Vorweg erinnern wir uns an einen Satz, der seinem Inhalt nach nie an Bestand verliert:
„Es ist schon die Mühe wert, den tatsächlich Geschichtsablauf zu erforschen und nicht, die nach 1945 von den Siegern umgeschriebene Geschichte, anderen in taktloser Weiser aufzudiktieren.


In der DDR groß geworden, erinnere ich mich noch gut an die Appelle und offiziellen Veranstaltungen, beruhend auf dem „Tag der Befreiung“. So wurde zum 30. Jahrestag des Kriegsendes (1975) nach sowjetischem Vorbild der Tag des Sieges (also der 9. Mai) vom Zentralkomitee der SED zum arbeitsfreien Feiertag erklärt. 1985 wurde zum 40. Jahrestag noch einmal der 8. Mai als arbeitsfreier Feiertag begangen.
Ich gehe nun weiter zurück, und orientiere ich mich an den Aufzeichnungen und Niederschriften einer Erlebnisgeneration – diese geben Aufschluss.
Es ist die Pflicht jedes Überlebenden den historischen Tatsachen zu ihrem Recht zu verhelfen!
Darüber hinaus hat der Historiker die unbedingte Pflicht die Öffentlichkeit von der Wahrheit der Geschichtsereignisse zu informieren, und nicht seine Mitteilungen von den vorgegebenen Wünschen der Regierung und den Siegermächten abhängig zu machen.
In der Süddeutschen Zeitung erschien am 8. Mai 1995 in Form einer Traueranzeige der
folgende Text:
„Vae victis. 8. Mai 1945. 8. Mai 1995. Zum Gedenken an alle Landsleute, die als Folge der
„Befreiung“ von Hab und Gut, Heimat und in vielen Fällen auch von ihrem Leben befreit wurden.
Merke: Die Würde eines „jeden“ Menschen ist unantastbar. August Kaiser, Essen, am 8. Mai 1995“
Sieger schufen eine Wüste und nannten es Frieden
Dazu schreibt meine Mutter (geb. 1923):
„1945: Hauptnahrungsmittel Kohlrüben und Kohlrübenblätter in Wasser gekocht. Die Fettreserven in Körper und die Körpereiweiße wurden aufgebraucht. Es entstand eine entscheidende Schwächung von Leistungsvermögen und Widerstandskraft. Es war planmäßiger Mord an der deutschen Bevölkerung. Die Sorge um ein Stückchen Brot war groß“.
Weiter schreibt sie: „Es war alles andere als eine Befreiung. Ende 1944, als die deutschen Soldaten auf dem Rückzug waren, russische Truppen (Bolschewisten, Rote Armee) in Ostpreußen einfielen und plünderten, Frauen vergewaltigten, Greise, Frauen und Kinder ermordeten, hörte man immer wieder den Spruch: Leute genießt den Krieg, der Frieden wird fürchterlich.“
Die US-amerikanische Besatzungsdirektive JCS/1067: „Deutschland wird nicht besetzt, um befreit zu werden, sondern eine besiegte Feindnation.“ Zitiert von Wellems.“
Die Befreier erschienen in Wahrheit als selbst ernannte Richter und Henker.
Millionen Deutsche kamen erst nach Kriegsende durch alliierte Hungerblockaden, Vertreibung und Zwangsarbeit ums Leben. Fünf Millionen wehrlose Deutsche verhungerten nach dem Krieg sowohl unter russischer Militärgewalt als auch unter den anderen drei Siegermächten.
Auf dem Weg in die Zukunft schreitet immer die Vergangenheit mit. Das Erlebte hat sich eingeprägt, unauslöschlich! Es gibt Geschehnisse, über die kein Gras wächst.
Wohl jeder von uns kennt die Parole aus dem Jahre 1945: „Nie wieder Krieg“.
