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Klara Fall: das glaube, wer mag

  • Es gibt nichts Neues in der Welt, außer der Geschichte, die du nicht kennst

    März 14th, 2023

    Lange habe ich gezögert, und ich zögere immer noch.

    Mir liegen unzählige Berichte, Dokumente und Aufzeichnungen vor. Manche nehme ich zur Hand, und dann lege ich sie wieder weg. Dann schaue ich mit verstohlenem Blick auf das Geschriebene, auf die Erlebnisberichte. Es fällt schwer, zu glauben, dass es sich so zugetragen haben soll. Und doch ist es die Wahrheit, und nichts als die Wahrheit.

    Ich möchte an dieser Stelle nicht explizit das Leiden der Menschen aufgreifen, vielmehr möchte ich den Ursachen forschen.

    Unabhängig davon, müssen wir uns auch zu gegebener Zeit den Tatschen und den niederschmetternden Berichten widmen, um das Ausmaß einer menschlichen Tragödie greifbar zu machen.

    Man muss es in dieser Deutlichkeit sagen: Das Schicksal der Ostdeutschen, die damals in die Hände von Russen und Polen fielen, gehört in der Regel mit zum Erschütterndsten, was uns deutsche Geschichte über deutsche Menschen erzählt.

    Pommern, Ost- und Westpreußen, Schlesien: Was in den letzten Tagen und Wochen des Zweiten Weltkrieges und in den darauffolgenden Monaten unter russischer und polnischer Herrschaft geschah, übertraf an Grausamkeit alles bis dahin erfahrene Leid, das Menschen anderen Menschen antun können. Die Sieger übten Rache und Vergeltung.

    Doch während die Untaten der Deutschen in der Öffentlichkeit und in der Geschichtsschreibung einen breiten Raum einnehmen, werden die der Siegermächte zumeist verschwiegen und sogar geleugnet.

    Ja, sie schauen nicht in Bücher, sie widersprechen den Personen, die in dieser Zeit gelebt und davon wahrheitsgemäß berichten, lesen nicht die tausenden Dokumente, die von den Vertriebenen niedergeschrieben wurden. Gierig nehmen sie das auf, was die heutigen Medien (falsch) darüber berichten und erwarten, dass alle genau so denken wie sie! Mit ihrem Unwissen fordern sie sogar die Wissenden auf, nicht über die wahren Geschehnisse weiter zu sprechen, wagen sich sogar ihnen den Mund zu verbieten.

    Noch heute wird den Deutschen von den Siegern vorgeschrieben, wonach sie in Deutschland forschen dürfen und wonach nicht. Und Deutschland zahlt seit 1990 wieder Schulden (Reparationsleistungen) aus dem Ersten Weltkrieg an ihre „Freunde“ (Frankreich und England).

    Was Hass, Hetze und Propaganda anrichten – wer war Ilja Ehrenburg?

    Die Opfer waren nicht die Schuldigen von gestern, sondern wehrlose Frauen, Kinder und Greise. Jeder Deutsche war in den Augen der Sieger schuldig, ja sogar Widerstandskämpfer mit eindeutiger Haltung gegen den Nationalsozialismus wurden beim Einmarsch der Roten Armee von sowjetischen Soldaten erschossen.

    Stalins Mordhetzer Ilja Ehrenburg, Schriftsteller und Journalist, zählte zu den populärsten Figuren der sowjetischen Kriegspresse. Der von fanatischem Hass auf alles Deutsche geprägte Bolschewist stammte aus jüdischem Hause. Er wurde als Sohn einer vermögenden jüdischen Familie in Kiew geboren. 1909 floh er nach Paris, kehrte 1918 ins bolschewistische Russland zurück.

    Das Schicksal eines Menschen gleicht für Ehrenburg einem Lottospiel. Er erlebte den physischen und geistigen Tod seiner Freunde in den Säuberungswellen von 1938. Ihm aber gestattete Stalin, wieder nach Paris zu gehen.

    Spieler Ehrenburg durchstand das russische Roulette als Rubelmillionär und dreifacher Stalinpreisträger.

    Bei Spiegel & Co findet Ilja Ehrenburg als „außergewöhnlicher Schriftsteller und „Großer“ der Sowjetliteratur Erwähnung. Und weiter: nur „Neonazis“ rücken ihn in das falsche Licht. An dieser Stelle lässt sich ein Würgereiz wohl kaum noch unterbinden.

    Sein bekanntestes und folgenschwerstes Werk war der millionenfach verbreitete Aufruf: Töte“!

    Und in der sowjetischen Soldatenzeitung „Krasnaj Swesdna“ vom 22. Oktober 1944 notierte der Stalin –Propagandist: „Es genügt nicht, die Deutschen nach Westen zu treiben. Die Deutschen müssen ins Grab gejagt werden. Gewiss ist ein geschlagener Fritz besser als ein unverschämter. Von allen Fritzen aber sind die toten am besten.“

    Nun sind wir angekommen, im 21. Jahrhundert. Doch spüren nur die Wenigsten, was eine solche Propaganda, ausgelöst von einer Person, für Auswirkungen mit sich bringen kann.

    Mit allen verfügbaren Mitteln, wird man auch in Zukunft, genau solchen Personen den Rücken stärken, um ein Ziel zu erreichen. Und daran hat sich bis zum heutigen Tage nichts geändert.

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  • Die Ära Romanow – sie endete mit der bestialischen Erschießung der letzten Zaren und seiner gesamten Familie auf Befehl Lenins im Jahre 1918

    März 13th, 2023

    Kostroma im Jahre 1613: Hier wurde der erste russische Zar aus dem Hause Romanow gekrönt, Michail Fjodorowitsch. Die Herrschaftsdauer der Romanows betrug 300 Jahre.

    Blättern wir im Geschichtsbuch noch einmal kurz zurück (ab etwa  879):  Alle späteren Großfürsten und Fürsten stammten von Rurik und seinen Brüdern Sineus und Truwer ab. Die germanischen Namen wurden später slawisiert – z. Bsp.: aus Helga wurde Olga, aus Johann Ivan.

    Die Nachkommen der Ruriks regierten bis 1598.

    Letzte Rurikiden:

    • Ivan III.  1462-1505
    • Wassili   1505-1533
    • Ivan IV   1533-1584
    • Fjodor     1584-1598 – mit ihm erlosch die Dynastie der Rurikiden.

    Erwähnenswert wäre noch, dass Rurik Alt Ladoga zu seiner Hauptstadt machte. Alt Ladoga liegt am Südufer des Ladogasees. Festungen, Kirchen und Ruinen erinnern noch an den Glanz der Ruriker. Das Gebiet ist touristisch nicht erschlossen, aber es gibt Museen dort und sowohl die hölzerne als auch steinerne Festung wurde restauriert.

    Nach einigen Jahren der Wirren begann 1613 die Dynastie der Romanows. Anastasia kam aus einem ehemaligen Fürstenhaus der Ruriker.

