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  • Die Anklage hören viele, die Rechtfertigung wenige – von Schau-Prozessen und nie geklärten und meist unerwähnten Verbrechen

    Juni 23rd, 2023

    Teil II

    Bevor wir uns einem nächsten Kapitel widmen, noch ein paar Gedanken zu den Ereignissen allgemein:

    Mit Meldungen (Veröffentlichungen) zu unserer Geschichte verhält es sich so ein bisschen wie mit (Rück) Meldungen unseren Körper betreffend. Hier zwickt es, da zwackt es – die Zuordnung fällt meist schwer. Geht man damit zum Arzt, behandelt er in der Regel das, wo es offensichtlich „drückt“ – dem Anschein nach.

    Wenn ich die tatsächlichen Ursprünge/ Ursachen nicht kenne, behandle ich immer nur das offenkundige Symptom – das ist wenig zielführend. Behandeln nach Vorgabe, aus dem Lehrbuch heraus, der Wissenschaft verpflichtend, und was den wohl größten Part einnimmt, dem Kapital zuträglich.

    Aber wie soll man eine Geschichte begreifen, der man über Jahrhunderte hinweg die Wurzeln gestutzt hat? Immer und immer wieder, haben sich bestimmte Personenkreise die Mühe gemacht, unseren Wurzeln den (falschen) Weg zu weisen. Doch ist das nicht so einfach, wenn sich die Menschen ihrer Wurzeln und deren Kraft bewusst sind, oder in Tagen wie diesen, bewusstwerden.

    Und hier gebt ihr mir sicher recht: Keiner von uns ist in der Lage, die von ihm recherchierte Geschichte in Stein zu meißeln. Das ist schier ein Ding der Unmöglichkeit. Auch hat niemand das Wissen für sich allein gepachtet. Manche Annahme bedarf der Kritik, damit es keinen Stillstand im Forschen gibt. Nur über unterschiedliche, sachliche Meinungen erfahren wir Klarheit. Diese Ungewissheit über die Vergangenheit nagt an einem großen Teil der Bevölkerung. Verschiedene Bewegründe hindern jedoch einen Teil, sich endlich Gewissheit zu verschaffen. Um zu verstehen, müssen wir die, an der tatsächlichen Geschichte (diese Geschichte hinter der Geschichte) bekannten Puzzleteile sorgfältig zusammentragen. Das sind wir unseren Vorfahren schuldig!

    Ich bin mittlerweile zurückhaltender geworden, was das aktuelle Nachrichtengeschen betrifft, Schließlich entsteht diese Flut an Nachrichten nicht zufällig. Ganz gleich, wie man diese Nachrichten verpackt, es schwingt immer dieser Funken Angst mit (oder besser: soll mitschwingen). Und selbstverständlich folgen den zuvor geschürten Ängsten gleich darauf die Lösungen. Das ist so gewollt – ein fortlaufendes Prozedere: So soll beispielsweise durch Angst vor einem Abstieg Deutschlands die Akzeptanz für internationale Agenden geschaffen werden. Bei genauer Beobachtung stellen wir bald fest: Dieses Prozedere erstreckt sich über alle herbeigeführten „Situationen“ und dass über Jahrhunderte hinweg.

    Warum trage ich nun diese Gedanken in Zusammenhang mit diesem Kapitel?

    Die Antwort dazu ist gar nicht so schwer: Weil wir aktuell unfreiwillige Zeugen von einem „Geschehen“ sind, das weitaus mehr als nur „Parallelen“ zu vergangenen Ereignissen aufzeigt.

    So hat es nicht nur den Anschein, dass den zahlreichen Verbrechen gegen die Menschheit weitere folgen werden. Denn die meisten der Verbrechen sind ja noch nicht einmal aufgearbeitet. Vielleicht ist das ja der Grund, dass man ihnen direkt weitere folgen lassen kann.

    ———–

    „Es gilt das gesprochene Wort“ Auszug aus der Politischen Hauptkundgebung des Deutschlandtreffens Alfred de Zayas – „Die Vertreibung der Deutschen / Völkerrechtswidrig damals wie heute / Heimatrecht als fundamentales Menschenrecht – ich zitiere:

    „Im Statut des Tribunals wurden der Tatbestand der Deportation von Menschen aus ihrer Heimat und der Tatbestand der Verschleppung zu Zwangsarbeit an Kriegsverbrechen und als Verbrechen gegen die Menschheit („Crime against humanity“, oft fälschlich und bagatellisierend als „Verbrechen gegen die Menschlichkeit“ übersetzt) gemäß Artikel 6 (c) des Status definiert. Das Nürnberger Urteil, das am 1. Oktober 1946 verkündet wurde, hat 18 der Angeklagten für schuldig befunden, verschiedene Verbrechen begangen zu haben, ausdrücklich auch die Verbrechen der Deportation und der Verschleppung. Sie wurden zum Tode oder zu längeren Freiheitsstrafen verurteilt. Acht unter ihnen wurden am 16. Oktober 1946 hingerichtet, die übrigen mussten jahrzehntelang nach Spandau.

    Von welcher Vertreibung und Verschleppung war die Rede im Nürnberger Prozess? Nämlich von der Vertreibung von mehreren Hunderttausend Polen aus Westpreußen und dem Warthegau ins Generalgouvernement Polen und von etwa 100.000 Franzosen aus dem Elsass ins Vichy.Frankreich. Welche Verschleppung wurde verurteilt? Die Deportation vornehmlich osteuropäischer Zivilisten zur Zwangsarbeit ins Deutsche Reich.“

    ———-

    Bemerkung: Ich zitiere an dieser Stelle den Völkerrechtler Alfred de Zayas zu seinen Worten auf dem Deutschlandtreffen der Schlesier im Jahr 2005 in Nürnberg/Messezentrum.

    ————–

    Weiter: „Einige Beobachter wie Robert Murphy, der politische Berater von Eisenhower, Bertrand Russel, der britische Philosoph, und Victor Gollancz, der berühmte Verleger, haben seinerzeit wohl bemerkt, dass die Vertreibung und Verschleppung der Deutschen auch schwierige juristische und moralische Fragen aufwarfen, und das eine gefährliche Doppelmoral am Spiele war, denn zur gleichen Zeit als die Siegermächte die NS-Verbrechen verurteilten, vertrieben die Polen und Tschechen Millionen Deutscher aus ihrer Heimat, während etwa eine Million zur Sklavenarbeit nach Workuta, in die Ural-Gruben, und nach Sibirien verschleppt wurde. Bekanntlich sind zwei Millionen Deutscher durch die Strapazen umgekommen, mindestens 400.000 davon durch unmittelbare Gewalt, durch Mord und Totschlag und infolge unzähliger Massenvergewaltigungen“.

