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Klara Fall: das glaube, wer mag

  • Von Sachsenkriegen und dem Blutgericht, von einem Fluss, der sich vom Blut der Sachsen rot färbte, und von einem zauberhaften Dörfchen mit einer über 1000 Jahre alten Eiche

    Mai 3rd, 2023

    Wir sind am Sachsenhain angelangt. Ein Ort, der viel zu erzählen hat, und wo wir uns über die Aushänge (die Version) der evangelischen Kirche zur „Geschichte“ so einige Gedanken machen.

    Sachsenhain: Auch bekannt unter Blutgericht Karls des Großen in Verden, wo im Jahre 782 4.500 Sachsen hingerichtet wurden.

    Nachdem wir den Sachsenhain bei Verden besucht haben, fiel mir in Bezug auf des dort geschilderten Verlaufs durch die evangelische Kirche ein Zitat ein: „Man sollte die Geschichte kennen, ehe man beginnt sie zu fälschen. Denn sonst setzt man sich sehr früh dem Gelächter der Wissenden aus“.

    Ein Syndikat, dass mehr Blut an den Händen hat, als es eine Geschichte je erfassen kann, ein Syndikat, dass im Namen Gottes gegeißelt, gemordet und geschlachtet hat, schwingt unter der Regenbogenflagge wiederholt das Zepter und lässt die Wahrheit im Abgrund verschwinden. Abgrundtief verachten wir diesen Verein, diese Sekte, die sich anmaßt immer und immer wieder die Geschichte für ihre Zwecke zu fälschen. Dabei ist es gleich, ob evangelisch oder katholisch, der Unterschied liegt lediglich in der Bankverbindung.

    Die Sachsenkriege dauerten immerhin 30 Jahre und sind ein düsteres Kapitel in der Regierungszeit Karls des Großen. Es ist ein merkwürdiges christliches Verständnis, das Christentum mit Gewalt und tausenden Opfern sowie Verwüstungen und Deportationen blutig durchzusetzen. Denn tatsächlich ging es Karl in diesem Fall eher um die Religion als um machtpolitische Expansion.

    Entlang der Steine, bestürzt uns die Vorstellung, dass das Wasser der Aller im Jahr 782 rot vom Blut der Sachsen gefärbt war.

    Die hier aufgestellten 4.500 Steine sollen an das sogenannte “ Verdener Blutgericht “ Karls des Großen erinnern. Dabei wurden im Jahre 782 in Verden an der Aller zur Rache für die während der karolingischen Sachsenkriege erlittene militärische Niederlage sächsische Geiseln hingerichtet.

    Auf den Bildern unten, seht ihr die gehisste Regenbogenflagge der evang. Kirche über dem Sachsenhain und den Aushang mit den typisch propagierten Elementen in Verbindung mit dem Nationalsozialismus So lenkt man von den eigenen Schandtaten ab.

    Und weiter geht’s:

    Vom Sachsenhain in Verden, vorbei an Megalithgräbern hin zum Heidenopfertisch   

    Der Heidenopfertisch in der Nähe von Dötlingen verbreitet eine außergewöhnliche Atmosphäre. Man möchte hier stundenlang innehalten. Es ist wie ein Bann, ein Zauber, der über uns liegt. Sind wir unseren Ahnen vielleicht näher, als wir anzunehmen vermögen?

    Anschließend besuchen wir noch das beschauliche Dörfchen Dötlingen. Vielleicht das schönste Dorf der Wildeshauser Geest. Hier stehen noch zahlreiche alte, reetgedeckte Fachwerkäuser. Das auffälligste ist der Tabkenhof, Niedersachsens größtes niederdeutsches Hallenhaus.

    Gleich gegenüber steht die 14 Meter hohe Dötlinger Dorfeiche. Ihr Alter wird auf über 1000 Jahre geschätzt. Man geht davon aus, dass dies ein ehemaliger Versammlungsplatz gewesen sei. Darauf lassen auch die Findlinge schließen.

    Ein wirklich beschauliches Dörfchen. Doch für unser Empfinden, heute einfach zu viele Menschen

    So jetzt aber: Heimreise

    Ein Fazit: Was haben wir auf unserer letzten Reise gelernt?

    Zum einen sind wir irritiert über die wenigen Wegweiser, die zu einem solchen Ort führen, der unser kulturelles Erbe, nämlich das der Germanen behandelt. Man muss lange suchen. Im Vergleich dazu ist das römische Museum in Xanten in aller „Ohren“.

    Zum anderen schlug uns auf dem Rundgang durch das Museum Bederkesa dieses über Jahrhunderte geformte Gedankengerüst „Nur durch die Römer kamen andere Völker zu Wohlstand“ immer wieder entgegen. Was uns auch ärgert. Schaut man genauer hin, wird man anderes feststellen. Und doch assoziiert man die Entwicklung und den Fortschritt der Germanen bis in die heutige Zeit mit dem Einfluss der Römer.

    Es geht nicht darum, das alte Germanien zu idealisieren oder gar zu glorifizieren,

    vielmehr ist es das Bewusstsein darüber zu erlangen, dass sich die germanischen Stämme als ein gesundes, starkes, geistig und körperlich gut organisiertes, sittlich frisches und kräftiges Volk in Verhältnissen bewegte, welche aus der waldursprünglichen Barbarei bereits entschieden herausgearbeitet waren und die fruchtbarsten Keime weiterer Entwicklungen in sich trugen.

    „Die meisten Funde sprechen gegen eine Herkunft aus dem römischen Gebiet. Unter anderem auch darum, weil sowohl von Süden nach Norden, aber auch von Osten nach Westen ausgerichtete Gräber zu verzeichnen sind. Überdies sind Hockergräber und Bestattungen in Booten dem römischen Totenkult fremd. Diese Behandlung der Verstorbenen ist nur aus den Räumen Germaniens bekannt.

    Die Geschichte Roms war damals die der Welt. Unserer Vorfahren erstes Auftreten bildete zu einer verhängnisvollen Zeit eine Episode der römischen Geschichte. Wütende Parteikämpfe erschütterten das riesenhafte Gebäude, welches römische Kriegs- und Staatskunst errichtet hatte, bis in seine Grundfesten.

    Die Stämme der Germanen waren definitiv in ihrem Tun weitaus gefestigter und in ihrer gesamten Entwicklung weitaus fortgeschrittener als man uns wissen lassen möchte. Sie setzten lediglich andere Prioritäten.