    • Die Dynastie der Romanows bestand von 1613-1761. Bekanntester Zar war Peter I. der Große.
    • Danach kam die Dynastie der Romanow- Holstein-Gottorp (1762-1917). > siehe Ahnentafel am Ende.
    • Anna, die Tochter Peter des I. heiratet Karl-Friedrich von Holstein-Gottorp.
    • Der Sohn Karl Peter Ulrich von Gottorp wird Peter III.
    • Elisabeth regierte von 1741-1762. Sie war die Schwester der Mutter von Karl Peter Ulrich und blieb ehe- und kinderlos. Daher holte sie ihren Neffen als Erbfolger nach Russland und verheiratete ihn mit Sophie Auguste Friederike von Anhalt Zerbst – die spätere Katharine II. die Große.

    Nikolaus II. und seine Frau Alexandra und deren fünf Kinder müssen im Frühjahr 1918 nach Jekaterinburg reisen. Die Stadt im Ural wird zu ihrer letzten Station.

    Im Keller einer Kaufmannsvilla tötet ein bolschewistisches Kommando im Auftrag Lenins die siebenköpfige Zarenfamilie und ihre Bediensteten mit Schüssen und Bajonettstößen.

    Die Ahnentafel:

    https://undinepeter.wordpress.com/2023/03/13/im-reiche-der-russen-russische-geschichte-bis-in-das-fruhe-19-jahrhundert-hinein/

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  • Im Reiche der Russen – Russische Geschichte bis in das frühe 19. Jahrhundert hinein

    März 13th, 2023

    Normannen und Schweden, zumal aus Gotland, hatten unter Finnen und Ostslawen einen Staat gegründet, der nach dem finnischen Namen der Schweden, Ruosti, Rus (Rußland) benannt worden ist. Die älteste Landeschronik, in Kiew um die Hälfte des 11. Jahrhunderts niedergeschrieben, berichtet zwar von einer freiwilligen Berufung dieser „Waräger“ (Nordleute), durch Finnen und Slawen im Jahr 862, um angeblich Ordnung unter ihnen zu schaffen. Aber diese angebliche Berufung ist nur patriotische Umhüllung einer faktischen Eroberung.

    Schon in der ersten Hälfte des 9. Jahrhunderts erschienen Normannen-Russen, plündernd an den Küsten des Schwarzen Meeres. Die Brüder Rurik, Sineus und Truwer, die die Waräger hineinführten, waren somit nicht die ersten, sondern die letzten unter den auf finnisch-slawischem Boden erscheinenden Normannen.

    Die Sage wusste, nur seinen älteren Namen nicht zu nennen. Aber das Faktum selbst, hat sie richtig bezeichnet: Nicht aus eigener Initiative von Slawen her, sondern durch Fremde von außen, ist der große slawische Staat begründet und hat seinen unslawischen Namen von seinen Eroberern erhalten.

     Die Geschichte im Zeitraffer

    • Folgen wir der Legende, geht der Ursprung auf den Wikingerfürsten Rurik zurück, der im Jahr 862 nach Russland kam und die erste russische Dynastie in Nowgorod gründete.
    • Im Verlauf des 9. Jahrhunderts wanderten Wikinger von Skandinavien nach Süden und stießen ins heute europäische Russland.
    • Bereits im 7. Jahrhundert hatten sich nach der großen Völkerwanderung ostslawische Völker bis nach Kiew und Nowgorod ausgebreitet.
    • Die verschiedenen Stämme werden durch die Verbreitung des Christentums im nachfolgenden Jahrhundert vereinigt.
    • Die Annahme des griechisch-orthodoxen Christentums erfolgte 988 unter Vladimir dem Heiligen.
    • Während des 11. Jahrhunderts hielten die Herzöge von Kiew eine dominierende Rolle inne.
    • 1240 wurde Kiew durch den Einfall von Tartaren / Mongolen zerstört und die ganze Region in kleinere Herzogtümer (Chanate) aufgespalten.
    • Das Mongolische Reich dehnte sich damit weit über den asiatischen Kontinent bis nach Russland (Chanat der goldenen Horde) aus.
    • Die folgenden zwei Jahrhunderte sahen den Aufstieg von Moskau als provinzielle Hauptstadt und Zentrum der orthodoxen Kirche.
    • Im späten 15. Jahrhundert befreite Herzog Ivan III Russland vom Mongolenjoch und erwarb Nowgorod und Tver.
    • Ivan IV der Schreckliche (1533-84), der erste Moskauer Zar, vollendete den Aufstieg Moskaus zur Zarenhauptstadt mit der Liquidierung sich rivalisierenden Prinzen und der Boiaren (Großgrundbesitzer).
    • 1613 begründet Michael Romanow die Zarendynastie der Romanow, welche bis 1762 regierte.
    • Peter der Große (1689-1725), ein Enkel Romanows, machte Russland zur Großmacht in Nordeuropa.
    • Durch den Sieg über Charles XII von Schweden an der Schlacht von Poltawa 1709, dehnte er die Grenzen Russlands weit nach Westen aus.
    • Katharina die Große (1762-96) führte die Politik der Öffnung nach Westen fort, eroberte die Krim, Teile der Ukraine und Polen.
    • Russland war ein absolutistischer zentralistischer Staat nach französischem Vorbild geworden.
    • Zar Paul (1796-1801) schickte Suworow nach Italien, um die französische Revolutionsarmee zu bekämpfen.

    https://undinepeter.wordpress.com/2023/03/13/die-ara-romanow-sie-endete-mit-der-bestialischen-erschiesung-der-letzten-zaren-und-seiner-gesamten-familie-auf-befehl-lenins-im-jahre-1918/

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  • Tannenbergdenkmal – Hindenburgmythos, Kult oder doch vielmehr der Dorn im Auge derer, die den Stolz der Deutschen lieber nicht nach außen tragen möchten?

    März 12th, 2023

    Ich war 14 Jahre alt, als meine Eltern mit mir 1979 die Reise nach Ostpreußen antraten.
    Ja, auf dem Foto, dass ihr seht, das bin ich – am Tannenbergdenkmal in der Nähe von Stebark Möglicherweise mag es dem einen oder anderen merkwürdig vorkommen: Aber meine Mutter reiste mit uns Kindern vor allem aus einem bestimmten Grund: um der deutschen Vergangenheit und ihrer Geschichte immer ganz nah zu sein. Und auch wenn ihr es nicht glaubt: Neben unserem regelmäßigen Ostseeurlaub – ihr wisst schon: am Strand liegen und sich in der Sonne aalen, bleiben diese „Zeitreisen“ unvergesslich.  

    Alles nur ein  Hindenburg-Kult? Ein Mythos? Wer weiß das schon? Denn schließlich wird doch gelehrt, dass etwas, das für den deutschen Nationalstolz steht, nicht unbedingt ins Licht getragen werden sollte. Um die tatsächliche Geschichte dieses Denkmals, dass bis zu seiner Sprengung im Jahr 1945 in Grunwald stand, weiß kaum jemand etwas. Außer eben das, was in den Schulbüchern steht: Darin wird die Geschichte des Denkmals primär auf die Propaganda der Nationalsozialisten reduziert. So unter anderem die Erhebung des Tannenberg-Denkmals zum Reichsehrenmal.