    —————————–

    Wie können unter den genannten Umständen, überhaupt solche Prozesse, wie die von Nürnberg, in eine solche Umsetzung gehen? Das werden wir ganz am Schluss dieser Reihe aufgreifen, denn auch dazu gibt es klare Hinweise / Nachweise. Nicht alles ist archiviert. Vieles lässt sich schlüssig ableiten, von dem, was uns zur Verfügung steht.

    Zu den im Foto abgebildeten Zeitungsausschnitten (Vorgängen) berichte ich in den nächsten Kapiteln ausführlich. Das werden dann keine schönen Kapitel sein.

    „Die Anklage hören viele, die Rechtfertigung wenige…“

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  • Die Anklage hören viele, die Rechtfertigung wenige – von Schau-Prozessen und nie geklärten und meist unerwähnten Verbrechen

    Juni 23rd, 2023

    Teil I

    So viele schreien nach Nürnberg, dem Prozess. Nürnberg 2.0. Ich lese es immer wieder.

    Was geschah damals auf dem Nürnberger Prozess? Warum fand dieser Prozess statt? Wer wurde verurteilt und warum? Welche Erwartung stellt man heute an diese Art von Prozess?

    In dieser Reihe werde ich neben einigen Informationen zu den Nürnberger Prozessen auch die aktenkundigen Verbrechen an der deutschen Bevölkerung und an den deutschen Soldaten aufgreifen. Ich versuche die Kapitel so kurz wie möglich zu halten, weil man sonst geneigt ist, das Lesen zu unterbrechen, um es auf einen späteren Zeitpunkt zu legen. Davon spreche auch ich mich nicht frei, denn mir geht es ja ähnlich.

    Über 70 Jahre nach Kriegsende leben wir immer noch in einem Klima einseitiger Schuldzuweisungen gegenüber Deutschland. Daher scheint es geboten an Tatsachen zu erinnern, die sonst heute bereits Teil abgeschlossener Geschichte wären. Die Rede ist von den millionenfachen Kriegsverbrechen der alliierten Kriegsgegner Deutschlands, die der systematischen Schweigespirale unterliegen.

    Sowohl die Ursache des Krieges als auch die Art der Kriegsführung müssen gerecht sein. Wären diese Richtlinien in Nürnberg angewandt worden, dann wären alle Seiten wegen des Begehens von Kriegsverbrechen schuldig gesprochen worden.

    Der Nürnberger Prozess ist einer der wohl bekanntesten antideutschen Prozesse. Doch bevor ich zu dem Prozess selbst komme, um ihn besser verstehen zu lernen, müssen wir in der Vergangenheit blättern.

    Erster Weltkrieg: Damals verhörte die Kommission (ein britisches Konstrukt) keinen einzigen der Augenzeugen. Stattdessen verließ man sich auf die fadenscheinigen Niederlegungen von angeblichen 1200 Niederschriften (Die Nürnberger Prozesse nach dem nächsten Krieg werfen ihre Schatten voraus). Fast alle Augenzeugenberichte kamen von Belgiern, die nach England geflüchtet waren, aber einige Berichte kamen auch von britischen Soldaten in Frankreich. Da Krieg herrschte wurde keine der gemeldeten Untaten direkt vor Ort untersucht. Nicht ein einziger Zeuge wurde namentlich erfasst, einschließlich jener Soldaten, die ihre Aussage in Schriftform getätigt hatten. Doch die Kommission bestätigte offiziell, dass sämtliche Greuelgeschichten, ganz gleich wie fantasievoll sie waren, den Tatsachen entsprachen, Diese Scheinuntersuchung war ein weiterer Teil der britischen Kampagne gegen Deutschland.

    Historiker haben schon lange nachgewiesen, dass der ganze Bericht aus nichts anderem als Verfälschungen und direkten Unwahrheiten bestand.“

    (In Teilen übernommen: aus „das märchen der bösen deutschen von Bradberry)

    Von der Macht der Propaganda, oder besser, der Energie einen Krieg in Schwung zu halten. Propaganda folgt stets einem Muster, und das ist immer gleich.

     Doch nun zurück zum „Siegertribunal“, den Nürnberger Prozessen von 1945-1948, um es mit den Worten von Richard Lobsien zu sagen.

    Der antideutsche Prozess – Nürnberger Prozess – war gezeichnet von Rechtsbeugung, Willkür, Erpressung und Folter.

    Auch die Missachtung der Haager Landkriegsordnung, die allein Deutschland 1945 und später in Tausenden von Fällen aktenkundig wurde, wird vor den Augen der Weltöffentlichkeit fortgesetzt. Es hat bis zur Stunde aber kein Verfahren wegen Verbrechen an Deutschen gegeben. Dabei hätten doch die Erklärungen bei den „Nürnberger Kriegsverbrecher-Prozessen“ über die zukünftige Gültigkeit ,der dort verkündeten „Rechtsgrundsätze“ eine rechtliche Grundlage für deren weitere Anwendung geboten. In diesem Zusammenhang wird deutlich, warum die Forderung des Ex-Heeresinspekteurs, des General Gudera, zur Abschaffung der „Feindstaatklausel“ bei der deutschen Politik der Gegenwart auf so unfruchtbaren Boden gefallen ist. Wir müssen weiter der Kategorie „Tätervolk“ angehören. Sonst würde der Nachkriegspolitik der Boden entzogen.

     Fest steht: Beim Anblick der bis zur Unkenntlichkeit abgehungerten Angeklagten – wie Rudolf Heß, Hermann Göring, Wilhelm Keitel, Joachim von Ribbentrop – wird einem schlagartig bewusst, dass hier nicht persönlich Schuldige vor Gericht standen, sondern das gesamte deutsche Volk an den Pranger gestellt war.

    Wer im Besitz der bebilderten Zeitgeschichte „Siegertribunal“ ist, veröffentlicht von Richard Lobsien, erschienen im Jahr 2005, versteht noch besser, wovon ich hier schreibe.   

    Propaganda war und ist die perfekte Methode zur Schwächung einer Nation, die zugleich die Kriegsproduktion fördert. So etwas, also dieser Aufwand, kostet Geld, viel Geld. Woher stammt eigentlich dieses Geld? Das ist in jedem Fall ein Kapitel für sich.

    Der zweite Teil zu dieser Reihe folgt in den nächsten Tagen.

