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Klara Fall: das glaube, wer mag

  • Damals auf der Flucht! Mütter – in drei Generationen.

    September 27th, 2023

    Und eine Gegenwart, in der Moral und Wahrheit an Magersucht leiden, und Heuchelei hofiert wird…

    Gerade in Zeiten, in der wir mit einer Flut von „Flüchtigen“ konfrontiert werden, schaue ich nochmal genauer hin. So ereilen mich Bilder von Flüchtenden aus den Jahren 2015 (und auch davor) bis heute in das Jahr 2023 hinein. Und ich sehe Menschen auf der Flucht aus vergangenen Zeiten, wovon schon meoine Eltern und Großeltern berichteten, weil sie diese selbst erlebt haben.

    Die Bilder sind grundverschieden, so wie Gesichtsausdruck und Zustand der Menschen.   

    Die Menschen von damals hatten keine gepflegten Haare, kein Telefon (Handy). Sie brauchten und konnten auch nicht zu telefonieren, es gab keine Hilfe.

    Tausende Mütter waren von ihren Kindern getrennt, oder die Kinder waren plötzlich allein, weil Mutter und alle Verwandten verschleppt oder erschlagen wurden. Sie konnten keinen Verwandten anrufen oder gar nachholen.

    Die Erfahrungen und das Ausgeliefertsein, der Hunger, der Notstand, der Tod von Kindern führten zu unterschiedlichen Reaktionen.

    Während manche schwer traumatisierte in Depressionen trieben, arbeiteten sich andere aus der Situation heraus.

    Ein Dichter sagte: „Es ist eine Größe des Leides bei der jeder Widerstand aufhört, deshalb wird schweres Leid meist stiller würdiger getragen, als die kleinen Widerwärtigkeiten des Lebens. Die Schwere der Last hat die Kraft, sie abzuschütteln, gebrochen!“

    Meine Mutter und meine Großeltern beschreiben in ihren Memoiren sehr ausführlich die wirkliche totale Notlage der Millionen deutschen Flüchtlinge und 12 Millionen Vertriebenen Deutschen, wovon 3 Millionen durch Mord, Vergewaltigungen, vor Hunger und Strapazen jämmerlich starben. Sie hatten keine Nahrung, keine Scheibe Brot (sie wären einer helfenden Hand, die ihnen ein Stück Brot gereicht hätte unsagbar dankbar gewesen) eine Scheibe Schweinefleisch wäre ein Wunder gewesen, weil es einfach nichts gab. Es herrschte totale Not! Sie hatten keine gepflegte Kleidung, sondern zerschlissene Sachen, ihre Schuhe waren zertreten, fielen von den Füßen, sie hatten keine Unterkunft, hausten auf Straßen und in Wäldern.

    Verkehrte Welt!

    Angesichts dieses Wissen, wirken die Bilder von Flüchtlingen des 21. Jahrhunderts fast schon zynisch, ja provokant. Warum provokant? Weil die Verbrechen am deutschen Volk nie aufgearbeitet wurden, weil in der Schule nie die Wahrheit dazu gelehrt wurde. Wer von den jungen Menschen heute weiß schon davon, was damals wirklich geschehen ist? Geschickt hielt und hält man die Wahrheit unter Verschluss, hinter dicken Mauern. Hin und wieder kam sie tröpfchenweise zutage, das jedoch geschah sehr, sehr selten.

    Und so plappern die Menschen gedankenlos in ihrer Unwissenheit daher: „Es war doch Krieg, da ist das eben so…“ Und diese Art von Mensch tanzt heute auf Lampedusa mit Flüchtlingen im Freudentaumel. Dort geben sie vor, Hilfe zu leisten.

    Das ist Zynismus und Verhöhnung des deutschen Volkes. Ja, das ist provokant!

    „Begegnung mit „Müttern – in drei Generationen“

    Vor allem nach dem Krieg, also ab 1945 gab es viele alleinerziehende“ Mütter – sie nannten sich nur nicht so, es war für die Mütter eine Zwangslage. Die Ehemänner und Väter waren damals keinesfalls geschiedene „Zahlväter“, sie waren gefallen oder in Kriegsgefangenschaft.

    Tausende dieser Mütter haben den Bombenhagel in Deutschlands Städten mit ihren Kindern überlebt.

    Tausende dieser Mütter haben unter schwerem Leid ihre Kinder auf der Flucht und der Vertreibung aus den deutschen Ostgebieten nach Mittel- und Westdeutschland gebracht.

    Die meisten Frauen hatten damals mehrere Kinder.

    Manch eine Mutter hatte während der Flucht durch Kälte und Hunger, durch qualvolle Entbehrungen ihr Kind nicht retten können. Besonders die Kleinsten hatten die Qualen häufig nicht überstanden. Oft waren die Frauen durch grauenhafte Erlebnisse, durch Vergewaltigungen traumatisiert. „

    (Auszug aus „Mütter – in der drei Generationen“ von Barbara Berger)

    Der Schweizer Marius Baar schrieb 1972 zu den unerhörten Vorgängen in der Nachkriegszeit im deutschen Reich: „… was aber noch in schlimmer Form dargestellt wird, die Lüge wird zur Wahrheit gemacht.“

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  • Von Kunstwerken, Pfahlbauten und Musikinstrumenten – deutsche Geschichte

    September 27th, 2023

    Wir stöbern weiter in der deutschen Geschichte, und beschäftigen uns heute mit Kunstwerken, Pfahlbauten und Musikinstrumenten.

    Die Kunstwerke aus der germanischen Bronzezeit gehören zu dem Schönsten, was damals in Europa geschaffen worden ist; sie sind ein wertvolles Zeugnis dafür, dass die Germanen ein Volk von hervorragender Begabung waren, als sie in das Licht der Geschichte eintraten.

    Die menschlichen Behausungen sind – schon seit dem Ende der Steinzeit – feste Wohnungen aus Holz, die auf starken Pfählen in einem See, über Sümpfen oder an Flussläufen erbaut sind.