    Der Widerstand, den die Römer durch Armin erfahren, war übrigens von nachhaltiger Wirkung, welcher durch die Freiheitskämpfe der niederrheinischen Völkerschaften unter der Führung des Civilis (69 n. Chr.) noch erhöht wurde. Seitdem war an die Unterwerfung des ganzen Deutschlands nicht mehr zu denken, obwohl die Römer in den südlichen und westlichen Grenzmarken die ganze Kaiserzeit hindurch den alten Ruhm ihrer Waffen aufrechtzuerhalten suchten.

    Will man sich von dem Zustande einer menschlichen Gesellschaft zu einer bestimmten Zeit eine richtige Vorstellung bilden, so ist es zuvörderst von Wichtigkeit, festzustellen, aus wie vielen Personen diese Gesellschaft etwa bestanden habe. Leider aber fehlen uns die Mittel, die Einwohnerzahl von Altdeutschland auch nur annähernd zu bestimmen.

    Welche Zahl aber immer die Bewohnerschaft Germaniens erreicht, eine geschlossene Masse, einen Gesamtstaat bildete sie nicht.

    Die einzelnen Stämme waren unter sich an Volkszahl und Macht sehr verschieden. Nur große, allgemeine Gefahr vermochte die getrennten, meist miteinander in Fehde lebenden etwann zu gemeinschaftlichem Handeln zu vereinigen.

    Vielleicht ein Umstand, der uns Deutschen bis heute im Weg steht.

    Die Genesis der deutschen Stämme in älterer und ältester Zeit genau zu bestimmen und nachzuweisen, ist eine bare Unmöglichkeit. Hierüber, wie über noch gar viele Punkte des germanischen Altertums wird der gelehrte Streit nie zur Ruhe kommen. Die einzelnen Stämme waren unter sich an Volkszahl und Macht sehr verschieden.

    Die Schriftsteller der Alten stimmen darin überein, daß sie in den Germanen ein Volk von hoher Eigentümlichkeit in physischer und moralischer Beziehung anerkennen.“

    ————————————————————

    Quelle:

    • Flyer des Museums Bederkesa
    • Verschiedene Ausstellungsobjekte des Museums Bederkesa als private Aufnahmen
    • Textauszüge aus dem Ersten Kapitel – die Vorzeit (Weltgeschichte von Ullstein & Co Berlin)
    • Quelle:
    • Die Bilder sind private Aufnahmen aus dem Museum Bederkesa.
    • Einzelne Textstellen, beruhen auf den jeweiligen Informationen mit entsprechen Info-Tafeln des Museums.

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  • Bederkesa, Fallward, Feddersen Wierde– auf der Suche nach Identitäten: Volk, Stamm und Kultur

    Mai 3rd, 2023

    Auf dieser Reise befinden wir uns in der Nähe altsächsischer Grabhügel, inmitten einer der ältesten germanischen Siedlungen, nahe dem Moor und einer Burg, die wertvolle Funde bewahrt. Vielleicht sind es magere Reste, und doch von großer Bedeutung. Wir haben uns auf den Weg gemacht.

    Altsachsen – ein Streifzug durch die Frühgeschichte

    Die westliche Küstenregion im heutigen Schleswig-Holstein gilt historisch als Keimzelle des sächsischen Stammes und ist auch für die sächsischen Expansionen nach England und auf den Kontinent wichtig.

    Westlich der alten Marschregion, liegt angrenzend und nahezu halbkreisförmig um Sievern /Holßel angeordnet, eine Kette von Wurtensiedlungen, darunter die Feddersen Wierde und die Fallward bei Wremen. Letztere ist besonders hervorzuheben, weil zu ihr ein Gräberfeld mit Urnen- und Körperbestattungen gehörte. Neben ungewöhnlichen Grabkonstruktionen (unter anderem ein Bootsgrab) enthielt es auch einzigartige Holzobjekte mit Kerbschnittdekor der ersten Hälfte des 5. Jahrhunderts u. Z.

    Vorweg gebe ich eine Einschätzung zu den gewonnenen Eindrücken der Funde bei Bederkesa: Ich kenne Xanten mit seinem Archäologischen Park und dem riesigen Museum sehr gut – dort findet man einiges über die Römer, gewiss hochinteressant.

    Aber das, was ich heute, hier in und rund um Bederkesa gesehen und erfahren habe, finde ich tatsächlich beeindruckender. Vielleicht weil es unsere Geschichte widerspiegelt, weil es das ist, was uns ausmacht. Weil es unser kulturelles Erbe ist.

    Der Thron aus der Marsch ist der Nachweis von sogenannten Klotzstühlen wie sie auf der Fallward zur Ausgrabung kamen. In dem Fall ist es ein reich beschnitzter Klotzstuhl, er gehört zu den bekanntesten Stücken.

    Doch wo liegt eigentlich dieses Bederkesa?

    Der Ort liegt inmitten des Elbe-Weser-Dreiecks. Hier erleben wir gut 100 000 Jahre Geschichte, angefangen bei den Neandertalern in der Altsteinzeit über seltene Möbel der Sachsen bis zur Errichtung der Burgen im Mittelalter.

    Gleich drei Ausstellungen belegen eine reiche Kulturlandschaft zwischen Geest, Marsch, Moor und Wattenmeer – vier unterschiedliche Landschaftsformen, die den Menschen prägte und vom Menschen geprägt worden sind.

    Unsere Wanderung durch das Dorumer Moor – einfach fabelhaft!

    Mal abgesehen von der mächtigen historischen Bedeutung der Region, ist es hier traumhaft schön. Auf knapp 10 Kilometer Wegstrecke sind uns zudem gerade mal fünf Seelen begegnet. Davon eine Pferdekutsche mit drei Menschlein. Wenn man sich auf das Wesentliche im Leben besinnen möchte, ist man hier goldrichtig. Ein Kraftort am Moor vor den Grabhügeln unserer Vorfahren. Eine fabelhafte Atmosphäre und später unser Wissen bestätigt, wie weit fortgeschritten die Germanen waren. Nur mag man das lieber nicht an die „große Glocke“ hängen. Und so bleibt dieser Ort noch vielen unbekannt.

    Ihr seht nur eine kleine Ausbeute – rund um Bederkesa, bei Sievern, am Dorumer Moor, Feddersen Wierde. Der tatsächliche Blick auf die Hügel lässt sich über Fotos nur schwer darstellen.

    Doch zurück zu den Funden

    Wir entdecken die Replik eines Dolches aus Wanna. Dieser aus einem Grabhügel stammende Vollgriffdolch zählt zu den prunkvollsten Metallfunden der Bronzezeit aus der Region. Das Original befindet sich im Niedersächsischen Landesmuseum in Hannover.

