männer, wie Wieland, Herder, Schiller, in dieser Beziehung gewirkt haben, erscheint ihm gegenüber von geringem Belang; Lessing stand, was die Behandlung der Sprache betrifft, ihm am nächsten, aber niemand hat ihn bis jetzt erreicht, geschweige übertroffen.“ (Wilhelm Grimm 1847)

    ——–

    Und sein Bruder Jacob Grimm beschäftigte sich zur selben Zeit, also 1847, mit der Frage: Wie ein Volk, das durch sein Auftreten den lebendigen Hauch der fast erstorbenen Freiheit in Europa anfachte, ein Volk dessen rohe Kraft noch frisch und ungekünstelt war, allmählich den unnatürlichsten und verschrobensten Formen der Rede verfallen konnte…

    —————————–

    Das Bild (eine alte Ansichtskarte) zeigt das Phänomen des Brockengespenstes, also eine Figur, die sich nicht oder kaum verändert, doch der Nebel Schatten projiziert innerhalb der Nebelbank.

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  • Stalin – der rote Gott, ein Despot und seine „Treuen“…

    Januar 14th, 2024

    (Aus der Reihe: „Im Reich der Roten Teufel“.)

    Stalin: Nicht nur die nach ihm benannten Orgeln, hinterließen ein rücksichtsloses Geräusch.

    Ein pervers, grausamer Charakter und zugleich der „Onkel Stalin“ als Befreier Deutschlands.

    Bereits vor einigen Wochen habe ich zu diesem Thema Anlauf genommen, dann immer und immer wieder, und immer wieder sind da diese Parallelen zum gegenwärtigen Geschehen.

    Mit 1000 Wörtern lässt sich das Kapitel zu Stalin und den führenden Köpfen an seiner Seite nicht abspeisen. Also nehmt euch Zeit. Ich habe über Strecken versucht, es über Episoden darzustellen, aber dann fallen wichtige Zusammenhänge hinten runter.

    Darüber lesen wir: Kollektivierung, Liquidierung , brutale und gewissenlose Zielstrebigkeit und eine Clique mit der Stalin seinen Tyrannenherrschaft über Russland ausüben kann.

    „Der Diktator Stalin errichtete in der Sowjetunion ein System des Terrors, und das aus Freude am Foltern und Morden. Man schätzt, das Stalin für den Tod von 30 Millionen Menschen verantwortlich ist… so titelt „die Welt“ aus einer Buchbesprechung vom 15.03.2012 heraus.

    Doch tat er sein „Werk“ nicht allein. Dazu gleich mehr…

    Das Ertränken politischer Gegner machte Schule > Unter den Roten Teufeln kam es zu Ausschreitungen mit brutalen Morden. Stalin hatte exzellente Propagandisten im Einsatz. Sein berühmtester Mordhetzer war Ilja Ehrenburg. Dessen Credo im Auftrag: „Deutsche sind keine Menschen“.

    Wer war dieser Stalin, und was können wir aus den Vorgängen dieser Zeit für uns in der Gegenwart ableiten?

    Stalin war maßgeblich mitverantwortlich für den Sieg der Alliierten im Zweiten Weltkrieg, für die Abtrennung der deutschen Ostgebiete, für die Installierung einer kommunistischen Diktatur in Mitteldeutschland und für die 40-jährige Teilung Deutschlands.

    Aber er war nicht allein bei dem, was er in Umsetzung brachte. Es gab Köpfe, Begleiter und Hintermänner und natürlich die, welche die Strippen ziehen. Und, was nicht überraschen dürfte, die Herkunft dieser ist unverändert und setzt sich bis heute fort.

    Woran erinnert uns das, wenn wir das lesen?

    „Was so gern als SED-Diktatur bezeichnet wird, war in Wirklichkeit ein Regime, dessen Aufbau bis ins Detail von Stalin festgelegt wurde. Die deutschen Kommunisten um Walter Ulbricht erscheinen wie Gehilfen, die den Willen des sowjetischen Diktators umsetzten. Wie Schüler wurden sie regelmäßig zum Rapport in die Zentrale der Besatzungsmacht in Berlin-Karlshorst oder direkt nach Moskau bestellt, wo sie mit herablassender Geste neue Instruktionen erhielten.“

    Nun, an diesem Prozedere (Vorgehensweise) hat sich bis heute nicht viel geändert – nur die Darsteller und Rädelsführer sind andere, wenn auch aus dem gleichen Holz geschnitzt.