    Diese sogenannten Pfahlbauten sollten Schutz bieten gegen Feuchtigkeit des Bodens, plötzliche Überschwemmungen oder gegen Überfälle durch große Raubtiere und menschliche Feinde.

    Auch die Bequemlichkeit mag eine Rolle gespielt haben: Unrat und Abfälle konnten durch die Lücken des Fußbodens geworfen werden. Die Bronzezeit war die Blütezeit dieser Pfahlbauten.

    In der Bronzezeit erklingen auch die ersten erfreulichen Töne der Musik. Musikinstrumente gab es zwar schon in der Steinzeit – Pfeifen und Flöten aus Knochen sowie Trommeln – doch bedeuten die beliebten Blashörner der Bronzezeit, die Luren, einen großen Fortschritt.

    Es sind kreisförmig gebogene Trompeten, deren Schallöffnung meist mit einer verzierten Scheibe versehen ist. Diese Luren sind fast immer paarweise gefunden worden; sie wurden also wahrscheinlich zweistimmig geblasen.

    —–

    Quelle

    Text: Auszug aus Albert Thümmel „Deutsche Geschichte Band I“ + Sammelbilder

    Pfahlbauten : eigene Aufnahme von unserer Reise nach Unteruhldingen/Mühlhofen (Bodensee).

    Kultur der Metallzeit Fotos aus Meyers Konversationslexikon aus 1896.

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  • Zwischen Irrtum und Streben – Seelenfänger auf Streifzug

    September 26th, 2023

    Wisst ihr, man macht sich ja so seine Gedanken. Insbesondere in Zeiten, die mit enormen Herausforderungen einhergehen. Man kann sie auch nicht mal eben wegpusten. So wie den kurzen Schmerz oder die kleine Wunde am Finger.  

    „Du musst das verstehen! Alles folgt einem Plan“, vernehme ich immer wieder. Natürlich tut es das.

    Das Böse war immer schon Teil der Weltgeschichte. Und es hat einen Plan. Der ist übrigens uralt, und der Trick, der damit einhergeht, ebenfalls.

    Dabei ist eine Alleinstellung, auch Macht genannt, des „Pudels Kern“ und ruft so manchen Seelenfänger auf den Plan.

    Scheinbar haben gerade ganz viele von denen Ausgang. Und nun kommt es: Die sind ja nicht einfach nur so unterwegs, und sammeln mit Leichtigkeit einzelne Seelen ein. Nein. Das, wäre auch viel zu einfach. Zum einen stehen sie im Dienst der Mächtigen und zum anderen müssen sie einem Auftrag Folge leisten. Resultierend daraus, schauen sie sehr genau hin, wer ins Muster passt. Wankelmütig, leichtgläubig und auf den eigenen Vorteil bedacht, das ist die Spezies, welche sie als erstes aufsuchen.

    Und wie im Märchen vom Wolf und den sieben Geißlein, schmiert sich der Seelenfänger (in dem Fall der Wolf) die Kehle mit Kreide und ruft den Geißlein mit lieblicher Stimme zu:  Öffnet mir die Tür! Macht auf, ihr lieben Kinder, eure Mutter ist da und hat jedem von euch etwas mitgebracht!

    Zack…, das war leicht!

    Nach der Verführung folgt die Fesselung. Zum Einsatz kommen nun Suggestion, Lug und Trug – man darf es auch Propaganda nennen.

    Im wahren Leben folgen nun unzählige Versprechen zur Glückseligkeit, Schönheit Wohlstand, naja ihr wisst schon, dieses Seelenheil, dass eigentlich keines ist.

    Ja, es sind Seelenfänger unterwegs. Deren Rahmbedingungen übrigens dem Prozedere aus Goethes „Faust“ gleichen.

    Alles eine Prüfung, oder was?

    Wenn ich die unzähligen Aufrufe und Hilfeschreie der Dichter und Schriftsteller aus längst vergangenen Zeiten lese, dann wird mir mehr und mehr bewusst, dass alles, was wir jetzt erleben nur eine Fortsetzung von …, ja von was eigentlich… ist?

    Ich bin mir gewiss, wir werden vor eine Prüfung gestellt- damals wie heute.

     Im übertragenen Sinne bedeutet Prüfung auch „schweres Leid“, schicksalhafte Belastung“ und im Sport „Wettbewerb, der bestimmte hohe Anforderungen stellt.“

    Jeder geht anders damit um.

    Manche stehen vor Prüfungen, die unüberwindbar scheinen. Doch trotz aller Hürden bestehen sie diese. Einige sind dabei sogar durch die Hölle gegangen.

    Hier werden die Seelenfänger vermutlich nur mal kurz vorbeischauen – diese Gruppe an Menschen ist zu arbeitsintensiv, und so ziehen sie zunächst weiter. Ein Dorn im Auge bleiben sie den Fängern aber trotzdem, denn es sind die, die ihr Vorhaben stückweit gefährden können.  

    Und dann gibt es die, welche die Prüfung gar nicht als solche erkennen, sondern traumwandelnd an diesen vorbeiziehen. Ihr Wesen ist anders ausgerichtet, und demzufolge auch die Maßstäbe, die sie im Leben setzen. Sie möchten vor allem eins: Unter Einsatz des geringsten Widerstandes zum Ziel kommen – und zack, wieder Seelen gefangen.

    Auf diesem Feld haben die Seelenfänger ein leichtes Spiel.

    Beispiele dazu gibt es genug. Denken wir nur an die letzten drei Jahre. Da sind einige Menschen mächtig durchgerasselt. Ihnen wurden schließlich Fesseln angelegt, und nun sind sie willige Seelen – denn die eigene haben sie verkauft.

    Und so weiter, und so fort… Das Böse war und bleibt Teil der Weltgeschichte, es nährt sich an verlorenen Seelen.

    Was können wir tun?

