Wenn wir Bilder aus alten Zeiten teilen, Erinnerungen an längst vergangene Zeiten, und uns diese stückweit zurück wünschen.., ist das dann verklärte Nostalgie?
Ich denke nicht. Dieser vermeintliche Fortschritt, den sie uns immer und immer wieder suggerieren, das ist kein Fortschritt. Wir wissen doch nur zu gut, dass sie uns über dieses Merkmal hinweg immer weiter in eine Abhängigkeit bewegt haben.
Fortschrittlich waren unsere Ahnen, sie waren uns in vielem weit voraus. Tiere sind fortschrittlicher in ihrem Tun und Denken als der Mensch. Denn sie sind FREI, und können sich frei entfalten. Sie entscheiden, wann, was entscheidend ist, für ihr Leben. Das geschieht über den natürlichen Selbsterhaltungstrieb.
Wir haben über dieses unsägliche anerzogene Fortschrittsdenken, „höher, schneller, weiter“ so viel verlernt, vor allem aber, eins mit der Natur zu sein. Die Mehrheit versteht die simpelsten natürlichen Vorgänge nicht mehr.
Wisst ihr noch, als wir zur „Tante Emma “ , oder von mir aus auch, in den Konsum schlenderten, , und wir dort nicht nur „echte“ Lebensmittel kaufen konnten, sondern auch ein freundliches Schwätzchen mit den Verkäufern halten?
Wisst ihr noch, als wir den Eiern Tomatenhüte aufgesetzt haben, und diese dann mit Pünktchen aus Mayonnaise bekleckerten?
Vielleicht sollten wir manches davon wieder aufleben lassen.
Wir schreiben das Jahr 1813 – es galt, das Vaterland zu erstreiten. Auf den Gefilden Leipzig fiel die Entscheidung zum Heile für Deutschland.
Sachsen, Pommern, Preußen, Österreich, Schweden, Russland: Von überall rückte Verstärkung an. Sehr blutig ging es her.
Vom 16.-19. Oktober 1813 kämpften bei Leipzig in der größten Schlacht vor dem 1. Weltkrieg über 510.000 Soldaten gegen die Truppen Napoleons. Mit soviel Zerstörung, Jammer und Elend musste die Befreiung Deutschlands erkauft werden – teuer, sehr teuer.
Wir blicken zurück auf: Tapferkeit, Glaubensstärke, Volkskraft, Opferfreudigkeit und eine entscheidende Schlacht der Befreiungskriege…, versehen mit der Hoffnung, dass das deutsche Volk doch endlich zur Besinnung komme, und die Gefährdung ihres Bestandes fühlt.
… und von einem Wächter aus Neustrelitz, der Tag und Nacht „hingebungsvoll“ und ständig über die Sonne und die Erde wacht.
Was wären wir nur ohne solche Einrichtungen? Wir wüssten nichts vom „Weltraumwetter“, und der damit verbundenen „Vigil-Mission, die uns vor gefährlichen Sonnenaktivitäten schützen soll.
Wie geht das vor sich? Nun, den Beschreibungen der „Missionare“ folgend, schicken sie eine Sonde los, die dann der Erde hinterherfliegt.
… Ja,ja.. Was es doch nicht alles gibt.
Warum der ganze Aufwand? Laut der US Strategic National Risk Assessment (SNRA) zählt das Weltraumwetter zu den neun schwersten Naturgefahren mit dem Potential die innere Sicherheit des Landes signifikant zu beeinträchtigen. (Weltraumwetterdienst, UK Met Office Operationeller nationaler Weltraumwetterdienst im Rahmen des meteorologischen Dienstes.)
Das Prozedere ist nicht ganz neu: URSI entwickelte (ursprünglich für Telexe ) das Ursigramm (auch URSIgramm), ein für den schnellen und standardisierten Austausch von Daten der Sonnenaktivität und des Geomagnetismus entwickeltes Übertragungsformat. Das Arbeitsgebiet umfasst elektromagnetische Wellen im Frequenzbereich von extrem langen natürlichen (Whistler) bis über den optischen Bereich hinaus. Das Interesse von URSI galt ursprünglich nur den verschiedenen Mechanismen der Ausbreitung von Funkwellen zur Telekommunikation sowie den dafür wichtigen Bereichen der Atmosphäre, nämlich Troposphäre und Ionosphäre. Später kamen weitere Themen von Radioastronomie bis zu Anwendungen von Radar hinzu, neuerdings auch technische Grundlagen und biologische Wirkung der Funkwellen.
Expertinnen und Experten trafen sich zuletzt vom 10. bis 14. Juni 2024 in Neustrelitz zum Workshop der Internationalen Initiative für Weltraumwetter (ISWI) des Ausschusses der Vereinten Nationen für die „friedliche Nutzung des Weltraums.“
Themen:
• Die Ionosphäre ist ein, sich durch die Einflüsse des Weltraumwetters ständig veränderndes Ausbreitungsmedium.
• Radiowellen erfahren je nach Frequenz und ionosphärischen Bedingungen mannigfaltige Veränderungen in der Amplitude, Phase, Polarisation, Richtung.
• Die Ausbreitungseigenschaften werden vom frequenzabhängigen Brechungsindex N beschrieben.
Ein Weltraumwetterdienst, so nennen sie es also – Anbindung von Diensten wie dem IMPC an eine nationale Informationskette im Falle eines Weltraumwetternotfallszenarios damit die relevanten Informationen zeitnah an Entscheidungsträger gelangen.
Weltraumwetternotfallszenario… Klingt verrückt? Ja, das ist es auch.
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Daher noch ein paar Gedanken von mir…,
Wer glaubt, Polarlichter sind ein rein natürliches, von uns Menschen unbeeinflussbares Phänomen, könnte womöglich irren. Denn das geisterhafte Glühen am Nachthimmel lässt sich auch künstlich erzeugen. Schon in den 1950er Jahre haben Forscher dies mit – aus heutiger Sicht ziemlich fragwürdigen – Experimenten demonstriert.
So liest man noch wenigen Tagen in der FAZ: „Sonnensturm lässt Polarlichter über Deutschland tanzen“… Wunderschönes und einzigartiges Naturspektakel, schreiben sie…
Was da wirklich über uns „tanzt“ wird nicht erwähnt. Warum auch? Die Menschen glauben halt, was man ihnen vorsetzt. Ist halt so, kam ja auch in den Nachrichten. Kaum jemand beschäftigt sich mit dem eigentlichen Entstehen dieser.
Im Jahr 2023 gab es in Schweden einige Experimente mit künstlichem Polarlicht, um angeblich weltraumnahe Wettervorhersagen zu verbessern. Im Experiment wurde Barium aus Aluminiumzylindern freigesetzt, um den Effekt zu erzeugen. Dem Bericht zufolge blockierte das weniger spektakulär aussehende künstliche Nordlicht am Ende sogar echtes Polarlicht, das natürlich vorkam. Alles im Sinne der Wissenschaft.
Bereits aus 2005 ist bekannt, das in Alaska (Gakona) ein Labor entstand für Experimente mit der Ionosphäre. Physiker begrüßten das für ihre „Forschung“. Starke Radiowellen können Elektronen in bestimmten Bereichen der Ionosphäre so stark beschleunigen, daß sie die Sauerstoff-Atome dort zum Leuchten bringen – ähnlich wie es die energiereichen Teilchen von der Sonne tun. Dass, was wir hier zu sehen bekommen ist meines Erachtens alles andere als natürlich…
Ja, was wären wir nur ohne solche Einrichtungen wie die in Neustrelitz …. ? Vermutlich den natürlichen Vorgängen näher, als man uns erlauben mag.
