• „Die Anklage hören viele, die Rechtfertigung wenige…“
    • Alles Kräuter oder was?
    • Aus dem Reich der Sagen und Fabeln
    • Aus der Feder einer Erlebnisgeneration
    • Aus deutscher Dichtung
    • Blog
    • Deutsche Geschichte – kritisch, nicht geschönt, ungefiltert und wahrhaftig
    • Deutsche Geschichte – von den Uranfängen bis zum Ende des Dreißigjährigen Krieges (nach Albert Thümmel)
    • Deutsche Geschichte nach Albert Thümmel Band 2- Vom Ende des Dreißigjährigen Krieges bis zur Gegenwart
    • Die etwas andere Fundgrube für deutsche Kultur und Geschichte
    • Dresden brannte sieben Tage und sieben Nächte
    • Feste, Feiern, Bräuche – alles heidnisch, oder was?
    • Görlitz-Reihe
    • Historische Rückblicke
    • Im Reich der „Roten Teufel“
    • Reise & Geschichte
    • Schlesien und seine Bäder
    • Unsere deutschen Städte und ihre Zerstörer
    • Zitate, die nachdenklich stimmen
  • Über mich
  • Allgemein

Klara Fall: das glaube, wer mag

  • Mittendrin – in der Weltgeschichte! 375-568 u. Z: Es brechen turbulente Zeiten für Europa an.

    März 3rd, 2023

    Die Völkerwanderung: eine gewaltige Zersetzung und Verjüngung

    Rom ist alt geworden. Es drohte der allmähliche Zerfall. Doch neues Leben blühte aus den Ruinen.

    Freilich, Jahrhunderte hat es gedauert, bevor es festen Boden fassen und in Saat schießen konnte. Eine friedliche Einwanderung der Germanen in das Kaiserreich erfolgte. Immer dichtere Scharen strömten über den Rhein und Donau den stolzen, siegreichen Adlern zu, um im fremden Golde, das fremde Schwert zu führen. Dazu kamen landsuchende Bauern, kriegsgefangene Sklaven, Handwerker und Abenteurer. Ganz Völker fluteten herbei. Zunächst prallten sie gegen die Grenzen, welche tatkräftige Kaiser durch fortlaufende Befestigungen zu schützen suchten.

    Die Hauptkraft des Imperiums wurde hier zusammengezogen und hat den Bestand verlängert. Doch das Unglück wollte, dass die Germanen nicht auf Zufall, sondern auf natürlichen, zwingenden Gründen beruhten.

    Schon bald konnten sich die „Eindringlinge“ auf altem Kulturboden niederlassen und zwar als geschlossene Völker, welche eigene Staaten bergründeten. Ihre Kraft wuchs, je mehr die des Reiches erlahmte. Und als schließlich mit der Entthronung des letzten Kaisers der Rest einer Scheinoberhoheit, erhoben sie stolz in eigenem Werte das Haupt. Das ganze Weströmische Reich, ist von solchen Germanenstaaten überdeckt worden.

    Germanen, Romanen und Slawen – drei große Völkergenossenschaften bilden sich heraus

    Alles in allem ist der Zeitraum der folgenreichste und hiermit wichtigste der Geschichte geworden. Völkerwanderung und Frankenreich: Damals haben sich die drei großen Völkergenossenschaften herausgebildet, die Romanen, Germanen und Slawen. Sie haben jene Wohnsitze eingenommen, welches sie im Wesentlichen noch heute behaupten.

    Die Germanen und Slawen brachten eine eigene Denk- und Empfindungsweise, die Romanen hatten das Christentum, alles zusammen schufen eine tiefgründige Kluft zwischen der damaligen Gegenwart und dem Altertum. Die Bedingungen waren gegeben, aus denen sich das Mittelalter und in weiter Folge die Neuzeit entwickeln konnten.

    Teilen mit:

    • Klicke, um auf X zu teilen (Wird in neuem Fenster geöffnet) X
    • Klick, um auf Facebook zu teilen (Wird in neuem Fenster geöffnet) Facebook
    Gefällt mir Wird geladen …
  • „Die Römer sterben lachend!“ 476: Das Ende des Weströmischen Reiches

    März 3rd, 2023

    Werfen wir einen Blick auf den Untergang des Weströmischen Reiches. Manch einer möge vielleicht Parallelen zur Gegenwart erkennen. Wobei es sich wohl bei genauer Betrachtung, um einen wiederkehrenden geschichtlichen Prozess handeln dürfte.

    So gab es einige Vorfälle und Bedingungen, die den Zerfall des Weströmischen Reiches beschleunigten:

    • Die Arbeitsmoral sank, die Preise stiegen laufend.
    • Die Bewohner in den Provinzen bekamen für ihre Münzen immer weniger.
    • Mache konnten ihre Schulden nicht mehr zurückzahlen – ihr Eigentum wurde eingezogen, einige sogar als Sklaven verkauft.
    • Die Versorgung der Soldaten war nicht mehr geregelt.
    • Die Verwaltungskosten stiegen, die Steuern wurden in wenigen Jahren auf das dreifache erhöht.
    • Es kam zu gewaltsamen Steuereintreibungen und es entstanden inflationäre Probleme.

    Inmitten eines übersteuerten, überverwalteten, durch innere Unruhe bedrohten Gemeinwesens, zogen sich die Reichen auf ihre Besitzungen zurück. Viele brachten ihr Vermögen nach Konstantinopel, ins oströmische Reich, wo man die Werte sicherer aufgehoben sah.

    • Die Moral war auf dem Tiefstand.
    • Das Volk wollte oder konnte den Verfall nicht erkennen.
    • Die Menschen amüsierten sich, saßen in Tavernen und öffentlichen Küchen (damaligen Gasthäuser) herum, spielten an Würfeltischen, besuchten Wagenrennen und Gladiatorenkämpfe.
    • Es gab immer neue Veranstaltungen, um vermeintliche Freiheiten zu genießen.
    • Für Sittenlosigkeit und Ausschweifungen gab es keine Grenzen. Täglich trafen sich viele Männer zu Trink-Orgien in Begleitung von Amüsiermädchen.
    • Die Höflinge um den Kaiser waren geldgierige Schmarotzer. Sie interessierten sich weder für Staat noch Volk.

    Von einem römischen Geschichtsschreiber stammen die Worte:

    „Die Römer sterben lachend“.

    Golo Mann, der Sohn von Thomas Mann schrieb dazu: „Sie starben tatsächlich, jedenfalls starben ihre Städte und ihre ehrwürdigen sozialen Einrichtungen. Sie waren nur ein Schatten ihrer selbst.“

    Der Historiker Zosimus schrieb: „Die Städte verwahrlosten, die Mittelstandskultur zerfiel an der zerrütteten Wirtschaft“.

    In über 1000 Jahren war das Land zu einem mächtigen Staat herangewachsen. In nur 100 Jahren versank das Weströmische Reich mit seiner blühenden Zivilisation und den prachtvollen Bauten.