    Ich kann nur von mir sprechen. Wie sagt man so schön: „Jeder ist seines Glückes Schmied.“

    So können sich die Pläne der Anderen von mir aus stapeln, auch wenn mir der Inhalt missfällt.

    Eine gesunde Unzufriedenheit, eine gemütliche Unordnung, ein wohltuendes Chaos – immer ein stückweit im Widerspruch zur Norm oder zu diesen unsäglichen Vorgaben, das sind meine persönlichen Wegweiser.

    Parallel dazu steht die Natur im Vordergrund meines Handelns. Ich denke, wir sollten viel mehr wieder unseren Gefühlen und Trieben nachgehen.

    Indes ziehen die Seelenfänger weiter über das Feld – doch meine Seele fangen sie nicht.

    Ich bin mir gewiss: In stürmischen Zeiten werden sie sich finden – all die Seelen, die noch frei sind.

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  • Hier geht es weiter -> aus der Reihe „Deutsche Geschichte“ von Albert Thümmel

    September 26th, 2023

    Wo große Findlingsblöcke zur Verfügung waren – wie in Skandinavien, Norddeutschland, Frankreich – errichtete man mächtige Bauten, deren Deckensteine bis zu 20 000 kg wiegen, sogenannte Hünengräber.

    Bis zum Ende der jüngeren Steinzeit lebte in Nordeuropa in den Randgebieten um die Ostsee, die große Völkergruppe der Indogermanen. Zu ihr haben einst gehört: Inder, Perser, Armenier. Albaner, Slawen, Balten, Griechen, Romanen, Kelten, Germanen.

    (Zur Namensgebung hat man den östlichsten Zweig – Inder – und den westlichsten – Germanen, auf Island – zusammengezogen)

    Seit etwa 2000 v. u. Z. wanderte, teils aus Landnot, teils aus Wander- und Abenteuerlust, eine Welle nach der anderen ab, nach den verschiedensten Himmelsrichtungen, manche bis in die entferntesten Winkel der Erde, andere wieder kaum merklich.

    Am wenigsten von den Ursitzen entfernt haben sich damals die Germanen, unsere Vorfahren. Ihr Name stammt wahrscheinlich von den Kelten und bedeutet so viel wie „Nachbarn“.

    —-

    Beitragsfotos: Aufnahmen von unserer letzten Reise durch Dänemark

    Sammelkarte aus Albert Thümmel „Deutsche Geschichte Band 1“

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  • Deutsche Geschichte – von den Uranfängen bis zum Ende des Dreißigjährigen Krieges

    September 26th, 2023

    Ich habe soeben ein wundervolles Buch entdeckt (stammt ebenfalls aus der Bibliothek meiner Mutter), das bis jetzt völlig unberücksichtigt in der hintersten Reihe des Bücherregals sein Dasein fristete.

    Besonders mag ich die Art der Illustration über Sammelbilder, welche der Historie einen besonderen Charme verleiht, insofern man das in diesem Zusammenhang überhaupt so ausdrücken kann. 😃

    Ähnlich wie zu den Deutschen Volkstrachten erreicht euch nun (wenn ich es schaffe, täglich) eine kurze Geschichte zur deutschen Geschichte. Ich hoffe, es gefällt euch.

    Die Geschichte eines Volkes beginnt dort, wo die ersten Quellen der schriftlichen Überlieferung fließen. Die gefundenen Dinge – Werkzeuge, Hausrat, Schmuck, Waffen, Bauwerke, Gräber, Nahrungsmittel und anderes – erzählen dem, der ihre Sprache zu deuten versteht, gar mancherlei von der einstigen Kultur, aber auch von äußeren Geschehnissen des Völkerlebens, wie Wanderungen und kriegerischen Ereignissen.

    Nach dem Material aus dem die Waffen und Werkzeuge hauptsächlich verfertigt wurden, unterscheiden wir drei große Abschnitte der Vorgeschichte:

     Steinzeit ältere/jüngere (etwa vor 12 000 v. u. Z.),

     Bronzezeit (ungefähr 2000 bis 1000 v. u. Z.),

     Eisenzeit (um 800 v. u. Z.).

    ——–

    Quelle:

    Albert Thümmel: „Deutsche Geschichte“ Band Herba-Verlag Emil Driess Plochingen Neckar

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  • Die Zeit zwischen 1934-1938 – aus der Feder einer Erlebnisgeneration -Kapitel III

    September 25th, 2023

    Parallel zu den Videoaufnahmen (ich lese dort aus den Tagebüchern meiner Mutter https://www.youtube.com/watch?v=UsNQRSTyAfs&t=180s) verknüpfe ich Beiträge aus den Niederschriften zu ihrem Leben mit den wichtigsten politischen und geschichtlichen Ereignissen dieser Zeit im Text.

    Ich zitiere:

    „Für mich war das Jahr 1934 ein erfolgreiches Jahr. In der Schule bekam ich eine Auszeichnung und durfte als einzige Schülerin der Melanchthonschule mit den Schülerinnen aus den anderen Görlitzer Schulen während der Sommerferien 14 Tage in eine Jugendherberge in Bad Schwarzbach/Isergebirge fahren . Es war eine schöne auch lehrreiche Zeit.

    1935 zogen wir wieder um. Die vom Beamten-Wohnungsverein erbauten Häuser waren fertig gestellt, meine Eltern hatten einen Teil des nötigen Geldes (Für jede Wohnung mußte vor dem Einzug eine bestimmte Summe eingezahlt werden, Bei Auszug wurde diese zurückerstattet) aufbringen können, der Rest wurde abgezahlt und damit waren die Wohnungen vom Vermieter unkündbar.

    Im Sommer 1935 konnte ich für 6 Wochen nach Kamin in Pommern in ein Kindererholungsheim der Reichsbahn fahren. Wir waren 12 Mädchen im Alter von 10 – 14 Jahre aus verschiedenen Städten. Es war für mich die erste große Reise, sie führte über Stettin nach Kamin (Orte, die sich Polen 1945 angeeignet hat).

