Zum Inhalt springen
    • „Die Anklage hören viele, die Rechtfertigung wenige…“
    • Alles Kräuter oder was?
    • Aus dem Reich der Sagen und Fabeln
    • Aus der Feder einer Erlebnisgeneration
    • Aus deutscher Dichtung
    • Blog
    • Deutsche Geschichte – kritisch, nicht geschönt, ungefiltert und wahrhaftig
    • Deutsche Geschichte – von den Uranfängen bis zum Ende des Dreißigjährigen Krieges (nach Albert Thümmel)
    • Deutsche Geschichte nach Albert Thümmel Band 2- Vom Ende des Dreißigjährigen Krieges bis zur Gegenwart
    • Die etwas andere Fundgrube für deutsche Kultur und Geschichte
    • Dresden brannte sieben Tage und sieben Nächte
    • Feste, Feiern, Bräuche – alles heidnisch, oder was?
    • Görlitz-Reihe
    • Historische Rückblicke
    • Im Reich der „Roten Teufel“
    • Impressum
    • Reise & Geschichte
    • Schlesien und seine Bäder
    • Unsere deutschen Städte und ihre Zerstörer
    • Zitate, die nachdenklich stimmen
  • Über mich
  • Allgemein

Klara Fall: das glaube, wer mag

  • Kriege sind entsetzlich. Kriege bringen Leid, Elend, Schmerz….

    Februar 16th, 2024

    Doch muss man dazu auch wissen, wie sie ihren Anfang nahmen, von wem sie geführt wurden, und wer sie tatsächlich zu verantworten hat.

    Wir erinnern uns: Federführend dabei war einmal mehr Winston Churchill. „Wir werden Deutschland zu einer Wüste machen, ja zu einer Wüste“, hatte er erklärt und dabei von „Ausrottungsangriffen“ („extermination attacks“) gesprochen, denn, so Churchill im April 1941 über die Deutschen: „Es gibt knapp 70 Millionen bösartige Hunnen, die einen sind heilbar und die anderen zum Schlachten.“

    Warum wollte Churchill das eigentlich? Welche Gefahr ging denn seiner Ansicht nach von Deutschland aus, dass er einen derartigen Hass gegen ein ganzes Volk, gegen das deutsche Volk entwickelte und diesen über Propaganda in die Welt hinaus trug? Deutschland war besetzt, andere Mächte regierten das Land. Auch ging der Krieg nicht von Deutschland aus, nicht zu vergessen, die ungezählten Friedensangebote von deutscher Seite aus.

    Seit dem Schandvertrag von Versailles haben doch längst „ANDERE“ Entscheidungen getroffen, doch gewiss nicht der Deutsche, dem heute für alles und jedes die Schuld gegeben wird.

    Und doch bleibt es erstaunlich, wie in heutigen deutschen Geschichtsbüchern die Umstände um den Diktatfrieden und sein Inhalt durch Weglassen wichtiger Tatsachen verfälscht werden.

    Das Versailles den Zweiten Weltkrieg programmierte, davon ist mit keinem Wort die Rede.

    Unzählige Persönlichkeiten aus allen Schichten haben das Diktat von Versailles erkannt und verurteilt. Selbst die frühere französische Kaiserin EUGENIE (1828-1920), die Witwe NAPOLEONS III., hat das Diktat von Versailles als Keimzelle weiterer Kriege gesehen: »In jedem Artikel dieses Friedensvertrages sehe ich ein kleines Ei, eine Keimzelle weiterer Kriege.«

    Fakt ist: Die Briten begannen den Bombenkrieg gegen das Deutsche Reich am 11./12. Mai 1940 mit einem Angriff auf Mönchengladbach (das damals noch Mün- chen-Gladbach hieß).

    Norman Stone, Professor für Neuere Geschichte in Oxford, schrieb in der Daily Mail. «Schon ab 1944 … bombardierten wir deutsche Städte monatelang weiter, als unser Sieg schon feststand und klar war, dass Stalin genauso ein potentieller Todfeind sein würde. Ein Teil der Bombardiererei war schlicht sinnlos. In den letzten Kriegstagen griffen wir die alten pittoresken Städte südlich von Würzburg an; da gab es überhaupt kein militärisches Ziel… nur Flüchtlinge, Frauen und Kinder.

    Von diesen Akten grundlosen Sadismus war der schlimmste die Bombardierung Dresdens.“

    Nach einer Notiz bei den Akten des Oberbefehlshabers der Luftwaffe-Arbeitsstab I.S.- erfolgten bis 31. Dezember 1939 folgende britische Bombenabwürfe:

    • am 5. 9. 1939 eine Sprengbombe auf Altendeich bei Wilhelmshaven;

    • am 29. 9. 1939 eine Sprengbombe bei Vechta;

    • am 3. 12. 1939 21 Sprengbomben an der Küste von Helgoland;

    • am 12. 12. 1939 5 Sprengbomben auf Borkum;

    • am 14. 12. 1939 5 Sprengbomben auf Sylt;

    • am 18.12.1939 7 Sprengbomben auf Borkum, 5 Sprengbomben auf Juist, 5 Sprengbomben auf Amrum;

    • am 20. 12. 1939 3 Sprengbomben bei Hörnum auf Sylt;

    • am 21. 12. 1939 4 Sprengbomben bei Rantum auf Sylt.

    Britische Politiker gaben auch offen zu, dass England mit dem Bombenkrieg begann. So schrieb der Londoner Unterstaatssekretär SPAIGHT: »Wir begannen Ziele in Deutschland zu bombardieren, ehe die Deutschen das in England taten. Das ist eine historische Tatsache, die auch öffentlich zugegeben worden ist. Wir brachten London zum Opfer dar, denn die Vergeltung war gewiss. . .

    Merke! Der Blitz (die deutschen Luftangriffe auf England, H.W.) begann erst, nachdem die Briten schon fünf Monate lang deutsche Städte bombardiert hatten.

    Am 15. Mai (1940) durfte das Bomberkommando mit Genehmigung des Kriegskabinetts, an dessen Spitze jetzt Winston CHURCHILL stand, Angriffe östlich des Rheins ausführen: In dieser Nacht wurden 99 Bomber eingesetzt. Am 28./29. Mai 1940 wurde Mönchengladbach angegriffen. Weitere britische Angriffe erfolgten in den folgenden Monaten, auch mehrere auf Berlin Ende August/Anfang September 1940, ohne dass die Deutschen zunächst zurückschlugen.

    Über Coventry haben wir in diesem Zusammenhang schon gelesen.

    Auch das sollte man wissen: Schon lange Zeit vor Beginn des

    Zweiten Weltkriegs wurde auf internationalen Konferenzen und bei sonstigen Bemühungen der Versuch unternommen, ein Luftkriegsrecht zu schaffen. Alle Versuche scheiterten, zum Teil auch deswegen, weil unterschiedliche Auffassungen über den Einsatz der Luftwaffe bestanden haben.

    Es wurde mehrfach über eine Begrenzung des Luftkrieges verhandelt, jedoch stets ohne Erfolg. 1935 versuchte Deutschland, den Luftkrieg als völkerrechtswidrig zu erklären. Das Deutsche Reich trat für ein Verbot des Abwurfs von Gas-, Spreng- und Brandbomben auf offene Ortschaften ein. Alle diese und viele andere Vorschläge scheiterten an der Haltung Englands. Großbritannien war damals schon ganz auf strategischen Bombenkrieg eingestellt.

    Die Engländer begannen auch sofort bei Kriegsbeginn mit der Bombardierung deutscher Städte. Schon am 4. September 1939 wurde Wilhelmshafen angegriffen. Am 11. Mai 1940 (CHURCHILL war am Vortag Chef des Kriegskabinetts geworden) wurde die strategische Luftoffensive gegen das Deutsche Reich eröffnet. Essen wurde angegriffen, am 20. Mai 1940 auf Hamm gebombt. Im August 1940 wurden Bombenangriffe auf Hannover, Hamburg und Berlin geflogen.

    Im Frühjahr 1942 ging die englische Bomberflotte zum Gebietsbombardement (target area bombing) über. Das heißt, dass man ganze Gebiete durch Bombenteppiche zerstörte. Angewandt wurde diese Methode erstmals im März 1942, bezeichnenderweise fünf Tage nach der Ernennung von Luftmarschall HARRIS zum Befehlshaber des Bomber-Kommandos.