    • 476 wird der germanische Heerführer Odoaker ausgerufen. Er setzte den letzten römischen Kaiser ab und besiegelte das Ende des Weströmischen Reiches.
    • Auf seinen Trümmern entstanden germanische Königtümer.
    • Karl der Große aus dem Stamm der westgermanischen Franken vereinte die einzelnen Königsländer zum großen Frankenreich. Damit erneuerte er auch das alte römische Kaisertum.  
    • Dieser Riesenstaat wurde später für die Enkelkinder des Kaisers geteilt.
    • Aus einem Teil bildeten sich das Römische Reich Deutscher Nation, dass unter der Herrschaft deutscher Kaiser fast 1000 Jahre bestand und erst unter der Gewaltherrschaft Napoleons 1806 zerfiel.

    Teilen mit:

    • Klicke, um auf X zu teilen (Wird in neuem Fenster geöffnet) X
    • Klick, um auf Facebook zu teilen (Wird in neuem Fenster geöffnet) Facebook
    Gefällt mir Wird geladen …
  • Görlitz, meine wunderschöne Heimat (Teil V) – Faszination Nikolaifriedhof

    März 2nd, 2023

    Ich liebe diese Spaziergänge über den Görlitzer Nikolaifriedhof. Über Stunden bin ich schon als junges Mädchen hier umhergeschlendert, haben die Inschriften gelesen., die Skulpturen fotografiert und andere Besucher beobachtet. Hier tummeln sich der Schuljunge auf dem Heimweg, die Malerin auf der Decke, junge Familien mit ihren Kindern und Ausflügler aus aller Welt.
    Nur jemand, der den Friedhof nicht kennt, wird darüber sein Unverständnis vermitteln. „Wie kann man es nur mögen, über einen Friedhof zu schlendern?“ Oft wurde mir diese Frage gestellt. Doch begreife ich den Friedhof als einen Ort der Einkehr und Erinnerung. Und er ist noch viel mehr.

    Der Nikolaifriedhof entführt uns in eine idyllische Welt der Romantik. Der Besuch gleicht einer mystischen Zeitreise. Hier wandelt sich der Zauber der Stimmung mit der Jahreszeit, mit dem Laubwerk und Geäst der Bäume, die hier ebenfalls ihre Geschichte haben, wie die sagenumwobene Moller-Linde links am Eingang.

    Mystisch, kunstvoll und manchmal auch bizarr
    Ein sanfter Abhang trägt zwischen verwildertem Kraut und wuchernden Büschen die altersgrauen Male, unter denen Geschlechter ruhen, die kaum noch einer kennt. Mich bewegen sie immer wieder durch ihre Schönheit. Kleine Engel und Amoretten verziehen ihr Kindergesicht in Falten bitterlichen Schmerzes, eine verhüllte Frau neigt sich in zärtlicher Trauer über den Stein und eine vielstimmige Totenklage scheint unter dem leisen, unablässigen Flügelschlage der Zeit erstarrt.

    Symbole von kunstvoller, oft bizarrer Form, zeigen den Anspruch ererbter Würden und gesammelter Verdienste. Pyramiden und Urnen, figurenreiche Wappen, bekränzte Sarkophage, traurig vereinsamt und halb versunken in ihrer zerbröckelnden Pracht.

    Gräber, die Geschichten erzählen
    Hochbetrübt beweinten hier Hannß Siegmunden von Warnsdorff auf Schönborn und seine Frau Helen Marien geb. Warnsdorffin, den Tod ihrer herzliebsten Tochter Agneten Tugendreich, die durch das Umschlagen des Wagens im 18. Lebensjahr zu Tode kam. Nebst Kutscher und Pferden ist sie jämmerlich ertrunken und wurde bei der Walck-Mühle tot herausgezogen.

    Mehrere Grabkapellen stehen nebeneinander auf der Höhe des Abhangs. Nur mit schweren, verschnörkelten Schlüsseln kann der Totengräber diese aufschließen. Voll Staub und Spinnweben hängen hier die prunkvollen Wappen der Familien alten Stadtadels wie Färber, Schön, Schmidt, Möller von Mollerstain, Schnitter und Seyfriedt. Unter den schaurig kühlen Räumen liegen unzugänglich ihre Särge.

    Die wohl berühmteste Erzählung wähnt sich um Gregor Gobbius
    Was wäre ein Spaziergang über einen alten Friedhof ohne diese Legenden und berüchtigten Erzählungen? So erzählt man sich, dass sich vor einer Gruft ein Gitter befindet, an dem ein Ring fehlt. „Kein Schmied konnte diesen ersetzen, ohne dass er in der folgenden Nacht wieder abspränge.
    Es handelt sich um die Gruft des Gregor Gobbius, der 1656 das Amt des Stadtrichters in Görlitz bekleidete. Seine Familie stammte aus Anklam in Pommern. Gobbius war ein Alchimist und auch sonst eine auffallende Persönlichkeit, ging im roten Rock und großer Perücke einher und trieb nach dem Tod sein spukhaftes Wesen in Görlitz fort. Knaben, die einmal vor der Gruft spielend riefen: „Gobsch, Gobsch komm heraus!“, erhielten von unsichtbarer Hand eine Ohrfeige. Auch wollen ihn viele um Mitternacht gesehen haben. Dann trug er den Kopf unter dem Arm und saß in einer mit vier Pferden bespannten Kalesche, die dreimal im Kreise umherfuhr.

    Kein Besuch auf dem Friedhof, ohne bei Jakob Böhme vorbeizuschauen
    Und schließlich stehe ich vor dem eher schlichten Grab des Mystikers Jakob Böhme, dem wohl berühmtesten Sohne der Stadt. Das Haus am Ufer der Neiße ist nicht mehr, auch das alte Grabmal nicht. Das Denkmal, das der Rat ihm einst zugebilligt hat, verfiel mit der Zeit. Heute ist es ein moderner Felsblock, der an die Grabstätte des einsamen Denkers erinnert.

    Die Geschichte des Nikolaifriedhofes, der ältesten Begräbnisanlage von Görlitz, angelegt auf dem ältesten Siedlungsgelände – im Zeitraffer

    • Angelegt wurde der Friedhof bereits im 12. Jahrhundert – 1305 erstmals urkundlich erwähnt.
    • Die mittelalterlichen Grabsteine sind in der Hussitenzeit zur Verstärkung der Stadtmauern verwendet worden – die der Renaissance vernichtete der Dreißigjährige Krieg.
    • Grabsteine des 17. Jahrhunderts haben sich vereinzelt an den Außenmauern der Nikolaikirche erhalten.
    • Seitenwangen mit Roll- und Knorpelwerk und Darstellungen des Alten Testaments oder der Verstorbenen bereichern gegen Ende des 17. Jahrhunderts die tektonische Grundform. Auch ovale Grabplatten tauchen auf.
    • Kostümgeschichtlich interessant ist der Grabstein des Tuchknappen Benjamin Beyer von 1675, links vom Westportal der Nikolaikirche.
    • Um die Mitte des 17. Jahrhunderts entstand die Sitte, dass sich die vornehmsten Familien Gruftkapellen als Erbbegräbnisse zulegten. Die ältesten von ihnen liegen auf der Westhälfte des Friedhofes – die erst 1624 in Anbetracht der vielen Todesopfer des Krieges hinzugewonnen wurden.
    • Die ältesten der Gruftkapellen, nämlich die der Familie Gobbius von 1635 inmitten des westlichen Teils und die der Familie Gehler von 1676- es ist die zweite am Wege links – verraten noch das ganze Fortbestehen der Bautradition.
    • Noch vom Ende des 17. Jahrhunderts stammt in der Nordgruppe die Doppelkapelle der Familie Schön und Wiedemann.
    • Die völlig gleichartig gebildeten Grüfte der Familie Zobel und Hänisch vom Beginn des 18. Jahrhunderts, öffnen sich in der Front arkardenartig.
    • Nach 1847 fanden nur noch in Ausnahmefällen Beerdigungen statt.