    „Die Anklage hören viele, die Rechtfertigung wenige…“

    —————————-

    Quelle

    K.-E. Lober (Der Schlesier)

    Siegertribunal, die Nürnberger Prozesse 1945 – 48  Richard Lobsien

     Bradberry, Das Märchen vom bösen Deutschen.

    Abkommen betreffend die Gesetze und Gebräuche des Landkriegs [Haager Landkriegsordnung], 18. Oktober 1907

    Foto zum Beitrag: Artikel der Bild aus April 1999

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  • Wie sieht es etwa in einem Jahrhundert mit uns Deutschen aus?

    Juni 23rd, 2023

    Gedankengänge von Goethe und Eckermann aus dem Jahre 1828

    „Und denn, man muß das Wahre immer wiederholen, weil auch der Irrtum um uns her immer wieder geprediget wird, und zwar nicht von einzelnen, sondern von der Masse. In Zeitungen und Enzyklopädien, auf Schulen und Universitäten, überall ist der Irrtum obenauf, und es ist ihm wohl und behaglich, im Gefühl der Majorität, die auf seiner Seite ist.

    Oft lehret man auch Wahrheit und Irrtum zugleich, und hält sich an letzteren.“

    Dazu ein Auszug aus einem Gespräch zwischen Goethe und Eckermann

    Mangel der Deutschen an Tatkraft und Praxis Gespräch mit Eckermann (1828)

    Ein Gespräch aus der Zeit der heiligen Allianz (Russland, Österreich, Preußen) bis zum Tod Friedrich Wilhelms III.

    Goethe seufzte und schwieg.

    Ich dachte an die glückliche Zeit des vorigen Jahrhunderts, in welche Goethes Jugend fiel; es trat mir die Sommerluft von Sesenheim vor die Seele und ich erinnerte ihn an die Verse:

    „Nach Mittage saßen wir

    Junges Volk im Kühlen“.

    „Ach!“ seufzte Goethe, „das waren freilich schöne Zeiten!“ – Doch wir wollen sie uns aus dem Sinne schlagen, damit uns die grauen Nebeltage der Gegenwart nicht ganz unerträglich werden.“

    Das Gespräch begann Goethe mit den Worten:

     „Ich brauche nur in unserem lieben Weimar zum Fenster hinauszusehen, um gewahr zu werden, wie es bei uns steht. Als neulich der Schnee lag und meine Nachbarskinder ihren kleinen Schlitten auf der Straße probieren wollten, sogleich war ein Polizeidiener nahe und ich sah die armen Dingerchen fliehen, so schnell sie konnten. Jetzt, wo die Frühlingssonne sie aus den Häusern lockt und sie mit ihresgleichen vor ihren Türen gerne ein Spielchen machten, sehe ich sie immer geniert, als wären sie nicht sicher und als fürchteten sie das Herannahen irgendeines polizeilichen Machthabers.  

    –Es darf kein Bube mit der Peitsche knallen oder singen oder rufen, sogleich ist die Polizei da, es ihm zu verbieten. Es geht bei uns alles dahin, die liebe Jugend frühzeitig zahm zu machen und alle Natur, alle Originalität und alle Wildheit auszutreiben, sodass am Ende nichts übrigbleibt, als der Philister (ein kleinbürgerlich-engstirniger Mensch).  

    Sie wissen, es vergeht bei mir kaum ein Tag, wo ich nicht von durchreisenden Fremden besucht werde. Wenn ich aber sagen sollte, dass ich an den persönlichen Erscheinungen, besonders junger deutscher Gelehrten aus einer gewissen nordöstlichen Richtung große Freude hätte, so müsste ich lügen. – Kurzsichtig, blass, mit eingefallener Brust, jung ohne Jugend, das ist das Bild der meisten, wie sie sich mit darstellen. – Von gesunden Sinnen und Freude am Sinnlichen ist bei ihnen keine Spur, alles Jugendgefühle und alle Jugendlust ist bei ihnen ausgetrieben, und zwar unwiederbringlich; denn wenn einer in seinem zwanzigsten Jahr nicht jung ist, wie soll er es in seinem vierzigsten sein.“

    Das Gespräch beendet Goethe lächelnd mit dem Satz: „Wir wollen indes hoffen und erwarten, wie es etwa in einem Jahrhundert mit uns Deutschen aussieht. Und ob wir es sodann dahin gebracht haben, nicht mehr abstrakte Gelehrte und Philosophen, sondern Menschen zu sein.“

    —————————-         

    Kriege hinterlassen immer Spuren der Zerstörung – die Zerstückelung eines Volkes und der Raub deren Seele Um das Wesen und die Tugenden des deutschen Volkes zu verstehen, müssen wir uns immer wieder auf Zeitreisen begeben.

    Daher möchte ich dem Gespräch Goethes mit Eckermann folgend, noch ein paar Sätze aus den letzten Zeiten des deutschen Reichs hinzufügen, beruhend auf dem Feldzug des Jahres 1792 (Übernommen von Christian Stacke Deutsche Geschichte).

    „Nicht Deutschland hat Frankreich zum Kriege herausgefordert.“(das lässt sich im Übrigen auch auf alle Kriege, die noch folgen sollten, übertragen), vielmehr waren es die in der gesetzgebenden Versammlung dominierenden Girondisten, die Anhänger Brissots, welche das neugeformte Staatswesen mit dem Kranze kriegerischer Erfolge schmücken wollten. Sie verweigerten den Elsässer Reichsständen die gebührende Entschädigung und drängten den unglücklichen König Ludwig, das rettungslose Opfer der Bewegung, dem Kaiser, welcher die französischen Frechheiten würdig und maßvoll beantwortet hatte, am 20. April 1792 den Krieg zu erklären.“

    Anders also, als man es uns über Jahrzehnte hinweg immer lehrte oder versuchte es zu lehren. Menschen, die bewusst Fragen stellen, außerhalb des uns Vorgefertigten, werden auch Antworten erhalten.

    Stellen wir also Fragen! Dann erfährt die Tatkraft der Deutschen vielleicht wieder Impulse.