    —————————————

    Das Jahr 1917 bringt dem Zarenreich die Auflösung. Regierung und Verwaltung sind · zersetzt. Die Armeen sind unzählige Male vernichtend geschlagen. Die breite Masse der· Bevölkerung ist von einer Katastrophenstimmung ergriffen. Die Intelligenz sieht tatenlos und resigniert einer scheinbar unaufhaltbaren Entwicklung zu. An der Spitze des Ganzen steht ein mittelmäßig begabter, schwächlicher Herrscher, unfähig, Missstände zu beheben oder den Lauf der Dinge aufzuhalten.

    Die Ströme von Blut entfesseln schon Lenin und auch Trotzki selbst, der Schöpfer der Roten Armee, auch wenn Stalin erst zum perfekten Vollstrecker, zum Ideen- und Massenmörder werden soll.

    Der Aufstieg der Tyrannen und die Folgen

    Jahrelang wurde Stalin in Deutschland wie ein Heiliger verehrt. Mal abgesehen von der Tatsache, dass diese Verehrung nie aufgehört hat. Sie wurde lediglich weniger offensichtlich dargestellt. Die vielen Überzeugten, die Stalinisten unter uns, waren nie fort. Die Verehrung dieses Mannes mit kasachischen Wurzeln, reichte vom „Erbauer des Sozialismus“ in der Sowjetunion, über den „genialen Feldherr“ im Zweiten Weltkrieg hin zum „besten Freund des deutschen Volkes“

    Nach der Besetzung Deutschlands durch die Alliierten wurden Betriebe, Straßen und eine ganze Stadt nach ihm benannt. Schriftsteller wie Johannes R. Becher huldigten ihm in pathetischen Gedichten. Überall in Ostdeutschland hingen an den Hauswänden riesige Konterfeis des Diktators, in Berlin, Leipzig und anderen Städten erhoben sich meterhohe Stalin-Denkmäler. Zum 70. Geburtstag des Diktators am 21. Dezember 1949 bastelten „Werktätige“ und Mitglieder der kommunistischen Jugendorganisation FDJ in der ganzen DDR für ihn Geschenke. Und nach seinem Tod am 5. März 1953 fanden an den „Stalin-Ecken“, die es in jedem Betrieb und jeder Schule gab, Tausende Trauerfeiern statt, bei denen unzählige Tränen flossen.

    Stalin und der Antisemitismus

    Und irgendwann kamen jüdische Historiker wie Dimitrij Belkin um die Ecke und erklärten:

    „Man sagt, dass Stalins späterer Judenhass, also sein Antisemitismus, nicht zuletzt auch aus einem ganz banalen Neid sozusagen resultierte. Das war gefährlich.“

    Die antisemitische Kampagnen waren also ins Leben gerufen, selbstverständlich mit entsprechender Zuordnung.

    Es startet damals eine Kampagne gegen jüdische Theaterkritiker. Massenentlassungen von jüdischen Lehrern, Journalisten, Künstlern, Wissenschaftlern, Ingenieuren und Offizieren folgen. Jüdische Kultureinrichtungen werden geschlossen. Im Frühjahr 1952 verurteilt ein Geheimgericht 105 Aktivisten des aufgelösten Komitees zu schweren Strafen, darunter zehn Vertreter zum Tod. Der Vorwurf lautet: Spionage für die USA. Die tödliche Welle erfasst den gesamten Ostblock.

    Begriffsverwirrung: War Stalin tatsächlich Antisemit?

    Man stelle sich vor: der Khasare und Kaukasier Dschugaschwili, (Stalin war Khasare) der vom Anfang seiner revolutionären Laufbahn an mit Terroristen der verschiedensten Nationalitäten und Rassen, darunter mit zahlreichen Juden, zusammengearbeitet hat, der schließlich eine Jüdin zur Frau nimmt: ein Antisemit! Eine größere Begriffsverwirrung ist kaum denkbar. Stalin ist von Juden umgeben, sein primitives „Ideengut“ ist von Juden geborgt, sein Regime wird vorwiegend von Juden gestützt und getragen. Und lediglich deshalb?, weil er gelegentlich eine Judengruppe gegen die andere ausspielt, soll er Antisemit sein!

    So machen wir uns doch ein Bild von diesem frei interpretierten Antisemitismus Stalins:

    Die Stalin-Kaganowitsch-Clique – der innerste Machtkern

    Wer sind die Angehörigen dieser Clique? Man beantwortet diese Frage am besten, indem man die Entstehung der Clique verfolgt. Ihre Wurzeln liegen in den Machtkämpfen nach Lenins Ausscheiden aus der Politik . 1922 gelingt es Stalin, sich zum Generalsekretär der Bolschewistischen Partei wählen zu lassen Schon damals gehört der aus der Ukraine stammende J u d e Lazarus Mosessohn Kaganowitsch. der seit 1911 Mitglied der Bolschewistischen Partei ist, zu seiner nächsten Umgebung.