    Der Nikolaifriedhof ist ein ganz besonderer, ja, außergewöhnlicher Friedhof. Mehr als 800 Grabmäler und Grabinschriften sind heute noch stumme Zeugen für die Entwicklung der Werte und Religion der Stadt. Kein Wunder also, dass sich auch Filmschaffende von der knisternden Atmosphäre inspirieren lassen.

    Quellangaben zu den Erzählungen und Sagen: „Im Alten Reich Lebensbilder deutscher Städte“ Ricarda Huch

    https://undinepeter.wordpress.com/2023/02/20/gorlitz-meine-wunderschone-heimat/

    https://undinepeter.wordpress.com/2023/02/23/gorlitz-meine-wunderschone-heimat-teil-ii-wer-waren-die-bohmen-und-mahren/

    https://undinepeter.wordpress.com/2023/02/24/gorlitz-meine-wunderschone-heimat-teil-iii-ein-mittelalterlicher-streifzug/

    https://undinepeter.wordpress.com/2023/02/28/gorlitz-meine-wunderschone-heimat-teil-iv-aus-dem-sagenbuchlein-der-schatz-in-der-landeskrone-eine-sage-um-jakob-bohme/

    Teilen mit:

    • Klicke, um auf X zu teilen (Wird in neuem Fenster geöffnet) X
    • Klick, um auf Facebook zu teilen (Wird in neuem Fenster geöffnet) Facebook
    Gefällt mir Wird geladen …
  • Aus der höfischen Dichtung des Mittelalters

    Februar 28th, 2023

    Wusstet ihr, dass Walther von der Vogelweide der erste „politische“ Dichter war? Mit ihm begann die politische Dichtung in deutscher Sprache.

    „Er brauchte die Poesie nicht zu Leibesklagen allein, er lobte, er tadelte, er lehrte. Er lobte erhaben, er tadelte fein und er lehrete moralisch.

    (aus Johannes Jacob Bodmer: Proben der alten schwäbischen Poesie des 13. Jahrhunderts)

    Neben Goethe und Schiller gehörte Walther von der Vogelweide zu den bekanntesten deutschsprachigen Dichtern. Sein Werk ist über 800 Jahre alt – 500 Strophen, davon 140 Sprüche sind von Walther in mehr als 25 Handschriften überliefert.

    Der nun folgende Spruch entstand 1198.

    Man könnte ihn so interpretieren: Treue ist die ethische Forderung aus dem feudalen Lehnsverhältnis, das auf Gegenseitigkeit der Verpflichtungen beruht: kein Dienst ohne Lehen; und kein Lehen ohne Dienst. Die untriuwe (Treulosigkeit, Verrat) kann demnach hier die Verweigerung der Anerkennung des Staufers durch einen Teil der deutschen Fürsten im Jahr 1198 meinen.

    Ich saz uf eime steine (Reichsklage)

    Mittelhochdeutsch

    Ich saz ûf eime steine,

    und dahte bein mit beine;

    dar ûf satzt ich den ellenbogen;

    ich hete in mîne hant gesmogen

    daz kinne und ein mîn wange.

    dô dâhte ich mir vil ange,

    wie man zer werlte solte leben:

    deheinen rât kond ich gegeben,

    wie man driu dinc erwurbe,

    der deheinez niht verdurbe.

    diu zwei sint êre und varnde guot,

    der ietwederz dem andern schaden tuot,

    daz dritte ist gotes hulde,

    der zweier übergulde.

    die wolte ich gerne in einen schrîn.

    jâ leider desn mac niht gesîn,

    daz guot und werltlich êre

    und gotes hulde mêre

    zesamene in ein herze komen.

    stîg unde wege sint in benomen:

    untriuwe ist in der sätze

    gewalt vert ûf der strâze;

    fride unde reht sint sêre wunt.

    diu driu enhabent geleites niht,

    diu zwei enwerden ê gesunt.

     Ich saß auf einem Felsenstein

    Ich saß auf einem Felsenstein

    und schlug ein Bein über das andre Bein.

    Drauf stützte ich den Ellenbogen,

    in meine Hand hatt‘ ich geschmiegt

    mein Kinn und meine Wange.

    So dachte ich darüber nach,

    wie man auf dieser Welt wohl leben sollte –

    doch keine Antwort wusste ich darauf,

    wie man drei Dinge so erwürbe und beisammenhielt‘,

    dass keines wiederum verloren ginge:

    Die ersten zwei sind Ansehen und Besitz,

    welche sich oft schon gegenseitig stören,

    das dritte ist Gottes Gnade,

    von noch viel höherem Wert.

    Die wünschte ich, in ein Gefäß zu tun. –

    Doch leider, nein, es kann nicht sein,

    Besitz und Ansehen vor der Welt

    und Gottes Gnade noch dazu,

    dass sie in einem Herzen zueinanderkommen.

    Weg und Steg ist ihnen genommen, Verrat lauer im Hinterhalt,

    Gewalt zieht auf der Straße,

    Frieden und Gerechtigkeit sind wund bis auf den Tod –

    eh diese beiden nicht wieder gesunden,

    haben die drei Dinge keinen Schutz

    ———————

    (Foto aus dem Lesebuch der 9. und 10. Klasse der zwölfklassigen allgemeinbildenden polytechnischen Oberschule 1961)

    Teilen mit:

    • Klicke, um auf X zu teilen (Wird in neuem Fenster geöffnet) X
    • Klick, um auf Facebook zu teilen (Wird in neuem Fenster geöffnet) Facebook
    Gefällt mir Wird geladen …
  • Görlitz, meine wunderschöne Heimat (Teil IV) – aus dem Sagenbüchlein: Der Schatz in der Landeskrone, eine Sage um Jakob Böhme

    Februar 28th, 2023

    Rückblick. Ein sonniger Sonntagvormittag im März 1975: „Gleich laufen wir zur Landeskrone“ ertönte es vernehmlich aus der Küche. Als Kinder hatten wir natürlich ganz andere Vorstellungen von Unternehmungen an einem Sonntag. Doch „fügte“ man sich, und schließlich wurde es auch noch richtig schön.

    Ich erinnere mich noch gut an die Zeit, als meine Mutter mit uns Kindern die Landeskrone hinaufwanderte, und es dabei hervorragend verstand, über das Erzählen von Sagen und Geschichten, den Aufstieg so spannend wie möglich zu gestalten.

    Aus der Südstadt kommend, liefen wir zunächst am Kreuzkirchenpark vorbei. Dort erzählte sie mir die Geschichte von den sieben Raben, frei nach den Gebrüdern Grimm. Inspiration dazu, gaben die unzähligen Dohlen und Rabenvögel, die auf knorrigen Ästen saßen und ihre kehligen Laute von sich gaben. Über das Erzählen hinaus, erreichten wir schon bald den Fuß der Landeskrone.

    Hier wurde dann ein verborgener Schatz zum Thema. Noch heute, lausche ich dieser wundervollen Sage nach.