     Der erste Großangriff fand am 28./ 29. März 1942 auf Lübeck statt. Die Stadt wurde – wie es damals von englischer Seite formuliert wurde – >lübeckisiert“

     Der erste 1000-Bomber-Angriff< wurde auf Köln in der Nacht vom 30. zum 31. Mai 1942 geflogen.14 Englischen Angaben zufolge wurden im Jahre 1942 1000 Angriffe auf das Reichsgebiet durchgeführt; darunter waren 17 schwere Terrorangriffe mit Abwurf von mehr als 500 Tonnen Bomben.

    Die Bombenangriffe auf Dresden sowie auf folgende Städte :

    Kiel, Neumünster, Stralsund, Bremerhaven, Emden, Wilhelmshaven, Hamburg, Neubrandenburg, Neustrelitz, Prenzlau, Bremen, Hannover, Rheine, Osnabrück, Hildesheim, Braunschweig, Magdeburg, Berling, Potsdam, Frankfurt/Oder, Bocholt, Münster, Kleve, Wesel, Dortmund, Hamm, Soest, Krefeld, Mönchengladbach, Düsseldorf, Aachen, Düren, Bonn, Köln, Siegen, Koblenz, Trier, Bingen, Bad Kreuznach, Mainz, Worms, Kaiserslautern, Pirmasens, Karlsruhe, Pforzheim, Stuttgart, Freiburg, Friedrichshafen, Ulm, München, Augsburg, Straubing, Heilbronn, Nürnberg, Ingolstadt, Bayreuth, Mannheim, Ludwigshafen, Darmstadt, Offenbach, Hanau, Frankfurt, Gießen, Schweinfurt, Würzburg, Gießen, Kassel, Nordhausen, Merseburg, Leipzig, Chemnitz, Eilenburg, Halberstadt, Magdeburg, Gelsenkirchen, Oberhausen, Witten, Duisburg, Hagen, Wuppertal, Solingen, Neuß, Remscheid, Brilon, Aschaffenburg,

    ——————–

    Eberhard SPETZLER, Luftkrieg und Menschlichkeit, Musterschmidt, Göttingen 1956, S. 160.

    Colonel Frederick WINTERBOTHAM, Aktion Ultra, Ullstein, Frankfurt/M.-Berlin 1976.

    Albrecht RANDELSHOFER (Hg.), Völkerrechtliche Verträge, BeckTexte Nr. 5031, Beck’sche Verlagsbuchhandlung, München 51991, S. 600.

    Helmut BREUER, »Die Rechnung ging nicht auf«, in: Die Welt, 13. 5. 1993

    Auswärtiges Amt Berlin (Hg.), Dokumente über die Alleinschuld Englands am Bombenkrieg gegen die Zivilbevölkerung, Achtes Weißbuch der Deutschen Regierung, Berlin 1943, Nachdruck ArchivEdition, Viöl 1995, S. 155.

    David Irving

    Udo WALENDY, Historische Tatsachen Nr. 38, Verlag für Volkstum und Zeitgeschichtsforschung, Vlotho 1989, S. 18 f.

    Und weil wir gerade „mittendrin“ sind… lesen wir also von Coventry…
    Von Kriegen, von Wahrheit und Lügen und den unzähligen Versuchen den Frieden zu retten – wer weiß davon schon?
    Unsere deutschen Städte und ihre Zerstörer

    Teilen mit:

    • Auf X teilen (Wird in neuem Fenster geöffnet) X
    • Auf Facebook teilen (Wird in neuem Fenster geöffnet) Facebook
    Gefällt mir Wird geladen …
  • Dresden danach – die Stadt brannte sieben Tage und sieben Nächte

    Februar 16th, 2024

    Bringen wir noch einen abschließenden Beitrag auf den Weg, denn auch die Zeit nach dem Aschermittwoch im Februar 1945 darf nicht vergessen werden.

    Der erste Hilfszug „Hermann Göring“ , ein motorisierter Zug mit Feldküchen und Sanitätswagen, war inzwischen auf einem Platz in Dresden Neustadt eingetroffen. Ein zweiter Zug, der Hilfszug „Goebbels“ befand sich auf dem Weg nach Dresden Seidnitz. Wenn auch jeder Zug nur aus etwa 20 Lastwagen bestand, wurden die Lebensmittelvorräte dringend in der Stadt benötigt.

    Am 17. Februar kamen aus allen Landesteilen Sachsens Hilfszüge in Dresden an, um warme und kalte Mahlzeiten für die obdachlosen Familien und Rettungsarbeiter zu verteilen.

    Noch immer wurde die Stadt von einer fünf Kilometer hohen gelbbraunen Rauchsäule verdunkelt, was für die Situation nach einem Feuersturm charakteristisch ist.

    Als die Rauchmassen die Elbe entlang auf die Tschechoslowakei zutrieben, werden die Menschen in den Dörfern und Städten, über die sie hinwegzogen, zum Himmel geblickt und geahnt haben, dass dies nicht die Folgen eines gewöhnlichen Luftangriffes, sondern dass die sich über das Land wälzende Rauchwolke in Wirklichkeit die letzten sterblichen Überreste einer Stadt waren, die zwölf Stunden zuvor noch eine Million Menschen mit Hab und Gut beherbergt hatte.

    Über die in Windrichtung von Dresden liegende Landschaft ging ein anhaltender rußiger Ascheregen nieder: Nach Beobachtungen britischer Kriegsgefangener, die in den großen Paketsortierstellen im Stalag IV b über vierzig Kilometer südlich von Dresden arbeiteten, hielt die Rauchdecke drei Tage lang an, und noch viele Tage danach schwebten Reste von versengter Kleidung und verkohltem Papier auf das Lager herunter. Ein Hausbesitzer in Mockethal, das etwa 24 Kilometer von Dresden entfernt war, fand Rezepte und Tablettenschachteln aus einer Apotheke überall in seinem Garten verstreut.

    Aus den Aufschriften war zu ersehen. Dass sie mitten aus der Dresdner Innenstadt kamen. Akten und Urkunden des ausgebrannten Katasteramtes in der Innenstadt regneten auf das Dorf Lohmen hernieder, das etwa 28 Kilometer entfernt in der Nähe von Pirna lag, Schulkinder mussten mehrere Tage lang die Gegend nach ihnen absuchen.

    Der Feuersturm war ein von Menschenhand geschaffenes Ungeheuer, das kein Mensch jäh wieder zähmen konnte.

    Noch mehrere Tage nach dem dreifachen Schlag waren die Straßen der Stadt mit Tausenden von Opfern übersät, die noch immer dort lagen, wo sie das Schicksal ereilt hatte. In vielen Fällen waren Amre und Bein abgerissen worden; andere Opfer hatten einen friedlichen Ausdruck im Gesicht und sahen aus als ob sie eingeschlafen seien. Nur die grünliche Blässe ihrer Haut verriet, dass sie nicht mehr am Leben waren.

    In einigen Teilen der Innenstadt herrschte eine solche Hitze , dass die Keller viele Wochen lang nicht betreten werden konnten; das war besonders da der Fall, wo entgegen den Bestimmungen große Kohlevorräte angelegt worden waren und Feuer gefangen hatten. Wie in Hamburg wurden die bekannten Feuersturmnachwirkungen von geschmolzenen Einweckgläsern, Töpfen und Pfannen und sogar völlig zu Asche verbrannten Ziegelsteinen und Kacheln in einigen Kellern im Zentrum der Innenstadt gefunden. Auch das deutete daraufhin, dass in dem Feuersturmgebiet Temperaturen von über tausend Grad Celsius geherrscht haben mussten.

    Die Identifizierungsbehörden standen vor einer wahrhaft übermenschlichen Aufgabe.

    Ein Augenzeuge schrieb:

    „Überall in der Stadt konnten wir die Opfer liegen sehen, mit dem Gesicht nach unten, buchstäblich an den Asphalt festgeklebt, der weich geworden und in der enormen Hitze geschmolzen war.