    Aber 1936 geschah auch etwas Eigenartiges. Meine Mutter hatte mich zum Einkaufen geschickt. Die Geschäftsinhaberin sagte zu mir: “Butter kann ich heute nicht mitgeben, ich habe keine geliefert bekommen, wahrscheinlich ist eine Maschine defekt. Meine Mutter sah das anders, sie erzählte es der Nachbarin, die daraufhin auch einkaufen ging und mit derselben Nachricht zurückkehrte. “Das bedeutet Krieg”, sagte meine Mutter, aber die Nachbarin beschwichtigte und ein paar Tage später war auch wieder genügend Butter da.

    1936 Olympiade in Deutschland

    Winterspiele: 6.-16. Februar Garmisch -Partenkirchen   Sommerspiele:1. August bis 16. August 1936 in Berlin.

    Es war schon eine enorme Leistung nach nur 3 1/2-jähriger Regierungszeit und der Herausführung der Menschen aus der Not ein so großes Bauprogramm fertig zu stellen, was im In- wie im Ausland große Anerkennung fand. So entstanden das Reichssportfeld (kostete allein 77 Mill. Mark), das Olympiastadion (bot 100 000 Menschen Platz), das Olympische Dorf (zur Unterbringung der Sportler) in Berlin.

    (Die Bauten sind heute noch Zeugen des großen Erfolges)

    “Die Stärke einer Nation liegt in der Arbeit und Disziplin des Volkes”. “Ohne Ordnung ist das Viele wenig, mit Ordnung wird aus wenig viel.” (Keine Worte Hitlers, sondern eines unbekannten Verseschreibers !!)

    In beispielloser Gründlichkeit wurden die Vorbereitungen getroffen Deutschland präsentierte der Welt ein Volk, dass hinter der Regierung stand, deren gemeinsame Leistungen überall zu sehen waren, dazu eine Atmosphäre der Disziplin, Ordnung, Sauberkeit ohne jede Hektik; denn jeder erfüllte seine Aufgaben gewissenhaft.

    Das Leben allgemein hatte sich vollkommen verändert. Es war nicht nur Ruhe und Ordnung, sondern auch ein gewisser Wohlstand eingekehrt. In den Schaufenstern der Geschäftshäuser “Straßburg” und “Theodor Otto” lagen elegante Kleidung, wertvolle Lederwaren (Saffianleder) und wenn die großen Feste ja Bälle in der Stadthalle bevorstanden waren die Auslagen besonders festlich gestaltet.

    1938:    England, Frankreich und USA fingen an ihre Entscheidungen im Versailler Vertrag zu überdenken. Es wurden Stimmen laut, die die Wiedereingliederung, der nur von Deutschen bewohnten Gebiete des Sudetenlandes, ins und den Anschluss Österreichs ans Deutsche Reich als gerechte Maßnahme ansahen.

     In Deutschland hatte bereits am 6.2.1919 der Reichspräsident Ebert auf der Nationalversammlung gesagt “ Deutschösterreich muß mit dem Mutterland für alle Zeiten vereinigt werden” und  1931 erklärte der österreichische Nationalpräsident Karl Renner; “ Wir haben den ersten Schritt getan um uns wirtschaftlich  mit unserem Mutterland zu vereinigen” (Das waren keine Einzelstimmen!)

    Der Anschluß Österreichs wird heute als Aggressionshandlung Hitlers gegen einen anderen Staat angesehen. 

    Der Anschluß wurde am 12.3.1938 vollzogen und von der österreichischen Bevölkerung mit über 90 %-ger Wahlteilnahme und einem Wahlergebnis von 99,3%  als rechtmäßig bestätigt.. Der begeisternde Empfang Hitlers und der deutschen Soldaten war überwältigend, Menschenmassen säumten die Straßen. ( Sie waren ohne Anordnung aus freien Willen und innerer Begeisterung gekommen)

    Am 15.9. besuchte Chamberlain Hitler in Berchtesgaden und gab ihm die Zu- Stimmung für die Eingliederung des Sudetenlandes ins Deutsche Reich. Beschlossen und unterzeichnet wurde das im “Münchener Abkommen” am 29.9.1938 von Hitler, Mussolini, Chamberlain und Daladier. 

    Das Sudeten Gebiet mußte zwischen dem 1.-10.Okt.38 von den tschechischen Besatzern geräumt und von den Deutschen übernommen werden.

    Am 1.Okt. 38 besuchte Hitler das Sudetenland und wurde mit großem Jubel empfangen, und auf den überfüllten Straßen begrüßten viele Tausende Sudetendeutsche die deutschen Soldaten mit Blumen und großer Begeisterung. (sie brauchten dafür keine Aufforderung!)

    Während in der damaligen Zeit auch die Sieger von 1919 den Anschluss Ö. und die Eingliederung des Sudetenlandes ins Deutsche Reich als selbstverständlich und rechtmäßig und als glückliche Lösung eines unerträglichen Problems sahen, wird dies heute als kriegerischer Akt Hitlers dargestellt und die Repressionen der Tschechen von 1919 – 1939 gegenüber den Deutschen mit keinem Wort mehr erwähnt.

    Der britische Botschafter in Berlin Nevelle Hendersen schrieb 1938: “…so war die Eingliederung Österreichs und des Sudetenlandes in das Reich keine unnatürliche Entwicklung, kein unedles Streben der Deutschen. Beide, die Ostmark und das Sudetenland sind von einer völlig deutschen Bevölkerung bewohnt.”