Ich bin gewiss, wer noch nicht völlig verblendet von den uns suggerierten „Sonnenwinden„ ist, der wird über eine intensive Recherche fündig.
Eure Kommentar zu diesem Beitrag:
Danke fürs Teilen dieses Beitrags. Ja immer wieder interessant wie wir belogen werden
Ich warte Sehnsüchtig,nach einen richtigen Sonnensturm,der so gut wie alles lahm legt,kommt aber leider nicht!
Aus meiner Sicht eine Verniedlichung eines sehr ernsten Themas. Mit den HAARP-Anlagen wird ja die Ionosphäre aufgeheizt, für jede Wetterbeeinflussung benötigt man das HAARP. Kann es also sein, dass man sich zu dieser Konferenz über Strategien zur Wetterbeeinflussung austauscht?
Da bin ich mir sogar fast sicher. Drauf gekommen (also auf die Anlage Neustrelitz) bin ich, als ich ((Haarp) Anlagen Europa eingegeben habe. Gesucht habe ich allerdings nicht unter dem Namen „Haarp “ sondern dem deutschen Wort dafür…. Wenn du dann auf die Website dieser Anlagen gehst, und lange genug stöberst, Fremdwörter übersetzt, bist du schnell da, was deine Annahme untermauert.
An dieser Stelle möchte ich Bezug auf die Internetarchive wie „archiv org“ nehmen, die ja, wie einige vielleicht schon bemerkt haben, seit Tagen „geschlossen“ sind /wurden /waren. Die Begründungen und Ursachen dazu, sind derart widersprüchlich, dass es Unfug wäre, eine dieser Erklärungen zu erwähnen.
Ich möchte nun in diesem Zusammenhang noch ein paar Gedanken zu unserer deutschen Literatur, ihren Büchern und Verfassern teilen. Wohl dem, der noch im Besitz von alten Büchern in hohem Bestand ist, denn die, und davon müssen wir leider ausgehen, wird es so, in ihrer ursprünglichen Fassung bald nicht mehr geben. Und wenn sie doch noch in Erscheinung treten, dann in digitaler, überarbeiteter Form. Im Beitrag im Kommentar gehe ich noch etwas intensiver auf das Prozedere ein.
Unser Volksstamm, soweit wir zurückschauen können, besaß dichterische Begabung. Er wusste die bunte Menge von Gestalten und Handlungen zu erfinden, die den Inhalt unserer Mythenreihe ausmachen Es war eine Erfindung, oder anders ausgedrückt, die große Kunst „etwas“ wundervoll in Worte fassen zu können. So war es bald ein Abbild des Menschenlebens in gesteigerten Maßen, , bald ein verwegenes Hinausschreiten über alle Wirklichkeit, dem Märchen ähnlich, doch mächtiger und mit ernsterem Hintergrund.
Mit dem Dichterworte vermochten der Meißel und der Stift nicht Schritt zu halten. Erst viel später, als die Germanen lange Zeit bei den südlichen Nachbarn in die „Schule“ gegangen waren, erhob sich ihre bildende Kunst zu freien großen Schöpfungen. Doch die Dichtung blieb der führende Teil, die bildende Kunst folgte bescheiden in weitem Abstand.
Einige Deutsche Köpfe, blicken wir ihnen in ihr Gesicht: Die wahrhaft abgeklärten Naturen sind selten, aber es gibt sie. Wie etwa Alexander von Humboldt, der Goethe unter den Gelehrten, oder der alte Theodor Fontane, der es sich sauer genug abgerungen hat. Schon bei Wilhelm Raabe schimmert hinter der Maske spießiger Behaglichkeit und Allerweltswurschtigkeit ein Zug von schmerzlicher Entsagung und galligem Humor.
Die Erhabenheit des Hebbelkopfes wird gleichfalls niemand täuschen. Hinter dieser gewaltigen Stirn eines Weltüberwinders hämmert so manches Weh eines Welterleiders. Und kampfgerüstet, ja kampfesfroh, wo nicht kampfestrunken, blicken uns Schiller, Fichte, Arndt, Rauch, Richard Wagner an.
Das sind Helden, die den Handschuh, die die Welt ihnen hingeworfen hat, mutig ergriffen und bis aufs Äußerste verfochten haben, andere wieder sind daran zugrunde gegangen. Ein Mozart freilich, scheint lerchenhaft darüber hinweg zu jubilieren. Die errungene Abgeklärtheit ist des Goethekopfes höchster Stolz.
In dem Sinne, fällt mir doch glatt noch ein Zitat von Emanuel Geibel ein (aus Deutschlands Beruf 1861):
Deutscher Geist du bist die Quelle
Deutschen Ursprungs, deutschen Seins,
überwinden kann dich keins;
Brandet auch des Schicksals Welle
Sturmgepeitscht durch deutsche Gaue
Dich schlägt nicht des Feindes Klaue!
Und so wird am deutschen Wesen
Dennoch einst die Welt genesen.
Emanuel Geibel (aus Deutschlands Beruf 1861)
Und fürwahr, all die Dichtungen, als ehrwürdiges Erbstück unserer Vorfahren, haben ein Anrecht darauf unverziert und „unversüßt“ in die Hände unserer Nachkommen gelegt zu werden.
Bewahrt euch eure alten Schätze, in dessen Besitz ihr seid, stöbert im Antiquariat, schaut auf Trödelmärkten oder achtet auf Anzeigen, wo unsere alten Leutchen versuchen, ihre alten Bücher „quitt“ zu werden, weil die Nachkommen diese verschmähen und nicht um ihren unschätzbaren Wert wissen. Es ist das wenige, was wir tun können, um der Nachwelt ein „ Zeugnis“ zu hinterlassen.
„Blicke in Dich. In Deinem Inneren ist eine Quelle, die nie versiegt, wenn Du nur zu graben verstehst.“ Marc Aurel (121 – 180)
Wer überwindet jenen und auch diesen? Das kann nur einer, der sich selbst bezwingt und alle seine Glieder unter Aufsicht bringt,
(Walther von der Vogelweide (um 1170/75 -1230)
Längst nicht alle Vorhaben, Verträge und Pläne lassen sich aufführen, die wir aus der Geschichtsschreibung kennen, aber es sind eben die, mit den empfindlichsten Konsequenzen und Folgen für das deutsche Volk, gekoppelt an Leid, Elend und Schmerz.
Über dieses Wissen jedoch hat sich ein eiserner Vorhang niedergelassen.
Als Walther von der Vogelweide diese einleitenden Zeilen schrieb, konnte er nicht ahnen, was dem deutschen Volke noch alles widerfahren sollte.
Reformation – da war doch was?
War die Reformation vielleicht mehr ein Vorhaben als ein uns suggerierter Zwist der Religionen?
Schließlich war die Reformation das bedeutendste Ereignis des 16. Jahrhunderts und blieb nicht ohne schwerwiegende Folgen für das deutsche Volk.
Bei genauer Betrachtung lagen das aufkeimende Protestantentum und Katholizismus in ihrem „Tun“ nicht weit auseinander. So offenbarte sich das Credo „Teile und Herrsche“, um vom eigentlichen gemeinsamen Gegner abzulenken .., dem vorher noch lebendigen Heidentum.