    Ein anderer Soldat aus den Kasernen von Neustadt berichtet: Ein Kamerad bat mich, ihm bei der Suche nach seiner Frau in der Mosjinskistraße behilflich zu sein. Das Haus war ausgebrannt, als wir dort ankamen. Er riefe mehrmals in der Hoffnung , dass die Leute im Keller ihn hören würden. Niemand antwortete. Er wollte die Suche nicht aufgeben und suchte weiter in den Kellern der Nachbarhäuser und riss sogar die verkohlten Leichen aus dem geschmolzenen Asphalt, um zu sehen, ob seine Frau darunter sei. Doch konnte er keine von den Toten als seine Frau identifizieren.

    Ein anderer Bergungsarbeiter, ein Dresdener Internatsschüler schrieb an seine Mutter: „Ich werde nie den Anblick der Überreste einer Mutter mit ihrem Kind vergessen. Sie waren zusammengeschrumpft und zu einem Stück verkohlt und steckten fest in dem Asphalt. Sie waren gerade herausgebrochen worden. Das Kind muss unter der Mutter gelegen haben, denn man konnte noch deutlich den Körper erkennen, der von den Armen der Mutter umklammert wurde.“ Niemand würde die beiden jemals identifizieren können.

    Am 19. Februar veröffentlichte der „Freiheitskampf“ die erste Meldung, in der nach vermissten Angehörigen Suchende aufgefordert wurden, sich an eine neueingerichtete Vermissten-Suchstelle in dem nicht getroffenen Innenministerium am Königsufer der Elbe zu wenden; es war der erste Schritt, um Tausende von Familien wieder zusammenzuführen, die durch den dreifachen Schlag getrennt worden waren.

    ——————

    Der Text dieses Beitrages ist ein Auszug aus „Der Untergang Dresdens“ von David Irving

    Teilen mit:

    • Auf X teilen (Wird in neuem Fenster geöffnet) X
    • Auf Facebook teilen (Wird in neuem Fenster geöffnet) Facebook
    Gefällt mir Wird geladen …
  • Die Zeit nach 1945-Auszug aus den Niederschriften meiner Mutter-

    Februar 15th, 2024

    Stand nach der letzten Videoaufzeichnung:

    Ab der nächsten Woche folgen auch wieder Videoaufnahmen zu „gelesen aus den Tagebüchern meiner Mutter“. Wir erfahren dann , wie meine Mutter, ihre Familie, Bekannte, Freunde und viele Tausende andere Menschen auch, die Zeit unter der Fuchtel ihrer vermeintlicher Befreier erfahren haben.

    Deutlich wird eben auch, wie sehr man immer schon bemüht war, die Wahrheit mittels Propaganda und anderer Methoden zu unterdrücken.

    Mit diesem Beitrag lesen wir zunächst darüber. Es sind erste Eindrücke zu den Verhältnissen nach 1945, wie meine Mutter sie erfahren hat.

    „Das Dogma, das uns auferlegt wurde war nichts anderes als ein Verbot zu Denken und Wahrheit auszusprechen. Alle meinungsbildenden Stellen , die Medien, Schulen usw. wurden mit Leuten besetzt, die bereit waren die Lügen den Bürgern einzuhämmern .Nun war es soweit, dass man die persönlich erlebte Wahrheit, als Lüge bezeichnen sollte.. Während sich viele , trotz Wahrheit wissend, in die veränderte Lage fügten und lügten und auch wie befohlen handelten, mußten die anderen mit der unterdrückten Wahrheit mit der falschen Geschichtsdarstellung leben und schweigen. Keiner ahnte, dass wir nun Jahrzehnte unter der Vormundschaft und der Geschichtsfälschung der Siegermächte, besonders der Russen , Polen und Kommunisten fristen müssen. Die Bürger wurden zu unmündigen Zuschauern degradiert, deren politische Mitwirkung auf gehorsames Schweigen oder Zuchthaus beschränkt war. “Die Kraft der Sprache verspürt man am stärksten, wenn einem Schweigen auferlegt wird” “Wer die Wahrheit unterdrückt beendet die Freiheit und schafft Erbitterung.” Man konnte sich mit solch einem Staat und ihren hörigen Bürgern nicht auseinandersetzen, es hatte keinen Sinn über Lügen zu diskutieren, die sich strafrechtlich schützen ließen“.

    Sie schreibt weiter:

    Anfang 1946: Im Monat gab es hin und wieder auf Lebensmittelmarken Brot, so dass wir früh zur Mehlsuppe oder abends eine Scheibe essen konnten.

    Am meisten litten die Kinder unter der Hungersnot. Erika und ihr Mann waren in jeder freien Minute bemüht für ihre 3 Kinder etwas Essbares heranzuschaffen. Anfangs hatte ihre Mutter, die ein Lebensmittelgeschäft hatte, noch mit den nicht geplünderten Reserven aushelfen können. Auf den Weg ins Büro erzählte sie mir eines Tages, sie hätte von …?… zwei Stück Ersatzbutter zu kaufen bekommen, sieht genauso aus und schmeckt auch wie Butter. Die Kinder hätten gestrahlt als sie diese auf den Tisch stellte. Auf meinen Wunsch brachte sie mir den anderen Tag ein kleines Probestückchen mit, dass ich in ein Labor brachte und wo man feststellte, dass der Magen das Fett nicht verdauen kann. Sie hatten zum Glück noch nicht viel davon gegessen. Sie selbst war Diabetikerin, kam hin und wieder an Medikamente, der Hunger war Helfer.

    Im Grunde drehten sich die Gedanken in den Familien mit Kindern nur noch um das Eine was gebe ich den Kleinen heute, morgen zu essen. Im allgemeinen war der Hunger kein Gesprächsstoff, weder im Büro noch im Bekanntenkreis auch nicht zu Hause, keiner jammerte, es war ein stilles Ertragen. Es herrschten Seuchen Typhus, Cholera, Tuberkulose usw. Das tägliche Sterben war groß, betroffen waren hauptsächlich Kinder, alte Leute und Mütter die ihren Kindern das letzte erbettelte Essen gaben. Die Menschen waren bedrückt, niedergeschlagen, in sich gekehrt, vom Hunger gezeichnet, gebrechlich und krank, aber nicht weinerlich!

    Die meisten deutschen Opfer wurden nicht während des Krieges durch direkte Kampfhandlungen getötet, sondern starben nach dem Ende des Krieges durch Verhungern, Erfrieren, Gewalt und Mord bei Flucht und Vertreibung, auf Gewaltmärschen, Transporten und in Lagern!!!!!!

    Und von den Überlebenden litten Tausende unter Persönlichkeitsstörung und geistigen Verlust; denn Gewalt endet nicht mit dem letzten Schlag, der letzten Vergewaltigung oder des Zusehends und nicht helfen Könnens, sondern die Seele leidet ein Leben lang weiter.

    Während man auch weiterhin Jugendliche, Jungen und Mädchen und zurückgekehrte Soldaten in Lager der Sowjetunion verschleppte, wurden in Zeitungen und anderen Medien die “Befreier” hochgelobt und von jedem einzelnen Bürger wurde verlangt größte Dankbarkeit für “Befreiung” zu zeigen. Wofür? Sie hatten uns befreit von Nahrung, Kleidung, Schmuck, Geld, Haus und Hof, Wohnungsinventar, Büchern, Bildern, Fotos, befreit von unserem Lebensstandard, von unserer Kultur. Und die zum deutschen Reich gehörigen Ostprovinzen (Ostpreußen, Westpreußen und Schlesien) wurden von ihrer rechtmäßigen Bevölkerung befreit!

    Aber die Häuser, die Steine, sprechen heute noch deutsch. Jeder Pole, der sich in solch ein Haus eine Wohnung gesetzt hat und noch sitzt, ging über Leichen; denn die die Deutschen, haben diese erbaut, wohnten darin und wurden hinaus geprügelt und erschlagen, das sollte jeder Deutsche, der heute die Hand diesen Verbrechern reicht, sie in “deutschen” Heimen besucht, wissen. Diese “Versöhnungsverbindungen” sind ein Schlag ins Gesicht der Generation , die dieses Grauen überlebt hat und eine Verhöhnung der Millionen Toten unschuldiger Frauen, Kinder und Alten. Es ist noch nicht aller Tage Abend, hoffentlich stehen diese Personen bald selbst in einer ähnlichen Notlage !