    Vermutlich kennt sie jeder Görlitzer. Der Schatz der Landeskrone war bereits dem jungen Jakob Böhme bekannt, als er noch im Dienst eines Bauern Vieh hütete. Er trieb die Schafe gerne bis an die Landeskrone, die stolz aus der Ebene aufragte und gebieterisch über die Lande schaute, zu den Sudeten hin, denen ihr Basaltkegel wie ein Wächter vorgelagert ist. Die prächtige Aussicht lockte den träumerischen Knaben immer wieder zur Höhe, wo einstens Raubritter geherrscht hatten, deren Burg die Görlitzer freilich schon 1440 zerstörten.

    Am sagenumtankten Zauberberg der Heimat

    Hier lest ihr die Sage um Jakob Böhme. Zitiert aus den alten Schriften des Joachim Leopold Haupt aus dem Jahre 1838.

    „In der Landeskrone ist ein großer Schatz, welchen Jakob Böhme einst gesehen hat. „Als er die Schafe hütete, stieg er einst in der Mittagsstunde auf die eine Stunde von Görlitz liegende Landeskrone. Auf dieser fand er einen Eingang, und als er hineinging, erblickte er eine große Bütte mit Geld. Er erschrak aber so sehr darüber, dass er eiligst zurückging, ohne sich etwas von dem Gelde zu nehmen. Als er nachher mit andern Knaben mehrmals auf den Berg stieg, konnte er den Eingang nicht mehr finden.“  ´

    Und so hat e sich zugetragen:

    „Zwischen Geröll und Trümmergestein ließ der Knabe seine Schafe weiden, indes er durch das wildgewachsene Gebüsch auf dem Gipfel streifte und dabei wie von ungefähr den Eingang zu einer großen Höhle entdeckte.

    Jakob trat zögernd näher. Ein wundersames Licht schimmerte von den felsigen Wänden und ließ ihn deutlich den rötlichen Steinbelag des Bodens erkennen, der sich in der Tiefe verlor. Der erstaunte Hirtenbub drang weiter vor und fand zu seiner wachsenden Verwunderung, dass die seltsame Dämmerung zunehmend heller wurde. Deutlich konnte er alles erkennen und wusste gar bald um die Wahrheit dessen, was das Volk von der Landeskrone erzählte: dass sie bis obenauf angefüllt sei mit einem unermesslichen Schatz von Gold und Edelsteinen, der so groß und gewaltig sei, dass ihn niemand zu heben vermöge.„

    Nach dieser Erzählung erging es mir tatsächlich immer so ein bisschen wie Jakob Böhme: „Also, wie wär’s du kleiner Glückspilz, der als erster und einziger den Zugang zu den verborgenen Schätzen im geheimnisumraunten Berge gefunden hat? – Greif zu!“

    Aber Jakob war schon damals ein Schatzsucher anderer und besonderer Art. Was konnte es ihm frommen, ein reicher Mann zu werden, wenn er vielleicht Schaden nähme an seiner Seele? Mochte nicht möglicherweise ein böser Zauber haften an diesen gleißenden Herrlichkeiten? Hatten etwa die unterirdischen Mächte einen Bann oder gar Fluch gelegt auf diese lockenden Reichtümer? Oder kamen sie nicht allein der Landeskrone zu, diesem sagenumtankten Zauberberg der Heimat.

    Sinnend und vom Abenteuer des Unerhörten angerührt, stand der Hirtenknabe aus Altseidenberg im Glanze des Goldes und der Juwelen. Seine heißen Finger zuckten fiebrig. Aber er ballte sie zur Faust. Nein, Jaköble, so glaubte er bestätigend, eine innere Stimme zu vernehmen, nein, Jaköble, das ist nicht deine Welt, die gehört dir nicht zu!

    Und langsam ging der barfüßige Junge auf den kühlen roten Steinfließen wieder zum Ausgang zur Höhle zurück, vor dem seine Herde graste, als kümmere sie diese Pforte zum Glück nicht das geringste.

    Da war dem Burschen so leicht wie nur einem sein kann, der recht getan hat.“

    Und dann gab es noch den Teufel auf der Landeskrone. Dazu zitierte meine Mutter aus den schönen Knitterversen des Hans Sachs dem Zweiten.

    „Einstmals der Teufel ging spazieren,

    Wollt‘ sich im Freien amüsieren,

    Und kam dabei in unser Land,

    Worin er manches Neues fand“.

    Ihr wollt noch mehr über unseren Hausberg erfahren? Oder euch manches wieder in Erinnerung bringen? Dann bleibt neugierig. Schon bald gibt es noch mehr Geschichten. Auch zum schlesischen Schuster und Gottsucher Jakob Böhme, der als armer Mann zu Görlitz mit Knieriemen, Leisten, Hammer und Ahle am Werkstisch gesessen und geschafft – der einstige Bauernjunge von Altseidenberg, als redlicher Handwerksmann.

    https://undinepeter.wordpress.com/2023/02/20/gorlitz-meine-wunderschone-heimat/

    https://undinepeter.wordpress.com/2023/02/23/gorlitz-meine-wunderschone-heimat-teil-ii-wer-waren-die-bohmen-und-mahren/

    https://undinepeter.wordpress.com/2023/02/24/gorlitz-meine-wunderschone-heimat-teil-iii-ein-mittelalterlicher-streifzug/

    Teilen mit:

    • Klicke, um auf X zu teilen (Wird in neuem Fenster geöffnet) X
    • Klick, um auf Facebook zu teilen (Wird in neuem Fenster geöffnet) Facebook
    Gefällt mir Wird geladen …
  • Der Sechsstädtebund und seine „ritterliche Nahrung“ – von Schurken und mutigen Zittauern

    Februar 27th, 2023

    Bild: Tollenstein, aus A. Moschkas Raubburgen

    Wer weiß, um die Zeit, als Bautzen, Zittau und Görlitz Ritterburgen eroberten?

    Frei dem Motto: „Reiten und Rauben ist keine Schand“, dies tun die Besten im ganzen Land“, hat auch in der Oberlausitz solch übermütiges Leben Platz ergriffen.

    2012 war ein besonderes Jahr. Stadtschreiber und Autoren der Gegenwart machten sich auf den Weg und wollten mehr über den Sechsstädtebund erfahren. Damals wurde das Bündnis 666 Jahre alt. Die ernüchternde Erkenntnis ließ nicht lange auf sich warten: Der Bund war nämlich gar nicht so friedlich.

    Das räuberische Handwerk unter König Johann von Böhmen

    Trotzig saßen sie auf ihren festen Burgen inmitten ihrer weiten Besitzungen. Sie schlossen unter sich Bündnisse ab, oder führten nach Belieben gegen sich das Schwert. Zum Schrecken war die Burg des Ritters dem friedlichen Bürger geworden, sodass kein Weg, keine Straße sicher war und die Frachtwagen nur unter großem Geleite zu ihrem Ziele gelangen konnten.

    Historiker datieren ein solches Ereignis ab 1291. Andere sind skeptisch, ob es überhaupt so stattgefunden hat.

    Doch tauchen immer wieder Berichte auf, die besagen, dass in Zeiten des schwachen Königs Johann von Böhmen das räuberische Handwerk zur Blüte gedieh. König Johann brauchte des Geldes immer gar viel, was ihn endlich dazu brachte, königliche Städte, Schlösser und Güter an den Adel zu versetzen. In Folge dessen gewann dieser unverhältnismäßig an Macht – Übermut und Prunksucht kannten keine Grenzen.