Denken wir dabei an Personen wie Hus/Luther (Ende der alten Religion) oder den tapferen Thomas Müntzer an der Seite der Bürger gegen Rom und Fürstenherrschaft.
Luther stellte sich später auf die Seiten der Fürsten. Es herrschte Spaltung, Zwietracht, Uneinigkeit. Und wie wir nur zu gut wissen, sind das die perfekten Keimlinge für Verträge, die wie so oft mit unlauteren Mitteln geschlossen wurden und wenig später entweder gebrochen oder zum Nachteil des deutschen Volkes verändert.
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Die Geschichte ist das Reich der Fälschung, der Lüge und der Dummheit“
Historische Prozesse geben (ihrer Überlieferung nach) Aufschluss und stellen Zusammenhänge her. Und die lassen oft tief blicken.
Aber wie lassen sich solche Vorgänge verstehen? Wie soll es gelingen, die Lüge von der Fälschung unterscheiden zu können?
Eine beliebte „Eselsbrücke“ dazu ist der Hinweis: „Die Geschichte schreiben immer die Sieger“. In der Tat, denn daran hat sich bis zum heutigen Tag nichts geändert. Und „dank“ ihrer Macht, die ihnen zuteil wurde, verwalten genau diese Sieger alles Niedergeschriebene und bestimmen darüber, was an die Öffentlichkeit geraten darf, und was nicht. Dabei wird natürlich alles, was an ihrem Machtkonstrukt rütteln könnte, fein säuberlich aussortiert, in Obhut genommen und wie der eigene Augapfel behütet.
So ruht manch wertvolles Wissen aus längst vergangenen Zeiten noch immer hinter dicken Klostermauern. Besonders heikles Material schaffte es vor allem in die Kammern des Vatikans. Deren geheimes Archiv sich in Regalen über ein Länge von unvorstellbaren 85 Kilometern erstreckt.
Was uns bleibt: Entziehen wir uns der Lehren jener, deren Beweisgründe nicht bestätigt werden durch Erfahrung.
Eine ebenfalls hinter dicken Mauern verschlossene Wahrheit liegt noch gar nicht so lange zurück: Die Wahrheit zu den Ereignissen des Ersten und Zweiten Weltkrieges wurde zwar aus Klugheit von der Erlebnisgeneration verschwiegen, um sich und ihre Kinder nicht in Gefahr zu bringen, aber mit genauen Belegen sind sie jederzeit in der Lage die Richtigstellung der Geschichtsschreibung vorzunehmen.
Und so wissen wir von den besonderen Narrenfreiheiten gewisser Personen, von der Zweigleisigkeit in der Gesetzgebung, von einer verfehlten, ja deutschfeindlichen und menschenverachtenden Politik. Darüber untermauert sich das Wissen zu diesen “Werte-Ideologen“ und der langehegten Tradition der Amerikaner. Ihr wisst schon: Diese Wesensart, die sich bis heute über Generationen hinweg erhalten und fortgesetzt hat.
Recht, Freiheit, Demokratie und Menschenwürde obliegen politischen und wirtschaftlichen Interessengruppen, wie denen der Amerikaner und Briten. Die Bedürfnisse und Lebensfragen der anderen Völker spielen dabei nur eine vordergründige Rolle.
Zwischen Fakten und Fiktion ist das ein Fakt!
Erkenntnis: Nahezu jede Epoche trägt die gleiche Handschrift, wenn es um Entvölkerung und Verarmung eines Volkes geht…
Läuft tatsächlich alles nach Plan? Ich glaube nicht! Auch die Mächtigen schwächeln. Wenn auch in ihrer Ausrichtung anders, als das einfache, oft ahnungslose Volk.
Denn auch das ist sicher: Was im Glauben der Völker wurzelt, geht nicht mehr unter.
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In der Kommentarspalte findet ihr noch einen recht interessanten Beitrag zur Umsetzung von „Fälschungen“ – damals bis heute.
Eindrücke einer Heidelandschaft wie aus einem Bilderbuch!
Erlaubt sei noch ein kurzes Vorwort:
Bevor ich nun etwas ausführlicher zu den einzelnen Stationen unserer kurzen Reise überschwenke, möchte ich noch ein paar Gedanken voranführen:
Während die Welt da draußen tobt, in den öffentlich-rechtlichen Medienanstalten eine Lüge die andere jagt, und so mancher noch immer seinen Helden in den „alternativen Medien“ ausmacht, zockeln und streifen wir durchs Land, und lassen die Welt einfach Welt sein. Es ist der 2. Oktober 2024, und zum gefühlt 25. Mal an nur einem Tag ereilt uns die Meldung, der Dritte Weltkrieg ist ganz nah…
Ich möchte die globale Situation keinesfalls verharmlosen, denn die Welt brennt, und ein Unrecht fügt sich an das nächste. Daran gibt es keinen Zweifel. Doch diesen Vorgang ändern wir nicht, wenn wir ständig in ihm verharren, und auf das Unheil warten, dass ständig heraufbeschworen wird. Genau genommen, sind wir ja schon mittendrin, in diesem „Unheil“. Der Schaden ist angerichtet. Basierend darauf, wird nun ausgerichtet…
Meine Mutter pflegte immer zu sagen: „ Man kann sich verrückt machen lassen, und doch schadet es nur einem selbst. Das ist genauso, wie sie dir beim Militär beibringen wollen, im Ernstfall rennen zu können…, über diese tägliche Übungen. Ich sage dir was, wenn der Fall eintritt, dass du gejagt wirst, und irgendjemand Schaden an dir nehmen will, dann rennst du – aus dem Instinkt heraus. Verfolge das Geschehen nüchtern, achte darauf, wie du dich persönlich bestmöglich schützen kannst, trage eine gewisse Vorsorge, doch sei dir bewusst, im Ernstfall kommt es meist anders als man glaubt.“
Also packen wir unsere „sieben Sachen“, beladen unseren Bert, und streifen durch unsere schöne Landschaft. Es gibt sie noch, die naturbelassenen Regionen. Auch wenn das Aufspüren dieser, oft der „Suche einer Stecknadel im Heuhaufen“ gleicht. Fest steht, die Auszeiten in der Natur, die wir uns nehmen, die Ausflüge an die Stätten einer uralten Kultur zu unseren Vorfahren, spenden uns jede Menge Kraft. Eine Kraft, die wir so dringend benötigen, für all das Kommende.
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3. Oktober: Morgenstimmung am Goldenstedter Moor Anfang Oktober. So darf ein Tag beginnen.
Es ist einer unserer Lieblingsplätze, den wir immer gerne zum Übernachten, aber auch für einen schönen Spaziergang am Moor aufsuchen. Er liegt in unmittelbarer Nähe der Arkeburg. Zuletzt waren wir hier im Mai diesen Jahres.
An diesem Ort wird die Geschichte um Widukind, dem Sachsenkönig bewahrt und damit wertvolles Kulturgut.
Zu verdanken haben wir das dem Ehepaar Anna und Heinz von Döllen, die das gesamte Projekt ab Grabung bis zum vollständigen Erschließen der Wallanlage nahezu vollständig aus eigener Tasche finanziert haben.
Die Stadt Vechta hat sich an dem Millionenprojekt gerademal mit 55 000 Euro aus dem Europafond beteiligt. (Geht ja nur um unsere deutsche Geschichte)….