    Quelle:

    Deutschland, Deutschland, Texte aus 500 Jahren (herausgegeben von Heinz Ludwig Arnold

    Deutsche Geschichte – in Verbindung mit Anderen L. Stacke II. Band (Verlag von Velhagen und Klasing 1881)

    Foto: Traum und Märchen – Flucht aus der Wirklichkeit (Moritz von Schwind)

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  • Endstation? Die Wahrheit unter Verschluss…

    Juni 18th, 2023

    Auf der Suche nach der Wahrheit, also der Geschichte zur Geschichte, oder besser zu den Tatsachen, die der Weltöffentlichkeit nur bedingt zugänglich sind, bin ich gerade über die folgenden Worte „gestolpert“:

    „Denn von sich aus ist wohl kein Mensch so töricht, den Krieg dem Frieden vorzuziehen; in dem einen begraben die Kinder ihre Väter, in dem anderen die Väter ihre Kinder.“

    (Kriegsursachen in den Historien des Herodot, Kroisos auf dem Scheiterhaufen)

    Weiter lese ich: „Nutzen wir die, uns jetzt bekannten Informationen, sichern wir noch vorhandenes Wissen, erschließen wir neue Quellen und füllen somit die weißen Flecken in unseren Geschichtsbüchern aus. Nur so ist gewährleistet, dass die die nachfolgenden Generationen die Möglichkeit haben, unsere Geschichte zu begreifen.“

    Das Problem ist nur, wenn man sich nicht in der glücklichen Lage wähnt, über die entsprechende Literatur zu verfügen, oder im besten Fall im Besitz der Niederschriften einer Erlebnisgeneration ist, wird man kaum diese Flecken entdecken, geschweige denn, in der Lage sein, sie zu erschließen.

    Vermehrt stelle ich im Rahmen meiner Recherchen fest, dass sich Beiträge (zum Beispiel gespeichert in 2017/2018) nicht mehr öffnen lassen, nicht mehr zur Verfügung stehen oder nur noch die Info, „Die Seite existiert nicht mehr“, erscheint.

    Googl.e Endstation, oder anders: Googl.e: Sie wollen Tatsachen. Sorry, Fehler! Hier finden Sie alles, nur nicht das, wonach Sie suchen – Löschprogramm aktiviert.

    Selbstverständlich ist dieses Prozedere nicht neu. Also das des Umschreibens und des unter Verschluss Haltens, nur eben feiner ausgesiebt.


    Es folgt einem Muster…, denn von sich aus ist wohl kein Mensch so töricht….

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  • Der 17. Juni 1953 in Sachsen – wir wollen keine Sklaven sein

    Juni 18th, 2023

    Es gibt nur wenige echte Volksaufstände, aber es gibt sie. Dann ist viel Blut geflossen.

    Die meisten Revolutionen sind propagiert, geführte Revolutionen, weil man sie braucht, um gewisse Ziele zu erreichen. Doch nicht dieser Aufstand, vom 17. Juni 1953.

    Über zwei Jahrzehnte war der Aufstand meist nur von historischem Interesse. Im Hinblick auf die Berichterstattung des RIAS in den entscheidenden Tagen vom 16. Juni bis 23. Juni liegt die Wahrheit eher in der Einschätzung des „Tagesspiegel“, also dieses Blatt, dass uns auch heute diese vordiktierte „Wahrheit“ präsentiert.  

    Auch 70 Jahre nach den Unruhen in der DDR gibt es höchst unterschiedliche Auffassungen über den tatsächlichen Charakter des Geschehens. In dem Buch „Spurensicherung“ spricht Eberhard Panitz richtigerweise von einer im letzten halben Jahrhundert verzerrten, vorgefassten und meist politisch zweckgebundenen Vorgehensweise /Auslegung.

    Aber so viel ist sicher: An diesem 17. Juni waren viele tapfere Menschen unterwegs., die bereit waren, sich mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln gegen das System und dessen Vorhaben zu erheben. Es war eine genuine Volkserhebung, ohne politische Führer, ohne ein ausformuliertes Programm oder vorgefasstes Konzept. Der ‚Aufstand war einzig und allein dem Anliegen verpflichtet, das in jenen Tagen auf Transparenten zu lesen war und skandiert wurde: „Wir wollen freie Menschen sein.“

    Ich erinnere mich an ein Gespräch meiner Eltern. Da war ich vielleicht 14 Jahre alt, also so um das Jahr 1979. Ich begriff nur wage, was damals vorgefallen ist.

    Doch diese Aussage habe ich nie vergessen. Denn mein Vater und ein guter Freund von ihm waren an diesem Tag, dem 17. Juni 1953, unter den tapferen Menschen. Der Freund meines Vaters wurde später verhaftet. Er hat ihn nie wiedergesehen.   

    In Görlitz, Niesky, Bitterfeld, Jena und Merseburg wurden zahlreiche öffentliche Gebäude erstürmt. Gefängnisse wurden belagert, mit dem Ziel die politischen Häftlinge zu befreien.

    Insgesamt beteiligten sich mehr als eine Million Menschen in über 700 Orten an dem Volksaufstand.

    Die Zahl der Toten (angegeben mit 80 bis 100) wird weitaus höher beziffert.

    Die konkreten Ursachen des Aufstandes auf einen Blick:

    • Die diktatorische Gewalt hat alle Milieus und Schichten der DDR-Gesellschaft erreicht.
    • Die Beschlüsse des Jahres 1952 trafen nahezu alle Bevölkerungskreise.
    • Die 2. SED-Parteikonferenz beschloss nicht nur den Aufbau des Sozialismus, sondern auch eine militärische Aufrüstung. Durch die Einrichtung von sogenannten Produktionsgenossenschaften, in die landwirtschaftliche und handwerkliche Betriebe geführt werden sollten, sollte die Basis für den Aufbau des Sozialismus gelegt werden.
    • Es kam zu unzähligen Strafverfahren unter juristischen Vorwänden gegen diejenigen, die sich der Kollektivierung widersetzten.

    Später faselte man dann aus den westlichen politischen Reihen wie sehr doch der Gedanke der Einheit Deutschlands mit dem Gedanken der Freiheit verbunden ist. Und es ertönten Sätze wie: „Unser Streben nach Einheit ist ein Streben nach Freiheit für das ganze deutsche Volk.“ Diese Gedanken an Einheit und Freiheit waren nur eine Utopie, begraben unter alliierter Vormachtstellung. Aber man kann es ja mal erwähnen.

    Quelle:

    Zeitzeugen berichten, Protokoll eines Aufstande (Peter Lange, Sabine Ross)

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  • Wie sich die Geschichte wiederholt und sich die Sehnsucht nach Frieden und Freiheit wie ein roter Faden durch die Jahrhunderte zieht.

    Juni 18th, 2023

    Und immer sind da diese Parallelen – in der Summe erschreckend.

    Vom „New Deal“ zum „Green (New) Deal“

    All das, was wir nun über die die Zeit erfahren und lesen, soll ein Prüfstein sein für den, der nicht glauben will, und eine Hilfe für den, welcher forschen will.