    Es war eine furchtbare Zeit. Das Land lag in Trümmern und die Medien verbreiteten täglich neue Lügen , auch die Katyn – Lüge, schrieben von Verbrechen Deutscher während des Kriege, für die die Bevölkerung, ja, jeder Deutsche ob Kleinkind oder Greis jetzt verantwortlich gemacht und büßen sollte (auch heute noch, obwohl im Nürnberger Prozess und auch von anderen Tausende dafür verantwortlich gemacht und verurteilt wurden! Und sie fanden und finden bei den Linken keine tauben Ohren; denn diese nehmen es heute noch zum Anlaß Eltern und Großeltern die freche Frage zu stellen. ”Warum habt ihr nichts dagegen getan ?”

    Gegen wen?

    Teilen mit:

    • Auf X teilen (Wird in neuem Fenster geöffnet) X
    • Auf Facebook teilen (Wird in neuem Fenster geöffnet) Facebook
    Gefällt mir Wird geladen …
  • „Deutschland darf Gutes im eigenen Land nicht mehr bejahen und Böses aus fremden Landen nicht mehr verneinen.“

    Februar 13th, 2024

    Zum Schweigen darüber werden wir angehalten, doch sollten wir es besser wissen und das unbegreifliche Geschehen unaufhörlich kundtun.“

    Noch ein paar Gedanken zum Abend, anlässlich des Gedenktages an die Opfer des angloamerikanischen Bombenterrors in Dresden am 13. Februar 1945 – ein Gedenken, das als solches in Deutschland aus gewissen Kreisen nicht erwünscht ist. Ein Resümee, dass nachdenklich stimmt.

    Ja, wir haben geschimpft, wir waren entsetzt, und sind es immer noch, über die Vorgehensweise der staatlichen Organe im Umgang an das Gedenken unserer Toten. An die Menschen, die am 13. Februar 1945 ein Martyrium erfahren mussten. Mindesten 200 000 Menschen haben das Inferno nicht überlebt.

    Und wieder zeigt sich: Die Unwissenheit ist grenzenlos, und sie richtet Schaden an. So hat die Stadtverwaltung Dresden „ganze Arbeit“ geleistet, und gestern Abend noch alles aufgefahren, was das „Stadtsäckle“ so hergibt, nur um ein ehrwürdiges Gedenken an die Opfer zu unterbinden. Die Stadtfeuerwehr löschte die lodernden Flammen, das THW spielte Aufräumdienst und stahl zugleich das noch am selben Abend von Bürgern errichtete Denkmal für die über 200 000 zu Tode gekommenen Menschen der Stadt Dresden.

    Ja, all das macht sprachlos, und doch müssen wir das Unheil an der Wurzel packen.

    Auffällig ist, dass viele ihren Schwerpunkt auf die gegenwärtige politische Situation und ihre Gegebenheiten setzen, immer wieder das gleiche Symptom aufgreifen, sich immer wieder zu aktuellen Schlagzeilen hinreißen lassen, aber wie wenige sich davon mit den Ursprüngen dieser aktuellen Vorgänge auseinandersetzen.

    Mit einem sichtbaren Zeichen zum Gedenken an die Opfer in Dresden, konnte man heute nicht nur die Verbundenheit zum eigenen Volk deutlich machen, man war zugleich ein wertvoller Überbringer des Wissens um das Geschehen. Darüber haben einige verdeutlicht, das sie begriffen haben, welches „Spiel“ hier und heute tatsächlich gespielt wird. Und wo es seinen Anfang nahm.

    Hingegen gibt all das gegenwärtige Erhaschen von Nachrichten und Verteilen in der Öffentlichkeit, kaum Aufschluss über den tatsächlichen Hergang zu dem Prozedere, dass wir heute leider erfahren müssen. Es gibt lediglich Aufschluss über den persönlichen Umgang mit den Ereignissen der Gegenwart. Und der ist zermürbend.

    Auch das sind Eindrücke, die ich heute verinnerlicht habe. Und so danke ich all denjenigen, die heute ein Zeichen gesetzt haben, zur Verbundenheit mit ihrem Volk, und im Gedenken an die vielen Opfer. Und dabei auch denen gedacht und gedankt haben, welche das Inferno überlebten, und das Land unter den widrigsten Bedingungen wieder aufbauten, um unsere Zukunft zu gestalten. (Eine Zukunft, die im gegenwärtigen Zustand aus den gleichen Kreisen heraus, vernichtet zu werden droht). Darum ist es so wichtig, dass wir uns erinnern.

    Ein Volk ist immer so viel wert, wie es seine Toten ehrt. wie es sich in seinen Kindern lebt,

    wie es Meister zu seinem Bilde erhebt.“ (Herbert Böhme)

    So komme ich zum Ende, mit einem Zitat von B. von Richthofen:

    „Und nun, meine Freunde, einige nachdenklich Worte für jeden neuen Tag, den wir noch gemeinsam, und so Gott will, friedlich in unserem Vaterland erleben dürfen:

    Wenn die Deutschen in ihrer Geschichte böse wurden, dann waren die Ursachen dafür nicht hausgemacht. Wir waren stets eher bereit, Unrecht zu erleiden, als Unrecht zu tun.

    Geben dem deutschen Menschen den Geist des Guten – und er macht aus der Welt ein Paradies. Zwingt den Deutschen in des Bösen Geist – und er macht aus der Welt eine Hölle.

    Mögen die Götter die Gebenden seien.

    „Schöne Welt wo bist du? – Kehre wieder, holdes Blütenalter der Natur“ …

    (Schiller)

    Teilen mit:

    • Auf X teilen (Wird in neuem Fenster geöffnet) X
    • Auf Facebook teilen (Wird in neuem Fenster geöffnet) Facebook
    Gefällt mir Wird geladen …
  • Ein Gemälde, fast wie es im Buche steht..

    Februar 12th, 2024

    Und so bröckelt es vor sich hin, das Wissen, die Wirtschaft, der Wohlstand, und all das, was man sein Eigen nannte …

    Noch kurz ein paar Gedanken zu den jeweiligen Kommentaren in Bezug auf den Vernichtungsangriff auf Dresden und zu den tatsächlichen „Rahmenbedingungen“. Selbstverständlich ärgern mich manche Aussagen auch, doch werde ich das Wesen der Menschen, die diese verbreiten nicht ändern, vielmehr rauben sie mir wertvolle Energie, die ich woanders in Einsatz bringen kann.

    Täglich erreichen uns Nachrichten zu Firmenpleiten, Standortveränderungen, Entlassungen, Inflation, ach ihr wisst schon, all diese Vorboten, die nichts Gutes verheißen.

    Der Mann , der bei uns immer Gas ablesen kommt, berichtete vor Kurzem von den finanziellen Nöten junger Familien mit Kindern, und von älteren Menschen, die Angst um ihr Eigentum haben.

    Doch ist meines Erachten dieses Geschrei, Deutschland hat fertig unnötig, und auch diese Schwarzmalerei überholt. Schlussendlich erfahren wir nur eine Konsequenz, beruhend auf einer Fügung aneinandergereihter historischer Prozesse, die man zugelassen hat.

    Nein, wir müssen nicht mehr (schwarz) malen, wir sind mittendrin im Gemälde. Manche stehen dort aufrecht, andere blicken verängstigt, wiederum andere sitzen zum Gebet und dann gibt es die, in Feierlaune, unbeschwert und nichtsahnend „über den Dingen stehend“. Über allem schweben die Geister von dazumal, kichernd, gehässig, triumphierend. Wenn ich ein guter Maler wäre, könnte ich es so etwa auf die Leinwand bringen.

    Hier und da noch vielleicht eine kleine Veränderung, noch ein bisschen mehr Detail, doch es wird deutlich: wir gehen nun wieder durch dieses unsägliche Nadelöhr, das uns aus vergangenen historischen Prozessen vertraut sein dürfte.

    Die Betenden auf dem Gemälde haben es begriffen, die, mit dem verängstigten Blick ahnten wohl etwas, doch zogen sie es vor, diesen Prozess zu verdrängen und sich von staatlich geprüften Lehrern besäuseln zu lassen. Möglicherweise hoffen sie auf eine Umkehr des Geschehen. Und die Nichtsahnenden in Feierlaune, treiben den Prozess voran – und die Geister haben ihre Freude daran.