    Auch das ausgestellte Gewebe aus Schafwolle in einer Kombination aus Diamant – und Spitzkarokörper erfährt Aufmerksamkeit. Die Gewebebindung erzeugt eine auffällige Ornamentik. Farbstoffanalysen konnten belegen, dass die heute dunkelbraun wirkenden Fäden ursprünglich eine leuchtend blaue Farbe besaßen. Gefärbt wurden die Fäden mit Färberwald, einer damals bereits in Gebieten des heutigen Nordwestdeutschlands kultivierten Färberpflanze. (Datierung etwa Mitte des 1. Jahrhunderts.)

    Am Beispiel der Wurt „Feddersen Wierde“ bei Wremen konnten wir erleben wie die Marschbewohner im ersten Jahrhundert v. u. Z. bis in das sechste Jahrhundert u. Z. gelebt, Häuser gebaut und produziert haben.

    Auch das Bestattungsritual des germanischen Volkes hinterlässt bemerkenswerte Eindrücke

    So möchte ich an dieser Stelle explizit auf die Achtung und Ehrung der Toten eingehen und auf die damit verbundenen Bestattungsrituale.

    Auf den Bildern seht ihr Teile der Grabausstattungen, wie die eines jungen Mädchens und eines Mannes aus dem 5. Jahrhundert. Das Grab eines Kindes fand man nur wenige Meter von dem Bootsgrab entfernt. Es gehört zu den aufwendig ausgestatteten Gräbern der Fallward. Beigesetzt war das Mädchen in einem gut erhaltenen Sarg.

    An den Sarg angelehnt fand sich der kleine Hocker, der aus einem Baumstamm gefertigt ist. Die habkreisförmigen Aussparungen ähneln dem „Thron“ aus dem Bootsgrab.

    Unter weitere Ausstattungen des Grabes fallen eine aufwendige Tracht, ein großer Goldring, zahlreiche Perlen sowie Fibeln als Gewandschließen.

    Ihr seht auch Spaltbohlen aus dem Mädchengrab. Die Hölzer lagen wie ein Andreaskreuz über der Grabkammer.

    Die Achtung und Ehrung der Toten stellt sich mit der anhebenden Kultur überall ein. Auch in Altgermanien war sie vorhanden. In der vorhistorischen Zeit scheint das Vergraben der Leichname die üblichere Art der Bestattung gewesen zu sein, wie sie später, nach der Bekehrung unserer Ahnen zum Christentum, die ausschließliche wurde. Beim Beginne der geschichtlichen Zeit erscheint das Verbrennen der Toten als die herrschende Sitte. Die älteste historische Bezeugung gibt Tacitus in der Germania.

    »Mit den Toten machen sie nicht viele Umstände. Doch wird darauf gehalten, daß zur Verbrennung der Leichname vornehmer Männer gewisse Arten von Holz verwendet werden. Gewänder und Spezereien werden nicht auf den Holzstoß getan, wohl aber die Waffen des Mannes und mitunter auch sein Roß. Ein Rasenhügel markiert die Grabstätte der Asche. Vom mühsamen Auftürmen stattlicher Denkmäler wollen sie nichts wissen; solche, meinen sie, beschwerten nur die Toten. Wehklagen und Tränen lassen sie bald, nicht aber das Leid und die Trauer.

    Die Gräber wurden mit reichen Beigaben aus organischen Materialien bedacht, für einen guten Start im nächsten Leben.

    Lassen wir die Bilder sprechen:

    Was für ein wundervoller und ereignisreicher Tag. Die Eindrücke sind mächtig und wirken nachhaltig.

    Der Abend bricht an: Wir schreiben den 30. April. Viele Menschen finden sich heute zusammen, um zu feiern. Doch was feiern wir da eigentlich? Walpurgis/Beltane war das Siegfest der Sonne im Jahreskreis. Ein Freudenfest des Lebens, der Fruchtbarkeit, der Vereinigung der Zeugung und des Sieges des Sommers über den Winter.

    Jeder genießt und feiert diesen Übergang auf seine Weise.

    Wir stehen mit unserem Wohnmobil im Wald, auf einem kleinen, unscheinbaren Parkplatz vor einer Lichtung und genießen die Natur in ihrer Stille, verinnerlichen das Erlebte und lauschen dem Flüstern der Bäume nach.

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    Quelle:

    • Flyer des Museums Bederkesa
    • Verschiedene Ausstellungsobjekte des Museums Bederkesa als private Aufnahmen
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    • Die Bilder sind private Aufnahmen aus dem Museum Bederkesa.
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  • Vom Monat Mai, von Blumen und Liebe, vom erhabenen Inbild der Frau und von dunklen Mächten

    April 27th, 2023

    Der Monat Mai: nordisch „Eggtio“, angelsächsisch „Thrimilchi“ und altfränkisch „Wonnemond“ – was wissen wir über den Mai?

    Was den meisten unter uns wohl so bekannt ist: Benannt wurde der Monat nach der römischen Pflanzengöttin Maia und dem Wettergott Maius, den Gebieter über Regen, Blitz und Donner.

    Nach dem germanischen Ursprung bedeutet Mai „jung“. In der altdeutschen Sprache wurde zum Mai auch „Winnimonath“ gesagt, was so viel wie Weidemonat heißt: Das Vieh wurde dann auf die Wiesen getrieben. Später entstand daraus der „Wonnemonat“.

    Doch ist er noch so viel mehr. Der Mai ist ein Liebes- und Blumenmonat, in dem sich die Frühlingsgefühle der Menschen, Tiere und Pflanzen auf dem Höhepunkt befinden.

    Und noch etwas bewahrt dieser Monat: Er versinnbildlicht ein erhabenes Inbild der verehrungswürdigen Frau schlechthin. So bezieht sich auch das Liedgut – der Minnesang des Hochmittelalters – auf die verehrungswürdigen Frauen. Es ist eben der Monat Mai, der den Sänger zu höchster Lust und Liebe beflügelt. Man möchte annehmen, die Minnelieder hätten auch ihren Ursprung in alten Preisliedern auf eine heidnische Göttin, die im Frühling besonders verehrt wurde.

    Das war noch zu Zeiten, als die Stellung der Frau eine Bessere war. Die meisten unter uns wissen nur allzu gut, welchen Wert die Frau im Namen Gottes und unter der Allmacht der Kirche erfahren hat. Abgesehen von der schleichenden Entrechtung: Erst durch die Einordnung der Hexe in das von der Kirche gepredigte Muster von schwarzem Zauber und Teufelspakt konnte sich der Hexenglaube im Volk zu einer breitangelegten Hexenverfolgung ausweiten, die über hundert Jahre lang in deutschen Landen umging.