    Heute gibt es das Denkmal nicht mehr. Nach dem II. Weltkrieg wurde es vollständig geschleift. Tannenberg, ein Ort deutscher Geschichte, liegt in Polen und heißt Stebark. Hier gibt es eine Gedenkstätte, welche an die Schlacht von Grunwald im Jahre 1410 erinnert und an die, im Jahre 1914.

    „Mit dunklem Rot in den blauen Sternenhimmel Ostpreußens hinein geschnitten, im Frühjahr und im Herbst von den Winden gepeitscht, die über die Flache Kuppe von Sauden dahinjagen, im Winter vom Frost benagt und in die weißes Hülle des Schnees getaucht, ragt das Reichsehrenmal Tannenberg westlich von Hohenstein, an der Straße, die von hier nach Osterode führt, mit mächtigen Mauern und Türmen empor. Die Hunderte russischen Krieger, die in den Massengräbern nahe der Straße und dem Denkmal den ewigen Schlaf schlafen, sind stumme Zeugen des erbitterten Kampfes, der hier am 28. August 1914 entbrannt war.“

    Dr. Erich Maschke
    Universitätsprofessor (Jena)
    Veröffentliche im Buch:
    Tannenberg   Deutsches Schicksal – Deutsche Aufgabe, 1939

    Reden junge Menschen über Ostpreußen, machen sie sich verdächtig. „Warum kümmern sie sich nicht um die wirklich wichtigen Sachen im Leben?“

    Aber was ist mit unserer Geschichte? Was ist mit der Kultur der Deutschen jenseits von Oder-Neiße? Wer sich mit der deutschen Geschichte beschäftigt, oder nur aufmerksam durch das Leben geht, wird an diesem Thema nicht vorbeikommen.

    • Die erste Schlacht bei Tannenberg fand am 15. Juli 1410 statt. Dort kämpfte der Deutsche Orden gegen das Königreich Polen-Litauen. Der Deutsche Ritterorden wurde von den Polen überfallen und bei der Schlacht nahe Tannenberg von den Polen geschlagen.
    • Vom 27. August bis 31. August 1914 kämpft das Deutsche Kaiserreich gegen das Kaiserreich Russland.

    18. September 1927; Das Tannenbergdenkmal wird eingeweiht. Der Höhepunkt der Feier ist die Rede vom Reichspräsidenten, in welcher er die Kriegsschuld Deutschlands zurückweist. Die Inschrift der Rede Paul von Hindenburg wird auf einer Metalltafel am Tannbergdenkmal festgehalten.

    Die da lautet:

    „Die Anklage, dass Deutschland schuld sei an diesem Kriege, weisen wir, weist das deutsche Volk in allen seinen Schichten einmütig zurück! Nicht Neid, Haß oder Eroberungslust gaben uns die Waffen in die Hand. Der Krieg war uns vielmehr das äußerste, mit dem schwersten Opfer verbundene Mittel der Selbstbehauptung einer Welt von Feinden gegenüber. Reinen Herzens sind wir zur Verteidigung des Vaterlandes ausgezogen und mit reinen Händen hat das deutsche Heer das Schwert geführt. Deutschland ist jederzeit bereit, dies vor unparteilichen Richtern nachzuweisen. In den zahllosen Gräbern, welche Zeichen deutschen Heldentums sind, ruhen ohne Unterschied Männer aller Parteifärbungen. Sie waren damals einig in der Liebe und in der Treue zum gemeinsamen Vaterlande. Darum möge an diesem Erinnerungsmale stets innerer Hader zerschellen; es sei eine Stätte, an der sich alle die Hand reichen, welche die Liebe zum Vaterlande beseelt und denen die deutsche Ehre über alles geht!“

    1.März 1933 Der Tag von Potsdam; in der Garnisonskirche besuchen Hindenburg und Adolf Hitler gemeinsam einen Gottesdienst. Den schleichende Aufbau der nationalsozialistischen Diktatur konnte Hindenburg wohl nicht mehr erkennen und auch nicht verhindern

    27. August 1933; im Tannenbergdenkmal findet eine Feier anlässlich des 19-jährigen Jubiläums der Schlacht von Tannenberg statt. Diese Feier wird zur Huldigungsfeier für Hindenburg.

    Wir sollten uns wieder mehr und mehr darüber bewusstwerden:

    Es gab auch eine Zeit vor 1933. Das Deutsche Reich bestand nicht 12 Jahre, sondern 1200 Jahre. Doch dazu in einem anderen Beitrag mehr.

    Dann gehen wir zurück in die Zeit, als 1870/71 die Franzosen in Deutschland einfielen und noch weiter, bis zu dem Zeitpunkt, als der französische König Ludwig XIV (1638-1715) sich drei Raubkriege gegen Spanien, die Niederlande und auch gegen Deutschland gestattete. Über viele Jahrhunderte hinweg wurde deutsche Geschichte geschrieben. Doch die wenigsten kennen sie.

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  • Görlitz, meine wunderschöne Heimat Teil VIII: das Lausitzer Jerusalem

    März 12th, 2023

    … und eine Geschichte mit eminent politischem Hintergrund

    Das Heilige Grab: Ganz ohne Zweifel gehört es zu den besonderen Bauten der Stadt.

    Schließlich ist es eine originalgetreue Nachbildung der Heiligen Stätte in Jerusalem.

    1481 wurde der Bau begonnen, 1504 war Weihung. Die Heilige Stätte in Jerusalem wurde zerstört. Dadurch ist die Kopie in unserem Görlitz das einmalige ursprüngliche Bauwerk.

    Doch wie kommt ein solches Artefakt nach Görlitz?

    So muss es sich wohl damals in einer Görlitzer Schenke zugetragen haben: Agnes Fingerin, „ein Weib von männlichem Mute und Reden in einer Mönchskutte verkleidet“, trifft dort auf den Herzog.

    „Wie mir zu Ohren gekommen ist, soll ja dieser Georg Emmerich ein tüchtiger Windhund und Intrigant sein“, rief Agnes Fingerin dem Herzog zu. Meine Leute haben mir damals berichtet, dass er zu dem blutigen Femegericht, dass der Frauenburg damals in Görlitz abhielt, die Fäden im Hintergrund gesponnen, um damit auch seinen persönlichen Zwist zu bereinigen.“

    Der Herzog reagierte verhalten und sprach: Lassen wir das Unerquickliche ruhen, Frau Agnete! Die Görlitzer Politik ist schon allezeit ein Kapitel für sich gewesen! Wechseln wir doch das Thema.

