Wir sind am Sachsenhain angelangt. Ein Ort, der viel zu erzählen hat, und wo wir uns über die Aushänge (die Version) der evangelischen Kirche zur „Geschichte“ so einige Gedanken machen.

Sachsenhain: Auch bekannt unter Blutgericht Karls des Großen in Verden, wo im Jahre 782 4.500 Sachsen hingerichtet wurden.
Nachdem wir den Sachsenhain bei Verden besucht haben, fiel mir in Bezug auf des dort geschilderten Verlaufs durch die evangelische Kirche ein Zitat ein: „Man sollte die Geschichte kennen, ehe man beginnt sie zu fälschen. Denn sonst setzt man sich sehr früh dem Gelächter der Wissenden aus“.

Ein Syndikat, dass mehr Blut an den Händen hat, als es eine Geschichte je erfassen kann, ein Syndikat, dass im Namen Gottes gegeißelt, gemordet und geschlachtet hat, schwingt unter der Regenbogenflagge wiederholt das Zepter und lässt die Wahrheit im Abgrund verschwinden. Abgrundtief verachten wir diesen Verein, diese Sekte, die sich anmaßt immer und immer wieder die Geschichte für ihre Zwecke zu fälschen. Dabei ist es gleich, ob evangelisch oder katholisch, der Unterschied liegt lediglich in der Bankverbindung.
Die Sachsenkriege dauerten immerhin 30 Jahre und sind ein düsteres Kapitel in der Regierungszeit Karls des Großen. Es ist ein merkwürdiges christliches Verständnis, das Christentum mit Gewalt und tausenden Opfern sowie Verwüstungen und Deportationen blutig durchzusetzen. Denn tatsächlich ging es Karl in diesem Fall eher um die Religion als um machtpolitische Expansion.
Entlang der Steine, bestürzt uns die Vorstellung, dass das Wasser der Aller im Jahr 782 rot vom Blut der Sachsen gefärbt war.







Die hier aufgestellten 4.500 Steine sollen an das sogenannte “ Verdener Blutgericht “ Karls des Großen erinnern. Dabei wurden im Jahre 782 in Verden an der Aller zur Rache für die während der karolingischen Sachsenkriege erlittene militärische Niederlage sächsische Geiseln hingerichtet.
Auf den Bildern unten, seht ihr die gehisste Regenbogenflagge der evang. Kirche über dem Sachsenhain und den Aushang mit den typisch propagierten Elementen in Verbindung mit dem Nationalsozialismus So lenkt man von den eigenen Schandtaten ab.


Und weiter geht’s:
Vom Sachsenhain in Verden, vorbei an Megalithgräbern hin zum Heidenopfertisch
Der Heidenopfertisch in der Nähe von Dötlingen verbreitet eine außergewöhnliche Atmosphäre. Man möchte hier stundenlang innehalten. Es ist wie ein Bann, ein Zauber, der über uns liegt. Sind wir unseren Ahnen vielleicht näher, als wir anzunehmen vermögen?






Anschließend besuchen wir noch das beschauliche Dörfchen Dötlingen. Vielleicht das schönste Dorf der Wildeshauser Geest. Hier stehen noch zahlreiche alte, reetgedeckte Fachwerkäuser. Das auffälligste ist der Tabkenhof, Niedersachsens größtes niederdeutsches Hallenhaus.
Gleich gegenüber steht die 14 Meter hohe Dötlinger Dorfeiche. Ihr Alter wird auf über 1000 Jahre geschätzt. Man geht davon aus, dass dies ein ehemaliger Versammlungsplatz gewesen sei. Darauf lassen auch die Findlinge schließen.