    Unter dem „heiligen Kreuz“, verlor die Frau mehr und mehr ihrer Rechte.

    Unter Germanen jedoch, ist das Wort der Frau heilig!

    Denn die Germanen glauben in den Frauen sei etwas Heiliges und Vorhersehendes. Deshalb verschmähen sie weder Ratschläge noch vernachlässigen sie ihre Antworten (aus Tacitus „Germania“)

    Und noch eine kurze Info über die Erwähnung des ersten Maibaums:

    Untrennbar mit der Walpurgisnacht verkettet ist der darauffolgende Tag, der erste Mai, der bis heute für Maiwanderungen, Maibäume und Liebesbräuche bekannt ist. Die erste Erwähnung eines Maibaums findet sich für das Jahr 1224 in Beschwerden des Mönches Caesarius von Heisterbach über das heidnische Treiben in Aachen.

    (nachzulesen in seinem Dialogus miraculorum)

    —————————-

    Textquelle: Iwobrand, Urquellen germanischen Heidentums.

    Fotos: Pixabay

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  • Aus dem Reich der Sagen und Fabeln (nordische Mythologie) – Vom Anfang der Welt

    April 27th, 2023

    Segenspendend und Licht schenkend schreitet Baldur, der Gott der Frühlingssonne, der für das Gute und Gerechte kämpft, über die Erde. Sein Bruder ist der blinde Hödur, der Gott des Winters, der Finsternis und Kälte. Niemand liebt ihn, und überall, wo er herrschen darf, erstickt das Leben.

    Odins Bruder Loki, der Gott des Feuers, das die Leichen verzehrt, zeigt wankelmütigen, oft tückischen Sinn und hält es bald mit den Asen, bald mit den Riesen, die im rauhen Nordland hausen und den Frieden in der Welt zu stören trachten; der Fenriswolf und die Midgardschlange sind Lokis furchtbare Kinder.

    Ein alter Wahrspruch kündete den Asen, daß der Wolf Fenris ihren Untergang herbeiführen werde. Da fesselten die Götter ihn mit List, banden das Untier an einen Felsen im Meer und sperrten ihm den Rachen mit einem Schwert. Schauerlich heulte der Wolf in Schmerz und Wut. Am Tage der Götterdämmerung aber wird er sich befreien und gegen die Asen kämpfen, ebenso wie die Midgardschlange, die auf dem Grunde des Meeres ruht und die ganze Erde mit ihrem Leib umschlingt.

    In der Mitte von Asgard steht Yggdrasil, die immergrünende Weltesche, die mit ihrer Krone hoch über das Himmelsgewölbe hinausragt und ihre Äste über die ganze Welt hin breitet und mit ihren Wurzeln die Hel, das Reich der Gewesenen, deckt. Am Urdbrunnen, an dem die Esche steht, wohnen die Nornen, sie heißen Urd, Werdandi und Skuld und wissen um das Schicksal aller Götter und Menschen. Denn niemand sonst kennt ganz das zukünftige Geschick, selbst Odins Wissen ist Stückwerk.

    Nicht immer wird Yggdrasil grünen, denn Nidhogg, der Drache, nagt an ihren Wurzeln, und einst wird der Tag kommen, da die Weltesche welken muß. Dann bricht Ragnarök, der Tag der Götterdämmerung, über Asgard herein; der Fenriswolf reißt sich von seinen Fesseln los, die Midgardschlange erhebt sich aus dem Meer, und die Riesen kommen, Götter und Helden sammeln sich zum letzten Kampf. Dann werden Asgard und Midgard vergehen, und alles Leben erlischt.

    ——————————————————————————-

    Text- und Bildquelle: Projekt Gutenberg, Nordische Sagen

                                       Walhalla, die Götterwelt der Germanen (E. Doepler & W. Ranisch

                                        pixabay

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  • Mecklenburg: Wo die Seen kleine Meere sind, wo das Land ins Meer wächst; von Otto und Heinrich, Herzögen und Königen – vom Ursprung bis in die Gegenwart

    April 27th, 2023

    Teil II

    Wo sind wir zuletzt stehen geblieben? Ach ja:

     Das heutige Gebiet der beiden Großherzogtümer Mecklenburg, war, nach einer germanischen Urperiode, in der karolingischen Zeit ein slawisches Land geworden, welches nach und nach von den benachbarten deutschen Gebieten aus dem Germanentum, besonders durch die siegreiche Hand des Sachsenherzogs, Heinrich des Löwen, wiedergewonnen wurde.

    Die von Heinrich dem Löwen eingeleitete Nord- und Nordostsiedlung setzte sich im nächsten Jahrhundert fort. Immer mehr Menschen aus Niedersachsen, Westfalen, Flandern und aus den anderen alten Reichsländern kamen nach Mecklenburg und in die nordöstlichen Gebiete des Reiches. So entstanden bis zum Ende des 14. Jahrhunderts durch den Fleiß der deutschen Siedler viele Orte.

    Die Landwirtschaft, der Handel und das Handwerk blühten auf. Oder wie man heute sagen würde, alles brachte Gewinn.

    Die wohlhabenden Städte schufen die Voraussetzung für die Hansestädte. Die slawische Sprache war um 1400 ausgestorben. (Unter Kaiser Karl IV. aus dem deutschen Hause Luxemburg wurde Mecklenburg 1348 Herzogtum und 1815 Großherzogtum. 1918 kam für das Haus Mecklenburg das Ende.

    Die planmäßigen Gründungen der Städte kann man heute noch am Aufbau der Orte erkennen. Quadratischer Marktplatz mit Rathaus und gegenüber dem Rathaus die Kirche. Übrigens in Schlesien stand das Rathaus meistens in der Mitte des Marktes bzw. des Ringes.

    Heute besuchen viele Touristen Mecklenburg.

    Eine schöne Landschaft mit vielen Seen, Hügeln, Wäldern und Stränden lockt die Besucher an. So erinnern eine Anzahl Gutshöfe, Herrensitze, Schlösser und alte Backsteinbauten an vergangene Zeiten.

    Was im Krieg nicht zerstört wurde, hat sich im Laufe über 50 Jahre zu Ruinen verwandelt. Erst 1990 begann die Restaurierung und der Wiederaufbau und langsam blühte die Landschaft mit ihren historischen Bauten wieder auf.

    Heute schlendern wir mit bewundernden Blicken durch die Straßen und Gassen der Hansestädte Wismar und Schwerin und verweilen an schönen Plätzen.

    Schwerin, der herrschaftlichen Stadt in idyllischer Lage und dem beschaulichen Wismar widme ich ein extra Kapitel.