    Die Überfälle vom Oybin aus

    So berichtet Zittaus Stadtschreiber Johannes von Guben im 14. Jahrhundert, über das, was da vor sich ging – in grauen Vorzeiten auf dem Oybin: „Daz worn die ersten rowber, die man y desem lande irkante, dez czogen die lowte, die hier woren,vnd vortrebin die selben herren von dem burcberge“. Da steht zu lesen: Es gab Räuber, die vom Oybin in Stadt und Land einfielen. Und mutige Zittauer, die dem ein Ende machten.  

    Ein Bündnis, gerichtet auf gemeinsame Hilfe gegen Mörder, Räuber und andere Verbrecher

    Wenige Tage nach Schließung dieses Bündnisses erfolgte der Tod König Johann’s. Ihm folgte Karl IV., der eben auch ein großer Freund der Städte war. Neben der Bestätigung alter Privilegien, versah er das Bündnis mit neuen Vorrechten. Dazu forderte er die Untertanen zum Gehorsam gegen die Obrigkeit auf und zur Steuerung des Unwesens kündigte er den Wegelagerern den Krieg an.

    Im Jahre 1355 übernahm der zum Kaiser gekrönte Karl IV. die Herstellung des Landfriedens in Böhmen allein. Mit seinen Kriegsleuten durchzog er die unsicheren Gebiete, strafte Verbrecher und erstürmte und verbrannte ihre Burgen.

    Um vor allem die Landbewohner vor Überfällen zu schützen, befahl der Kaiser am 1. September von Leitmeritz aus:

    „Dass man von jeder Stadt zum nächsten Dorf und von einem Dorfe zum anderen Graben machen solle“. Jede Stadt oder jedes Dorf, welches sich widersetze, solle mit 5 Schock Groschen bestraft werden.

    Gleichzeitig erfolgte der Befehl, der die Sechsstädte als Prinzip des Friedens, als Schutzmacht gegen die Störer der Ruhe einsetzte und sie zu einer ehrfurchtgebietenden Macht erhob.

    Ob nun Legende oder wahre Begebenheit: Es ist fast so etwas wie eine Ouvertüre, denn schließlich musste sich der Sechsstädtebund nach seiner Gründung über eine lange Zeit mit Raubrittern und Raubnestern auseinandersetzen. Vor allem in den ersten 150 Jahren belagerte, eroberte und zerstörte das Bündnis der Städte Bautzen, Görlitz, Kamenz, Lauban, Löbau und Zittau wohl weit über 20 Burgen, einige sogar mehrfach. Und das, nicht nur in der Oberlausitz.

    Von den meisten erstürmten Burgen blieben lediglich Ruinen, heute beliebte Ausflugsziele.

    Heute, 677 Jahre nach seiner Gründung, ist das Bündnis der Sechsstädte ein Zusammenschluss ohne politische Bedeutung.

    Hier noch ein Blick in die Chronik:

    • Gegründet wurde der Oberlausitzer Sechsstädtebund 1346 von Görlitz, Zittau, Bautzen, Löbau, Kamenz und Lauban.
    • Für alljährliche Versammlungen, die „Konvente“ kam man in Löbau zusammen.
    • 1547 verloren die Städte infolge des Oberlausitzer „Pönfalls“ alle Privilegien. Der Grund: Sie hatten den Landesherren Ferdinand I. bei einer Schlacht im Stich gelassen.
    • 1815 gingen nach dem Wiener Kongress Görlitz und Lauban an Preußen. Aus dem Sechs- wurde der Vierstädtebund – er endete 1868.
    • Die letzte Tagung des Oberlausitzer Sechsstädtebundes fand anlässlich des 675. Jubiläums im September 2021 in Zittau statt.

    Lest auch:

    https://undinepeter.wordpress.com/2023/02/20/gorlitz-meine-wunderschone-heimat/

    Teilen mit:

    • Klicke, um auf X zu teilen (Wird in neuem Fenster geöffnet) X
    • Klick, um auf Facebook zu teilen (Wird in neuem Fenster geöffnet) Facebook
    Gefällt mir Wird geladen …
  • Görlitz, meine wunderschöne Heimat (Teil III) – ein mittelalterlicher Streifzug

    Februar 24th, 2023

    Wer hat es gewusst? Seit 1282 gab es schon einen Vertreter der Bürger für die Stadt. Die wirtschaftliche und politische Macht wurde nun von den Patriziern ausgeübt. Das Amt des Stadtvogts verlor an Bedeutung.

    Naturgemäß ist die mittelalterliche Stadthistoriographie mit den vielleicht wichtigsten Stadtbeamten verbunden, den Stadtschreibern. Diese gelehrten Männer besaßen üblicherweise die genauesten Informationen über die Stadt, ihre Innen- und Außenpolitik und kannten diverse Neuigkeiten. Und so lesen wir

    … von Görlitzer Ratsherren und politischen Aufträgen

    Bereits 1298 lenkten ein Bürgermeister und 12 Ratsherren die Geschicke der Stadt. Das älteste Rathaus stand auf dem Untermarkt, im 15. Jahrhunderte musste es der Waage weichen. Unter König Johann dem Blinden (siehe auch Teil II der Görlitz-Reihe) und Kaiser Karl IV. bekam Görlitz das Münzrecht. Die Münze befand sich im ältesten Rathaus von Görlitz, an der Stelle der später erbauten Waage. Das Stapelrecht für Waid  (Waid, ein Färbemittel für Tuche und andere Stoffe, kam aus Thüringen), und das Salz, das Braurecht und der Freihandel mit Böhmen.

    Görlitz gewann über Jahrhunderte hinweg, fast die Selbstständigkeit einer Freien Reichsstadt. Die Gründung des Sechsstädtebundes 1346, zu dem sich die Städte Görlitz, Zittau, Löbau, Bautzen, Kamenz und Lauban zusammenfinden, wurde von Kaiser Karl IV. unterstützt, indem er den Bund richterlicher Gewalt über Adel, Bürger und Bauern übertrug. Dass tat er für den Fall, dass sie den Landfrieden brechen sollten, Darüber hinaus erkannte er dem Bund das Recht der Urteilsvollstreckung zu.

    Kaiser Karl IV. besuchte Görlitz und wohnte im Schönhof – damals noch Gasthof, denn erst 1526 wurde das heute älteste Renaissancebürgerhaus Deutschlands erbaut.

    Durch Sohn Johann, für den der Kaiser das selbstständige Herzogtum Görlitz gründete, bekam die Stadt weitere Privilegien. Dazu gehörte das Aufstellen einer Stadtwaage. Die daraus einkommenden Gelder konnten zum Nutzen der Stadt verwendet werden – der Rat bekam die Gerichtsbarkeit fürs Land (50 Dörfer gehörten zu Görlitz) und Stadt, was die Macht des Rates stärkte.

    1440 erwarb die Stadt die Landeskrone und die dazugehörigen Dörfer Kunnerwitz, Klein Biesnitz und Klein Neundorf von den Herzögen Sagan.

    Soweit, so gut. Doch was wäre Geschichte ohne eine entsprechende Novelle oder Erzählungen aus dem Sagenschatz? Dank mittelalterlicher Stadtschreiber, bin ich auch da fündig geworden.

    Bleibt neugierig und lest bald mehr in unserer Görlitz Reihe.