Nun sind wir also in der herrlichen Lüneburger Heide „gestrandet“. Das anfänglich schöne Wetter schwächelte im Laufe des Tages, und auf unserer Wanderung entlang des mystischen Pietzmoors war es dann eher wolkenverhangen.
Schade, aber wir denken, die Aufnahmen sind eigentlich aussagekräftig genug, dazu, wie wundervoll diese Gegend ist. Hier stören (noch) keine Windräder, auch 5 G Masten sind nicht so oft platziert. Das Pietzmoor macht also den Anfang, auf unseren Entdeckungen in der Lüneburger Heide. Über einen Rundweg von neun Kilometern konnten wir auf Holzstegen das Moor gefahrlos durchqueren.
Jetzt geht hier gerade die Sonne unter, mein Göttergatte lässt die Drohne noch ein bisschen über uns streifen, und dann bereiten wir uns mal auf eine schöne, aber auch lange Wanderung am morgigen Tag vor. Mit neun Kilometer kommen wir dann vermutlich nicht aus. Es gibt dort nur eine Parkmöglichkeit. Oder die Möglichkeit einer Kutschfahrt. Das gesamte Gebiet um Wilsede herum ist ein autofreies Naturschutzgebiet, was auch völlig in Ordnung ist. Ein hübsches Heidedorf reiht sich hier an das nächste.
Wir lassen erste Bilder da und eine schöne Geschichte:
Im Heidedorf – eine kurze Erzählung von dazumal
Es muss so um das Jahr 1936 gewesen sein:
„Ludwig ging über die Heide, die er in sich trug, die er kannte und liebte. Wie oft hatte er dort bei den Steingräbern gestanden und der Geist hatte Rückschau gehalten in ferne Vergangenheit. Was waren es für Menschen gewesen, die dort ihre Bestattung gefunden?
Sicherlich Leute des desselben Volkstums, sicherlich Leute der selben Art: Heidler und Wäldler, die mit ungeheurem Spürsinn allen Nutzen und alle Lebensmöglichkeiten aus Heide und Wald, Feld und Wiese, Bruch und Moor zogen. Menschen mit angeborenem Sparsinn, die noch vieles auf Vorrat zu legen verstanden – Ludwig pflückt sich ein Sträußchen Glockenheide fürs Knopfloch, die passende Blume zum Hochzeitstage des Heidebauern, und kommt dann in den Wald.
„Im Wald ist es stille, da rührt sich kein Zweig, da blühen die Blumen da ruht sich`s weich“ (Löns)
Ja schön ist der Wald! Achtzigjährige Kiefern im lichten Bestande, dazwischen weißrindige Birken und tiefgrüne Wacholder in ihren sonderbaren Formen. Der Machandelbaum hat´s ihm schon lange angetan. Auch heute bleibt er stehen und betrachtet – in Gedanken versunken – die Wächter des Waldes, die Zierde der Heide.
Die Heide hat alles und birgt alles, und was einmal ihr ist und war, darf der Welt nicht verloren gehen, murmelte er vor sich hin, dann schreitet er weiter.
Er mochte eine gute Stunde gewandert sein, da trat er in das Haus seiner Braut, die ihn festlich geschmückt erwartete.
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4. Oktober: Eher zufällig sind wir hier „gelandet“, weil wir einen Platz zum Übernachten gesucht haben. Zwischen Militärflugplatz, Flüchtlingslager und Truppenübungsplatz – ein bizarrer Ort!
Gegenüber der gestrigen Morgenstimmung, offeriert sich hier in der Heide ein völlig anderes Bild. Mystisch und zauberhaft zugleich. Wir stehen inmitten von Nebelfeldern, die die Heidelandschaft in ein wunderschönes Gewand hüllen.
Und noch einiges mehr haben wir entdeckt. Denn die Lüneburger Heide bewahrt auch einige dunkle „Geschichten: Nicht zuletzt trieben sich hier einige Gesandte (Gestalten) des Syndikats herum. Genannt seien dazu die Queen, Magret Thatcher und der Dalai Lama.
Mit dem Ende des 2. Weltkrieges begannen die Briten und Kanadier, rund 48.000 Hektar der dünn besiedelten Lüneburger Heide für militärische Zwecke zu nutzen. Als das Flüchtlingslager des ehemaligen Flughafens geräumt war, wurden die Anlagen und das Gelände unter dem neunen Namen „Camp Reinsehlen“ ab 1950 zu ihrem Basislager für Panzerübungen.
Diese Flächen – in den militärischen Karten rot dargestellt – wurden als „Rote Flächen“ bezeichnet. Rund 2000 ha – die Roten Flächen 1 und 2 – lagen im Naturschutzgebiet Lüneburger Heide. Bestrebungen der Stadt, des Landkreises und der Politiker auf Verkleinerung der „Roten Fläche“ zur Entlastung der Schneverdinger Bürger schlugen alle fehl. Lärm- und Staubbelästigungen müssen hingenommen werden, wobei die übenden Truppen auf Sonntagsruhe oder Heideurlauber keine Rücksicht nehmen. Ruhetage konnten die deutschen Behörden mit den britischen Dienststellen leider nicht vereinbaren.
Die britische Premierministerin Margaret Thatcher erklärte bei ihrem Besuch der britischen Truppeneinheiten im Rahmen der deutsch-britischen Konsultationen in Fallingbostel am 17. September 1986 (Zitat der Zeitung): „Wochenend- und Sommerpausen in den roten Flächen zwischen Soltau und Lüneburg widersprechen dem Stationierungsauftrag der Rheinarmee. Die britischen Truppen in der Bundesrepublik müssen 24 Stunden am Tag einsatzbereit sein und das sowohl am Wochenende als auch im Sommer.“ Sie erteilte damit den Bemühungen der deutschen Seite auf Entlastung der Bevölkerung im Übungsraum Soltau-Lüneburg eine klare, unmißverständliche Absage.
Nach 40 Jahren des Kriegsendes für die Menschen in unserer Heideregion eine harte Entscheidung der britischen Premierministerin! Deutsche Politiker und ihre Dienststellen bis hin zum Bundesverteidigungsminister bleiben bemüht, durch Verhandlungen mit der britischen Seite dennoch Erleichterung für die Bevölkerung zu erzielen.
Schließlich bildete sich eine Bürgerbewegung, die auf breiter Basis gegen die militärischen Belastungen opponiert.
Weil es einer Handvoll Bürger gestunken hat, diese ewigen Kriegsspiele und die großen Verwüstungen in unserer schönen Heide hinzunehmen, gründeten sie die „BI“ im März 1987.
Es ist viel erreicht. Im Sommer 1994 verlassen die britischen Truppen die Heide, es kehrt Ruhe und Frieden ein, hoffentlich für immer…
Zwischen Militärflugplatz, Flüchtlingslager und Truppenübungsplatz – ein bizarrer Ort!
Daher noch ein paar Informationen zu dem ehemaligen Flüchtlingslager. Es entstand 1946 aufgrund der vielen Flüchtlinge aus den Ostgebieten des deutschen Reiches und der wohnungslos gewordenen Bewohner von Städten, infolge der alliierten Bombenangriffe. Wegen des herrschenden Mangels am Nötigsten prägte sich im Volksmund für das Lager der Begriff Dorf der 1000 Sorgen. So reiht sich ein weiteres Flüchtlingslager ein, als unmissverständliches Zeichen von großer Not und schwerem Leid unserer deutschen Bevölkerung in den Nachkriegsjahren.