    Doch erlaubt die Frage, wie seid ihr an diese Bauunterlagen gekommen, und welche Rolle spielt dieser Georg Emmerich in eurem Leben?“

    Es ist umstritten, ob Agnete Fingerin tatsächlich die Baupläne aus Jerusalem mitgebracht habe. Und doch wird diese Geschichte immer wieder erwähnt. Nicht zuletzt eröffnet sich darüber ein Spannungsbogen zu dem eigentlichen und ohnehin interessanten Ereignis.

    Dieses Ereignis beginnt mit Georg Emmerich (geb. 1422 in Glatz, gest. 24.12. 1507 in Görlitz), Sohn eines reichen Kaufmanns und Bürgermeister von Görlitz. Georg war Jurist und Kaufmann und sein umfangreicher Handel mit Tuchen, Getreide und anderen Waren brachten ihm großen Reichtum. Er erwarb 20 Dörfer und mehrere Güter im Umkreis von Görlitz, die meisten auf der östlichen Seite der Neiße. Zudem besaß er noch sieben Häuser in der Stadt. Bei den Bürgern war er zwar ein angesehener Ratsherr und Bürgermeister, aber sein Vergehen in der Jugendzeit wollten sie ihm nicht verzeihen.

    Sage und Legende um eine „Pilgerfahrt“

    Es geschah in der politisch angespannten Lage des Jahres, als der Sohn des amtierenden Bürgermeisters und Hauptes der Ungarnpartei Urban Emmerich, ein Verhältnis zur Tochter des wohlhabenden Nikolaus Horschel, Bengina, einging. Georg Emmerich schwängerte Bengina, die Tochter des Ratsherren Horschel und führenden Anhänger der böhmischen Partei, heiratete sie aber nicht. Unter der Androhung der Exkommunikation (im Mittelalter war die Folge dieser Strafe oft der wirtschaftliche Ruin) für seine schwere sittliche Verfehlung wurde ihm als Sühne eine Pilgerreise nach Jerusalem auferlegt. Diese brachte ihm die Absolution. Bei seiner Rückkehr brachte er die genauen Aufmaße des Heiligen Grabes von Jerusalem mit.

    Als Sühnestiftung ließ Emmerich das „Heilige Grab“, eine original getreue Nachbildung der Grabeskriche von Jerusalem bauen – mit Heiliger Grab-, Heiliger Kreuz-, Adams-, und Golgatha-Kapelle sowie dem Salbhaus.

    Verglichen mit all den vielen Nachbildungen besitzt das Görlitzer Heilige Grab den Vorzug, dem damaligen Original am ähnlichsten zu sein – nachgewiesen von Gustav Dalman, Alttestamentler und Palästinaforscher.

    Auch gut zu wissen: Den damaligen Zustand des Heiligen Grabes zu Jerusalem zeigt das berühmte 1486 in Mainz – also mehr als 20 Jahre nach Emmerichs Reise – erschienene Buch von Bernhard Breydenbach „Pilgerfahrten ins Heilige Land“ auf einem von Erhard Reuwich gefertigten Holzschnitt. Dieses Blatt dürfte für die Görlitzer Nachbildung, die erst um 1500 ausgeführt wurde, als Vorlage gedient haben.

    https://undinepeter.wordpress.com/2023/03/06/gorlitz-meine-wunderschone-heimat-teil-vii-oberburgermeister-demiani-verargert-die-waldbewohner-und-was-sonst-noch-geschah/
    https://undinepeter.wordpress.com/2023/03/04/gorlitz-meine-wunderschone-heimat-teil-vi-das-gorlitzer-stadttheater/
    https://undinepeter.wordpress.com/2023/03/02/gorlitz-meine-wunderschone-heimat-teil-v-faszination-nikolaifriedhof/
    https://undinepeter.wordpress.com/2023/02/28/gorlitz-meine-wunderschone-heimat-teil-iv-aus-dem-sagenbuchlein-der-schatz-in-der-landeskrone-eine-sage-um-jakob-bohme/
    https://undinepeter.wordpress.com/2023/02/24/gorlitz-meine-wunderschone-heimat-teil-iii-ein-mittelalterlicher-streifzug/
    https://undinepeter.wordpress.com/2023/02/23/gorlitz-meine-wunderschone-heimat-teil-ii-wer-waren-die-bohmen-und-mahren/
    https://undinepeter.wordpress.com/2023/02/20/gorlitz-meine-wunderschone-heimat/

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  • Ein buntes Völkersammelsurium: Römer, Germanen, Angeln, Wikingerfürsten, die russische Geschichte und der Beginn der Ära Romanow

    März 7th, 2023

    …, und unzählige Fragezeichen: Wie hängt das nur alles zusammen?

    Wirft sie nun alle in einen Topf? Nein, selbstverständlich nicht. Und wer die ersten Zeitreisen mit mir unternommen hat, wird schnell erkennen, wie sich der Faden, gesponnen von Stämmen über Völkergruppen hin zu Familiendynastien, durch die Weltgeschichte zieht.

    Die ersten kurzen Zeitreisen nach Byzanz, zu den Römern und zu den Alten Germanen, liegen bereits hinter uns. Es werden weitere folgen, zu den Wikingern, den Angelsachsen und auch ins fränkische Reich – wir hangeln uns von Epoche zu Epoche.

    In meinem vorangegangenen Post, habe ich euch Haithabu, den mystischen Ort an der Heide Schleswig-Holsteins kurz vorgestellt. Vor drei Jahren besuchte ich ihn mit meiner Familie, und noch heute, spüre ich dieser unbeschreiblichen Atmosphäre an dem Ort nach.

    Ich bin sicher, Haithabu ist ein guter Platz, an dem es gelingen kann, den alten Seelen nachzuspüren. Hier weht der Geist der heidnischen Himmelsbewohner und ihr Götterglaube.

    Von Angeln, Sachsen, Holsten und Friesen

    Die Geschichte der Germanen in Schleswig-Holstein und Europa, stützt sich auf Berichte des römischen Geschichtsschreibers Cornelius Tacitus in seiner „Germania“. Er bezeichnete die Bewohner Skandinaviens und im heutigen und ehemaligen deutschen Küstenraum als Nordgermanen. Manchmal erwähnte er auch einzelne Stämme.

    Anfang des 1. Jahrhunderts kamen erneut germanische Stämme nach Schleswig-Holstein. Es waren Chauken, Friesen und Chatten. Ihnen folgten Jüten, Angeln, Sachsen und Holsten.

    Von den Holsten erhielt Holstein seinen Namen.

    Teile der Jüten, Angeln und Sachsen gingen nach England. Ein anderer Teil der Sachsen und die Ditmarsen besiedelten den Westen Holsteins, dem heutigen Dittmarschen. Die Friesen ließen sich an der Westküste und den vorgelagerten Inseln nieder. Angeln und eine weitere Gruppe wurden in Schleswig ansässig.

    Barbarossa und Heinrich der Löwe betreten die historische Bühne

    Um 500 u. Z. kamen Wikinger Dänen ins Land. Ihr Hauptsitz war in Südschweden und dem späteren Dänemark. Sie breiteten sich schnell über Schleswig aus, und gründeten das nordische Handelszentrum Haithabu, aus dem sich später die Stadt Schleswig entwickelte.