    Im Bereich der internationalen Beziehungen ist die Kette von Ursache und Wirkung endlos, doch, wenn man Stellung beziehen möchte, muss man irgendwo ansetzen. Zum Anfang des Jahres habe ich bereits erste (kurze) Beiträge zum Ersten Weltkrieg, dem Versailler Vertrag und zu den weiteren alliierten „Feldzügen“ gegen Deutschland erstellt.

    Der Kriegseintritt Amerikas mit seinen Folgen stellte vielleicht die größte Katastrophe der europäischen Geschichte dar.

    Die USA hatten überhaupt keinen Grund in den Krieg gegen das Deutsche Reich einzutreten. Dabei darf auch nicht vergessen werden, dass Deutschland von Anbeginn an keinen Krieg, sondern schon 1916 die Friedensfühler austreckte, und das zu einem Zeitpunkt, als sie im Begriff waren, diesen Krieg zu gewinnen. All die daraus resultierenden negativen Folgen wären nicht eingetreten: So hätte es in Deutschland, Ungarn oder Italien keine kommunistische Revolution gegeben. Es wäre weder zum Zeiten Weltkrieg noch zum Kalten Krieg gekommen. Auch hätte der Kommunismus nicht die Herrschaft über Mittel- und Osteuropa erlangt. Um nur einige der verheerenden Folgen aufzuzählen.

    Sicher jedoch, wäre ein geeintes Europa gewesen mit Deutschland als dominanten Akteur. Offenbar hatte man daran kein Interesse – also seitens der Alliierten.  

    Stattdessen griff Amerika immer tiefer in das Geschehen ein, unter der Vorgabe, dass man der „Abschlachterei“ ein Ende bereiten wolle/müsse.  Dazu schreibe ich aber in den nächsten Tagen noch ausführlicher.

    An dieser Stelle alle verknüpften Gegebenheiten aufzuzeichnen würde zu weit führen.   

     Doch so viel sei gesagt: Recht, Freiheit, Demokratie und Menschenwürde gehören zur Tradition der Amerikaner. Nur werden sie nach den politischen und wirtschaftlichen Interessen der Amerikaner und Briten ausgelegt. Die Bedürfnisse und Lebensfragen der anderen Völker spielen dabei nur eine vordergründige Rolle. Denken wir nur an die Eroberung des nordamerikanischen Kontinents und erinnern uns an die Ausrottung der Ureinwohner, der Indianer.

    Als das Deutsche Reich besiegt werden sollte, waren den Anglo-Amerikanern (Amerikaner, deren Muttersprache Englisch ist oder die englische Abstammung sind) alle Mittel recht, um Deutschland zu vernichten. Auch dazu in einem anderen Beitrag mehr.

    Amerika, der Leuchtturm für Recht und Freiheit? Mitnichten. Ein Leuchtturm weit sichtbar in der Welt ist Amerika, jedoch ein trügerischer Leuchtturm – ein Leuchtturm ohne Leuchtfeuer.

    In dieser Epoche nennen sie es den „Green Deal“. Davon habt ihr sicher schon gehört. Unter Franklin Rossevelt lautete die Parole damals „New Deal“.

    Nach dem Börsencrash 1929 weitete sich in den USA die Finanzkrise zu einer weltweiten Wirtschaftskrise aus. Franklin Roosevelt gab als Präsidentschaftskandidat der Demokraten 1932 die Parole von „New Deal“ raus. Er gewann die Wahl und setzte zahlreiche Reformen um. Wer waren die Nutznießer? Danach muss man nicht lange suchen: Das Bankenkartell.

    Und wie ging es weiter? Im föderalen System der USA spielten vor diesem Deal zentrale nationale Instanzen keine große Rolle. Weitreichende Befugnisse wurden ganz einfach unter dem Vorwand der Notbekämpfung auf Bundesebene verschoben.

    An was erinnert uns das? Auch die heutigen Deals werden uns als alternativlos verkauft. Man schafft Krisen, die Ängste auslösen und letztendlich eine Akzeptanz für große Umwälzungen erzeugen sollen.

    Zwangsläufig gelangt man darüber zu den Gründungsmodalitäten der UN – damals noch Völkerbund, der im übrigen auch eine einflussreiche gemeinsame Gesundheitsorganisation hatte.

    1926 wurde Deutschland in den Völkerbund aufgenommen, war jedoch in militärischen Fragen nicht gleichberechtigt. Unter Hitler trat Deutschland aus dem Völkerbund aus. Die USA waren aus innerpolitischen Gründen kein Mitglied dieses Bundes.

    Während des Zweiten Weltkrieges entstand dann die Idee zur Gründung der UN. Am 1.Januar 1942 unterzeichneten 26 Staaten die Erklärung Vereinter Nationen in Washington. Schwerpunkt: Kampf gegen die Achsenmächte Italien, Deutschland und Japan.

    Die Schlüsselelemente wurden zuvor von Churchill, Roosevelt und Stalin vereinbart.

    Und was passierte zuvor?

    Dazu werden wir noch schnell einen Blick auf die Executive Order 6102, 1933 zum Goldverbot als auch auf die Kontrolle der Ressourcen mit Datum vom 18.Mai 1933, als Roosevelt die TVA als Bundesgesellschaft gründete, damals nannte sich das „Water Control“. Nun ja, heute haben wir eine Wasser-Agenda.

    Einen weiteren Schwerpunkt bildete die Landwirtschaft mit den im Gesetz verankerten Anbaubeschränkungen und Subventionen zu Weizen, Baumwolle und Tabak. Bauern erhielten zinsgünstige Kredite, doch profitiert haben nur die großen landwirtschaftlichen Betriebe.

    Und schließlich stellte eine Anordnung den Besitz von Gold über 100 Dollar unter Strafe. Von Privatpersonen, Unternehmen und Verbänden wurde verlangt, Gold im Austausch für 20,67 Dollar pro Unze an die FED abzugeben.

    1934 wurde der staatliche Festpreis für Gold auf 35 Dollar pro Unze erhöht. Dadurch erhöhte sich der Wert von Gold in der Bilanz der FED effektiv um 69 Prozent.

    Durch die Beschlagnahmung privater Goldbestände konnten sie die ihren vergrößern, erklärten daraufhin einen höheren Wechselkurs und die FED konnte mehr Banknoten in den Umlauf bringen.