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4. Oktober – der Tag hält noch einiges für uns bereit. So eine Wanderung über 17 Kilometer durch eine der schönsten Landschaften in der Lüneburger Heide.
Den besten Blick erhascht man tatsächlich vom Wilseder Berg. Dazu starten wir unsere Wanderung in Niederhaverbeck. Hier gibt es einen großen Parkplatz. Das Landschaftsschutzgebiet ist autofrei.
Die schönsten Plätze lassen sich also nur per Fuß, mit dem Fahrrad oder mit der Pferdekutsche erobern. Nach etwa 4 Kilometer erreichen wir einen Berg. Am Fußes dieses Berges läuft eine Herde von Heidschnucken direkt auf uns zu und „kesselt“ uns ein – wunderbar!
Die Heidschnucken sind aus der Heide nicht wegzudenken, das sie mit ihrer Vorliebe für junge Baumtriebe dafür sorgen, dass die Heideflächen erhalten bleiben.
Nun geht es hinauf. Mit 169 Meter ist der Wilseder Berg die höchste Erhebung des Norddeutschen Tieflandes. Von seiner langgestreckten Kuppe aus reicht der Blick an klaren Tagen über die Heide und Wälder bis zum 34 Kilometer entfernten Lüneburg und manchmal sogar bis nach Hamburg, das 43 Kilometer nördlich liegt. Wir haben großes Glück mit dem Wetter und können weit in die Ferne schauen.
Der Wilseder Berg ist das Herz der Lüneburger Heide und Teil eines etwa 150 000 Jahre alten Endmoränenzuges. Der Weg auf den Berg wird von Heide und Wacholder (Machandel) gesäumt. Nach dem Abstieg zeigt der Berg mit Mulden, Tälern und sogar Schluchten ein vielseitiges Gesicht, wie man es in dieser Gegend wohl kaum erwartet.
Auf dem Berg steht ein Gedenkstein, der an den berühmten Mathematiker und Astronomen Carl Friedrich Gauß (1777-1855) erinnert. Hier war der Mittelpunkt der bedeutenden Landvermessungen, denen er sich zwischen 1821 und 1823 widmete.
Weiter geht’s: Wir erreichen das alte Heidedorf Wilsede. Auch wenn hier kein einziger Bauer mehr tätig ist, bekommt man den besten Eindruck eines alten Heidedorfes.
Die reetgedeckten Bauernhäuser sind von alten Buchen und Eichen umgeben, auf dem Hofgelände stehen hölzerne Treppenspeicher und traditionelle Ziehbrunnen. Ein Besuch lohnt im hübschen Heimatmuseum.
Das Heidemuseum (dat ole Hus) zeigt, wie man in den letzten Jahrhunderten in der Heide, zusammen mit dem Vieh unter einem Dach lebte.
Nun treten wir bereits den Rückweg an. Einen kurzen Abstecher unternehmen wir noch zum Steingrund mit seinen zahlreichen Findlingen. An diesem Ort herrscht eine besondere Stimmung.
Noch einen guten Kilometer weiter, liegt der Totengrund. Aber den heben wir uns fürs nächste Mal auf, denn wir spüren deutlich, das unsere „Laufkraft“ nachlässt. Tapfer lassen wir die Kutschen an uns vorüber fahren. Wohltuend erschöpft, erreichen wir nach 17 Kilometer Fußweg den Parkplatz von Niederhaverbeck und freuen uns riesig darauf, im Bert die Füße hoch legen zu können.
Da wir am morgigen Tag noch einige interessante Plätze anfahren möchten, suchen wir uns am besten einen Platz in unmittelbarer Nähe. Und tatsächlich werden wir fündig, und übernachten unter drei mächtigen Eichen, nur wenige Meter von den Großsteingräbern der Oldendorfer Totenstatt entfernt. Es herrscht eine gute Atmosphäre.
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5. Oktober: Ein Streifzug über die Gräberfelder von Amelinghausen, weiter zur magischen Schwindequelle, gefolgt von einem kurzen Halt am Ravenstein bei Soderstorf bis hin zur Grabstelle des berühmten Heidedichters Hermann Löns. Was für ein Tag!
Gleich am frühen Morgen besuchen wir das Gräberfeld vom Amelinghausen.
Gräser, Pflanzen, ja nahezu das gesamte Gräberfeld war bedeckt von sogenannten Marienfäden und feinen Spinnweben, typisch für den Altweibersommer. Wir verweilten in einer Landschaft, eingebettet in einem mystischen weißen Schleier – die Stimmung fabelhaft!
Dabei lässt sich dieses „Naturphänomen“ ganz einfach erklären: Vom Tau benetzte Spinnweben erinnern in der Morgensonne an langes, silbergraues Haar der alten Weiber. (Vor der Zwangschristianisierung war Weiber kein Schimpfwort).
Wahrscheinlich ist die Herkunft des Begriffes auch mit den Spinnen verwoben. Aber eine genaue, allein gültige Erklärung haben auch Sprachwissenschaftler bis heute nicht gefunden. Die Spinnen sind nach dem Sommer ausgewachsene Tiere und daher einfach besser zu sehen. Dies gilt insbesondere für die Gespinste der winzigen, nur wenige Millimeter großen Baldachinspinne. Über dem warmen Boden entwickeln sich tagsüber Aufwinde. Von diesen lassen die Spinnen sich an ihren zarten Fäden durch die Luft pusten. Auf ihrem Flug hinterlassen sie überall Fäden, die im Sonnenlicht aufblitzen. Gerade ihre treibenden Weben charakterisieren optisch den Altweibersommer.
Der Altweibersommer verwöhnt in diesen Tagen weite Landesteile mit seiner angenehmen Luft und weichem Licht. Die Bezeichnung Altweibersommer ist schon seit etwa 1800 verbreitet. Die glitzernden Fäden erinnern an die langen, silbergrauen Haare älterer Frauen. Viele Menschen glaubten damals, dass Spinnweben Glück bringen. Wenn sich fliegende Spinnenfäden im Haar eines jungen Mädchens verfingen, wartete auf sie eine baldige Hochzeit. Bei alten Menschen galten die Spinnenfäden als Glücksbringer.
In einigen Regionen kennt man diese charakteristischen Spinnweben zwischen Gräsern, Zweigen, an Dachrinnen und Fensterläden auch als „Marienfäden“, „Marienseide“ oder „Marienhaar“. Der Altweibersommer wird aus diesem Grund manchmal auch als „Mariensommer“ oder „Fadensommer“ bezeichnet.
Weiter fahren wir zur Schwindequelle. Hier herrscht magisches Treiben inmitten einer mystischen Umgebung. Mit 60 Liter pro Sekunde ist diese Quelle nach der Ruhmequlle im Harz die zweitwasserreichste Quelle Niedersachsens. Hier kann man wunderbar sehen, wie das Wasser von unten her aus dem sandigen Grund drückt und dabei regelrechte Sandfontänen aufwirbelt und rötliche Eisenoxide sowie türkisfarbige Manganoxide ablagert.
Das Quellwasser hat eine ständige Temperatur von ca. 9 Grad Celsius und friert auch im Winter nicht zu. Für die heimische Tierwelt ist das besonders wichtig, denn so finden sie auch im Winter einen zuverlässigen Wasserzugang.