    Langsam bildeten sich bei den Stämmen durch größeren Besitz und höherem Ansehen, ein gehobener Stand heraus. Es gab Herzöge, und die Dänen hatten bereits um 800 ihren eigenen König.

    Im 7. und 8. Jahrhundert kamen slawische Stämme ins Küstengebiet des Reiches, auch nach Holstein. Es waren Obotriten, Wager-Wenden und Prolaten. In Holstein versuchten sie, die Germanen zu verdrängen. Es kam zu großen Auseinandersetzungen, die erst durch Friedrich I., Kaiser Barbarossa, beendet wurden. Barbarossa war zu dieser Zeit Herrscher eines riesigen Reiches, dass von Dänemark bis Mittelitalien, und von der Rhone bis nach Schlesien reichte.

    Barbarossa konnte nicht überall sein, deshalb schickte er seinen Cousin Heinrich den Löwen in den Norden des Reiches und gab ihm „freie Hand“ für alle großen und schwierigen Aufgaben.

    Bevor ich nun hier von Kapitel zu Kapitel eile, noch ein Wort zu Rurik, dem Wikingerfürsten und der damit verbundenen Geschichte Russlands: Vor nur wenigen Tagen habe ich dazu eine Diskussion mit einer lieben Freundin russischer Herkunft geführt: „Du weißt, die russische Geschichte, die du kennst, wurde nicht von Russen geschrieben“, waren ihre mahnenden Worte, die durchaus ihre Berechtigung haben. Vor allem ging es dabei um Rurik, eine umstrittene Figur in der Geschichte, aber eben auch begründet. „Russen hätten sich nie einem Wikingerfürsten unterworfen“, sprach sie weiter. Auch das mag im Ansatz stimmen. Nur musste sich niemand unterwerfen.

    Um 800 hatten sich an der Fernstraße nach Byzanz, am Dnjepr, Waräger Wikinger aus Schweden niedergelassen. Ihr Stamm nannte sich auch Rus. Rurik, wird seit dieser Zeit als eine Art Legende geführt. Einer Überlieferung zufolge waren Rurik und seine Brüder, die die Waräger hereinführten, nicht die ersten, sondern eher die letzten auf finnisch-slawischem Boden.

    Ebenfalls überliefert: Nicht aus eigener Initiative von Slawen her, sondern durch Fremde, von außen, ist der große slawische Staat begründet und hat seinen unslawischen Namen von seinen Eroberern erhalten.

    Die alten Geschichten liefern echten Nervenkitzel

    Nichts aus der Vergangenheit ist in Stein gemeißelt. Kein Historiker kann eine hundertprozentige Übereinstimmung liefern. Lediglich Schnipsel hat man uns hinterlassen, die wir über Jahrhunderte hinweg, im Begriff sind, zu einem großen Ganzen zusammenzufügen.

    Ich denke, das ist ein Unterfangen, dass nie enden wird. Und das ist auch gut so. Denn darüber, bleiben uns all die wunderbaren Legenden und Geschichten erhalten, in denen dieses Fünkchen Wahrheit glüht.

    Beginnend bei der Dynastie der Rurikiden, die um 800 ihre Anfänge nahm und 1593 endete, weiter über die frühen Anfänge der russischen Geschichte bis hin zum Jahr 1613, als aus einer anderen Linie der Rurikiden Fürst Michael Romanow mit 16 Jahren den Zarenthron bestieg, erfahren wir echten Nervenkitzel.

    Also bleibt neugierig, und vor allem dabei!

    https://undinepeter.wordpress.com/2023/03/07/haithabu-eine-germanische-stadt-und-ihre-unbeschreibliche-atmosphare/

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  • Haithabu – eine germanische Stadt und ihre unbeschreibliche Atmosphäre

    März 7th, 2023

    Drei Jahre ist es schon wieder her, als ich mit meiner Familie diesen magischen Ort besuchte.

    Ein Ort, der uns kurzerhand in seinem Bann zog, und ein unbeschreibliches Gefühl, tief verankert, bewahrt die Erinnerung. Noch gestern äußerte ich den Wunsch, „wir müssen unbedingt, noch in diesem Jahr, zurück an diesen faszinierenden Ort.

    Fest steht: Haithabu ist viel mehr als der Ort, an dem mit einer „Zeitmaschine“ ein Harald Blauzahn von Anno Tobak in ein modernes Museum bei Schleswig katapultiert wurde.

    Für mich ist Haithabu eine faszinierende Präsentation der Vergangenheit, in der jede Menge gegenwärtiges Denken steckt.

    Als wir am „Kai“ stehen, an dem ein Boot ruht, fühlen wir uns stückweit in eine andere Zeit versetzt. Von hier aus also, starteten die Nordmänner einst ihre Handelsreisen. Unser Blick schweift in die Ferne, über die Schlei, dem Ostseefjord, der einst die Wikinger in ihren Booten ins offene Meer trieb.

    So muss es sich wohl zugetragen haben:

    Dort, wo die See durch eine Halbinsel am Nordufer eingeschnürt, um gleich dahinter noch einen See zu bilden, liegt das Haithabuer Noor. Hier setzten einst Stan und Wilfrith ihren Anker – hier trafen sich Händler aus allen Himmelsrichtungen. Eine derartig große Stadt hatte Wilfrith noch nie gesehen. Die Berichte, die sie gehört hatten waren nicht übertrieben. Haithabu wurde von einer halbkreisförmigen Mauer eingeschlossen, die etwa so hoch war wie die in Starigrad. Allerdings lag Haithabu nicht auf einem Hügel.

    Haithabu, der Ort an der Heide, und das bedeutendste Handelszentrum zwischen dem 8.und 11. Jahrhundert

    Die, um 800 von germanischen Wikingern gegründete Siedlung, entwickelte sich zum bedeutendsten Handelszentrum Nordeuropas. Die Wikinger waren ausgezeichnete Handelsleute und zwischen Nord, Süd, Ost und West unterwegs. Hier wurden Waren aus aller Herren Länder umgeschlagen: Tuche, Schmuck und andere wertvolle Fertigprodukte gegen Bernstein, Wachs und Pelze aus den nordischen Ländern.

    Die Fracht wurde über Land über 10 Kilometer zum Hafen an der Treene, einem Nebenfluss der Eider, geschleppt. Die Eider mündet in die Nordsee – der Weg zum Atlantik war frei. Rund 1000 Einwohner zählte Haithabu seinerzeit, eine für damalige Verhältnisse beachtliche Zahl.

    Neben dem Handel blühten Kunst, Handwerk und Gewerbe.

    1066 überfielen herumziehende Wenden (Slawen) den Ort, zerstörten die Anlagen und brannten alles nieder. Haithabu musste vollständig aufgegeben werden. Eine andere Siedlung, nur drei Kilometer entfernt, übernahm Haithabus Erbe: Schleswig.