    Am 24.10.1938 stand in der Züricher Zeitung die Aussage von Churchill zu der Gebietsübergabe:” Den Sudetendeutschen ist durch das “Münchener Abkommen” Recht widerfahren.“ (Wiedergegeben nach Seite 61: “Das Ende einer Fehlkonstruktion”; “Die Revision eines Unrechts”)

    Es gibt dazu viel mehr solche Aussagen, die in den alten Zeitungen zu finden sind und einige davon heute als Geheimakten in den Archiven ruhen. Die Menschen könnten ja die Wahrheit der Geschichte erfahren und das wäre den Siegern von 1945 gar nicht recht. Sie haben ja auch keinen Friedensvertrag mit Deutschland abgeschlossen und somit die Befehlsgewalt über Deutschland behalten. Sie lenken unsere Wirtschaft, holen unsere Soldaten in ihre Kriegsgebiete, verlangen Geld zur Unterstützung ihrer Kriege und der 1919 neu geschaffenen Staaten Polen und Tschechei.

    14.3.39 Slowakei wird unabhängig

    15.3.39 Deutschland besetzt das 1919 gegründete Tschechien

    16.3.39 Gründung des Reichsprotektoriats  Böhmen – Mähren

    23.3.39 Das Memelgebiet bekommt Deutschland zurück

    15.10.38   wird der Personalausweis KENNKARTE  mit Fingerabdruck ausgestellt.

    Am 7.11.38 erschoss der Jude Herschel Grünspan (Herschel Grynszpan) in Paris in der deutschen Botschaft Legitationrat Ernst von Rath, das war der Auslöser für die Reichskristallnacht am 9.11.38.  Bei dieser Aktion wurden hauptsächlich Schaufensterscheiben von jüdischen Geschäftsinhabern eingeschlagen. In Görlitz war es ein Geschäft in der Hospitalstr., das ich nach der Tat selbst gesehen habe. Splitter eingeschlagener Glasscheiben lagen auf den Auslagen, aber es hat keiner geplündert und es hat auch fast keiner gewußt, dass das ein jüdisches Geschäft war. Vermutet wurde von allen versuchter Einbuch. Nach diesen Vorfällen verließen einige tausend Juden Deutschland. Schon im Jahr 1933 waren von den 600 000 in Deutschland lebenden Juden ca 170 000 ins Ausland gegangen.

    Bekanntgabe v. 16.11.38: “ Unter den Berliner Juden besitzen 894 ein Vermögen über 300 000 RM, 125:   l Mill. RM, der reichste Jude hat 12 Mill. angemeldet. Obwohl die Juden nur 3,8 % der Berliner Bevölkerung stellten, befindet sich 60 % des Berliner Grundbesitzes in ihren Händen“”

    Auch das möchte ich erwähnen:

    1936 war in Spanien der Bürgerkrieg ausgebrochen. Viele Soldaten Europas kämpften auf beiden Seiten der Spanier, Italien schickte einen 80ooo Mann starken Truppenverband, aus Deutschland kamen Ausbilder für Offiziersschulen und die Luftwaffeneinheit “Legion Condor”, aus Portugal, USA und Irland fanden sich tausende Freiwillige ein, alle zur Unterstützung der Truppen von General Franco.

    Helmut, der Sohn von Margarete Klenke, meiner Patentante, gehörte zu “Legion Condor” Er war Pilot und kam im Sommer1939, nach 3-jährigem Einsatz, gesund wieder zurück.

    Meine Tante war zum Empfang der Einheit nach Hamburg gefahren und ein Journalist hatte sie beide für die Zeitung fotografiert und ihnen später ein Bild zugeschickt. Er (11 Jahre älter als ich) hat mich 2 Tage ausgeführt, meine Chefin hatte mir Urlaub gegeben. Wir waren von früh bis abends zusammen, in der Gaststätte im Jägerwäldchen auf der Landeskrone, im Weinberghaus und abends in “Stadt Dresden”. Er hat viel von Spanien erzählt und sich sehr gefreut mit mir die Sehenswürdigkeiten seiner Heimatstadt zu besuchen.  H. hatte sich noch vor seinem Abflug 1936 verlobt und fuhr dann zu seiner Braut und späteren Frau nach Schwanebeck Krs. Oschersleben/Harz Wir haben dann immer brieflich in Verbindung gestanden, sie hatten einen kleinen Sohn. 1943 kehrte er von einem Feindflug nicht mehr zurück.“

    ————

    Auf dem Beitragsfoto seht ihr meine Mutter mit 62 Jahren als sie nach ihrer Ausreise in die BRD ihre langjährige Freundin Christa (noch aus der Zeit als Nachrichtenhelferin) 1986 am Gardasee besuchte. Auf dem schwarz-weiß Foto seht ihr sie in der Mitte ihrer Eltern /meiner Großeltern als junges Mädchen (1934).

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  • Deutschland ist kein Land der Ruhe – die Leidensfähigkeit der Deutschen ist bemerkenswert ausgeprägt

    September 25th, 2023

     Wie in einem Spiegel schauen wir auf den Lebenslauf unseres Volkes, auf das Antlitz des „ewigen Deutschen“ – seine reichen Gaben, die ihn zu Großtaten befähigt haben, und seine bösen Fehler, die ihn so oft auf Irrwege führten. Möchten wir daraus die Selbsterkenntnis schöpfen, die neue Wege zu neuem Aufstieg eröffnet; möchten wir im besonderen aus den Großtaten der Ahne das eine gewinnen: das Bewusstsein von der dem deutschen Volk – trotz allem auch heute noch – innewohnenden Kraft. Ja, das möchten wir.

    In einer Sache sind wir uns gegenwärtig nahezu alle einig: Deutschland braucht einen Neubeginn. Das Land ist mutlos, es wird planlos regiert, und ein Desaster reiht sich an das nächste. Wie in Trance taumeln wir durch eine Schlamper-Republik.

    Die Ursachen dafür? Es gibt zu viel Denk- und Aktionsverbote, und es fehlt an Selbstbewusstsein und Selbstvertrauen und gleichzeitig sind wir zu selbstzufrieden. Die meisten unter uns tun so, als sei alles in Ordnung und schließen die Augen vor den Problemen, frei dem Motto: „Es ist gut wie es war, und irgendwie wird es schon weitergehen.