Und schließlich erreichen wir das Raven Großsteingrab. Hier handelt es sich um ein nicht mehr intaktes Hünenbett von ehemals ca. 18 x 7 Metern mit gleichgerichteter Kammer. Von der Umfassung sind noch 17 Steine vorhanden. Die Kammer besteht aus 4 Jochenvon denen 3 noch vollständig erhalten sind. Der nordöstliche Deckstein ist abgewälzt und liegt gesprengt nordöstlich der Kammer. Es ist ein besonders gut erhaltenes Zeugnis der frühen Besiedlungsgeschichte der Region
Den krönenden und würdigen Anschluss zu unserer Reise in den Heidekreis, macht der Besuch an Hermann Löns Grabstelle. Auch wenn wir leider den Eindruck haben, dass die Grabstelle des National, – und Heidedichters nur noch „geduldet “ ist…. Um so froher stimmt es uns, dass doch einige an seine Grabstelle finden und Blümchen auf den Stein legen.
Hermann Löns war bereits 48 Jahre alt, als er sich freiwillig im Ersten Weltkrieg zum Militärdienst einfand, und in den Kriegswirren, in einer der ersten Schlachten leider ums Leben kam.
Seine Erzählungen Gedichte und Geschichten bleiben unvergessen.
Hier lasse ich dann die Bilder sprechen.
Infotafel:
Ohne Zutaten des Menschen gäbe es diese Bilderbuchtlandschaft der Heide heute nicht. Sie ist das Ergebnis beispiellosen Raubbaus in der Vergangenheit. Die ausgedehnten Wälder wurden rücksichtslos abgeholzt und auf den Sandböden breitet sich das anspruchslose Heidekraut aus.
Noch ein Blick in die Vergangenheit: In den Jahrhunderten nach unserer Zeit siedelten auf dem Boden des heutigen Niedersachsens einzelne germanische Stämme, so die Chauken im Bereich der Nordseeküste, die Angrivarier an der mittleren Weser, die Langobarden an der unteren Elbe, die Cherusker im Weserbergland und die Chasuarier und Ampsivarier zwischen Weser und Ems. Sie wachsen seit dem 3. Jahrhundert zum Stammesverband der Sachsen zusammen. Manche Quellen nennen noch den Stamm der Dulgubnier im Bereich der Lüneburger Heide, welche nordöstlich der Angrivarier und Chamaven lebten. Zu Beginn der Völkerwanderung ist diese Ethnie nicht mehr in Erscheinung getreten und die Langobarden bewohnten dieses Gebiet.
Und ein Blick in die Zukunft: Beispielloser Raubbau auch in der Gegenwart? Denn seit 2011 sind in der Region um Bispingen mächtige Windkraftanlagen angedacht. Die Bürger wehren sich. Wie dreist: Sogar mit der Schenkung eines Mercedes werden Landebesitzer gelockt, um Flächen für diese unsäglichen Teile frei machen zu können. Da der Standort des geplanten Windparks 84 Meter über Meereshöhe liege, würden die 185 Meter hohen Windräder den 169 Meter hohen Wilseder Berg deutlich überragen. Mit dem Standort „unmittelbar neben dem Naturschutzgebiet“ werde gegen das Niedersächsische Naturschutzgesetz verstoßen. Pflug: „Den Wilseder Berg und den Totengrund gibt es nur einmal in Europa. Sie fallen als einmalige geologische Gegebenheiten unter die geschützten Natur- und Bodendenkmäler.“
Da wir morgen mal wieder unseren „Koffer packen“ werden .. , nur für ein paar Tage, lasse ich mal ein paar Beiträge (verfasst im vergangenen Jahr) da, zu dieser ominösen deutschen Einheit.
Ich fasse mich so kurz wie möglich, denn unser Bert will noch beladen werden, und ich muss schließlich noch ab bissl Wegzehrung vorbereiten.
Der Tag, den man auch „Tag der deutschen Einheit“ nennt.
Dazu gibt es „Vorfälle“, die nicht unerwähnt bleiben sollten. Beginnen wir doch gleich mit der „Dritten Einheit“, ausgerufen seinerzeit von Armin Laschet und seiner Mischpoke, mit dem Vermerk „Ostdeutsch mit Migrationshintergrund.“
Ostdeutsch mit Migrationshintergrund? So die „Experten“ und „Forscher“…
Mal abgesehen von der Tatsache, dass diese Forscher fälschlicherweise „Ostdeutsch“ den Mitteldeutschen zuordnen….
Siehe Ostdeutschland: > Unzählige Ostdeutsche wurden nach Mitteldeutschland vertrieben. Viele verloren ihr Leben auf der Flucht .
Andere, die es geschafft haben, und in Mitteldeutschland ankamen, wurden ihrer Heimat beraubt, die heute unter polnischer Verwaltung steht, und selbst das aus dem Unrecht heraus.
Aber man möchte diese Art Schreiberlinge und selbst ernannten Forscher nicht mit geografischen Fakten überfordern.
Doch bekommen wir ihn immer und immer wieder zu lesen, diesen Unsinn, den Irrwitz, die Lügen von Narren verfasst.
So sieht es also aus, wenn zusammengewachsen ist, was zusammengehört. Oder auch nicht! Die Sächsische Zeitung erntete prompt deutliche Reaktionen der Leser.
Wir Mitteldeutsche sind also Deutsche zweiter Klasse, weil wir quasi einen Migrationshintergrund haben?
Siehe Oktober 2009 – als in Deutschland die „Dritte Deutsche Einheit“ ausgerufen wurde
Haben wir das richtig gelesen? Ich befürchte ja. Und es kommt noch wahnwitziger…
Während die Sächsische Zeitung über einen Artikel vom 17.10.2023, beruhend auf den Aussagen eines Forscherteams des Zentrums für Integration- und Migrationsforschung, die Herkunft gebürtiger Deutscher in Frage stellt und diese zugleich in eine Art von (Wurst) Sorten einteilt wie „geo-ostdeutsch“, „sozio-ostdeutsch“ und emo-ostdeutsch“, stellt sich die berechtigte Frage: Gibt es gar eine neue Rassentheorie?
Rückblick: Im Oktober 2009 rief Herr Armin Laschet, damals Integrationsminister diese vermeintliche „Einheit“ aus – die „dritte deutsche Einheit“. Wie er das wohl meint?
Er sagte –ich zitiere: „Die erste Deutsche Einheit war die Integration von zwölf Millionen Vertriebenen, was damals auch schwer war.“
Mein Kommentar dazu: Deutsche, zwangsausgesiedelte Menschen, hervorgegangen aus einem der größten Verbrechen gegen die Menschheit, vergleicht er also mit Migranten, Zuwanderern, überwiegend türkischer Herkunft. Nicht zuletzt gebraucht er das Wort „Neudeutsche“. Wir wissen selbstverständlich, dass Herr Laschet das Sprachrohr von … ist.
Weiter faselt er:
„Die zweite Einheit war die zwischen Ost und West. Im Moment der Wiedervereinigung haben viele Zuwanderer gemerkt, dass sie in die dritte Reihe gerückt sind“.
Mein Kommentar: Wie konnten es auch die Bewohner aus Mitteldeutschland wagen, sich in ihrem Land frei zu bewegen?