    Und während ich diese Zeilen schreibe, wächst meine Sehnsucht mehr und mehr, an diesen geschichtsträchtigen Ort zurückzukehren.

    https://undinepeter.wordpress.com/2023/03/07/ein-buntes-volkersammelsurium-romer-germanen-angeln-wikingerfursten-die-russische-geschichte-und-der-beginn-der-ara-romanow/

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  • Görlitz, meine wunderschöne Heimat Teil VII – Oberbürgermeister Demiani verärgert die Waldbewohner, und was sonst noch geschah

    März 6th, 2023

    Die Aufnahme zeigt das Hammergut in Schönberg (heute Piaseczna). Es prägte das Bild der kommunalen Görlitzer Heidelandschaft über Jahrhunderte mit.

    Die ehemals städtische Görlitzer Heide gilt nicht nur als das größte zusammenhängende Wald- und Wiesengebiet Mitteleuropas – sie ist auch reich an Geschichten und an Geschichte.

    Vorweg: Maßnahmen, die damals unverstanden blieben, sind aus heutiger Sicht zu rechtfertigen. Denn nicht zuletzt wurden darüber Eigenmächtigkeiten, die zum Raubbau führten, verhindert.

    Doch beginnen wir im Jahr 1300, als die große Niederschlesische Heide (zwischen Neiße und Queiß gelegen), den Landesherren unterstand. Da ergab es sich, dass 1349 König Johann von Böhmen einen Teil der Heide, als erhebliches Lehen den Herren von Penzig, überließ. Infolge wirtschaftlicher Schwierigkeiten der Adelsfamilie boten diese die Heide zum Verkauf an. Zu Beginn des 15. Jahrhunderts erwarb die Stadt Görlitz die gesamte Herrschaft Penzig mit dem Heideland. Der Rat der Stadt zahlte damals für dieses Gebiet 11 000 Goldgulden (das sind etwa 1,25 Millionen Euro).

    Erste Diskrepanzen mit den Bürgern der Randgemeinden gab es schon nach 1840. Es war geplant, die Schlesisch-Sächsische Eisenbahn von Breslau (Wroclaw) aus über Liegnitz (Legnica), Bunzlau (Boleslawiec) direkt durch die Görlitzer Heide über Rothenburg, Bautzen nach Dresden zu projektieren.

    Dann kam Demiani! Und eine Abneigung, die in Hass umschlug

    Der kostengünstige Vorschlag wurde durch Demianis Einspruch verhindert.

    Als der Rat mit Demiani an der Spitze nach den Regeln der straffen Forstbewirtschaftung (um 1830) alle angeeigneten Privilegien, die wohl über Jahrhunderte ungerechtfertigt genutzt wurden, mit Verboten zunichtemachte, wuchs die Abneigung, um nicht zu sagen, der Hass der Wirtschaftsbesitzer sowie Häusler am Rande der Heide.

    Die Förster bekamen immer mehr konkrete Aufgaben. Es entstanden Ober- und Revierförstereien. Die 1737 eingeführte Forst- und Jagdordnung ist strenger angewandt worden. Vor allem die Wilderei musste aufhören. Wilddiebe wurden nun verfolgt und streng bestraft. Später wurde gar das Sammeln der Beeren nur mit Erlaubnisschein möglich.

    „Er (Demiani) hat uns die Heide weggenommen!“

    Dieser Kommentar war noch lange ein geflügeltes Wort.

    Der Wald hatte für die Bewohner der angrenzenden Ortschaften seine Vorteile. Denn Wild, Pilze, Beeren und die Bienenzucht waren eine wichtige Lebensgrundlage. Wer Holz benötigte, holte es sich zum Teil als Leseholz. Auch die Wilderer waren reichlich am Werk. Der Bedarf an Waldstreu, die Heunutzung der Waldwiesen, mitunter auch das Fischen in den einzelnen Teichen zählten zu den Selbstverständlichkeiten, die nun auf Anordnung von Demiani unterbunden wurden. Der Rat der Stadt Görlitz wollte Geld sehen und dem Frevel ein Ende setzen.

    Kein Wunder also, dass all die einschneidenden Maßnahmen auf wenige Gegenliebe bei den Betroffenen stießen.

    Wer war Gottlob Ludwig Demiani?

    Der Oberbürgermeister zu Görlitz (ab 1. Juni 1844) wurde am 22. April 1786 zu Dresden geboren und starb am 5. Juli 1846 ebenda. Bereits seit 1833 übte er das Amt des Bürgermeisters aus. Er stammte von einer ungarischen, im 17. Jahrhundert wegen Religionsverfolgungen aus Siebenbürgen ausgewanderten Familie her. Urgroßvater, Großvater und Vater waren Ärzte, der erst genannte zu Muskau, die beiden Letzteren zu Dresden. Verheiratet war er seit dem Jahre 1814 mit Wilhelmine Knaust, der Witwe des königlich-sächsischen Münzwardeins, welche ihm zwei Stiefkinder zubrachte.

    Im Geschichtsbuch geblättert:

    • 1491/ 1492 erwarb die Stadt Görlitz die gesamte Herrschaft Penzig mit dem Heideland.
    • 1499: Kasper von Rechenberg überschickt der Ritterschaft und Mannschaft, den Landen und Städten der Oberlausitz, um die Berechtigung seines Besitzes der zwei Hämmer auf der Görlitzer Heide nachzuweisen.
    • 1815 fiel die Stadt mit einem großen Teil der Oberlausitz an Preußen. Von 1635 an hatte sie zu Sachsen gehört, vorher zu Böhmen. Kaiser Karl V. legte im Schmalkaldischen Kriege der Stadt eine harte Buße auf. Sie verlor nicht nur 25 Dorfschaften, sondern auch ihr sämtliches Rüstzeug samt Munition und musste außerdem eine stattliche Summe zahlen. Trotzdem besteht der Grundriss „Görlitzer Heide“ in 25.774 ha.
    • Das Jahr 1833 war von großer Bedeutung für die Stadt Görlitz. Es wurde die preußische Städteordnung eingeführt und Görlitz in den Rang einer großen preußischen Stadt erhoben. Görlitz war zu einer pulsierenden Stadt in der Mitte Deutschlands emporgewachsen.
    • 1843 traf das Zeitalter der Eisenbahn, aufgrund des Wunsches, zwei Zielen sich gleichzeitig nähern zu könne, eine Entscheidung. Aus dieser heraus, erwuchs mitten in der Heide ein Hauptknotenpunkt des ostdeutschen Verkehrs.

    Zauberhafte Görlitzer Heide – Wissenswertes

    Die Görlitzer Heide ist ein etwa 30 000 Hektar großer Görlitzer Stadtforst. Dieser füllt das große Waldgebiet zwischen der Neiße im Westen und großer Zschirne im Osten, zwischen Sänitz (Sanice), Freiwaldau (Gozdnica), Neuhaus (Nowiny) im Norden und Penzig (Piensk), Rothwasser, und Heidewaldau im Süden. Dabei soll Heidewaldau eines der schönsten Dörfer in der Görlitzer Heide gewesen sein.