    ————————————————
    Quelle:

    Erich Kern /Karl Balzer Alliierte Verbrechen an Deutschen Verlag K. W. Schütz

    Die Anglo Amerikaner und die Vertreibung (Das Parlament) Alfred Zayas

    Chronik Bibliothek des 20.Jahrhunderts 1932-1933 Bertelsmann Lexikon Verlag

    Bradberry Das Märchen vom bösen Deutschen

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  • Eigentlich wollte ich nur „kurz, auf die Schnelle, den Ausweis von meinem Göttergatten abholen. Nur kurz – weitgefehlt!

    Juni 18th, 2023

    Es gibt so Tage, die muss es wohl geben, um einem die Augen zu öffnen. Nicht meine Augen, aber vermutlich die, eines deutschen Ehepaares. Ich hatte den Eindruck, sie waren mit der Situation im Bürgerservice-Bereich der Stadt leicht überfordert und in ihren Augen konnte man so einiges lesen. Unverständnis machte sich breit. Dazu gleich mehr.

    Nun ja, über mehr als 40 Minuten, welche ich auf der Wartebank verbrachte, offerierte sich ein bühnenreifes Stück „Alltag“. Ich wollte doch nur einen Ausweis abholen. Umgeben von einem Stimmengewirr in unzähligen Sprachen, versuchte ich eine Zuordnung dieser. Ich muss dazu sagen, dass mir sowohl Polnisch, Russisch, Französisch als auch Englisch vertraut sind, weil ich vor vielen Jahren darin unterrichtet wurde. Doch keine dieser Sprachen war hier vertreten.

    Es ging zu, wie auf einem Bahnhof – ein Kommen und Gehen. Von den Plätzen der Mitarbeiter ertönte Englisch, manche arbeiteten mit Händen und Füßen. Dann hörte man kurz auf Deutsch von einer immer noch freundlichen Mitarbeiterin: „Dort kannst du Sofa abholen!“

    Nun zurück zu dem Ehepaar. Vorausführen muss ich, dass auf unserem hiesigen Bürgeramt seit geraumer Zeit ein Termin vereinbart werden muss, um seine Angelegenheiten erledigen zu können. Das erging uns ja auch so. Denn für die Verlängerung /Antrag PA haben wir drei Wochen auf einen Termin warten müssen.

    Indes konnte ich beobachteten, wie Frauen, das Gesicht mit einem Kopftuch verhüllt, offensichtlich ganz ohne Termin sofort „bedient“ wurden. Auch zwei junge Männer, die zuvor auf der Treppe saßen, wurden nicht nach einem Termin gefragt. Alle stiefelten wie selbstverständlich hinter den Mitarbeitern her und erhielten auf kurzem Weg all das, was sie benötigen.

    Anders nun bei dem Ehepaar. Die beiden standen vor dieser Kiste, wo man ein Ticket ziehen kann. Das gilt aber nur für die Abholung von Reisepass oder PA. Doch das Ehepaar wollte etwas Anderes, und fragte höflich bei einer Mitarbeiterin nach. Die war kurz angebunden, bediente gerade einen jungen Mann aus dem afrikanischen Lande, und rief: „Sie müssen einen Termin vereinbaren“.  Völlig verdutzt standen die Beiden nun da. Drückten nochmal auf die deutsche Flagge auf dieser Kiste, doch die Auswahl blieb gleich – nur Abholung Reisepass oder PA.

    Der Mann meinte enttäuscht: „Und dafür habe ich mir den Vormittag frei genommen“. Die Frau schien ungehalten, sagte aber nichts weiter. Unverrichteter Dinge zogen sie davon.

    Indes schlenderten zwei weitere, ich nehme an, ebenfalls aus afrikanischem Lande, junge Männer an dem Ehepaar vorbei, zeigten der Mitarbeiterin ein Blatt Papier – ein Papier, dass ihnen offensichtlich den Weg ohne Termin ermöglicht.

    Was sagt uns das?

    Werden die Umrisse einer Zeitenwende sichtbarer? Es ist so offensichtlich. Doch wo ist der Widerstand?

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  • „Und die Welt hebt an zu singen, triffst du nur das Zauberwort“.

    Juni 18th, 2023

    Die Magie der Sprache – zurück zum ältesten Stück der deutschen Literatur, den „Merseburger Zaubersprüchen“.

    Vielleicht erinnert ihr euch noch: Vor Kurzem entdeckte ich in den Unterlagen meiner Eltern, diesen kurzen Vermerk zu diesem einmaligen Zeugnis althochdeutscher Sprache. Die Merseburger Zaubersprüche, verfasst im 10. Jahrhundert, sind bis heute die weltweit einzigen bekannten Schriftstücke germanisch-heidnischen Inhalts, die unverändert in althochdeutscher Sprache vorliegen – ein faszinierendes Zeugnis uralter Kultur und unschätzbarer Forschungsgegenstand. Sie wurden in einem Gebiet verfasst, das noch nicht christianisiert war. Es handelt sich um zwei in althochdeutscher Sprache verfasste Zauberformeln, die in n einer Handschrift in der Merseburger Dombibliothek überliefert sind.

    Ich möchte dieses sprachgeschichtliche Phänomen gerne erneut aufgreifen, denn es ist nicht zuletzt ein beeindruckender Nachweis über den Inhalt einer Alltagssprache (Deutsch) und darüber hinaus verlieren sich die Zweifel an der allgemeinen Ausbreitung der nordischen Mythologie.

    Der erste Zauberspruch dient der Befreiung von Gefangenen

    Eiris sâzun idisi,
    sâzun hera duoder.
    suma hapt heptidun,
    suma heri lezidun,
    suma clûbôdun
    umbi cuoniouuidi:
    insprinc haptbandun,
    inuar vîgandum.

    Einmals setzten sich Idise (zauberstarke Schlachtjungfrauen, den Walküren verwandt), hierhin, dorthin und dahin,
    manche Hafte hefteten (d.h. sie festigten die Fesseln der feindlichen Gefangenen),
    manche lähmten das Herr (der Feinde),
    manche klaubten um heilige Fesseln (es sind die Fesseln aus Eichenzweigen, mit denen der Priester oder König die Gefangenen umwindet, die als Opfer für die Götter bestimmt sind; diese Fesseln lockern die Idise):
    Entspring den Haftbanden,
    entfahr den Feinden!

    Der Zweite Merseburger Zauberspruch gilt als Heilungszauber eines verletzten beziehungsweise verrenkten Pferdefußes und soll Glück bringen.

    Phol ende uuodan
    uuorun zi holza.
    du uuart demo balderes uolon
    sin uuoz birenkit.
    thu biguol en sinthgunt,
    sunna era suister;
    thu biguol en friia,
    uolla era suister;
    thu biguol en uuodan,
    so he uuola conda:

    sose benrenki,
    sose bluotrenki,
    sose lidirenki:
    ben zi bena,
    bluot zi bluoda,
    lid zi geliden,
    sose gelimida sin.