    Doch weder ist es gut, wie es war, noch wird es so weitergehen. Fakt ist:

    In nahezu allen Disziplinen ist Deutschland von den vorderen Plätzen in der EU auf einen der hintersten zurückgefallen. In mancher Disziplin „glänzen“ wir gar als Schlusslicht.

    Es gibt viele Debatten über den richtigen Weg, aber kaum Taten, schon gar nicht die richtigen.

    „Wann endlich gehen den Menschen in Deutschland die Augen auf?“ – ist unter anderem auch eine oft verwendete Randnotiz in den Memoiren meiner Mutter. Die Antwort gab sie sich meist selbst: „Wahrscheinlich, wenn es zu spät ist!“.

    Zu keiner Zeit war das anders. Und so wird es wohl immer sein. All das Rufen, die unzähligen Schreie, das Appellieren an die Vernunft bleiben ungehört. Das kann einen schon mal an den Rand der Verzweiflung bringen. Aber warum ist das so?

    Die Erklärung ist einfach:

    Menschen bewegt stets nur das, an was ihnen gerade fehlt. Und das kommuniziert und behandelt man dann ausgiebig.

    Ich bin kein Fan von Sigmund Freud, aber mit manchen seiner Einschätzungen lag er richtig: So vermerkte er einst: „Wer keinen Sex hat – spricht über Sex, wer Hunger hat, spricht über Essen, wer kein Geld hat – über Geld“ Das Zitat führte er noch fort mit den Worten: „… und unsere Oligarchen und Banker sprechen über Moral.“

    Ein fortlaufender Prozess, den wir nicht aufhalten können und auch nicht werden.     

    Und deshalb hilft all das Schreien nichts. Auch die unzähligen unternommenen Versuche des Appellierens an die Vernunft verhallen ungehört im Dunstkreis. Und sie werden solange darin untergehen, bis das Unangenehme den Menschen selbst ereilt.

    Beispiel: Mit dem Wissen um eine schwere Erkrankung (sei er nun selbst betroffen oder eine ihm nahestehende Person), wird sich derjenige sehr intensiv mit dieser Krankheit und den Möglichkeiten zur Heilung auseinandersetzen, um alsbald wieder zu gesunden. Nicht selten eignen sich Betroffene darüber ein enormes Wissen an.

    Auch wenn es wenig befriedigend klingen mag: Doch müssen wir den Menschen um uns herum diese Zeit der Erkenntnis zugestehen.

    Dann ist es vielleicht zu spät? Vielleicht. Ja. Aber wie definieren wir: „zu spät“? Schauen wir uns doch um. Allein dieser Zustand verrät: „Eigentlich“ ist es längst zu spät.

    Ja, das dacht sich so mancher schon in der Vergangenheit. ‚Dabei „stolperte ich über das Gedicht von Georg Rodolf Weckherlin aus dem Jahr 1648:

    „An das Teutschland

    Zerbrich das schwere joch, darunder du gebunden,

    o Teutschland, wach doch auf, faß wider einen mut,

    gebrauch dein altes herz und widersteh der wut

    die dich und die freiheit durch dich selbs überwunden.

    Straf nu die tyrannei, die dich schier gar geschunden

    und lösch doch endlich aus die (dich verzehrend) glut

    nicht mit dein eignem schweiß, sondern dem bösen blut,

    fließend aus deiner feind und falschen brüdern wunden.“

    ———

    Damals wie heute? Möglicherweise ja. Die Parallelen sind offensichtlich.

    „Die Mehrheit der Bevölkerung versteht nicht, was wirklich geschieht. Und sie versteht noch nicht einmal, dass sie es nicht versteht.“ Ich finde, diese Aussage von Noam Chomsky bringt das fortwährende Dilemma auf den Punkt.

    Gewiss möchte man sich damit nicht abfinden.

    Unruhig werden insbesondere die Geister, denen die Kausalkette zur Handlungsfähigkeit dieses Landes bekannt ist. Ja, sie wissen um das völkerrechtswidrige alliierte Besatzerkonstrukt, dass zu Lasten der Deutschen Staat spielen will. Seit Bestehen dieser BRD werden sämtliche Weichen falsch gestellt und die Menschen für ihr eigenes Schicksal verantwortlich gemacht.

    Doch schimpft nicht mit denen, die es noch nicht verstehen, bekehrt sie nicht, noch hebt euren Zeigefinger oder baut euch erhaben und belehrend über ihren Häuptern auf.

    Wenn etwas gedeihen soll, muss es von Herzen kommen, aus dem tiefen Bewusstsein heraus. Es muss sich richtig anfühlen, und nur dann lässt sich eine Sache authentisch und ernsthaft vertreten. Nur aus dem eigenem Antrieb heraus, mit dem daraus resultierenden Wissen kann etwas gelingen.

    Das ist in jedem Fall besser, als lediglich dem Gedanken Folge zu leisten: „Der hat das aber so gesagt!“ Niemand kann ernsthaft etwas vertreten, was er nicht wirklich verstanden und über die eigene Erkenntnis hinaus verinnerlicht hat.  

    Salopp gesagt: Unter Menschen mit geformter Meinung, ist kein Krieg zu gewinnen!

    Meines Erachtens brauchen wir eine Stunde „Null“, jede Menge Selbstvertrauen und vor allem die Liebe zu unserem Vaterland.

    Nein. Deutschland ist kein Land der Ruhe. Vermutlich entdecken die Menschen die Freiheit der Selbstverantwortung erst in dieser Stunde „Null“ wieder, wie einst nach den Weltkriegen, und bauen ihr Land in Eigeninitiative wieder auf.

    Doch bitte nicht wie nach dem Jahr 1989 über den verlogenen Weg von Schulden. Hier hat die Gesellschaft total versagt, weil das Vertrauen zu sich selbst quasi nicht vorhanden war.