    Was für ein Gemälde.

    Unwissen kommt nicht von ungefähr. Über einen ausgedehnten und geschickt geführten Lehr- und Erziehungsprozess konnte es sich manifestieren.

    Die Auswüchse daraus sind bekannt. Unwissen macht sich breit, es wird hofiert, bedient und propagiert.

    Falsches Denken aufrecht erhalten, darüber die Menschen spalten! So ist das Credo. Denn es gibt nun mal die, die das alte Wissen bewahren, nicht das propagierte, sondern das unter Verschluss.

    Die allseits „Überzeugten“ werden das nicht begreifen, das können sie auch nicht, denn sie sind längst eins geworden, nicht nur mit dem falschen Wissen, vor allem mit ihren Überbringern, verwoben mit den Geistern, die über allem schweben – kichernd, gehässig, triumphierend.

    (manchmal auch wie ein „bunter Luftballon“, der zu zerplatzen droht)

    Ein Gemälde, fast wie es im Buche steht…

    ———————–

    Das Gemälde hier (Beitragsfoto) nennt sich „Der Luftballon“ von Francesco Guardi, einst war es zu sehen, im ehemaligen Kaiser-Friedrich Museum von Berlin (heute Bode-Museum).

    Teilen mit:

    • Auf X teilen (Wird in neuem Fenster geöffnet) X
    • Auf Facebook teilen (Wird in neuem Fenster geöffnet) Facebook
    Gefällt mir Wird geladen …
  • Dresden – wir lesen nun täglich (Teil VII)

    Februar 12th, 2024

    Dresden brannte sieben Tage und sieben Nächte – was bleibt, sind die Berichte und Erinnerungen der Überlebenden:

    Vor 79 Jahren, am 13.Februar 1945, erfuhren die Menschen in Dresden ein Martyrium. Der morgige Tag fällt wie damals auf einen Faschingsdienstag.

    Wie überall in Deutschland war auch die Luftschutzorganisation der Stadt in die Nationalsozialistische Partei eingegliedert worden, wobei der Polizeipräsident der Stadt gleichzeitig das Amt des Luftschutzleiters innehatte. Jeder hatte eine Funktion auszuüben, bis hinunter zur Hitlerjugend und zum Deutschen Jungvolk.

    Ein Überlebender (ein Pimpf des deutschen Jungvolkes) berichtet:

    „Ich war im Februar 1945 15 Jahre alt und während des damaligen sogenannten „totalen Einsatzes“ als Luftschutzmelder verpflichtet. Am 13. Februar, am Karnevalstag, besuchte ich den in Dresden beheimateten Zirkus Sarrasani, der dort ein großes festes Gebäude besaß. Während der letzten Nummer des Programms – dem obligatorischen Eselreiten mit Clownerien – wurde über Lautsprecher Voralarm gegeben und das Publikum unter Scherzen der Clowns zum Aufsuchen der ausgebauten Keller des Zirkusgebäudes aufgefordert, Aufgrund meines Ausweises als Melder durfte ich das Gebäude noch verlassen.“

    Die Stadt wurde bereits von den ersten weißen Leuchtbomben der Beleuchter-Lancaster taghell erleuchtet, und wie die meisten Dresden-Einwohner erfasste der Junge nicht sofort die Bedeutung dieser Lichter.

    „In diesem Moment fand ich diese Illumination recht eindrucksvoll. Bevor ich unsere Wohnung erreichen konnte, fielen bereits die ersten Bombenreihen, und ich habe den ersten Luftangriff in einem fremden Keller miterleben müssen. Da wir in der Dresdner Neustadt wohnen, und dieses ja bekanntlich nicht total vernichtet ist, sind wir nicht ausgebombt worden. Wir sind mit kleineren Schäden davon gekommen. Nach dem Angriff bin ich sofort nach Hause gelaufen, und als da nichts mehr zu tun war, begab ich mich als Melder zum Einsatz.

    Es herrschte ziemliches Durcheinander. Mit Luftschutzhelm, Gasmasken und Fahrrädern versehen, machten wir uns dann auf den Weg in die bereits schwer getroffenen Innenstadt. Das Schloss, die Hofkirche und die Oper brannten bereits lichterloh, und die Elbbrücken waren mit ausgebrannten oder mit noch brennenden Brandbomben übersät. Das Wasser aus den zerstörten Hauptrohren überflutete die Straßen. Die mutigen, aber kaum genügend ausgerüsteten Luftschutzmelder waren erst bis zum Postplatz vorgedrungen, als der zweite Angriff begann.“

    Die meisten Leute hofften, dass die Brände nachlassen würden und das sie dann unverletzt und mit ihrem unbeschädigtem Eigentum die Luftschutzräume verlassen könnten. So warteten die Menschen in ihren Kellern und unterirdischen Gängen. Alle Hoffnung wurde bald zunichte.

    „Die Detonationen des zweiten Luftangriffes erschütterten die Hauswände, Explosionslärm vermischte sich mit einem sonderbaren Rauschen, dass sich wie ein herabstürzender Wasserfall anhörte. Vermutlich war es der gewaltige Sog des Feuerorkans, der von den Sprengbomben entfacht worden war“. So beschreibt es der Führer einer Reichsarbeitsdiensttransportkompanie, die geschlossen aus einem Dorf außerhalb der Stadt zu Rettungsarbeiten herbeigeeilt war.

    Stickige Gase drangen in die unbelüfteten Keller ein. Die Menschen versuchten verzweifelt, die durch die Nachtangriffe entstandenen Mauereinbrüche einzuschlagen. Für die über eine Million Einwohner Dresdens, die sich in trügerischer Sicherheit wiegten und in der Zivilverteidigung überhaupt keine praktischen Erfahrung hatten, wurde in der Nacht des 13. Februar dieses Problem zum Alptraum. Dem schließlich nur zu viele Menschen widerstandslos erlagen.

    Mitten in diesem Chaos und Durcheinander wurde am 13. Februar um 21.41 Uhr Vollalarm gegeben, und durch die ganze Stadt heulten plötzlich und durchdringend die Sirenen, von Klotzsche im Norden bis nach Räcknitz im Süden, von Friedrichstadt im Westen bis zu den Vororten im Osten. Alle Lampen im Hauptbahnhof waren erloschen.

    Ein Fähnrich der Panzergrenadiere, der auf seiner Fahrt nach Berlin in Dresden umsteigen musste, erinnert sich: „Als wir aus dem Keller kamen, wirkten die an die Mauer gelehnten Leichen wie Menschen, die anscheinend nur eingeschlafen waren:“

    ——–

    So hat es sich zugetragen, am 13. Februar 1945, an einem Faschingsdienstag.

    Einige unter uns assoziieren diese Tragödie mit den Erlebnissen ihrer Eltern, Großeltern, Urgroßeltern. Das Erlebte hat sich unauslöschlich eingeprägt. Die Toten können nicht mehr berichten. Es ist die Pflicht der Lebenden das für sie zu tun.

    Es war die Zeit, in der Churchill und Lindemann beschlossen, dass die RAF ihre Angriffe auf zivile statt auf militärische «Ziele konzentrieren solle. Und das war das Resultat: Eine Million unschuldiger Deutscher wurden im alliierten Bombenkrieg gebacken, gebraten, gegrillt oder in Stücke gerissen. Die große Mehrheit waren Frauen, Kinder und alte Leute. Es kam darauf an, so viele von ihnen wie möglich zu töten.

    Zum Schweigen darüber werden wir angehalten, doch sollten wir es besser wissen und das unbegreifliche Geschehen unaufhörlich kundtun.

    Dresden – wir lesen nun täglich
    Dresden – wir lesen nun täglich (Teil 2)
    Dresden – wir lesen nun täglich (Teil 3)
    Dresden! Wir lesen nun täglich… Dresden brannte sieben Tage und sieben Nächte – Tiefflieger über Dresden?
    Dresden– wir lesen nun täglich … als Harris den Angriffsbefehl gab (Teil V)
    Dresden Teil VI – als die Bomben fielen

    Teilen mit:

    • Auf X teilen (Wird in neuem Fenster geöffnet) X
    • Auf Facebook teilen (Wird in neuem Fenster geöffnet) Facebook
    Gefällt mir Wird geladen …
  • Und weil wir gerade „mittendrin“ sind… lesen wir also von Coventry…

    Februar 10th, 2024

    Ich halte nicht viel von „Aufrechnungen“ oder „Gegenrechnungen“. Doch in bestimmten Fällen sind sie angebracht und notwendig, weil man darüber auch erfährt, wie es sich tatsächlich zugetragen hat.