    Besonders charakteristisch sind die mitten in den Wäldern liegenden Teiche und die hier vorhandenen Torfmoore. Im Herbst erstrahlt die Heide in prächtig bunten Farben.

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  • Die Alten Germanen – die kindliche Stufe im Lebensgang unseres Volkes

    März 6th, 2023

    Na? Wer von euch hat die Absicht, diesen Post gleich wieder zu schließen? Und wer bleibt noch dabei?

    Ich gebe ja zu: ein hübsch ins Bild gesetzter Post mit kurzem Text hat seine Vorzüge. Nur bleiben gewisse Inhalte auf der Strecke. Und kaum einer weiß wirklich so recht, was da tatsächlich vor einigen Jahrhunderten vor sich gegangen ist. So schieben wir die tollen Bilder hin und her, teilen sie fleißig, freuen uns über den siegreichen Germanen mit seiner Axt, locker über die Schulter geschwungen, und über eine mutige Schildmaid, die sich für ein Leben als Kriegerin entschieden hat.

    Mir persönlich sind Zeitreisen außerordentlich wichtig, für ein besseres Verständnis zu unserer Herkunft. Und nicht zuletzt aus dem Grund, um Zusammenhänge besser verstehen zu können.

    Ab hier gilt:

    Schön, dass du auch dazu gehörst!

    Vorweg: Gerne orientiere ich mich in meinen Ausführungen an den fabelhaften Werken wie dem der „Götterwelt der Germanen“ von E. Doepler und Dr. W. Ranisch sowie dem zur „Weltgeschichte“ vom Ullstein & Co Verlag Berlin unter der Feder des Prof. Dr. v. Pflugk-Harttung, einem berühmten Historiker des 19. Jahrhunderts.

    „Der geschichtliche Lebenslauf der Germanen beginnt mit Kämpfen gegen das Römerreich.

    Die Ursitze werden in Norddeutschland, Dänemark, Süd- und Mittelskandinavien zu suchen sein, also flache Gegenden mit viel Wald und Wasser. Hier, vermutlich an der Westküste Schleswig-Holsteins traten Antheas sowie Uleranders der Große in Erscheinung, als namhafte Vertreter der Goten, oder besser Teutonen.

    Dann finden wir um 170 v. u. Z. die deutschen Bastarner in den unteren Donaulanden als Verbündete des Mazedonierkönigs Perseus.

    Aber erst 113 v. u. Z. eröffnen die Söhne der Kimbern die eigentliche Geschichte der Söhne des Nordens. Sie kamen aus der Kimbrischen Halbinsel (heute Jütland) und irrten, mannigfache keltische Bestandteile aufnehmend, an Böhmen vorüber, nach den Krainer Alpenpässen, wo sie in den Bereich der Römer gerieten.

    Die ungebrochene, zermalmende Wucht eines Naturvolkes

    Gründe für die Wanderungen nach Süden werden in Abenteuerlust, in Illusion und geringer Ertragsfähigkeit der heimatlichen Stammsitze bei zunehmender Bevölkerung zu suchen sein.

    Durch Wald, Seen und Meer war die Luft dort feucht, durch Nord- und Ostwinde das Klima rau. Die Nässe erzeugte Nebel und starke Niederschläge.

    Wich nun der Winter der Sonne des Frühlings, so brach die Eisdecke nicht selten in den südlichen Flussläufen. Das bewirkte gewaltige Überschwemmung der schutzlosen Niederungen. Kein Wunder, dass die heimgesuchten Bewohner ihre Holzhütten und Zelte abbrachen, und, sich tastend nach Westen und Süden vorschoben und in verschiedenen Bestandteilen alten Handelswegen und die natürlichen Pfade längs der Flussufer folgten.

    So kamen dann auch die Kimbern nicht als beutegierige Räuber, sondern als landsuchende Volksgenossenschaft. Bei Noreja wurden sie von den Römern in einen Hinterhalt gelockt, warfen sie aber über den Haufen.

    Diese Schlacht gewährt ein Abbild Jahrhunderte langer Kämpfe; List und strategische Überlegenheit, die gewaltigen Hilfsmittel eines Kulturstaates auf der einen Seite, auf der anderen die ungebrochene, zermalmende Wucht eines Naturvolkes.„

    Mit einem Sieg eröffneten die Germanen ihre Weltbahn.

    „Richtig scheinen die Kimbern erkannt zu haben, dass sie in dem menschen-und städtereichen Italien nicht finden würden, was sie brauchten und begehrten. Sie wandten sich deshalb gen Westen, überschritten den Rhein und gelangten nach Gallien, wo der ebenfalls umherirrende Bruder-und Nachbarstamm der Teutonen sich ihnen anschloss.

    Kämpfend und wandernd gelangten sie bis Spanien und Belgien, um schließlich nach Italien zurückzufluten.

    Wohl in Erwägung der Schwierigkeiten des Alpenüberganges teilten sich die Massen; die Kimbern zogen über die Ostalpen, die Teutonen den Seealpen zu.  Der drohenden Gefahr gegenüber hatten die Römer alle Kraft zusammengenommen, und Gaius Marius zum Oberfeldherren ernannt, der erst die Teutonen bei Aqua Sertiae und dann die Kimbern bei Vercellae in furchtbaren Schlachten vernichtete. Die deutsche Gefahr ist beseitigt.

    Hiermit war die erste germanische Sturzwelle zerschellt; doch hinter ihr wogte das Meer.

    In breiteren und immer breiteren Scharen begannen die Bewohner des Waldes nach Süden und Südwesten zu drängen, um in gewiss schweren Kämpfen die dort noch ansässigen Kelten zu überwinden.“

    Germaniens Aufschwung im Zeitraffer

    • 12 – 7 v. u. Z Drusus und Tiberius erobern das deutsche Gebiet bis zur Elbe. Es entsteht die Römische Provinz „Germania“.
    • 6. u. Z.: Römischer Angriff auf König Marbod, Gründer des deutschen Markomannestaates in Böhmen.
    • 9 u. Z.: Der Cheruskerfürst Armin vernichtet den römischen Statthalter Quinctilius Varus. Kaiser Augustus legt die Reichsgrenze an den Rhein zurück.
    • 100 u. Z. Römische Grenzwehr der Limes zwischen Mittelrhein und Oberdonau von Kaiser Domitian begonnen, unter Trajan vollendet. Das Dekumatland – Tacitus schreibt die „Germania“.
    • 166-180 Die Markomannenkriege
    • 200: Übergang der Deutschen zum Ackerbau. Bildung größerer Völkerverbände, Franken, Alemannen, Sachsen, u. a.
    • 230: Die Germanen der Ostseegegenden kommen in stärkere Bewegung. Die Goten in Südrussland. Vordringen der Franken und Alemannen am Rhein, der Goten an der Donau.