    Aus der Görlitz Reihe bisher veröffentlicht:

    • Teil I Görlitz, meine wunderschöne Heimat https://undinepeter.wordpress.com/2023/02/20/gorlitz-meine-wunderschone-heimat/
    • Teil II Görlitz, meine wunderschöne Heimat: Wer waren die Böhmen und Mähren? https://undinepeter.wordpress.com/2023/02/23/gorlitz-meine-wunderschone-heimat-teil-ii-wer-waren-die-bohmen-und-mahren/
    • Teil III Görlitz, meine wunderschöne Heimat – ein mittelalterlicher Streifzug

    Teilen mit:

    • Klicke, um auf X zu teilen (Wird in neuem Fenster geöffnet) X
    • Klick, um auf Facebook zu teilen (Wird in neuem Fenster geöffnet) Facebook
    Gefällt mir Wird geladen …
  • Im Banne des Berggeistes

    Februar 24th, 2023

    …wo der Rübezahl mit seinen Zwergen heut‘ noch Sagen und Märchen spinnt“, so heißt es in dem alten Riesengebirgslied „Blaue Berge, grüne Täler“, geschrieben von Othmar Fiebiger im Jahre 1910.

    Keine Sagengestalt ist so populär wie des Rübezahls. Warum der Zauberunhold Rübezahl heißt, vermag, niemand so richtig zu sagen, meinte Carl Hauptmann. Es gibt so viele Erklärungen des Namens, wie Forscher, die sich mit ihm beschäftigen.

    Jedes nicht erfassbare Geschehen und Erleben, wurde von den Menschen im Riesengebirge und Umgebung mit Rübezahl in Verbindung gebracht. Rübezahl war Beschützer, Wetterherr, Schatzspender, auch manchmal Schalk.

    Er geleitete nachts Menschen durch den Wald, brachte anderen Freude und Glück. Aber es gab auch trauriges Warten auf seine Hilfe. Ferdinand Freiligrath schildert in seinem Gedicht „Aus dem schlesischen Gebirge“ die große Not der Weberfamilien und die Hoffnung eines kleinen Jungen auf Unterstützung von Rübezahl.

    Leider finden wir in den neu verlegten Sagenbüchern kaum noch Sagen aus dem Osten Deutschlands. Darunter fallen 700 Jahre deutsche Geschichte und Kulturgeist, die wie ausgelöscht sind.

    Für den Schlesier wird Rübezahl immer ein Berggeist blieben. Er gehört zum Riesengebirge, zum deutschen Schlesierland, zu unserer Heimat.

    Zeit für einen Blick in den germanischen Sagenschatz:

    „Rübezahls Verbannung“

    Es wurde einmal vorgenommen, Rübezahl von der Koppe hinweg zu bannen. Da hat sich denn ein Hexenmeister auf das Gebirge hinaufgewagt, seine Zirkel gemacht und allerhand teuflische Figuren dazu geschrieben, auch Rübezahl zu diesem Werk hinzugefordert. Der hat sich auch willig eingestellt und auf der Schneekoppe in einem sonderlich hierzu gemachten Sessel präsentiert – mit dem Versprechen, sofern der Banner seine Sache ausführen könne, wolle er geschwinde von hinnen weichen. Was geschieht? Da der Verbanner sein Zauberbuch hervorgekriegt und etliche Zeilen gelesen, auch nun zum Hauptpunkt gerät, da reißt der Rübezahl das Blatt dem Kerl vor der Nase aus dem Buch und wirft ihn mitsamt dem Bettel in hundert Stückchen den Berg hinunter. Noch jetzt sollen etliche Kennzeichen und Merkmale solcher Geschichten auf dem Berge gezeigt werden.

    (Aus dem Sagenschatz des Königreich Sachsen, Erscheinungsdatum: 1874, Verleger: Schönfeld’s Verl.)

    Für den Dichter Carl Hauptmann war Rübezahl ein unlösbares Geheimnis, das so alt war „wie die weißen Schaumwasser, die in der Zackelklamm jeden Tag jung und neu ihrer über Schroffen und Steine zu Tale springen“.

    Teilen mit:

    • Klicke, um auf X zu teilen (Wird in neuem Fenster geöffnet) X
    • Klick, um auf Facebook zu teilen (Wird in neuem Fenster geöffnet) Facebook
    Gefällt mir Wird geladen …
  • Görlitz, meine wunderschöne Heimat (Teil II): Wer waren die Böhmen und Mähren?

    Februar 23rd, 2023

    Aufnahme / Foto: am Tollenstein

    ©KlaraFall

     „Da diese Lebensfragen jeden Mährer und Schlesier auf das Lebhafteste berühren müssen, sei es auch mir erlaubt, zu ihrer Lösung einige Anhaltspunkte aus der Landesgeschichte und den Landes Fundamentalgesetzen zu liefern, so weit es die Eile und Dringlichkeit der Sache gestattet.“

    (Auszug aus der Zweitausgabe des Oberfinanzrates Christian Richter d’Elvert zu „Einem gemeinschaftlichen Landtage zu Böhmen, Mähren und Schlesien – Brünn, 1868)

    Das geflügelte Wort von den „böhmischen Dörfern“ einmal geprägt, um etwas total Unverständliches unverständlich zu lassen? Die Sudetendeutschen (Böhmen, Mähren, Sudetenschlesien), einst vom Frieden so entwurzelt wie andere vom Krieg, leben inzwischen über die ganze Welt verstreut. Ihr Schicksal ist die Vertreibung geblieben, doch ihr landsmannschaftlicher Zusammenschluss blieb häufig ungebrochen.

    Bevor ich nun die „Feder“ zücke und mich einem weiteren Kapitel zur Görlitzer Geschichte widme, möchte ich noch etwas voranführen. So mancher fragt sich vielleicht: Warum tut sie das? Warum schreibt sie das nur alles nieder?

    Die Antwort dazu fällt leicht: Ich wünsche mir von ganzem Herzen, dass wir uns für unser Land und unsere Geschichte wieder interessieren.

    Wenn wir die Geschichte von Görlitz beleuchten, darf das Kapitel der Böhmen und Mähren nicht übersprungen werden. Für jüngere Generationen bietet sich ein faszinierender Blick in die Vergangenheit, für Landsleute vertraute Erinnerung.

    Doch wer waren nun die Böhmen und Mähren? Und welche Verbindung gibt es zu Görlitz?

    Böhmen erhielt den Namen von dem keltischen Stamm der Bojer, die hier Jahrhunderte v. u. Z. siedelten. Die Kelten zogen um 200 v. u. Z. weiter westwärts, einige blieben zurück, ihnen folgten um 200 v. u. Z. Germanen (Langobarden und Quaden) nach Böhmen und Mähren. Einige darunter verließen die urbar gemachten Gebiete um 600 v. u. Z.

    Kleine slawische Stämme Tschechen und (Morawer) Mähren nahmen einen Teil des gerodeten, kultivierten und bebauten Teils des Landes ein.

    Ab dem 9. Jahrhundert kamen wieder Germanen aus den Stämmen der Franken, Thüringer und Flamen nach Böhmen und Mähren. Sie gründeten Dörfer und Städte – die Namen Böhmen und Mähren blieben erhalten. Die Siedler wurden von den Herrschern gerufen, wie in Schlesien, Pommern, West- und Ostpreußen. Es war überall eine Landgabe und keine Landnahme.