    Lesen wir also von Coventry

    Auch hier, wird In völliger Verkehrung der geschichtlichen Tatsachen die Schuld am alliierten Bombenterror des Zweiten Weltkrieges gegen die Zivilbevölkerung von Umerziehern den Deutschen aufgebürdet. Als angebliche Beweise dafür werden die Bombardierungen von Coventry, Warschau und Belgrad herangezogen. Die Wirklichkeit ist aber anders.

    Wir beginnen mit Coventry einer englischen Stadt, südöstlich von Birmingham, die 1940 etwa 220 000 Einwohner hatte. Coventry war nicht nur Bischofssitz, sondern auch eine wichtige Industriestadt, es war das Zentrum der britischen Flugzeugmotorenindustrie. Von Feldmarschall KESSELRING wurde beim Nürnberger Prozess ausgeführt, dass Coventry in den Zielmappen der Luftwaffe unter genauer Einzeichnung der Rüstungsanlagen als das englische Klein-Essen geführt wurde.

    Am 14./15. November 1940 wurde gegen die Rüstungsbetriebe von Coventry ein deutscher Luftangriff geflogen, nicht gegen die Stadtbevölkerung!

    Coventry: so bei Wikipedia: Insgesamt betrug die Zahl der Todesopfer bei den Angriffen auf Coventry bis 1942 etwa 1200.

    Indes in einem Artikel der Welt: Mindestens 568 Menschen kamen ums Leben, weitere tausend wurden verletzt. Und weiter : Die Wirkung von Coventry ist in der ganzen Welt sehr groß. Selbst die US-Blätter sind davon tief beeindruckt. In London völlige Hilflosigkeit.“ .

    (Veröffentlicht am 13.09.2021 Von Johann Althaus)

    Tatsächlich liegen über die Zahl der Toten in Coventry Angaben vor. Die Zahlen schwanken nur wenig. W. GÖRLITZ nennt 380 Tote und 800 Schwerverletzte. Der polnische Historiker PIEKALKIEWICZ schreibt, dies sei der Preis für die Bewahrung des „Ultra“ Geheimnisses für CHURCHILL gewesen.

    Die Engländer begannen sofort bei Kriegsbeginn mit der Bombardierung deutscher Städte. Schon am 4. September 1939 wurde Wilhelmshafen angegriffen. Am 11. Mai 1940 (CHURCHILL war am Vortag Chef des Kriegskabinetts geworden) wurde die strategische Luftoffensive gegen das Deutsche Reich eröffnet. Essen wurde angegriffen, am 20. Mai 1940 auf Hamm gebombt. Im August 1940 wurden Bombenangriffe auf Hannover, Hamburg und Berlin geflogen. (Wir lesen darüber in der Reihe: Unsere deutschen Städte und ihre Zerstörer)

    Am 14./15. November 1940 wurde gegen die Rüstungsbetriebe von Coventry ein deutscher Luftangriff geflogen, nicht gegen die Stadtbevölkerung. Diese Maßnahme war ein Vergeltungsangriff. Angriffe gegen offene Städte waren zuerst von den Engländern gegen Deutschland geflogen worden.

    Der Angriff auf Coventry diente den Umerziehern bis zur Gegenwart als publizistischer Dauerbrenner.

    Die zerstörte Kathedrale St. Michaels. König GEORG VI. höchstpersönlich schaut sich das Ausmaß der Zerstörung an. Auch hier in Coventry handelte es sich um einen Angriff auf Rüstungsindustrie.

    Rein kriegsrechtlich betrachtet handelte es sich um ein legitimes Ziel. Denn in Coventry waren rund 30 Fabriken beheimatet, die Teile für die Flugzeugproduktion herstellten.

    Wenn man den Darstellungen von Colonel Frederick WINTERBOTHAM Glauben schenken darf, hatte CHURCHILL von dem Angriff auf Coventry vorher durch die Aktion „Ultra“ erfahren. Um das Geheimnis seiner Quelle nicht preiszugeben, verzichtete er auf eine Benachrichtigung und Evakuierung der Bevölkerung und nahm die Opfer in Kauf.

    Zudem hat der Angriff auf Dresden alles erreicht, was man von ihm erwarten werden konnte: Über zwanzig Quadratkilometer der Stadt waren in einer Nacht verwüstet worden: Zum Vergleich: In London wurden während des ganzen Krieges noch nicht einmal 2,4 Quadratkilometer zerstört.

    Wir erinnern uns, als die Bomben in Dresden fielen, war der Krieg längst entschieden.

    ———

     Colonel Frederick WINTERBOTHAM, Aktion Ultra, Ullstein, Frankfurt/M.-Berlin 1976.

     Eberhard SPETZLER, Luftkrieg und Menschlichkeit, Musterschmidt, Göttingen 1956, S. 160

     Albert KESSELRING, Soldat bis zum letzten Tag, Athenäum-Verlag, Bonn 1953, S. 106.

     Georg W. FEUCHTER, Der Luftkrieg, Athenäum, Frankfurt/M. 21962, S. 219. 2 In: Flugzeug, Nr. 3, Juni-Juli 1990, S. 24-28. 3 CZENANY, aaO. (Anm. 11), S. 235.

    Kriege sind entsetzlich. Kriege bringen Leid, Elend, Schmerz….

    Teilen mit:

    • Auf X teilen (Wird in neuem Fenster geöffnet) X
    • Auf Facebook teilen (Wird in neuem Fenster geöffnet) Facebook
    Gefällt mir Wird geladen …
  • Dresden Teil VI – als die Bomben fielen

    Februar 10th, 2024

    … Ein Inferno, dass ein Bombenschütze mit den Prophezeiungen der Evangelistenversammlungen vor dem Kriege verglich.“

    Dresden brannte sieben Tage und sieben Nächte!

    Hunderttausende verängstigte, hungrige, verzweifelte Flüchtlinge drängten sich in der Altstadt, lagerten auf den Bürgersteigen, in jedem Garten und jedem Stadtpark. Eng aneinandergepresst, um nicht zu erfrieren, schliefen sie auf dem Boden. Wimmernde Kinder bettelten um Essen. Die städtirschen Sozialdienste waren überfordert, obwohl sie taten, was in ihrer Macht stand, um die Menschen mit Nahrung und dem Nötigsten zu versorgen. – Dann kamen die Bomber.

    Von den Deutschen aus gesehen, muss der Beginn eines von Pfadfinderwellen eingeleiteten Großangriffs auf eine Stadt ein erschütterndes Schauspiel gewesen sein. Die Lancaster Maschinen des Blindbeleuchterverbandes leuchteten inzwischen das ganze Gebiet mit ihren „Christbäumen“ aus. Die Lichtertrauben der Zielmarkierer schimmerten fahl mit unerbittlicher Unabwendbarkeit über der den Untergang geweihten Stadt.

    Am 14. Februar 1945 gab es um 1.14 Uhr für die Beatzungen nicht den geringsten Zweifel, dass Dresden tatsächlich unter ihnen lag. Ganz Dresden glich einem Feuermeer. Die 5. Bomberflotte hatte einen hohen Prozentsatz von Brandbomben eingesetzt, und außerdem wehte ein starker Wind in Bodennähe.

    ————

    Das Gebiet war so hell erleuchtet, schrieb ein Flieger in sein Tagebuch, dass wir unsere eigenen Maschinen um uns herum und auch unsere eigenen Kondensstreifen erkennen konnten.