Auch darauf hat Herr Laschet eine Antwort: „Die Bürger anderer Kultur waren schon länger da. Insofern glaube ich, dass jetzt die Zeit gekommen ist, an dieser dritten Einheit zu arbeiten. Wir müssen alles tun, dass die Neudeutschen auch die optimale Förderung und Aufstiegsperspektiven erhalten.“
Mein Kommentar: Nun ja, aktuell würde ich diese heraufbeschworene „Dritte Einheit“, weniger als eine Einheit, doch vielmehr als Vereinnahmung Deutschlands bezeichnen. Und nein, Herr Laschet: Ich bin (wie viele andere Deutsche auch, aus den ost- und mitteldeutschen Regionen) kein „Neudeutscher“. Mein Stammbaum gibt darüber eine klare Auskunft: Ich bin und bleibe DEUTSCHE!
Und daran wird auch kein Forschungsinstitut etwas ändern, vor allem nicht unter den Fittichen (Leitung) einer Naika Foroutan, die bereits in einem Interview mit der TAZ im Jahre 1990 von „Ostdeutschen Migranten“ sprach.
Ich glaube, es ist an der Zeit, dass sich diese merkwürdigen Gestalten endlich in ihre Höhlen zurückziehen, und wir unser Land wieder so gestalten, wie es ihm gebührt.
In der Kommentarspalte findet ihr die entsprechenden Beiträge zu dem Vorkommnis 3. Oktober, ein herbeigerufenes Datum. ( von mir verfasst im vergangenen Jahr)
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Erinnert ihr euch? 1. Beitrag aus April 2024.
Wiedervereinigung – die Tageblätter waren voll mit den Worten: „Deutschland wird wieder groß, zu groß!“ Und es war tatsächlich so: „Einige Länder fürchteten ein starkes Deutschland“. Manche sprechen von einem „geheimnisvollen“ Hass gegenüber Deutschland. Naja. Geheimnisvoll ist er wohl eher nicht.
Beitrag 2: „Nun feiern wir sie schon bald wieder: Die vermeintliche Einigkeit zwischen Konsumenten und Klassenbrüdern. Beitrag aus September 2023
Was war das doch für eine Wiedervereinigung, die uns 1990 offiziell verkündet wurde? Oder waren es vielmehr Welten, die da aufeinanderprallten?
Eines haben die Betroffenen gemeinsam: Sie sind ein Volk, eine Nation, losgelöst von ihren Wurzeln, indem man ihnen fundamentales Menschenrecht nahm und ihnen eine fremde, andere Denkweise aufzwang. Manch einer nennt es auch Umerziehung.
Auf diese Weise entwickelten sich Gruppen. Da haben wir zum einen die Gruppe an Menschen als Konsumenten, gewachsenen und erstarkt in einem westlich geführten Hyper-Industrialismus.
Und zum anderen die, über die der marxistische Messianismus des Ostens viele Jahre wie ein Moloch schwebte, entsprungen des Sowjetimperialismus.“
Ach , und noch etwas liegt mir auf dem Herzen, das ist dann der 3. Beitrag (ebenfalls aufgeführt im Kommentar). Denn zu keiner Zeit handelte es sich um eine Zusammenführung Ost-Deutschlands mit dem Westen Deutschlands. Nein, der Osten von Deutschland, der immer noch unter polnischer Verwaltung steht, ist damit nicht gemeint, es sind Mitteldeutschland und Westdeutschland, für die diese „ politische Einheit“ ausgerufen wurde, in der die Menschen aufgefordert werden, diese zu feiern.
Doch gibt es nichts zu feiern, weder für den betrogenen Mitteldeutschen, noch für den belogenen Westdeutschen.
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Beitrag 3: Der Osten Deutschlands, von dem hier die Rede ist, wurde ausgeraubt, seine Bevölkerung auf menschenunwürdige Weise vertrieben, und unter polnische Verwaltung gestellt.
– Mitteldeutschlands Geschichte bis 1989 macht ebenfalls deutlich, dass sie längst geschrieben war, und die „Revolution“ mit einer gewissen „Vorbereitung“ einherging, die aber weniger vom Volke ausging …
Es ist zum Haare raufen, nein, schlimmer: Es macht sprachlos: Hexen mit Hüten, entsprungen wie aus einem Disney-Film, Menschen, die von einer Attraktion zur nächsten eilen, gegessen wird griechisch… Nun möchte man meinen, das wäre die Beschreibung zu einem der unzähligen Freizeitparks Europas…, Nein, weit gefehlt. Dieses Bild stammt aus dem schönen Harz, einem Gebiet, dass über viele Jahrhunderte von Stämmen und Völkern zu Kultplätzen genutzt wurde, wo einst die Weiber tanzten und Sprüche murmelten, die einen Zauber in sich trugen.
… Heute geht es hier zu, wie auf einem Rummelplatz. Und wieder wurde deutsche Kulturgeschichte und eine wundervolle Tradition gelöscht.
Der Hexentanzplatz von Thale wurde zum Freizeitpark umfunktioniert.
Noch zu DDR Zeiten war das ein fabelhafter Ort inmitten herrlicher Natur, mystisch, die Treffen zur Walpurgisnacht bleiben unvergessen. Es war einmal….
Dann schlagen wir es mal auf, das Familienalbum: Denn, was sie uns nicht nehmen können, das sind unsere Erinnerungen.
Mit einem Lächeln im Gesicht, betrachte ich das Erlebte aus der Vergangenheit, liebevoll gestaltet und festgehalten in einem Fotoalbum. in Gedanken kehre ich zurück an den Ort, wo ich schon in frühen Kindertagen mit dieser besonderen Stimmung an das Ursprüngliche vertraut gemacht wurde. (Mittels Beitragsfotos nehme ich euch bildlich mit). Unterwegs war ich mit meinen Eltern, meinen Tanten und Cousins. Oft trafen wir uns hier, im wunderschönen Harz.
In dieser Region ruht viel mehr Geschichte, als man anzunehmen vermag. Nach und nach wurde sie verfälscht, Orte, wo unsere Urahnen ihrer Götter und Toten gedachten, ins Latein um-propagiert.
Hier, im Feuerland gibt es unzählige Höhlen, hier findet man derartig viele, kultmäßig geprägte Gelände und Berge, dass jedes andere Gebiet dahinter verblassen würde.
Die hauptsächlichen Kultplätze dienten der uralten Sonnenverehrung, die seit Tausenden von Jahren auf der ganzen Welt vorherrschte. Wie komme ich darauf: Etwa 270 v. u. Z. forschte der Wissenschaftler Ptolemaios in Alexandria und erstellte einen Weltatlas. Er hat hier am Nordharz in Germanien eine Gebiet verortet, das über viele Jahrhunderte von Stämmen und Völkern zu Kultplätzen genutzt wurde. Das Original ist inzwischen verschollen und die verbliebenen Kopien nicht alle gleich.
Mancher wird nun sagen: „was sie schon wieder hat. Was erzählt se da wieder? Wer will das schon wissen? Was sie schon wieder schreibt…“
Gute Frage! Ja, was habe ich denn nun schon wieder geschrieben? Eigentlich setze ich nur dort an, wo sich schon über Jahrhunderte hinweg unzählige Schreiberlinge die Finger wund schrieben, über etwas, was „man“ gar nicht hören/lesen wollte.