    Das Verhältnis zwischen Stalin und Kaganowitsch ist nicht ganz einfach zu beurteilen; man muss die Charaktere der beiden Männer, ihre politische Laufbahn, ihre Ziele kennen, um ihre Beziehungen zueinander im richtigen Lichte zu sehen.

    Tatsache ist zunächst, dass Stalin und Kaganowitsch in Sowjetrussland als die unbestrittenen obersten Herrscher gelten, der eine als der sichtbare, der andere als der unsichtbare , der eine als Oberhaupt der ganzen roten Diktatur, der andere als s e i n S t e 11 v e r t r e t e r , seine rechte Hand , sein ,,eiserner Kommissar“, als der Mann, der vom Hintergrunde aus die Figuren schiebt und die Entscheidungen beeinflusst.

    Was Stalin und Kaganowitsch vorhatten, war die komplette Zerstörung des traditionellen Lebensstils in der Sowjetunion, besonders aber in der Ukraine, und deren Ersetzung durch eine marxistisch-zentrale Wirtschaftsplanung.

    Im Staatsapparat der Sowjetunion spielt Kaganowitsch die Rolle des „eisernen Kommissars“, der überall da eingreift, wo für den Bestand des Stalin-Kaganowitsch-Regimes entscheidende Maßnahmen zu treffen sind. So führt er von 1929 an zusammen mit mehreren anderen Juden – Jagoda, Baumann, Krinitzki, Jakowlew – Epstein – die Zwangskollektivierung d er Landwirtschaft, einen der entscheidenden Programmpunkte der Stalinschen Fünfjahrespläne, durch.

    Nun stellt sich die Frage: Wer war dieser Kaganowitsch?

    Nachdem Lenin gestorben war, Trotzki im Exil, herrschte Stalin über die Sowjetunion. Stalin war hauptsächlich von Juden umgeben, einschließlich seiner rechten Hand Lasar Kaganowitsch. Stalin und Kaganowitsch waren entschlossen, die ukrainische Unabhängigkeitsbewegung zu zerschlagen und die ukrainische Landwirtschaft so schnell wie möglich zu kollektivieren.

    Der bolschewistische Jude Lasar Kaganowitsch leitete das Projekt, die Ukrainer durch Aushungern zu zwingen, sich der Kollektivierung zu unterwerfen. Von 1932/33 verhungerten sieben bis neun Millionen Ukrainer in der von Kaganowitsch künstlich erzeugten Hungersnot.

    Lyons, selber Jude, schreibt die Verantwortung für diese Verbrechen gegen die Menschlichkeit direkt Kaganowitsch zu:

    „Es war Kaganowitschs Kopf, der die politischen Resorts zur Kollektivierung der Landwirtschaft erfand, seine eiserne Faust, mit der die bolschewistische Unbarmherzigkeit ausgeübt wurde.“

    Damit sei jedoch Stalin nicht entlastet: Nein. Denn er setzte Kaganowitschs Plan durch.

    Diese Volksmeinung trifft ohne Zweifel das Richtige. Stalin , mit seiner robusten Energie, seiner ungeheuren Brutalität, seiner Schlauheit, anderseits seinem nach dem Urteil der meisten, die ihn persönlich kennen, primitiven geistigen Niveau, ist für den Posten des ersten Mannes in der bolschewistischen Diktatur zweifellos der Geeignetste.

    Erfolg auf ganzer Linie: Ein Mann und seine Karriere in einer Zeit, wo große Nachfrage nach Treulosigkeit herrschte.

    Von Kaganowitsch urteilt ein alter Bolschewik, dass er ein Mann von außerordentlichen organisatorischen Talenten sei. „Niemand versteht so gut wie er, alle möglichen Konferenzen und Kommissionssitzungen zu leiten, in denen der Vorsitzende die Fähigkeit besitzen muss . . ., die ganze Aussprache im wesentlichen zu beherrschen. In Parteikreisen jedoch, ist er durch seine Unzuverlässigkeit bekannt. Auf sein Wort kann man nicht bauen: er gibt eben so leicht Versprechungen, wie er sie nachher zurückzieht …

    Wenn wir über Stalins Herkunft lesen, …

    Am 8. Dezember 1878 (oder nach anderen Angaben 21. Dezember 1879):wird Stalin als Josef Wissarionowitsch Dschugaschwili in Gori (Georgien) geboren. Als Kind eines Schuhmachers und einer Waschfrau lernt er erst mit elf Jahren Russisch.