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  • Die vermeintliche Einigkeit zwischen Konsumenten und Klassenbrüdern

    September 21st, 2023

    Nun feiern wir sie schon bald wieder: Die vermeintliche Einigkeit zwischen Konsumenten und Klassenbrüdern.

    Was war das doch für eine Wiedervereinigung, die uns 1990 offiziell verkündet wurde?

    Oder waren es vielmehr Welten, die da aufeinanderprallten?

    Doch eines haben die Betroffenen gemeinsam: Sie sind ein Volk, eine Nation, losgelöst von ihren Wurzeln, indem man ihnen fundamentales Menschenrecht nahm und ihnen eine fremde, andere Denkweise aufzwang.

    Manche nennen es auch Umerziehung.

    Auf diese Weise entwickelten sich Gruppen.

    Da haben wir zum einen die Gruppe an Menschen als Konsumenten, gewachsenen und erstarkt in einem westlich geführten Hyper-Industrialismus.  

    Und zum anderen die, über die der marxistische Messianismus des Ostens viele Jahre wie ein Moloch schwebte, entsprungen des Sowjetimperialismus.  

    Auch wenn dieser Tag der Einheit unmittelbar bevorsteht, möchte ich diese Merkmale zunächst nur am Rande aufführen.

    Vielmehr bewegt mich ein Artikel von Gerold Bernert, zu den Handlangern zur Zerstörung der deutschen Industrie – zu den Machern, den Wegbereitern.

    Als Beitragsfoto eingestellt, findet ihr noch einige Zitate dieser „Macher“ auf ihrem „erfolgreichen“ Marsch durch die Institutionen.

    Nennen wir sie doch einfach: Die Totengräber einer Nation!

    Gerold Bernert schreibt (veröffentlicht im Schlesier 2006) dazu Folgendes:

    „Die 68er und ihre Nachfolge die Grünen, haben bei ihrem Marsch durch die Institutionen und in den schließlich erreichten Positionen unermesslichen Schaden in Deutschland angerichtet.

    Dieser zusammengewürfelte Haufen von Spinnern, Fantasten, Opportunisten, Revoluzzern, Psychopathen und vieler irregeleiteter Idealisten durch die Frankfurter Schule, wurde auf die Deutschen losgelassen, mit tätiger Unterstützung deutscher Medien, Hochschulen und Ministerien. Sie sollten Deutschland von innen heraus zerstören.

    Warum wurde das deutsche Volk mit den Grünen, einem Helmut Kohl, Gerhard Schröder, Angela Mer.kel, einem Weizäcker, Herzog und Köhler bestraft, gefolgt von üblen Statisten der Gegenwart wie Gauc.k oder Stein.meier?

    Diese Herrschaften, alle von ungeheurerer moralischer Integrität, bienenfleißig in ihren Nebentätigkeiten – nicht in der Politik – in Aufsichtsposten oder Lobbygeschäften.

    So bekommt man das Gefühl, von verbrecherischen Egoisten regiert zu werden, von Leuten, die die dunkelsten Flecken auf ihrer gewiss nicht weißen Weste gegenseitig mit Orden und Ehrenpreisen zudecken.

    Wenn man bei Leuten, die sich als moralische Instanz aufspielen, ein wenig an der weißgelackten Oberfläche kratzt, taucht ein abschreckender Schweinehund auf, der sich in einem erlogenen Schafpelz getarnt hat.“

    Und noch ein paar Zeilen möchte ich aus den Schriften Bernerts zitieren. Man achte bitte darauf, diese Sätze stammen aus dem Jahr 2006:

    „Was sind das für Leute, deren Aufgabe es war, die Energieautarkie in Deutschland zu zerstören, und das Land fast von Erdöl- und Erdgaslieferungen aus dem Ausland abhängig zu machen?

    Die grünen Thesen sind den 68ern mit suggestiven Methoden so in ihre Gehirne eingehämmert, dass Begriffe wie Kernkraftwerk, Plutonium, Castrobehälter usw. bei ihnen zu reflexartigen Reaktionen führen wie dem Pawlow’schen Hunden und

    unter Umgehung des Verstandes und der Großhirnrinde.

    Die Medien wenden seit Jahrzehnten diese Methode der Gehirnwäsche an.

    Erstaunlich ist, dass dies nicht mehr nur auf historischem Gebiet geschieht, sondern neuerdings auch auf naturwissenschaftlich-technischem.“

    Es bebt sowohl auf menschlicher Ebene als auch auf historischer, politischer, geopolitischer und völkerrechtlicher. Das Beben hat nie aufgehört, nur die Erschütterungen sind abgewandelt, und dass über Jahrhunderte hinweg.

    Viele sprechen von einer neuen Weltordnung. Doch was ist das für eine merkwürdige Ordnung in einer Welt, in der wir mehr und mehr amerikanisiert sind, aufgeteilt in verschiedene Staaten und Gebiete, ihrer nationalen Selbstbestimmung beraubt?

    Sollte es nicht besser eine Welt sein, in der jedes Volk seinen selbstverständlichen Platz einnehmen und seine Freiheit wiedergeben kann? Das wäre dann in Ordnung.

    ——————————————

    • Aufnahmen /Beitragsfotos stammen aus der Bertelsmann Lexikothek – Bibliothek des 20.Jahrhunderts / Unser Jahrhundert in Wort und Bild die 80erJahre.
    • Die Liste der Zitate stammt aus „Der Schlesier aus 2006
    Erinnert ihr euch?

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  • Rückblick und Aussicht – Gedanken von Johannes Scherr

    September 19th, 2023

    (Wie manche Epochen sich doch ähneln)

    So verlassen wir denn am Ausgange des Mittelalters Deutschland in Ohnmacht und Zerstückelung.