    Mecklenburg: Wo die Seen kleine Meere sind, wo das Land ins Meer wächst; von Otto und Heinrich, Herzögen und Königen – vom Ursprung bis in die Gegenwart

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  • Mecklenburg: Wo die Seen kleine Meere sind, wo das Land ins Meer wächst; von Otto und Heinrich, Herzögen und Königen – vom Ursprung bis in die Gegenwart

    April 25th, 2023

    Teil I

    Bald bricht wieder die Zeit heran, in der die Menschen in Scharen ans Meer ziehen. Deutschlands begnadete Lage an der wundervollen Ostsee ist bekannt und so machen sich zahlreiche Sonnen-, als auch Badehungrige gen Norden auf den Weg.

    Der Weg dorthin führt über Mecklenburg. Doch wer von euch kennt eigentlich Mecklenburg? Also ich meine das Mecklenburg in seiner geschichtlichen und kulturellen Entwicklung.

    So viel sei verraten: Mecklenburg bewahrt wie sein Nachbar Schleswig-Holstein eine bewegende und spannende Geschichte und ist ähnliche Wege gegangen.

    Die von Kaiser OttoAnfang des 10. Jahrhunderts angelegte Michelenburg, ca. sechs Kilometer südlich von Wismar, gab später dem Land den Namen Mecklenburg.

    Der kleine Ort Michelenburg heißt heute Dorf Mecklenburg. Auf dem ehemaligen Gelände der Burg befindet sich seit dem 19. Jahrhundert ein Friedhof.

    In Mecklenburg, Pommern, Nordschlesien und im Posener und Gnesener Land haben ab ca. 200 v. u. Z. bis 500 n. u. Z. Burgunder, ein Stamm der Ostgoten gelebt. Sie rodeten den Wald, schufen kleine Ansiedlungen, betrieben Ackerbau-Viehwirtschaft und Jagd und befassten sich mit dem Handwerk und der Schmuckherstellung. Nach 700 Jahren verließen sie das Land und nach dem Süden. Zurückgelassen wurden die Hütten, Küchengeräte, Waffen, Kämme, Gürtel, Knöpfe, handwerkliche Gegenstände, oft auch Schmuck und Schriften auf Buchenrinden. Heute belegen diese Funde die sieben Jahrhunderte Anwesenheit der Burgunder in den genannten Ländern.

    Grundsteine für die die späteren Hansestädte werden gelegt

    Slawen folgten den Germanen und nahmen die angelegten Plätze ein. In Mecklenburg waren es die Obotriten, weiter östlich die Luitizen. Die Obotriten und andere slawische Stämme verursachten laufend Auseinandersetzungen mit dem Reich. 955 besiegte zwar Otto I. die Obotriten südlich Wismar, aber die Streitigkeiten waren damit nicht beendet. Erst dem Welfen Heinrich dem Löwen, gelang es, mit seinem Heer die Feindseligkeiten zu beenden. Nicht nur in Mecklenburg, sondern im ganzen Norden des Reiches, wo Heinrich der Löwe seit 1147 herrschte – und dies bis hinter die Oder. Sein Cousin, Kaiser Barbarossa hatte ihm dafür freie Hand gegeben. Um seine Macht nach dem Sieg zu festigen, rief er sofort deutsche Siedler ins Land. Und es kamen Viele. Bauern, Handwerker, Kaufleute. Schon 1160 gründete er die Stadt Schwerin, legte im gleichen Jahr den Grundstein für den Bau des Doms und setzte Gunzelin von Hagen als Graf von Schwerin ein. Er holte Ritter als Burgvögte aus dem Reich. Niklot, der Obodritenfürst war im Kampf gegen Heinrich gefallen. Seinem Sohn Pribislaw überließ Heinrich drei Jahre später einiges Land als Lehen und gab ihm seine Tochter Mechthild zur Frau.

    Damit war die Verbindung im Reich besiegelt.

    Die deutschen Siedler brachten neue, bessere Kenntnisse in der Landwirtschaft mit. Es wurden Wälder gerodet und viele neue Ansiedlungen geschaffen.

    ——-

    Morgen geht’s dann weiter:

    Denn die von Heinrich dem Löwen eingeleitete Nord- und Nordostsiedlung setzte sich im nächsten Jahrhundert fort. Immer mehr Menschen aus Niedersachsen, Westfalen, Flandern und aus den anderen alten Reichsländern kamen nach Mecklenburg und in die nordöstlichen Gebiete des Reiches. So entstanden bis zum Ende des 14. Jahrhunderts durch den Fleiß der deutschen Siedler viele Orte.

    • Infotafel – kurze Zusammenfassung:

    Das heutige Gebiet der beiden Großherzogtümer Mecklenburg, war, nach einer germanischen Urperiode, in der karolingischen Zeit ein slawisches Land geworden, welches nach und nach von den benachbarten deutschen Gebieten aus dem Germanentum, besonders durch die siegreiche Hand des Sachsenherzogs, Heinrich des Löwen, wiedergewonnen wurde.

    Mecklenburg: Wo die Seen kleine Meere sind, wo das Land ins Meer wächst; von Otto und Heinrich, Herzögen und Königen – vom Ursprung bis in die Gegenwart

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  • Seenland im hohen Norden Teil II: Gadebusch, der frühe Tod Theodor Körners und eine Kette reizvoller Naturoasen – ein Klara Fall Ausflugstipp

    April 25th, 2023

    Wir bleiben auf der Strecke Lübeck – Schwerin und besuchen das Städtchen Gadebusch.

    Hier kreuzten sich im Mittelalter die Straßen nach Lübeck, Wismar, Schwerin und Lüneburg.

    Im Ort wurde im 16. Jahrhundert anstelle einer Burg ein Schloss errichtet. Das Rathaus aus dem 14. Jahrhundert mit Gerichtslaube aus dem 17. Jahrhundert gehörte einmal der

    Kaufmannsgilde, dir durch den Handel und die Handelsstraße zu großem Wohlstand kamen.


    Aber Gadebusch war auch zweimal Kriegsschauplatz: 1712 im Nordischen Krieg und 1813 in den Freiheitskriegen gegen Napoleon.

    Nur sieben Kilometer von Gadebusch entfernt liegt Lützow. Das Schloss mit Englischem Garten umgeben, gehörte der Familie von Lützow.

    Major Lützow hatte im März 1813 in Zobten in Schlesien ein Freikorps aufgestellt. Ihm gehörten bekannte Männer der damaligen Zeit an: Joseph von Eichendorff, Friedrich von Friesen, Friedrich Ludwig Jahn und der Dichter Theodor Körner.