    „Der fantastische Schein aus 320 Kilometer Entfernung wurde immer heller, als wir uns dem Ziel näherten (schrieb ein anderer, jüdischer Pilot der 5. Bomberflotte). Selbst in einer Höhe von 6700 Metern konnten wir bei dem gespenstischen Schein der Flammen Einzelheiten erkennen, die wir nie zuvor gesehen hatten, zum ersten Mal seit vielen Einsätzen fühlte ich Mitleid mit der Bevölkerung dort unten.“

    Der Navigator eines anderen Flugzeuges der selben Bomberflotte schreibt:

    „Normalerweise verließ ich nie meinen Platz, aber in diesem besonderen Fall rief mich mein Skipper nach vorn, damit ich mit das ansehen sollte. Der Anblick war wirklich fantastisch. Aus einer Höhe von 6700 Metern glich Dresden einer Stadt, deren Straßen vom Feuer eingefasst waren.“

    Wie sich ein Flugingenieur der ersten Bomberflotte erinnert, war die Helligkeit so groß, dass er bei dem Licht, dass das Innere des ganzen Flugzeuges erhellte, Eintragungen in sein Bordbuch vornehmen konnten:

    „Ich warf unwillkürlich einen Blick nach unten, als die Bomber fielen (erinnerte sich der Bombenschütze eines anderen Bombers der 1. Bomberflotte), und meinen Augen bot sich das grauenhafte Bild einer Stadt, die von einem Ende zum anderen in Flammen steht. Man konnte sehen, wie dichte Rauchwolken von Dresden wegtrieben, sodass die hellerleuchtete Stadt wie auf einem Stadtplan zu erkennen war. Meine erste Reaktion war, dass ich erschüttert in Gedanken dieses Inferno dort unten mit den Prophezeiungen der Evangelistenversammlungen vor dem Kriege verglich.“

    ————————-

    Die erste Bomberwelle, die am 13. Februar 1945 um 10 Uhr abends über der Stadt ankam, war britisch. Sie ließ Tausende riesiger Sprengbomben auf die alte mit Flüchtlingen vollgestopfte Stadt fallen, um die Dächer zur Vorbereitung für Brandbomben, die gleich dahinter folgen sollten, wegzusprengen. Die Sprengbomben setzten das Fliegeralarmsystem außer Gefecht, zerstörten die Feuerwehrstationen, unterbrachen die Hauptwasserleitungen und verursachten massenhaft Tod und Zerstörung. Die Flüchtlingsmassen konnten nirgendwohin weglaufen und sich nicht verstecken.

    Dann kamen die mit Brandbomben beladenen Bomber und verwandelten die Altstadt in ein tosendes Flammenmeer. Die Lufttemperaturen stiegen auf 415°C. Winde von bis zu 160 km/h sogen allen Sauerstoff in das Zentrum des Sturms. Zigtausende verbrannten bei lebendigem Leib. Zu diesem späten Zeitpunkt des Krieges hatte man die Wissenschaft des Bombardierens perfektioniert.

    Das Bombenabwurfsmuster der Briten war dazu konzipiert, einen Feuersturm zu erzeugen, und der Dresdner Feuersturm war der spektakulärste des Krieges.

    Tausende erstickten in den Kellern, als der Sauerstoff von den Flammen nach draußen gesaugt wurde. Tausende wurden wie Stoffpuppen durch die Luft gewirbelt und von den heftigen Winden direkt in das Inferno gesaugt.

    Der Luftsog des Feuersturms war so stark, dass er Bäume entwurzelte und Dächer von meilenweit entfernten Häusern abhob. Die Menschen ergriff äußerste Panik. Pferde bäumten sich auf und galoppierten in die Menschenmassen. Wilde Tiere wie Löwen und Tiger entwichen den Gehegen im Zoo und liefen in die entsetzten Massen. Riesenschlangen glitten zwischen den Füßen der Fliehenden. In Brand geratene Lazarettzüge voll verwundeter Frontsoldaten versuchten, den Bahnhof zu verlassen, und trennten dabei kleinen Kindern, die unter den Zügen Schutz vor den Bomben gesucht hatten, Gliedmaßen ab.

    Die nächste Bomberwelle kam drei Stunden später mit Spreng- und Streubomben. Die Zeitabstände der Bomberwellen wie auch die Bombentypen waren sorgfältig kalkuliert, um eine möglichst hohe Tötungsrate zu erzielen. Wie geplant, erwischte diese dritte Welle von Bombern die Rettungs- und Feuerwehrmannschaften wie auch Massen von Menschen, die dem Feuer ins Freie entkommen wollten.

    Das Resultat war eine reine Massenabschlachtung.

    Am nächsten Tag vervollständigte die American 8th Air Force die Zerstörung der Stadt. Insgesamt 1.300 englische und amerikanische schwere Bomber warfen fast 4.000 Tonnen Spreng- und Brandbomben auf Dresden.

    Dresden – wir lesen nun täglich
    Dresden – wir lesen nun täglich (Teil 2)
    Dresden – wir lesen nun täglich (Teil 3)
    Dresden! Wir lesen nun täglich… Dresden brannte sieben Tage und sieben Nächte – Tiefflieger über Dresden?
    Dresden– wir lesen nun täglich … als Harris den Angriffsbefehl gab (Teil V)

    Teilen mit:

    • Auf X teilen (Wird in neuem Fenster geöffnet) X
    • Auf Facebook teilen (Wird in neuem Fenster geöffnet) Facebook
    Gefällt mir Wird geladen …
  • Dresden– wir lesen nun täglich … als Harris den Angriffsbefehl gab (Teil V)

    Februar 9th, 2024

    Dresden brannte sieben Tage und sieben Nächte …

    Fast 80 Jahre nach dem Zweiten Weltkrieg war von unseren deutschen christlichen Brüdern und Schwestern und den deutschen internationalen Genossen keine Reaktion auf das millionenfache Unrecht, das die Deutschen traf, zu vernehmen.

    Statt dessen konnten wir über die Zeit folgendes beobachten: Am 59. Jahrestag der Zerstörung Dresdens mit mindestens 250 000 Toten, meist Frauen und Kindern, gingen„ deutsche Jugendliche“ vom induzierten Irresein und Deutschenhass besessen, mit Transparenten wie „Bomber Harris, do ist again“ (Bomber Harris, tu es nochmal) oder „deutsche Täter sind keine Opfer“ oder auch „happy birthday luftangriff“ auf die Straße.

    Unvorstellbar allein daran zu denken, irgendjemand würde ein Transparent hochhalten mit einer Botschaft, welche einen Nationalsozialisten lobend erwähnt“. Die Staatsanwaltschaft würde keinen Moment zögern, diese Provokateure in Haft zu nehmen und wegen Volksverhetzung und Verunglimpfung der Opfer vor Gericht zu stellen. In München jedoch, war weit und breit von der Staatsanwaltschaft nichts zu sehen, und keine Reaktion erfolgte auf den Vorfall.

    Und somit werden auch heute noch selbst von deutschen offiziellen Behörden deutsche Opfer verunglimpft und verhöhnt. Auf offenen Plätzen wird gegen das deutsche Volk gehetzt.

    Bis hin zu den aktuellen Ereignissen der Denkmalschändung auf dem Dresdner Alt-Markt zum Gedenken der durch die alliierten Vernichtungsangriffe zu Tode gekommenen Deutschen. Vor wenigen Tagen erst so geschehen. Wo bleibt hier der Paragraph 130?

    Zurück zum Angriff auf Dresden im Februar 1945. Das Kommando hatte den Befehl einen schweren Schlag gegen die Stadt durchzuführen.

    In den ersten Wochen von 1945´herrschte über die deutsche Nachtwachtverteidigung Unklarheit. Die Jagdverbände verringerten sich zahlenmäßig und die Jagdbesatzungen waren erschöpft und beinahe auf dem toten Punkt angelangt. Nachdem die angreifenden Armeen die Reichsgrenzen immer weiter hinein verschoben, plante Oberluftmarschall Harris die Durchführung des RAF Angriffs auf Dresden als Doppelschlag.

    Als Stunde Null für Böhlen wurde 22 Uhr angesetzt, eine Viertelstunde bevor der erste Schlag auf Dresden erfolgte. Da der Angriff auf Dresden befehlsmäßig ein starker Vernichtungsangriff sein sollte , war es nur angemessen eine möglichst große Zahl von Lancaster-Maschinen eingesetzt wurde, um eine möglichst große Last von Brand- und Sprengbomben abzuwerfen.