    Die Ursprünge der deutschen Völker knüpfte man an den trojanischen Krieg, an die Züge Uleranders des Großen und an besonders berühmte Taten der Alten Welt.

    Der geschichtliche Lebenslauf der Germanen beginnt mit Kämpfen gegen das Römerreich. Auf die Jahrhunderte des Kampfes folgte ein Jahrtausend des willigen Lernens: Der Germanenstamm war der Neuling, das junge Volk, dass von der alten gereiften Kultur des Südens allmählich in sich aufnahm, was zu retten war. Der erste Schritt war überall die Annahme der christlichen Religion. Damit erkauften die blonden Eroberer den Eintritt in die neue Völkerfamilie. Allein aus diesem Grund, ist unser heimischer Götterglaube, ein Stück unserer Jugendgeschichte und sollte in unseren Herzen bewahrt werden.

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  • Görlitz, meine wunderschöne Heimat Teil VI – das Görlitzer Stadttheater

    März 4th, 2023

    Mit diesem Theater, unserem Gerhart-Hauptmann-Theater, verbinde ich ganz viele Erinnerungen. Hier hat meine Schwester schon Coppélia getanzt. Und auch ich habe mich auf der großen Bühne des Theaters im Tanz der kleinen Schwäne aus Tschaikowskis Schwanensee versucht. Da war ich gerade mal acht Jahre alt. Mein Ballettmeister war damals Herr Kiesewetter, meine Ballett-Trainerin Frau Genova, und am Klavier saß Frau Blankenstein – eine schillernde Persönlichkeit. Sie begleitete uns kleine Tanz-Feen musikalisch. Im Ballettsaal auf dem Mühlweg probten wir so für den großen Auftritt im Gerhart-Hauptmann-Theater.

    Ein Stück schlesische Theatergeschichte

    Unsere Familie pflegte eine enge und innige Verbindung zu dem ehrwürdigen Theater mit all seinen Geschichten. Regelmäßig besuchten wir die Aufführungen, Opern, das Ballett, Operetten und Musicals. Mit dem Opernglas „bewaffnet“, machten wir uns auf den Weg zur jeweiligen Vorstellung. Vor jeder Oper wurde in der Stube noch (vor)gelesen“, damit man verstand, was uns die wunderbaren Sänger vermitteln wollen. Gewiss, nicht jedermann mag die Oper, und manchmal wäre auch ich lieber zuhause geblieben, hätte die Musikkassette ins „Sonett“ gelegt, und „fetzige“ Musik gehört. Doch gerade jetzt, geht es um die Erinnerungen, um die vielen schönen Erinnerungen, dich ich mit diesem Theater verbinde – und mit den wundervollen Künstlern und Menschen, die ich dort kennenlernen durfte.

    Um so mehr betrübt mich die aktuelle Situation.

    Ein Fehler in der Brandmeldeanlage, eine verheerende Löschwasserkatastrophe – und die Frage aller Fragen: Was nun?     

    Nach dem verheerenden Wasserschaden im vergangenen Jahr, scheint nichts mehr, wie es einmal war. Ich weiß: Das Leben ist ein Fluss, und alles ist in Veränderung. Und doch schmerzt es, mit anzuschauen, wie dünn doch das Parkett ist, auf dem nun getanzt und gespielt werden soll.

    Entscheidungen müssen getroffen werden. Muss das Theater gar 40 Mitarbeitern kündigen? All das das stimmt mich traurig. Und ich hoffe doch so sehr, dass sich noch alles zum Guten wenden mag. Zum Guten, für unser altes städtischen Theater, dass den Namen des aus Niederschlesien stammenden Dichters und Literaturnobelpreisträgers Gerhart Hauptmann trägt.

    Vielleicht ist es zu früh für eine endgültige Hommage, aber Zeit für den Blick in die Geschichte der „kleinen Semperoper“, die muss sein:

    • Erbaut wurde das Theater von Gustav Kießler, und eröffnet mit Schillers „Don Carlos“. Es war genau am 2. Oktober 1851, als der Musentempel am Demianiplatz glanzvoll seinen Spielbetrieb begann.
    • Von 1851 – 1898 verkörperte das Theater die typische Provinzbühne dieser Zeit.
    • Bis 1923 war das Görlitzer Stadttheater an einen Unternehmer verpachtet.
    • 1924 wurde der über lange Zeit geplante Umzug und Ausbau der alten Holzbühnenkonstruktion beschlossen.
    • Während der Kriegszeit musst die Stadt die finanzielle Hauptlast tragen – später übernahm sie das Theater.
    • Von innen heraus, wurde das Theater öfter erweitert.
    • 1942 sprach Johannes Maximillian Avenarius im Görlitzer Stadttheater eine Zuneigung zu Hauptmann „Iphigenie in Delphi“ bei der Eröffnung der Winterspielzeit 1942/43 in Gegenwart des damals 80-jährigen Dichters.
    • Die gemeinsame Theatergesellschaft Gerhart-Hauptmann-Theater Görlitz-Zittau GmbH besteht seit der Fusion der Theater Görlitz und Zittau zum Jahresbeginn 2011.

    Damals wie heute, nur unter anderen Berufsbezeichnungen, wirkten und wirken hier Direktoren, Regisseure, Dramaturgen, Choreografen, Theaterärzte, Rechtskonsulenten, Souffleusen, Theatermaler, Ankleider, Friseure, Requisiteure, Garderobeninspektoren, Gasbeleuchter und Portiers. Und selbstverständlich all die wunderbaren Schauspieler, Sänger, Tänzer und Darsteller aller Art. Sie alle schenken diesem Theater die Lebendigkeit, die es verdient. „Theater rührt den Menschen an einer Stelle in seiner Seele an, die verdeckt ist.“

    Aktuell erklingen aufgrund der Katastrophe die Arien im Görlitzer Kaufhaus, und vielleicht treffen sich Theaterfreunde schon bald in der Lagerhalle des Güterbahnhofs. Und doch kreist das Schwert des Damokles über dem Haupt der „kleinen Semperoper“. Die Ungewissheit ist groß. Darüber, was künftig noch möglich ist, nagt an der Künstlerseele und an der, der Menschen, die sich mit dem Theater auf besondere Weise verbunden fühlen.

    https://undinepeter.wordpress.com/2023/02/20/gorlitz-meine-wunderschone-heimat/
    https://undinepeter.wordpress.com/2023/02/23/gorlitz-meine-wunderschone-heimat-teil-ii-wer-waren-die-bohmen-und-mahren/
    https://undinepeter.wordpress.com/2023/02/24/gorlitz-meine-wunderschone-heimat-teil-iii-ein-mittelalterlicher-streifzug/
    https://undinepeter.wordpress.com/2023/02/28/gorlitz-meine-wunderschone-heimat-teil-iv-aus-dem-sagenbuchlein-der-schatz-in-der-landeskrone-eine-sage-um-jakob-bohme/
    https://undinepeter.wordpress.com/2023/03/02/gorlitz-meine-wunderschone-heimat-teil-v-faszination-nikolaifriedhof/

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