    Theodor Körner

    Bei den Kämpfen nahe Gadebusch fand im August 1813 Theodor Körner mit nur 22 Jahren den Soldatentod. Im Wald von Rosenow. Bestattet wurde er im Dorf Wöbbelin. Das Grabmal schmücken symbolisch – Leier und Schwert. Mehrere Denkmäler erinnern an die Schlacht und an den Tod Theodor Körner. Am Ortsausgang von Lützow wurde 1850 ein fünf Meter hoher Granit-Obelisk aufgestellt. Weitere Gedenksteine mit dem Porträt und den Todesdaten des Dichters befinden sich am Rosenberg.

    Theodor Körners Gedicht: „Lützows wilde, verwegene Jagd“ wurde von Carl Maria von Weber vertont.

    In der Region des hohen Nordens lohnt es, zu verweilen. Besuchen wir doch malerische Inselstädte, verträumte Waldseen und streifen durch das Niemandsland.

    In unserem ersten Teil zum „Seenland im hohen Norden“ widmen wir uns Mölln, Ratzeburg und Grevesmühlen – allesamt sehenswerte Städtchen.

    Heute möchte ich euch zu den bewaldeten Hügeln, umgeben von dem tiefsten See Mecklenburgs, dem durch Inselchen und Buchten gegliederten Schalsee entführen. In der Abgeschiedenheit und Ruhe dieser herrlichen Landschaft konnten zahlreiche seltene Tiere und Pflanzen überleben.

    So absurd es klingt: Die innerdeutsche Grenze mit ihren Sperren, Minengürteln, Schussanlagen und dem unzugänglichen Hinterland bildeten eine Zone, in der sich die Natur besonders gut entfalten konnte. Am Schaalsee verlief die Grenze teils am Ufer entlang, teils in der Seemitte, sodass keinerlei Nutzungsmöglichkeiten bestanden. In dieser nur dünn besiedelten Gegend bewahrte der See eine hervorragende Wasserqualität. In den Mooren findet man nach wie vor Schönheiten wie Sonnentau und Wollgras, in den Feuchtgebieten wachsen ungestört außergewöhnliche Orchideenarten und die seltene Blumenbinse.

    Die schönsten Orte der Umgebung seine an dieser Stelle nur kurz erwähnt. In einem weiteren Teil der Erzählungen zum hohen Norden erfahrt ihr mehr über diese Plätze.

    • Utecht beherbergt einen der schönsten Badeplätze.
    • In Schlagdorf thront eine wuchtige Dorfkirche.
    • Techin erinnert wie viele Orte rund um den Schaalsee an slawische Stämme, die sich im frühen Mittelalter hier niederließen.
    • In Einhaus hat das aus gotländischem Korallekalk gemeißelte Radkreuz, hoch über dem Ratzeburger See, sein Geheimnis immer noch nicht preisgegeben.
    • Wohl nirgendwo dichter bewaldet ist es auf einigen Abschnitten der Alten Salzstraße als südwestlich von Mölln.

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  • Ein interessanter Mix aus deutscher Dichtung

    April 24th, 2023

    „An die Deutschen

    Kraft, Freiheit, Glauben! – habt ihr es vernommen?

    Sie sind nicht außer euch, noch in den Dingen.

    Das Herrliche, es kann euch noch gelingen.

    Doch kann es euch nur aus euch selber kommen.

    Seht, eure Stützen sind euch fortgeschwommen,

    Vergebens mit dem Strom der Zeit zu ringen,

    Das Schicksal nicht, nur euch könnt ihr bezwingen,

    Das ist das Ziel der Starken und der Frommen.

    Ihr saht nur Teile stets und nur das Viele,

    Gesammelt wart ihr nie zum Ganzen, Einen,

    Drum ist gekommen, was ihr selbst verschuldet.

    Jetzt rettet euch zum einzigen Asyle,

    Flieht zur Idee, entflieht dem leeren Meinen,

    Das Rechte tut und das Gerechte duldet. „

    (Zacharias Werner)


    „Kein Volk auf der Welt kann an Tapferkeit und Treue die

    Germanen übertreffen!“ (Tacitus)

    Ein Satz, der ungeheuer nachwirkt, wenn man sich dem nur besinnt!


    Mit dem dreißigjährigen Krieg (1618-1648) erlebt das Deutsche Reich einen politischen, wirtschaftlichen und kulturellen Verfall – manche sprechen auch von einem antigermanischen Krieg. Etwa ein Drittel der Bevölkerung kam in jener Zeit ums Leben.

    „An sein Vaterland“, ist ein Gedicht des schlesischen Poeten Johann Christian Günther, das zwischen 1711 und 1723 entstanden ist –, also in der Epoche, welche die Folgen des Krieges noch lange zu tragen hatte.

    Das Gedicht trägt insgesamt acht Strophen, ihr lest einen Auszug mit drei Strophen:

    (Man kommt leider nicht umhin, auch hier gewisse Assoziationen zu treffen).

    „So lebe wohl mit allen Spöttern,

    du ehrmals wertes Vaterland.

    Du trotzest bei so nahen Wettern,

    Ich wünsche dir auch nur Bestand.

    Was hat dir wohl mein Geist zu danken?

    Verfolgung, Schande, Neid und Zanken

    Und Freunde, die kein Flehn gewinnt.

    Ja, müsst ich heute bei den Drachen

    Gefährliche Gesellschaft machen,

    Sie wären gütiger gesinnt.

    Ich komme durch dein scheinbar Lügen

    Um Gönner, Glauben, Ehr und Freund.

    Mein Seufzen kann dich nicht vergnügen,

    solange es auch erbärmlich weint.

    Ha, unbarmherzige Leäne,

    Belohnst du so den Fleiß der Söhne?

    Ist dieses die Erkenntlichkeit

    Vor soviel Wachen und Studieren

    Nur dich mit Nutz und Ruhm zu zieren?

    O falsche Welt, o grobe Zeit!

    Wohlan, so reize selbst die Waffen,

    Die Wahrheit und Verdruss regiert!

    Wer sind die meisten deiner Pfaffen,

    Von welchen all mein Unglück rührt?

    Wer sind sie? Lästrer, faule Bräuche,

    Tartuffen, Zänker, böse Schläuche

    Und Schwätzer so die Wahrheit fliehn,

    Beruf und Gott im Beutel tragen

    Sich täglich um die Kappe schlagen

    Und Weib und Pöbel an sich ziehn.

    Dies sehe ich vor gewisse Zeichen

    Vom Greuel der Verwüstung an:

    Wo Kunst und Weisheit einmal weichen,

    Da ist’s um aller Heil getan!“


    Auszug aus „Vorzüge der Teutschen“ 1785 von Wilhelm Ludwig Wekhrlin

    „Es ist nicht zu Viel gesagt, wenn man behauptet, in eben dem Grad, wie unser Jahrhundert alle vorigen an Aufklärung übertrifft, übertreffe Deutschland alle anderen auch.