    Dis bisherigen Lebensmächte waren gealtert und siech geworden: die Romantik hatte in Kirche, Staat und Gesellschaft ihre Kraft vollständig erschöpft und war unheilbarem Marasmus verfallen. Neue Kulturstaaten mußten aufsprossen, neue Gesichtspunkte eröffnet, neue Standpunkte gewonnen, neue Hebel in Bewegung gesetzt werden, lum den versumpften Lauf deutscher Bildung wieder in Fluß zu bringen.

    Nach mehr als tausendjährigem Schlummer sollte die Sonne heidnisch-klassischen Geistes wieder am Horizont emporsteigen, um eine mönchisch eingeengte und verfinsterte Welt zu weiten und zu hellen, und der Sturm der Freiheit mußte seine Schwingen rühren, um die mit giftigen Miasmen erfüllte Atmosphäre deutscher Geschichte zu reinigen. Wird die Sonne kräftig genug sein, das Gewölke kirchlicher Verfinsterung zu durchbrechen?

    Wird der Sturm Mächtigkeit genug haben, wirklich reinigend durch Deutschland und Europa zu fahren?

    Zuvor schreibt Scheer:

    Mit dem Untergange der hohenstaufischen Kaiserdynastie hat Deutschland eine politische Weltstellung verloren die es erst 1870-1871 wiedereroberte. An dem Tage, wo Friedrich II. zu Firenzuola gramgebeugt verschied (1250), hörte unser Land auf, eine Weltmacht zu sein.

    Die bürgerliche Freiheit, in den Städtebünden politisch organisiert, hätte vielleicht diesen Fluch gewendet; allein es fehlte dem deutschen Bürgertum bei aller Tatkraft im einzelnen an einer umfassenden und durchgreifenden nationalen Idee und – an einem genialen Verwirklicher derselben.

    ——————————

    Schlussteil aus Gang der deutschen Reichsgeschichte vom Ausgange der Staufer an bis zur Zeit Maximilians I.Johannes Scherr

    Johannes Scherr wurde am 3. Oktober 1817 in Rechberg bei Schwäbisch Gmünd geboren und starb am 21. November 1886 in Zürich.

    Scherr mußte nach der gescheiterten Revolution 1848 in die Schweiz fliehen, wo er sich habilitieren konnte und 1860 zum Ordinarius für Geschichte am Polytechnikum Zürich aufstieg.

    ———

    Foto /Beitragsfoto Nr. 227. Landsknecht, Kulturgeschichte des deutschen Volkes,

    Schultz, Deutsches Leben im 14. und 15. Jahrhundert,

    Fuchs, Sittengeschichte.

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  • Ein Volk ohne List und Trug – und was es so in seiner „Freizeit“ trieb

    September 19th, 2023

    Bei Tacitus geblättert:

    „Ein wundersam eigentümliches Gefühl muß uns anwandeln, so wir, im Geiste den Anblick festhaltend, welchen unser Land dermalen darbietet, zweitausend Jahre vor heute im Vogelflug über Germanien uns hingetragen denken. Da erschauen wir einen unermeßlichen Forst, aus dessen eintönig düsterer Fläche Gebirge hervorragen, bewaldeten Inseln gleich.

    Rauschende Wasser, welche die großen Stromgebiete entlang wandeln, um an öden Küsten in das Meer zu münden, sowie da und dort zerstreute Lichtungen, Rodungen und Ansiedlungen bringen doch nur eine spärliche Abwechslung in das Waldgemälde, dessen Mächtigkeit viel mit der des Ozeans gemein hat und wie diese den Eindruck des Erhabenen hervorzubringen vermag.

    Des deutschen Volkes Ursprung verliert sich in jene Märchenferne der Zeiten, deren Geheimnisse die rastlose Forschung unserer Tage zu durchdringen sich abmüht, aber noch lange nicht zu einer auch nur annähernd klaren Lösung gebracht hat.

    Doch dazu an anderer Stelle mehr.

    Wie verbrachten wohl die Völker der altgermanischen Stämme ihre Freizeit?

    Auch darüber berichtet Tacitus:

    „Die Zeit, welche sie nicht mit Jagd und Krieg ausfüllten, verbrachten sie in träger Ruhe oder mit Zechgelagen, welche die beiden großen altgermanischen Laster, Trinksucht und Spielsucht, nährten.

    Aus Feldfrüchten, geronnener Milch und Wildbret bestand vornehmlich ihre Kost; ihr Getränk, das sie im Übermaße liebten, war ein aus Gerste oder Weizen gezogener Saft, zu einiger Ähnlichkeit mit Wein verderbt wie des Tacitus treffender Ausdruck besagt. Dies der Anfang des seither so sorgsam ausgebildeten Nationalgetränkes, welches jetzt unter dem Namen »deutsches Lagerbier« die Runde um die Welt macht.

    Da es bräuchlich war, Tag und Nacht ununterbrochen fortzuzechen, ging das Gelage nicht selten in Kampftumult über, um mit Totschlag zu endigen.

    Vom Biere erhitzt, mitunter auch nüchtern, Hab und Gut, ja zuletzt die persönliche Freiheit im Würfelspiel einzusetzen, war durchaus nicht ungewöhnlich.

    Andererseits wurden fast alle wichtigen Angelegenheiten beim Gastmahle verhandelt. Hier wurden Aussöhnungen zuwege gebracht und Ehebündnisse verabredet, hier wurden sogar über Krieg und Frieden Beschlüsse gefaßt, hier zeigte sich die Gastfreundschaft, diese von den Germanen bis in ihre äußersten Folgerungen geübte Tugend, in ihrem vollsten Glanze, hier wurde unserer Ahnen liebstes Schauspiel, nackter Jünglinge Tanz zwischen aufgerichteter Schwerter Spitzen und Schneiden, aufgeführt, hier endlich öffnete sich bei »zwangloser Fröhlichkeit des Innere der Brust eines Volkes ohne List und Trug«.“

    ——————————————-

    Quelle:

     Johannes Scheer Deutsche Kultur- und Sittengeschichte

     Auszüge aus Tacitus „Germania“

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