    Prag – ein Edelstein in der Krone der Welt

    973 wird das Bistum Prag gegründet, erster Bischof war Thietmar von Merseburg. Prag, „eine Stadt aus Stein mit großem Marktplatz“, ist das natürliche Zentrum Böhmens.

    Hättet ihr es gewusst?

    • Reiner Maria Rilke ist Prager durch Geburt. Der wohl bedeutendste deutsche Dichter seiner Zeit stammte von Vatersseite aus einem nordböhmischen Bauerngeschlecht, die Mutter kam aus einer Prager Bürgerfamilie.
    • Bertha von Suttner, 1843 in Prag geborene Gräfin Kinsky, erhielt 1905 für ihre Rollen als Pazifistin und Schriftstellerin den ersten Friedensnobelpreis. Zuvor ermunterte sie Alfred Nobel zur Stiftung eines Friedensnobelpreises.
    • Weitere berühmte Prager Deutsche sind Franz Kafka (1883-1924) Schriftsteller („Die Verwandlung“, Das Schloß“, „Amerika“) sowie Franz Werfel (1890-1945), Lyriker, Erzähler und Dramatiker, Egon Erwin Kisch (1885-1948), Journalist und Schriftsteller und Max Brod (1848-1968), österreichisch-israelischer Schriftsteller und Herausgeber von Kafkas Werk, – um an dieser Stelle nur einige zu nennen.

    Frühe Nachrichten zur Burg auf dem Hradschin, Sitz des Fürstengeschlechts der Premysliden, stammen aus dem 10. Jahrhundert.

    Die Premysliden waren ein böhmisches Herrschergeschlecht, die seit 895 als deutsche Herzöge die Geschicke Böhmens und Mährens lenkten. Die böhmischen Könige, die gleichzeitig als Markgrafen in Mähren herrschten, waren auch deutsche Reichsfürsten mit einer bedeutenden Stellung im Römisch-Deutschen-Reich.

    Görlitz gehörte bis 1635 zu Böhmen…

    Böhmen und Mähren stand bereits ab 806 unter fränkischer danach deutscher Herrschaft und kam 905 als Lebenshoheit zum Römischen Reich Deutscher Nation.

    Görlitz gehörte bis 1635, außer kurzen Unterbrechungen, zu Böhmen, danach zu Sachsen und ab 1815 zu Schlesien und somit bis 1806 immer zum Römischen Reich Deutscher Nation.

    Unterbrechungen waren:

    • Im 12. Jahrhundert kam Görlitz wieder zu Meißen und im 13. Jahrhundert zu den brandenburgischen Askanieren (ein fränkisch-schwäbisches Geschlecht).
    • 1377-1396 hatte Görlitz eine eigene Herrschaft, als Kaiser Karl der IV. (aus dem Hause Luxemburg) seinem Sohn Johann das Herzogtum Görlitz einrichtete.
    • Der Ungarn und Böhmenkönig Matthias Corvinus herrschte von 1479-1486 über Schlesien und Böhmen und somit auch über Görlitz.

    Zur Geschichte des Hause Luxemburgs, das durch Böhmen auch mit Görlitz verbunden war:

    • Graf Siegfried aus dem germanischen Stamm der Karolinger erwarb 963, die zum Deutschen Reich gehörende Grafschaft Lützelburg (Lucilinburhuc). Er ist der Begründer des Hauses Luxemburg (1354 Herzogtum), welches im 14. und 15. Jahrhundert vier Kaiser des Deutschen Reiches und vier Könige von Böhmen stellte.
    • Luxemburg gehörte bis 1795 zum Römischen Reich Deutscher Nation, wurden von Franzosen (Napoelon) geraubt, und kam bis zu Napoleons Sturz 1815 zu Frankreich.
    • Als selbständiges Herzogtum war Luxemburg bis 1866 Mitglied des Deutschen Bundes.

    Das waren die Könige und Kaiser aus dem Hause Luxemburg:

    • Heinrich VII., römisch-deutscher und böhmischer König 1308, Kaiser des Römischen Reiches Deutscher Nation 1312
    • Johan der Blinde (Sohn Heinrich VII) 1313-1340 römisch-deutscher König von Böhmen und Markgraf von Mähren. (1339 im Kampf erblindet).
    • Karl der IV. (Sohn von Johann dem Blinden) 1340 römisch-deutscher König von Böhmen, 1355 Kaiser des Römischen Reiches Deutscher Nation.
    • Kaiser Karl IV. ist der bekannteste Herrscher aus dem Hause Luxemburg und der größte römisch-deutsche Kaiser des Spätmittelalters. Er war intelligent, sprach fünf Sprachen, war ein hervorragender Diplomat und ein Förderer der Wissenschaft und Künste. Unter ihm wurde durch eine rege Bautätigkeit Prag zur Goldenen Stadt. Es entstanden unter anderem die Karlsbrücke über die Moldau, die Burg Karlstein. Er gründete die erste Mitteleuropäische Universitär in Prag (Wien und Heidelberg) folgten. Die Stadt wurde für ihn zu einem der wichtigsten geistigen und kulturellen Zentren Europas und zur Haupt- und Residenzstadt des Römischen Reiches Deutscher Nation ausgebaut.
    • Dem nicht genug: Karl IV. schuf die Goldene Bulle 1356: Sie wurde zum Grundgesetz des Reiches bis zum Untergang 1806. Auf dem Berg Oybin ließ er Burg, Cölestiner Kloster und Kaiserhaus bauen. Es sollte sein Alterssitz werden. Aber noch vor Fertigstellung starb er 1378. In seine Regierungszeit fällt auch die vollständige Eingliederung Schlesiens in das Römische Reich Deutscher Nation.

    ©KlaraFall

    Tipp für interessierte Leser: Auf meiner Seite: „Klara Fall: Das glaube, wer mag“, findet ihr in regelmäßigen Abständen interessante und kurzweilige Geschichten zur Geschichte. Schaut doch immer wieder mal rein!

    Görlitz-Reihe

    Teilen mit:

    • Klicke, um auf X zu teilen (Wird in neuem Fenster geöffnet) X
    • Klick, um auf Facebook zu teilen (Wird in neuem Fenster geöffnet) Facebook
    Gefällt mir Wird geladen …
  • Görlitz, meine wunderschöne Heimat

    Februar 20th, 2023

    Hier erfahrt ihr die Geschichte von Görlitz – von Beginn an

    ©KlaraFall

    Liebt ihr Reisen in die Vergangenheit? Dann könnte ein Städtetrip nach Görlitz vielleicht genau das Richtige für euch sein. Spätgotik, Renaissance, Barock – in der östlichsten Stadt Deutschlands – in meiner wundervollen Heimatstadt, werdet ihr als Gäste mit einem faszinierenden Nebeneinander der verschiedensten Stilepochen konfrontiert.

    Das Stadtbild darf man durchaus als Spiegel des historischen Prozesses und als Gesamtkunstwerk betrachten.

    Stadtschreiber: Lest die Geschichte zur Geschichte – Teil I

    In Görlitz und Umgebung gibt es Spuren menschlicher Besiedlung schon aus der mittleren Steinzeit (etwa 8000-300 v. u. Z.). Aus der Jungsteinzeit stammen schnurkeramische Gefäße, die in der Görlitzer Gegend nachweisbar sind. Natürliche Vorkommen von Kupfer und Zinn fehlten, weshalb die aufgefundenen Bronzegegenstände nur durch Handel hierher gelangt sein können.