    Wir sind zum Exempel, die Ersten, welche auf den Einfall kamen, die Todesstrafen abzuschaffen, und somit einen der erleuchtetsten Grundsätze in der Natur- und Sittenlehre einzuführen. Dann Nichts ist eitler, als dass man über das Recht der Todesstrafe streitet; inmittelst ein sehr einfacher Begriff die Sache entscheidet: sie empört die Natur.

    (Und nichts ist gründlicher und der Entwicklung würdiger, als dieses Argument. Die Todesstrafe empört der Natur, also widerspricht sie dem Naturgesetz, also ist sie falsch).

    Wir sind, die sich zuerst Nationalgesetzbücher gaben, das ist, ihr eigenes Interesse von römischen, gothischen, fränkischen Recht zu unterscheiden wussten. Hierin übertreffen wir die Engländer und Franzosen, deren Jurisprudenz noch durchaus barbarisch ist, bei weitem.

    Wir sind, in jedem Zeitpunkt betrachtet, die Urheber der gereinigten Religion! Insofern wie sie erstlich von den Fesseln Roms, und dann von den Fesseln der Theologie befreit haben.

    Wir haben die Leibeigenschaft abgeschafft, und es liegt nicht an uns, wenn das Sklavensystem in Afrika und Amerika noch nicht aufgehoben ist. Wenigstens sind es Deutsche, die unlängst den Entwurf hierzu in den Staaten Virginien und Neu-Yorck angaben.

    Die Nationalerziehung, dieser grosse Gegenstand, der sich mit Sonnengewalt über ganz Europa verbreitet, ist unser Werk. In diesem Fach sind wir Schöpfer.

    In Deutschland war’s, wo die Tortur und die Hexenprozesse zuerst fielen.“

    _________________________

    Es ist an der Zeit, nein…, längst überfällig, dass die Menschen in diesem Land wieder ein Bewusstsein für ihr Land erlangen.


    „Wild flutet der See,

    Drauf schaukelt den Fischer der schwankende Kahn.

    Schaum wälzt er wie Schnee

    Von grausiger Mitte zum Ufer hinan.

    Wild fluten die Wogen auf Vaterlands Seen, wie schön!

    O tragt mich auf Spiegeln zu Hügeln, Masovias Seen!

    Masovialand, mein Heimatland,

    Masovia lebe, mein Vaterland!

    Wild brauset der Hain,

    Dort spähet der Schütze des Wildes Spur.

    Kühn dringt er hinein,

    Durchwandelt die Wälder, die Felder, die Flur.

    Ihr schwebenden Wolken gedenket doch mein am Hain,

    O führt mich auf Flügeln des Windes zur Heimat ein.

    Der Jugend Hain, der Seen Strand,

    Masovia lebe, mein Vaterland!

    Tal, Hügel und Hain,

    Dort wehen die Lüfte so frei und so kühn.

    Möcht’ immer da sein,

    Wo Söhne dem Vaterland kräftig erblüh’n.

    Da ziehen die Wolken durch Nebel grau, oh schau!

    Dort lächelt auf Seen und Höhen des Himmels Blau.

    O Heimatland, Masovias Strand,

    Masovia lebe, mein Vaterland!“

    Friedrich Dewischeit


    Und noch ein Rückblick in die Zeit zwischen 1914-1918, und auf den eigenen Wert der Deutschen

    Dazu schreibt Oskar Walzel 1915: Schiller und die Deutschen

    Den eigenen Wert der Deutschen erblickte Schiller in seiner sittlichen Größe, erblickte ihn in der Kultur und in dem Charakter des Volkes, der von den politischen Schicksalen unabhängig sei. „Dieses Reich blüht in Deutschland, es ist in vollem Wachsen, und mitten unter den gotischen Ruinen einer alten barbarischen Verfassung bildet sich das Lebendige aus.“

    In rauschenden Versen aber strömt seine Lobpreisung deutscher Kulturarbeit schon im Entwurf dahin:

    „Schwere Ketten drückten alle

    Völker auf dem Erdenballe,

    Als der Deutsche sie zerbrach,

    Fehde bot dem Vatikane,

    Krieg ankündigte dem Wahne,

    Der die ganze Welt bestach.

    Höhern Sieg hat der errungen,

    Der der Wahrheit Blitz geschwungen,

    Der die Geister selbst befreit;

    Freiheit der Vernunft erfechten,

    Heißt für alle Völker rechten,

    Gilt für alle ewge Zeit.

    Und so scheint ihm der Deutsche erwählt vom Weltgeist, während des Zeitkampfs an dem ewigen Bau der Menschenbildung zu arbeiten, erwählt zu bewahren, was die Zeit bringt. Triumphierend kündet er:

    Stürzte auch in Kriegesflammen

    Deutschlands Kaiserreich zusammen,

    Deutsche Größe bleibt bestehn.

    Das war Schillers stolzes Bekenntnis. So entschied sein Gefühl, so rettete er sich vor politischen Schicksalsschlägen in das Bewusstsein an deutscher Kulturarbeit mitgeholfen zu haben und an der Errichtung eines Denkmals das dauernder war als Erz.

    ———–

    Wir sollten es Schiller gleichtun!

    Wir müssen endlich wieder lernen, stolz auf uns und auf das Erreichte zu sein. Wir müssen uns unserem Ursprung, unserer Kultur und der über Jahrhunderte geschaffenen Werte wieder bewusstwerden.

    Ist möglicherweise ein Bild von Denkmal


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  • Unsere zauberhafte Reise in den Harz – April 2023

    April 24th, 2023

    Stationen:

    • Goslar Hahnenklee Stabkirche
    • Goslar Kaiserpfalz
    • Burg Regenstein
    • Thale
    • Bodetal /Romkerhall
    • Rückreise über den Teutoburger Wald

    So hat alles begonnen: Wir stehen am Rand des Bergwaldes (Harz). Vor der Tür plätschert der Bach, und noch bis vor wenigen Minuten haben sich die Vögel fröhlich zwitschernd gute Nacht gesagt.

    Ich hatte euch versprochen, noch kurz etwas zu den Bildern der Stabkirche zu schreiben. Ursprünglich errichteten missionierte Wikinger solche Kirchen- auch im Harz. Sie waren geschickte Schiffsbauer, sodass sich in der Architektur auch Elemente des Bootsbaus finden. Als im Harz die Christianisierung voranschritt, standen auch hier einst Stabkirchen wie in Norwegen. Dieser Sakralbau, den ihr hier seht, wurde in den Jahren 1907-1908 nach dem Entwurf des Konsistorialarchitekten Karl Mohrmann errichtet, und kann in Hahnenklee bei Goslar besichtigt werden.