    Phol und Wodan
    ritten in den Wald.
    Da wurde dem Fohlen Balders
    der Fuß verrenkt.
    Da besprach
     (vgl engl. to beguile) ihn Sinthgunt
    und Sunna, ihre Schwester;
    da besprach ihn Frija,
    und Volla, ihre Schwester;
    da besprach ihn Wodan,
    wie nur er es verstand:

    Sei es Knochenrenke,
    sei es Blutrenke,
    sei es Gliedrenke:
    Knochen zu Knochen,
    Blut zu Blut,
    Glied zu Gliedern,
    als ob geleimt sie seien.

     Zauberhafte Boten!

    Gefunden wurden sie eher zufällig bei einer Recherche für die Monumenta Germaniae historica im Archiv des Domkapitel durch den Historiker Georg Waitz im Jahre 1841. Waitz sandte das Pergament unverzüglich an Jacob Grimm, seinerzeit der anerkannteste Sprachgelehrte seiner Zeit, der sofort die Bedeutung des Fundes erkannte.

    Ein Jahr später (1842) wurden die Zaubersprüche dann von den Brüdern Grimm in der Ausgabe „Über zwei entdeckte Gedichte aus der Zeit des deutschen Heidentums“ veröffentlicht und werden derzeit in der Merseburger Domstiftsbibliothek aufbewahrt.

    Bis zur Zeit Karl des Großen wurden Sprüche, Heldenlieder und Geschichten noch mündlich überliefert. Karl der Große ordnete an, das alte Wissen zu dokumentieren, um es für die Nachwelt aufzubewahren.

    Quelle: Foto

    Das Original der Merseburger Zaubersprüche wird in der Merseburger Domstiftsbibliothek aufbewahrt (Foto). Ein Faksimile dieser kostbaren Handschrift ist im „Zauberspruchgewölbe“ in der Südklausur des Domes zu sehen Foto: U. Freyberg

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  • Barbarossahöhle – ein unterirdisches Reich voller Wunder und Geheimnisse: Hier haben wir uns verzaubern lassen.

    Juni 18th, 2023

    Teil III – Geschichten aus dem Harz

    Ach ja, das war dort schon schön. Und feststeht, dank dieser guten Momente, „überleben“ wir den Wahnsinn, der da draußen tobt. Ich schaue mir die Bilder an, und denke: Alles richtiggemacht: Wir genießen die Natur, besuchen die Orte, wo wir unsere Wurzeln verstehen, bereiten leckere Speisen zu, lachen, hören gute Musik und üben uns in einer gewissen Gelassenheit. Das nicht bedeuten soll, dass wir dem Geschehen gleichgültig gegenüberstehen. Nein. Das gewiss nicht. Aber so schöpfen wir Kraft, denn die werden wir brauchen.

    Nun aber zur Höhle. Jede Stunde gibt es eine Führung. Es war 14.30 Uhr, als wir dort ankamen. Und das war auch gut so, denn wir standen bei 29 Grad leicht bekleidet vor der Höhle, in der gerade mal Temperaturen bei konstant neun Grad herrschen. Wir eilten also nochmal schnell zum Bert zurück, zogen uns eine lange Hose über und nahmen auch gleich noch eine Jacke mit.

    Übrigens: In der Höhle war Barbarossa nie. Ausschlaggebend für den Namen ist lediglich die Sage vom wiederkehrenden Stauferkaiser Friedrich I. Barbarossa, die auf den Kyffhäuserberg bezogen ist.

    Die Barbarossahöhle wurde rein zufällig im Zusammenhang mit Wiederaufnahme des Kupferschieferbergbaus im Dezember 1865 von Bergleuten entdeckt. Die Bergleute waren auf der Suche nach Kupferschiefer unterhalb der Ruine Falkenburg und trieben einen Stollen in das Gestein. Ihre Entdeckung war noch kostbarer, als das buntmetallhaltige Mergelgestein, denn bereits im folgenden Jahr besuchten die ersten zahlenden Gäste die imposante Gipshöhle, und seither ist der Besucherstrom kaum abgebrochen.

    Im Kyffhäusergebirge sind ungefähr 40 Höhlen bekannt. Die größte und schönste ist ohne Zweifel die Barbarossahöhle am Südwesthang des Kyffhäusers.

    Nachdem wir unsere Eintrittskarten gekauft haben, die ihr Geld auf jeden Fall wert sind, begrüßte uns eine freundliche Höhlenführerin. Wir stellten eine winzige Gruppe, von gerade mal acht „Hanseln“. Perfekt für eine Führung durch die Höhle. Unsere Höhlenführerin war einfach wunderbar. Sie erklärte alles so schön. Und als wir an dem „Barbarossathron“ ankamen, erzählte sie die Sage um den Rotbart. Aber auch sonst, haben wir so viel Interessantes über die Geologie dieser Höhle erfahren dürfen.

    Auf 600 Meter Länge ist die Höhle mit ihren gewaltigen Gewölben und klaren Höhlenseen, den funkelnden Gipskristallen und schneeweißen Alabasterkugeln für Besucher gut erschlossen. Eingedenk der Sage hat man Barbarossatisch – und stuhl (auf dem ich kurz thronen durfte) im Tanzsaal aus Schlangengipsblöcken errichtet.

    Tatsächlich finden in der Höhle auch Veranstaltungen statt. Hier wird geheiratet und es werden auch Konzerte gegeben, mit entsprechenden Lärmpegel, versteht sich.

    Als wir an dem letzten, dem größten See der Höhle vorbeiliefen, erzählte uns die Höhlenführerin noch, wie gerne sie zum Feierabend hier verweilt – wenn es still wird, und alle Besucher die Höhle verlassen haben. Allein schon diese Spiegelung im Wasser ist überwältigend und wir konnten gut nachvollziehen, wie wundervoll das doch sein muss, wenn man hier für Momente vor sich hinträumen kann.

    Noch ein Tipp: Oberhalb der Höhle, liegen die Ruinenreste der Falkenburg. Gleich daneben ist über einem unterirdischen Hohlraum die Teufelsgrube, eine große Einsturzdoline zusammengebrochen.

    ——

    Quelle:

    Fotos sind privat, mit Fotoerlaubnis aufgenommen. (kostet extra).

    Die Aufnahmen sind jetzt nicht so „pralle“ und ich bin bemüht, mir endlich eine ordentliche Kamera zu besorgen. Aber für die ungefähre Vorstellung, reichen die Fotos fürs Erste aus.