    Offiziell heißt es, Josef Stalin sei Georgier gewesen. Das stimmt in gewisser Weise auch. Seine Mutter war Ossetierin aus der kazarischen Region. Auf georgisch bedeutet die Namensendung “schwili” soviel wie “Kind” “Kind des”, oder “Sohn des”, so wie es in den nordischen Sprachen üblich ist wie zum Beispiel “Holgerson” (Sohn des Holger). Und “Dschugha” (Djuga) heißt auf georgisch “Jude” oder “jüdisch” (ებრაელი). Stalins richtiger Name Dschughaschwili heißt also “Sohn des Juden”.

    Russen ändern ihre Namen nicht, und Georgier ändern ihre Namen auch nicht. Juden aber ändern ihre Namen, wenn nötig dauernd. Während der Mordrevolution in Russland nannte sich Stalin sogar “Kochba”. Kochba hieß der jüdische Führer des dritten Aufstandes gegen Rom (132-135).

    • 1907-1913

    Stalin wird mehrfach verhaftet und verurteilt, kommt jedoch immer wieder nach kurzer Zeit frei. Ihm werden Kontake zur staatlichen Geheimpolizei nachgesagt

    – 1917 Nach dem Ende der Zarenherrschaft kommt Stalin nach

    St. Petersburg und arbeitet dort in der Parteiorganisation der Bolschewiken. Er wirkt mit an der Vorbereitung der Machtübernahme und wird Mitglied der Redaktionsleitung der „Prawda“.

    • 1929

    Unter der Maxime des „Sozialismus in einem Land“ benutzt Stalin seine uneingeschränkte Machtfülle zur Durchsetzung der Zwangskollektivierung in der Landwirtschaft und einer rigorosen Industrialisierung mit Hilfe von Fünfjahrplänen.

    • 1945

    Auf den Konferenzen von Jalta und Potsdam und mit der Förderung kommunistischer Parteiregime in den osteuropäischen Staaten setzt sich Stalins expansionistisches Machtstreben erfolgreich durch, das als eine Grundlage die Nachkriegsordnung bis 1990 mitbestimmt.

    … sollten wir auch die von Lasar Kaganowitsch kennen.

    Der Sohn jüdischer Eltern lernte das Handwerk eines Schuhmachers und arbeitete danach in einer Schuhfabrik. 1911 schloss er sich der Sozialdemokratischen Arbeiterpartei Russlands (SDAPR) an. Er betrieb propagandistische Parteiarbeit unter den jüdischstämmigen Arbeitern der Nordukraine und in Belarus.

    ———

    Doch wieder zurück zu Stalin und damit auch auf ein Wort zu seinen Ehefrauen:

    Stalins erste Frau hieß Ekaterina Swanidze, die ihm Sohn Jacob gebar. Seine zweite Frau hies Kadya Allewija, die für ihn Sohn Vassili und Tochter Swetlana auf die Welt brachte. Seine zweite Frau starb unter mysteriösen Umständen. Entweder beging sie Selbstmord, oder wurde von Stalin umgebracht. Stalins dritte Ehefrau hieß Rosa Kaganowitsch, die Schwester des jüdischen Massenmörders Lazar Kaganowitsch, der in Stalins Diensten stand.

    Swetlana, Stalins Tochter, die 1967 in die USA flüchtete, heiratete später Mikhail, einen Sohn von Kaganowitsch, Mikhail war der Neffe ihrer Stiefmutter. Swetlana war vier Mal verheiratet, drei ihrer Ehemänner waren Juden.

    Stalin war mit dieser Gruppe auf Gedeih und Verderb verkettet.

    Ein verzerrtes Bild. Oder auch nicht. Umso länger ich darüber lese und mich außerhalb des uns jahrelang indoktrinierten Bildungsguts mit den Vorgängen von damals beschäftige, umso klarer wird das Bild der Gegenwart.

    Und so fügt sich ein Puzzleteil ans Nächste. Und es erklärt sich, warum unsere Politriege siebenarmige Leuchter entzündet, eng mit einer gewissen Gruppe (oder einem Volk) verbandelt ist und „kuschelt“ Es passt einfach alles zur Fälschung der Dokumente zu unserer deutschen Geschichte, die unter großem und geschickten Aufwand in die Öffentlichkeit gebracht wurden, und immer noch werden und auch die Ausstattung sämtlicher Bildungseinrichtungen beherrschen.

    Gegenwärtig erfahren es die Menschen: Irgendwie läuft alles falsch herum. Rechtes, als das Richtige wird als Unrecht dargestellt – Verbrechen indes werden hoffähig gemacht und gelangen unter einen suspekten Schutzmantel. Was soll man noch glauben?