Und weil das so ist, ist mittlerweile alles anders: Am Thingwald (groß) im Heerswald (Feuerland) treiben schrecklicher Kreaturen ihr Unwesen. Aber nicht etwa das der Hexen… Nein, diese Kreaturen sind anders. Sie leben entfernt von allem Natürlichen und Urbanen, mit der Absicht andere Menschen ebenfalls immer weiter davon zu entfernen. Sie haben sich einer bestimmten Aufgabe verschrieben: Das große Auslöschen von wertvollen Informationen.
Dieses Vorhaben schreitet seit Jahrhunderten voran. Inzwischen errichten diese Kreaturen Windräder und Freizeitparks, sie vernichten alles was urban und natürlich ist, was Erinnerungen hervorrufen könnte. Erinnerungen an unsere Vergangenheit, an unsere Wurzeln. Den Teufel stellen sie selbst. Er ist ihr Alibi. Furchtbar ist auch, wie sich der Hexenglaube über die Zeit entwickelt hat. Es wurde die christliche Hexe ins Leben gerufen, die dem ursprünglichen heidnischen Charakter widersprach.
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Infotafel:: Gut zu wissen!
• Der wunderschöne Harz: In dieser Region gibt es unzählige Höhlen, vielleicht eine Verbindung zu unserer Alten Welt? Sandsteinhöhlen (Börnecke), Wohnhöhlen Langenstein, Höhlen unter dem Regenstein, Höhlensystem Langenstein, die Höhlen in Rübeland, Volkmarskeller und Teufelsloch.
• Berühmt wurde die Walpurgis auch durch Johann Wolfgang von Goethes Theaterstück „Faust“.
• Die 1901 eingeweihte und im altgermanischen Stil errichtete Walpurgishalle steht unweit der Bergstation der Seilbahn. Über dem Eingang ist der Kopf des Gottes Odin (Wotan) angebracht. Er opferte ein Auge, um aus dem Brunnen der Weisheit zu trinken und dann in die Zukunft zu sehen. Fünf große Gemälde zeigen Szenen aus der Walpurgisnacht nach Goethes „Faust“. Im Eingangsbereich steht ein uralter Opferstein aus Granit. Dieser altheilige Stein mit einer eingemeißelten Svastika, dem glücksverheißenden Sonnensymbol, wurde 1901 mit einer Bronzeaxt unweit von hier entdeckt.
• Einst sollte von der Bode am Bodetor vorbei eine alte Steintreppe zum Hexentanzplatz geführt haben. Der aus Thale stammende Theodor Nolte beschreibt die Hexentreppe im 19. Jh. und meint, sie müsste schon mehrere hundert Jahre alt sein. Sie hatte mehr als 1000 Stufen. In sehr alten Zeiten führte die Hexentreppe einst zum Kultplatz Hexentanzplatz, ähnlich wie am Wurmberg. Später mussten die Wirte vom Waldkater und Hexentanzplatz die ersten bzw. letzten 300 Stufen pflegen und erhalten. Theodor Fontane ist noch im Jahr 1868 über die Hexentreppe zum Hexentanzplatz gewandert.
• Walpurgis, ein altgermanisches Fest , wo das Ende der kalten und der Beginn der warmen Jahreszeit gleichermaßen begrüßt wurde ,
• Viele folkloristische und mythologischen Werke enthalten unerschöpfliches Material zu den Vorgängen uralter Zeiten, den Gebräuchen unserer Urahnen. Man muss sich nur auf die Suche machen.
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Quelle:
– WERKE WERNER KÖRNERS (Auswahl) Sagensammler & Heimatforscher (Karten und Textpassagen)
– Altgermanische Religionsgeschichte Axel Olrik Edward Schröder (1910)
– Zweitschrift Journal /Jahrbuch des Oberösterreichischen Musealvereinbs
– Der geografische Atlas de Ptolemaios
Die Bilder in der Fotogalerie stammen aus dem Familienalbum und von gesammelten Ansichtskarten.
Nun liegt die Tag-und Nachtgleiche schon wieder vier Tage zurück.
In der germanischen Mythologie tun sich zu diesem Fest die Götter Tyr (Sonne) und Porr (Gewitter) zusammen, um dem Winterriesen Hymir das für das Wachstum notwendige Wasser zu entlocken, während der Herrschaft von Loki, der hier die hochsommerliche Hitze bedeutet.
ich wünsche euch einen schönen Herbstbeginn.
… und lasse noch einen kleinen Beitrag rund um den Herbst da.
Das Jahr geht zur Neige und schon bald widmen wir uns wieder der Erntefeste, die wie in alten Zeiten zur Herbst-Tag- und Nachtgleiche beginnen und bis zum darauffolgenden Vollmond dauern. Wir verabschieden uns von den Sommermonaten und bereiten uns auf den Winter vor….
Dieser Zeitungsausschnitt stammt vom 2. April 1995. Die Bild titelte damals „So geht die Welt unter“… Sonnenexplosionen bringen die Meere zum Kochen… und so weiter und so fort…
Wenn nicht gerade die Weltuntergangszenarien dieser Art die Runde machen, dann kommt noch (brandaktuell) ein zweiter Mond daher. Den hat man am 7. August mit einem „einzigartigen ausgeklügelten System ausgemacht. Asteroid Terrestrial-impact Last Alert System (ATLAS) nennt sich das. Dieses System dient zur Früherkennung von Asteroiden, die der Erde gefährlich werden könnten.
Puh, da haben wir aber Glück gehabt.
Es kann also weitergehen. Alles wie gehabt: Die Klimakatastrophe, die viel zu heiße Sonne, das böse CO2, und überhaupt.., na ihr wisst schon. Das System ist allgegenwärtig, und verdammt „schlau“: Es warnt, schützt und verdummt zugleich.
Seht ihr sie auch.. die Morgenröte hinter dem Höllenfeuer? Oder ist es doch das Höllenfeuer vor der Morgenröte? Ach, wer weiß das schon… Die Festlegung auf ein konkretes Datum kann nur mit übermenschlicher Vermessenheit, übermenschlicher Weisheit, übermenschlicher Dummheit oder herzerfrischendem Dilettantismus erklärt werden.
Letztendlich sind es doch die kollektiven Psychosen von Gesellschaften und Gemeinschaften, die sich diesem Glauben verschreiben, und dem ganzen Spuk einen Raum geben. Verstörend ist, dass dies über die Jahrhunderte hinweg in Europas Kulturen konsistent geblieben ist – zu allen Zeiten rechnete man stets mit dem Untergang. Darüber wurden und werden tatsächliche Gefahren, wie das Stehlen von Freiheit und der eigenen Identität, ausgeblendet. Der Bürger verbleibt im Wohlstandskarussell drehend, im Existenzglück juchzend. Doch seine Wurzeln verkümmern.
Wenn der Mensch sich doch endlich darauf besinnen könnte, dass wir eins mit der Natur sind. Dass wir in ihr jene Handlungskompetenzen erwerben, die uns unabhängig machen.
In den Komfortzonen und der konsumorientierten Wohlstandsgesellschaft ist so viel verloren gegangen, die Menschen haben viel mehr verlernt, als gelernt.
Nichts ist prägender als die eigene Erfahrung.
Indes halten wir uns besser fern, von all den selbsternannten Deutern und Interpreten – Angstmachern aller Art: Wissenschaftler, Experten, Prognostiker, Trendforscher, Buchautoren, Redakteure, Politiker, Boulevardisten. Genau betrachtet, sind es doch allesamt Betreiber von Frühwarnsystemen, die ihre Legitimation aus der Sorge um die schützenswerte Menschheit ableiten