    Station zwei: Goslar Kaiserpfalz ,Besuch bei Kaiser Wilhelm und Barbarossa 😊

    Dort findet ihr auch einen Gedenkstein- und Ort für die deutschen Vertriebenen nach dem zweiten Weltkrieg – in Goslar gleich gegenüber der Kaiserpfalz

    Auf Burg Regenstein

    Dort, wo heute aus herausgehauenen Kammern Zugluft streift, tummelte sich einst eine rauflustige Grafschaft. Ich habe schon viel von der Burg Regenstein gehört, und allein das war bemerkenswert. Doch das, was wir heute dort gesehen haben, hat das „hören-sagen“ mehr als übertroffen: Was für ein sagenhaft schöner Ort. Wir hätten dort noch Stunden sitzen können, und immer wieder in die Ferne über den herrlichen Bergwald schauen. Dieser Ort spendet unheimlich viel Kraft. Und das ist gewiss auch seiner Geschichte und der Lage auf einem schroffen Felssporn in knapp 300 Meter geschuldet.

    Doch seht selbst. Die Atmosphäre lässt sich natürlich nur bedingt über Bilder transportieren.

    Der Harz liegt uns zu Füßen, ein fabelhafter Ort, die Aussicht grandios

    Die Eiche befindet sich an der Burg und Festung Regenstein.

    Bienenvölker am Regenstein.

    Eine kurze Geschichte zum „Wächter des Regensteins“.

    Ebenfalls eine Aufnahme von unserer letzten Harzreise.

    Ritter in der Eiche (Festung und Burgruine Regenstein)

    Seit Jahrhunderten steht eine alte Eiche im Eingangsbereich der Burgruine Regenstein in Blankenburg.

    In diesem mächtigen Baum hatte sich ein Ritter versteckt der Burg über die Gezeiten bewachte.

    Ein HarzRitter-Carving-Projekt brachte ihn mit der Kettensäge zu künstlerischer Freiheit.

    Die Zeit der Ritter ist zwar längst vorbei, und die Gebeine vermodert; doch die Geschichte bleibt.

    Und so steht der einsame Wächter nun sichtbar für alle Besucher.

    Wir befinden uns gerade im kleinsten Königreich der Welt, in Romkerhall am gleichnamigen Wasserfall und wandern durch das zauberhafte Okertal. 💕

    Endspurt – Rückreise mit einem Abstecher in den Teutoburger Wald

    Nun stehen wir idyllisch im Silberbachtal im Teutoburger Wald. Hier werden wir auch übernachten, um morgen das Tal zu entdecken. Nur Vogelgezwitscher und das Plätschern einer Quelle – wunderbar. 💕

    Tatsächlich wurde hier im 18. Jahrhundert der Versuch unternommen, nach Silber zu suchen

    Nachdem wir uns heute „leicht“ auf unserer Wanderung imTeutoburger Wald verirrt haben,😅 gingen mir zwischenzeitlich die Worte von Tacitus, also seine Einschätzung zur Natur Germaniens (des Landes), nicht mehr aus dem Kopf:

    „Das Land, obgleich von nicht geringer Verschiedenheit im Ansehen, ist im allgemeinen doch entweder von finstern Waldungen oder scheußlichen Sümpfen bedeckt; feuchter nach Galien, windiger nach Noricum und Pannonien hin, für Kornsaaten ertragreich , für Obstbäume untauglich.

    Auf die Größe ihrer Herden sind sie stolz, dies ist ihr wichtigster Reichtum. Silber und Gold haben ihnen, ich weiß nicht ob aus Huld oder im Zorn, die Götter versagt. Und doch sieht man bei ihnen silberne Gefäße“

    Und was soll ich sagen :Es war ein guter Tag im Silberbachtal, es ging entlang tiefer Wälder, über Stock und Stein, selbst durch den Bach sind wir gewatet und durch Modder gestapft.

    Die Natur ist halt wunderbar. 😍

    Und um Tacitus Beschreibung zu entkräften: Es ist bekannt, das in Germanien schon seit vorgeschichtlicher Zeit zwischen den Wäldern weites Siedlungsland gelegen haben muss, und einzelne Regionen waldfrei und gut bebaut waren.

    ————————————————————-

    Info zu Texten und eingestellten Aufnahmen:  

    In der Stabkirche von Hahnenklee von 1907/1908 finden sich je eine geschnitzte Holztafel mit den 21 bzw. 41 Namen der Kriegstoten beider Weltkriege. Am Rande des Kirchplatzes ein Monolith zur Erinnerung an die Völkerschlacht bei Leipzig 1813, vorderseitig eine Gußtafel mit der Inschrift „Dieser Stein sei Deutschen Volkes Dank. Th.Körner. 13. Oktober 1811 – 1813“, auf der Spitze die Plastik eines Adlers mit ausgebreiteten Schwingen. http://www.denkmalprojekt.org/2009/goslar-hahnenklee_stabkirche_ns.htm?fbclid=IwAR0TLloXOhj9sbCcz9O0qGdt33JWQE-SvhVZdFOo5wfTR5LF5qx3DDenlHE

    Die Aufnahmen sind privat

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  • Bekenntnis

    April 24th, 2023

    Mag der heiße Süden locken

    mit der Trauben edlem Wein,

    mit der Blüten zarten Flocken

    und mit seinem Sonnenschein.

    Meine Liebe gilt dem Norden,

    seinen sturmumwehten Strand,

    wo des Bernsteins goldne Orden

    leuchten aus dem Dünensand,

    wo die mächtgen Riesenföhren

    ragen wie ein Mastenwald, wo die

    rauhen Winde röhren

    und die Lüfte herb und kalt,

    wo der Flug in Winternächten,

    mit des Eises Panzers klirrt,

    und beschwingt von Frühlingsmächten,

    Kranichpfeil nach Norden schwirrt.

    wo der Elch trägt seine Krone

    majestätisch durch den Forst,

    wo die weißen Nächte schimmernd

    durch den kurzen Sommer gehn

    und des Nordlichts Fahnen flimmernd

    hoch vom dunklen Himmel wehn…

    Mag der Süden lockend winken,

    mit der Palmen Fächerhand –

    seinen Wein will ich gern trinken

    auf dein Wohl, mein nordisch Land !

    Rudolf Jacquemien

    Foto: private Aufnahme am Kattegat aus 2019

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