    ——————————-

    Noch ein paar Fakten zum Schluss:

     Der Kult um den „Führer“ (russisch: Vožd’), wie sich Stalin seit 1929 nennen ließ, ist heute nur noch schwer zu verstehen – besonders, wenn man bedenkt, dass Stalin Hunderttausende Deutsche deportieren oder in Lager einsperren ließ, die ein Drittel der Häftlinge nicht überlebte. S

     Der Krieg, der im September 1939 ausbrach, war ein Waffengang, den Stalin und nicht Hitler wollte. Auch der Pazifikkrieg von 1941 bis 1945 erfüllte Stalins Ziel, einen verheerenden Zermürbungskrieg zwischen Japan und den angelsächsischen kapitalistischen Mächten zu entfesseln.

     Übrigens: Durch die selbstmörderisch strategischen Maßnahmen der USA und Großbritanniens konnte der sowjetische Kommunismus gerettet werden. Welches Ausmaß dieser schließlich angenommen hat, ist bekannt. Und dann wären wir wieder bei der in der in der Geschichte beispiellosen Vertreibung der deutschen Bevölkerung, oder genauer gesagt, beim —–Völkermord.

    ———————————————

    Quellenverzeichnis

    Klicke, um auf Der-Rote-Gott.pdf zuzugreifen

    Die jüdische Vormachtstellung in der Sowjetunion findet Quellen, Lage, Aussichten und Darstellung in amtlichen Sowjetquellen > siehe auch Dr. Rudolf Kommoss Nibelungen Verlag 1938

    In „Sozialistitscheski Westnik“, Paris, Ausgaben vom 22. Dezember 1936 und 17. Januar 1937.

    Nach der Warschauer jiddischen Zeitung „Moment“ vom 13. November 1934, Nr. 260 B. Vermerk: Die jüdische Presse versucht natürlich, die Tatsache dieser V erbindung, die die Stärke des jüdischen Einflusses in Sowjetrußland beleuchtet, zu leugnen. In letzter Zeit wurde mehrfach das Gerücht ausgestreut, daß Roisa Kaganowitsch bei Stalin in Ungnade gefallen sei. Im gleichen Zusammenhange wurden auch bereits neue Ehekandidatinnen namhaft gemacht.

    Alle diese Gerüchte haben sich als tendenziöse Falschmeldungen erwiesen.

    Gemäß Zitat von Molotoff auf dem 8. Sowjetkongreß in Moskau. im November 1936.

    Druffel & Vowinckel Verlag – „Es war Stalins Krieg

    „Der verratene Sozialismus“ von Karl Albrecht, 1938.

    „Warum Krieg mit Stalin?“ Broschüre des Nibelungen-Verlages, die den Krieg gegen die Sowjetunion mit den Weltherrschaftsplänen Stalins begründet, 1941.

    Auszüge aus der Lemo-Biografie

    —————————

    Siehe auch bisher erstellte Artikel zu diesem Thema

    Es gibt Untaten, über welche kein Gras wächst – Teil VI aus „Die Anklage hören viele, die Rechtfertigung wenige…“
    Die Ära Romanow – sie endete mit der bestialischen Erschießung der letzten Zaren und seiner gesamten Familie auf Befehl Lenins im Jahre 1918
    Die gar traurige Geschichte zu einer Illusion, von „Gleichheit, Freiheit, Brüderlichkeit“, und dem Anfang vom Ende
    Lenin- wie Gewalt zur „Lokomotive der Geschichte“ wird
    Karl Marx – Vorbote des Totalitarismus, Rassist, blutrünstiger Rhetoriker und Menschenfeind
    +++ Frankfurter Schule und ihre zersetzenden Auswirkungen +++, ein bisschen was Persönliches +++ ein Blick in die Zukunft und auf geistige Brandstifter wie Karl Marx

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  • Die Kreuzzüge (1096-1291)

    Januar 12th, 2024

    Wie versprochen geht es nun weiter in unserer Reihe „Deutsche Geschichte“ nach Albert Thümmel

    Schon früh war es eine fromme Sitte geworden, zu den Stätten zu wallfahrten und dort zu beten, wo der Heiland gelebt und gelitten hatte. Jahrhundertelang hatte niemand die Pilger gestört.

    Als aber 1071 die Türken Palästina erobert hatten, drang immer häufiger die Kunde von Misshandlungen und Greueln nach Europa. Als der Patriarch von Jerusalem eine Bittschrift an den Papst Urban richtete, beschloss dieser durch einen großen Heereszug das Heilige Land den Türken zu entreißen. Zu diesem Zweck berief er 1095 einen Kirchenversammlung nach Piacenza und später nach Clermont.