    Der erste Angriff auf Dresden sollte die Stadt zur besseren Orientierung der Beatzungen des zweiten Angriffes drei Stunden und fünfzehn Minuten später wie ein Leuchtfeuer in Brand stecken.

    In einigen Stadtteilen Dresdens heulten die Sirenen, aber in den meisten Bezirken war der Strom beim ersten Angriff ausgefallen, sodass dieser zweite Angriff für die Bevölkerung völlig überraschend kam.

    Und so ertönte es auf Befehlsebene: „Masterbomber an Hauptmarkierer: Gute Arbeit! Weiter verstärken, verstärken.“ Fünfter Markiere an Hauptmarkierer: : Klar! Zweiter Markierer an Hauptmarkierer: Tally-ho!“

    (Tally Ho bezeichnet in der britischen Jägersprache einen Ruf bei der Sichtung eines Fuchses bei der Fuchsjagd.)

    Der zweite Teil der Doppelstrategie von Harris begann sich abzuzeichnen, nicht nur die Vernichtung der Dresdner Luftschutzkräfte, sondern auch eine große Zahl der aus den Nachbarstädten herbeigerufenen Hilfskräfte.

    „Es war das einzige Mal, dass ich Mitleid mit den Deutschen hatte (berichtet der Bombenschütze einer Lancaster Maschine der 635. Staffel.) Aber mein Mitleid dauerte nur ein paar Sekunden; unsere Aufgabe war es, den Feind zu schlagen, und zwar vernichtend zu schlagen.“

    Die Lancaster Maschinen des Blindbeleuchterverbandes leuchteten inzwischen das ganze Gebiet mit ihren „Christbäumen“ aus. Die Lichtertrauben der Zielmarkierer schimmerten fahl mit unerbittlicher Unabwendbarkeit über der den Untergang geweihten Stadt.

    Die erste Bomberwelle, die am 13. Februar 1945 um 10 Uhr abends über der Stadt ankam, war britisch. Sie ließ Tausende riesiger Sprengbomben auf die alte mit Flüchtlingen vollgestopfte Stadt fallen, um die Dächer zur Vorbereitung für Brandbomben, die gleich dahinter folgen sollten, wegzusprengen. Die Sprengbomben setzten das Fliegeralarmsystem außer Gefecht, zerstörten die Feuerwehrstationen, unterbrachen die Hauptwasserleitungen und verursachten massenhaft Tod und Zerstörung. Die Flüchtlingsmassen konnten nirgendwohin weglaufen und sich nicht verstecken.

    Dresden – wir lesen nun täglich
    Dresden – wir lesen nun täglich (Teil 2)
    Dresden – wir lesen nun täglich (Teil 3)
    Dresden! Wir lesen nun täglich… Dresden brannte sieben Tage und sieben Nächte – Tiefflieger über Dresden?

    Teilen mit:

    • Auf X teilen (Wird in neuem Fenster geöffnet) X
    • Auf Facebook teilen (Wird in neuem Fenster geöffnet) Facebook
    Gefällt mir Wird geladen …
  • Konrad IV. /Konradin – mit ihm endet das ruhmreiche Geschlecht der Hohenstaufen

    Februar 9th, 2024

    Nach dem Tod Friedrichs II.: In den Herzen der Deutschen aber blieb eine tiefe Sehnsucht nach der versunkenen Kaiserherrlichkeit. Sie fand ihren Niederschlag in der deutschen Kaisersage vom Kyffhäuserberg, die sich zunächst an Friedrich II. knüpfte, später auf Barbarossa übertragen wurde.

    Konrad, der Sohn und Nachfolger Friedrichs II., zog sich von Deutschland in sein Hauserbe Unteritalien zurück. Der Papst erneuerte sofort den Kampf gegen das verhasste Geschlecht der Hohenstaufen, doch musste er, da er allein zu schwach war, immer fremde Hilfe herbeirufen. Zunächst ist es Karl von Anjou, der Bruder des französischen Königs. Der Papst belehnte ihn mit Neapel und Sizilien.

    Karl war ein kluger und kraftvoller Mann, aber arglistig und grausam, aller edleren Gefühle bar, was sich schon in seinen finsteren Gesichtszügen spiegelte. Da Konrad bald starb (1254), übernahm sein Bruder Manfred die Aufgabe, das staufische Erbe zu verteidigen. Doch wurde dieser, nach anfänglichen Erfolgen, bei Benevent durch den Verrat eines Teiles seiner Anhänger entscheidend geschlagen. Er selbst stürzte sich unter die Feinde und starb tapfer kämpfend den Heldentod (1266).

    Karl war nun König und wurde zu Neapel gekrönt.

    Die Herrschaft dieses Königs wurde seinen Untertanen bald unerträglich. Da schickten die hohenstaufisch Gesinnten Botschaft nach Deutschland an den jungen Sohn Konrad IV, den 15jährigen Konradin. Dieser lebte arm und unbeachtet bei seinem Oheim in Bayern. In ihm war der frohe Geist seiner Ahnen lebendig. Vergeblich warnte ihn seine zärtlich-besorgte Mutter vor dem Italien, das alle Hohenstaufen ins Verderben gelockt hat. Konradin war entschlossen den gefährlichen Kampf um das Erbe der Ahnen zu wagen und lieber würdig unterzugehen, als daheim sicher, aber ruhmlos weiterzuleben.

    Er verkaufte oder verpfändete die letzten Trümmer der hohenstaufischen Güter in Schwaben und warb mit dem Ertrag ein Heer (von 10 000 Mann). An dessen Spitze trat er 1267, begleitet von seinem treuen Jugendfreund Friedrich von Baden, den Zug über die Alpen an. Anfangs ging das Unternehmen glücklich vonstatten. Trotz des päpstlichen Bannspruches führten ihn die Römer im Triumphzug in ihre Stadt ein. Ganz Sizilien erhob sich gegen die Franzosen. Karl von Anjou befand sich in der schwierigsten Lage. Da rettete ihn ein unerwarteter Sieg bei Tagliacozzo (1268).

    Konradin und sein Freund entkamen zunächst, wurden aber später gefangen und an Karl ausgeliefert. Dieser verurteilte beide und alle übrigen Gefangenen zum Tode. Konradin saß gerade mit seinem Freund beim Schachspiel, als ihm der Todesspruch verkündet wurde. Mit männlicher Fassung vernahm ihn der 16jährige Jüngling. Auch sein Verhalten auf dem Blutgerüst war seiner großen Ahnen würdig, Seine letzten Worte waren: „O Mutter, welches Leid bereite ich dir?“

    Als Friedrich das Haupt seines Freundes fallen sah, schrie er so gewaltsam auf, dass alle Umstehenden in Tränen ausbrachen. Dann fiel auch sein Haupt und anschließend alle übrigen Getreuen. Solches geschah am 29. Oktober 1268 auf dem Marktplatz von Neapel.

    So endete das ruhmreiche Geschlecht der Hohenstaufen.

    Nicht lange aber sollte Karl die Früchte seines Sieges genießen. Im Jahr 1282 wurde die Herrschaft der Franzosen auf Sizilien durch die „Sizilianische Vesper“ vernichtet. Dem furchtbaren Blutbad fielen fast sämtliche Franzosen zum Opfer. Als König von Sizilien bestieg ein Schwiegersohn Manfreds den Thron, Peter III. von Aragonien. (Das Haus Anjou musste sich mit Untertiteln, dem Königreich Neapel begnügen.)

    Teilen mit:

    • Auf X teilen (Wird in neuem Fenster geöffnet) X
    • Auf Facebook teilen (Wird in neuem Fenster geöffnet) Facebook
    Gefällt mir Wird geladen …
←Vorherige Seite
1 … 43 44 45 46 47 … 75
Nächste Seite→

Bloggen auf WordPress.com.

 

Kommentare werden geladen …
 

    • Abonnieren Abonniert
      • Klara Fall: das glaube, wer mag
      • Schließe dich 36 anderen Abonnenten an
      • Du hast bereits ein WordPress.com-Konto? Melde dich jetzt an.
      • Klara Fall: das glaube, wer mag
      • Abonnieren Abonniert
      • Registrieren
      • Anmelden
      • Melde diesen Inhalt
      • Website im Reader anzeigen
      • Abonnements verwalten
      • Diese Leiste einklappen
    %d