Ein wirklich beschauliches Dörfchen. Doch für unser Empfinden, heute einfach zu viele Menschen
So jetzt aber: Heimreise
Ein Fazit: Was haben wir auf unserer letzten Reise gelernt?
Zum einen sind wir irritiert über die wenigen Wegweiser, die zu einem solchen Ort führen, der unser kulturelles Erbe, nämlich das der Germanen behandelt. Man muss lange suchen. Im Vergleich dazu ist das römische Museum in Xanten in aller „Ohren“.
Zum anderen schlug uns auf dem Rundgang durch das Museum Bederkesa dieses über Jahrhunderte geformte Gedankengerüst „Nur durch die Römer kamen andere Völker zu Wohlstand“ immer wieder entgegen. Was uns auch ärgert. Schaut man genauer hin, wird man anderes feststellen. Und doch assoziiert man die Entwicklung und den Fortschritt der Germanen bis in die heutige Zeit mit dem Einfluss der Römer.
Es geht nicht darum, das alte Germanien zu idealisieren oder gar zu glorifizieren,
vielmehr ist es das Bewusstsein darüber zu erlangen, dass sich die germanischen Stämme als ein gesundes, starkes, geistig und körperlich gut organisiertes, sittlich frisches und kräftiges Volk in Verhältnissen bewegte, welche aus der waldursprünglichen Barbarei bereits entschieden herausgearbeitet waren und die fruchtbarsten Keime weiterer Entwicklungen in sich trugen.
„Die meisten Funde sprechen gegen eine Herkunft aus dem römischen Gebiet. Unter anderem auch darum, weil sowohl von Süden nach Norden, aber auch von Osten nach Westen ausgerichtete Gräber zu verzeichnen sind. Überdies sind Hockergräber und Bestattungen in Booten dem römischen Totenkult fremd. Diese Behandlung der Verstorbenen ist nur aus den Räumen Germaniens bekannt.
Die Geschichte Roms war damals die der Welt. Unserer Vorfahren erstes Auftreten bildete zu einer verhängnisvollen Zeit eine Episode der römischen Geschichte. Wütende Parteikämpfe erschütterten das riesenhafte Gebäude, welches römische Kriegs- und Staatskunst errichtet hatte, bis in seine Grundfesten.
Die Stämme der Germanen waren definitiv in ihrem Tun weitaus gefestigter und in ihrer gesamten Entwicklung weitaus fortgeschrittener als man uns wissen lassen möchte. Sie setzten lediglich andere Prioritäten.
Der Widerstand, den die Römer durch Armin erfahren, war übrigens von nachhaltiger Wirkung, welcher durch die Freiheitskämpfe der niederrheinischen Völkerschaften unter der Führung des Civilis (69 n. Chr.) noch erhöht wurde. Seitdem war an die Unterwerfung des ganzen Deutschlands nicht mehr zu denken, obwohl die Römer in den südlichen und westlichen Grenzmarken die ganze Kaiserzeit hindurch den alten Ruhm ihrer Waffen aufrechtzuerhalten suchten.
Will man sich von dem Zustande einer menschlichen Gesellschaft zu einer bestimmten Zeit eine richtige Vorstellung bilden, so ist es zuvörderst von Wichtigkeit, festzustellen, aus wie vielen Personen diese Gesellschaft etwa bestanden habe. Leider aber fehlen uns die Mittel, die Einwohnerzahl von Altdeutschland auch nur annähernd zu bestimmen.
Welche Zahl aber immer die Bewohnerschaft Germaniens erreicht, eine geschlossene Masse, einen Gesamtstaat bildete sie nicht.
Die einzelnen Stämme waren unter sich an Volkszahl und Macht sehr verschieden. Nur große, allgemeine Gefahr vermochte die getrennten, meist miteinander in Fehde lebenden etwann zu gemeinschaftlichem Handeln zu vereinigen.
Vielleicht ein Umstand, der uns Deutschen bis heute im Weg steht.
Die Genesis der deutschen Stämme in älterer und ältester Zeit genau zu bestimmen und nachzuweisen, ist eine bare Unmöglichkeit. Hierüber, wie über noch gar viele Punkte des germanischen Altertums wird der gelehrte Streit nie zur Ruhe kommen. Die einzelnen Stämme waren unter sich an Volkszahl und Macht sehr verschieden.
Die Schriftsteller der Alten stimmen darin überein, daß sie in den Germanen ein Volk von hoher Eigentümlichkeit in physischer und moralischer Beziehung anerkennen.“
————————————————————
Quelle:
- Flyer des Museums Bederkesa
- Verschiedene Ausstellungsobjekte des Museums Bederkesa als private Aufnahmen
- Textauszüge aus dem Ersten Kapitel – die Vorzeit (Weltgeschichte von Ullstein & Co Berlin)
- Quelle:
- Die Bilder sind private Aufnahmen aus dem Museum Bederkesa.
- Einzelne Textstellen, beruhen auf den jeweiligen Informationen mit entsprechen Info-Tafeln des Museums.








































































































