    Hier, wo zahlreiche Bischöfe, Fürsten und Herren erscheinen waren, suchte der Papst mit glühenden Worten die Herzen zum Kampf zu entflammen: Ablass der Sünden und ewiges Leben sei der Lohn im heiligen Streit.“ Die Wirkung war unbeschreiblich. „Gott will es!“ rief die Menge, und viele ließen sich zum Zeichen ihrer Teilnahme ein Kreuz auf die Schulter heften.

    Man spricht gewöhnlich von sieben Kreuzzügen. Doch sind dies nur die größten, an denen sich Könige und Fürsten beteiligten. Erfolgreich waren von diesen nur der erste (1096 bis 1099), der dritte (112 bis 1129). Der erste Kreuzzug war der erfolgreichste. Die Stadt Jerusalem wurde erobert und das Königreich Jerusalem gegründet. Für uns Deutsche ist der dritte Kreuzzug besonders volkstümlich geworden, weil er durch Barbarossas Tod so tragisch endete – wichtig dadurch, dass am Ende der Deutsche Orden gegründet wurde, der jüngste der drei geistlichen Ritterorden, die in den Zeiten der Kreuzzüge im Heiligen Land entstanden; die beiden anderen waren der Johanniter- und der Templerorden.

    Außer den drei Mönchegelübden der Armut, der Ehelosigkeit und des Gehorsams übernahm der Deutsche Orden gleich den Templern die Verpflichtung zum Schutz des christlichen Glaubens und zum Kampf gegen die Heiden.

    In Wirklichkeit hat es viel mehr Kreuzzüge gegeben als jene sieben. Im Ganzen erstreckten sie sich über 200 Jahre; etwa 7 Millionen Menschen mögen daran teilgenommen haben – eine für jene Zeit ungeheure Zahl. Es war eine wunderbare Bewegung , die das Christenvolk wie ein Taumel ergriffen hatte.

    Tausend Gefahren umlauerten die kühnen Gottesstreiter, besonders in den wasserlosen Wüsten Kleinasiens. An Hunger und Durst, Krankheit und Mühsal starben hier täglich Hunderte, und dazu umschwärmen arglistige Türken die müden Wanderer Tag und Nacht und sandten aus sicherem Hinterhalt ihre tückischen Pfeile.

    Die eigenartigste Äußerung jener Kreuzzugsidee, ungemein bezeichnend für das Denken dieser Zeit., für den mittelalterlichen Wunderglauben, ist der Kinderkreuzzug von 1212, wohl die traurigste Ausgeburt jener mystischen Zeitstimmung. Nach dem unglücklichen Verlauf des vierten Kreuzzuges behaupteten Kinder, Gott habe ihnen befohlen, das Heilige Land zu befreien. Es tauchte der Glaube auf, das glückliche Gelingen, das den sündigen Erwachsenen versagt blieb, werde den unschuldigen Kindern beschieden sein.

    Unter der Führung eines deutschen Knaben zogen mehrere tausend Kinder aus Deutschland und Frankreich über die Alpen. Aber schon in Italien wurden sie bereits aufgerieben, teils bettelten sie sich zur Heimat zurück. Noch schlimmer ging es den weit zahlreicheren Scharen, die sich in Marseille sammelten. Sie wurden dort von gewissenlosen Unternehmern auf Schiffe verladen und – soweit sie nicht schon auf der See zugrunde gingen – als Sklaven nach Afrika verkauft.

    Die Teilnehmer am ersten Kreuzzug waren zweifellos von einer reinidealen Hingabe an eine hohe religiöse Aufgabe beherrscht. Im Lauf der Zeiten aber flaute die Begeisterung immer mehr ab. Die tatsächlichen Erfolge waren gering. Der teuer erkaufte Besitz ging allmählich Stück für Stück wieder verloren, die letzten Plätze 1291. Die nachhaltigste Wirkung der Kreuzzüge lag auf einem ganz anderen Gebiet. Sie brachten vor allem einen allgemeinen Aufschwung des europäischen Handels. Der Handel in Gewürzen, Seidenwaren und Edelsteinen erstreckte sich seitdem bis nach Indien und China.

    —————-

    In den nächsten Tagen lesen wir dann aus dem mittelalterlichen Klosterleben, das im 4. Jahrhundert in Ägypten entstanden war. Und darauf über das Rittertum.

    Es bleibt also wie immer spannend, in unserer „deutschen Geschichte“.

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  • Brigid auf Streifzug – von der Wiederkehr des Lichts

    Januar 10th, 2024

    Bedeutungsvoller als die Feuerzeremonien zum Jahresende und die Tage des stillen Januar, ist der Tag der Lichtmesse oder besser der Sonnenfeier ab dem 31. Januar, 1. oder 2. Februar. Die Tage werden länger, noch sind sie kalt, die Nächte klar und oft liegt knirschender Schnee, der besonders schön in der Sonne glitzert.

