Die Verbindung Schleswig mit Holstein vollzog sich im 15. Jahrhundert als der Schauenburger ohne Erben starb, und der aus dem Oldenburgischen Haus stammende Herzog Christian von Gottorp dänischer König wurde.

Als Christian I. von Dänemark starb, beschlossen seine Söhne gemeinsam über Schleswig, Holstein zu regieren, wobei der eine König von Dänemark wurde und der andere nur Herzog blieb.
Die von Gottorps förderten in Schleswig, Holstein Kultur und Wissenschaften. Das 1565 erbaute Schloss von Schleswig wurde zum kulturellen Mittelpunkt.
In Kiel wurde 1665 die Christian-Albrecht-Universität gegründet.
Doch Anfang des 18. Jahrhunderts kam es zu Streitigkeiten mit den lieben Verwandten in Dänemark. Herzog Karl Friedrich von Gottorp musste 1721 ganz Schleswig an den Kopenhagener Hof abtreten, und im Kieler Schloss Residenz nehmen.
1725 heiratete er Anna, die Tochter des russischen Zaren Peter I. der Große. Schon 1727 stirbt Anna bei der Geburt ihres Sohnes Karl-Peter-Ullrich von Gottorp.
Mit diesem Sohn setzte sich in rein deutscher Linie die russischen Dynastie Romanow-Holstein-Gottorp fort.
Wieso und weshalb will ich kurz mit ein paar Daten aus der Geschichte Russlands beschreiben.
Um 800 hatten sich an der Fernstraße nach Byzanz am Dnjepr, Waräger Wikinger aus Schweden niedergelassen, ihr Stamm nannte sich auch Rus (aus Rus entstand später der Name Russland).
860 gründete der Waräger Fürst Rurik das spätere russische Reich. Zuerst die Länder Nowgorod und Kiew, dann den Kiewer Staat, aus dem sich Russland entwickelte. Die Dynastie der Rurikiden endete 1593.
Doch 1613 kam aus einer anderen Linie der Rurikiden Fürst Michael Romanow mit 16 Jahren auf den Zarenthron. Damit begann die Dynastie der Romanows, die 1917 mit dem Tod der Zarenfamilie endete. Bekannt ist vor allen Dingen Zar Peter I. der Große aus dem Hause Romanow. Er fand die Verbindung zu Westeuropa, holte Fachleute und Siedler nach Russland und brachte so sein Land aus der Isolation.
Das nur zur Erläuterung, um die Zusammenhänge besser verstehen zu können.
Zarin Elisabeth, die zweite Tochter Peter I. bestieg 1741 den Thron von Russland. Kurze Zeit später holte sie ihren Neffen, den gerade 15-jährigen Karl-Peter-Ulrich von Gottorp-Holstein nach Petersburg.
Sie erklärte den Großfürsten Peter zu ihrem Erben, und suchte auch gleich eine Frau für ihn aus. Ihre Wahl fiel auf Sophia, Auguste Friederike von Anhalt Zerbst, die 1729 in Stettin zur Welt kam. Sophia war die Cousine von Peter; denn ihre Mutter war eine Prinzessin aus dem Zweig Holstein Gottorp aus Eutin. Sophia und Peter hatten sich bereits vor Jahren in Eutin kennengelernt. Das Paar heiratete 1745, sie 16-jährig, er 18. Aus Sophia wurde Katharina, die spätere Katharina II. die Große. Trotzdem die beiden kein gutes Verhältnis miteinander hatten, kam 1754 der einzige Sohn Paul zur Welt. Beide hatten so verschiedene Ansichten, die nicht überbrückbar waren.

Morgen geht es weiter. Ein besonders spannendes Kapitel wie ich finde, nachdem Zar Peter III. nach dem Tod der Zarin Elisabeth den Thron bestieg, um später die verlorenen Anteile Schleswig-Holsteins zurückzugewinnen.