    Etwa ab 300 v. u. Z. bis 600 u. Z. lebten germanische Burgunder in dem Gebiet von und um Görlitz. Aufgefundene Bestattungsplätze, Gefäße der burgundischen Keramik und eiserne Äxte, Pfeil- und Lanzenspitzen beweisen die jahrhundertelange Ansässigkeit der Burgunder.

    Im Hainwald, der heutigen ältesten Straße von Görlitz, befand sich wahrscheinlich eine Kultstätte der Germanen. (Tacitus, der römische Geschichtsschreiber, lebte bei den verschiedenen Stämmen der Germanen und schrieb in seiner „Germania“: Die Germanen stellen ihre Götter nicht menschenähnlich dar, sie weihen ihnen Lichtungen und Haine.“ – die Germanen hatten zentrale heilige Stätten).

    Um 600 u. Z. zogen die germanischen Burgunder weiter. Nur einige blieben zurück. Ihnen folgten wenige slawische Milzener.

    Görlitz wird erstmals urkundlich erwähnt

    976 wurde unter Kaiser Otto I. (Kaiser des Römischen Reiches Deutscher Nation) das Bistum Meißen gegründet und auf einer Anhöhe eine Burg zum Schutz gebaut (eine Stein-, Erdwall- Holzkonstruktion) und ab 1046 mit Markgrafen besetzt.

    Der spätere Name Görlitz findet sich zum ersten Mal in einer in Goslar ausgestellten Urkunde Kaiser Heinrich des IV. 1071, in der von einem Bauernweiler in der Gegend der heutigen Nikolaivorstadt die Rede ist. Der Kaiser schenkte in jenem Jahr (1071) dem Bistum Meißen acht Königshufen bei Görlitz. Eine Königshufe war etwa 50 Hektar oder 200 Morgen.

    Die Meißener Markgrafen holten deutsche Kolonisten aus Franken, Flandern, Thüringen und der Mark Meißen. Die Siedler rodeten Wälder und machten das Land um Görlitz urbar. Es kamen auch Adlige, die Bauern angeworben mitbrachten. In der Umgebung bildeten sich die typischen Waldhufendörfer. Es entstand eine Handwerkersiedlung. Die Straßennamen lassen heute noch erkennen, welche Handwerker in den kleinen Gassen arbeiteten und wohnten.

    Schnell stieg die Einwohnerschaft von Görlitz durch Zuzug und Nachkommenschaft an. Mit dem weiteren Zuzug von Handwerkern, Tuchmachern und Kaufleuten, entwickelte sich Görlitz zu einer wirtschaftlich starken Stadt.

    Zwei Handelsstraßen von großer Bedeutung

    Zwei Handelsstraßen, die durch die Stadt führten und sich hier kreuzten, trugen zum wirtschaftlichen Aufschwung bei. Es war die Salz-, und Bernsteinstraße, die von Skandinavien bis zum Balkan reichte und der mittelalterliche Verkehrsweg, die Via Regia (Königsstraße, auf manchen Abschnitten auch Hohe Straße oder Reichsstraße genannt), der von Spanien kommend, durch Frankreich, Deutschland bis nach Kiew führte.

    Die Via Regia hatte große Bedeutung für den Handel und Warenaustausch in Görlitz. Die Straßenführung der via Regia verlief über die Bautzener Straße – Reichenbacher Tor – Obermarkt – Untermarkt und weiter über die Neißebrücke (erster Brückenbau 1376).

    Jährlich fuhren etwa 3000 Wagen auf dieser Fernstraße zwischen Leipzig und Breslau. Wiederholt wurde die Straße auch von Armeen genutzt. In ihrem Einzugsgebiet fanden große Schlachten statt. (Lützen, Hochkirch, Jena, Auerstedt, Bautzen. Leipzig).

    Das Geheimnis um den Felsen an der Neiße

    Das Meißner Bistum gründete um 1100 die Nikolaikirche (der jetzige Bau stammt aus dem 15. Jahrhundert) als Mittelpunkt der Stadt. Auf einem Felsen an der Neiße wurde zum Schutz der Stadt eine Burg errichtet. Ende des 12. Jahrhunderts musste sie einer Basilika und dem Vogtshof weichen. Dieser wurde Sitz des Stadtvoigts, der im Auftrage des Königs das Gemeinwesen verwaltete und das Amt des Richters ausübte.

    Dem Stadtvoigt unterstanden Dienstmannen. Sie gehörten zum Kleinadel und bewohnten Freihöfe, kleine wehrhafte Gebäude mit nebenstehendem Turm. Das Waidhaus, das älteste profane Steingebäude der Stadt, war ein Freihof. Ein weiterer steht an der Ecke Neißstr. (Neidecke )- Hainwald. Auch am Neißeübergang befand sich ein solches Gehöft, das alte Rathaus war einst auch ein Freihof.

    Am westlichen Ausgang der Brüderstraße (neben der heutigen Gaststätte Schwibbogen) lag ein Tor. Es grenzte an den Freihof der Herren von Wirsing. Dessen Freihof wurde von den Franziskanern übernommen, die sich 1234 hier niederließen und vor dem ältesten westlichen Stadtzugang Kloster und Kirche gründeten. (Seit 1713Dreifaltigkeitskriche oder auch „Mönch“ genannt.

    1565 wurde das Kloster abgerissen und auf dem Grundstück ein Gymnasium errichtet. Der Neubau (1856) wird heute noch als Gymnasium genutzt.

    1084 übergab der Kaiser Heinrich IV. das von Deutschen gegründete Görlitz und die Oberlausitz, die bis zum Queis reichte und zu der auch Seidenberg gehörte, (Gebiete östlich der Neiße und seit 1945 in polnischer Hand) als Reichslehen an den böhmischen König.

    ©KlaraFall

    Wer waren die Böhmen und Mähren? In welcher Verbindung steht Görlitz zu diesen Regionen? Das erfahrt ihr in Teil II unserer Görlitz-Reihe.

    https://undinepeter.wordpress.com/2023/02/23/gorlitz-meine-wunderschone-heimat-teil-ii-wer-waren-die-bohmen-und-mahren/

    https://undinepeter.wordpress.com/2023/02/24/gorlitz-meine-wunderschone-heimat-teil-iii-ein-mittelalterlicher-streifzug/

    Görlitz-Reihe

    Teilen mit:

    • Klicke, um auf X zu teilen (Wird in neuem Fenster geöffnet) X
    • Klick, um auf Facebook zu teilen (Wird in neuem Fenster geöffnet) Facebook
    Gefällt mir Wird geladen …
←Vorherige Seite
1 … 60 61 62 63
Nächste Seite→

Bloggen auf WordPress.com.

 

Kommentare werden geladen …
 

    • Abonnieren Abonniert
      • Klara Fall: das glaube, wer mag
      • Schließe dich 47 anderen Abonnenten an
      • Du hast bereits ein WordPress.com-Konto? Melde dich jetzt an.
      • Klara Fall: das glaube, wer mag
      • Abonnieren Abonniert
      • Registrieren
      • Anmelden
      • Melde diesen Inhalt
      • Website im Reader anzeigen
      • Abonnements verwalten
      • Diese Leiste einklappen
    %d