    Alle Schöpfung ist das Werk der Natur. Schon bald feiern wir unser erstes Jahreskreisfest – es ist das Fest des Reinigens und des Neubeginns. Die Zeit also, sich wieder mit der Natur zu verbinden und ihre Kräfte mit allen Sinnen aufzunehmen.

    Der Februar markiert eine Zeit des Übergangs und des Umschwungs im Jahr. Mit aller Kraft bäumt sich der Winter noch einmal auf, ehe die Temperaturen wieder ansteigen. In dieser Zeit kann es zu heftigen Stürmen oder gar Wintergewittern kommen, wenn kalte und warme Luftmassen aufeinandertreffen.

    Dann befreien sich Bäume von morschen Ästen, Zweigen und letzten welken Blättern, bevor der Frühling wieder Einzug hält. Und so spüren wir bereits Anfang Februar die zögerliche Veränderung in der Natur. Die Sonne gewinnt allmählich an Kraft, die Tage werden länger.

    Und? Habt ihr alle schön aufgeräumt? Denn es ist die Zeit für den Frühjahrsputz.

    Erst wenn alles aufgeräumt war und glänzte, wurde die Lichtgöttin Brigid angerufen, um Haus und Hof in den folgenden zwölf Monaten zu beschützen.

    Mit diesem Tage beginnen die Feiern, welche die Germanen seit der Bronzezeit abhalten, um das ihrige beizutragen, der langsam zunehmenden Kraft des Lichtes zum Siege zu verhelfen. Dabei ist nicht an die Verehrung eines Sonnengottes zu denken, sondern der Sonne schlechthin, von der alles Leben und Gedeihen aus der Erde abhängig ist.

    Seitens des Christentums wurde auch hier der Versuch unternommen, diese altheidnische ersten Sonnenfeier aus dem Gedächtnis der Menschen zu löschen, indem der Klerus selbst eine Lichtfeier an ihre Stelle setzte. In den Tempeln wurden die Kerzen vom Priester geweiht, und die Gemeinde zog Marienlieder singend um das Gebäude.

    Doch wir bewahren uns das Ursprüngliche.

    Aus dem Reich der Sagen und Fabeln – von einem Bären, zwei Mädchen und einer Mutter

    Wir feiern das Ende des Winters und die Rückkehr des Frühlings. Die Tage werden nun wieder länger, die Samen sind gesät und möchten vom Licht und der Wärme geweckt werden. Das Fest ist der Göttin Brigid gewidmet, weil sie es ist, die mit ihrem Licht und den ersten wärmenden Sonnenstrahlen den Winter austrieb und dem Frühling Tür und Tor öffnete. Und mit ihr steigen die Elementarwesen und Fruchtbarkeitsgeister aus der Erde, allen voran der Bär. Der Dickpelz, noch recht steif und schlaftrunken, steckt an diesem Tag, angeblich zum ersten Mal, seine Nase aus der Höhle, um zu sehen, wie weit der Frühling schon gediehen ist. Der Bär ist kein anderer als der wiedergeborene, noch verhüllte jugendliche Sonnengott. Noch ist er wild, „Berserkerhaft“.

    Die beiden Mädchen Schneeweißchen und Rosenrot verkörpern, wie ihr Name schon sagt, die junge Göttin Brigid. Indes leuchtet unter dem Pelz des Bären nicht nur verborgen das Gold, sondern darunter steckt ein junger Prinz – der Sonnenkönig. Ja, und die alte Mutter, die dem Bären im Winter Zuflucht gewährt hatte, ist niemand anderes als die die alte Erdmutter, die Frau Holle oder Frau Percht.

    Seht nur, wie über unsere wunderschönen Märchen das alte Kulturgut weitergetragen wird.

    Brigid galt als Göttin des Feuers, des Herdes, der Heilung und der Geburt. Sie bringt das Eis zum Schmelzen und erwärmt die gefrorene Erde. Ihr Schutz galt vor allem den Frauen und Kindern. Sie wurde während der Geburt angerufen, um über das Neugeborene zu wachen. Sie sorgte außerdem dafür, dass das Feuer im Ofen nicht erlosch.

    Die schöne Lichtgöttin löst die dunkle, schwarze Göttin ab, die als Percht den Winter beherrschte. Die Germanen und nordischen Völker feierten die Ablösung, das heute noch bekannteste Fest ist das keltische Imbolc.

    ————————————-

    Und es war nie anders: Wenn wir Heiden feiern, dann steht die Natur im Mittelpunkt.