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  • Die Kaiserpfalz Tilleda, Residenz der Könige und Kaiser am Kyffhäuser – Geschichten aus dem Harz

    Juni 14th, 2023

    Teil II

    Den ersten hitzeverdächtigen Tag im Jahr nutzten wir, und wanderten entlang der Kaiserpfalz Tilleda, von der heute ein Freilichtmuseum zeugt. Erste Bilder haben euch schon erreicht.

    Nun möchte ich noch ein bisschen mehr erzählen. Der Rundgang war völlig entspannt. Es gab nur wenige Besucher. Dafür hat eine große Kinderschar das weitläufige Areal (vermutlich ein Kindergeburtstag) erobert und ein Film/Kamerateam zog von Haus zu Haus und machte Aufnahmen. Die Museumskasse war nicht besetzt. Es gab einen Vermerk: „Sie finden uns auf dem Gelände. Den Eintritt können Sie auch dort in einem Bauernhaus zahlen.“ Irgendwie sympathisch.

    Also machten wir uns auf den Weg und schritten durch das Zangentor. Vom Tor aus führt eine Treppe nach oben – die anschließende Aussicht ist wunderbar.

    Ausgrabungen brachten hier die Überreste der Kaiserpfalz unterhalb der Reichsburg Kyffhausen ans Tageslicht. Die vom 10. bis 13. Jahrhundert zeitweilig vom Kaiser Friedrich i. Barbarossa, seinem Sohn Heinrich VI. und anderen deutschen Herrschern als Residenz benutzte Anlage befindet sich auf dem Pfingstberg.

    Schon bald begrüßte uns ein Kater. Später erfuhren wir, dass er ein Findelkater ist, der gerade mal ein Jahr alt war als er verzweifelt ein Zuhause suchte, und es dann auch in der ehemaligen Kaiserpfalz fand. Überhaupt war die Atmosphäre auf dem Gelände sehr angenehm.

    Das Bauernhaus haben wir nicht ausfindig gemacht, und den Eintritt am Ende des Rundgangs gezahlt, als das Kassenhäuschen wiederbesetzt war.

    Ich ärgerte mich über manche Beschreibung auf den Infotafeln vor den rekonstruierten Häusern – Thema „Slawen“, die hier gesiedelt haben sollen.

    Wir gehen weiter, denn von den eindrucksvollen Wehranlagen bietet sich ein grandioser Rundblick über die komplette Kaiserpfalz Tilleda.

    Tilleda ist ein hübsches Dorf am Fuße des Kyffhäusers. Dort haben wir auch mit unserem Bert einen tollen Platz zum Schlafen gefunden mit schönem Blick auf den Kyffhäuser. 

    Und eine kurze Geschichte habe ich auch noch „rausgekramt“:  „Neben den weitläufigen Ruinen der Kaiserburg Kyffhausen über der alten Kaiserpfalz Tilleda, welche früher dicht unter dem Kyffhäuser gelegen haben soll, steht noch wohlerhalten ein alter Burgturm. Ein Eingang ist daran unten nicht wahrzunehmen. Man kann jedoch an vorspringenden Steinen zu einer oben zwei offenstehenden Luke emporklettern. Das nahmen sich Soldaten vor, welche in Tilleda ins Quartier kamen und in ihrer Heimat viel vom Kyffhäuser gehört hatten. Aber sie kamen unverrichteter Sache wieder in Tilleda an, denn die sonst offenstehenden Luken waren mit eisernen Läden geschlossen gewesen. Als die Leute in Tilleda das hörten, sprachen sie: „So ist euch alle Herrlichkeit des  Kyffhäuser beschert gewesen und ihr habt sie verscherzt. Die eisernen Läden hättet ihr nur zu nehmen brauchen, und sie hätten sich in goldene verwandelt.“ Spornstreichs eilten die Soldaten zum Kyffhäuser, aber die eisernen Läden waren verschwunden.“

    ————

    Wissenswertes auf einen Blick:

    • Zwischen 974 und 1042 erscheint „Tullide“ als Ausstellungsort von Urkunden der Kaiser Otto II., Otto III., Konrad II. und Heinrich III. In salischer Zeit wurde besonders die Hauptburg, die im Norden, Osten und Süden durch Steilabfälle gesichert war, stark verändert.
    • m 11. Jahrhundert verlor die Pfalz ihre militärische Bedeutung und wurde von den neuen Burgen auf dem Kyffhäuser abgelöst. Jedoch wurde auch noch im 12. Jahrhundert das nach wie vor hier betriebene königliche Tafelgut ausgebaut. 
    • Im Jahr 1174 sammelte Kaiser Friedrich I. Barbarossa hier ein Heer, das er für seinen beabsichtigten Kriegszug nach Oberitalien gegen die Stadt Alessandria benötigte. In der Pfalz versöhnte sich 1194 Kaiser Heinrich VI. mit Herzog Heinrich dem Löwen und legte damit den langandauernden Streit zwischen Staufern und Welfen bei.
    • Nach 1194 wird die Pfalz Tilleda in den schriftlichen Quellen nicht mehr erwähnt. Verschiedene Funde, darunter auch solche aus dem ritterlichen Milieu, belegen aber, dass die Anlage noch genutzt wurde.
    • Vom 14. bis in das 20. Jahrhundert wurde der Pfingstberg landwirtschaftlich genutzt. Die dabei störenden Ruinen wurden im Lauf der Zeit abgetragen. 
    • Zwischen 1935 und 1939 wurden erste archäologische Ausgrabungen auf dem Gelände der Pfalz unter der Leitung von Paul Grimm durchgeführt. 
    • 1958 wurden die Untersuchungen durch das Institut für Ur- und Frühgeschichte der Akademie der Wissenschaften der DDR wieder aufgenommen. 
    • Die Pfalz wurde bis 1979 bis auf wenige Kontrollflächen vollständig ausgegraben. Insgesamt wurden die Fundamente von 180 Häusern freigelegt. 

    ————————————————-

    Quelle

    • Paul Grimm: Tilleda. Eine Königspfalz am Kyffhäuser. Teil 1. Die Hauptburg. Deutsche Akademie der Wissenschaften zu Berlin. Schriften der Sektion für Vor- und Frühgeschichte 24. Berlin 1968.
    • Paul Grimm: Tilleda. Eine Königspfalz am Kyffhäuser. Teil 2. Die Vorburg und Zusammenfassung. Deutsche Akademie der Wissenschaften. Schriften zur Ur- und Frühgeschichte 40. Berlin 1990. ISBN 3-05-000400-2.

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