Doch nach dem 8. Mai 1945 hat es keinen Tag mehr gegeben, an dem nicht irgendwo in der Welt Krieg war. Über mehr als 200 Kriege und Revolten wurde bis heute weltweit registriert und dauern noch an, ohne das Deutschland daran beteiligt war. Doch alle Siegernationen des Zweiten Weltkrieges.
Während Franzosen, Amerikaner, die Engländer und auch Russen 1945, wie in der Wochenschau zu sehen und zu hören war, ihre Nationalhymnen auf deutschen Plätzen sangen, tanzten und jubelten, mussten Tausende Deutsche ohne Heimat, ohne Hab und Gut, ohne ein Dach über dem Kopf hungernd in den Straßen herumirren und deutsche Soldaten in Gefangenschaft den Tod erleiden.
Nein, das war gewiss keine Befreiung!
Die Freiheit, die sie meinen:
Heute sind zumindest die USA, Großbritannien, Frankeich, Russland, China, Indien, Pakistan und Israel und möglicherweise weitere Staaten atomar bewaffnet.
Mit dieser sogenannten „Befreiung“ wurde Deutschland zum großen Zahlmeister.
Ich übernehme an dieser Stelle, die Zahlen meiner Mutter aus dem Jahr 1994:
- 23,9 Milliarden an die EU
- 557 Millionen an ESA
- 611 Millionen an UNO Zentrale
- 465 Millionen an Weltbank
- 134 Millionen an Militärhaushalt der NATO
- 28 Milliarden an 162 internationale Einrichtungen
- Etwas fünf Milliarden an 46 000 abgelehnte Asylbewerber, die weiterhin im Land geduldet werden.
- Milliarden bis 2010 Reparationsleistungen vom Versailler Vertrag von 1919 an unsere „Freunde“, die Siegermächte von 1919. Wenn man solche Freunde hat, braucht man keine Feinde mehr!
- Um die aufgeputschte öffentliche Meinung daheim zu befriedigen, steigerten französische und britische Politiker 1919 ihre Forderungen an Deutschland in unvorstellbare Höhen. Mit dramatischen Folgen.
- Deutschland zahlte die verlangten 20 Milliarden. Das reichte aber nicht, um die Siegermächte zu befriedigen. So verlangten Frankreich, Großbritannien und andere Staaten eine Gesamtsumme von mindestens 226 Milliarden Goldmark bis 1963, die in jährlichen Raten von zwei bis sechs Milliarden gezahlt werden sollten.
- Und so weiter…, und so fort….
Zum Versailler Vertrag an anderer Stelle mehr.






„Das Recht des Stärkeren ist das stärkste Unrecht“, schrieb einst Maria v. Ebner-Eschenbach
Fest steht: In allen wesentlichen Fragen dürfen die Bürger nicht mitbestimmen. In selbstherrlicher Weise glaubt die Regierung ohne das Volk regieren und entscheiden zu dürfen.
Übrigens: Milliarden wurden auch für eine überflüssige Rechtschreibereform verschleudert. Von Bemühungen das deutsche Land wieder an die Spitze von Bildung und Wissenschaft zu führen keine Spur – im Gegenteil. Dafür entschied man sich zum „Schreiben nach Gehör“, oder „Lesen nach Schreiben“.
Aber das nur am Rande.
Erwähnenswert wäre noch der Fakt, dass unsere Wissenschaftler 1945 gezwungen wurden, für die USA und Russland zu arbeiten. Sämtliche Patente haben sich die Sieger angeeignet. Doch die Archive bleiben verschlossen.
Und auch das ist eine Tatsache, bis heute: Die deutschen Soldaten, die angeblichen Mörder, die nie mehr eine Waffe in die Hand bekommen sollten, sterben heute im Krieg in fremden Ländern für die Siegermächte!
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Quelle Fotos, Aufnahmen: Bibliothek des 20. Jahrhunderts Chronik Bertelsmann Lexikon Verlag



