    Heidnische Feste gründen stets auf Naturereignissen. Es werden Erntefeste gefeiert, das Ende des Sommers, die Winter- und Sommersonnenwende, die Tagundnachtgleichen, der Beginn des Frühlings, usw. Natürliche Dinge, die Kinder hautnah miterleben können. Bei allen Jahreskreisfesten steht die Natur im Mittelpunkt.

    Eine schöne Tradition ist es, in der Nacht zu Imbolc weiße Seidenbänder mit Glöckchen ins Freie zu hängen, damit Brigid diese auf ihrer Wanderung weihen kann. Dabei gehen Brigids Heilkräfte auf die Bänder über – heilende Energie, die wir für uns und unsere Lieben nutzen können. Auch eignen sich die Bänder zur Verwendung in allen Ritualen, die mit Heilung, Erholung oder Stärkung des allgemeinen Befindens zu tun haben.

    Eine weitere Idee zum Jahreskreisfest, die sich auch im eigenen Heim umsetzen lässt, ist die Räucherung mit verschiedenen Stoffen wie zum Beispiel Weißer Salbei, Fichtennadeln, Olibanum, Eukalyptusblätter und -rinde, Lorbeerblätter, Eisenkraut, Alantwurzeln und -blüten, Thymian.

    Wer hat‘s gewusst? Viele Flüsse und Städte wurden zu Ehren der Göttin Brigid benannt, auch die Stadt Bregenz am Bodensee teilt ihren Wortstamm mit der Lichtgöttin. So auch Brigantia, Braganca in Italien, Brig in Wallis, die Ebene Brega in Irland. Alte Bräuche und Sagen sind uns oft näher, als es scheint. (siehe volkskundliche Bibliografie 1920/21).

    —————————————————————————–

    Unsere Feste auf einen Blick – heidnische Feste im Jahreskreis

    • Imbolic: Das heidnische Reinigungsfest (1. oder 2. Februar)

    • Ostara: Tag-und-Nacht-Gleiche & Heidnisches Osterfest (21. März)

    • Beltane: Der heidnisches Sommeranfang (1. Mai)

    • Litha: Das heidnische Fest zur Sommersonnenwende (21. Juni)

    • Lammas: Der heidnische Herbstbeginn (1. August)

    • Mabon: Tag-und-Nacht-Gleiche & Herbstmondfest ( 21. oder 22. September)

    • Samhain: Das heidnische Halloween (31. Oktober)

    • Yule: Das heidnische Weihnachten zur Wintersonnenwende (21. oder 22. Dezember)

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  • Jeder Monat diesen Jahres sei einer deutschen Stadt gewidmet.

    Januar 10th, 2024

    Inspiriert durch Geschichten und Bilder aus der Heimat eines treuen Lesers, beginne ich mit einem Stadtteil Münchens. Doch zunächst ein kleiner Vorgeschmack mit Auszügen aus der Bildergalerie, einst festgehalten in den „Blauen Büchern“. Die Gemälde, die ihr seht, werden zumeist noch im Germanischen Museum Nürnberg bewahrt.

    Viele unter uns wissen, um das wunderbare Gefühl, wenn wir durch (noch) gut erhaltene Altstadtkerne und Straßenzüge wandeln können. Die Reihe der „Blauen Bücher“ wurde im Jahr 1935 veröffentlicht: Dort liest man: „Der bauliche Charakter der alten deutschen Stadt ist wenigsten in einigen Stadtgebilden heute noch schaubar: Lüneburg, Lübeck, Wismar und Rostock, Nördlingen, Dinkelsbühl, Wasserburg und Landshut etwa geben uns noch immer einen in manchen Sinn zuverlässigen Bild der Gesamtanlage und der Architektur mittelalterlicher Städte Deutschlands.

    Um so zahlreicher aber sind die Städte unseres deutschen Bodens, deren Angesicht im Laufe der Zeit verändert und auch verunstaltet wurde. Da müssen uns denn zeitgenössische Nachrichten, Urkunden, Zeichnungen, Holzschnitte, Stiche und andere grafische Darstellungen aus der Vergangenheit für die Erkundung unseres Städtewesens besonders teuer sein.“

    Seit dem Zweiten Weltkrieg jedoch, ist auch dieses Bild nicht mehr präsent, und in manchen Galerien nur noch bedingt sichtbar.

    Übrigens: In den Augen Machiavells sind (1507) die deutschen Städte der „Kern des Reiches“.

    Erinnern wir uns also, denn das sind sie wert, die deutschen Städte, die unter dem Schweiß und dem tatkräftigem Tun, aber auch unter großem Leid unserer Vorfahren erblühen konnten.

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